Der A«uetaem>rei« txträgt für die 9 yesp. Zeile oder deren Raum 80 Vfg. Eür de» Milli« _ Ort 7r?;T Gn^f^nhrohM narb -Nttoretdender
St. 300
Das Evgebnis von London
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Tte .Dbe/beifiltbe Zeitun> ecftbeint (etbsmal wöchentlich. — Styigspteie meaetlidi ob« Zustellung 850 Mi. durch di« Voft 9.50 Mk. Für auefoBenoe Hummern infolge Streit» ooer elementarer Ereigniiie kein Ersatz. — Verlag von Dr. T. Htnerotb. — Druck der Untv-Btuhdruckerei van 3oh. Ina. Ä<di, Marti 21 23 -Fernsprecher tfc, Voltfchecklonto: Rr. S015 »ml Frankfurt a. Main.
Paris, 22. Tes. Nach bnn Soudraberichterstütt-r d«s „Echo dc Pari?" b'eibt das ganze Finanzproblem dem £>»? rRen Rat Vorbehalten.
Paris, 22. Dez. Nach dem Journal des Debats soll der Oberste Rat in Cannes am 3. Januar zu- sammentretrn.
London, 22. Dez. Laut „Daily Telegraph" stirb der von den Finanzsachverständigen in London -msgearbeitete Plan den Vertretern der Verbündeten in Cannes unterbreitet werden, die darüber zu k>e- 'chliesten haben werden. Auf dieser Konferenz des Obersten Rate« werde dann die Frage der Ent- ichädignngen nnd des Wiederaufbaus Europas mittels einer internationalen Konferenz und einer intcrnaiio- nafrn Anleihe erörtert werden.
London, 22. Dez. Au ver Beendigung der Konferenz zwischen Lloyd Gorge und Briand durch die Einberufung des Obersten Rates für die erste Januarwoche nach Cannes berichtet „Tally Chronirle", die französische Ansicht über die wirtschaftliche und politische Wiederaufrichtung Europas sei von der britischen Ansicht verschieden, sodaß man übereiuge- kommen sei, die gesamten Fragen durch den Rat der Verbündeten entscheiden zu lassen. Die Engländer hoffen, daß, wenn die Konferenz des Obersten Rates Erfolg habe, eine allgemeine internationale Konferenz, auf der auch Demschland und Rußland vertreten sein sollen, daraus folgen würde. Diese Konferenz soll eine Regelung der Gesamtheit der europä schen Fragen zustand.bri-gen. Laut „Tally Cronicle" ist Großbritannien bereit, Frankreich die wirksamste Garantie für seine Sicherheit zu geben, nämlich eine allgemeine Garantie. Es ist sedoch nicht bereit, die französische Sicherheit gegen Deutschland zu garantieren.
Parts, 22. Dez. Rach dem Londoner Berickt- erstatter der »Ebicago Tribüne" wird als inoffizieller Berater der Vereinigten Staaten wahrscheinlich der amerikantlche Botschafter in London, Oberst Harvey, der Tagung des Obersten Rates in Cannes beiwohnen.
Deutsche Vertreter tu Cannes?
Paris, 22. Dez. Der Sonderberichterstatter der Havas-Agentur gibt in einer Meldung aus London zu, daß deutsche Vertreter zu den Beratungen in Cannes wie in Spaa und London im Februar zugelassen würden. Diese Gerüchte, so fügt er hinzu, müsse man allerdings mit -er au5« drücklichsten Reserve verzeichne«» ■
$tr niM'lMröM WM.
London, 22. Dez. Laut „Daily News" wurde in gut unterrichteten französischen Kreisen bestä» iigt, daß Briand sich der Herabsetzung des unter dem Londoner Abkommen vom Mai festgesetzte» deutschen Einschädigungsbetrages entschlossen wider», etzte. In britischen Kreisen werde dagegen erklärt, daß Lloyd George dem von Briand vorgetra». genen Plan, Deutschland militärische und wirt» chaftliche Strafen aufzucrlegen, wenn es nicht die nächsten Monate zahle, keineswegs günstig ge, tnnt fei.
Die britische Negierung steht, wie die „Dail- Mail" meldet, dem Gedanken der Ernennung eines üskalrfchen Ausschusses, der für ganz Deutschland das'Amt einer behördlich angestellten Verwaltung ausüben würde, ablehnend gegenüber. Briand ei der Ansicht, daß die Auferlegung von Strafen, unterstützt durch ein starkes Heer und eine starke Flotte, das einzige Mittel fei, die Zahlung der deutschen Entschädigungen zu erhalten. Briand sei bereit, von diesen seinen Forderungen etwas nachzulassen, wenn von Großbritannien unbedingte Garantien gegeben würden, daß es Frankreich, im Falle dieses durch eine feindliche Macht angegriffen würde, zuhilfe kommen würde. r
„Keine ernsten" Meinungsverschiedenheiten.
