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Morgen Wend 8.30 Uhr von der nationalistischen Union Frankreichs unter dem Vorsitz von Francois Copp6e einberufen. Die Sozialisten organisieren ihrer­seits für Sonntag eine Gegen-Kundgebung. Für beide Tage sind von der Polizei umfassende Maßregeln ge­troffen, um die Ruhe aufrecht zu erhalten.

London, 1. August. Die Blätter veröffentlichen ein Telegramm aus Lissabon, worin mitgeteilt wird, daß eine englische Gesellschaft dem portugiesischen Marine­ministerium Vorschläge unterbreitet hat, auf eigene Kosten ein großes Trockendock in Laurenzo Marquez zu errichten. Die portugiesische Regierung wird den Vorschlag wahrscheinlich annehmen.

Der Kabinetschef hat den Präfekten den Befehl zugehen lassen, ihre Departements nicht eher zu ver­lassen, bis das Vereinsgesetz vollständig durchgeführt und die Session der Generalräte geschloffen ist. Mehrere Präfekten, die sich bereits in der Sommer­frische befanden mußten, wieder zurückkehren. Ferner hat der Kabinetschef beschlossen, die Schließung solcher kongreganistischer Schulen zu vertagen, an deren Orten die vorhandenen weltlichen Schulen für die Anzahl der Schüler nicht ausreichen.

Paris, 1. August. DieFrkf. Ztg." erhält folgendes Privattelegramm: Im heutigen Ministerrat, welcher unter dem Vorsitz des Präsidenten Loubet im Rambouillet zusammentrat, wurden Dekrets unter­zeichnet, wodurch weitere 400 Kongregations­schulen in den verschiedenen Departements ge­schlossen werden. Der Ministerpräsident gab eine Uebersicht über das Verhalten der Orden gegenüber dem Vereinsgesetz. Etwa 6000 Ordensniederlassungen haben es danach unterlassen, rechtzeitig um die Autori­sation nachzusuchen. Die Hälfte dieser Anstalten ist der Krankenpflege gewidmet und die Regierung sah ihnen gegenüber von strengen Maßregeln ab. Die zweite Hälfte umfaßt die Schulen. Es fand sich darunter eine große Anzahl, welche offenbar im guten Glauben waren, keiner besonderen Autorisation zu be­dürfen und die sich nachträglich unterwerfen werden. Auch gegen sie hat die Regierung auf jede weitere Maßregel verzichtet. Die 400 Anstalten, deren Schließung heute genehmigt wurde, gehören zur Kategorie derjenigen Ordensniederlassungen, welche er­klärten, sich nur der Regierungsgewalt unterwerfen ru wollen. Es scheint, daß die Aktion der Regierung damit vorläufig erschöpft ist, bis zur Eröffnung des Autorisationsverfahrens vor dem Parlament und dem Staatsrat. Es ist auch nicht zu erwarten, daß die noch zu schließenden Ordensschulen der Ausführung der Regierungsdekcete weiteren Widerstand entgegensetzen werden, zumal die meisten Schulen bereits auf An­raten der Ordensleitung verlassen sind.

Paris. Der Un terri chtsm i nister Chaumie hat an die S ch u l i n s p e k t o r e n ein Rund­schreiben gerichtet, in dem er anordnet, die erfor­derlichen Maßregeln zu ergreifen, damit nach den Ferien alle Kinder in den Laien sch ulen untergebracht werden können. Bis die Erweiterungs- Pläne der besteheneen Schulen und die Nenbauten ge­billigt sind, haben die Schulinspektoren nachzuforschen, ob selbst außerhalb der Schulen, aber jedenfalls in ihrer unmittelbaren Nähe Lokale in den von den Mairien abhängigen Gebäuden oder uach in Privat- Häusern zur Verfügung stehen.

Giessener Lagesneuigkeiten.

* * Der Großherzog wohnte gestern vormittag auf dem Truppen-Uebungsplatze der Besichtigung des 2. Grotzh. Geld-Artillerie-Rcgiments Nr. 61, welche der kommandierende General vornahm, bei.

