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wegen Tarifstreitigkeilen in den Ausstand getreten, so daß die Stromversorgung Osnabrücks völlig unterbrochen ist. Der Osnabrücker Straßenbahn- verkehr ist eingestellt.

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LautDaily CHronicke" sind die Aussichten für euwpäisch« Konferenz zu Beginn des nächsten Zichres nicht ungünstig, obgleich dieser Plan noch nicht soweit gediehen sei. Die Ansicht einiger britischer Sachverständiger sei, daß Dcrttschlanb diese Zahlung machen könne, daß sie jedoch den Bankerott Deutschlands zur Folge haben würde.

Daily Telegraph" zufolge sind die französischen AaatSmänner obwohl sie sich durch Anberufung

Ein Kolonialab,reiche«. -25te dieAfrika-Nardrich- ien (Verlag Dachsel, Leipzig A.) von zuständiger Stelle erfahren, ist die Schaffung eines Kolontalab- zeichens verfiigt worden. Tas Abzeichen soll auf An­trag an alle Kolonialdeutfche, die sich im Interesse der Entschließung und Weiterentwicklung der Kolonien be­tätigt oder am Weltkriege in den deutschen ttoionien teiloeuommen Haden und in besonderen Ausnahmen auch an Reichsdeutsche, die in der .Heimat in hervor­ragender Weise im kolonialen Interesse tätig gewesen sind oder zur Verteidigung der Kolonien im Welt­kriege von de: Heimat ans beigctragcn Haven, ver­liehen werden. Dem Antragsteller wird lediglich das Besch'.errgnis übersandt, die Kosten für die Beschaffung des AozeichenS muß ex fslejt trage«.

katstiziernng.

Dublin, 20. Dez. DaS Sinnfeinerparlament setzte heute seine Beratungen fort. De Valera erklärte, da? Sinnfeinerparlament habe nicht die Befugnis, das Abkommen mit Großbritannien zu ratifizieren. Der Etnnsein-Mmister E t ch i n g h a m sagte, daS Abkommen sei eine Kapitulation Irlands vor dem Terror. Das kitische Kabinett habe zwei Sinnfehler zur Unter- pichrmng gezwungen.

Darauf fand die Wahl des Staatspräsidenten statt. Auf den frühe«« Staatspräsidenten Ulrich entfielen 38 Stimmen. Außerdem wurden 27 weiße Zettel abgegeben. Zum Minister deS Innern wurde der bisherige Justizminister v. Brentano (Z.) gewählt, der zugleich Stellvertreter deS Staatspräsidenten wich. DaS Justizministerium bleibt vorläufig unbesetzt. Zum Finanzminister wnche toieber Abg. Henrich (Dem.) gewählt, zum Wirtschaftsmin'ster Abg. Raab (Soz.). Ter Landtag gab darauf seine Zustimmung zu Her neu gelrählren Regierung.

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Mc augenblicklich von den verbündeten Truppen btr?*,te ^one westlich deS RbeinS neutralisiert wird. Ihre Neutralität würde von Deutschland. Frankreich und Groß- üritannien und möglicherweise auch von Belgien garan­tiert werden. Jede Partei, die Truppen in diese Zone sende, solle von den übrigen Parteien daraus ver­trieben werden. Für Deutschland hat diese Neutral:- tüt lautManchester Guardian" denReiz", daß die 'ranzäsischcn Truppen nnverzswsich aus der Rheinzone zurückgezogen werden. Für Frankreich babe es Sen Vorteil, daß es eine endgültige Garantie für seine Sicherheit erhalte, falls Deutschland die NeutralitätS- zone verletzen solle.

