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Di«Obekhelsiiche Zeituni" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich ohne Zustellung SSO SKI, durch die Post 9.50 Mk. Für ausfallende Nummern infolge

Lage in der mohammedanischen Welt und über Lage in Indien gab. Er führte aus, Kleinasien

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Verhaftungen vorgenommen. 45 Personen wurden drei bis sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

die Erklärung:Ich fühle mich sehr wohl, und es wird in Gamnes sehr gut gehen."

Französische Beamte seien in bic Angelegenheit veo wickelt.

ehr täglich verdienst.

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wieder aus die Reede hinausgeschlcppt. Daraufhin habe« die Hafenarbeiter die Arbeit »nieder ausgenommen.

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London, 27. Dez. Das Auswärtige Amt ver­öffentlicht eine Mitteilung mit einer Liste der Opfer der Unruhen in Kaiw. Danach wurden elf Aegypter getötet und vierzehn verwundet. Engländer beftnden sich nicht unter den Opfern. Die Ruhe in Kairo ist noch nicht völlig wieder her gestellt. Oberäghpten ist ruhig.

Für ein freies Aegypten.

Berlin, 27. Dez. Heute Vormittag demonstrier­ten in den Straßen von Berlin vor den Botschaften und Gesandtschaften sämtlicher europäischer Staaten die Mit­glieder der ägyptischen Kolonie für ein freies Aegypten- Die Demonstranten, die in Droschken fuhren, verteilten Zettel, in denen sie für den Freiheitskämpfer Zaglul Pascha eintraten.

der einen und Indien auf der anderen Seite seien die äußersten Glieder der Rette des künftigen islamischen Bundes. Er beglückwünschte die Afghanen zur Er­langung ihrer vollkommenen Unabhängigkeit infolge des englisch-afghanischen Vertrages, *enfo die Türken zu ihrem Steg über die Griechen, durch den die eng­lische Diplomatte eine vollständige Niederlage erlitten habe. Großbritannien allein, sagte der Redner, stünde der wirklichen Lösung der Frage des Nahen Ostens im Wege. Hoffentlich, so suhr er fort, werde Italien dem Beispiele Frankreichs folgen und einen Sonder­vertrag mit Angora schließe». Der Redner fügte die Mitteilung hinzu, daß in Malwbar unter dem Kriegs­gesetz unmenschliche Grausamkeiten von der Regierung begangen würden. In Allahabad werden noch immer

Allindische Kalifatslonferenz.

London, 27. Dez. Reuter meldet: In Achme- dabad sand eine allindische Kalifatskonferenz statt, auf der Hakim Adschmal Khan einen Ueberbltck über die

London, 27. Dez. Einer Reutermeldung zufolge ernannte Angora als erstes Land einen Presse mini- st e r in der Person von Ahmed Aghaiew, der früher russi­scher Offizier war, seinerzeit von der Zarenregierung ansgewiesen wurde, dann eine jungtürkische Zeitung in Konstantinopel herausgab und während des Krieges ein Mitglied der Abordnung türkischer Journalisten wär, die Deutschland besuchte.

Sie Mhmtmk Msmüj.

Die U-Bootsfrage.

London, 27. Dez. Der Agentur Reuter toirb ans Washington gemeldet, man glaube zu wissen, daß der Flottenausschuß seine nächste Sitzung bis Mittwoch ver kagt habt, um der französischen und der japanischen Delegation Gelegenheit zu geben, Instruktionen ans Paris und Tokio tvegen des amerikanischen Vorschlages bezüglich der Abschaffung der Unterseeboote ein­zuholen. Falls der amerikanische Vorschlag keine Grund­lage für eine Verständigung bieten soll, spricht man in Konferenzkreisen von einem Versuch, die Flotten­pause auch auf die Unterseeboote auszudehnen. Tie fünf Mächte toörben dann.beschließen, ihre Ubootskräfte auf dem gegenwärtigen Stande zu belassen. Diese An­regung hat jedoch noch in keiner Delegation die Zu­stimmung der maritimen Kreise gefunden.

DieTimes" erinnert daran, daß nach neuen amerika­nischen Vorschlägen die Tonnage der amerikanischen und englischen Unterseeboote auf je 60000 Tonnen ver­ringert werden soll, während die Tonnage der Untersee­boote Italiens und Frankreichs auf 22 000 bezw. 21000 Tonnen erhöht werden solle. Die Anwesenheit großer Unterseebootskräste in der Nähe der englischen Handels­straßen würde England unbedingt die Pflicht auferlegen, genügende Unterseebootsabtoehrkräste zu organisieren und ank der Höhe zu halten.

