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Aonorarfäte zu niedi ig sind. Da andrers-it, die Sassenvorstände jede Honorarerhvhung oblehnen, so besteht die Absicht, auèwätige Aerzte heranzuziehen, wenn nicht noch ein Au-aleich zu Stande kommt.

•* Frankfurt a. M„ 2. Dezember. Nach dem An- trage deS gemischten Ausschusses für die Sorbereituna de, nächstjährigen GesangswettstreitS soll die auf dem Platz der ehemaligen Rosermusstellung zu errichtende Festhalle Raum für 1600 Sänger und Musiker und 7500 Zuhörer bieten. Die Halle wird auch eine Kaiser- loge mit dazugehörigen Empfangs- und AufenthaltS- räumen enthalten und soll 177 000 Mk. kosten. Der AuSsibuß beantragt bei der Stadtverordnetenversamm­lung die Bewilligung von nur 100 000 Mk., da man die übrigen Kosten durch die Einnahmen zu decken hofft.

" Der Kuäitel im ReiäiSiag. Im Reichstage ist an die Adresse deS Abg. Ulrich-Offenbach mittels Postpacketeè ein großer Knüttel angekommcn mit dem Vermerk: „zum Dreinschlagen".

" Bensheim (Bergstraße), 2. Dez. Bei der heute durch die Stadtverordneten vorgenommene Wahl eines Bürgermeisters wurde der Rechtsanwalt und Landtagsabgeordnete Dr. Ignaz Frenay aus Mainz einstimmig gewählt.

" Ederstadt, 3. Dez. Der projektierte Bau einer Provinzial-Pflegeanstalt für die Provinz Starkn- burg hat festere Gestalt angenommen. Mit emem Kosten» aufwand von 180000 Mk. soll dies lbe unserer Gemeinde benachbart errichtet werden.

So weilt ein Händler aus Luxemburg hier, der schon einige Waggons angekauft und versendet hat.

*♦ Hisset 3. Dez. Vom Frankfurter Schnellzug wmde gestern Nachmittag der 64 Jahre alte Bahna beiter Ernst Nolte, der mit der Säuberung des Geleises beschäft gt war, überfahren und getötet.

Dem Andenken Friedrich Greins.

Er schied von uns! Noch fühlen wir die Wunde, Die dieser Abschied unserm Herren schlug!

Da kommt die bange, schwere Trauerkunde, Er schied von uns ! Sein treues Auge brach! Sein Auge brach! Der Mund schloß sich für immer. Der so beredt für seinen Gott gezeugt, Was uns zum H rzen dr^ng - wir hörens nimmer, AuS einem reimn, guten H rz n kam*.

Die Thräne rinnt! Wer wollt dem Schmerz- w'h^n, Da diesir Liebes-Jünger von uns ftyeb!

Der überzeugt, durchdrungen von den L- hren Furchtlos und treu, und fest im G^aub n stand!

Nun — „Gott besohlen" — denn es ist Sein Wille! UnS aber bleibt Dein Wesin leuchtend stehn, Wie hoch am F rmament in hehrer Stille Von längst v rqangenen Sternen milder Schein.

** Darmstadt, 2. Dez. Das Schwurgericht ver­urteilte den Dienstknecht Heinrich Grund von Ueberau, der in Ober-Ramstadt einen Strohhaufen im Werte Don 400 Mk. angezündet hatte, wegen Brandstiftung zu 2Vi Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust.

** Bretzenheim, 3. Dez. Gestern Abend hatte die Techter des Tünchers Pflrg r auf eiwm Komposthaufen Lumpen und Knochen gesucht, um sie zu verkaufen. Dabei hatte sie ouch allem Anschein nach eine Dynam tpa'rone gesunden, mit der sie spelte. Plötzlich explodierte der Sprengkörper mit großer Gewalt, dem Kinde Die linke Hand »pUftönbig abreißend. Durch Brandwunden im Gesicht büßte die Bedauernswerte das Augenlicht ein.

