* über
:naM tonte. 7 ole Allgemeinheit der Wahl, die nicht preisgegeben «inet £ * werden dürfe, auch nicht um ein besseres Wahlversahren.
8 W T") f Drei Jahre Ansässigkeit und noch dreijährige Staatszuge- Met ^net i»? dirigkcit, die die Vorlage fordere, das seien in meisten ersten btt 3 Fällen sechs Jahre. Es sei das eine Ungerechtigkeit gegen landet 's am Teil der Bevölkerung, der unfreiwillig um des Broder- ttoibert * Herbei fluktuiere, was heute in den wenigsten Fällen noch
^"vena? E°M M is' freiwillig geschehe, namentlich nicht bei Arbeitern, die ver- ü heiratet jeien. Diese Leute nun, die durch die Härte des elt^> in bet er?’ ^dcns gezwungen werden, zu fluktuieren, die treffe man tn, Hl* ^uiotrii i durch solche Kautelen. Was die steuerrück st andè- ?c" »erd- ll a u sel angeh-, so sieht Redner hierin e.ne der häßlichsten i-k n " Chikanen gegen die Massen, denn für gewöhnlich fei d.e
AQnnt, toet ba IN ytehrheit mit den Steuern rückständig aus Armut, und für i "'^ - Armut die Leute noch besonders bestrafen, sei sehr
^»«tt. _ Q lch Lj An die Wahlurne gehörten solche Bestimmungen ^ Ä” 1 .“enn hier thäte sich wieder eine neue Quelle der “ufforbern „ l k üjählbeftechung aus. Die Aufgabe der k l e i n e r e n deutschen “ Staaten, die za nicht mehr viel aus dem Gebiet der hohen ; auswärtigen Politik zu thun hätten, sei jetzt wesentlich Mu sozialpolitischer Natur. Die hessische Kammer von ' 1,1 n« heute in ihrer j-tzigen Zusammensetzung ist aber nicht das Spiegelbild der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse, w.e. oer Abg. Heyornreich behauptet; denn die Steuer- le.stungSverhättnisse haben sich ja feit 20 Jahren funda- mintal geänoert, durch die Industrie. Von den 8 Millionen Einkommensteuer zahlten 4,6 Millionen, also über die Hälfte, die sieben größeren Städte in nefjen. Die Masse, derer, für die die sozialen Gesetze gemacht würden, müßten auch entsprechend mit zu reden gcien. Die wachsende Einsicht der süddeutschen Staaten in bitfer Beziehung sei freudig zu begrüßen. Der Redner simplifiziert auf Württemberg und Bayern, ja selbst du natwnaUweiale Partei in Baden habe in ihrem Programm das allgemeine direkte Wahlrecht aufnehmen müssen, ffieilich sei die Angst vor der Sozialdemokratie für viele hur das Ausschlaggebende für ihre Stellung diesem Entwurf gegenüber. Aber ob nun diese Vorlage Gesetz würde, oder feie, den Vorteil würden in beiden Fällen die Sozialdemo- traten haben. Auch würde die Vorlage, wenn sie jetzt fiele, doch immer wiederkommen. Ja, die Hauptparole bei den neuen Wahlen, die bevorstehen, würde die Stellung zu dieser Wahlrcchtsvorlage fein. Wer dazu Helsen wolle, das Laad vor schweren Kämpfen zu bewahren, der muß für diese Vorlage eintreten. Wer dagegen seine Hoffnung stütze aus den Jnoifferentlsmuè des Voltes, der stehe aus thönernen Füßen. Der Redner wünscht, daß die Bahn freigemacht werde für Fortschritte und gesunde Entwicklung.
Staatsminister Rothe erklärt, daß die Regierung
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rlieft [obann die fai|» »tag bis M14. Dttok Bliebt mit einem M gt.
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sich nicht veranlaßt sehe, in den Hauptvoraussetzungen der Borlage etwas zu ändern.
