Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher knrhessifche) Oberhessen
Mr. 306
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55. m 1921
Erstes Blatt.
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®»n Dr. Fritz Mittelmann, M. d. R. (D. Vpt.)
Das vierte Weihnachtsfest nach dem Zusammenbruch des Vaterlandes liegt hinter uns, das cm bitteren Enttäuschungen so reiche alte Jahr neigt sich dem Ende entgegen, wir stehen an der Schwelle des neuen. Was es uns bringen wird? Ob neue Demütigungen und neue Not, neue Vergewaltigung und vielleicht gänzlichen Zerfall? Oder ist der Becher des Leids nun bald bis zur Neige geleert, kehrt Einsicht in die Reihen unserer Feinde ein, ist die Zeit der Prüfung vorbei und bereitet sich im neuen Jahre ein Umschwung der Dinge vor, der auch über unser Vaterland bessere Zeiten herausführen wird?
Da» deutsche Volk, das so Großes in der Gerichte vollbracht, dem die Menschheit an geisiigen Sutern mehr zu verdanken hat als vielen der Völker, die heute über uns triumphieren, zusammengenommen. kann nicht zu Grunde gehen und darum wird uns ein Retter noch in letzter Stunde erstehen. Die so denken, sind nicht die Schlechtesten; denn aus dieser Auffassung spricht ein starrer Glaube. Aber der Glaube allein macht cs nicht. Erlt wenn der Glaube so mächtig ist, daß er heiligen. einmütige» Willen und feste Energie a u s l ö st wird er zu einem Machtsaktor, mit dem auch der Fe nd rechnen muß. Das ist es aber, was uns bis zur Stunde noch fehlt: jener einmütige starke W'lle des ganzen Volkes, aus diesem Zustande tRtr Versklav umg stermrszirkommen. Anstatt auf die Feinde draußen zu blicken, die trotz des Friedens uns nach wie vor wie heißhungrige Wölfe umlagern, bekämpfen wir uns im Innern immer noch bis aufs Mester. Wie jene Einfältigen bei dem Brande, die irgend ein zerbrochenes Gefäß oder einen Stuhl retten, die wirklichen Werte in ihrer Bestürzung aber den Flammen überlasten, so sucht man diese oder jene im Grunde nebensächliche Frage in seinem Sinne zu lösen, ohne sich bewußt zu sein, daß inzwischen das Ganze in Trümmer geht.
Einmütiges Zusammenstehen in den großen Fragen der Nation, d a s ist die Forderung, di; wir im neuen Jahre erfüllen mästen, w-nn wir nicht als Volk zerfallen und somit vollends zu Grunde gehen roo8cn. Diese Einigkeit ist die Voraussetzung unserer Rettung. In unsrer Brust find unseres Schicksals Sterne. Richt von außen her kommt das Heil, sondern wir s e l b st mästen unseres Glückes Schmied werden. Glaube doch niemand, daß auch nur ein einziger unter unseren ehemaligen Feinde» uns wohl will. Sie ne'deien einst alle unsere Größe, den gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung, den wir genommen hatten und unseren kulturellen Aufstieg, und sie werden uns dies alles genau so w i e d e r neiden, wenn wir jemals wieder zu ähnlich stolzer Blüte gelangen sollten. Nur wenn sich die Interessen unserer Feinde mit den unserigen decken, wird der eine oder der andere von ihnen für uns sein. Die wahren Ziele unserer Gegner gilt es also zu erkennen und daraufhin unsere Pläne aufzubauen.
Haben wir dies bisher immer getan? Weder km Kriege, noch vorm Kriege, noch nach ihm war dies der Fall, und darum eilten wir trotz all der gewonnenen Schlachten letzten Endes von Mißerfolg zu Mißerfolg. Wäre es anders gewesen, dann hätten wir beispielsweise den Vernichtung-Willen Frankreichs längst erkannt und duldeten nicht, daß einzelne unserer Beamten und nicht beamteten Staatsmänner dem Phantom der Verständ'gung mit einem Lande nachjagten, das diese Verständigung auf Grund seiner ganzen Geschichte a b - lehnt. Die Franzosen, das in ihrer Politik konservativste Volk, haben das Vermächtnis Napoleons nicht vergesten, der kurz vor seinem Tode auf Sankt Helena gesagt haben soll, daß er drei Fehler in seinem Leben begangen habe. Als den ersten bezeichnete er, daß er Preußen nicht vollends zerschlagen habe, als den zweiten, daß er ^olen nicht stärker unterstützte und al- den dritt st'-ß er Rußland nicht verstanden habe. Wen "ch den Gang der französischen Politik in den -i-A-.-i «♦.
