Nr. 255. Zweites Vlatt. Samstag, den 1. November 1902.
11. Jahrgang.
A w.»eme»tSpreiS: in Gießen, abgebottmonatlich 50 Pfg., ins HauS gebracht 60 Pfg., durch bte Post bezogen vierteljährlich Mk. 150.
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Postzeitungsliste No. 3032.
Redaktion und Expedition: Gießen, Neuen weg 23. ^ernsz rechanschluß Nr. 361$.
Deueke Nachrichten
(Hießener Uagevtatt)
Zlnabhängige Hageszeitung
(Gießener Zeitung)
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für Oberhessm und die Kreise Marbmü und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen.
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t (Excentrische Rekords.1 Es gibt keine Beschästissung, schreibt die eben erschienene Athletik-Sportzeitung in München, die nicht schon Gegenstand eines Rekords gewesen ist. Den Rekord im Seilsprin-'m hat u. a. Fraikin erworben, der 803 Sprünge in 5 Min. 30 Sek. und später 2044 Sprünge in 13 Min. 10 Sek. machte. Der „Champion" des Walzers ist der Amerikaner Allan W. Biggin, der mehr als 251/2 Stunden lang in Newyork Walzer tanzte. Er hatte gewettet, seinen Klavierspieler zu ermüden, der 28 Stunden 15 Min. im Dreivierteltakt gespielt hatte, verlor also die Wette. Im März 1897 fano in Gourdon (Lot) ein Wettbewerb im Nüsseknacken statt. Der Sieger knackte 2788 Nüsse in einer Stunde. Vor kurzem hat ein Australier H. Barrow in Edinburgh 6 Tage hintereinander täglich 12 Stunden schwere Keulen geschwungen. Im ganzen hat er fast 500 000 Beugungen und Streckungen per beiden Arme ausgesührt. Ferner ist im Jahre 1900 ein Krüppel ohne Beine, Haßlinger, von Wien nach Paris gerutscht.
t fBon der Schlagfertigkeit eines Museumsdieners erzählt in der „K. Vztg." ein „Augen- und Ohrenzeuge": In Oxford wird u. a. ein Schädel gezeigt, der derjenige Oliver Cromwells sein soll. Als wir das Museum besichtigten, sagte ein uns begleitender Professor der Me- oizin: „Aber dies ist ja der Schädel eines Kindes," worauf der Diener freundlich lächelnd erwiderte: „Allerdings, dies ist Cromwells Schädel, als er Kind war!"
|::| [3er lebendige Tote s Ein unangenehmes Abenteuer ist einem gewissen William Stewart passiert. William Stewart ist Soldat des ersten Regiments der schottischen. Garde, und er ist dieser Tage aus Südafrika in die Kaserne von Windsor zurückgekehrt. Da seine Dienstzeit zu Ende ist, soll er entlassen werden. Er hat im War Office seinen rückständigen Sold verlangt, aber zu seiner Verwunderung erklärte man ihm dort, daß er längst tot fei. Das hat ihn natürlich mit großer Betrübnis erfüllt, und er bat" um eine Erklärung, worauf man ihm zeigte, daß er auf der Verlustliste als im Stiege gefallen verzeichnet ist. William Stewart soll nun beweisen, daß er noch lebt, sonst sann er den rückständigen Sold nicht erhalten. Der arme Steniart besitzt keinen Pfennig und hat keine Zivilkleider. Da er aus den Heereslisten gestrichen ist, hat er auch feinen Anspruch auf ein Nachtlager und auf Beköstigung in der Kaserne. Trotzdem hat ihm der Kasernenwirt einen kleinen Winkel als Lagerstätte zugewiesen, und die Kameraden geben ihm aus Mitleid die Reste ihrer Mahlzeiten. Und diese Lage wird so lange t nern, bis Stewart dem Kriegsamt glaubhaft nachgewicsen haben wird, baß er tatsächlich noch lebt. Man muß sich aber fragen, W^ der arme William den Beweis führen soll, wenn das Kriegsamt weder den eigenen Augen trauen noch den Worten des „lebendigen Toten" Glauben schenken will.
n Herrn Zaumes innegebabte strafe 18 ist ander- ten- ,—
-er V o*H trabe 30, ist der um per litten. Oberes tret - Miner
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Dr. Rumseys Patient.
Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade.
Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.
22] (Nachdruck »triefen.)
Zehntes Kapitel.
Am nächsten Morgen Punkt acht Uhr meldete Dr. Rumseys Diener Frau Everett an Sie fand den Arzt in feinem gemütlichen Zimmer beim Frühstück; er hatte sich eben eine Tasse Kaffee eingeschenkt.
Ah", machte er einen Stuhl für sie herbeischiebend, „welch' ein Segeu Pünktlichkeit doch ist. Die meisten Frauen kennen diese Tugend nichtz"
Frau Everett sah so erregt und fast verstört aus, daß sie nicht einmal ein leises Lächeln zu heucheln im stande war Sie löste ihre Hutbänder, ließ den Mantel von den Schultern gleiten und blickte Dr. Rumsey voll ins Gesicht. Dieser wollte ihr eine Tasse Kaffee anbieten.
„Nein, nein, danke", wehrte sie hastig ab. „Ich habe schon längst gesrilhftückt. Denken Sie nur, Herr Doktor, ich bin grins aufgelöst vor Erregung und Angst. Sagte ich Ihnen nicht schon vor langer Zeit, es werde ein Tag kommen, der mir einen Anhaltspunkt giebt, um meines Sohnes —" sie preßte die Lippen aufeinander, um deren hefttges Zucken zu beruhigen - „meines lieben Sohnes Unschuld zu beweisen? Freilich, was auch jetzt geschehen möge, nichts, nichts wird im stande sein, ihn für das zu entschädigen, was er gelitten - seine goldene Jugend, seinen Frohsinn, seine frische Gesundheit — seinen Lebensmut — das giebt ihm feine Macht der Welt zurück. Aber seine Freiheit wenigstens! Ach Gott, ihn endlich frei zu sehen! Den Druck seiner lieben Hand zu spüren! Ach, Doktor, mir ist manchmal, als müsse ich sterben, wahnsinnig werden vor Sehnsucht nach meinem armen Jungen! Aber, dem Allmächtigen sei Dank, er verläßt mich nicht ganz — er hat mir einen Wink gegeben — ich habe erlich eine Spur entdeckt —"
„Erzählen Sie doch" drängte Dr. Rumsey fteundlich. „Aber nicht wahr, liebe Frau Everett, so kurz wie möglich?"
„Ja ja, lieber Freund", versetzte sie mit einem Blick, der um Entschuldigung für ihre Weitschweifigkeit zu bitten schien. Sie erhob sich und schaute unverwaiidt dem vor ihr fitzenden Arzt ins Antlitz.
„Sie kennen meine Ruhelosigkeitz lieber Doktor. Ich kann kaum eine Minute All sitzen seit jener Zeit — selbst mein Schlaf
Q sEinc Streichholzfragef wühlt augenblicklich die Leidenschaften der Bewohner von Wood County in Ohio bis in die tiefsten Tiefen auf. Die ganze Gegend ist mit Anschlagzetteln übersäet, welche in riesigen flammenden Buchstaben den Wählern folgendes Rechenexempel vorlegen: „Wenn man für sechs Cents 1010 Streichhölzer kaufen kann, wie viele Streichhölzer können bann mit 9 Dollars 50 Cents gekauft werden?" Die Ursache dieses erschütternden arithmetischen Problems ist in dem Bericht der County-Kommissäre zu finden, worin festgestellt wird, daß sie im verflossenen Jahre auf Regiments- toften Streichhölzer zum Werte von 9,50 Dollars verbraucht haben. Da das Connty-Gerichtslokal elektrisch beleuchtet ist und mit Naturgas geheizt wird, haben die frugalen Farmer der Gegeiw ausgerechnet, daß die County- Kommissäre im letzten Jahre 150 000 Streichhölzer gekauft haben müssen, um ihre Cigarren und Pfeifen damit anzustecken, und eine derartige Verschwendung geht ihnen doch über die Hutschnur. Die schuldigen County-Kommissäre sind Republikaner; seit Menschengedenken hat es dort nur republikanische County-Kommissäre gegeben; aber die ungeheuerliche Ueppigkeit der republikanischen Kommissäre in der Streichholzsrage dürste eine politische Revolution in Wood County Hervorrufen, und es steht zu erwarten, daß Wood County Heuer demokratisch wählen wird.