Geh. Staatsrat von Krug führt aus, die Teilnahme des Volkes sei bei der direkten Wahl eine gerechtere und richtige, als bei der indirekten. Man müsse anerkennen, daß üurch die Einbringung dieser Vorlage eine erhebliche Konzession gemacht worden sei, aber man müsse das Recht, mit Kautelen sich vorzusehen, der Regierung auch zubilligen.
Abg. Gulsleisch ist von der Vorlage erfreut. Er habe gehofft, daß sie im Hause nicht das Maß von Liiderspruch finden würoe, wie es schon geschehen sei und offenbar noch geschehen würde. Das direkte Wahlrecht sei nicht absolut, aber relativ entschieden das Beste. Ec könne nur wünschen, daß mit seiner Hilse das Volk seine Aufmerksamkeit, seine Interessen wieder mehr den Aufgaben des Staates zuwendet. Eine Verödung des politischen Lebens sei durch die in« direkte Wahl eingetreten, die nicht an = dauern d ü r e. De s halb begrüße er das direkte Wahlrecht. Es biete in sich selbst ine Mittel, aus den Gefahren herauszukommen, weil die Wähler durch das Wahlrecht immer mehr an politischer Einsicht gewinnen. Das direkte Wahlrecht sei ein Volkserzieh- ungsmittel bester Art. Was die Kautelen an- gche, so könne er sie entbehren in der Vorlage, aber das direkte Wahlrecht sei ihm so viel wert, daß er es um dieser Kautelen willen unter keinen Umständen sollen 'offen würde. Der Redner giebt seinem Bedenken Ausdruck gegen die Wahlpflicht und gegen die Proportional- wahl. Er möchte im Interesse der guten Sache alle besonderen Wünsche unterdrückt wissen. Würde dieses Gesetz angenommen, so sei ec der Ueberzeugung, daß die Kammer seit langem kein Gesetz gemacht habe, das so !chr zum Teile des Volkes sei. (Beifall.)
Abg. Reinhart (nl): Er wolle nur seiner persönlichen Ansicht Ausdruck geben. Ec begrüße es, daß die Regierung dem Wunsche der Bevölkerung nach dem direkten Wahlrecht nachgekommen sei, damit beuge sie filkünftiges Kämpfen vor, indem sie das direkte Wahl- tccht gebe, und zwar unter gewissen Kautelen, die er im großen und ganzen nur billigen könne. Was mit zahlt, soll auch mit- raten, was nicht zahlt, dem sei er nicht geneigt, das Wahlrecht zuzusprechen. Ec habe im Einverständnis mit einigen seiner Freunde im Ausschuß die Wahlpflicht beantragt, wozu ihn die Zahlen . bei den Reichstagswahlcn veranlaßt haben, aus denen ■ hecvorgche, daß die oppositionelle Partei den Vorteil ■ bon der direkten Wahl hätte, weil die Vertreter der 8 bürgerlichen Parteien zu Hause bleiben. Sehr wichtig - sei auch, daß die Vorlage die Vermehrung der Vertreter ■ bet Städte vorsche, deren Berechtigung Redner nach- Ivetst. Wer um deswillen die Vorlage ablehne, handle nicht gerecht gegen die Städte.
Abg. Bähr (Antis.) spricht sich für das direkte Wahl- ikcht aus, wenn er und seine Freunde auch nicht verkennen könnten, daß die Regierung das Land bcnach- ieiiige zu Gunsten der Städte. Er schließt sich dem Wunsche des Abg. Dr. David an um Beseitigung der Etruerrückstandsklausel im Interesse der kleinen Bauern.
Aon dec Einführung oder von dec Nichteinführung des Wahlzwanges würden er und seine Freunde ihre Ao-
ftimmung nicht abhängig machen. Die Vermehrung der städtischen Abgeordneten hingegen könnte ein Grund sein, bei der zweiten Lesung event, gegen die Vorlage zu stimmen.
Oberregierungsrat Dr. Weber wendete sich gegen den Vorwurf des Abg. Bähr, als würden durch die Vorlage die Städte bevorzugt, was er an der Hand statistischen Materials widerlegt.