WieManchester Guardian" »veiter berichtet, will Lloyd George nach der Regelung der Entschädignngs- und der Abrüstungsfrage die Frage des nahen Ostens in Angriff nehmen. Nach dem Plan Lloyd Georges soll die Freiheit der Dardanellen gewährleistet werden. Bezüglich Rußlands soll Franrcich endgültig ersucht wer­de«, die augenblickliche Cowjetregierunz de iure anzu­erkennen. LautManchester Guardian" sei die fran- ;ösische Regierung bereit, die Sowietregicrung unter ähn- sichen Bedingungen anzuerkrnnen, wie sie sie für die Gewährung des Zahlungsaufschubs an Deutschland stellt, nämlich, daß Garantien von der Sowietregicrung gegeben aeerden.

Die französische Denkschrift ist heute Sir Robert Harne zugestellt worden. Sie bildet den Gegenstand von Beratungen.

Frankreichs Earantiesorderung.

L o n d o n, 20. Dez. Ein Sonderberichterstatter desManchester Guardian" schreibt, über die gestrige Konferenz zwischen Lloyd George und Briand, Lloyd Georgs habe Briand erklärt, daß die Fragen, um die es sich augenblicklich handele, ein­einzige zusammenhängende Frage bildeten, die die Entschädigungen, die Abrüstung, Rügland und den nahen Osten einschlietzcn. Briand habe erklärt.

London, 20. Drz. Das Parlament .ourde bis zum 31. Januar vertagt, kann aber schon früher ein berufen werden. In einer Ansprache drückte dec KöN' seine tiefe Befriedigung über die Zustimmung des Par'a- «enls zum irischen Abkomme» aus-

Das englisch-irische Abkommen.

Lloyd Georges Drohung mit Krieg.

London, 20. Dez. Das Sinnfein-Parlament in Dublin vertagte sich gestern auf heute. Collins trat Bit Wärme für den Friedensvertrag ein und sagte, der Vertrag gebe Irland die Freiheit, die alle Nat.oiten Mnschten. Stack und Plänkelt traten für die Verwerfung des Vertrages ein. Einer der erichrenr» «n Bevollmächtigten, B a r t o n, verursachte große Sen- sation, als er erklärte, er und Cawanduffy hätten sich ter Unterzeichnung deS Vertrages ivid ersetzt. Lloyd Feorge habe jedoch ein Ultimatum unterbreitet, worin « die Unterzeichnung durch alle Delegierten vor einer zttviffe« Stunde forderte und erklärte, im Falle der Richtunterzeichnung würde der Krieg überall er« aeuert werden. Barton sagte, er und Cawandu'sh letten nicht gewagt, eine solche Verantwortung zu übernehmen. Sie hätten daher unterzeichnett jetzt stän­ker, ste zu ihr«» Unterschriften und empfählen die

Raub von Weihnachtsbäumen.

Berlin, 20. Dez. Heute Vormittag ist es in Berlin an zwei Stellen zu Ausschreitungen gegen Weihnachtsbaumhändler gekommen. Auf dem Nord­bahnhof wurden einem Händler ungefähr hundert Weih« nachtsbäume von einer größeren Menschenmenge g e» r au b t. In der Rheinsberger Straße wurde ein mit Weihnachtsbäumen beladener Wagen umgeworfen und die Bäume geraubt. In beiden Fällen konnten die Täter entkommen. Die Ausschreitungen sollen angeblich aus Erbitterung über die hohen Preise der Weihnachtsbäume erfolgt fein.

Die Gehalts- und Lohnbewegung.

Ein Ultimatum der Post- und Telegraphenbrarnten.

Berlin, 21. Dez. In einer von der Re'chs- gewerkschast deutscher Post- junb Telegraphen- beamten einberufcnen Versammlung, an bet Tau­sende von Post- und Telegraphenbeamten teil­nahmen, wurde gegendas Treiben des Reichs­finanzministers" protestiert, der die Forderungen der Beamtengewerkschaften ablehnte. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Der Regierung ist ein Ultimatum von 24 6. hinben zu stellen, das vom 21. Dezember mittags 12 Uhr bis zum 22. Dezember mittags 12 Uhr läuft., Bei Ablehnung der vom deutschen Beamtenbund ein- gereichten Forderungen ist die sofortige Urabstim-

Frankreich brauche eine Garantie für. seine Sicherheit, und alle anderen Fragen seien dieser einen untergeordnet.

