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Ärmliche- Neitündigungsblart des Kreises Marburg.

Anzeiger für (Ms. früher kurheMchej OHMeffew

meter. amtliche und ausroärfiae 80 Pig. Ändere Epaltenbreltkn na» entiprechendrr

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Erstes Blatt.

Die Londonev Beratungen

Dez. Ter französisch« Mimster-

doch

*5.

der Kavv-Pulsch strafrechtlich und moralisch nicht ver- iirteilenSwerter ist als der Stur; deS alten Regierungs-

Times" zufolge wird allgemein angenommen, daß eine Ermäßigung der deutschen Gesamtverpftichtnugen

Brüsseler Konferenz alle zivstr» Frankreich wäre mehr für da»

55. Wl

1921

solle oder wie die sirrten Stationen. Letztere.

London, 21.

f Der politische Hintergrund, der sich in Leipzig im »erlauf« der Vernehmung der Angeklagten und der 8engenaussagen ausgehsn hat. geht weit über die Be­deutung der drei Einzelschicksale hinaus. Es ist zum ersten Male klar vor aller Welt erwiesen worden, welch rin leichtfertiges und törichtes Unternehmen der Kopv- Putsch gewesen ist. Der Putsch hatte lediglich eine rnili- tärisA Triebkraft, aber trotz der Mitwirkung KapPS leinen politischen Kopf. Wie politisch naiv General tz. Lüttwitz dachte, ist durch verschiedene Zeugenaussagen ans Licht gekommen. Die politische Aufmachung war für ihn eine reine Fassade. Kapp war nicht imstande, diesem köpf- und ziellosen Unternehmen irgend. einen ststen und greifbaren Inhalt zu geben. Militärsich gc» sehen war der Putsch mehr oder weniger die Zusallrlaune eines unzufriedenen Generals und politisch gesehen eine diegierungserneuerung, die Kapp gewissermaßen aus dem Lermel zu schütteln versuchte. Die Zustände., die sich »us diesen völlig zusammenhanglosen Borauszetzungep

daß bet Artgendlick für die Auslegung einer solchen Anleihe nicht günstig sei. Es würde schwierig sein, mehr als 100 Millionen Pfund auszubringen. Es wäre jedoch eine M i n d e st s u m m e von dieser Höhe erforderlich, (um die deutschen und anderen Ent« schLigungen für einen wesentlichen Zeitraum zu ton» solidieren und die Hauplbedingungen für die finanzielle und wirtschaftliche Wiederherstellung von ganz Mittel­und Osteuropa zustandezubringen. Ter Berichterstatter desDaich Telegraph" meldet, es stehe außer Zweifel, laß Lloyd George die baldige Einberufung einer internationalen Konferenz, zu der auch Deutschland und Rußland unter Bedingungen ein- geladen werden sollten, plane. Es handle sich nur um die Frage, ob eine solch« Konserenz ausschließlich die Entente und Deutschland sowie Rußland umfassen

entwickelten, sind im Lauf« deS Prozesses nicht »ur von den Angeklagten, sondern auch von mehreren Zeugen außerordentlich drastisch geschildert worden. Von heute und morgm läßt sich wohl ein Brigademarsch von Döbe- ritz nach Berlin ansführen, aber nicht ganz Deutschland

Der «metaensreis beträgt für die 9 gesp. Zelte ober beten Raum 60 Psg. für den Milli- meter amtliche und ausroärtiae 80 Pjg. Ändere Spaltenbreiten na» entiprechender ._ * l t f.hAH sDnuuk«* 11 «inn*htn*nh» VI ne

Sie Flüge der MlmMiM DeattotoH.

Dos Urteil im SaicWMrtieB.

