Einzelbild herunterladen
 

ÄN

Marburg

M

w zeraen nnö rott deremngr, naey oer ^einpaiienuteiie *u

Sßlinnößnh ÖSH 24. Sogen. IRenamen bereämen wir die Lol.-Z«ile mit 6.00 Mk.

JUItltUVtHV, Vvh uj. ««.guwvvi Barrabatt. Bei Auskunft durch die SeidiaTtsrteUe und

Iulmond.

Erstes Stott,

Die bevorstehenden Konferenzen

«82

J Ob die Welt vom Sturm übersagt wird und | 1$ düsteres Gewölk übernserm Leben steht, liezi

aittse

)7

i7J«51

um

des

de» ursprünglich festgesetzten Betrage» darstellen, tauf b^tehen sollte, so würde es damit dte Aussichten

Da mutz

erri spreche.

S.«qell

8 und 14*2

3oftf(fieu» Cento

lin 25 5 »8

en

018

Daily Expreß" zufolge sind Briand und Lloyd George übereingekommen, dah Deutschland den vollen Betrag der Januar- und Februarraten nicht bezahlen könne. Eie hätten jedoch vor­läufig festgesetzt, was Deutschland bezahlen solle und könne. Diese Summe würde rund zwei Drittel

tu«0 der dem Personenverkehr dienenden Züge ein» treten, um möglichst viel Kohlen für den Güterverkehr übrig zu beballen. Eine Bewältigung des Verkehrs, der übrigens erfahrungsgemäß nach den Festtagen zu­nächst etwas abnimmt, wird dadurch nicht i« Frage gestellt. Tie Reisenden werden aber eine engere Be­setzung der Züge zeitweilig in Kauf nehmen müssen.

Weihnachten still und friedvoll wie eine überionnte Fusel. Linde Lüfte umspielen sie, und wer sich ihr Wlht, den grüßt heilige Liiee, die all« Sehnsucht hegreift wnb alle Nöte scheucht. Tausende und Aber­tausende machen sich auf, die Insel zu finden, auf str zu rasten, seis auch nur für wenige flüchtig? tage, weil sie alle ahnen, welch ein Strom von Kraft von ihnen ausgeht. Es ist gut fo; denn was Wäre Weihnachten ohne eint starke Wirkung ins Leben hinaus, ohne einen machtvollen Antrieb für die Serif, Stimmung und Andacht sind köstlich, aber köstlicher istruhige Kraft und entschlossenes Han­deln. Der Mann der Weihnacht er wird so ost »erkannt wollte doch mit heißem Atem dar Leben

das Verbot der Verwendung von Gasen.

London. 23. Dez.Daily Evroniclf schreibt zu der Meldung seines Washingtoner Sonderbcrichteriral- ters. daß Frankreich eine Kreuzerslotle von insgesamt 300 000 Tonnen und für U-Boote insgesamt 60000 Tonnen Verdrängung fordere: Wenn Frankreich da«

Erörterung dieser Art nicht eingehen könne. Klotz auf sein Vorhaben nicht verzichtet hat, die Kammer über diese Frage entscheiden.

Herabsetzung der Januar- und Februarrate zwei Drittel?

London, 23. Dez. Dem Berichterstatter

Sitzung des Reichskabinetts.

Die Kohlenfragt. Das Entschädigungsproblem.

Berlin, 24. Dez. DerDeutschen Ailgem. Ztg." zufolge beschäftigte sich das Reichskabinett gestern mit der Kohlenfrage. Die matzgebenden Stellen fi:tb der Auffassung, daß alle Anstrengungen gemacht werden müsien, um den Kohlentransport zu steigern und damit die dem Wirtschaftsleben drohende Gefahr zu beseitigen. Im Anschlutz an die Kabinettssitzung fand eine Besprechung der an der Entschädigungsfrage beteiligten Restarts über den gegenwärtigen Stand des Reparationsproblems statt. Der Termin für die Beantwortung der drei vom Entschädigungsausschutz in der Note vom 17. Dezember gestellten Fragen steht noch nicht fest.