Abg. Backes (natl.) spricht sich für die Vorlage aus unter der Bedingung, daß die Wahlpflicht eingeführt werde.
Nächste Sitzung morgen 9 Uhr. Tagesordnung: Wahlrechts Vorlage.
Preussischer Landtag»
Berlin, 11. Juni.
Minister Freiherr von Hammerstein stellte im Abgeordnetenhause nochmals Polizei-Verordnungen gegen die Trunksucht in Aussicht.
Der Gesetzentwurf betr. die Vorausleistung zum Wegebau wird in 3. Lesung und der Gesamtabstimmung angenommen. Morgen Lex. Adickes, Unfallfürsorge für Gefangene.
Die Hoffnung am 14. Juni die Session schließen zu können, ist aufgegeben, zumal im Herrenhause das Arbeitsmaterial bis dahin nicht erledigt werden kann. Der Gesetzentwurf betr. die Ausfühcungsbestimmungen zum Fleischbeschaugesetze ist zwar in der Kommission durchberaten worden, kann aber vor den 14. d. M. kaum auf die Tagesordnung im Abgeordnetenhause gesetzt werden. Die Tagung wird sich daher bis zum 16. oder 17. Juni hinziehen.
Giessener Cagesneuigkeiten.
Gießen, 12. Juni.
— * Die Zeit der Konzerte. Alle Abende beinahe finden in Gießen Konzerte statt, so lange die Witterung günstig ist. Mittwoch und Freitag wird im „Caso Leib" konzertiert. Gestern war großes Konzert der Regimentskapelle in Steins Garten. Heute abend wird in demselben Garten das zweite Abonnementskonzert unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirektor Krauße stattfinden.
Bon oberhessischcn Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Schachlmeister Julius Vukadunowitz aus Buka- renitz und die Erdarbeiter Cel e st o, Paul und T r e n t ani aus Oleggio-Grande wegen Körperverletzung vom Unter- suchungsrichier II zu Gießen; Händler Wilhelm Müller aus Beerscheid wegen Unterschlagung von der Slaatsanwalt- schast Gießen; Taglöhner Heinrich Reichel aus Ober- Elsenhausen wegen Strasvollstreckung vom Amtsgericht Vilbel; Emma R o h p e t e r aus Münden wegen Diebstahls vom Polizeiamt Gießen ; Fuhrknecht Johannes Schneider aus Gießen wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Gießen ; Hausbursche Karl Richard Schwalbe aus Marienberg wegen Unterschlagung vom Amtsanwalt zu Gießen; Taglöhner Georg Schwöbel aus Neckarau wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Friedberg; Heinrich Witzel aus Frankfurt a. M. und bie Prosütuirte Helene Heinecker geb. Kanzelbergec, aus W-idholz, beide wegen Diebstahls i. w. R. von der Staatsanwaltschaft Gießen; Tapezier Adolf Zimmermann aus Langenschwalbach wegen Betruges i. w. R. von der Staatsanwaltschaft Gießen ; Dienstknecht Heinrich Fritzgeè aus Götzen wegen Betruges vom Amtèanwalt zu Friedberg; Schlosser Karl Hardt aus Gießen wegen Einbruchsdiebstahls vom Untersuchungsrichter! zu Gießen; Gerber Karl Lehmann aus Backnang wegen Körperverletzung von der Siaatèanwalt- schast Gießen.