London, 22. Dez. Am Cchlusie der Lon-
Marburg 3rM ter 23. JwnOtt I «Inland.
Generaloberst v. Beseler f.
Ber 1 in, 2L. Dez, Generaloberst v. B e s e 1 e r! ist am Dienstag tm 72. Lebensjahr gestorben.
Der Verstorbene wurde 1911 als Chef des Ingenieur- und Pionierkorps zur Disposition gestellt, trat 1914 wieder in den Dienst und ist bekannt geworden als Eroberer Antwerpens and Nowo keorgiewfks. Im August 1915 wurde er General- gouverneur von Polen, als welcher er mit einer der Träger der unglücklichen und falschen Polenpolitik war.
Aus dem Reichsrat.
Berlin, 23. Dez. Ter Rnchsrat hat in seiner gestrigen letz!en Vollsitzung vor Weihnachten den von der Regierung ausgestellten Richtlinien für die Ver- trenbrnig der vorgesehenen hundert Millionen Mars zur Unterstützung notleidender Kleinrentner nach dem Ausschußantrag zugestimmt, ferner einen Antrag der ReichSregierurtg, daß der Reichsarbritsministcr ermächtigt wir», bis zum Betrage von 50 Millionen Mark vorläufig Vorschüsse zu leisten, aus denen diese Ubierstützung gewährt, werden soll, angenommen. Ferner genehmigte der Reichsrat die Novelle zum Ees-tz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen, in dem bic Hastpslichtsummen erhöht werden. Gemäß den AnSschußbeschlüssen strich das Reichsratsplenum beim dritten Nachtrag für 1931 an der Position „Zentrale für Heimstdienst" z>vei Millionen ab und bewilligte nur vier Millionen. Dir. nächste Sitzung findet am
112. Januar statt. . .______ ___;
Etats inh leine ®eie.
Von Wilhelm Georg-Bremerhaven. ■ " a I 68 ist bezeichnend für die Interesselosigkeit des Durch-1 jchnittSdeutschen in wirtschaftspolitischen Dingen, daß I -gn hi» znm Weltkriege so wenig von S t i n n e S gi- I bat. Und e« ist bei dieser Passivität des deutschen I Staatsbürgers schließlich nickt verwunderlich, daß man I ggji heute noch in einer Zeit, in der der Name in aller I Ast genannt wird, ost genug der Frage begegnet: Wer I K StinneS? Freilich, wer am Rbein. an der Rubr. ^er an der Wuvver wohnt, der wird diese Frage nicht I Mkn. Wenn über 50 Schlepp-Damvssckifse und weit iber 100 Schlepp-Kähne auf deutschen Strömen eines KanneS Namen tragen, dann ist der Träger dieses jtamenS bekannt.
Hugo StinneS steht im Alter von 50 Jahren. Bor 113 Jahren begann ein Rubrschisser StinneS. Matthias xit Vornamen und Sohn eines Schiffers in Mülheim, jein Geschäft. Er eröffnete auf der Rnbr mit einem Lachen einen Kohlenhandel, der sich allmählich auf dem sgfr-tn bis nach Holland hin erstreckte. Aus der Familie tiefes Mannes stammt der brate vielgenannte Hugo LtinneS. Ohne Orden und Titel, bescheiden in seiner Lebenshaltung, fast bedürfnislos, altmodisch gekleidet, ,hne Taillenschnitt und ohne Bügelfalte, bleichen Aa- zesichtS, das die Spuren starker geistiger Arbeit zeigt, | fo geht er ec -her. Mit der achtstündigen Arbeitszeit kommt er nicht aus. An feinem Lager steht ein Tisch mt elektrischer Lampe und mit einem Notizblock, der jät daS Einträgen von Notizen bei nächtlichem Er- vachen bestimmt ist. Die Eisenbabnsahrten sind für Hugo Stinnes ebenso Stunden der Arbeit wie die Zeit, fc er am Schreibtisch vollbringt. Keiner wird ihm nack- sagen können, daß er je ein Fürstendiener gewesen ist. nnd Kiner wird eS wagen, ihn antichambrieren zu lassen. 8er Iahten schrieb ein Berliner Finanzmann einem ktaatssekretär (einem der wenigen, die wirklich eine Rolle spielten): „Ich komme, aber ick antichambriere nicht: dran meine Zeit ist kostbar." Stinnes hat nickt «Stig, erst hierauf aufmerksam zu machen. , Man weiß, daß er mit der Uhr in der Hand von einer Sitzung ptr andern fährt.
