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nachdrücklich^ besorgte, daß er zum Schlüsse bei sechs Wirten Wein beanstandete und die Fässer versiegelte.

Mainz, 6. Juli. Gestern ging ein Unteroffizier, der von einer Schießübung kam, durch die Schustergaffe. DaS Gewehr trug er am Riemen. Plötzlich ging dasselbe loS; der Schuß ging glücklicherweise inlbie Höhe.

Limburg a. d. L-, 6. Juli. AuS Niederbrechen wild uns berichtet: In München wurde wegen Einbruchsdieb- stahls der von hier gebürtige Georg Eisenbach zu 12 Jahren Zuchthaus, seine Ehefrau zu 7 Jahren Zuchthaus verurteilt. Es ist dies das Pärchen, daS in einer ganzen Anzahl deutscher Städte Gastrollen gab, so u. A. in Kassel, Frank­furt a. M, Würzburg, wo sie den s Z berichteten Raub- anfall auf die Freiin v.^Truchseh ausübten. Außer Ein­bruchsdiebstählen beging das saubere Pärchen noch in der Weise Diebstähle," daß sich die Ehefrau als Dienstmädchen verdingte und dann am selben Tage unter Mitnahme von Geld und Geldeswert verschwand. Georg Eisenbach hat sich nun vergangene Nacht in seiner Zelle erhängt. Von München auS sollten die Verbrecher zur Aburteilung nach den andern Städten gebracht werden.

M.-T-.V.

Gießen <<

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30°.

Turnverein

Lauterbach

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Bad-Nauheim (Zögl.) 9.

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Großen-Linden

10.

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Lollar

11.

30

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Gießen (an 2 Pferd.) 12.

30

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Usingen

13.

29'/"

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Großen-Linden

14.

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Turnverein

Griedel

15.

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Friedberg

16.

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Marburg

17.

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18.

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Gießen (Zögl.)

19.

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Butzbach

20.

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II

Wieseck

21.

26

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Marburg, Spielriege recht

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.Wüste 4 ^to au« Ich erfaß, 4 ;r '"die Ähnif "»Nom*. : «uhirufeft der Ar tutn-Sjettin 2. ?rei«. Die W turnten, ein, mit ersten M so stillen 'ne große «n- unggfeste» bei N am Samstag me Frohsinn, Der Haupt. 14 auswärtige sich denn am Vorreitern und Festplatz ange- Präsidenten be- tret Sommerlad. Jungfrauen ge- offizielle Feier

f in die Nacht rung zusammen« r stark. Heute 'anz un- Solti» ne Heuernte in I unserem Thale die Gemarkung en Ertrag und ner verurteilte ls Schrecksbach zu 100 Mar! - und Unfall- ^laubigung der übt.

er Schädr- m dreißig undenfälschung cid) Schöne- äwurgericht zu Sch. auf der nach Fürsten- )er dann den die Warte jeder erstatten te am 20. K' aber bte den Eindruck A die Fahrt entbedt. 3 Mark Jadeit â Urkunden- ^2 W Um«?

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29. Gauturnfest in Zutzbach.

Von unserem n.-Korrespondenten.

Reicher'Jubel und große Begeisterung hat seit Sams­tag unser liebliches Städtchen, unser Butzbach befangen, jede Straße, ' jedes Haus könnte man sagen, hat sich zum Empfang der Turner festlich geschmückt und warum denn auch nicht. Butzbach, als echtes und rechtes Turnerstädtchen, sieht zum zweiten Male das Turnfest des Gaues Hessen in seinen Mauern, und zwar auf demselben Platze, als vor 11 Jahren, im Jahre 1891, auf dem Viehmarktplatze. Auch dieses Mal hat der landwirtschaftliche Kreisverein seine Aus­stellungshalle zur Festhalle ausschmücken lassen und, nicht zu sehr gelobt, da- Ganze macht auf die fremden Turner ein geschlossenes Ganze, einen guten Eindruck.