schenaltern vor Augen hält, sowie de V :rag oon j Versailles, in dem all diese Bestrebun, nung erfuhren, dann wird man den nein und Militärs an der Seine, ob si: Elemenceau, Millcrand, Foch oder Brie Eis Zeugnis ausstellen müssen, daß sie t ent Napoleons sehr n-ohl kannten und räften befolgt haben. Und von diesem
Werden weder sie noch ihre Nachfolger jemals
und darum ist jeder Versuch, hier den Hebel der Verständigung anzusetzen, von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Und England? Es kann nicht Aufgabe dieser Zeilen sein, in die Beweggründe der englischen Politik im einzelnen einzudrinaen. aber an die eine große Lechre der englischen Geschichte sei in diesem Zusammenhang erinnert, daß d'eser Staat sich stets gegen die jeweils stärkste Kontinentalmacht gewandt hat. Diese aber ist, militärisch betrachtet, heute unstreitig Frankreich, und somit steht England zu dieser Macht von vornherein in einem gs- wisten Gegensatz. Alle Reden und Beschwichtigung-- Manöver können über diese Grundwahrheit, nicht hinwegtäuschen, aus der auch wir endlich die nötigen Folgerungen in unserem Jntereste ziehen, aber dann auch daran festhalten sollten. Wie aber kam es in Wirklichkeit? Während auf der einen Seite endlich die Grundlage für eine Verständigung nit England gefunden war, bahnt auf der anderen Seite Herr Rat Henau jene Verhandlungen mit Loucheur an, die uns Oberfchlesien kosteten und die letzten Ende- Schuld daran sind, daß wir am Ende de- Jahres schlechter dastehen als zu seinem Beg'nn. Wie sich unser Volk durch Redensarten unserer Feinde einst einlullen ließ, al- sie behaupteten, daß nur dem Militarismus und der Monarchie ihr Kampf gelte, nicht aber dem deutschen Volke, so vertrauen auch jetzt wieder viele auf schön klingende Worte und Phrasen, hinter denen im Grunde aber nichts anderes steht, als die Vernichtung Deutschlands um jeden Preis. Wenn Herr Dr. Rathenau, dem eine virtuose Anpassungsfähigkeit auch das Verhandeln mit Frankreichs heimlichem W.derfacher gestattet, nach den Verhandlungen von Wiesbaden auch London abfchlix-xn sollte, dann würden wir uns von vornherein um jeden wirklich durchgreifenden Erfolg bringen. Herr Rathenau war der Träger des Gedankens der Kontinentalpolitik, er glaubte an den versöhnlichen Geist Frankreichs und beeinflußte in diesem Sinne die Politik des Kabinetts Wirth. Wenn er sich jetzt eines anderen besonnen hat und die englische Orientierung seinerseits für richtig hält, dann dürfte er, tH*r eben erst zu diesem Gedanken Bekehrte, für entsprechende Verhandlungen mit England wohl kaum die geeignete Persönlichkeit sein.
Unserer auswärtigen Politik fehlt die große Linie und die Einheitlichkeit. Wenn darin im neuen Jahre nicht grundlegend Wandel geschaffen wird, dann zerbrechen wir an uns selbst. Das Außenministerium darf nicht länger ein Spielball zwischen einzelnen Personen oder Parteien sein; an seine Spitze gehört endlich ein Mann, der über den Dingen steht, ein Staatsmann, der nicht bald diesen, bald jenen Kurs steuert, sondern der fest 'i Hand seiner großen Aufgabe bewußt, das Schiff seinem Ziele enigegenführt. Dieses Ziel aber kann nur fein: Die Revision des Versailler Friedensvertrages.