^c ^Wie Vanderbilt zu Hohlen tam.] Vanderbilt junior bezog vor kurzem seinen neuen Landsitz in der Nähe von Succeß Lake. Der Wind, der über den See wehte, gehörte nicht zu der Species der sanft säuselnden Zephyre, nn Gegenteil, er ging durch Mark und Bein und fand seinen Weg durch das Knochengerüst des Millionärs. Die Dienerschaft versuchte, angesichts des Kohlenmangels infolge des großen Bergarbeiterstreiks, das Haus warm zu halten, indem sie die Oefen mit Holz heizte, aber der Versuch gelang nicht. Nunmehr unternahm es Herr Vanderbilt persönlich, Umschau auf Kohlen zu halten. Er besuchte alle Kohlenhöse zwischen Little Neck und Great Neck, sand sie jedoch sämtlich abgebrannt, d. h. leer. Schließlich vernahm er die srohe Kunde, daß es einen Platz im Ma> >sset- Tal gäbe, dessen Vorrat noch nicht aanz erschöpft sei. Erfuhr im Automobil zur Stelle, und dann entspann sich zwischen dem Kohlenhändler und dem Millionär folgende Unterredung: „Sie haben Kohlen zu verkaufen?" — „Jawohl, mein Herr." — „Well, ich möchte sofort davon kaufen, wir frieren in meinem Hause zu Tode." — „Der Preis ist 100 Mark pro Donne." — „Meinetwegen 200 Mark. Schicken Sie mir sofort 20 Donnen." — „Es wird 4 Mark pro Donne kosten, die Kohlen von hier nach Ihrem Hause zu fahren." — „Bringen Sie die Kohlen heute noch, und wenn das Fuhrgeld 20 Mark pro Tonne kostet." — „Der Besitzer der Kohlen ist nicht hier, und ich weiß nicht, ob ich 20 Donnen an eine einzige Person verkaufen darf. Der Besitzer ist in der Stadt und ich werde telephonieren
ist von wilden Träumen beunruhigt. Meine gan^ Energie ist auf einen Punkt gerichtet — den wirklichen Mörder Herbert Franzius' zu finden."
„Ja, ich weiß", nickte Dr. Rumsey.
„Vor etwa vierzehn Tagen führte ich einen längst geheateu Entschluß aus! ich fuhr nach Großhofen — Sie wissen doch, baß der Ort so heißt, an welchem Franzius ermordet wurde?"
Dr. Rumsey stutzte.
„Das wundert Sie?" fragte Frau Everett.
„Nun, ich habe Gründe für mein Unternehmen."
„Da begreife ich", fiel der Arzt ein.
„Ich fühlte mich wie mit einer geheimen Gewalt an den unglückseligen Ort und in das Wirtshaus gezogen, wo mein Sohn gewohnt hat. Ohne einem Menschen eine Silbe von meiner Absicht zu verraten, fuhr ich nach Großhofen und kam in dem kleinen Gasthaus an, gerade als es dunkelte. Der Wirtz Herr Armitage, kam heraus und fragte nach meinem Begehr, Zch sagte ihm, was ich sei. Er schaute recht verlegen drein. Als fragte, ob ich ein Zimmer haben könne, ging er ins Haus, um sich erst mit seiner Frau zu beraten. Nach einer Weile kamen beide zusammen in den Hansflur. Die Frau sah ziemlich bestürzt aus. , ..
