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Nr. 285.

Drittes Blatt

Nbo««eme»tspreiS: in Gießen, abgebolt monatlich 50 Pfg., tu'S Haus gebracht 60 Pfg., du rch die Post bezogen viertel- m jährlich Mk. 1 bO.

«râtiSbeilage« : Oberhe sfische Familienzeitung (täglich) ^-erhesfische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- u,d Aârte»bau, sowie die Gießener Seifenblasc» (wöchentlich).

Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Sonntag, dm 7. Dezember 1902.

Gießener

11. Jahrgang

Insertion-prel S» Die einspaltige Petitzeile für ©festen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. - besinnen die Petitzeile ö0 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No 3269.

Redaktion und Expedition: Glefren Neuenweg 28. Fer,spre<ba»schlust Nr. 862.

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(Gießenci Tagcölatl)

Anabliängige Tageszeitung

(Hießener Zeitung)

für Oberhefsen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Güßen und solche der Großh. Provinzialdirektwri von Lkerhessen

in Permanenz.

^Politische Wochenschau.^

(Kriegsstrapaze n im Reichstag. Eine politische Gesundheits­regel. Einer, der nicht gesehen wird Vorbereitungen für die Wahl. Ein geographischer Flicklappen. Scheinreform Wie ein wilder Türke zum zahmen Engländer wird. Mit Zucker ge- fangen.)

Hab und fern

In Permanenz, d. h. auf deutsch ohne Unterbrechung, tagt augenblicklich der Deutsche Reichstag. Die Sitzun­gen, die um 10 Uhr vormittags beginnen, werden um Mitternacht beendigt und die Abgeordneten, wie auch die Parlamentsjournalisten werden allen Selben des menschlichen Daseins unterworfen. Mittlvoch haben sie für's Vaterland gehungert, denn wieder einmal war dem Wirte der Proviant ausgegangen, und endlich haben sie berart gefroren, daß der Abgeordnete Brömel schließlich seinen Schmerzen über die beiden Leidenstage Luft machte, inbem er sich vor Frost in die Hände blies, und be-

___ sonders über dieEisbeine" Klage führte. Es hat sich Tlprhnnf' ^ wieder die alte Gesundheitsregel bestätigt: warme Füße, kalten Kopf, heißen Kopf, kalte Füße.

Wbtl«. gelln, Und heiß waren die Köpfe in den letzten Tagen, hebend heiß. In der Abendsitzung vom Donnerstag bei* spielsweise kam es zu den heftigsten Szenen. Schimpf- - T Worte, Wie man sie kaum noch in einer Berliner Destille, jedenfalls in keiner Zylinderdestille hören würde, schwirr­ten nur so im Saale herum und das Gezeter um die gute ^äiehung war gewiß eines der unerfreulichsten Kapitel, die je im Deutschen Reichstage vorgetragen wurden.

Und gerade das ist auch das Bedauerliche, daß mit L der permanenten Tagung des Reichstags auch die Ver- >1 fdjlidjterung der Sitten und Verkehrsformen in Per- âchkvstlle ti. nianenz erklärt wurde. Es ist hier leicht, Schwarzseherei yi twUxv fltj zu treiben, aber man kann bei der augenblicklichen Lage nicht schwarz genug sehen. Zum ersten Male mußte am Donnerstag ein Mitglied aus dem Hause ausgeschlossen werden, und das Schlinüne dabei ist nur, daß ein solches Mitglied nicht persönlich ausgewiesen werden Bann. Es gilt als nicht mehr vorhanden,' darf aber in der Sitzung anwesend sein. Bei einer Wortmeldung wird lediglich an die Ausschließung erinnert und das Wort versagt; der Abg. Singer durfte auch am Donnerstag nicht mehr mit abstiinmen. Tie Stimmenzähler erschienen beim Ein- faiiimeln der Abstimmungskarten überhaupt nicht an sei­nem Platze.