5 Jahre Festungshaft für Jagow.

Leipzig, 21. Dez. Im Jagow-Prozeß wurde 0te Mittag das Urteil verkündet:

Der Angeklagte v. Jagow wird wegen Bei« |i(fe znm Hochverrat unter Zubilligung mit« tettäxt Umstände zu 5 Jahren Festungshaft ^urteilt. Da« Verfahren gegen di« beiden An.qe- gqien Dr. Schiele und v. Wangenheim wird ,i«g«stellt, da sie nicht als Führer anzusehen

Die durch das gefetzlt'che Verfahren entstandenen iesondere» Kosten werden der Staatskasse auferlegt. Die übrig«» Kosten fallen dem Angeklagten v. Jagow

dieser Denkschrift die Forderungen der poetischen Par­teien tote folgt zusammengefakt: »In dieser Note ge­statten wir uns die ergebene Bitte, der Lobe Nat des Völkerbundes möge eine R e v t s o n aller Geselle und Gesetzesänderungen veranlagen, die o b n e dir Mit­wirkung der getoäblten Vertretung der Bevölkerung erlassen worden sind, möge eine baldige Entfer­nung des französtfchen Militärs und! der französsschen Gendarmerie veranlassen, möge einem dringend ««hegten Wunsch der Bevölkerung entspre­chen und das saarländische Mitglied der Regierungs- kommisston auf Vorschlag der Bevölkerung ernennen, möge als Präsidellten der Regierungskommissson nur ein solches Mitglied ernennen, das die Landes­sprache tu Wort und Schrift beherrscht."

beabsichtigt sei.

LautDaily Expreß" erklärt Frankreich immer noch, daß Deutschland die Januar« und Februar- Raten ganz bezahlen könne. Die britische Regierung sei jedoch nach den ihr vorliegenden Informationen der Ansicht, dckß es nicht möglich sei, daß Deutsch­land wesentlich mehr geben könne, als es den Ver­bündeten angegeben habe.

DerDaily Chronirle" schreibt, die britischen und die französischen Sachverständigen hätten den ganzen gestrigen Tag mit der Erörterung der unmitielbare.''. Frage der im Januar und Februar fälligen Raten verbracht, ohne zu einem Uebereinkommen zu ge­langen. Zu diesen Beratungen sei Rathenau nicht | zugezogen worden; er habe jedoch Unterredungen mit I Vertretern des Schatzamtes über andere Probleme ge- habt, die von großem Einfluß auf die Stabilität der deutschen Finanzen seien, insbesondere über diever­schwenderische Geldhilfe" der deutschen Regierung für Kohle und die Post. England wünsche diese Geld-

Homburg, 21. Dez. Der französische Sprach­unterricht für die VolkSschullehrerschast bat hier seinen Anfang genommen. Er wird an Samstagen im hiess- flen SchulbanS an alle Lehrer 618 zu 85 Jahre vor» einem auswärtigen Rektor erteilt.

Dle farbigen Truppe«.

Berlin, 21. Dez. Auf eine Anfrage der Retck'S- tagsabgeordneten Dr. Kabl und v. Schoch (Deutsche Vvt.) über die Verwendung farbiger Besatzungstrup­pen im Rheinland ist von der ReichSregierung geant- toortet worden, dass über dies- Angelegenheit mit der französsschen Regierung ein Notenwechsel stattgefunden hat. In zwei Noten vom 26. August und 10. Oktober wurden alle Ausschreiiung farbiger Truppen der fran- zösskchen Regierung zur Kenntnis gebracht. Eine fran­zösische Antwortnote wird nach Anstellung weiterer Er- mitlelnngen durch die deutsche Negierung beantwortet werden. Der Wortlaut der Note wird dem Reichstag zur Kenntnis gebracht werden. Es wird ferner mtt- getetlt, dass im Reichsministerium des Innern eine umfangreiche Zusammenstellung der Ausschreitungen bearbeitet wird. ...--

Hilfen abgescha fft zu sehen. Das Blatt schreibt weiter, Frankreich wünsche einen Vertrag, der die Garantien Großbritanniens gegen einen deutschen Angriff erneuere; Großbritannien wünsche die Zurück­ziehung der Besatzungsheere und Neutral, ^erung der besetzten Zone. Es sollte nicht unmöglich sein, eine Formel zu finden, die die beiden Standpunkte der-1 einige. !