London, 27. Dez. Eine Reutermeldung aus Washington besagt, es sei möglich, daß eine beson­dere Konferenz betreffend die Verwendung der Unterseeboote abgehalten werde.

Will tarnte leiWten.

** Berlin, 27. Dez. Wie zu erwarten war, halt die Londoner Konferenz die politische Welt «och in Spannung und Erregung. Den Ministern des Kabinetts Dr. Wirth hat sie die Weihnachts­ferien und die Festtagsruhe gekostet, und von Paris her klingt der Lärm noch nach, dem am Tage der Weihnacht die stellenweise erregte Kammersitzung Verursacht hat. Auch die französische Kammer hat sich im wesentlichen mit den Londoner Besprechun­gen zwischen Lloyd George und Briand beschäftigt. Solche Kammersitzungen sind ein gewohntes Schau­spiel, und trotzdem sie meist einen oppositionellen Anstrich haben, kann man in den meisten Fällen sicher sein, daß die Regierung sie sich durch irgend einen Mittelsmann bestellt hat. Diesmal hat Herr Klotz, der ehemalige französische Finanz­minister, Herrn Vriand das Stichwort gegeben. Der französische Minifterpräfident wahrte selbstver­ständlich den Schein und weigerte sich, eine Inter­pellation zu beantworten, gab aber doch die ge- ; wünschte Auskunft. Das Ergebnis seiner Dar­legungen hat Herr Klotz zum Schluß zusammenge- fcrßt, und zwar dahin, daß nach Briands Versiche­rung die französische Forderung nicht herabgesetzt und das Maß der Garantien nicht vermindert, sondern im Gegenteil gegebenenfalls vermehrt werde. Briand hat in seiner Rede außer diesen -Feststellungen nur noch angedeutet, daß er einen festen Plan mit Lloyd George besprochen habe, um die allgemein schlechte Finanzlage und die Lahm­legung vieler Märkte zu beheben. Diese Bestrebung kann nach Ansicht Briands natürlich nicht darauf abzielen, daß man etwa Frankreich zumute, Opfer ||u bringen.

Die Weihnachtsberatungen des deutschen Reichs­kabinetts erinnern demgegebenüber in ihrer Viel­geschäftigkeit beinahe an das bekannte Wort: Viel Lärm um Nichts. Die deutsche Regierung, die sich auf das absolute Eeschehenlassen eingestellt hat, vermag im Augenblick nichts zu tun, um die Revision der deutschen Zahlungsverpflichtungen I von sich aus irgendwie zu fördern. Sie hat deshalb auch davon abgesehen, die Rückfrage des Entschädi­gungsausschusses zu beantworten. Von einer sol­chen deutschen Antwort hängt ja auch in diesem Augenblick noch garnichts ab, da noch keineswegs gesagt ist, daß durch die Sitzung des Obersten Rates l in Cannes irgend ein Zugeständnis an die deutsche Zalungsfähigkeit gemacht wird. Wenn gegenteilige Mitteilungen gemacht werden, so verdienen sie keine i Glaubwürdigkeit. DieFrankfurter Zeitung" be­hauptet, man sei in London übereingekommen, daß Deutschland im Jahre 1922 nur 500 Millionen, I statt der fälligen zwei Eoldmilliarden zu zahlen habe. Nachdein Briand in der französischen Kam­mer kategorisch erklärt hat, daß Frankreich sich nicht auf eine Aenderung des Zahlungsplanes einlassen werde, greift diese Meldung den Tatsachen zum »nindesten sehr weit voraus. Nach dem gegen­wärtigen Stand der Dinge läßt sich überhaupt noch nickt absehen, ob von der englischen Absicht, Deutsch- j land in Bezug auf seine Zahlungsverpflichtungen i eine Erleichterung zu verschaffen, in Cannes über­haupt etwas zur Tat wird. Briand hat sich jedm- | falls in Paris durch die Kammer den Rücken zum Widerstand stärken lasten. Und deshalb darf man

inib her Wm.