Der Anfang des Fe st es, am Samstag Nachmittag begann mit dem Eintreffen zahlreicher auswärtiger Turner und Gäste, denen gute Freiquartiere von Seiten der Bürgerschaft in bereitwilligster Weise zur Verfügung gestellt waren. Die offizielle Eröffnung fand am Abend mit Be- ginn^bes

Festkommerses statt. Schon lange vor Beginn desselben war die Halle bis auf des letzten Platz gefüllt, ohne Unterschied, ob Reich oder Arm, alle erfüllte helle Begeisterung für die Turnsache. Nach der üblichen Begrüßungsrede, welcher Herr Professor Wämser im Namen des Turnvereins Butzbach in packender Weise sich entledigte, ging er auf den Wert des Turnens,!wie auf* denlderlgeregelten Leibesübungen über. Die praktischen Anwendungen all der schönen Ratschläge und Ermahnungen wurden den aufmerksamen Hörern, nachdem^ durch einige wohlge­lungene Aufführungen, darunter ein recht imposanter Kranzreigen der Mädchen und ein Schwerterreigen der Knaben vor Augen geführt. Als fgute^Hessen wurden in dem großen Festjubel auch unser Kaiser sund^Großherzog nicht vergessen. Herr Lehrer Storch war es, welcher Z mit zündenden Worten das Hoch auf beide Fürsten ausbrachte, daS in der luftigen Halle tausendstimmig wiederhallte. Am anderen Morgen, dem

Festsonntag, entriß der Weckruf die mitunter noch nicht so lange ruhen­den Festteilnehmer dem Erquickenden Schlaf. Der Vormittag verging nach einer angenehmen Zerstreuung beim Konzert und Frühschoppen in der Festhalle, unbfgar bald wurde es Zeit zur Aufstellung deS

F e st z u g e s.

Viele auswärtige Bruder-Vereine und die von Gießen waren aöejn corpore erschienen, kein^Wunder auch, daß das ganze Bild des Umzuges ein sehr malerisches und ab- wechslungSvolleS war. Eröffnet wurde der Zug durch die Butzbacher Radfahrer, die Feuerwehr und die Musik vom 168. Jnf.-Regt., diesen folgten 2 Chaisen mit den Ehren­mitgliedern des festgebenden Vereins, den Herren Gg. Sey­fried, Christ. Weickhardt, Gottsr. Köppler, Jakob Rumps 4. Heinrich Forbach und Heinr. Braun; hinter den Wagen war die Reihenfolge nach dem Gau-Ausschuß, den Kampf­richtern und dem Ehrenkomitee für die einzelnen Turn­vereine dann folgende:

Biedenkopf, Friedberg, Homberg, Kirchhain Marbach, Marburg (Ak. T.-V.), Marburg (T.-V.), Nidda, Gemünden, Gedern, Gießen (M. T.-V.), Gießen (T.-V.), Großen-Buseck, Grünberg, Heuchelheim, Klein-Linden, Leihgestern, Launsbach, Lich, Lollar, Rodheim, Staufen­berg, Wetzlar, Wieseck (mit eigenerlKnaben-Musikkapelle, welche gleichmäßig gekleidet und mit sog. Burenhüten einen sehr schönen Eindruck machten), Bad Nauheim, Marburg, (T.-Gem.), Schotten, Gerdorf, Hungen, Nieder-Weisel, Ansbach, Ober-Mörlen, Schlitz, Nieder- Wöllstadt, 'Usingen Langgöns, Friedberg, Alsfeld, Lauterbach, Griedel (mit Damenriege) und Wolfers­heim; jetzt folgten noch der Kriegerverein, der evang. Arbeiterverein, der ^Gesangverein Orpheus, alle drei von Butzbach und den Schluß bildeten die Schuljugend und der Turnverein Butzbach mit seiner Damenab­teilung. Bald nach dem Eintreffen auf dem Festplatz wurde zu den Freiübungen aufmarschiert. 296 Mann standen in 16 Reihen und bemühten sich, die Uebungen so exakt wie möglich auszuführen. ,

Vor Beginn derselben richtete der Bürgermelstee in kurzer aber herzlicher Weise einen Willkommengruß an die Turner, und der Gauvertreter Helm- Gießen dankte für diesen Gruß und rühmte die Feststadt daran anschließend als eine wahre Turnerstadt, die stets der Sache so manchen treuen Dienst geleistet. Nach Beendigung der Freiübungen wurde zum

Vereinswettturnen

angetreten. Das Ergebnis davon ist folgendes: Turnverein Schlitz 1. Preis m. 32V" Punkt.

Nieder-Weisel (Zögl.) 2. Damenriege Butzbach Turnverein'Wetzlar

- Wetzlar (Zögl.)

Bad-Nauheim

3.

4.

5.

