gute Nacht, befindet sich bei vorzüglicher Gesundheit und die Wunde ist gut geheilt. Das nächste Bulletin wird am Sonntag ausgegeben.
— Die Beteiligung der Beamten an Konsumvereinen hat die Eisenbahnverwaltung in der Schweiz verboten. Die Generaldirektion ist dabei von der Ansicht ausgegangen, daß es unmoralisch sei, wenn Eisenbahnbeamte, die einen Einblick in. die diskretesten Bezugsquellen der Kaufleute genießen, diese Kenntnis ; dann als Verwalter eines Kdnkurrenzbetriebes, wie es die Konsugenossen- schaften thatsächlich sind, auszunutzen suchen.
Giessener Cagesneuigkeiten.
r ~ ** Das Regierungsblatt Beilage Nr. 21, ausgegeben am 6. August enthält:
1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. 2. Ordensverleihungen. 3. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. 4. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. 5. Dienstnachrichten. 6. Nachweis der Befähigung zur Uebernahme eines Kirchenamis. 7. Rithestandsversetzungen. 8. Konkurrenzeröffnung.
9. Sterbefälle.
** Das Verordnungsblatt für die vangelt sche Kirche des Grobherzogtums essen Nr. 7, ausgegeben den 31. Juli, enthält:
1 ) Ausschreiben des Oberkonsistoriums an die evangelischen Kirchenvorstände: Bitte um Unterstützung der Kirchen gelang vereine durch die Kirchen - gemeinden. 2) Ausschreiben des Oberkonsistoriums an die evangelischen Pfarrämter. Betreffend: Die Vorbereitung der Konfirmation und die gottesdienstliche Eröffnung des Konfirmandenunterricht. 3) Ausschreiben des Großherzoglichen Oberkonsistoriums an die evangelischen Dekanate und Psarrämtrr: Bitte um Unterstützung des evangelischen Hauptvereins für deutsche Ansiedler und Auswanderer. 4) Verzeichnis der im 2. Vierteljahr 1901 genehmigten Schenkungen und Vermächtnisse für evangelische kirchliche Zwecke. 5) Dienstnachrichtcn. 6) Aufforderung zur Bewerbung : Zur Wiederb esetz ung werden ausgeschrieben : die zweite evangelische Pfarrstelle zu E r b a ch, Dek. Erbach. Dem Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu; die ev. Pfarrstelle zu Wölfersheim, Dek. Hungen; Dem Fürsten zu Solms-Braunfels steht das Präsentationsrecht zu; die ev. Pfarrstelle zu Maar, Dek. Lauterbach; den Riedesel Freiherrn zu Eisennach steht das Präsentationsrecht zu; die ev. Pfarrstelle zu Gräfcnhausen, Dekanat Darmstadt.
* * Ernennungen. Der Großherzog hat am 6.,'August den Oberlehrer an dem Wolfgang Ernst- Gymnasiun zu Büdingen Dr. Jakob Eursch mann zum Oberlehrer an dem Herbstgymnasium zu Mainz mit Wirkung vom 15. September an, den Oberlehrer an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach Dr. Friedrich Roth zum Oberlehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms mit Wirkung vom 1. Oktober an ernannt.
* * Wohl.thätigkeitsko n zert. Wir möchten nicht versäumen, unsere Leser nochmals auf das Samstagskonzert zum Besten der Unterstützungsbedürftigen cher Primus-Katastrophe aufmerksam zu machen. Da neben den Gesamt- und Einzelchören (Männerchöre) auch gemischte Chöre, sowie Vorträge des Zittervereins Alpenröschen zu Gehör kommen. Es dürste sich schon aus diesem Grunde der Besuch des Konzerts lohnen.