Der Zündstoff, der feit den letzten Monatei sich in Aegypten in bedrohlicher Weise cmhäufte, cheint plötzlich zur Entladung kommen zu wollen. Die Verhaftung Zaglul Paschas war der Funke, der in das Pulverfaß sprang. Es bleibe dahin­gestellt, wie sich die britische Regierung die Folget eines so radikalen Vorgehens vorstellt. Die Tu> multe, die jetzt in Kairo; Alexandria, Suez, Port Said ausgebrochen sind, stellen die Quittung auf den Schritt dar, den der britische Außenminister getan hat. Da man bei den Nachrichten über diesen Gegenstand allein auf englische Quellen angewieser ist, so ist es schwer möglich, ein zutreffendes Bill von den wahren Ereignisten zu gewinnen. Wenn etzt Irland seinen politischen Idealen erheblich näher kam, ist e; kein Wunder, daß die Welt des Islam ebenfalls vernehinlich ihre Rechte fordert. Da wird nun der ägyptische Freiheitsheld, rin Mann, der die Achtung aller Mohammedaner besitzt, einer Freiheit beraubt und des Landes verwiesen, j llnd gleichzeitig versammelt sich in Großbritanniens ; kostbarster Kolonie die allindische Kalifatskonfe- renz, um gegen die englische Orientpolitik Stellung zu nehmen und den islamischen Bund zum ener­gischen Zusammenschluß aufzurufen. Es wurden Anklagen schwerster Att gegen Großbritannien laut, dem man vorwarf, daß es als einzige Macht einer wirklichen Lösung der Frage des nahen Ostens im Wege stände. Der Vertrag Frankreichs mit An­gora, der in London so viel Aerger erregte, hat hier bei den Erörterungen eine große Rolle gespielt. Man ging so weit, Italien direkt aufzufordern, ein dem französisch-kemalistischen Abkommen ähnliches zu schließen und damit auf die Londoner Diplo­matie einen weiteren Druck auszuüben.

Reben der Beratung in Cannes werden auch die Außenminister Englands, Frankreichs und Italiens über das Orientproblem verhandeln, und man geht nicht fehl in der Annahme, daß eine gr- fchlostene italienisch-französische Front der englischen gegenüber stehen könnte. Damit greift das Orient« Problem direkt in die übrigen iniernationaleir Fra« gen des Tages ein. Inzwischen dauert das Ee- wehrfeuer in Kairo und Alexandria an. Ganz Aegypten wird von einer Ausstandsbewegung er­faßt, und in Indien beginnen die soeben kaum bei« gelegten Unruhen von neuem. Der Orient reckt wieder einmal seine Glieder, und man sieht, daß noch Kraft in dem Körper des Riesen schlummert, den die englische Politik bisher nur dadurch nieder­halten konnte, daß sie scharfe Maßnahmen stets auf einen kleinen Teil der islamitischen Welt be­schränkte und alles Mögliche unternahm, um ihre Brutalitäten weiteren Kreisen für die nächste Zeit zu verbergen. Heute ist eine derartige Taktik schwerer, und in Anbetracht der internationalen Konstellation dürften die ägyptisch-indischen Un­ruhen schwerlich durch bloße Phrasen wieder bei­gelegt werden.

MeehWtroWtt ZulmmMch.

Wien, 27. Jez. In Sckenico kam es am 1. Weihnachtsfeiertage zu Zusammenstöße zwischen Matwsen eines dort eingetroffenen italienischen Kriegs­schiffes und südslawischen Einwohnern der Statzt. Die Italiener schvssen darauf und verletzten zwei Per­sonen. Bvr Scdenico warf ein zweites italienisches Kriegsschiff Anker.

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Drohender Eisenbahnerausstand.

Berlin, 28. Dez. Tie bot Weihnachten 6e- i gonnenen Besprechungen mit den Eisenbahnern wurden gestern .im Reichsverkehrsministerium fortgesetzt. Tie Beratungen hatten ein negatives Ergebnis, fall u jedoch heute fortgesetzt werden. \

Sie der ..Vorwärts" aus Düsseldorf meldet, 'baden die Funktionäre des Deutschen Eisenbahuervrrbaubes! aus den Diiektionsbezirleu Elberfest), Köln und Ess.m in einer gemeinsamen Beratung eine Entschließung; gefaßt, in der für verheiratete männliche Bedienstete j ein Vorschuß von 1000 Mark und für Ledige und'' Weibliche ein solcher von 750 Mark gefordert wird. Wie es toeiier in der Entschließung heßt, toirb ob Bewilligung dieser Forderung bis spätestens Mittwoch, 28. 12. mitags 2 Uhr, erwartet. Die Ablehnung der der Forderung würde zweifellos für die genannten Tircktionsbczirke den Ausstand bedeuten. Wie. das Blatt weiter erfährt, sind auf einzelnen Bahn- HZsen des Direkttonsbezirks Elberfeld die Eisenbahn- arkeiter bereits in den Ausstand getreten. Die Be- amien Verhalten sich bisher noch passiv. $; _

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Aus dem besetzten Gebiet.