Bezüglich des französischen Vorschlags einer inter­nationalen Anleihe mit den deutschen Zolleinnahmen und den Zolleinnahmen der vormals feindlichen Länder M Sicherheit verlautet, v» wende jetzt anerkannt

.Ottomanisienrng" Deutschlands erheben.

systems im November 1918. Aber er bleibt

DieObttbelRlAe 3«<hm ' erl»eint ie*9tnal wöchentlich. Bezugsvrei, monatlich ohne Zustellung 8.50 Mk durch di« Poft 9.50 Mk. «für au,sall«nv« Nummern iniolg« Str«»» oder «lementarer Ereignisse kein Eriap. Verlag von Dr. C. fiitierotb. Drnckder Univ^Buchdruckerei von Job. Bug. Ko», Mark; 21 23 werniprecher 5% PoftiLeckkonta: Nr. 5015 Amt ^rantiurt a. Main.

suchen die Premierminister noch einen Ausweg aus der Sackgasse, dir durch die Ersiärung Deutsch- kands geschaffen wurde, daß es nicht in der Lage sei, die nächsten Ritten voll zu bezahlen. Es scheine, daß die Erklärung Deutschlands von britischer Seite als durch die tatsächlichen Umstand« gerechtfertigt angeschen werbe.Morning Post" zufolge werden dir Premierminister, wenn die französischen und die britischen Sachverständigen zu dem Schluß kommen sollten, daß Deutschland zur festgesetzten Zeit wirklich seine Sckmsiwn nicht mehr bezahlen könne, bereit sein, unter gctoisieu B-Dingung«» einer Lrlrichtrrung zuzuflimmen. Die Sachverständigen befassen sich augenblicklich mit der Ausstellung der Bedingun­gen , die sowohl für England als auch für Frankreich befri-digend wären und non denen man lautMorninz Post" auch erwarten könnte, daß Deutschland bereit fein würde, sie zu ersüllen.

Die Sachverständigen berieten lautDaily Mail" Ie-stern mit Rathenau, der ihnen einen Bericht über die augenblickliche wirtschaftliche Lage und die söillsouellen Deutschlands imterbreitet habe. Ter

Italien meldet sich.

London, 21. Dez. (Havas.) AuS toot).unter» richteten Kreisen verlautet, dass der italienische Bot» schaster in London bei der englischen Regierung einen freundschaftlichen Schritt unternommen habe, um ihr das Interesse auseinanderzuketzen, das die im Lauf« der Londoner Verhandlungen gestreiften Fragen für Italien haben. Llohd George soll von diesem Schritt den französischen Ministern Kenntnis gegeben habe«.

Die Mtlitärlommtsssone.r.

Berlin, 21. Tez. Zu der Berliner Blättermel« düng, dass General Rollet beabsichtige, die interalliierte Militärkontrollkommisston in Deutschland auf elu Drttt tel des bisherigen Standes herabzusetzen, wird au zu» ständiger Stelle erhärt, dass der deutschen Regierung davon nichts bekannt sei. Dagegen erhärte der Chef der interalliierten Luftfahrikommissson, der eng. liscve General Masterwann, diese Kommission anfangs ,des nächsten Lahres, ahbauen 4u wsü«,

Präsident Briand hatte vormittags mit Lord Cur­zon eine Unterredung, die sich auf den Zeitpunkt einer Zusammenkunft im Januar, in der die Lage im nahen Osten verhandelt werden soll, bezog. Nachmittags land «ine eineinhalbstündige Unterredung zwischen. Briand und Llohd George statt. Auch die Sach, veiständigen sind wieder zusammengetreten. AbendS fand eine nochmalige Besprechung der beiden Minister» Präsidenten statt.

Seist Asims MM.

Tagung deS Obersten Rates im Januar.

London, 21. Dez. (Havas.) Der Sonberbericht» erstatter der Havasagentur meldet, daß Briand und Llovd George beschlossen hätten, den Obersten Rat zu einer Tagung einznberufen, die während der ersten Januarwoche 1022 in Cannes abaebalien werden soll. Die Konferenz der Außenminister von Frank­reich, England und Italien würde einige Zeit nach- her, wahrscheinlich in Paris, stattfiiiden.

Die Abendpresse veröffentlicht in Sperrdrnck eine Meldung, daß Llohd George auf seine Weihnachts­ferien infolge der Schwierigkeiten, die bei den Ber- handlnugkn mit Briand entstanden sind, verzichtet. Briand werde kaum früher als am Samstag abreisen können.