Rückkehr Rathenaus.

Berlin, 24. Dez. Wie die Blätter berichten, wird Dr. Rathenau heute Abend aus London hier eintreffen.

Die Gärung in Aegypten.

Absendung von Kriegsschiffen.

London, 23. Dez. Aus Malta wird vom 23. d. Mts. gemeldet: Ter kleine KreuzerCeres" nni> ein Hilfsschiff haben Befehl erhalten, nach Aegypten in See zu gehen. Sie werden unverzüglich abfahren. Andere Kriegsschiffe sind angewiesen worden, sich bereit zu halten, um nötigenfalls sofort in See zu gehen.

Aus Alexandrien wird gemeldet: Die Polizei zer­streute hier eine Ansammlung von etwa 500 Per­sonen. Verletzt wurde niemand. Die Ruhe ist wieder hergestellt. Einige Kaufläden find geschlossen.

Koblenz, 23. Dez. Die interalliierte Rhein- landkommission hat dieDeutsche Zeitung". vom 25. Dezember ab auf drei Monate verboten, weil der Aiiffast vom 18. DezemberDie deutsche Sch ande" die Würde der Besatzungstruppen beeinträchtige.

Saarbrücken, 23. Dez. Wie die Regierungs- kommission mitteilt, wurden weitere 31 Personen be­gnadigt, die anläßlich der Unruhen im Oktober 1919 zu Gefängnisstrafen verurteilt worden waren.

Neunkirchen (Saar), 23. Dez. Ter Präsident der Regitrungskommission gab den versammelten Gemeinderäten der Bürgermeisterei Neunkirchen die Erhebung der Landgemeinde Neunkirchen zur Stadt unter Vereinigung mit den übrigen Landgemeinden und Bürgermeistereien bekannt. Neunkirchen ist durch diese Vereinigung die zweitgrößte Stadt des Saarg?biets geworden.

Di«Obtrdtiüllvr 3«itun< erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich ohne Zustellung 8.50 SKT, durch die Post 9.50 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Erlag. Verlag von Dr. C. Hitieroth. Druck der llniv.-Buchdruckerei von Jod. Aua. Koch, Markt 21 23 Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Deutschland werde aufgefordert werden, Garant tten zu geben, datz es bei Gewährung einer sol­chen Erleichterung Matznahmen ergreifen roetbe, um seine Finanzen in Ordnung zu bringen.

Im Gegensatz dazu steht folgende Meldung:

London, 23. Dez. Der Entfchädigung-aus. 'chutz wird Deutschland die Mitteilung zukommen lasten, datz die beiden nächsten Zahlungen voll« ständig zu erfolgen haben.

Das Urteil eines englischen Industriellen.

London, 23. Dez. Einer der Baumwoll­könige von Lancashire Keith Trever erklärte nach, seiner Rückkehr aus Berlin, Deutschland heuchle, keineswegs Armut; ei« allgemeiner Z ufam«. menbruch Deutschlands fei unvermeidlich,' wenn die Entschädigungsfrage nicht in befriedi­gender Weise geregelt werde. Das dringendste Problem sei augenblicklich die Wiederherstellung der Kaufkraft Deutschlands, und dieses Pro­blem könne nur gelöst werden durch Preisgabe oder praktische Abänderung des augenblicklichen Entschädigungsplanes.

zikdmde SBflWt

Bon Pfarrer Dr. Luther, M. d. R.

Aus dem besetzten Gebiet.

Hausfuchuusen.

Düsselb 0 rf, 23. Dez. Jrn Brückenkopf Düssel- bork hat die französisch; Milltärpollzei nach Abhaltung von Haussuchungen eine Anzahl von Perlenen ver­haktet, bit einem angeblich beklebenden geheimen mili­tärischen Verein angehSren sollen. Es handelt sich dabei um Personen, die zum Schuhe bei etwa aus- brechendeu Unruhen Gummiknüppel zur eigenen Ver­teidigung sich beschafft haben.