Berlin, 27. Dez. DerÄerl. Lokalanz." meldet aus Koblenz: Es werden heute wiederum Truppe», teile der zweiten amerikanischen Brigade über Antwerpen i nach den Dcrrinigtr» Staaten zurückb eförd ert*

F sich weder durch die Geschäftigkeit der deutschen Re­gierung noch durch optimistische Meldungen über den Ernst der Lage Hinwegtäuschen lasten.

Serötteg brr Inrahtn in Atmlen-

Blutige Zusammenstöße.

Kairo, 27. Dez. (Reuter.) Im Eingeborenen- v-ertel kam es zu ernsten Tumulte». Das Militär war genötigt zu feuern. Mele Personen tourben getrosten. Gestern soll es in Kairo 14 Tote und 40 Verwundete gegeben haben. In Alexandria herrscht Ruhe. Die Polizei tourbe stellenweise mit Steinen beworfen. Seit Beginn der Unruhen wurden in Alexandria 400 Per­sonen verhaftet.

Kairo, 27. Dez. Havas meldet: In Suez ist es tu Meutereien gekommen, wobei ein Meuterer ge­tötet und ein Meuterer verwundet wurde. Zn Port Said hrarben zwei Meuterer getötet und zwei verwundet. In Port Said selbst herrscht große Gärung. Aus dem unteren Aegypten werden ebenfalls zahlreiche Sabotageakte gemeldet. In Kairo stockt der Verkehr vollständig. Die Straßenbahnen fahren immer noch nicht. Auch die Taxameter und die sonstigen Mietstoagen haben feit gestern den Betrieb eingestellt. Die Menge scheint nicht geneigt zu fein, sich mit den Truvpen in ein Hand­gemenge einzulassen, doch wurden vorgestern von den Dächern Steine gegen das Militär geschleudert. Tie Truvven drangen in die Häustr ein und nahmen 15 Verhaftungen vor. Die Flotteneinbeiten haben ihre Stützpunkte in Suez, Jsmailia, Pott Said und Alexan- brien.

Reuter: Ein Aufruhr ereignete sich im Viertel Sak- Mbfdiebtb, wo Barrikaden errichtet waren. Eine Patrouille auf einem Lastauto eröffnete das Feuer, tötete smri und verwundete vier Aufrührer. Im ganzen wurden vier Personen getötet. In Zista feuerten ägyptisch: Truppen auf die Volksmenge. Sie töteten zwei und verwundeten eine Person. Weitere Unruhen gab es in Port Saib, wo zwei Personen getötet unb drei Personen verwundet worden sind. In Tantah zerstreute die Polizei eine von Frauen geführte Demonstration. Die große Mehrheit der Regrerungsveamten nahm die Arbeit wieder auf. doch Haben sich verschiedene Ausstände in verschiede­nen Orten der Pwvinz weiter ausgedehnt.

Alexandria, 27. Dez. (Reuter.) Der Ausstand ist mißlungen. Alle Behörden arbeiten wie gewöhnlich Einige unbedeutende Kundgebungen wurden polizeilich unterdrückt.

Die Ckittin Zaglul Paschas, der in Suez interniert ist, lehnte die Aufforderung AllenbyS ab, ihren Mann zu begleiten, unb erklärte, bas Werk Zagluls in Kairo fort* setzen zu wollen.

Der Anzeigenpreis beträgt für die 9 gesp. Zeile oder deren Raum 60 Pfg. für den Milli­meter, amtliche und auswärtige 80 Pfg. Ändere Spaltenbreiten nach entfprechender Berechnung. Spät cinlaufende oder den Raum über */i Seite einnehmende An­zeigen lind wir berechtigt, nach der Textipaltenbreits zu setzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Col.-Zeile mit 6.00 Mk. Zeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschästsitelle und Vermittlung der Ange­bote 1 Mk. Sondergebiih:.

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen

Berlin, 27. Dez. Das Reichskabinett beschäf­tigte sich gestern nachmittag erneut mit dem Ent­schädigungsproblem. Ueber den augenblicklichen Stand dieser Frage verlautet nichts.