Paris, 20. Dez. Briand wird jedenfalls die Räumung der Rheinlande ablehnen, solange nicht Garantien geschaffen würden, vor allen Tinge» da­durch^ daß ein französisch-britisches Bündnis sowohl militärischer als maritimer Art geb iso ct würde, mit «anderen Worten, Briand werde jedenfalls seinen Viortrag, den er Lloyd George entwickelt habe, be­enden, indem er sage,: Euer Ziel ist auch das meinige; wie Ihr will auch ich baldigst die großen Probleme, die uns beunruhigen, löse«. Die erste Etappe muß ein neues Bündnis unserer beiden Länder sein.

Die Sachverständigen fordern Zahlung der beiden nächsten Noten.

London, 20. De-. Der diplomatische Bericht- erstatter desEvening Standard" will aus bester Quelle erfahren haben, daß sowohl die britischen als auch die französischen Sachverständigen die Ansicht vertreten hätten, Deutschland sei in der Lage zu 'ablen und dürfe für die Januar- und Februar- Rate keine Stundung erhalten; außerdem stimmten die Sachverständigen darin überein, dah selbst eine teilweise Stundung für künftige Be­zahlungen begleitet sein müffe von festen Garan­tien Deutschlands, daß es seine Finanzen in Ord­nung bringen wird. Dies bedenke eine Ausdehnung der Befugnisse des Garantieausschusfes, mit anderen Worten die Einsetzung eines behördlich b«o stellten Verwalters.

Die Frage einer internationale« Anleihe.

Osnabrück, 21. Dez. Dis Arbeiter niedersächsischen Kraftwerke in Ibbenbüren

Der Styelgenpteis beträgt für die 9 gefp. Zette oder bereit Raum 80 Pfg. für den Milli­meter, amtliche und auswärtige 80 Pfg. Ändere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufenbe oder den Raum übet Seite einnehmende An- ,eigen sind wir berechtigt, nach der lertipaltenbreite zu jenen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Col.-Zeile mit 6.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die toeidiäftsfteUe und Vermittlung bet Ange­bote 1 Mk. Sonbetgebübt.

Aus dem Reichsrat.

Berlin, 20. Dez. Der Reichsrat beschloß gegen die Novelle zum Einkommensteuergesetz keinen Ein« sprach zu erheben und nahm eine Entschließung an, in der es heißt: Wenn sich der Reichsrat gleichwohl entschließt, von der Erhebung eines Einspruches ab- zuskhcu, so tut er das i« der Erwartung, daß die Reichsregierung bei der nächsten Abänderung des Laudessteue'rgesetzes darauf Bedacht nehmen wird, einen billigen Ausgleich herbeizusühren, soweit die Einwirkung des Gesetzes auf die Finanzen der Länder und Gemeinden in Frage komme. Gegen die Be­schlüsse des Reichstages zu dem Gesetz über die Er- ireitenui2 des Anwendungsgebietes der Geldstrafen und zur Einschränkung der kurzen Freiheitsstrafen wurde ebenfalls kein Einspruch erhoben. . H

DieLberbessische Zeitunr" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich ohne Zustellung 850 Mk, durch bi« Poft 9.50 Mk. Für ausfallend« Wummern infolge Streiks ooet elementarer kteignisi« kein Ersatz, «erlag von Dr. <t. Hitzerotb. Druck der llnio.^uchdruckerei von Job. Aug. Koch, Markt 2123 fternjpredjet 56, Postscheckkonto: Sir. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

inntge* «rtae.eu l Uhr Serie*, »er ftner St««, D. erbeten,^

Danzig.