DemEvening Standard" zufolge versuchten bit Sachverständigen nachmittags, die einander geaenüber- stcüenden Ansichten in der Entschädigungsfrage zu versöhnen. Eine Uebereinstimmung sei nicht erzielt worden. Wie gemeldet wird, ist die Lage solgende: Die Ansicht der Franzosen ist es, daß Deutschlands Er­klärung, es sei nicht imstande, die Januar- und I Frbruarraten zu bezahlen, den Versuch bedeute, sich I seinen Verpflichtungen zu entziehen. Von britischer I Seite sei dargelegt worden, daß Deutschland große I Mühe haben werde, Geld zu erhalten. Die beiden I einander gegenüberstehenden Ansichten zu vereinigen, I habe sich weit schwieriger erwiesen als man ange- I nommen hatte. Es kann endgültig mitgeteilt weiten, daß in dieser Frage Einmütigkeit nicht herrscht.

I Die Franzosen verlangten et.erg sche Maßnahmen gegen Deutschland. Tie Engländer seien jedoch der Meinung, I daß, wenn diese Politik befolgt werde, der Sturz der deutschen Negierung unvermeidllch sei, was die chao- I tische Lage Europas nur noch verschlimmern würüe.

Wie derManchester Guardian" berichtet, ist eine | weitere Schwierigkeit dadurch entstanden, daß die Fran» I zvfen von neuem die Frage der ersten Milliarde ] aufgeworfen haben und einen Anteil daran als Aus- I gleich für ihre Znstimmnng in der Frage des Zah- I lungsausschubs beanspruchen. Von britischer Seite I wurde demgegenüber geltend gemacht, daß das Wies- I badener Abkommen Frankreich besondere Bortclle I sichere.

I« bet Begründung d«S bereits mitgeteilten Urteils \ sthrte Präsident v. Pelargius u. <l aus: Jagow , sprach seine Bereitwilligkeit aus, sich an der von Kapp ganten Neuregelung der Dinge zu beteiligen. Als , fer Einzug ber DSberitzer Truppen erfolgte und Lüttwitz , die höchste Gewalt in Händen hatte, erklärte sich Jagow kapp gegenüber bereit. daS preußische Ministerium des Ämtern zu übernehmen. Eine Flut von Prokloms- ttone* wurde nach dem Einzug Kavvs in die Rcicbs- jwzlei verfaßt und zu verbreiten gesucht. Jagow war pm Kapp »um preußischen Minister des Innern er« lamtt worden. Wangenheim war zum preußischen Land- pirlschaftSministcr, Schiele als Reichswirtschastsminister m Aussicht genommen. Jagow nahm eine Reihe von Amtshandlungen vor. Wangenheim bat keine AmtS- tenbhtngen vorgenommen. sondern suchte den ksseubahnerstreik abzuwehren. Schiele ist nicht als Minister tätig gewesen. Er hat nur an den Bcsprechuno-'n teilzenommen. Da» Vorgehen KappS und des Generals ».Lüttwitz stellt einen vollendeten Tatbestand eines hoch- »erräterischen Unternehmens dar. Die Aenderung wurde »cwaltsam erstrebt, wie sich auS der Verwendung von Küttär und aus der Besetzung oer Ministerien ergibt. Der Gimvand, durch die Revolution vom 9. November 1918 feiert diese Bestimmungen deS Strafgesetzbuches bin» Bfig geworden, ist unbegründet: denn daS Strafgesetzbuch schützt irbe bestehende Einrichtung. Belanglos für die kchuldfrage ist der Umstand, daß Kapp und Lüttwitz sowie Jagow «ur im Interesse des Vaterlandes gehandelt zu haben glauben. Mit Unrecht beruft sich die Verteidigung »uf die Notwehr gegenüber den damaligen angeblich unge­setzliche» Zuständen. Unter keinen Umständen ist ein ktaatsbürgrr befugt, gewaltsam gegen solche seiner Mei- WUH8 nach ungesetzlichen Zu stände vorzugehen. Es gibt enbete unb zwar gesetzliche Mittel, um sich dagegen zu toebre». Alle bra Angeklagten mußten einsehen und habe« nach der Ueberzeugung des Gerichts auch eingesehen, daß eS sich um ein hochverrätisches Unternehmen gehan­telt hat.' Indem sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen zur Verfügung stellten, haben sie sich nicht Nur äußer­lich et« dem Unternehme» beteiligt, sondern auch sort- gangsfordernb beteiligt. Für ihre Mittäterschaft fehlen ausreichende Anhaltspunkte. Deshalb muß eS bei der Feststellung sein Beivenden haben, daß sie den beiden Führern durch Rat uni* Hat wissenlich Beihilfe leisteten. Zagotv wurde nicht zum unverantwortlichen Werkzeug »der nut »um bloßen Boten, wenn er daS von Kapp ihm «igebotene Amt annahm. DaS Amnestiegefetz vom 4.8. 1920 sieht unter den Führern alle Personen vor, die sich tu leitender hervorragender Stelle an dem hochver­räterische« Unternehmen beteiligt und aufsällig betätigt habe«. Jagow stellte sein großes Wissen und seine reichen praktischen Erfahrungen in den Dienst Kapps tmb ebnete Kapp so den Boden für da» Unternehmen. Da er auS selbstloser Vaterlandsliebe han­telte und in einem »nrnbigen Augenblick dem Ruse tapp» gefolgt ist, wurden ihm mildernde Umstände zu- gebilligt. Andererseits erschien mit Rücksicht aus die schweren Folgen des Kapp-Unternchmens, die zum Teil hiS beute noch nicht gänzlich beseitigt sind, eint nicht zu gering bemessende Strafe angebracht. Die ^beiden «mdere» ?tngellagten spielten nur eine uebensächliche Nolle. Eine führende Rolle zu spielen, wurden sie durch ten Rücktritt Kapps verhindert. Deshalb war gegen sie «uf Grund deS Amnestiegesetzes da» Verfahren tintu» Zellen. .