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. Gleichzeitig mit der Verschärfung des Tones im Rcichstage ist auch die politische Debatte in den Bür- gertretsen in Permanenz verschärft worden. Allenthalben nn Reiche gehen Kundgebungen vom Stapel, die sich mit den Vorgängen im Reichstage beschäftigen. Besonders ersrrg aber sind die Sozialdemokraten am Werk, die am Donnerstag allein 27 Massenversammlungen abgehalten haben. eo wird in Permanenz den bevorstehenden Reichs- tagswahlen vorgearbeitet.

Bei der Ucberfülle des genannten Reichstagsstoffes pumpst sich allmählich jedes andere Interesse völlig ab; ursbesondere wird dem in Permanenz erklärter! Spra- chenkampfe in Oesterreich und dem Unabhängigkeits- kampfe in Ungarn nicht mehr diejenige Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdienen. Denn dort haben die herr­schenden Verhältnisse zu einer völligen Lahinlegung des Parlaments geführt. Den Tschechen scheinen diese Zu­stande gleichgiltig sein, beim sie haben, wie alle Min­derheitsgruppen, ihr Interesse befriedigt, wenn die Mehr­heit sich nicht rühren und nicht regen kann, daß aber das 0 anze der Stillstand des Parlamentarischen Lebens ist, kümmert sie nicht. Dagegen haben sich die Deutschen um geerguetes Kompromiß umg f.^en, das darauf h n- <lur.Iüust, alle gemischtsprachigen (Gebiete in Böhmen zu ^^°« ?8J.°? ^dlglich heißen,hie Deutsch, Hic Böh. misch, .lnv dieiein Grunde soll das ganze .^rongebict in kleinere Sucqe eingeteilt werden, die völlig selbständig ihre eigenen Angelegenheiten regeln. Aus diesen Vor- schlag wird und kann die Regierung natürlich nicht ein­gehen, denn dann wurde das -inheitlich« Kronland Böh. men aus einem ^nigreich in eine bunte Mustcrkarte ? /Til "âhren Flicflappen von kleinen Kronländchen zerstückelt, die Zertrümmerung der Habsburqischcn Mo- narchie würde dann in Permanenz erklärt

Entschieden würde sich Ungarn an dieser Entwickeluna der Tinge ein Muster nehmen und die Loslösung von der Habsburgischen Monarchie, bi" augenblicklich eine ver- manente Frage ist, zu einer akuten Frage werden lassen.

Akut ist diese Frage bei den Kronländern des tür- kischen Großherrn augenblicklich auch, aber sie wird in Permanenz gehalten, weil eine allzufrühe Lösung der Frage mit aller Entschiedenheit die ganze seit Jahrzehnte« in Permanenz schwebende orientalische Frage aufrollen würde. Es ist deshalb auch ganz außer Zweifel, daß die augenblicklichen Reformen durchaus gar keinen Wert haben, denn die Macedonier wollen ferne inneren Re» formen, sie wollen die Befreiung von der türkischen Oberhoheit und just das können sie nicht erreichen.

Mit solchen FreiheitSbestrebunge« ist ei allerdings manchmal ein eigen Ding. Die Luglünder waren sät

^ Der Kaiser als Kapellmeister. Die musikalische Begabung des rwisers ist allgemein bekannt und derSang an Ae nr" in» gM^e, Lande verbreitet. Bei seiner neulichen Anlv''^ür^ in Breslau hat sich nun der Kaiser auch als kundiger thu »et meister gezeigt. Beim großen Festdiner dirigierte er eigenhändig den Vortrag einiger althannö- verscher Kavallerie-Parademärsche. Nachdem der letzte Ton verklungen mar, gab der Kaiser den Taktstock an den in seiner Begleitung befindlichen äußerst musikkundigen Ge­neralmajor Grafen Cuno v. Moltke ab mit den Worten: So, lieber Moltke, jetzt dirigieren Sie mal!" worauf der Graf einige von ihin komponierte Parademärsche dirigierte. Auch am andern Tage besuchte der Kaiser das Korps lvährend der Probe, verweilte eine ganze Stunde dort und dirigierte wiederum einige Stücke selbst.