ES ist schon allerhand, wenn in Deutschland, wo man int Zerfleischungskampfe der Parteien nickt einmal vor Charakteren Achtung hat, wenn in diesem,Deutschland ein sozialistischer Minister wie Severing den Will findet, Schreiern zuzurusen: „Ich balle Herrn ktimces für einen der hervorragendsten M ä n- uer unseres Wirtschaftslebens, dem alle Parteien Achtung entgegenbringen müssen! Sein wirtschaftspolitisches Programm kann man zu einem guten Teil unterschreiben! Ich weiß, daß Herr Stinnes persönlich sehr bedürfnislos iß, und daß er die Gewinne, die er aus seinen Erwerb?» gesellschasten erzielt, anlegt, um neue wirtschaftlich- lluternehnrnngen aufzubauen, statt sie in W:in zu per -rassen!" Severing mußte zu diesem Urteil kommen, veil er früher selbst in Rheinland-Westfalen in ieber Stunde auf die Spuren dieses gewaltigsten unserer Industrie-Kapitäne" gestoßen ist.
Wenn man sich in Deutschland dazu aufschwingen Bunte, Köpfe, die etwas leisten, mit jener Objektivität zu betrachten, wie es England und Amerika trn. dann würde der Wiederaufbau gefahrloser und tzsssnung!- reicher sein.
doner Min sterkonferenz wurde ein Bericht aus» gegeben, in dem es heißt: Es wurden in allen Punkten befriedigende Ergebnisie erzielt Sie sind jedoch vorläufiger Art bis zum Zusammen» tritt des Obersten Rates in Cannes. Man fei sich einig darüber, daß die Initiative zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas von den Mächten ausgehen müsse, die die größere Stabilität besitzen. Es wurde beschlossen, daß Sachverständige mit dem englischen Premierminister die Einzelheiten des einzuschlagcnden Berfahrens beraten sollen. Die Ergebnisse dieser Beratung sollen in Cannes erörtert werden. In der Entschädigungsfrage sind keine ernsten Meinungsverschiedenheiten zutage getreten, doch kann diese Frage nicht mit dem europäischen Wirtschaftsproblem verknüpft werden.
EuglisÄe Befürchtungen wegen Frankreichs Rüstung.
Parts, 22. Dez. Der Sonderberichterstatter des »Journal" sagt, er habe den Eindruck, daß die Männer um den grünen Tisch von der Größe und von der Ungeheuerlichkeit des Problems etwas überflutet worden seien. Sie seien sich mit gutem Willen entgegengekommen in dem Entschluß, zu einem Ergebnis zu gelangen, weil ihre Völker zu sebr litten. Aber jeder scheine von seinem Partner erwartet z, haben, daß dieser den ersten Schritt unternehme. Der Berichterstatter stellt dann die Frage, ob nicht die Haltung Frankreichs in der Frage der Entwassnung zur See anf die Beratungen gedrückt habe nnd ob ste nicht schließlich an die erste Stelle gerückt worden lei. Die englischen Milltärkreise hätten eilte Meinung von Frankreich, die man schwerlich unberücksichtigt lasten könne. Frankreich, so wie es sich jetzt den Engländern darstelle mit seinem Heer, seinen Flugzeugen und seinen Unterseebooten bedeute nach ihrem Sinne für England eine offenkundige Gefahr. Sie hielten Frankreich sür fähig, innerhalb einiger Stunden den Krieg in das Herz Englands zu tragen.
Frankreichs N-Bvotsfordcrung.
Paris, 22. Dez. Der Londoner Sonderberichterstatter des „Echo de Paris" meldet über den Inhalt des Briefes dos Staalssekrrtärs Hnghes, den der amerikanische Volschaster gestern Briand ausgedündigt habe, daß der Staatssekretär darin dem franzöm'chen Standpunkt betreffend die Grotzkampsschisse zustimme, ober darauf dringe, daß Frankreich seine Ansprüche betreffend die Größe seiner Streitmacht an U-Booten, Torpedobooten, Zerstörern und Hilfsschissen noch weiter h e r a b s e b e.