„Ich wundere mich, daß Sie hierherkommen können , sagte ne langsam. _ ,
„Ich komme in einer bestimmten Absicht", versetzte ich. möchte den Ort sehen, wo der arme Herr Franzius seinen Tod fand. Es zog mich wie mit unsichtbaren Fäden hierher. Das arme Mutterherz kann keine Ruhe finben. Wollen Sie mich aufnehmen und mir das Zimmer geben, in welchem mein armer Sohn schlief?" , .
Die Wirtin sah mich mit nichts weniger als freundlichen Augen an. Ihr Mann flüsterte ihr etwas ins Ohr — ihre Buge hellten sich ein wenig auf — sie nickte ihm zu, und im nächsten Augenblick erklärte sie sich bereit, mir das betrefrenbe Zimmer zu vermieten. Noch an demselben Abend bezog ich cs unb liefe mir meine Mahlzeiten in die kleine Stube bringen, in der mein armes Kind gewohnt hatte. ...... .
Arn nächsten Morgen machte ich mich frühzeurg auf, um tue Ebene aufzufuchen. Früher, das heißt zur Zett.der Gerrch.ts- verhandlimgen, wo ich in Salisbury wohnte, hatte ich es mcyl vermocht, mich an den unseligen Play zu begeben., Das Wetttt war trübe und stürmisch, der Reaen floß in ^^omen, und ich war ganz durchnäßt, als ich das Ziel meiner Wanderung erreichte. Plötzlich erblickte ich ein weibliches Wesen, w<^cs einige Schritte vor mir ging. Es war etwas in ihrem Gang und in ihren Be-
süssen." — „Telephonieren Sie, und zwar recht schnell, ich bezahle die Kosten," sagte der junge Krösus, klappernd vor Frost bei dem Gedanken an den Wind, der über den See wel/. Der Fernsprecher brachte die Kunde, daß der Eigentümer der Kohlen in Boston weile. Herr Vanderbilt bestand bara?f, daß ein Telegramm nach Boston gesandt werde, und zw.r sofort und auf seine Kosten. Die Devesche wurde ad geschickt, und alsbald kam die Antwort, daß Herr Vander lt die Kohlen haben könne, aber nur aegen Vorausbezahlung. Herr Vanderbilt stellte einen heck für 2080 Mark r ns, und dann erst setzte sich der Kohlentransport in Bewegung.
Vnnte Lhronil. An der Technischen Hochschule zu Charlottenburg hat der Kontre-Admiralz. D. Oskar Boe- ters aus Wernigerode nach ordnungsmäßigem Prüfungs- Verfahren bei der Abteilung für Chemie und Hüttenkunde die Würde eines Doktor-Ingenieurs erworben.
— Einem Boten der Firma C. u G. Müller (Speise- fette) wurden am Schalter der Berliner Filiale der Dresdner Bank 17 000 Mark gestohlen.
— In Chemnitz verletzte der 36 jährige ti.ru vneu nor- mann seine bon ihm getrennt lebende Ehefrau durch zwei Revolverschüsse sehr schwer und erschoß darauf sein zehr Monate altes Kind. Der Mörder ist flüchtig.
Gedenktafel für den 1. November.
1414. Das Konzil von Konstanz wird eröffnet. — 1529. Die Reformation wird in Brandenburg eingeführt. — 1755. Lissabon wird durch ein gewaltiges Erdbeben zum größten Teil zerstört. — 1877. General-Feldmarschall Wrangel f- — 1894. Alexander III. von Rußland t-
— Der Verleger des im Nordseebadeort Wyk auf der 3nfe( Föhr erscheinenden „Inselbmen", Buchhändler Bur ian, ist unter .Hinterlassung einer großen Schuldenlast and nach Veruntreuungen von mehr als hunderttausend Mark geflüchtet und wird steckbrieflich verfolgt. Ueber vas Vermögen Bursians wurde der Konkurs eröffnet. Der Fall erregt sensationelles Aufsehen.