6.

ff

II

32'/" 31"/"

31'/" 317.«

317"

Zu bemerken ist noch, daß sämtliche Riegen, welche in Wettbewerb traten, mit einem Preis bedacht werden konnten. Die Preisverteilung erfolgte am Abend gegen 9 Uhr unter großem Andrang in der Festhalle durch Gauturnwatt Will- Marburg Die nach derselben aufgeführten Festspiele fanden gleich wie am Vorabend brausenden Beifall.

Uermikbus.

Bremen. Der hiesige Photograph Voigt wurde heute mit Frau und zwei Kindern in seiner Wohnung halbverwest aufgefunden. Seit Samstag war das Haus verschlossen und wurde heute Mittag von der Polizei geöffnet. Es liegt Gasvergiftung vor; da das Geschäft Voigts schlecht ging, nimmt man Selbstmord an.

* Drentwede. (Vierlinge). Dem Häusling Dickmann- schen Ehepaar im nahegelegenen Schmolte wurden vier Kinder, zwei Knaben und zwei Mädchen, geboren, die gleich nach der Geburt starben.

* Die altbekannte rote Zugführertasche, das Erkennungs­zeichen des zugführenden Beamten bei den zur Personenbe­förderung dienenden Zügen, soll nun auch bei den Staats­eisenbahnen verschwinden. An deren Stelle tritt ein roter breiter Lederriemen mit Schnalle und Signalpfeife, welcher gleich der bisherigen Tasche über Schulter und Brust ge­tragen wird.

* In dem Millionenkonkurs des Fürsten Ludwig zu Salm-Kyrburgsauf Schloß Benneberg wird in diesem Monate eine Abschlagszahlung von P/a Proz. an die Gläubiger stattfinden, wozu ungefähr 17,500 Mark vorhanden sind. Die zu berücksichtigenden Forderungen betragen 1,141,450 Mk.

* Ein Eisenbahnzug durch einen Cyklon umgeftürzt. Wie uns aus Bombay gemeldet wird, wurde in der Nähe von Rampur-Hat ein Eisenbahnzug durch einen Wirbelsturm umgeworfen. 13 Personen wurden getötet, 15Passa­giere, darunter eine eueopäische Dame, erlitten Verletzungen.

* Eßt Pferdefleisch. DemVorurteil gegen Pferde-' fleisch" möchte die agrarischeD. TageSztg" zu Leibe gehen. Sie schwärmt platonisch für den Genuß von Pferdefleisch und stellt sogar die kühne Behauptung auf, daß das Pferdefleisch in" Frankreich in denbesten Kreisen" genossen wird. Die nationalsozialeZeit" bemerkt dazu witzig:Woher dem Blatt diese Kunde kommt, wissen wir nicht. Jedenfalls er­innern wir uns nicht, in Paris im Pavillon d'Armenonville oder bei Ledoyen oder auch nur in den Bouillons Duval Cötelette^de cheval auf die Speisekarte vermerkt gefunden zu haben^ Aber sei's drum ! Wir wollen einmal diese Be­hauptung gutgläubig hinnehmen, und wenn wir in Zukunft wieder von der Zunahme der Pferdeschlachtungen in Span­dau oder in Chemnitz lesen, da werden wir nicht mehr an Fleischnot und Arbeiterdürftigkeit denken, sondern uns freuen, daß die rückständigen Deutschen sich endlich dem verfeinerten Geschmack derbesten Kreise" Frankreichs zu nähern be­ginnen. Wir freuen uns dessen im Interesse der Kultur im Allgemeinen wie in dem der Landeskultur im Besonderen. Wie viel Fleisch brauchten wir weniger zu importiren, wenn alle alten deutschen Gäule verzehrt würden! Der Gedanke ist für Jeden, der auf dem Gedanken derHeimathpolitik" und desSchutzes der nationalen Arbeit" steht, von gerade­zu berauschender Großartigkeit. WaS bringt heute ein altes, abgerackertes Roß? Höllisch wenig. Was kann es bringen, wennldas Pferd notabene das alte Pferd, denn gerade

für seine Verspeisung plädirt dar bündlecische Blatt erst zum Nationalgericht der Deutschen geworden ist? Ein ganz anständiges Sümmchen. Wir können er daher nur mit Genugthuung begrüßen, daß man, wie wir nach dem Artikel der Deutschen TageSztg." als zweifellos annehmen, in den Kreisen ihrer Redatteure, der BundeSredner, der Vorsitzenden und Vertrauensmänner deS Bundes, kurz überall da, wo man zurHeimathpolitik" deS Bundes schwört, mit der praktischen Propaganda für daS Pferdefleisch vorgehen will. Beispiele sind Riesen", sagte der Leiter derDeutschen TageSztg.", bestellte seine bisherigen Fleischlieferanten ab und ernannte den ersten Berliner Roßschlächter zu seinem Hoflieferanten. Dulce et decorum est pro patria edere Welch stolzes Gefühl, nicht blos Vorkämpfer, sondern auch Voresser seines Volkes zu sein. Hottehüh Hurra!

