Einzelbild herunterladen
 

Nr. 256.

Zweites Blatt

Montag, den 3. November 1902.

11. Jahrgang.

i, ^ ^bigt^"deo^ H^foigt Wnn«i ' aieibunQ^ '9«rren L^ ei. >e t ^ . <«ufe bei '---KL

Av^^»eme»tSpreis: in Gießen, abgeboll monatlich 50 Pfg-, inS Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel­jährlich Mk. 1.50.

«irâbeilagei, Qbt.hessische ^-mIII«»,-Itu»gttS»E cb-rh-, Nicht Zeitschrift für «-"vwirtsch-ft. Ob«.««» Gartenbau, sowie die Stc8<*rr <rifreblafr» wochcnti cb Das Blatt erscheint an «n« Werktagen nachmittags.

A»sr.tio»SvrrIS : Die cinlvaltige Pcliti-ilk für Gießen wie ganz Oberbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 ^fg sonst 15 Pfg.; Reklame« die Pelitzeile 30 resp. 40 Psg.

Postzeitungsliste 9?n. 3032.

Redaktion Unb Expedition : Gießen, R e u e n w e g 23. fernst recha«schluß Nr. 368.

** X.

(Gießener Gagevkrtt)

Nnaöyängige Tageszeitung

(Gießener Zeitung)

»9.

w mit nid

für Oberhefsen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gietzen und Umgebung

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen.

Siegen.

\unmöbllrte6

immer

^bhanftrasie 12 ^i flimmer !,VU ^ermirten.

Ura^e 3a. II. St

2 ist fine

6 Zimmern, Burschenzimmer vermieten, ''simbergerweg 55. ^EWinq. 8 Bimmtr zu ber-

Küchenvl. Ns, ß.

* Zimmer sofort ev> u vermieten.

^rktstraße Nr. 11

'nftraße 14 ^P.eridjtete Familien- -t allem Zubehör so? .e Mansardenwohnung t mitten.

Schühenllrahe In, I.

Her Friedrich Müller' site gehörige halbe i ßdßem von Heu, ignet, istju bei mieten, l »er Bürgermeisterei - * 16_______________ von Herrn Buuiii: ; eres inueaebabte ceslraße 18 ist anten litten.__________________

rüner L >'schea nstraße 30, ist der ;nung per 1 »o« irmieten. Näheres lüstern - Zimmer

Wohnung zu vermieten, arx, Seltersweg

Giessener Cagesneuigkeiten.

= Wie wir höen, findet nächsten Mittwoch Abend um halb 9 Uhr ein gemeinsamer Brand­angriff dec beiden hiesigen Wehren an der neuen Güterhalle statt.

** Auch im Winter Schutz der Anlagen. Es ist bei den Besitzern von Hunden weit verbreitete Ansicht, daß sie ihre Tiere im Winter auf den Gras­plätzen und Beeten der Anlagen herumlaufen lassen können, da Schaden hierdurch nicht verursacht wird. Eine derartige Unterstellung ist jedoch unzutreffend. Wie uns von fachmännischer Seite mitgeteilt wird, haben die von Hunde besudelten Wurzeln der Bäume, Sträucher und sonstigen Gewächse bei Frostwetter derartig zu leiden, daß sie oft eingehen. Es wird daher dringend gebeten, den Hunden auch im Winter das Betreten der Anlagen zu wehren.