Koblenz, 23. Dez. Die Besatzungsbehörden haben in letzter Zeit vielfach bei den Vorstandsmit­gliedern von Kriegervereinen Haussuchungen abgehal­ten. Die Kriegervereine sind zwar im G^ensatz zu den Regimentsvereinen im besetzten Gebiet erlaubt, doch dürfen sie sich nicht mit militärischen Angelegenheiten befassen und nicht mit dem Kriegsministerium in Ver­bindung stehen. Die Kriegervern'ne haben von jeher die Bestimmungen beachtet. Die Hmlssuchnngeu waren bisher sämtlich erfolglos.

Notenwechsel über dte farbigen Truppen.

Berlin, 23. Dez. Hebet den deutsch-französischen Notenwechsel in der Frage der Verwendung farbiger Besatzungsttuppen im besetzten rheinischen Gebiet teilt das93. T." mit, daß die deutsche Beschwerde­note vier Fälle vollendeter und zebn Fälle versuchter Notzucht, fünf Fälle tätlicher Beleidigung, zwei Dieb­stähle, einen Mord, einen Fall widernatürlicher Un­zucht und fünf unsittliche Angriffe enthält. Die fran­zösische Antwortnote stellt fest, daß eine Anzahl Fälle durch Bestrafung geahndet wurde. Eine Reihe wei­terer Fälle sei unausgeklärt geblieben. Die deutsche Befchwerdeschrift enthält nur die schwer­sten Fälle von Ausschreitungen.

MMO».

Die deutsch-polnischen Verhandlungen.

Genf, 23. Dez. Das Völkerbundsekretariat gibt folgende Mitteilung aus: Der Vorsitzende für die deutsch-polnischen Verhandlungen über Ober­schlesien, Herr Calonder, ist von den beiden Abord­nungen davon verständigt worden, datz die in Ober­schlesien stattfindenden direkten Verhandlungen be­reits sehr fortgeschritten sind. Vor allem nehmen die Arbeiten in den Unterausschüssen für Zölle, Kohlen, Bergwerksvrodukte, Verkehr, Eisenbahn, Post, Wasser- und Elektrizitätsbetriebe und soziale Versicherung einen sehr befriedigenden Verlauf. Wie bekannt, sollen die Unterausschüsse das Ergeb­nis ihrer Arbeiten vor dem 15. Januar 1922 Herrn Calonder unterbreiten, der hierauf die deutschen und polnischen Bevollmächtigten zu einer Voll­sitzung nack Genf berufen wird. Um sich über den Gang der Verhandlungen zu unterrichten und an Ort und Stelle etwaige nützliche Informationen einzureilben, beschloß Herr Calonder, sich nach Oberschlesien zu begeben. Seine Abreise ist für den 2. Januar festgesetzt.

CClCUJIiUUil. OUUl CIIUUUIIHW MVVN ------ .2 ------ ------ . ,

seiaen Rnö wir berechtigt, nach der lertipaltenbreite zu setzen und zu berechnen. ree er . «- 1 '. - Xi. CT - 'Jx «1A R flß SITfXßllßl Q llt fllS

ttCll VCICUIHCll u?11 vtv vwirv'1'

Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Ange- botc 1 Mk. Sondergebühr.

M Miottat.

Der englisch französische Gegensatz.