; Motorjagd aus Luftballons. Der englische Automobil- Klub hat kurz hinter einander zweimal das interessante Experiment veranstaltet anen Luftballon, dessen Jns ssen fingierte Depeschen des englischen Kriegsministeriulus zu befördern hatten, durch Automobile verfolgen zu lassen. Das eine Mal wurde der Ballon von den Autourobilisten gefangen" genommen, das zweite Mal gelang es ihm, vom Nebel begünstigt, zu entwischen. Die Sektion der Motorzweiradsahrer des Oesterreichischen Touring Klub, hat diese Idee ausgegrissen, und setzte sich mit beut Haupt­mann Hinterstoißer, dem Leiter der österreichischen utilitär- aeronautischen Abteilung, in Verbindung. Dieser teilte jetzt dem Generalsekretär des Oesterreichischen Touring- Klub, Baron Prochatzka, mit, daß Erzherzog Leopold Sal­vator in liebenswürdiger Weise seinen BallonMeteor" zur Verfügung stelle und selbst an dem Aufstieg tcilne^cn werde. Erzherzog Leopold Salvator wird in Begleitung des Hauptmannes Hinterstoißer am nächsten Sonntag acht Uhr früh, vom militär-aeronautischen Platz beim Wiener Arsenal aufsteigen und sich von den Mitgliedern dcS Tou- ringklubs auf Motorzweirädern verfolgen lassen.

Bunte Chronik. Der Professor an der philosophischen Fakultät der Leipziger Universität Geheimrat Johannes Wislicenus ist gestorben.

Der Marseiller Astronom Giacomini entdeckte einen Kometen, welcher gegenwärtig im Einhornsternbilde nahe dem Aequator und der Milchstraße sich dem nördlichen Sternhimmel nähert.

Die Eisenbahn nach Petersburg ist mit GlaSetS be­deckt. Die Telegraphendrähte sind mehrere Werst weit durch das Gewicht des daran hängenden Eises zerrissen. Der Kurrierzug nach Petersburg mußte auf einer Station zwölf Stunden liegen bleiben.

Bon der Hungersnot in Finla d, bereu Au bcuch wir bereits berichteten, werden jetzt erschreckende Einzel­heiten gemeldet. Von dem Notstand sind in erster Linie die Gouvernements Uleaborg und Wosa betreffen worden. Man kann sich einen Begriff von dem herrschenden Elend machen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß in Suo- mussalmi im Gonverneinent Uleaborg aus Spreu ge­backenes Brot als Nahrung dienen muß und in Kryn- salmi gleichfalls ein sogenanntes Brot gebacken wird, das aus Spreu und Stroh hergestellt ist. In einigen Gegenden Finlands ist auch der Mangel an Kleidungs­stücken groß, der jetzt bei der ein getretenen starken Kälte um so peinlicher sich fühlbar macht. Eine Sammlung von Geldbeträgen im ganzen Reiche ist gestattet worden. Die Spenden werden in der Kanzlei des Gouverneurs von Finland entgegengenommen.

V Spanische Räuber Aus Madrid wird gemeldet, Abends wurde zwischen Sraneda und Moril ein Post­wagen von sieben bewaffneten und maskierten Banditen angegriffen. Der Postillon und sämtliche Passagiere wur­den mit Riemen an die Räder gebunden und ihrem Schicksal überlassen, nachdem die Räuber den Postsack, der zahlreiche Wertpapiere enthielt, an sich genommen hatten.