** Die hiesige Gesellsch a ft für Erd- und Völkerkunde veranstaltet im Wintersemester 1902 bis 1903 eine Reihe von Vorträgen. Es werden vor­aussichtlich reden. Herr Dr. E. Deckert (Steglitz) überDie westindischen Vulkanausbrüche" (mit Licht- bilvern) am 30. November 1902; Herr Dr. Th. Koch (Berlin) überParaguay und Mato Grosso,, (mit Licht­bildern) am 27. Novbr. 1902 ; Herr Dr. M. Fried - richcichsen überReise in den Tien-Schan (Central- Asien) im Sommer 1902" (mit Lichtbildern) am 13. November 1902- Herr Dr. R. Kandt (Berlin) überRuanda und der Kicon-See (Ostafrika)"; Herr Hofcat Dr. B. Hagen (Frankfurt a. M.) überDie Battakländer in Sumatra" (mit Ausstellung); Herr Dr. Genthe überPort Arthur und die Mandschurei" (noch unbestimmt). Um den Herren Studierenden den Besuch dec Vorträge zu ermöglichen, hat die Gesellschaft in liebenswürdiger Weise besondere Karten verausgabt, die für 1,50 Mk. vom Herrn Hausverwalter Stock zu erhalten sind.

Von unseren Kanalbauten. Emsiges Leben und Treiben herrscht bei den Sielbauarbeiten an dem sonst so stillen W i esecku fe r. An der Straßenbrücke in der Bahn­hofstraße hat man heute eine Dampspumpe zur Bewältigung des starken Wasserandrarges in den dortigen Baugruben auf- gesahren und in Betrieb gesetzt. Wetter nach der Eisen- bahnbrücke zu ist eine Ufirmauer zum Schutz für den dorten noch herzustellenden Kanal errichtet. Zwischen der Eisen- bahn' und der Straßenbrücke der Hammstraße hat man ein»' rweile Lok motive ebenfalls zur Wffserbewältigung auf»

gefahren. Mit der Ausführung der eigentlichen Kanals ist man bis in die Nähe der Hammstraße vorgerückt. Hinter­her wird wieder flott zugesüllt und die Uferböschung herge­stellt. Da die gesamten Arbeiten äußerst int, restant sind, fehlt eS nicht an Zuschauern. In der Bahnhofstraße, Kreuzung an der Westanlage, wird eine große Baugrube für eine Unter­führung deS EtadtringgrabenS unter den Hauptabflußsiel auSgeschachtet. Da die Baugrube die ganze Straßenbenutzung einnimmt, hat man hier buchstäblich die Welt mit Bretter zugenagelt.

** Eine Umgestaltung der Strafbestimm­ungen für Duellanten steht nach mehreren Blättern bevor. In der neuen Strafordnung sollen be­deutend schärfere Strafen vorgesehen sein, als dies jetzt der Fall ist. Namentlich dem Offiziers-Ehrengericht soll eine weitere Grenze gezogen werden, sobald eine böswillige Verletzung der Standesehre zur Verhandlung steht. Auch sollen für Duellanten strengere Strafen angesetzt werden.

** Das neue Infanterie-Gewehr wird im Laufe des Herbstes an das 3., 4, 5. und 6. Armeekorps ausge­geben ; dann sind mit Einschluß der Garde im Ganzen fünf Armeekorps mit der neuen Schußwaffe ausgerüstet. Die Marine hat das Gewehr schon vor zwei Jahren erhalten. Erst im nächsten Jahre sollen mehrere andere Armeekorps, darunter auch die bayrischen, das neue Gewehr erhalten. Die alten Gewehre werden aber erst zurückgegeben, wenn sie durch den Gebrauch zur Ge- nüge abgenutzt sind. Bei der diesmaligen Neubewaffnung der Infanterie werden gleichzeitig auch andere, zum Gewehr passende Seitengewehre eingeführt.