* Einen merkwürdigen Sebstmord beging in Ettlingen (Baden) dec im dortigen Schlachthause beschäftigte Taglöhnec Joseph Boch. Er verwendete eine Schlachtmaske mit Patronen. Um die Entladung herbeizuführen, mußte er mit einem Glipfel auf den Stift des Instrumentes schlagen. Den Jammer selbst gtelt feine Hand noch im Tode krampfhaft umspannt. H ^^ , °eue große Tropfsteinhöhle ist in der Nähe von Schwelm entdeckt worden. Jägern siel eS auf, daß einige Dachshunde bei der Fuchsjagd ungewöhnlich lange in den Löchern blieben. Beim Nachgraben fand man einen weiten Höhlengang. Bis jetzt konnte man aber der Lehmmaffen wegen noch nicht weiter als ca.

Meter vordringen. Die Tropfsteingebilde sollen denen der Dechenhöhle an Schönheit nichts nachgeben. DaS Waldfest des VogelSher-er Höhe»-Kl«h-

auf dem Hoherodskopf, 6. Juli 190«,

Von ganzem Herzen laß' dich loben, Du schöner Tag im Heffenland, Dem hoch im Vogelsberg da droben Mein Sehnen stets war zugewandt! Von Nebeln wochenlang umhangen Goß Hoherodskopf so viel Naß, Daß jedermann gedacht voll Bangen: Verregnet wird uns nun der Spaß!"

Doch Pessimisten sei's^zum Aerger, Den Trübsalsgrüblern allzumal Für meine lieben Vogelsberger Füllt heut die Sonne Berg und Thal, Und durch die grünen Buchenhallen Rauscht ein^Willkommen warm und mild, Das gilt den frohen Menschen allen, Die jetzt im Wald versammelt sind.

Wohl hat verlernt das lust'ae Wandern Des Achtzigjähr'gen müder Fuß, Doch schickt der Alte gern euch andern Zum Feste seinen wärmsten éruß. Gar oft gewinnt inWllen Träumen Ein Heimatbild lin mir Gestalt;

Dann weil' ich unter schatt'gen Bäumen Bei>uchlim lieben Oberwald.

D'rum laßt auch heut' mit sanftem Tritte Im Geist mich7nehmen meinen Gang Und lauschen mich in^eurer^Mitte Des Festes wunderschönem Klang! 's ist fraglich, ob dec Sänger wieder Im nächsten^Jahr sich findet ein;

Doch wird'.daS letzte seiner Lieder Das Lob der alten Heimat sein.

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Unsere Pflanzungen in Kamerun

Wie in der alten Zett geht auch jetzt noch die Kolonisation von der Küste in das Innere des Landes. Das Gleiche trifft auch für unsere beste Kolonie Kamerun zu. So sehen wir denn in unmittel­barer Nähe der Hauptstadt Kamerun die meisten Plan­tagen längs der 5küste ange- siedelt. Unsere Karte führt unseren Lesern diesen Distrikt vor Augen. Die Plantage der GesellschaftViktoria" ist besonders hervorgehoben, ein­mal weiltdiese Gesellschaft bet weitem ^die bedeutendste ist, zweitens aber auch, weil sie die rührigste ist. So bat diese Gesellschaft in aller Stille einen Bahnbau unternommen, der fteilich in erster Linie dem Transport ihrer Kakao-Pro- dukte dienen soll, andrerseits aber auch zum Transport von Lebensmitteln und Menschen nach dem Regierungssitz Büca bestimmt und so namentlich fürste borf stationierte Schutz- _____________________________ x truppe von der größten Be- c tu» 40 Kilometer von der Küste entfernt liegenden Ortschaften in unmittel-

hnrpUunhT^ den Hauptorten gebracht sind. Zweifellos werden die übrigen Gesellschaften

scknell folgen, und so wird Kamerun verhältnismäßig schnell in den Besitz einer TtttMrbahnnetzeS Sangen, während unsere anderen Kolonien mit den Eisenbahnen nicht recht zu stande kommen.