Weniger gewaltsam, aber ebenso gefährlich gehen in Italien die Herren Eifenbahndiebe zu Werke. Aus dem Gepäckwagen eines von Rom fommenben Zuges wurden während der Fahrt mehrere Gepäckstücke entwendet. Man vermutet, daß die Diebe während der Fahrt den Zug bestiegen haben. Bei Acerra wurde eine leere Kiste ge­funden, die wertvolle Gegenstände enthalten haben dürfte. Die entwendete Summe beträgt wohl an 20 000 Francs.

£ Cinc furchtbare Rache haben die Einwohner von

Lenoxville im Staate Newyork an einem Neger genom­men, der dort eine weiße Frau ermordet hatte. Sowie der Mord ruchbar geworden war, trat, tote in solchen Fällen üblich, das Lynchkomitee zusammen und bemäch­tigte sich des Mörders. Die freiwilligen Richter banden den Schwarzen an den Leichnam seines Opfers^ fes^ und sperrten ihn alsdann so in eine "

er drei Tage und drei Nächte blieb. Der Leichnam, von dem sich der Neger nicht loSmachen konnte, zersetzte sich schnell. Der Schwarze brüllte unaufhörlich. Nach 72 Stun* oen öffnete man die Zelle und fand, daß der Neger von Tobsucht befallen war. Daraufhin wurde er mit Revolverschüssen getötet.

worin

/ /Eine peinliche OrdeusgeschichtcZ Herr Eadenat, Mitclicb des französischen Parlaments, will die Orden besteuern. Mit unerhörtem Cynismus beantragt er, daß )re Steuerbeiträge der Mitglieder der Ehrenlegion in sol­lenden Proportionen erhöht werden sollen: 75 o/o für die vroßkreuze, 50 o/o für die Großoffiziere, 20 o/o für die Kommandeure, 15 o/o für die Ritter. Die ehrenwerten und perbienftbonen Offiziere des öffentlichen Unterrichts wUen mit einer Nachsteuer von 15 o/o belastet werden, wayrend die Akademie-Offiziere mit 10 o/o Steuerzuschlag )avonkommen. Inhaber ausländischer Orden sollen in ihren Steuerbeiträgen um 25 o/o erhöht werden. Die Rammer hat den Antrag Cadenat der Budget-Kommission überwiesen. Die drohende Ordensteuer giebt einem Mit- arbeiter derRepublique fran^oife" Veranlassung, eine ^uzahl teils heiterer, teils ärgerlicher Ordensgeschichten zu erzählen. Zu der letzteren Kategorie gehört die Ge­schichte von der geplanten Dekoration der berühmten Ge­sanglehrerin Marchesi. Um ihr eine angenehme Ueber* raschung zu bereiten, hatte Gounod, ohne sie vorher zu be­nachrichtigen, für die Künstlerin dieakademischen Palmen" gefordert. Eines Tages wurde die Marck)esi schriftlich auf* gefordert, sich in der Sorbonne einzufinden. Nachdem man sie dort sehr lange hatte warten lassen, führte man sie zu einemhohen Herrn", der, ohne Vorrede und o -ne ihr auch nur einen Stuhl anzubieten, sehr von oben herab sagte:Aha, wir wollen also Offizier der Akademie wer­den, wie jedermann!"Mein Herr," antwortete die Marchesi, die einen solchen Empfang nicht erwartet hatte, ich weiß wirklich nicht, was S.e sa. ,en wol en!"Schön, schön'. Kennen schon die Redensarten des Kandidaten wider Willen?" Ter Künstlerin stieg das Blut zu Gesicht:Mein Herr," sagte sie stolz,ich bin gewöhnt, daß man mir überall, wohin ich komme, einen Stuhl anbietet?"Oh, empfindlich auch?" scherzte der hohe Herr.Wir haben hier keine Zeit zu verlieren. . . . Setzen Sie sich also, wenn es sein muß, und antworten Sie mir!" Dann be­gann er die übliche Litanei herunter zu leiern:Ihre Profession . . . Ihre Empfehlungen . . . Sind Sie ver­heiratet . . . Haben Sie Kinder ?" Beinahe hätte er auch gefragt, ob die Kinder ehelich geboren waren! Frau Mar­chesi war aufgesprungen und hatte bereits die Tür in der Hand:Ich wiederhole Ihnen noch einmal," sagte sie, daß ich nichts verlangt habe! Aber hätte ich auch etwa­verlangt nach einer so unhöflichen Behandlung würde ich mein Gesuch sofort zurückgezogen haben. Adieu, mein Herr?" Die Sache machte großes AufsehttL. Das In­stitut protestierte wie ein Mann, und der Minister schickte, nachdem er seinem Unterbeamten eine riesigeNase" ge­schenkt hatte, dec« l rin direkt die Pclmcn, in einem mit Entschuldigungen wattierten Kästchen.