Danzig, 20. D§z. Ucber die Führung der aus­wärtigen Angelegenheiten der Freistadt Danzig durch die Republik Polen hat der Oberkommissar General Haking eine En!s<be-dnng gefallt, in der es heißt: Polen ist nicht berechtigt, Danzig seine auswärtige Politik aufzuzwingen. Da aber Dau-ig seine eigenen auswärtigen Beziehungen nicht selbst fet'tn könne, müffe dies Polen für Danzig tun unter dec Bedingung, die Wünsche Danzigs in erschöpfender sc­haler Weise avszuführen. Ist Polen dazu nicht imstande, so hat es dies innerhalb einet Frist von 30 Tagen zu erklären.

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Paris, 29. Dez. s^anos.) Der London-w Sonder» hertchterstotter der Havss-Agenttrr meldet über den estrigen Meimingsoustausch zwischen Loucheur und Hörne und den beiderseitige» Sachverständigen u. a.: Man scheine sich beiderseits dem Plan einer Internationalisie­rung der deutsch'» Schulden durch die Auslegung einer internationalen Anleihe zu nähern, die vo« der deutschen Regierung aufgelegt und durch ihre Zoll» erträanisse sichergestellt würde.

WieDailn Telegraph" berichtet, seien die fran» Eschui Minister ebenso wie die englischen der Ansicht, daß die Auflegung einer internationalen Anleihe, die dn'ch greifbare deutsche Pfänder gesichert würde, einer Ver- 'ichnmna eines T-iles der deutschen Entschädigung durch neutrale Mächte plüchkomme» würde und dadurch Deutsch­land sich bereit finden würde, ei» gewisse- beschränktes Maß von Kontrolle über die deutsche» Finanzen jus ul affen. Der Berichterstatter des ..Daily Telegravh" schreibt ferner, Llovd George und Briand hätten sich sehr energisch gegen die Gewährung nner Stundung der Januar- und Februar-Raten ans» gesprochen. Sie hätten klargelegt, daß Frankreich nut gegen die strikteste Garantie, wie sie die willkürliche Ileberioachung der deutschen Finanzen nach sich ziehen würde, einem Aufschub, selbst nur einem teilweisen, zustimmen könnten.

Die Beziehungen zu Rußland.

London, 20. Dez. DieTime?" berichte?, die gestern begonnenen Erörterungen zwischen Briand und Llovd George seien bisher nicht weiter fortgeschritten. Rehen der wirtschaftlichen Sage Deutschlands seien auch .Me Beziehungen mit Rußland berücksichtigt worden. Weder die Engländer noch die Franzosen hätten irgend einen endgültigen Plan bereit, da jedes der beide« Länder rwartet habe, daß ihm von dem anderen Land ein Plan zur Begutachtung unterbreitet werden könnte.

Der diplomatische Berichterstatter desDaily Tele­graph" schreibt, die gestern Nachmittag abgehaltene Kon» serenz zwischen Lome, Loucheur und den Sachverständiges bnder Länder babe zu endgültigen und entscheidend«« Beschlüssen geführt. Bei den Beratungen am Vormittag habe Briand die Spaltung der Vereinigten Staaten zur Frage des Wiederaufbaues der Welt dargelegt. Lloyd George habe dagegen die Frage der Beziehungen zu Rußland hauptsächlich vom wirtschaftlichen Standpunkt und vom Standpunkt Europas angeschnitten. . Llovd George babe bezüglich Rußland die Notwendigkeit bar« gelegt, Rußland unter Zusammenwirken der vier Mächte statt durch Deutschland allein, neu zu organisieren.

