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erreicht, und dazu bietet Gießen vermöge seiner schonen Lahnbadcanstalten und des herrlichen Bolksbades die beite Gelegenheit. Wir wünschen, daß diese Anregung nur bald ihre Verwirklichung finden möge und die Bürger Gießens dem Unternehmen ihre volle Sympatie zuwende Ni^fun^ ^ bic Witterung jetzt etwas kühler

ti'UVÄ^ SSSKSTÄS fe^WÄS ^"Rührung eines Registers. Von dem Staats­sekretär de- Innern in Berlin ging an sämtliche wirt- J£ Vereinigungen in Deutschlaud die Auporder- '^ ' Mitteilung über die Tendenz der Vereinigungen, die Namen der Vorstandsmitglieder 2C. an das Reichs- amt zu machen, um hierüber ein Register anzulegen. Auch soll das Reichsamt über alle Vorgänge der Ver- ciue laufend unterrichtet werden, auch beim Wechsel de- Vorstandes. Von dem Eintrag in das Neichs- regiftet sind Trusts und Syndikate ausdrücklich aus- °°'^^ Packeteinsammlung. Im Publikum ist noch immer wenig bekannt, daß die Post auf Bestellung, wie lebet Spediteur, Pallete aus den Wohnungen abholen laßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben eine Karte oder einen Zettel mit den Worten.Bitte Packet ab- Holen bei (Name und Wohnung) unfrankiert in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem Brief- träaer mitzugeben, und die Sendung wird bei der nächsten Bestellfahct gegen eine geringe Gebühr vom Hause abgeholt. Das Verfahren ist also einfach und bequem. Man kann dabei die sehr viel größere Aus­gabe für einen Gepäckträger ersparen. Wir empfehlen es deshalb besonders solchen allein stehenden Damen und Herren, Studenten usw., denen ein Dienstbote nicht zur Verfügung steht.

X In Wicscck feiert der dortige Gesangverein Iugendgcund nächsten Sonntag sein LOjähriges Stift­ungsfest. Das Fest ist in würdiger Weise vorbereitet.

m. Der GesangvereinHarmonie" zu Klein-Linden wird nächsten Sonntag in derBurg" sein 15jähriges Stiftungsfest mit einem Sängcrfest festlich begehen. I Gutes Wetter und ein volles Haus wird ihnen von > Seiten seiner Gönner nur gewünscht.

m. Falsche Zweimarkstücke mit dem Münzzeichen A. und dec Jahreszahl 1900, die hauptsächlich aus Blei bestehen und durch eine scharfkantige, etwas unregel­mäßige Prägung auffallen, befinden sich wieder im Umlauf. Das Dienstmädchen Elise Ries aus Hilmes wollte gestern das Herdfeuer mit Petroleum schüren. Dabei explodierte die Kanne und die Kleider f fingen Feuer. Obwohl Hausbewohner, denen das Mädchen zulief, die Flammen erstickten, liegt dasselbe doch lebensgefährlich darnieder.

** Das Präsidium des Deutschen Flotten- Vereins in Berlin beabsichtigt, im kommenden Winter- I Halbjahr in allen größeren Städten des Reichs b i o - ' graphischeVorführungen zu veranstalten, nach­dem die bisherigen Versuche damit in 19 deutschen Städten bei einer Besucherzahl von 225 000 Personen ; außerordentlichen Beifall gefunden haben. Im Groß­herzogtum Hessen sind für diese Vorführung zunächst 1 die Städte Darmstadt, Mainz und Gießen in Aussicht genommen. Um aber das Verständnis für die Aufgaben der Flotte auch in die kleineren Städte und auf das Land zu tragen, sollen außerdem Rundreisen eines Kinematographen derartig veranstaltet ioerben, daß für bestimmte Touren mit ein-, zwei- oder dreitägigen Vorführungen in einer Ortschaft festgesetzt I werden.

* Frohnhausen, 9. Juni. Gestern war in unserem 1 Ort viel Leben, dec Gesangverein hatte Sommerfest. * Trotz des schlechten Wetters hielten die Festteilnehmer ' lange an; besonders wurde das Tanzbein bis zu später Nachtstunde geschwungen. Der Regen am Samstag setzte unsere Fluren teilweise unter Wasser.

* * Lich, 9. Juni. Gestern Sonntag fand hier aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der hiesigen Frei­willigen Feuerwehr ein Feuerwehrfest statt. Am Vor­mittag war Uebung, die gut verlief. Der Festzug am Nachmittag hatte unter dem schlechten Wetter sehr zu leiden, dcstomehr waren die Teilnehmer bei der Sache. Herr Glasermeister Scherf gab einen Rückblick seitdem Entstehen der Wehr. Die Herren Reg.-Rat Wagner- Gießen und Pfarrer Klingelhöfer beleuchteten jeder nach seiner Weise die Verdienste und den Zweck der Wehr und des Feuerlöschwesens.