Für eine solche Einheitlichkeit der großen Linienführung ist aber die E i n i g k e i t im Innern erste und dringendste Voraussetzung. Um bei wirtschaftlichen und politischen Handlungen bündnis- fähig zu sein, muß man als geschlosiene Masse in Erscheinung treten, nicht abe»als eine Zusammenfassung von Einzelfaktoren, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig abschwächen oder gar aufheben.
Wir blicken in unserem Elend gern auf die Zett vor hundert Jahren zurück und suchen uns an der damals erfolgenden Rettung aufzurichten. Vergessen wir aber nicht, daß diese Erneuerung aus der Tiefe der Volksseele kam und nur dadurch möglich wurde, daß damals wirklich alle einmütig und in Eintracht zusammenstanden. Als der große Gottesmann und Volksredner Friedrich S ch l e i e r m a ch e r am letzten Sonntage des Jahres 1306 über den furchtbaren Zusammenbruch Preußens predigte, wobei er sich zu der kühnen Behauptung aufschwung. daß die letzten Zeiten nicht schlechter wären als die vorigen, denn aller falsche Schein sei vergangen, das wahre Wesen der Dinge trete zutage und dadurch die Möglichkeit, zum Bessern zu gelangen, ging er von der Voraussetzung aus, datz eine solche traurige Lage des Vaterlands die Gemüter zu schöner Eintracht zusammenschlösse. Damals wurde dieser Forderung vom ganzen Volke Rechnung getragen. Und so muh es wiederum
den, wenn das Cklaoenjoch jemals von uns ab- ll. Rur int Zeichen der Einigkeit, die ihree- s . "t Voraussetzung für einen großen en ist, werden wir siegen. Darum t das Wort, das mit unsichtbaren ingang zum neuen Jahre steht, \ Hirn woli.'n wir c- uns
Msdehlimg der
Sie Lm lm Kelle».
Berlin, 30. Dez. liebet die Eisenbahnlage im Weston teilt da» Reichsverkchrsministerium mit: Im Bezirk Köln wird der Persouenverbhr im oT’g-m i - en aufrecht erhalten; im Bezirk Essen nur zum T-il, da die Lokomotiven nicht mehr bekohlt wurden. Der Güterverkehr im Essener Bezirk ruht größ enleils, besonders über die westlichen und östlichen Bahnhöfe des Bezirks hinaus.
Berlin. 30. Dez. Ter Ausstand bat sich aus Bonn, Düren und teilweise auch ans A.ich en aas-
bahndirektionsbezirk Cassel ist bisher alles ruhig. Selbstverständlich haben durch den Ausstand im Westen die Züge teilweise Verspätungen erlitten. Es ist ?omit zu rechnen, daß, falls der Teilausstand in Köln. Essen und Elberfeld weiter anhÄt, im Eifenbahnbieekrionr- bezirk Cassel starker Kohlenmangel eintreten wird.
Erfurt, 31. Dez. Tie Eiserbahndieeklion test mit, im Erfurter Bezirk herrsche völlige Ruhe. Dil Eisenbahner verhalten sich abwartend und faßt'» bisher keinerlei Beschlüste.
ItteW In Mn.
gedehnt. Im Bezirk Elberfeld sind schon einige Sabotageakte vorgekommen. Vottäufig wird noch versucht, den Betrieb mit Hilfe des arbeit-w'lligen Personals nnd durch Umgestaltung zum Teil aufecchr-
B e r l i n, 30. Dez. Nach Mitteilung der Esten- bahndirektion Berlin wurde bis heute Abend, ob» schon bei einzelnen Dienststellen ein Teil des Per» sonals in den Ausstand getreten war, sowohl oer
zuerhallen. ... ,
Köln, 30. Dez. Tie Eisenbahndirektion Köln teilt mit. daß die Angehörigen des Deutschen Eisen, bahirer Verbandes gestern Nachmittag in den AuS- stand getreten sind. Der Personenverkehr wird nach Möglichkeit aufcekknerhalien.