London, 20. Dez. Der Westminster Gazette" zufolge bestaub Briand in seiner gestrigen Erörterung mit Lloyd George auf der Bezahlun g der Januir» und Februar-Raten und darauf, daß Deutschland zahlrttz könne und zahlen müsse. Die britische Regierung sei der Ansicht, daß Deutschland die gesamt: Forderung nicht bezahlen könne und daß eine Abänderung der Ent« schgdigungssorderung stattfinden müßte. Die britisch« lstegierung wünsche mit Frankreich z« einem Hebet* einkomineil zu gelangen, das die Franzosen daran hindert, die militärischen Maßnahmen in Kraft treten zu lasten und daß Deutschland eine Atempause gewährt würde. Dies würde die gesamte Entschädigungsfrage auf eine Grundlage stellen, die es ermöglicht, Deutschland all zahlung-willigen Teilhaber in einen Plan zur Wieder­herstellung des Kredits und des Handels Europas eine zujchüeße«. Mch Rußland müffe sich an diesem Planst

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Forderung Frankreichs: Zollkontrolle. Enalifche Garantie für Frankreichs Sicherheit, aber Ab­rüstung Frankreichs. Reutralifierung des be­setzte« Gebietes.

London, 20. Dez. LautManchester Guardirn" nertatttet bo« französischer Seite, daß die dem britischen .Schatzamt gestern unterbreitete französische Rote im wefentsichen besoae, daß Frankreich bereit fei. einem teil» wrtfen bezw. vvllständiaen Zahlungsauffchiib für die deut» 'chen Zablunarn znzustimmen, jedoch unter Bedingun­gen. Die Rote erinnere daran, daß. als im vergangenen Mai der EntschädiaunaSplan aufgestellt worden fei. ein t-aranlieausfchuß geschaffen wurde. Ma» habe tiefem Ausschuß jedoch keinerlei Kontrolle über die »nneve Verwaltung Deutschlands gestattet. Daraus sei der "Mißerfolg sowie die Nichterfüllung der deutschen Ver­pflichtungen zurückzuführen. Wenn der deutsche Reichs­kanzler Wirth den Garantieausschuß hinter sich gehabr dätlr, so würde et stark genug gewesen fein, um finen- 'ielle Reformen einzusühren, die Deutschland in die Lage versetzt hätten, zu zahlen . Die französische Note »rkläre weiter, eS müßten Garantien baffir geschaffen fWeben, daß Deutschland durch eine Finauzresorm in den Stand gesetzt werde, in den auf den Zeitpunkt des Zah- lnnasaufschübs folgenden Jahren seine Entschädigungen tu zahlen. LautManchester Guardian" war die gena>:, Art der von Frankreich geforderten Garantien noch nicht sestzustellen. Bon französischer Seite werde jedoch ange­nommen, daß die vorgeschlagenen Garantien umfassen' die Kontrolle über die deutschen Zölle und t>ie. Fordero.ng. daß die Reich sban k von der deutschen Staatskontwlle befreit wird, mit anderen Worten, daß sie dieselbe Nnabhängigkekt erhält wie fie die Bank von England ober die Bank von Frankreich be­sitzt und nicht auf Geheiß der deutschen Regierung eine 'inbeschränkte Menge von Papiergeld auszugeben braucht.

LautManchester Guardian" istdieVolitikLloyd Georges folgende: Großbritannien ist bereit, die fran­zösische militärische Sicherheit auf folgende Art zu garantieren: Zunächst müssen die EntschädignnaS- 'chwierigkeiten aus dem Wege geräumt werden. Zn diesem Zweck ist Großbritannien bereit, den gesamten EntschädiaungSplan zu revidieren. Frankreich und Belgien sollen ihre verwüsteten Gebiete durch Deutsch- sgnd nach der Metlwde des Wi--sbadener Abkommens wieder hergest-llt erhalten. Großbritannien gibt feine wfaniten Forderungen an Deutschland auf unter der B-m-ündüna, daß die einzige Art der Erholung die Miedrrherstrttuna des europäischen Handels und die Ve- Htirrnng der künstlichen, durch ei» fruchtloses Ent- schädigungsspstem geschaffenen Atmosphäre ist. , Groß- brifanuien stellt jedoch Bedingungen. Die erste und wichtigste Bedingung auf die, wie verlautet, Llovd George dringen werde, sei, daß Frankre-ch sowohl zu Land- als auch zur See ab rüste. Die Mitteilung, daß Frankreich seine Fordening nach einem größeren Flot- 'enverbältnis aulgegebrn habe, gehe Llovd George niebt weit genug. Seiner Ansicht nach müffe Frankreich auch seine ll Boots- und Zerstörerwaffe a b r ü st e n. Die uon Frankreich als Bedingung für eine Abrüstung ge­orderte Sicherheit solle dadurch garantiert werden, daß