Ist die Nähmaschine der Familie pfändbar? Daß man einer Näherin, die vom Ertrag ihrer Näharbeit lebt, die Nähmaschine nicht pfänden darf, ist zweifellos. Denn die Zivilprozeßordnung erklärt,bei Handwerkern, Künstlern, gewerblichen Arbeitern und anderen Personen, welche aus Handarbeit ihren Erwerb ziehen, die zur persönlichen Fortsetzung der Erwerbsthätigkeit unent­behrlichen Gegenstände für unpfändbar. Etwas anders lag die Sache aber bei einem Fall, üb^r den kürzlich das Oberlandesgericht Darmstandt entschieden hat. Hier war bei einem Ehemann die Nähmaschine gepfändet worden, und hatte eingewandt, daß die Maschine für die Näharbeit seiner Frau, welche zur Zeit die Familie unterhalte, unentbehrlich sei, während er selbst durch Krankheit am Erwerbe verhindert sei. Das Gericht gab die Maschine frei, indem es anerkannte, daß bei dieser Sachlage die Ehefrau zum Erwerb gezwungen sei. Sie

erwerbe aber mittels der Nähmaschine nünbcftenS mittelbar, indem sie durch Arbeiten für den Haushalt Ausgaben erspart. Es ist sehr erfreulich, daß das Obeclandesgericht Darmstadt weitherzig genug ist, auch das Merkmal der Allsgobenecsparnis durch Arbeit im Haushalt mit heranzuziehen und hieraus die Unent- behrluhkeit des Werkzeuges herzuleiten. Insbesondere bei Familien mit niedrigem Einkommen ist ja der soziale Effekt genau der gleiche, als wenn das Produkt der Arbeit zum Verkauf gebracht und der Erlös für Haushaltungszwecke verwendet würde. ES drückt sich in diesem Satze auch eine richtige Schätzung des wirt­schaftlichen Wertes dec Hausarbeit dec Ehefrau aus.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstrafte Nr. 2 (Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr 14.

Dec Arbeitsnachweis hat die Aufgabe zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehr­lingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.

An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 geöffnet.

Angebot der Arbeitnehmer:

1 Goldarbeiter, 1 Maler und Lackierer, 1 Käser für Keller und Holzarbeit, 1 Sattler, 1 Sattler und Polsterer, 1 Schmied, 2 Bau- und Möbelschreiner, 1 Bauschreiner, 10 Hausburschen, 1 HerrschastLkutscher, 5 Kutscher, 1 Fahr­bursche, 4 Taglöhner, 1 landwirtschaftl. Knecht, 1 Bureau­diener, 1 Müller, 5 Dienstmädchen, 1 Haushälterin, 3 Laus­frauen, 1 Wäscherin, 1 Näherin, 2 Schreibgehilfen.

Lehrlinge: 1 Schlosser.

Nachfrage der Arbeitgeber:

1 älterer Friseur, 1 Wagner, 4 Knechte nachten, 1 Henschastskutscher, 1 Schweizer, 1 1 jüngerer HauSbursche, 7 landwirtschaftliche Dienstmädchen, 1 Küchenmädchen, 1 Lauffrau Wohnung.

Lehrlinge: 1 Kellner, 1 Buchbinder, 1 Schneider.

auf Weih- Oelmüller, Mägde, 7 gegen freie

1 Bäcker,

Druck und Verlag der Gießener VerlagSdru ck rei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei (gegr. 1783 ) ; für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen.

ÄL»5_ eS» t, per fofi-rt lfl:

Zimmer

zu vermieten, au

kW, W*J «e6i^^

eleM

iL^^'

Dr. «umseits Patient.

âEtm von Dr. Halifax und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C Weßner.

23] (Wt^krud 6 erbeten. )

Bleiben Sie noch ein Weilchens bat ich.Ich bin auf die Zbene gekommen inZeiner Absicht, die Sie vielleicht erraten. Wenn arm sind, werden Sie ein Goldstück nicht verschmähen. Ich zehn Mark, wenn Sie mir die Stelle zeigen, wo der Moro siatttanb.

Sie erschauerte sichtlich und wurde bald rot, bald blaß.