" Das Regierungsblatt Nr. 47, ausge­geben am 31. Juli, enthält u. A. das Gesetz, die Her­stellung einer Verbindungsbahn zwischen der Strecke Lampertheim Mannheim und dem neuen Nangierbahn­hof Mannheim der Badischen Staatsbahn betreffend.

* * In der am Donnerstag nach der Stadtver­ordnetenversammlung noch stattgefundenen geheimen Sitzung ist beschlossen worden, das Stadtbauamt vom 1. Oktober ab in ein Hoch- und ein Tiefbauamt zu teilen. Als Vorsteher des Tiefbauamtes wurde Herr Ingenieur Adolf Braubach, der seit 1. April 1901 unter der Oberleitung des Herrn Oberbaurat Schmick die Sielbauten auffuhrt, gewählt. Ferner gab Herr Bürgermeister Mecum zur Kenntnis, daß der Militär- Fiskus an der Grünbergcrstraße zwischen dec städtischen Kaserne und dem ISchützenhaus ein Wohnhaus für verheiratete Unteroffiziere erbauen läßt

* * Turnerisches. Bei dem von heute bis Dienstag stattfindenden Mittelrheinischen Kreis-Turnsest zu Worms wird unser Turn-Gan Hessen sich stark beteiligen. Am Einzelwettkampf werden vom Gießener Turn-Verein 3 und vom Turn-Verein Wieseck 1 Wettturner teilnehmen.

* * Die radelnden Leser unseres Blattes können sich an einem Preisausschreiben beteiligen, das die Berliner SportzeitungRadlerin und Radler", das Organ der Damenmitglieder des Deutschen Radfahrer­bundes und der Allgemeinen Radfahrerunion, soeben erläßt. Für die drei besten Beschreibungen einer selbst ausgeführten Radtour sind drei Preise ausgesetzt im Werte von 300 Mk., 60 Mk. und 40 Mk. Dec erste Preis besteht in einem Roland-Fahrrad (nach Wahl Herren- oder Damenrad) in Luxusausstattung und kompletter eleganter Ausrüstung für Radtouren. Das Rad ist erstklassiaes deutsches Fabrikat mit den neuesten Verbesserungen oer Fahrradtechnik (u. A. neues Tret­kurbellager und Doppel-Glockenlager ohne Kurbelkeile) ausgestattet, und der glückliche Eccinger dieses Preises wird sonach ein Rad erhalten, das in Bau und Aus- astttung den allermodernsten Typ darstellt. Die Ein­

sender der zweit- und drittbesten Arbeit können sich für 60 bezw. 40 Mk. Fahrcadzubehörteile beliebig auswählen. Die einzusende Beschreibung soll eine selbst ausgeführte Radtour betreffen und neben der allgemein interessierenden Darstellung die radsportlichen Erfahr­ungen auf dieser Tour besonders hevorheben. Die Preisarbeiten müssen bis 30. August d. J. bei dec ZeitschriftRadlerin und Radler", Berlin W. 30, ein­gereicht sein.

* * Gießener Volksbad. Im Juli wurden 10 859 Bäder verabreicht, gegen 10 737 im Juni 1902 und 18 480 im Juli 1901 oder im Durchschnitt auf Dem ganzen Badetag 374 Bäder gegen 390 im Juni und 430 Bäder im Juli 1901. Der Besuch im einzeln hat sich wie folgt verteilt.

Schwimmbad 4964 Männer, darunter 666 zu 10 Pfg. 1847 Frauen 428 10 Wannenbäder I. Klasse 253 Männer 196 Frauen

. II. 703 645

Brausebäder 1659 Männer 442 Frauen.

Dampf-und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 116 Männer 34 Frauen.

Die Personenwaage wurde von 240 Personen be­nutzt und das Bad von 13 Personen besichtigt.