* * DasFaiserab Zeichen, das den Leibregunentern des Kaisers für die beste Schießübung ausgesetzt ist, ist diesmal nach Ste'tin, und zwar an die 11. Kompagnie des Grenadierregiments König Friedrich Wilhelm IV. (1. pom- incrsches) Nr. 2. gefallen.
r. Beachtenswert! Dem hessischen Fcchtver- band für Weisenschutz wurde durch Fräulein Dörschug in dem Restaurant Ludwigsburg die freudige Ueber- raschung dadurch zu Teil, indem ec aus der dort wie in allen Wirtschaften aufgestellten Sammelbüchse 11,50 Mk. entnehmen konnte. Diese Summe ist, weil sie in einer verhältnismäßig sehr kurzen Zeit der Büchse einverleibt wurde, ein seltenes Resultat und wir können dem Fräulein nur unser Kompliment machen und im Interesse der Sache den Wunsch ausdrücken, daß anderswo ähnliche Resultate sich ergeben müßten.
** Der amtliche Plan für die nächste Heffisch- Thüringische Staatslotterie (Mitteldeutsche Staatslotterie), liegt jetzt gedruckt vor. Danach gelangen 100 000 Lose (bisher 55 000), 40 000 (22 000) Gewinne und 7 Prämien (wie bisher) zur Ausspielung. Die Einnahme und Ausgabe balanzieren mit 12 000 000 Mk. (bisher 6 590 250 Mk ). Es finden wieder 6 Ziehungen statt, und zwar die erste am 5. und 6. November, die zweite am 5. und 6. Dezember 1902, die dritte am 6. und 7. Januar, die vierte am 28. Januar, die fünfte am 14. Februar uud die sechste vom 4. bis 27. März 1903. In den drei ersten Ziehungen kommen je 3500 (bisher 2000), in den beiden folgenden je 2000 (1000) und in der letzten 25 500 (14 000) Gewinne zur Ausspielung. Die Gewinne sind teils erhöht, teils vermehrt worden. Die Prämien betragen in den einzelnenZich- ungen 40 000 Mk. (bisher 30 000 Mk.); 50 000 Mk. (40000 Mk.); 50000 Mk. (wie bisher); 50000 Mk. (55000Mk.); 60000 Mk; 300000 Mk. und 200000 Mark (wie bisher); die höchsten Gewinne in der ersten und zweiten Ziehung je 20000 Mk. (wie bisher), in der dritten 30 000 Mk. (20 000 Mk.), in der vierten 40 000 Mk. (20 000 Mk.); in dec fünften 40 000 Mk. (rote bisher) und in der sechsten 200 000 Mk. (wie bis- H- Bei der letzten Ziehung gelangen 9 582 400 Mk. (bisher 5153 000 Mk.) zur Ausspielung. Die Preise der lose bleiben unverändert. Die bisherigen Bestimmungen über die Prämien (§ 8 des Plans) bleiben be
stehen, nur fällt die Prämie von 200 000 Mk. in der
6. Ziehung erst den Gewinnen von,50 000HMk. (statt bisher 40000 Mk) ab zu.
** Das Kreisamisgebäude am Brandplatz macht sich in seinem neuen Ausputz wirklich nett und ist zu den anderen Neubauten wie angepaßt. Seit einigen Tagen ist an der Vorderfront eine schwarze Marmortafel angebracht, welche folgende Aufzeichnung in Goldbuchstaben enthält:
Hier wohnte Penkanus Karl von Senkenberg, geb. 1751, gest. 1800.
Er war ein großer Menschenfreund und warmer Patriot.
**Koschat-Quintett. Ueber das Koschat-Quintett, welches 17. August in Steins-Garten auftreten wird, entnehmen wir einem Berliner Bericht folgende Zeilen: Der Meister gehört noch heute der kaiserlichen Hofoper an, wie seine vier Gesangscollegen, die Herren Traxler, Fournes, Fochler und Haan als Mitglieder des Wiener Hofopern-Chores ein volltönendes Zeugnis für die künstlerische Güte dieses musikalischen Factors abgeben können Namentlich ist es der edle Ton der Tenorstimme, der bei den Vorträgen des Koschat-Quintetts bedeutsam für deren Gediegenheit ins Gewicht fällt. Am ersten Konzertabend hatte sich allmählich ein äußerst zahlreiches Publikum^ eingefunden. In den Vorträgen selbst ist Heiteres und sentimentales sehr angenehm gemischt und ohne freiwillige neue, auf dem Programm nicht vorangezeigte Gesangsspenden geht es bei dem stürmisch-herzlichen Beifalle des entzückten Publikums nicht ab. Aber diese Zugaben werden gern gewährt, da auch dec Beifall von Herzen kommt, obwohl der Konzert-Abend sich bedenklich der Mitternacht nähert, bis als vorletzte Nummer das herrliche „Verlassen" zu dem himmlischen Sternen emporsteigt. Die Acclamationen für den Meister und seine so fein harmonisch abtönende Sängerschar wollten hier kein Ende nehmen, und das Da capo mußte notwendig geleistet werden.