Bad-Nauheim, 6. Juni. Die G esamtfrequenz des hiesigen Bades hat sich infolge der günstigen Witte­rung durch einen Zugang von 1406 Personen in der letzten Woche auf 5978 erhöht. Anwesend sind gegen­wärtig 4347 Personen. Das Kur leben Nauheims ist bereits sehr lebhaft geworden. Bäder wurden ab 1. April bis zum 5. Juni 52 007 gegeben. Unter den anwesenden Kurgästen befindet sich Heinrich XIV. re­gierender Fürst j. L., Regent des Fürstentums Reuß ält. L.

Darmstadt. Der zweiten Kammer ging eine An­frage des Abg. Köhler-Langsdorf über die Führung dec Geschäfte im Hoftheater zu, die Bezug nimmt auf Die Behandluugen der OperMeister Martin und seine Gesellen" von Weißheimer, die, wie dieFckf. Ztg." schreibt, wenn das eingegangene Material richtig ist, ein sonderbares Licht auf den Generaldirektor des Hof­theater wirft. Angeblich ließ der Generaldirektor es nicht bis zur fünften Aufführung dieser Oper kommen, obgleich sie hier große Erfolge hatte, anscheinend deshalb, weil dann das Werk nach dem, Kontrakt hätte erworben werden müssen. Die Anfrage meint dann, ob sich diese Handlungsweise, wenn sie auch streng rechtlich sein möge, mit den Grundsätzen vornehmer Leitung eines so reich subventionierten Kunstinstituts vereinbaren läßt, sei eine andere Frage.

* Darmstadt. Nachdem die Bank für Süd­deutschland in Darmstadt aus das Recht, Bank­noten auèzugeben verzichtet hat, hat der Bundesrat den Aufruf und die Einziehung der von der Bank für Süd­deutschland ausgegebenen Einhundertmarknoten angeordnet. Nach dem 31. Dezember 1902 hören diese auf, Zahlungs­mittel zu sein; sie werden jedoch bei der Kasse der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und bei der Kasse der Filiale der Bank für Handel und Industrie in Frank­furt a. M. noch bis zum Ablauf des Jahres 1905 eingelöst.

* Mainz, 8. Juni. Das Schwurgericht verurteilte die beiden Kroaten Papic und Strila zu lebensläng­licher Zuchthausstrafe, den Radeka zu 14 Jahren Zucht­haus. Alle drei hatten im verg. Herbst in Kempten einen Kantinenwirt überfallen und dabei einen zu Hülfe eilenden Maurer tötlich verletzt. Nachdem hatten sie bei Coblenz und in Bingerbrück mehrere Räubereien verübt.

Krankenhaus gebracht, doch ist die Verletzung, die er erlitten, eine so schwere, daß er wohl kaum mit dem Leben davonkommcn dürfte.

* Petersburg, 7. Juni. Unter den russischen An- sidlern in Turkestan hat die Not und die Erwerbs­losigkeit eine derartige Höhe erreicht, daß sie ihre Frauen und Kinder verkaufen. Der Preis variiert zwischen 10 und 100 Rubel.

RochrcbMlnachricbten.

* Man schreibt auß Erlangen: Für das Sommer­semester 1902 sind an unserer Universität wie im ver­flossenen Wintersemester 1004 Studierende immatrikulirt und zwar 175 Theologen, 319 Juristen, 240 Mediziner und 270 Philosophen. Dazu kommen 8 Hörerinnen und 29 Hörer, die nicht immatrikuliert sind.

Berlin, 9. Juni. Der Universitäts-Rektor lud Vertreter von Korps-Turnerschasten, LandmannSschaften, Burschenschaften und freien Verbindungen vor, um sich darüber zu unterrichten, wenn die Korporationen an L>onn- und Feiertagen sich zum Frühschoppen ver­sammeln. Auch nach dem Renommier - Bummel erkundigte er sich. Dies soll aus Synodalkreisen

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Hus Hessen und Naebbargebieten.

Lollar. Ein sehr geschätzter Sohn Lollar's, der durch seine Leistungsfähigkeit weit über Hessens Grenze bestens bekannte Kammervirtuose Kümmel vom Hof­theater in Darmstadt hat gestern Sonntag in Bad- Nauheim im Kurgarten vor einem sehr zahlreichen Auditorium konzertirt. Herr Kümmel hat auch dieses Mal dem erschienenen Publikum die volle Sympathie abgewonnen; seine einzelnen Piecen wurden mit rauschendem Beifall ausgenommen. Am vorletzten Sonntag konzertirte Herr K. beim Sommerfest des Gesangvereins Liederkranz in Marburg und am letzten Freitag in Bad Salzschlirf. Wir sehen also,unser Musiker" ist zur Zeit viel beschäftigt und seine Gast­spielreise durch Mitteldeutschland wird ihm neue Lorbeeren zu den alten bringen.

vermischtes.

Industrie- und Gewcrbeausstellung Düsseldorf. Das KanonenbootPanther" und das Depeschenboot Sleipner" trafen am Samstag den 7. Juni, abends gegen 8 Uhr in der Düsseldorfer Ausstellung an und sind von da ab täglich außer Montags zur Be­sichtigung Jedermannzugänglich. Die Besatzung setzt sich zusammen aus 4 Offizieren, 3 Deckoffizieren, und 50 Mann. Kommandant ist Kapitänleutnant Krüger. Den Be­suchern dec Ausstellung wird der Zutritt zum Schiff zur Besichtigung mit Ausnahme der Montage täglich von 2 bis 7 Uhr unter Führung von Besatzungsteilen freigegeben werden, soweit der vorhandene Platz ausreicht.