** Aus Hessen, 2. ^ez. Von Selbsthilfe scheinen unsere hessischen Volksschullehrer nicht viel zu halten. Als sie von dem Eintrittsgeld und dem jährlichen Bei­trag zur Witwenkasse befreit wurden, wurde beschlossen, eine private Witwen lasse als Ergänzung der staatlichen liu gründen Die Pnvatkasse sollte in Kraft treten, sobald sich 300 Teilnehmer gemeldet hätten. Das ist nun bis jetzt nicht dec Fall. Deshalb soll auf dec irächstjährigen Generalversammlung des hessischen Mm ^ beantragt werden, die Kasse iu's

^ZÄ Men zu rufen, auch wenn sich noch seine 300 Teil' fS.!:Ä^"^^

Aus dem Gmcbtslaal.

Schwurgericht

Gi eßen, 4 Dezember.

(ddârstdirltn.

Jm Saale des ßtrni

Kwerbeverein gelvöhlir lid)en Lebens" war vor

w. Aus dem Kreise Wetzlar Jm Herbst des Jah.es 1900 war der erste der von der Krcièverwaltung ein- geführten Haushaltnngskurse^ begonnen worden und in d esen Tagen wurde für Wißmar bereits Der achte dieser Kurse begonnen. Mit gutem Bedacht hat man darauf Rücksicht genommen, daß jede Bürgermeisterei des Kreises, aus welcher dahingehende Wünsche und An­träge vorliegen, so bald loie möglich an die Reihe kommt'. Im vorigen Winter wurde für die Bürger- meisteret Atzbach ein Kursus abgehalten und wird durch den bevorstehenden Kursus nunmehr die Bürger- ""^—1 " * * - ^'^ Derselbe umfaßt

Hafte auSgeärbcitet «i» zcoßen Beifall. V-t waren hauptsiichl'âd- Mischaugen und »k ncbracfit wurden, f« ^größeren Erd °!'«" □ecWm stellnng WW| _ ________«uu, m

stet, sodaß oeo , meifierci LallnSbach berücksichtigt. Derselbe umfaL it geboten M, - 6 jß^^ „„p ist Uom 29. Tezbr 1902 bis 14 Fobr. unb sein ^cw 1903 vorgesehen. An demselben können auch Mädchen aus den Nachbarorten zuaelassen werden, solange die Anmeldungen nicht die Zahl 24 überschreiten.

** Kirchhain, 3. Dezember. Gegenwärtig ist in vielen Orten deS Kreises beträchtlicher Handel i

^iitbcf^eerum $ Ne hiesige Sfe/J ^ngcn 1. WeihnM. fieren, die im »M suchen rc. besieg. Aeu folger /stier ncbrnd i oßen Oorbunbfmitèiih^ c politijiben Mhiigm-' Faltung w Swwri und M M Ä M E 5 elt, fitincit hicWWI ”