** Der israelitische Lehrerverein im Gcoß- herzogtum Hessen hält am 17. August seine diesjährige ordentliche Generalversammlung in Frankfurt a. Main ab. Volksschullehrer Rotschild von Worms wird über „die Psalmen im Religionsunterrichte" revideren.
* * Der hauptsächlichste Verhandlungsgegen stand des Preußischen Lehrertages, der zu Weihnachten in Magdeburg stattfinden soll, die Besoldun g s- frage, wird infolge eines Beschlusses des geschäfts- führenden Ausschusses vorher von den Zweigvereinen durchberaten, damit diese durch die Provinzialverbände bestimmt focmulicte Anträge einbringen können. In der Provinz Brandenburg liegen bereits verschiedene hierauf bezügliche Beschlüsse von lokalen Lehrervereinen vor. Sie sind dem Vorstand des Provinzialverbandes übermittelt worden mit der Bitte, sie auf dem Lehrer- tage zu vertreten. Die brandenburgischen Lehrervereine erheben vornehmlich folgende Wünsche: Erhöhnng des Grundgehalts von 1200 auf 1500 Mk. und der Alters- Zulagen auf 200 M.; Anrechnung dec freien Dienstwohnung mit 300 M. auch auf dem Lande, im übrigen vollständig ausreichende Mietsentschädigung; Anrechnung dec Landnutzung mit dem einfachen Grundsteuecceinectrag. Die Besoldung für Organisten- und Kantocdienst ist! den Leistungen entsprechend gesetzlich zu regeln; die Küsterdienste sind, als mit der Würde des Lehrers nicht vereinbar, vom Lehramt Zu trennen.
* * Dispens vom Abstinenzgebot für Freitag den 15. August am Fest Mariä Himmelfahrt hat der Papst für den ganzen kath. Erdkreis erteilt.
* * Fürsorge für die Chinakrieger. Die schlechten Erfahrungen, die im vergangenen Jahre bezüglich der Vermittelung von Arbeit für die zur Entlassung kommenden ostasiatischen Besatzungsmannschajlen gemacht wurden, haben den preuß schen Kriegsminister veranlaßt, an den Auè- schifiungs- und Auflofungsorten VermittelungèsteUen zu errichten, denen durch die öffentlichen Arbeitènachweièftellen Verzeichnisse der offenen Stellen zugestellt werden, um aus diese Weise sür die Mannschaften schon bei ihrem Eintciffen eine Zahl freier Stellen zur Verfügung zu haben. Wenn man berücksichtigt, mit welch n Schwierigkeiten und mit weichem Zeitverlust die schriftliche Umschau nach Arbeit von den Gacnisonplätzen in China aus verbunden ist, so ist im Interesse dec Mannnschaften, die zum größten Teil aus Handwerkern und anderen tüchtigen Arbe.tskrästen sich zu- sammenjetzen, diese Einrichtung mit Freuden zu begrüßen. Auch der hiesige städtische Arbeitsnachweis nimmt Gesuche um Zuweisung solcher Arbeiter entgegen, und es wäre sehr wünschenswert, daß die Arbeitgeber Gießens und Umgebung recht viel Gebrauch von dieser Einrichtung machen würden.
Siehe
Bekanntmachung des städt. ArbettSnachweis.s.
Sitzung der Stadtverordneten.