* * Die Wirtschaftsgenossenschaft des Ver­bandes Deutscher Post- und Telegraphen- Assistenten, E. G. m. B. wird mit Ablauf des Jahres aufgehoben. Sie hat bei den V rbändlern nicht genügend Anklang gefunden. Von 20,000 Mitgliedern des Verbandes haben sich nur 300 der Genossenschaft angeschlossen mit einem Geschäftsanteil von je 50 Mk. und selbst ein Teil dieser Mitglieder hat selten oder gar nicht Waren von der Genossenschaft bezogen. Die Mehrheit der Post- und Tele- graphen-Ajsipenten im Verband steht auf dem Standpunkt, daß der Staats- und Gemeindebeamte nicht den Geschäfts­leuten in's Handwerk pfuschen soll; sie sagen sich mit Recht, das Gehalt der Beamten wird vom Staat bezw. der Ge­meinde bezahlt und zwar aus Mitteln, die von der Gesamt­heit aufgebracht werden. Staat und Gemeinde haben aber ein großes Interesse daran, daß die Gesamtheit steuerkrästig bleibt, es kann daher nicht Aufgabe der Beamten sein, Teile der Gesamtheit durch Gründung von Konsumvereinen rc. zu schädigen. (Ein ganz richtiger Standpunkt. D. Red.)

* * Gendarmen und Forstbeamte. Bei den Verhand­lungen des jüngst zu Ende gegangenen Landtages er­fuhren die Gendarmen eine beträchtliche materielle Besserstellung, von 1500 auf 1800 Mark Höchstgehalt. Die Hess. Dominalfocstwarte stehen jetzt wieder hinter den Gendarmen zurück. Die finanzielle Besserstellung dec Gendarmen erweckt bei den Focstwarten Neid, zu­mal der Gendarm noch außer dieser Zulage Kleider- gelder^erhält, die der Forstwart ebenso gut beanspruchen könnte. Auch der Forstwart hat infolge seines ange­strengsten Dienstes ein Anrecht auf Besserstellung. Schon längst ist es übrigens der Wunsch der hessischen Dominialforstwacte, den TitelFörster" zu erhalten, wie er in dem benachbarten Preußen gebräuchlich ist. Wurde doch den preußischen Förstern von Se. Majestät dem König auch das goldene Portepee und der Titel Hegemeister" verliehen, den tüchtige Leute ihres Be­rufes erhalten, ohne daß auf einen besonderen Alters- und Dienstgrad Rücksicht genommen wird.

Aus Reffen und Hacbbargebieien.

Der Niodaer Herbstmarlt findet am 1. scpnmoer statt. Mit demselben ist eine Verlosung von Vieh, landwirtschaft­lichen Geräten und Gebrauchsgegenständen verbunden.

Beerfelden. Vom Blitz beschädigte Bäume sind keine Seltenheit, wer aber gegenwärtig von hier über Die Hirsch- bsrner Höhe gegen Finkenbach seine Schritte lenkt, dem bietet sich dort, wo der Weg sich zu senken beginnt, ein An­blick, wie er wohl nicht oft zu finden ist. Das vollständige Astwerk einer stattlichen Birke liegt abgesprengt abseits an der Erde, der ganze Stamm ist bis zur Erde in einzelne Splitter aufgelöst, die in ihrer Gesamtheit einem riesigen Strauße gleichen. Das Bild offenbart dem Beschauer wieder die riesige Gewalt des Blitzes in markantester Weise.

Lollar, 1. Aug. Nächsten Sonntag den 3. Aug. findet im ersten Schulsaale dahier nach Schluß des Unterrichts der Zeichenschule Vormittags gegen 11 Uhr die Uederreichung der Gesellenbriefe an die 4 Prüflinge der ersten freiwilligen Gesellenprüfung des hiesigen Ortsgewerbevereins statt. Eltern, Vormünder und Freunde des Handwerks sind höflichst eingeladen. Unsere Sonntagszelchenschule erfreut sich eines immer stärkeren Besuches. Auch die umliegenden preußischen Orte entsenden Lehrlinge zur Ausbildung. Die gegenwärtige Schülerzahl beträgt 38.

i Vom Bieberthal. Die gesürchteten Erwartungen der Bienenzüchter, daß ihnen das lausende Jahr eine geringe Honigernte bringen würde, haben sich zum Gluck nicht be­wahrheitet. Herr Müller Bausch zu Rodheim hat bereits anfangs Juli von einigen Völkern einen Centner Honig ge- schleulert. Da für den Bienenhonig stets pro Pfund eine Mark bezahlt wird, so ist die Bienenzuch immer noch eine lohnende Nebenbeschäftigung für den Landmann.