V Gewidmet von den Jagdfreunden. War da dieser Tage ganz in unserer Nähe in einem Dorfe, welches Station der oberhessischen Bahn ist, ein unter den Gießener Jägern gut bekannter Nimrod gestorben. Die hiesigen Freunde bestellten einen prächtigen Kranz mit Schleife, der am Begräbnistage zum Zuge an die Bahn geschickt werden sollte. Die Jäger warteten dort vergeblich auf den Gärtnerburschen, dec aber erst, als der Zug sich schon in Bewegung befand, auf den Bahnsteig gestürzt kam und einem im Zuge befindlichen Herrn auf dessen Anruf: soll der Kranz noch mit, diesen der nur leicht verpackt war, im letzten Moment noch zureichen konnte. Der Empfänger des Kranzes wollte zwar auch zur Beerdigung, aber nicht zur Beisetzung des Jägermannes, er fuhr noch einige Stationen weiter als dessen Jagdcumpane. Dort angekommen, hatte der Leidtragende gerade noch Zeit, seinen Kranz von der schützenden Hülle zu befreien und sich dem Trauergefolge anzuschließen, daß sich nach dem Friedhof in Bewegung setzte. Nach der Bestattung arrangierte der Todiengräbec die vorhandenen Kränze auf dem Grabhügel. Selbstverständlich kam der schöne von Gießen mitaebrachte Kranz mit der prächtigen Schleife bei dem Arrangement an sehr sichtbarer Stelle. Man staunte seitens des Traugefolges nicht wenig, als man am Kranz die Inschrift las: Gelvidmet von den Jagdfreunden! — War es doch eine 80jährige Großmutter, die man begraben hatte. — Die Richtigkeit überlassen wir unserem Berichterstatter.
* Anfang dieser Woche entsprang ein seit mehreren Monaten dahier zur Besserung befindlicher Irrsinniger. Der Gefangene gab als Ursache seines Entspringens an, daß er sich in Großen-Linden bei dem Besitzer dec Bcanntweinfabcik Geld zur Heimreise holen wollte. Der Bedauernswerte stammt aus Starkenburg.
Reichsbankhauptstelle für Hessen. In hessischen Zeitungen wird augenblicklich die Errichtung einer Relchs- bankhauptstelle in unserem Großherzogtum angelegentlich empfohlen. Alle größeren Bundesstaaten wären
mit solchen bereits auSgestattet, und zwar Preußen mit 12, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Elsaß-Lothringen, Hamburg, sowie Bremen mit je 1. Das Großherzogtum Hessen, seiner Einwohnerzahl nach der 6. der deutschen Bundesstaaten und in dieser Beziehung vor Hamburg und Bremen rangierend, habe nun gleichfalls ein Anrecht auf eine Reichsbankhauptstelle, die dem Lande we^en ihrer größeren Unabhängigkeit von Vor- teil sein müsse. Auch werde der der Hauptstelle statutenmäßig beizuordnende Bezirkèbeirat dann nur aus Angehörigen der hessischen Industrie und des hessischen Handels zusammengesetzt sein und dadurch speziell die hessischen Landesinteressen besser ins Auge gefaßt und eindringlicher gefördert werden können. Eine andere Frage wird es fein, in welche hessische Stadt die Reichsbankhauptstelle gelegt wird.
— * Radrennen. Die nächsten Sonntag beim Radrennen zur Verteilung kommenden Preise gelangen von morgen ab zur Ausstellung in dem Schaufenster des Herrn Aug. Oßmann Seltersweg und werden sicherlich das Interesse aller Passanten erregen. Die Vorverkaufsstellen für die Eintrittskarten befinden sich im »Hotel Victoria", Caso und Conditorei Hettler und Schreibmaterialien-Handlung H. Noll, Mäusburg. Die Mitglieder des Curatoriums wollen ihre Karten im Cafo Hettler in Empfang nehmen. Die Billets zu den besseren Plätzen sind daselbst zu bedeutend ermäßigten Preisen zu haben, wie aus der heutigen Annonce und den Plakaten ersichtlich ist. Die Nachfrage nach denselben ist schon jetzt eine starke und kann den Interessenten nur dringend empfohlen werden, sich die gewünschten Plätze vorher zu sichern.