. Ort fit mir verhaßt" erwidette sie.Jene Nacht war â^Eerlich; meme Nerven haben seit jener Seit sehr gelitten umi^J0^ nickn schlafen, und manchmal da träume ich ent- ^?-^/'>>i?Äd- Unzählige Male habe ich den Mord wieder und

4. WA"

U4Ü^P 67"^;i^4uiyii, Uhu niutiujniui oa rraume icy enr- W/^^ua. Unzählige Male habe ich den Mord wieder und de" Blick des Gemordeten und das Gesicht des Mörders gesehen o, mein Gott "

stockte und drückte beide Hände gegen die Augen. bann^iM Ä M cin ^"^ flde9t-

Sie Men mich an die Stelle, nicht wahr?" fragte ich.

... x»e »ahm das Geld nnd hielt es krampfhaft in der gc- schlossenen Hand. H

Dafür kaufe ich mir etwas, was mir Trost verleiht", flüsterte sie wie zu sich selbst Damit kann ich meine Gedanken betäuben Kommen Sie, wir sind nicht weit von der Stelle entfernt- ich will sie Ihnen zeigen, dann mich ich schnell nach Hause." . Sie ging voraus ich folgte ihr. Sie lief ziemlich schnell und bock mit einem leicht schwankenden Gang, wie wenn sie des -Me^es nicht sicher wäre. Wir freuten die Ebene nicht weit vom Grotzhoscuer Schlosse. Ich sah das mächtige Schloß in der gurr er nung und die dichten Rauchwolken, welche aus seinen Schormstemeii gen Himmel stiegen.

Zausen Sie nicht so schnell!" rief ich ihr zu.Ich bin eine aue grau und komme nickt so schnell vorwärts wie Sie."

Sie verlangsamte ihre Schritte nur ungern, wie ich sah.

Die Herrschaft ist wohl nicht oft im Schlosse?" forschte ich.

Nein, antwortete sie schnell,seit dem Tode des alten Herrn steht es meist leer."

., .Ick) kenne Zufällig den jetzigen Besitzer und seine Frau", fuhr ich fort.

Sie stutzte, ergkibte über und über und blickte mich scheu von der Sette au: dmv stemmte sie eine Haud in ihre linke Sette imb taste plotzllsd

Wenn Sie ihn kennen, können Sie mir gewiß sagen, ob es ihm gut geht?"

Es geht beiden sehr gut", enviderte ich, überrascht über den sonderbaren Klang in ihrer Stimme.Ich glaube, sie leben recht glücklich miteinander."

Gott sei Dank, daß Baron Robert glücklich geworden ist", sagte sie in heiserem Flüstettone. Dann beschleunigte sie abermals ihre Schritte und blieb endlich auf einem kleinen Hügel stehen.

Sehen Sie die Erlengruppe?" sagte sie.Hier stand ich, genau an diesem Fleck die Erlen verbargen mich, und selbst wenn die Nacht nicht so dunkel gewesen wäre, würde man mich nicht entdeckt haben. Dort rechts von Ihnen mürbe der Mord begangen. Aber nun muß ich gehen" ,

Beantworten Sie mir erst noch einige Fragen", hielt ich sie zurück.Sie stauben hier genau an diesem Fleck?"

Genau hier."

Und der Mord wurde dott an jener Stelle begangen?

Jawohl, dort, wo das Gras grüner nnd üppiger als an anderen Stellen zu wachsen scheint sehen Sie es dort rechts _

Ich sehe es", erwiderte ick, mäbrenb mich ein eisiger eman er überrieselte.Würden Sie mir wohl and) sagen, wie es kam, daß Sie Sil dieser späten Nachtzeit draußen und nicht im Bett waren..

Sie sah midi verdrossen an und preßte die Lippen fest auf­einander. Ich blickte ihr fest ins Gesicht nnb wartete auf ihre Antwort.

Der Mann, dessen Bütt hier vergossen wurde, war mein Geliebter wir hatten uns kurz vorher gezankt", sagte sie enouav

Worüber?"

Das ist mein Geheimnis", versetzte sie.

Wie kam es, daß Sie dies bei der Gerichtsuerhandlung nicht erMhnten?" forschte ich ernst.