hab ans gleichem Fuße wie die verbündeten Äächte entschieden abgeneigt.

Mer internationalen Konferenz zur Erörterung des ftaangelten und wirtschaftlichen Wiederaufbaues im Pnnzip nicht widerfetzen, sobald einmal die Schwierig« täten in der Frage der deut schert Finanzen auf einer teüvigen Sitzung des Obersten Rates erledigt sein tttrben einer Teilnahme Deutschlands und Ruß-

Partei werde der Regierung daS Vertrauen ver­sage« und weiße Zettel abgeben. Eine gleiche Er­klärung gab Abg. Brauer im Namen, des Bauern- tundeS ab. Di« neu zu watende Regierung bringe feie in Äussicht gestellte Verringerung der Minister- ; stellen nicht. Nur unter dieser Bedingung aber habe s feine Partei die hohen Ministergehälter bewilligt.

Auch Abg. Werner erklärte im Namen der Hessi- scheu VoWpartet, daß seine Partei die Koalition Llchnen werde. Der kommunistisch« Abgeordnete stink erttürt^ daß er eine Regierung der Sozial- nnokratie mit den bürgerlichen Parteien überhaupt Zehnen müffe. Im Namen der Mehrheitssozial.

Demokraten erklärte Abg. Kaul, daß sein« Partei einen Gmnd «insche zur Erweiterung der bishertgm Koalition. Abg. Lenhart sprach im Namen des Zentrums und erklärte, daß seine Partei -rundsätz- stch für eine Verbreiterung der Koalition gewesen fei, und hoffte daß dieses Ziel, das sich fetzt nicht Habe erreichen lassen, in absehbarer Zett erreicht werde, -der Vertreter der Demokrattschcu Partei, Reiber, t erklärte, daß die demokratische Partei ursprünglich feicht in die Regierung habe eintretti: wollen, daß 1 F sie sich aber dazu entschlossen habe, weil ohne sie i Ine Regierung überhaupt nicht zustande gekc-WUtrn - LMw. ____. .....:_____ J _ :

Die alte Koalition in Hessen.

Darmstadt, 20. Dez. Der Landtag trat heute |itr Mahl deS Staatspräsidenten und Bildung der »cuett Regierung zusammen. Die Fraktionsbe'prechun- tzen hatten zu dem Ergebnis gesührt, daß die alte Koalitionsregierung wiedergvvählt werden solle. Bor der Wchl erhob Abg. Dr. Osann (T. Vpt.) schärfsten Einspruch gegen die Regierungsbil­dung, die nicht brat in den Wahlen zum Ausdruck i gekommenen Willen deS Volkes entspreche. Seine

lu London, 20. Dez. lieber die heutige Konferenz, . . . jit btt Llovb George, Chamberlain, Harne, Brianb, Ketthelot unb Loucheur teilnahmen, verlautet, Llohd lulCIQ Gorge habe für Anfang Januar eine Fünf Mächte- 1 Muserenz vorgeschlagen, zu btc auch die Vertreter Ihr ei Mlands unb Deutschlands eingelaben weichen sollen.

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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeigerfür (dasfrüherkurhesiische) Oberhessen

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