Essen, 30. Dez. Im EifenbahndirektianZbezirk Esten sind die Mitglieder des Deutschen Eisen.babnec- vrrbandes ausständig. Die Gewerkschaft druischrr Eisenbahner schloß sich dem Ausstand nicht an und futtert die Mitglieder in einem Flugblatt ans, den Dienst weiter zu versehen.
Elberfeld, 30. Dez. Tie Lage ist gegen gestern unverändert geblieben. Für die Detriebswerkstärten Elberfeld. Steänbeck wurde die Technische Notlsilfe auf' geboten.
Durch den Eifenbahnetausstand ist in Schwelm die Versorgung des Kreis lrk r z'tä s re.krs in Mikl iden- schait gezog.u worden, da ke ne Kohlen m hr vo.Huden sind. Tie diesem Werke ange chloss.ifn Berr t'e- l egen feit g-stein still. Der Eifenbahndirektionsp.Sjident in Elberfeld erließ einen Aufruf, in dem er die Bahn- bedienstcten vor den Folgen eines Tarifbcuches warnt und daraus anfmcrksam macht, daß, wer nicht uirvec- zr.glich zum Dienst erscheint, sesar.ige Entlassung zu gemärt gm habe.
Düsseldorf, 30. Dez. Die Eisenbahn arbeit« find zur Arbeit erschienen. Die Clsenbahnbit.tt.llon Elberfeld hat für den Verkehr zwischen Düfseidörs und Elberfeld Pendelzüge eingerichtet, die allerdinr" unngetmäßig terfefiren. Der übrige Eisenbahnverkehr geht wie gewöhnlich vor sich.
Ausstandsverbot für da» gesamte befetzte Gebiet.
Koöll^nz, 30. D«^Die'Jnteralliierte Nhcin- land-Kckmmistion hat für das goella mte besetzte Gebiet da- militärische Ausstandsverkkot für die Eisenbahner erlassen. Die Meldung, daß das Verbot nur sur das neubesetzte rheinische Gebiet er», gangen sei, entspricht nicht den Tatsachen.
Koblenz, 30. Dez. Ter Vorsitzende der Orts- vcrwa'tung Koblenz des Denlschen Eis-nb ahne-bnnd>I, Kalt, ist heute verhaftet w-k'en. Eine Anzah' Eisenbahnarbeit« hat inzwischen die Arbeit wieder ausgenommen. Es ist anzunehmen, daß Kalt verhallet worden ist, weil er entgegen der Verordnung d« Jn'er- alliierten Kommission di« Ausstandsparole ausge- gcben hat.
Französische Maßnahme».
Paris, 30. Dez. (Havas.) Ein Telegramm
Fernpersonenzugverkehr als auch der Stadtring-, und Vorortverkehr bis auf einige Züge planmäßig, durchgeführt. Da eine weitere Ausdehnung be»j Ausstandes zu erwarten ist, muß man für morgen mit erheblichen Störungen rechnen. Es wird oer« sucht, mit Hilfe der Beamtenschaft und der Arbeits« willigen den Personenverkehr und den lebenswichtigen Güterverkehr aufrechtzuerhalten.
Berlin, 30. Dez. Wie die Eisenbahnditkktioa erklärt, streiken zurzeit die Maschinenputzer und Kohlenlader, doch traten an ihre Stelle andere Arbeitet und Beamte, sodaß bisher d« Fernverkehr und der Stadt- und Ringbahnverkehr, wenn auch mit einiger Verspätung, aufrecht erhalten werben konnte.
Wie di« Mütter mitteilen, haben bisher nut bi« Werkstättcnarbeiter der Ausstandsparole bet Berliner Funktionäre des Deutschen Eisenbahnerverbanbr» Folge geleistet und bereits um 10 Uhr die Betrieb« verlassen.
Ter Präsident deS TireknonsbezirS Berlin Hw' einen Aufruf erlassen, in dem es heißt: Ich mach, darauf aufmerksam, daß alle Arbeiter, die unbesugt die Arbeit niebetfegen, sich des Vertragsbruchs, und die Beamten, die ihren Dienst unbesugt verlassen, sich eines Disziplinarvergehens schuldig machen. Ich fordere die eBamten und Arbeiter auf, ihren Tiensss ordnungsgemäß zu versehen.