London, 22. Dez. Einer Meldung der »Times" iUiotge wird über den gestrigen Besuch des amerikanischen Botschasiers in London bei Briand Stillschweigen beobachtet. Es wird jedoch für möglich gehalten, daß e5 sich um eine neue Mitteilung Hughes' über die U Bnotfrage handele. Harvey werde beute erneut bei Briand vorsprechen und möglicherweise dann die Ant- wort Briands erhalten. Der »Times" zusolge ist durch die Forderung Frankreichs nach einer vermehrten U-Booltonnage, während Großbritannien völlige Ab- Ichasjung der U-Boote überhaupt fordert, eine Lage geschassen worden, die es für Großbritannien schwieri-- ger mache, Frankreich Zugeständnisse in der Entschädt- gnngsfrage zu gewähren. .
Abreise Briands.
London, 22. Dez. Tie heutige Letzte Besprechung Briands mit Lloyd Georg: dauerte anderthalb Stunden. Um 2 Uhr nachmiuags reiste Briand nach Paris zurück. Einern Vertreter von Reuter teilte « tau, daß ta allen wesentlichen Punkten ei«;
tium auf die drohende Gefahr eines Eisenbahnerausstandes hingewiefen. Er hat weiter betont, daß er n i ch 1 m e h r in der Lage ist, das Verhängnis aufzuhalten, wenn die für einen Teil des Personals bereits genehmigte Dorfchu^ahlung nichtz auf die übrigen Beschäftigten ausgedehnt wird.
Die Artcit-reit de« Eif.nbahnperfonals.
$ er! in, 22. Dez. Im Reichsverkehrsminister-um wurde der Entwurf des Gesetzes über die Arbeitszeit des Eisenbahnperson als ausgearbeitet. Der Entwurf macht einen Unterschied zwischen brr Arbeitszeit als Seit der wirklichen Arbeitsleistung und der sogr- nannten Tienftberritschast. In besonderen AiS- sübrungshorsckriften wird geregelt, ob und in welchem Umfang die Dienstbereitschast auf die Arbe'tszeit an- gerechnet werden kann. Es besteht danach die Möglichkeit, daß die Dienstdauer der Beamten auf übet qcht Stunden ausgedehnt werden kann, sofern die Arbeitszeit acht Stunden innerhalb dieser Diensi- fch'icht nicht überschreitet. Der Entwurf macht somit schemaiisch den «chtstu^entag W Achtstuuden- Arbeitstag. Die Tienstschicht ddrf nach dem Cut- wurs höchstens fünfzehn Stunden betragen. Dieses Höchstmaß wirb »ober nur dort zu Anwendung kommen, wo infolge einfacher Verhältnisse geringe Anforderungen an die Arbeitskraft des Personals ge- stellt werden.
Danzig.
Danzig, 22. Dez. Gestern obrad traf von Ant- werpm der Dampfer „Gaina" mit 37 Tonnen alter fran'ösi'cher Sprengmnnition ans der Tanz'g« Reede ein. Mit Rücksicht mtf die ungeheuren Gefa h ren, d'e die unvor^ «iiete Ent'abung von g « fähnlicher Sprengmunllivn für die Sicherheit der gesamte.: Stadt und ihre Bevölkerung bildet, ist der Lolfenkommandant b'austragt worden, den Dampf« nicht eher in den Hafen hinein zu lassen, als bis nach Vorbereitung der erforderlichen Vocsichismaß- t.ahmen die möglichst schnelle und gefahrlojr Entladung sichergeflellt ist.
In Warschau ist gestern eine Vereinbarung unter- zeichnet worden, nach der die freie Stadt Danzig das Recht tjat, für die Einfuhr bestimmier Wasfen- gallungeic in ihr (3 b et Z'lllermäßigunaen vom autonomen Zolltarif im Rahmen eines festgesetzten Kontingents zu gewähren.
f)6«WtPcn.
(EifcnbaT.net und interalliierte Kommission.
Kattowitz, 22. Dez. (Amlich.s Gestern Abend ist ein Teil der Eleiwitzer Eifenbahner in den Ausstand getreten, weil die interalliierte Kommission die Zahlung der Mehrbeträge, die die Beamten durch die Höherstufung der Ortsklaffen- einteilung erhalten sollten, verweigerte. Der Ausstand wurde nachts abgebrochen und der Betrieb in vollem Umfange wieder ausgenommen. Erhebliche Störungen sind nicht vorgekommen. Heute finden Verhandlungen mit der interalliierten Kommission in Oppeln statt.
Wenn sich franMsche Offiziere gekränkt fühlen.
Kreuzburg, 22. Dez. Gestern Nachmittag wurden zwei Mädchen in Begleitung zweier französischer Offiziere auf dem Ring von Zivilperfonen angesprochen. Die Offiz'ere fühlten sich dadurch gekränkt und gaben zwei Schreckschüsse ab, durch die ein Unbekannter einen Lungenfchuß erhielt. Infolge des Zwisckenfalls fanden Anfomm- t hingen der Mengs statt, die ein bedrohliche Haltung gegen die Offiziere einnabm. Die Offiziere konn- | ten sich aber in Scherheit bringen. Jtalienifche ! Befatzungstruppen räumten befehlsgemäß den Ring.