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Am DünStag bis Abends gegen 8 Uhr verhandelte daS Schwurgericht gegen den 29 Jahre alten Weißbinder- meister Wilhelm Wasserburg von Bad-Nauhem wegen Min- eid. Der Angeklagte wurde vom Rechtsanwalt Katz ver­teidigt. 20 Zeugen waren zu hören Der Thatbestand, auf dem die Anklage b ruhte, war kurz der so'gmde: Der frühere Besitz r des Hotel „Thüringer Hof" in Bad-Nm- heim hatte an den Restaurateur Kleckel, früher in Mann­heim, fein Haus und Geschäft verkauft unter der au-drück- l'chen ^eificfprung, dasselbe sei frei von allem Ungeziefer. Das Kaufobjekt ging am 1. Oktober 1901 in den Besitz deS Käufers über und erwies sich sehr bald als derartig von Wanzen überfüllt, daß, wie sich mehrere Zeugen d astisch ausdrückten, die Logiergäste von diesen Thieren zum Hause raus gesessen wurden. DaS HauS- und Küchenpersonal von Kiechel, welches in der Mansarde schlief, logierte NachtS aus dem blanken Fußboden, weil es in den Betten vor Wanzenstiche keine Ruhe fand. Der frühere B»sitz»r des „Thüringer Hosts" erhob vor dem Landgericht Gießen g gen seinen Nachfolger wegen einer Forderung für über­lassenes Inventar Krage auf Zahlung, wogegen der Ber- klagte eine Schadenersatzrechnung wegen der, wie behaupret wurde, vom Klag r a glistig verschwi genen Wanzenplsge im Hause; es wurde, um nachzuweisen, daß schon gleich nach der U bernahme deS Hotels das Ungeziefer im Hause war, also sozusagen mitv^rkauft worden war, vom Verklagten der Weißbindermeister Westerburg als Zeuge angegeben und im Juni d I. als solcher auch eidlich vernommen. Ec be­schwor, daß er in den Fremdenzimmern sowohl als auch in ren fünf Mansardenz mmern d.S „Thüringer Hofes" mit Ausnahme in einem Raume der Mansarde Wanzen nicht gesehen habe. In der Beweisaufnahme ergab sich aber, daß W sterburg gleich nach der Uebernahme des Hotels durch Kiechel die Eheleute auf die Thatsache h ngewiesen hat, daß b*r Vorbesitzer schon gegen die vorhandenen Wangen vor- g'gmgn s i, daß er, der Angeklagte, um die Thiere un­schädlich zu machen, einen Teil der Logierzimmer neu getüncht hatte. Der Angeklagte hat dann in Gegenwart von Frau K. und dem Hausburschen, der zu dem Zweck eine St hleiter berbeiholte, 4 Fc mdenzimm r und alle 5 Man- sarden äume auf daè Vorhandensein von Wanzen untersucht,

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Auftrag, gegen die Plage etwas zu thun und hat bann im Hause auch g^weißbind?rt. Der Angeklagte erklärt selbst gegenüber ein m überaus b"last nben Beweismat r al, er habe sich damals, als er den Eid geschworen, n cht mehr an die Vorgänge, die etwa sieben Monate zurück lagen, erinnert und erinnere sich auch Heule nicht mehr daran, im „Thüringer Hof" mit Aü-nahme in dem einen Mansardenraum Wanzen gelten zu haben. Den Geschworenen werden die beiden Sckru dfragen auf Meineid ev. aff fahrlässigen Falscheid vorgelegt. Da- Ui teil erfolgte wegen M ineid und wird der Angeklagt.» unter Einbezi hung einer am 6. November vom Schöffengericht Bad-Nauheim wegen Urterschlagu.iq gegen Westerburg erkannten 4möchentlichen Gefängnisstrafe zu 3 Jahre und 10 Tage Zuchihau- nebst Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus 6 Jahre und dauernde EldeSunsähigkeit erkannt.

Echösfenger cht.

Gießen, 2. Dezember.

Den Vorsitz führt Herr Gerichtsassessor Keller.

Ein Einspruch gegen den Strafbffehl wird wegen Aus­bleiben- de- Beschuldigten verworfen. — Der Z mmermann Richard Sch. von Gießen ist angeklagt wegm Körperver­letzung. DaS Gericht nimmt an, b«6 der Angeklagte in Notwehr gehandelt hat und sprint ihn deshalb frei. — Der Knecht Ludwig K. von W eftcf erhält wegen Körperver­letzung. begangen du ch euen Steinwurf, 3 Wochen Ge­fängnis. — Sodann werden drei P rsomn vorge ührt; zwei Bettler, von denen her c ne mit 2 Tagen Hast davon kommt, der andere jedoch mit 4 Wochen Haft und der Ueberweisung an die Landk-polizudehörde bedacht wird. — Der bvtte von diesen, der Tag vhner Johannes W. von Garbmteich, ist b schuldigt, sich trotz Buffolderunq der Polizeibehörde keine U trrkunft verschafft zu haben. Urteil: 4 Wochen Hast und Ueberweisung an die LandeSpolizeibehörde. — Der HauSbursche Heinrich W. zu Gießen, bet einem Bäckermeister über 100 Mk. Kundengelder unterschlagen hat, erhält zwei Wochen Gefängnis — Auf der Anklagebank nimmt nun Platz der Student Otto E. — Er ist angeklagt der Sach­beschädigung, begangen durch Einschlägen einer Laternen­scheibe. Der Angeklagte will sich auf den Borsall nicht ncht erinnern könwn, da er sinnlos betrunken gewesen sei. Sein Freund, der Student Ph. bekundet, daß jeder von ihnen in einem Cafe stark g» trunken hätte und den Schluß hätten 2 Flaschen Sekt gebildet. Als die Schutzleute erschienen, ge­lang es dem Angeklaglen zu entkommen, er hatte also noch recht gut laufen können. Der Schaden wurde später gedeckt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 50 Mk. Geld­strafe und in die Kosten. — Der Knecht Heinrich Dietz von Sichertshausen et hält wegen Körperverletzung eine Woche Gefängnis. ___________