:l leine Kapuzinerpredigt vor den Banderbilt-I und anderen Abkömmlingen der amerikanischenobersten Vier­hundert hielt dieser Tage auf der Pferdeausstellung im Madison Sqare Garden die bekannte Temperenzlerin Carrie Nation, die mit Beilen sämtliche ^astn>rrtschaften der Ver. Staaten zertrümmern will. Sie stellte sich> mcht vor der Brüstung der Logen aus, in welcher Frau A fred Vanderbilt, Reginald Vanderbilt, dessen Verlobte Fräulein Nielson und andere vornehme Besucher saßen, und hielt Tiraden über Sittenlosigkeit und Verderbtheit der Welt.

Schämen sollten Sie sich, schämen, ;a schämen, schrie die Frau zu den Damen in der Banderbilt'schen Loge em* vor. ,Schämen sollten Sie sich, solche Kleidung zu tragen/ Als die Damen in der Loge ihren Abscheu vor der Frau, die sie nicht kannten, nicht verbargen, zeterte Carrie Natron weiter:Ziehen Sie die Kleider aus, sofort ziehen Sie die Kleider aus und kleiden Sie sich sittsam." Der junge Vanderbilt stieg sofort in die Arena Herab, redete auf bie von der Anstrengung und den wilden Gestikulationen er­schöpfte Frau ein und schob sie von der Loge fort. Kuum hatte sich Carrie Nation erholt, so suchte sie sich ein neues Opfer Dieses Mal fiel ihr ein Champagner-Agent in die Hände. Sie rief ihm zu, daß er des Teufels Ware verkaufe und verdammt sei, in der Hölle zu schmoren und zu braten. Der Mann war nicht in der Stimmung, sich das Gezeter der entrüsteten Temperenzlerin anzuhören, und lief davon. Carrie Nation begab sich sodann in das Restaurant, welches neben dem Eingang am Madison Square l 65t An eimm Tische saßen vier Herren, die Champagner tranken. Auf die Gäste zustürzen und die Flasche ergreifen, war das Werk eines Augenblicks.Trinken Sie nicht solches Zeug, sonst fahren Sie geraden Wegs zur Hölle," schrie die Alte wie besessen.Wo ist der Mann, der dieses verfluchte Ge­tränk verkauft? Zeigen Sie mir diesen Mann, damit ich ihm sagen kann, was ich von ihm halte." Kaum hatte sie diese Worte gesprochen, als sich auch schon der Gastwirt Villepigue ihr näherte.Ich bin der Mann," sagte er, und ich fordere Sie aus, das Lokal zu verlassen." "Geben Sie dieses schreckliche Geschäft aus!" fuhr ihn Carrie an.Sie fahren zur Hölle und zerstören den Leib und die Seele des Menschen. Schämen Sie sich, schämen Sie sich!" Der Mann schämte sich jedoch ganz und gar nicht, sondern schob sie zur Tür hinaus, nachdem er ihr die Champagnerslasche, mit welcher sie hestig herumsuchtelte, entrissen hatte.