300 Marl Belohnung'. Am 31. Mai Nachmittags ist in Altona die Ehefrau Backhaus in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden worden. Es liegt Raubmord vor. Der mutmaßliche Thäter, der Matrose Johann Ernst Speck, geb. am 11. Oktober 1863 zu Trebsen, welcher bei Backhaus gewohnt hat, ist seit 31. v. Mts. flüchtig und wird steckbrieflich verfolgt. Derselbe ist 1,71 Meter groß, trug dunkelblonden Schnurrbart, das Haar in der Mitte gescheitelt, einen blauen Jacketanzug mit zwei Reihen Knöpfen und braunem Filzhut. Geraubt sind außer ca. 100 Mk. 6 silberne Theelöffel, eine silberne Herren - Remontoir - Uhr und Nickelkette. Für die Ergreifung des Thäters ist eine Belohnung von 300 Mark ausgesetzt. Nach einer Meldung aus Dr esden wurde Speck, dessen Vater in Dresden wohnt, gestern Mittwoch Nachmittag von einem Kriminal-Gendarmen gestellt. Speck trug einen Revolver bei sich. Er feuerte drei Schüsse auf den Gendarmen ab, der sofort tot blieb. Speck floh, wurde jedoch von einem Soldaten festgenommen.
Aus Geffen und naebbargebieten.
r. Dillenburg, 11. Juni. Eine große Anzahl Vertreter des Gast- und Schankwirte-Gewerbes fanden sich gestern im Dillstädtchen zum 9. Delegiertentag desWirte-Verbandes Nassau und amRhein ein. Um 11. Uhr vormittags begannen im „Deutschen Haus" die Verhandlungen. Ausführlicher referiert wurde über die Feierabendstunde auf dem Lande, bezw. deren gleichmäßige Regelung, die B e d ü rfni s- srage, die Kohlensäurefrage und über die bis jetzt gemachten Erfahrungen, betr. Ruhepausen im Gastwirtschaftsgewerbe. Als Ort zur Abhaltung des 10. Verbandstages wurde Wiesbaden gewählt.
neueste Nachrichten.
* Berlin, 12. Juni. Der Reichskanzler hat den bayrischen Mitgliedern des Reichstages, welche heute früh in München zu den Sitzungen des bayrischen Landtages anwesend sein mußten, die nötigen Wagen für den Nachts dorthin abgehenden Expreßzug zur Verfügung stellen lassen, sodaß sie noch an den Schluß-Abstimmungen über die Zucker- und Branntweinsteuer im Reichstage teilnehmen konnten.
* Berlin, 12. Juni. König Albert verbrachte einige Zeit im Zimmer außer Bett. Der König fühlte sich etwas frischer.
Sibyllenort, 12. Juni. DaS heute Morgen 7 Uhr über das Befinden des Königs Albert auSgegebene Bulletin lautet: Die letztvcrgangene Nacht war durch erschwertes Atmen und die dadurch bedingte allgemeine Unruhe öfter gestört. Die Herzthätigkeit bedarf hie und da dec Anregung. Der Appetit ist fortdauernd ein guter.
* Berlin, 12. Juni. Dr. Georg von Bleichröder ist gestern Abend 10 Uhr aus seinem Schlosse Lechenich erlittenen Verletzungen, die er sich bei einem Automobil-Unfall zuge- zogen, gestorben.
* Berlin, 12. Juni. Wie ein Lemberger Blatt be- richtet, haben die Beamten des Lemberger Magistrats telegraphisch dem radikalen tschechischen Reichstags-Abgeordneten Klofac ihren Dank und ihre Hochachtung dafür ausgedrückt, weil er im Reichsrate gegen die polenseindliche Marienburger Rede Kaiser Wilhelms Protest erhoben hat. —
' Haag, 12. Juni. Die erste Angelegenheit, welche vor dem Haager Schiedsgericht verhandelt werden wird, ist wahrscheinlich eine Geldfrage zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten, welche Kirchengelder betrifft.
Rom, 12. Juni. In ganz Italien ist ein Wettersturz eingetreten. In Oberitalien sind zahlreiche Schneefälle zu verzeichnen. Die Temperaturen sind überall anormal gesunken.
* Wien, 11. Juni. Bei der Inspizierung des
5. Dragoner-Regiments durch den Erzherzog Otto stürzte der beste Reiter des Regiments Oberstleutnant Rupprecht mit dem Pferde, wobei ihm die Hirnschale zertrümmert lvurde.
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