Die Eisenbahnbeamten haben.«klärt, daß sie sich an dem Ausstand nicht beteiligen werden, haben e» aber abgelchnl, Streikarbeit zu leiste«.
Verhandlungen.
B e r I i n, 31. Dez. Dem „B. T.“ zufolge ist die aus gestern anberaumke Kabinettssitzung der Reichsregierung, in der die Forderungen der Eisenbahner besprochen werden feilten, auf heute Vormittag verschoben worden. z Dagegen fand ein» eingehende Aussprache des Reichskanzlers mit dem -Vizekanzler Bauer, dem Reichsverkehrsminister Eröner und dem Finanzminister Hermes über diese Frage statt. Wie die „Vosi. Ztg." mitteilt, wurde gestern zwischen dem Deutschen Eisenbahner-Brr«, band und der Reichsgewerkschast deutscher Eisen«, bahnbeamten und Anwärter über eine Aussorde^ rung des Eisenbahner-Verbandes an die Reichs« gewerkschuft verhandelt, sich unverzüglich dem Aus« stand anzuschließen. Die Reichsgewerkschast hat jedoch dieses Ansinnen abgelehnt und betont, daß sich die Beamtenschaft an dem Ausstand der Arbeiter nicht beteiligen werde.
aus Essen an den Minister der öffentlichen Arbeiten, Le Trocquer, hat beim Kriegsminister sofort beantragt, zur Sicherung der linksrheinischen Kohlentransporte die nötigen Maßnahmen zu ergreifen und die linksrheinischen Eisenbahnen zu requirieren. Zu diesem Zweck hat sich der Direktor der Eisenbahnen im Ministerium der öffentlichen Arbeiten mit dem General Weygano ins Einvernehmen gesetzt. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat ferner den Entschädigungsausschuß aufgefordert, die augenblicklich in Paris befindliche deutsche Kommission darauf hinzuweisen, daß alle Entschädigungs-Kohlentransporte von der deutschen Regierung als dringende Transporte betrachtet werden müßten.
Aussich' auf befriedigende Lösung.
Berlin. 30 .Dez. öer heute im Reichs- verlehrsministerium stattgejundenen Besprechung mit den Eisenbabnorganisationen wurde eine Erklärung abgegeben, in der die beiden Parteien erklären, daß die zwischen ihnen gepflogenen Ver- Handlungen begründete Aussicht auf eine beftie« dig.nde Lösung bieten, und worin Wert darauf gelegt wird, daß an anderen Orten des Reichsgebiets feine Sonderoerhandlungen gepflogen werden.
Die Adondverhandlungsn im Reichsverkchrs- Ministerium über die Ausgestaltung der Teuerunzs- zufchüsie der Eisenbahnarbeiter dauern an. Sie wurden von 8'/» auf 9% Uhr abends vertagt. All-
deshalb vom Hauptvorstand umgcHend Bekanntgabe
bet augenjbicklich herrschenden LethMrijsk, Im Eije»- 'Lieferungen Mittellungen gemacht tzat. In bej$
seitig besteht.das ernsthafte Bestreben, noch helle zu einer Einigung zu gelangen.
Die deutschen Kokslicferungen.
Paris, 30. Dez. Regierungsrat Di. M e i; e t von der.Kriegslaftenkommission hat mit Bezug auf die deutschen Kokslieferungen am 28. Dezember ei» Schreiben an den Entschädigungsausschuß gerich'et, in dem er von den von her deutschen Regierung getroffenen Anordnungen zur Vermehrung diese»
Mitteldeutschland.
Casicl, 30. Dez. Eine stark besuchte anßer- orbcntliche Mitgliederversammlung des Deutschen Eisenbahnerverbandes nahm eine Entschließung zu bet Gehalts- und Lohnbewegung, Arbestszeiiaesetz und Ortsklassrneinteilung an und erklärte sich bereit, an-3 Solidarität mit der. Kollegen der westlichen Bezirke in den Kampf zu treten, andererseits aber wolle man die gewerksihaftliche Disziplin wahren und verlange