ebenso verurteilenstvert wie jener Umsturz, und er hat es seiner jämmerlichen inneren tzaltlosie-keit zu verdanken, wenn et und *Tne Vorüber in das Fahrwasser des Hoch- I Verrates gelangt sind, während die Nutznießer deS 9. No­vember sich ber Rechtmäßigkeit ihrer Stellung rühmen können. Diesen Unterschied möge botb die sozialdemo­kratische Presse nicht aus dem Ange versieren. 65 Hingt pharisäerhaft, wenn sie die Rechtmäßigkeit und die Un­antastbarkeit ber Staatsordnunggegen Rebellen" ver­teidigt. Für Nvske war es zweifellos ein peinlicher Moment, als ihn in Leipzig einer der Verteidiger fragte, was er unter einemRebellen" verstehe.

weiteres Ergehn!» der Leipziger Derhandlnng muß schllcßlich noch als wichtig hervorgehoben werden: Es ist der Beto'is erbracht worden, daß die Dcul'chnallo- nftle Volkspartei, von der Deutschen Volkspartei gar nicht zu reden, in keiner Weise an dem Putsch beteiligt wer, wie damals (und auch später) von der bürgerlichen und sozialistischen Linken so nachdrücklich au3 parteipolitischen Gründen behauptet worden ist. Der Putsch kam vielmehr 'der Rechten höchst ungelegen und störte ihre politischen Pläne ttnö Ziele.

.Daily Mail" zufolge gewinnt die Ansicht Boden.

M IRISMIM OH NkgeOikl». Ibafj die sranzösische Lösung für das Finanzckaos Forderungen der Parteien. Deutschland»: Anerkennung eines fiskalischen Kom-

Saarbrücken, 21. Dez. Die Stadtverordneten- Mission, die mit Vollmachten ausgerüstet wäre, als Versammlung hielt gestern eine Sitzung ab, in der mtt- eine Art von beweglicher Staatsverwal- geteilt wurde, dass es voraussichtlich bis zum Znsam- >nng für Deutschland zu handeln, eine der Maß- mentritt des Völkerbnndsratcs dte letzte fein werde, ^^hmen 'sein werde, die die Premierminister dem Gletchzettig wurde bekanntgegeben, dass feit gestern I 1 .nfi x.