In Pcnsylvanien ist seit einigen Tagen ein G r u b e n - Ausstand ausgebrochen, welcher jetzt eine ungeheuere Ausdehnung annimmt. Augenblicklich streiken 150 000 Arbeiter, die Hälfte der ganzen Arbeiterschaft. Handel und Industrie sind lahm gelegt. Die Eisenbahn­angestellten sind ohne Arbeit.

* Wiesbaden, 7. Juni. Gestern Abend kurz vor Schluß des Betriebes in der Möbelfabrik von A. Dams in Dotzheim bei Wiesbaden entstand zwischen den Ar­beitern Schreiner Stauber und dem Drechsler Förstel aus ganz geringfügiger Ursache ein Streit, in dessen Verlauf Förstel den Stauber tödtlich verletzte und dann sich selbst tötete. Förstel hatte in seiner Wut ein Drechsler-Messer ergriffen und es mit den Worten: Ich stech Dich tot", dem Stauber in die Brust ge= stoßen. Alsdann tötete er sich selbst mit einem daliegen­den kleineren Werkzeug. Stauber wurde sofort in das

Zum südaftikanischen Frieden.

Präsident Krüger wird aller Voraussicht nach in Holland bleiben. Wolmarans und die anderen Buren-Delegierten begeben sich sobald als möglich nach Südafrika zurück. Die Kinder derselben werden bereits in 14 Tagen dorthin abreisen.

Neuem Naedriebten.

* Dresden, 9. Juni. Trotz der beschwichtigenden Meldungen vom Krankenlager des Königs Albert von Sachsen scheint man sich in der nächsten Um­gebung des Monarchen den ernstesten Befürchtungen hinzugeben. Aus dem Umstande, daß der Kaiser gestern der Ruder-Regatta in Berlin nicht beiwohnte, sondern telegraphisch absagen ließ, wurde allgemein der Schluß gezogen, es sei im Befinden des befreundeten Monarchen eine Wendung zum Schlimmeren eingetreten.

* Berlin, 9. Juni. Das Berliner Tageblatt meldet aus Budapest: Der Berg Tabor im Ofener Be­zirk von Budapest ist im Sinken begriffen. Bisher wurden bereits mehrere Häuser und Villen vollständig zerstört. Die Bewohner mußten fluchtartig die Be­hausungen verlassen.

Rom, 9. Juni. Gestern Nachmittag fand ein Säbelduell zwischen dem Minister der Aeußern Prinettt .und dem Abgeordneten Baron Franchetti statt. Im zweiten Gange brachte der Minister seinem Gegner einen starken Säbelhieb an der rechten Schläfe bei. Die Gegner versöhnten sich darauf.

Berlin, 9. Juni. Der Bankbuchhalter Franz Bolda, welcher in einem größeren Bankhaus angestellt war, ist nach Verübung erheblicher Defraudationen flüchtig geworden. Er hat Wechsel im vorläufig festgestellten Betrage von 20000 Mk. gefälscht. Nach einer Version soll er spekuliert, nach einer anberen eine kostspielige Liebschaft gehabt haben.

Gestorbene.

Am 6. Juni: Hermann Wilhelm Rohmann, 52 Jahre alt, Eisenbahn-BetriebSsekcetär.

Am 7. Juni: Margarethe Geisel, geb. Lerch, 36 Jahre alt, Ehefrau des Flaschenbierhändlers Friedrich Geisel; Johanna Petri, geb. Schmitt, 64 Jahre alt, Wittwe des Eisenbahn-BetriebS- sekretärs Petri; Elisabethe Körber, geb. Brück, 71 Jahre alt, Witwe des Dieners Philipp Körber.

Am 8. Juni: Elisabethe Schmitt, geb. Wehrum, 81 Jahre alt, Witwe des Bauaufsehers Konrad Schmitt; Johanna Pahlke geb. Fiedler, 73 Jahre alt, Ehefrau des Werkmeisters Johann Pahlke. Sämtlich dahier.

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Verdingung.

Die Maurer- und PNaperarbeilen zur Ausführung eines erhöhten Bürgersteigs in der Hofmannstraße sollen 1079

Samstag, 14. Juni, oormittag- 11 30 phr öffentlich verdungen werden. Arbeitsbelchreibung und Beding­ungen liegen während der Dienst­stunden attf unserem Bureau, Zim- mer Nr. 2 Schreibstubezur Einsicht offen. Angebote auf Bordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obenge­nannten Termin an uns cinzu- reichen. - 3ui*(ag«frtft 14 Tage.

Gießen, 7. Juni 1902. Das Stab bauamt.

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Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Erd­arbeiten wird die Löwengasse am 10. I Mts. für den Fuhrwerks­verkehr gesperrt.

Gießen. 9. Juni 1902.

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