0 . Krofdorf. Wie wir hören, so hat Herr Hauptlehrer Wül hierselbst um seine Pensionierung nachgesucht. Herr Weil hat bereits vor 5 Jahren sein 50jähriges Dienstjubi­läum gefeiert und sozusagen seine volle Dienstzeit in hiesiger Gemeinde verbracht. Die neue Schule wird wohl schwierig noch im Laufe des Jahres bezogen werden können, da sie noch lange nicht im Rohbau vollendet ist.

Friedberg, 2. August. Am 1., 17. und 18. August findet hier A t h l e t e n - W e t t st r e i t statt. Die Voc- beceitungen sind in vollem Gang.

In Friedberg werden bei genügender Beteilia- ung vom 1. bis 3. September und vom 8. bis 10. September hier ein Kursus für Obstvecwertung abge­halten. Das Honorar für Teilnehmerinnen aus Hessen beträgt 3 Mk., sonst 5 Mk. Im Anschluß an diesen

Kursus findet für solche Teilnehmerinnen, welche e wünschen, mit Genehmigung des Ministeriums erstmalig ein dreitägiger, milchwirtschaftlichec Kursus statt zur Information über den gegenwärtigen Stand der Milch­verwertung und zwar ho norar sc ei. Der Kursus bezweckt, Frauen und Mädchen das Wesen und die Zusammensetzung dec Milch, sowie hauswirtschaftliche Bearbeitungsmethoden theoretisch und praktisch vorzu- führen, sowie auf den Wert gemeinschaftlicher, genossen­schaftlicher Verarbeitung der Milch hinzuweisen. An­meldung kann zu jedem Kursus besonders, wie zu beiden gemeinsam bei der Direktion der Obstbau- und landw. Winterschule in Friedberg erfolgen.

* * Groß-Karben, 1. August. Der siebenjährige Knabe des Bahnarbeiters Grünes starb an Erstickung, nachdem ihm ein Stück Wurst in die Luftröhre geraten war.

* * Frankfurt a. M., 1. August. Die hiesige Minecal- wasserhandlung H. Kölsch Nachf., bekanntlich eine der größten in ganz Deutschland, exportierte im vorigen Jahce 6 Millionen Gefäße mit Mineralwasser nach allen Erdteilen. Auch als Konservenfabrik marschiert die Firma an der Spitze. Setzt sie doch jährlich ca. 3 Millionen Zentner Sauerkraut (meist aus Oberhessen, Petterweil usw. bezogen), 9 Millionen Salzgurken und 4 Millionen Essiggurken um.

Höchst a. M., 1. August. Aus Gram über den vor einigen Tagen erfolgten Tod seiner Frau schoß sich dec Inhaber einer Färbereifiliale dahier, Josef Frickel, eine Revolverkugel in die Brust. Lebensgefährlich verletzt liegt dec Mann im Hospital dacnieder.

Langenschwalbach, 1. August. Gestern Abend wurde auf der hiesigen Station dec Bremser Barthel von einem Güterzuge überfahren. Ec starb noch in dec Nacht, nachdem man ihm vorher ein Bein amputiert hatte.

Obcr-Ramfladt. Am Mittwoch wurde dec Wagner­meister Hermann Koch von hier in einem Wasserloche bei Over-Ramstadt als Leiche ausgesunden. Man vermutet Selbstmord.

Ulrichstein. Der Jakobimarkt erfreute sich bester Witterung. Die gegenwärtig sehr hohen Pcelse für das Rindvieh zuglln etwas Verstauung. Der Handel ging deshalb um so flotter. Für erptlassiges Vieh wurden recht ansehnliche Preise be­zahlt. Gute Milchkühe gingen mit 35u400 und 500 Mk. ab, zweijährige Sture kosteten 300320 Mk. Auswärtige Handelsleule zeigten rege Kauflust. Der Schweinemartt war recht start befahren. Ferkel erster Sorte kosteten immer noch 5065 Mk, zweiter Sorte 4550 Mk. und 4045 Mt.