Pari-, 27. Dez. Nach einer Havasmeldung aus Washington ist gestern der erweiterte Fsinfzehneraus- schuß zu einer dreistündigen Sitzung zusammengetre­ten. Lord Lee verlas seine Denkschrift zur Verteidi­gung des englischen Standpunktes, der auf die völlige Beseitigung der Unterseeboote hinausläuft. Da­rauf fehle der französische Delegierte Sarraut den Standpunkt seiner Regierung auseinander und er­klärte dabei, er sei mit den anderen Delegierten einig über die tiefe Mißbilligung der ^barbarischen Verwen­dung", die die Unterseeboote im Laufe des lstzten Krie­ges gefunden hätten. Die französische Delegation fei der Ansicht, datz das U-Boot vor allem eine Vertei­digungswaffe sei, besonders sür die mit großen Einheiten wenig versehenen Flotten. In seinem jetzi­gen Zustande sei das U-Boot für die Beherrschung des Meeres unzureichend, doch sei eS unbestreitbar, datz das U-Boot in durchaus ehrenhaften Formen verwendet werden könne. Es sei sicher, daß diese Verwendungs- sormen geprüft, erörtert und so festgesetzt werden müß­ten, datz das Völkerrecht auf dem Meere mit den Leh­ren des letzten Konflikts in Einklang gebracht werde. Eine Flotte, die sich des U BooreS bedienen wolle, müsse davon eine ihren nationalen Verteidtgungsbe- dürfnissen entsprechende Anzahl besitzen; unter den gegenwärtigen Umständen fei die Verwendung großer U-Boote am besten mit der Achtung vor den Gesetzen der Menschlichkeit vereinbar, nach denen die Beman­nung der torpedierten Schisse an Bord genommtt werden müßten.

Rach dem Korrespondenten desNew Bork Herold' in Washington sind die sranzösischen, englischen und amerikanischen Delegierten von einer Verständigung über die Hilfsschiffe nicht mehr soweit entfernt wie all­gemein angenommen wurde, möglicherweise werde diese Verständigung nächste Woche erreicht. Eine solche Voraussage werde dadurch möglich, daß die Engländer tatsächlich auf die völlige Abschaffung der U-Boote verzichten, denn sie wüßten, daß sie in diesem Punkte nicht durchdringen würden. Jetzt führ­ten sie einen Fe'dzvg für die Beschränkung der Ton­nage der einzelnen U-Boote und für das Verbot der Verwendung von U-Booten bet Angrisssmaßuahmen. Der Unterausschuß der Konferenz nahm eine Entschlie­ßung an, worin die Revision der internationalen Re­geln für den U-Boottricg gefordert werde. Demselben Korrespondenten zufolge sind die Amerikaner gege i

MchmWWnklW nach MUaM.

Berlin, 2-3. Dez. Der Rückstand, in den die deutsche Regierung mit den ausgezwnngenen Kodlen- Üeserungen au die Verbündeten getommen ist, veein- külßt naturgemäß die für den Jnlandsvervrauch übrig« bleibenden Kohlenmengen. Darunter wird auch die Rekbsbabn zu leiden haben, da ihre Diensilohlenver- tergung unter den BedarfLziffern bleibt. Wenn auch Ar den eigentlichen Weihnachtsverkeyr eine Elnschräu

des Personenverkehrs vermieden wurde, so muß torfi sogleich nach Weihnachten eine Verwinde-

$65 PWVUM ISN 6WS-

Paris. 22. Dez. Der Sonderberichterstaller des Ecko de Paris" schreibt, das einzige Ergebnis der englisch-französischen Konferenz von London müsse in dem Plan einer internationalen Konferenz gesucht werden, auf der Lloyd George den internatio­nalen Warenattstausch wieder Herstellen wolle. Der Oberst« Rat werd« di« Einzelheiten dieser Frage fest- fteltcn. In London glaube man, daß diese Verhand­lungen in zwei Teilen staitfinden würben. Zuerst würden sich die Vertreter der großen Staaten, Deutsch- land und Rußland einbegrifftn, versammeln, und später würden die Drieqierlen aller Staaten, ob sie ersten, zweiten oder dritten Ranges seien, Berufen werden.