— Der Lehrer Müller zu Schweinfurt zog sich an der Oberlippe eine kleine Verletzung zu, die er nicht beachtete. Infolge Rauchens einer Zigarre trat Blutvergiftung ein, die nach einem halben Tage den Tod des noch jungen Mannes zur Folge hatte.
— In Christiania sind große Unterschlagungen von Steuergeldern entdeckt worden. Fast sämtliche Steuererheber sollen bei den Defraudationen beteiligt sein. Das ganze Personal des Steuererhebungs-Bureaus wurde entlassen. Die Betrügereien sind bereits seit zehn Jahren verübt worden.
— Wie die „Times" aus Rio de Janeiro meldet, ver- lautet aus guter Quelle, das, die Kasseeernte 13 Mrd Honen Sack betragen werde gegenüber 16 Millionen Sack der vorigen Ernte. _
Wegungen, das mir besannt vorkam. Ich beeilte meine Schutte, sodaß ich sie bald erreichte, gi»a an ihr vorbei und schaute ihr voll ins Gesicht. Da blieb M betroffen stehen. Es war das Mädchen, wâches den Mord mit angesehen und das nieder- schmetternde, verdammungswiâge. Zeugnis abgelegt hatte,, das meines Sohms furchtbares Schicksal besiegelte Mit einem einzigen Blick nahm ich wahr, wie sehr sn.sich Wiener Zett verändert. Damals war sie ein entzückend schönes Mädchen gewesen, jetzt sah sie nichts weniger als hübsch ans. Ihr ^^^^ ^^ und schmatz ihre Kleidung vernachlässigt und unordentlich, auf der Stirn thronte eine düstere Falte. Als sie mich gewährte, blieb sie ebenfalls sieden nnd si>re Augen hefteten sich mit dem Aus- druck einer unbeschreiblichen Furcht auf mich.
Wer sind Sie?" stammelte sie.
bin Frau Everett", antwortete ich langsam, „die Mutter jenes jungen Mannes, ber einst in Ihres £)nrel§ Haus logierte und der jetzt ün Zilchthans fitzt und fiir das Verbrecher! eures nnbC3uerfü^ htjß errötet jeßt erbleichte sie jählings. „
„Und Sie", fuhr ich fort, »Sie herßen Hetty Armrtage. , „Warum sagen Sie. Ihr Sohn büße das Verbrechen emes ^^^Weil ich^es wei^ Ich M seine Mutter, ich habe meinem Kinde ins Herz gesehen und darin steht nrcht-, von einem Morde! ^S» MV bin gratet 34 lebe etwa eine Stunde von Grasihofcn entfernt. IeSt wüt ich nach Hanse. Mein Mann heint Vincent und> st Pachter
„Es scheint Ihnen nicht besonders gut zu gehend fragte ich, ihre abgetragene Kleidung nrufiernd.
Wir Laudlente haben jeet schlechte Zellen , entgegnete sie. Haben Sie Kinder?" forschte ich.
“ HèSV^ • k,«.° buh Es ist kein Platz darin ubng Mc ein Kind." „..„_„ „
Ein volles Hèrz — das bedeutet im allgemeinen GlückSfülle , erwiderte ich. „Sind Sie glüSich?"
Sie sah mich sonderbar an,
„Nein , gab sie trauria zurrck, „mein Lest voll von Sitter» feit und Sorgen." Ihre Augm sahen unheunuch wild auS: sie praßte die Hände gegen die Schläfen und waudte.ftch ab.
„Adieu, Frau Everett", fegte sie, „mein Des Dhrt hier rechts â"