Dtt SorifilM dn SsLinWOlM
Sein Zahlungsaufschub. — Ausdehnung der Befugntsie des GaranttcauSfchufleS.
Paris, 22. Dez. Der Sonderöerichlcrffatt« der Havas-Agentnr meldet heute, man erfahre, daß gestern spät abends -ke Sachversi-indigen sich geeinigt Mttcn, um dra beiden Ministerpräsidenten heute eine Empfehlung vorznlegen betreffend die deutschen Zahlungen vom 16. Januar und 15. Februar. Diese Empfehlung verwerfe jeden G'dankra eine? Zab- lunasausschubs, der von britisch« Seite endgüllig^ auf» ,'eg'den morden fei. Deutschland müsse 500 Millionen Goldmark nach dem Zahlungsplan vom 10. Mai rat« tickten, jedoch die abSnderungsfShigr Annuität, be- rechnet nach dra Ausfuhr, solle provisorisch nicht gezahlt werben, da sie zum großen Tnl durch Sach- Hcferungen gedeckt sei. Die Empfchliing stelle auch die Z a h ln n g s f S h t q keit Deutschlands fest und gründe sich auf Statistik^. Die Empfehlung rathalte weiter eine Anzahl von Dispositionen, die getroffen werden sollen, namentlich eine strenge Uebetwachnng der bratschen Statistik übet die Ausfuhr, ferner die Zuerkennnng ausgedehnter Befugnisse des Garanticansschusses. ohne jedoch eine Einmischung in die innert Verwaltung Deutschlands nach sich zu ziehen. Tas sei in großen Zügm der Jnhall der Empfehlung, mit der sich Lloyd George und Briand heute beschäftigen werden, und die nach gemeinsamer Ueb’rtinfnnft den Beratungen des Obersten Rates zugrunörgelegt werden solle.
Dra „Figaro" schreibt zu dem Ergebnis, das jedenfalls nach den Beratungen in London zu erwarten ist: Anfang Januar werde man jedenfalls in die Periode der Konferenzen eintreten, die nach kurzer Frist zu einem neuen Kongreß führen meiden, zu dem Rußland und Deutschla^b eing'laden irerdr, anzebtich, ,um die Wicdererhebung Mitteleuropas vorzubereiten, in Wirklichkeit aber, um das Werk von Versailles umzitgestalten.
GnWiot GnWiiiitiit fciiiJj Oer flierütn M
Die Gehalts- und Lohnbewegung.
Die neuen Forderungen der Beamten.
Berlin, 22. Dez. Im Reichsiinanzminisiraium! sand beute eine weite« Aussprache mit den Führern der Spitzenorganisationen statt. Die Forderungen der ' Oraauisaiionen vom 3. Dezember sollen nach der Lage i der Verhältnisse modifiziert werden. Die Beratungen 1 finden voraussichtlich in der ersten Hälfte des Monats ; Januar statt. Im übrigen legt das Reichsfinanz- bciuisterium Wert darauf, ausdrücklich sestzusteüen- daß es fick bei den durch die Presse bekanntgewordenea aus die Ortsklassen A und B beschränkten Vorans- rahliingen nur um Vorauszahlungen der mn Monats- eube fälligen gegenwärtigen Bezüge, nicht um Bor- jchußzcrhlnngen auf di- künf.ige Neuregelung hairdelc.
Die Gefahr eines Erfenbah-lerausstandes.
Berlin, 23. Dez. Dem „Vorwärts" und de: Freiheit" wird vom Vorstand des Deutschen Eifenbahnerverbandes geschrieben, daß aus allen Teilen des Reiches Nachrichten eintreffen, die auf den krnst der Stimmung unter den Eisenbahnern aufmerksam machen. Der Vorstand hat das Rcichs- finanzministerrum und das Reichsverkehrsmitiiste-
met«, amtliche und auswärtige 60 Psg. Ändere SoaltenbreUe* nach «nkwrechender »erechnunq. Spät einl-uiend« oder den Raum üder Sette tinnehmt*De »«• neige« find wir berechtigt, nach der Te(tfpttltenbrelte ju setzen und ,n berechnen. Sogen. Reklame« berechnen wir die Tol.-3etle mit L00 Mk. sRabattsgill^ai,
Barradott. Bei Lusiunft durch die R>eid>aftsiteUe und Setmititung der nnge» bete 1 Mk. Sondergebudr.