Der SondetzbexlckwHatter desJournal" in London berichtet, daß die nächste Konferenz in Tannes nicht bebinders erleichtert werde durch die Vorschläge von Frankreich und England. Man habe die Hoffnung gchogt, die beiden großen Nationen würden sich eng vereint, Hand in Hand zu der Konferenz begeben und alle notwendigen Opfer bringen, damit das europäische Gleichgewicht nicht in Frage gestellt werd«. Offen gesagt, müsse man darauf verzichten.

London, 23. Dez.Daily News" weist darauf hin, daß der Beschluß, die Eiuberuftinq einer euro­päischen Wirtschaftskonserenz unter Einschluß bet Neutralen anzuempfeblen, zusammen fällt mit der Einbringung einer Entschließung des amerikanischen Senats, durch die Präsident Harding ermächt'gt wird, eine internationale Wirischastskonsereuz im März nach Washington eiuzubernfen. Die von Lloyd George und Briand vorgeschlagme Konferenz würde eine wesentliche Vor berei tung für eine derartige Zusammenkunft in Washington sein, da Europa Schritte tun müsse, um feine Angelegenheiten in Ordnung zu bringen, bevor es nach Amerika um Hilfe ansschanen könne.

LautDaily Mail" hält Lloyd Georg« morgen und am Montag vor seiner Abreise nach Cannes einen MinMrrat ab. Den, Matte zufolge werden aus bet Konferenz von Cannes erörtert werden: Die Neu- regeluna'der Weltsinanzen, Herabsetzung der deutschm Zahlungen, Ratisizierung des Wiesbadener Abkommens sowie des Pariser Abkommens vom 13. August, die Frage eines engiisch-iranzSsischen Bünd­nisses und der wirtschaftliche Aufbau Europas cm- schließlich Deutschlands und Rtißlands. LautDaily Mrill' werden an der bevorstchenden Konferenz dcS Obersten Rates noch mehrere britische Kabinettsmit- alieder teilnehmen, darunter Lord Curzon und Schatz­kanzler Harne.

Die Konferenz der 50 Nationen.

Washrngton, 22. Dez. Senator France hat einen Antrag eingebracht, wonach die Vereinigten Staaten fünfzig Rationen zu der Wirt­schaftskonferenz einladen wollen, die im März nächsten Jahres in Washington stattfinden soll. Der Antrag bezweckt, eine heftete internationale Union zu erstreben und im allgemeinen Matz- nah men zur Sicherung des allgemeinen Friedens und der Wohlfahrt, der Freiheit für die Gegen­wart und die Zukunft sowie die Lösung der ernsten wirtschaftlichen und finanziellen Probleme, die sich aus dem letzten Kriege ergeben haben. Unter den zu der Konferenz einzuladenden Ländern befinden sich auch Deutschland, Oesterreich, Rutzland und Irland.

Die Opposition gegen Briand.

P a r i s, 23. Dez. Briand hat dem Präsidenten der Republik einen Vortrag über die Londoner Konferenz gehalten. Der Ministerrat wird sich mit den Plänen Lloyd Georges beschäftigen. Inzwi­schen hat der frühere Finanzminister Klotz, einer der Führer der Opposition, dem Ministerpräsiden­ten angekündigt, datz er ihn über die Stellung Frankreichs in der Wiedergutmachungsftage zu interpellieren wünsche. Briand hat dem Abgeord­neten gesagt datz es vor der Konferenz von Cannes

durchbringen, wollte das Leben umgestalten, wollte «ich die llrinstcn Dinge mit der Hoheit und Energie seines Geistes füllen. Er war ja fein scheuer, die Einsamkeit suchender Mann, der ängstlich den Einfluß auf das Leben vermied, er wollte alles, was in ihm glühte, in die nüchterne Wirklichkeit der Tage nm« sitzen. Darum braucht ihn unsere Zeit nötiger denn je. Schellenlaute Toren laffen unzählige Worte über He Menschen gehen, Stimmungsmusch wogt überall, .Her der nüchterne Ernst, der des Arbeitstage? sich freut, fehlt so oft Elend, Jammer und Sorge in Hechte nächster Mannigfaltigkeit, Rot die sich öffentlich kett macht, mehr noch solch«, die sich ängstlich in jtn Winkel verkriecht aber fo wenig selbstlose Liebe, die ans letzten Tiefen schöpft, so wenig zähe, pnverdrossene Arbeit, die keinen Tag ver säumt! Es ist, als ob nicht nur Müdigkeit vielen He An gen schließt, nein, als ob die hohe, sittliche Verpflichtung, die uns das Christentum auferlegt, richt mehr verstanden wird.