Gießen, 7. August.
Die Sitzung wird kurz nach 5 Uhr vom Bürgermeister Mecum eröffnet. Anwesend sind ferner: Bei- geordnetec Gcüneberg, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Faber, Hanau, i Heichelh'im, Heiligenstädt, Helfrich, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Picr, Schiele, Schmall, Wallenfels. Entschuldigt sind Beigeordneter Georgi; Gutfleisch, Gaffky, Schäfer, Schaffstaedt.
Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Bürgermeister mit, daß im Elekt riZitätsweck eine Turbine gebrochen ist. Der Lieferant sei jedoch ersatzpflichtig.
Das Kreudersche Haus in der Neustadt ist bekanntlich be inahe vollendet und wird eine wesentliche Verschönerung der, im Uebrigen nicht gerade schönen Straße bilden. Sonderbarerweise hat jedoch der Architekt seiner Zeit vergessen, um Genehmigung des Erkers an der Front des Neubaues einzukommen
Metzger Kreuder war deshalb gezwungen, noch nachträglich die Erlaubniß zur Anlage des Erkers nachzusuchen. Was ihm vorher vielleicht debattelos zugestanden worden wäre, wird ihm jetzt verweigert. Zwar sprechen sich anfangs die Herren Jann nnd Pur zu Gunsten des Antragstellers aus stimmen aber später doch gegen sein Gesuch. — Der Architekt wird auf Vorschlag des Bürgermeisters an die Stadtarmenkasse eine Buße von etwa 1000 Mark zahlen, da er allein die Schuld au dem unliebsamen Vorkommnis hat.
Nochmals die Rübsamensche Scheuer.
Konrad Rübsamen hat in der Schwarzlach in seiner Scheuer Lagerräume, Stallung und Wohnung für Arbeiter gebaut, ohne jedoch von dec Stadt die Erlaubnis hierzu erhalten zu haben. Sein nachträgliches Gesuch war )d)on einmal abgelehnt worden. Ueber sein diesmaliges, Denselben Gegenstand betreffendes Gesuch wird debattelos zur Tagesordnung übergegangen.
SonstigeBauten.
Die Gärtner Karl und Becker wollen jeder ein Treibhaus errichten. — Louis Troß beabsichtigt, in feinem Garten an der Rodheimerstraße ein weiteren Neubau aufzujuhren. — Dr. Reinewald will in der Liebigstraße ein Wohnhaus, Frau Keil in der Schulstraße gleichfalls ein Wohnhaus errichten. Sie alle erhalten ohne Weiteres Die Erlaubnis.
Der Bauführer Marx ersucht um Genehmigung zur Ausführung eines Fachwerkgiebels in der Wilhelmstraße. Auch hiergegen hat die Versammlung nichts einzuwenden.
Ernst Blödner hatte schon einmal Oie Erlaubnis juw Bau eines weiteren Stockwerks auf sein Haus in der Plock- straße erbeten. Es war ihm jedoch verweigert worden. Da er sich nun bereit erklärt, den Bau massiv zu machen, so wiro daè anfangs abgelehnte Gesuch von der Baudeputation befürwortet und von der Versammlung gutgeheißen.
Der Klingelbach
soll allmählich ganz aus dem Stadtgebiet herauèkommen. Zur Ueberführung von der Eisenbahn bis zur Stephanstraße sind bereits 32,000 Mk. bewilligt. Zur Ueberführung von der Stephanstraße bis zur Bruchstratze ist ebenfalls eine Summe fefiaelegt Im Ganzen fehlen noch ca. 18,000 Mk. Davon ist ein Teil durch private Beitläge gedeckt. Architekt Huhn will einmal 1000 und noch einmal 1760 Mark beisteuern, Herr Seibel 4248 Mk., Herr Hamel 4188 Mk., Herr Nau- heimer 500 Mk , Professor Hansen 100 Mk. und Professor Krüger ebenfalls WO Mk. Architekt Huhn hat sich verpflichlet, daß diese selber in einem Vierteljahr nngehen. In Summa sino 41,000 Mk. da und fehlen noch 9000 Mk. Die Baudeputation empfiehlt, daß Die Stadt hierfür auskomme. Schon aus sanitären Gründen solle man die 9000 Mk. bewilligen. — Stadtv. Krumm meint, die Interessenten hätten ruhig etwas mehr zeichnen können, jodaß die Stadt nicht in den stark in Anspruch genommenen Säckel zu greifen brauche.