* Sein Abschied Als die Frau Huber einrt Tage- aussteht, findet sie da» Bett ih es Mannes leer und aus dem Nachttisch einen Z itel solgenden Inhalts liegen: „L ebe Frau, Du hast in Deinem Wohlchätigkeitsverein bis­her immer für die afrikanischen W.lden getrieft, während et mir an Strümpfen freite Heute wandere ich nach Afrika auS. Biell icht kommen die von Dir gestrickten Strümpfe mir dort zu gute."

in Schafen. | solche auch fonftatiert und vorge^eigt

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Bekanntmachung

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Ä Ar Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, ^et^^r^ daß der Zinsfuß für alle von unserer Kafte aus ; moratii ^ ,.^^, ßcliebmenuub weiter hia aus^uleihendeu Kapitals n Aie^ r Ms vom 1. Jauuar 1903 ab auf 4 °/o ermäßrat wo> den ist ^â bW1^ Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. #8^.___ ”“""■

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Wiener.

er erhielt dann den

Briefkasten der Redaktion.

H. R. in Groß-Felda Annonyme Artikel können nicht berücksichtigt werden. Sonst verwendbar. Besten Dank. Voller Manien erwünscht.

P. P. A. Alex L Genügt unS nicht, bitte wollen Sie Namen angeben.

Druck und Verlag der Gießener VerlagSdrucker-i, vorm. Wilh. Ktller'sche Buchdruckerei (gegr. 1783): für die Redaktinn verantwortlich - Älbin Klein Gießen.

Vergeht die hungeniden Kögel nicht!

& 16 b'zw. 12 Pfg. für je 2 Einzelvortionen pollständig trinkfe» tiger Bouillon. Man entferne die paraffinierte Ueber* kapsel und löse eines der darin befindlichen Röhrchen mit kochendem Wasser auf; die so hergestellte Ärafb bezw. Fleisch­brühe enthält alle Bestandteile einer natürliche' Bouillon und wirkt anregend auf Körper und Geist. Käuflich in Delikateß-, Kolonialwaren Geschäften und Droaurien

^F Man ve-laage anSdeütk ich MAGGI« Vonillon K-pseln und Welse andere Marken zurück. ^Wß

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bei eint /^ starb.

freier SStife wurbi' ’n ^ifsffsbst btt W1 Dm tytybuben fitfarf ^forftbungtn wory Dit Straffaaaer^ ybpp Dfttim heft t( in / intr WM", itte, mtgen MM in, fine gebotene ^: stet« siet warbt

Akademische Voiträge.

Freitag, de« 5. Dezember, pünktl 8 Uhr:

Geh. Hoftat Pros. Dr. B'haghrl

Der Einfluß des Schrifttums auf den deulschln Spruchs tz.

Eintrittskarte« sind in der Fe ber'schen, Fcceè'schen wnb Rückei'schen Buchhandlung, Studentcnkactcn beim Eollegienhausverwalter zu haben.

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Nebenstehenden Plakat kennzeichnet diejenigen Geschäfte, welche

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Wolkengafle 13.

Kochrecept

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