Ich sehe den Meister immer so: Er wollte ein Mersmann sein, der im Frühlicht das Feld voll lernen und Disteln sieht, dem es aber unabweisbare Kib mit Liebe erfaßte Pflicht dünkt, Disteln und körnen zu beseitigen, um fruchtbares Land zu schaffen, «S dem. Segen sprießt. Ob das Tagesmühe schafft i iind durchgrübelte Nächte, ob das Verzicht verlangt iuf billiges Glück und mancherlei Selbstverleugnung Mserlegt ti gibt nur diesen Weg für alle, die Zesu Jünger fein wollen. Ich bin des Glaubens, H diese Erkenntnis uns bittet not tut, diese Er- JniutniS, daß von Weihnacht her der stille, unablässig wirkende Trieb in die deutsch« Seele kommt, Schritt für Schritt, in Mühe der Arbeit Tränen zu trocknen, Sunden zu heilen und des Schwachen zu warten. Aktivität ist heute die einzige Losung, Aktivftät die sie in höchstem Maße der Stifter des Christen- tamö in sich trug, die ihn zum Manne reisen ließ, kr noch am Kreuz das Siegesbewußtsein in sich hatte, daß sein Glaube die Welt überwinde. Wie wäre Mihnachten schön, wenn dieser Geist der Tat- kraft von ihm aus unser deutsches Volk durchflutete, Venn alles Leben vom Sinne der Dienstbereitschaft tzeadell würde, die keinen Menschen und kein Ting gering erachtet, ihm etwas von «mporziehender e zu widmen.

Der große deutsche Dichter und der Mann der Weihnacht sind völlig gleicher Meinung: Am Anfang wat die Tat! Laßt uns Weihnachten feiern im Geist der Tat, datz aus ihr trotz alles Duuftls, das über unserem Volk liegt, neue Zukunft ersteht. Latzt uns dankbaren Sinnes den Nüßen, der in all feiner Schlichtheit, aber mit all sein:? -qutlltiefen Schaffenslust mehr war wie die Stinimalroeifen der alten Zeit, die kühl im kühlen Schatten saßen, und mehr ist wie die verso,men Lebens- fche'.leu der neuen Zeit, die müde und schlaff die Losung her Weichlichkeit verkünden. Die alten Christen rannten sich milites Christi, Soldaten Christi der diegerische Mang dieses Wortes sagt uns noch heute: Bo der Meister ist. da ist harte Luft, da ist heißer Sturm, da ist jauchzendes Schaffen aus starkem Herze« <md entschlossenen Händen. Solch Weihnacht hei- bischen Christentums wünsche ich meinem deutschen Volke.

Der Anzeigenpreis Beträgt für die 9 frei». Zeile oder deren Raum 60 Pig. iüf.den Milli-

meier, amtliche und auswärtige 80 Pig. Ändere Spaltenbreiten nach «nNprechender « TaUä Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über Seite einnehmende An- chck. 0-11'* . ... , ... k__... unh iit hererfinen.

»feit.

84, II.

rauf - gut« tu z« e wahren Mappen. L. 36 an

H8O4

t täglich dienst.

t 6217 l. Leipj.

458»

en: mm

: Ui. 3.58

i 25000

e ncaj «sero

Buch !s be- .511«. ns | :el | - 491

AMiiches VeMndigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (bas früher kurheftischej Oberhefsen

en imen. to'iaei äenb.

,i machet, !. b75M

8851

L »

:n