drei Mitglieder des VSlkerbundsratS sich tn Saar-1 Obersten Rat unierbrcckcn w.trs^l>. ,

brilcken aufhalten. Die Anwesenheit dieser drei Mit- Auch ber politische Berichlcrstaller derWestmncster glieder des'kerbundsrates benutzten dte pol'tischen «Vagetfe" glaubt zu ivissen, daß die britisckten und Parteien der Stadtverordnetenversammlung, die s^n-tösiscben Sachverständigen zu dem Schluß ge-

mokratische Partei, die Liberale Volk^parlei, ble I ü. . . j.

Deutschnaliouale Volksvartei. die Sozialdemotrattsche kommen seien, daß Demschta.rd die nächsten Rate,. Partei und dte Zentrnmspartet, um eine Denk- zahlen könne und müsse. Dentfchion» Hao« s ch r i s t zu überreichen, in der die wirtschastlicken und tine letzteGoldreservevon50 Millionen P?nnd, politischen Verhältnisse des SaargebteteS sowie das urj) anscheinend solle es die Januar- und Februar- Verhältnis der Bevölkerung zur RegterungSlommis- ' ... ~

ston, tote es sich durch da» autokratische Vor- Raten aus dieser ^uelle befahlen.

geben der Regierungskommissson gestaltet hat. darge- In etnslußrerchen Frnanzkr-.ls«n Euglanos werte legt wurden. Es wird darin ausgestihrt, dass eine unbedingter Widerspruch gegen dir sogenannte gefährliche Stu ft zwischen der RegierunaSkom-1 .xttomnnifierunn" Deutschlands erhoben. Ter Mission und der Bevölkerung entstanden sei, die un­überbrückbar geworden sei. Zum Schluss werden in

auf den Kopf stellen.

Zweifellos lag es sehr viel an den damals noch recht ungeordneten Zuständen, baß ein solcher Streich über» hr,uvl gelingen konnte. Trotzdem bleibt auf der damaligen Regierung ein große» Maß von Verantwortung dafür i «**»<.* Der «tontrolly'an.

sitzcn. daß durch di« Abenteuerlust eines unzufriedenen deutschen Goldreserven.' Internationale Anleihe Generals fine svlcbe Verwirrung angkstrftet werden konnte. unb internationale Konferenz.

Noske hat in dem Prozeß ausgesaat. daß man ..die o

Rebellen an der Döberitzer Leerstraße uiederaeknallt" ^.o ndo n, 21. Dez. Laut "Mormng Posst er- hätte, wenn es nach ihm gegangen wäre. Diese feuer- Wern die Premter>mntster «igenbll^llich nur Die speiende Zeugenaussage war aber wenig geeignet, den I Me'boben, um von Deutschland die Bezahlung der üblen Eindruck zu verwischen, den die damalige RegienlNg I sm Jahre 1922 fälligen Summen zu erhalten. Es sei durch ihr Verholten oder besser durch ibr Nichtverbalten Ifefto wahrscheinlich, daß der Garantieausschtiß die gemacht hat. Daß Kapp und Lüttwitz mit einer geringen Kontrolle ''übcr die deutsch«» Zölle und Slaats- Truppenmacvt ganz Deutschland in den unocheuren xrhalton werde mit einer gewissen Aus-

Strndel eims Generalstreiks und blutiger Unruhen über das deutschen Staatsbürgern und ber

zen konnten, ist unb bleibt für ftt ein Armntszetignis. I p . <w»Airiz.» rWcfii

Für Kapp und feine Lelsershelser ist das natürlich ätschen Neaiernng t>rl Aus mibe aehö.lge Geld. Nach keine Entschuldigung. Die Verteidiger der Leipziger derMornmc, Posstist:bor Gegenstanb der Srelchnna Angeklagten haben gewiß recht, wenn sie sagen, daß der Kriegsschulden für den Auaeubttck ausgegeoen wor- den: mich ein englisch-französi'ch-densslbes Ueberein- tommen sei nicht geplant. Laut -.Morning Post"