Berlin, 27. Dez. LautB. Z." beschloß die deutsche Regierung im Wege mündlicher Verhandlungen weitere Erkundigungen bei dem EntschKngtmgsausschuß einzuziehen. Zu diesem Zwecke wurde der Vorstände der Kriegslastenkommission, Staatssekretär Fischer, nach Paris entsendet.

Lloyd George in Cannes.

Cannes, 27. Dez. Lloyd George ist heute Dormittag hier angstammen und wurde auf dem Bahnhof von den Behörden begrüßt. Er begab sich darauf in Begleitung des Bürgermeisters nach der für ihn bestimmten Villa.

Paris, 27. Dez. Havas meldet: LautPetit Jounial" sollen Lloyd George und Vriand lei ihrer gestrigen Besprechung auf dem L o e: Bahuhri dahin Übereingekommen sein, vor der Erösf.mua in Canns Nochmals zusammen zu kommen, um in einer privaten Unterredung alle Fragen zu prüfen, die der Entscheidung des Obersten Kates vorgelegt werden frnen. Journalisten gegenüber verweigerte. Lloyd George jegliche Mitteilung und beschränkte sich auf

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Türkei.

Mustafa Kemal will nach Konstantinopel zuiiickkehren.

London, 27. Dez.Moruiug -Pest" berichtet ans Konstantinopel, daß Mustafa Kemal Pascha in einer Rede in der Nationalversammlung von Angora die Regierung alsdie Regierung der Türkei" bezeichnete. Er beabsichtige, nach Konstantinopel rueückzukeHrcu, wo die Macht des Sultans be-< schränkt werden müsse in Uebereinstimmung mit den Grundsätzen der Volksregierung, die in der Nationalversammlung znm Ausdruck komme.

Einer Meldung desDaily Expreß" aus Saft» stantinspel zufolge erregt dort die Nachricht großes Aufsehen, daß britische Koulrollbeamte eine aus Frank­reich gekommene Schiffsladung von 200 Tonnen Munition für Anatolien beschlagnahmt haben.

Räte-NMand.

Eine Rede Lenins.

London^ 28. Dez. Der Sonderberichter be3,Ob- kerver" meldet aus Moskau: Lenin hielt bei Er­öffnung des neunten Sowjetkongresses eine von ztoei- taufenb Delegierten begeistert aufgenommene Rede, worin er die internationale und die innere Lage der Sowjet- republik barkgte. Lenin sprach nicht als Führer bei kommunistischen Partei, sondern als Premierminister. Er griff mit bitterem Sarkasmus die Kommunisten Wegen ihrer Ansicht an, daß cs noch möglich sei, das Wirtschaftsproblem durch die Methoden des Bürgerkrieges unb kommunistifcher Abgeschlossenheit zu lösen. Rußlanb sei arm,erschöpstunb schwach. Es werbe jedoch nicht dulden, daß seine Friedfertigkeit zum Zwecke eines Angriffes benutzt werde. Das sollten sich Polen, Finn­land unb Rumänien gesagt fein lassen. Großes Aufsehen erregte ine Erklärung Lenins, daß die Regierung iror den Sowjetkongreß trete mit dem endgültigen Ersuchen, die Befugnisse bei außeroibentlichen Kommission biastisch zu beschränken. Er sagte, der ursprüngliche Zweck ber außerordentlichen Kommission fei unvereinbar mit her neuen Wirtschaftspolitik. Sie müsse den neuci', Zeiten und ber neuen Politik an gepaßt werben.

Die Kämpfe in Karelien.

HelsingforS, 27. Dez. Bet der Besetzung von PorajSrvt durch die Karelier am 23. Dezember ver­loren die Bolschewisten 200 Tote und zahlreiche Ver­wundete und Gefangene. Einzelnen Abteilungen ge­lang es, zu entkommen. Die Karelier erbeutete» eine» ganzen Eisenbahnzug und eine große Anzahl von Ma­schinengewehren.

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Danzig.

Danzig, 27. Dez. Dem mit Sprcngmunition beladenen DampferGehja", ber vor einigen Tagen mri der Danziger Reede eintraf, war nachträglich die Ge­nehmigung zur Einsahtt in ben Hafen erteilt worben. Ta sich btt Hafenarbeiter aber weigerten, die Muni­tion zu löschetl, wurde der Dampfe» auf Anordnung des Hasenausschusses, der die Verantwortung für die Ge- fährdtmg der Schiffahrt durch den unegtlabeHen Muni- tionsdanlpfer nicht übernehme» konnte, am Sonnabend

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