Sie sah mich groß an und sagte: ,?Mett man muß meßt darnach gefragt hat! Uebrigens ist das mein Geheimnis und wird es auch bleiben. Hier stand ich. gerade wo Ja re Fuße letzt weilen, ich sah alles der Mond kam für eine Minute hinter den Wolken hervor so konnte ich alles deutlich erfemien und die Blicke der beiden - den letzten des Gemordeten, den des Mörders - ich sah alles und seit jener Zeit bin ich elend

Das wundert mich nicht", fiel ich ein,doch nun noch eins

Und Das ist das?" , , , ..

Sie hob ihre bunfien Augeu fragend zu nur nn, ich entoeckte einen Ausdruck von Furcht darin. .

Sie sahen in jener Nacht -wer Mannec, Hetty Brncrat,

sagte ich mit ernster Miene,ber, welcher ernwrdet wurde, war Herbert Franzius, aber der anbere - so wahr ein Gott im Himmel lebt! Hetty Vincent - das war nicht Frank Everett! Ich spreche die lautere Wahrheit - so, nun können Sie gehen!

Meine Motte lauten über meine Lippen, als ob eine höhere Macht sie mir eingab, Herr Doktor, aber der Eindruck war über» wältigend. Das elende Geschöpf sank wie vernichtet in die Kniee, faßte mich am Kleid und barg ihr Gesicht in die Falten

Barmherziger Gott!" stöhnte sie,warum sagen Sie bas? Woher wissen Sie? Wer hat es Ihnen gesagt? Warum sagen Sie nur so etwas Fürchterliches?" .

Ihre gewaltige Erregung beruhigte mich mit einem Male. Ich stand ganz still, aber mein Herz schlug so heftig vor Freude und neuerwachter Zuversicht, das es mir fast den Atem raubte.

Stehen Sie auf", gebot ich. Sie erhob sich zitternd, und ich legte meine Hand auf ihre Schulter. .

Sie haven etwas auf dem Gewissen , sagte ich.

Da blickte sie mich sonderbar an und stieß ein gellendes ^ÄMür ein dummes Ting ich war", sagte sie höhnisch. 3(6 habe nichts auf dem Gewissen. Sie redeten io unheimlich - baw der schreckliche Ort - das machte mich,ganz tmebnam. Doch jetzt muß ich fort." Sie ging ein paar schritte daml biente sie sich nochmals um imb sagte mit lauter, nuMoneuder Stimme:

Also ich sah in jener Mordnacht zwei Manner am der Ebene. Der eine war Herbert Franzius - der andere war - Ihr Sohn - Frank l&erett!" .

Bevor ich noch eine Silbe erwidern konnte, war sie wie der Wind davongeeilt. .

Ich kehrte inè Wirtshaus zuruck und forschte Armitage imb dessen Frau aus. Was Hetty in ihrer Aufregung gesagt, wagte ich nicht zu erwähnen, aber ich fragte nach ihrer Adrette und fuhr am nächsten Morgen dorthin. Als ich auf dem Hofe Vincents ankam, sagte man mir, Frau Vincent sei nicht da. sie wäre schon früh am Morgen fortgegangen, um eine Verwandte zu besuchen. Ich bat um die Adresie dicer Verwandten, welche man mir nur zögernd nannte. Dann fuhr ich dorthin, aber Hetty war nicht da, auch nicht dagewesen, man wußte nichts von ihr. Seitdem habe ich mehrmals versucht, sie zu treffen, aber immer vergeblich.

So, Herr Doktor, das ist meme Geschichte. Was denken Sie barüber? Sind bie Aeußerungen der Frau, die sie in hoch­gradiger Erregung fallen ließ, der Beachtung wert? Ist ihre plötzliche Flucht vor mir verdächtig oder nicht? Ich harre mit fieberhafter Spannung Ihres Urteil-!"