— Darauf erwidert der Bürgermeister, manche von den Leuten seien dazu nicht in der Lage. Ueberdleè müsse auch er seiner Verwunderung darüber Ausdruck, das der wohl- Habenste aller Interessenten, Herr Liebmann^Reiß jeden Beitrag strikte verweigert. Stadtv. Euler meint unter allgemeiner Heiterkeit, oaS wundere ihn gar nicht. — Schließlich werden die 9000 Mk. bewilligt.
Die Verbreiterung der Rod heim er st ruße ist bereits bis zum „Feldschlößchen" durchgeführt. Dec Kreis verlangt nun, daß die Stadt einen Teil der Kosten Zur weiteren Durchführung der Verbreiterung trage, da sie hiervon einen erheblichen Vorteil habe. — Die Baudeputation schlägt vor, an den Kosten dec Verbreiterung bis Zu dem von dec Rodheimecstcaße nach Heuchelheim abzweigenden Weg teilZunchlnen, sich auf mehr aber nicht einZulassen. — Stadtv. Krumm ist dagegen, weil allein das Land den Vorteil von der Anlage habe. Dle Stadt werde bei allen Gelegenheiten in Anspruch genommen, das müsse aber endlich einmal aufhören. - Stadtv. Kirch meint, Krumm konstruiere einen Gegensatz Zwischen den Interessen dec Stadt nnb des Landes, dec thatsächlich gar nicht vochanden sei. — Das bestreitet Krumm. — Der Bürgermeister erwidert auf die Ausführungen Kcumm's, die Stadt sei gar nicht in dec Lage, sich ablehnend Zu verhalten. Sie sei gesetzlich zac Teilnahme verpflichtet. Sie könne gar nicht billiger davonkommen, als nach dem Vorschlag dec Bau- Deputation. — Schließlich wird dann fast einstimmig genehmigt.
Im Schlachthaus sollen Aborte angelegt werden. Es sind dazu 235 öl erforderlich. Stadtv. Hanau sagt, seines Wissens seien sie schon gemacht, obwohl bis jetzt^noch nichts genehmig sei. — Die Kosten werden bewilligt.
Die Pacht für einige Triebviertel wird etwas hecuntergesetzt.
Elektrisches.
In der Löberstraße soll ein Kabel gelegt werden In dieser Straße haben sich mehrere bereits zur Anschaffung einer elektrischen Anlage bereit erklärt, wogegen noch nicht in der Bleichstraße. Diese erhält deshalb noch kein Kabel.
Die Sielbautenlieferungen, soweit sie in ihr Fach schlagen, erhalten auf Vorschlag die Herren Heyligenstaedt und Thiele.
Vom ProvinZialsiechenhaus.
Als seiner Zeit sich außer Gießen noch einigt andere Städte sich um das Siechenhaus bewarben, da machte man vor allem geltend, gegen Gießen spcech der Umstand, daß es nicht für die nötige Entwässerurg sorgen könne. Der damalige Oberbürgermeister GnaÄ erklärte darauf, die Stadt werde die Kosten zur Ableitung der Abwässec in eine Grube am Steinbacher Weg übernehmen. Sie belaufen sich auf 2700 Mark Bürgermeister Mecum bittet um nachträgliche Geneh" migung. Stadtv. Hanau fragt an, wie denn der damalige Bürgermeister dazu komme, ohne Einver' ständnis dec Stadtverordnetenversammlung zu handeln Bürgermeister Mecum antwortet, so viel Recht mW man dem Oberhaupt eines Gemeinwesens eirr- räumen. Die Errichtung des Siechenhauses nrâM
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