Gießen, 1. August.

Der Weißbinder Philipp Steinmüller aus Gieß.n wird wegen Körperverletzung zu 5 Black Geld­strafe und die Kosten des Verfahrens verurteilt. Johann Gustav Hecht aus Stettin erhielt wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt 3 Monate Ge­fängnis und wegen Ruhestörung 10 Tage Haft. Der Gärtner Emil Robert Franz bekommt wegen Bettelns 1 Woche Haft. Der Landwirt Johann Karl Jünger aus Reiskirchen ist der Sachbeschädigung angetlagt. Ec hat, wie ec auch selbst zugiebt, seinem >llachba^ fünf Bierflaschen zertrümmert und erhält 10 Blark Strafe. Der Fabrikant Isaak Barnaß in Gießen hat auf einen ihm von dec Steuerbehörde zugcstelltcn Straf­befehl richterliche Entscheidung beantragt. Ec zieht jedoch vor, seinen Antrag zurückzuziehen und sich bei der über ihn verhängten Strafe 5 Mark zu beruhigen.

UermilcoieT

* Berlin, 1. Aug. Zâi vermutlichen Mädchenhändlern ist gestern sruy Die hiesige Krimmal-Pouzei auf Die Spur gekommen. Die beiden Männer bezeichnen sich als ehemalige Tänzer resp. Direktoren und waren im Begriff mit 9 jungen Mädchen vom Bahnhof Friedrichstraße avzureisen, mS sie verhaftet wurden. Sie harten in mehreren Wärtern infertil, daß sie junge Damen als Tänzerinnen für das Ausland suchten und behaupteten, daß sie Mädchen für das TwoU in Amsterdam engagiren wollten.

* Hannover. Ein Blitzschlag fuhr am Mittwoch Vor­mittag in eine im Gelände uvenoe Abteilung des 73. Jns.- Reg Die Abteilung war ausgeschwärmt, der Kompagnre- ches, Hauptmann von Klüfer, ritt cucht hinter der Abteilung. Plötzlich zuckte em Blitzstrahl und traf Die beiden am rechten Flügel der Spitze marslyirenden Füsiliere Nolte und Bier­mann. d Nolte wurde sofort getödret, während der zweite Mann vom Blitz gelähmt wuroe. Auffallend ist, daß nicht der wenige Meter davon entfernte, hoch zu Roß sitzende Hauptmann getroffen wurde, sondern die näher dem Boden sich bewegenden Füssiliere. Bel Nolte traf der Blitz die Spitze des mit einem Ueberzug versehenen Helmes, ging an der hinteren Schiene herunter, sprang droa in der Mitte den Rucken entlang und um den Lew herum, auch zerschmetterte er die Uhr des Getödleten.

Halle, 1. August. Dec Prokurist eines Lotterie- Collekreucs, Buchhalter Picht ist nach Verübung be­deutender Unterschlagungen infolge mißlungener Bbcsen- Spekulationen flüchtig geworden.

* Der am Dienstag verstorbene Geh. Hofrat Professor Kürschner gehörte vor Beginn seiner Gelehrtenlausbahn dem Schlosseryandwerk an.

* Hamburg, 1. Aug. DerPrimus" ist heute nach­mittag umgetippt und glücklich auf Den Kiel gestellt worden. In der Vorderkajüte fand der Taucher die Letche eines etwa 13 jährigen Mädchens.

* Im Befinden des Professors Virchow sind zeitweise Herzbeklemmungen eingetreten. Das Allgemeinbefinden ist unverändert.

Newyork, 1 Aug. Der Colorado-Fluß ist aus seinen Ufern getreten. Tausende sind von ihren Heimstätten ver­trieben. Große Viehheerden ertranken. Die Zahl der um­gekommenen Menschen ist noch nicht bekannt.

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