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Die neue Londoner Beratung

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Seiner Majestät fein werde. (Auf diese Wort: folgte

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Beteiligung am Wiederaufbau Nordfrankreichs Vor­schlägen.

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55. Mn 1921

BriandS

London, 19. Dez.

SitoierMtte der WM MimmsAid«.

Dir Sozialdemokraten nur für die alte Koalition.

Mainz, 19. De». Bei den gestern von der mehr- deits'ozialistischen Partei Dessen? abgehaltenen Unter» bezirkskonserenzen wurde lautMainzer An;." mitge- HH, die sozialdemokratische Fraktion sei in Ueberein- stimmung mit dem Landesvorstand und dem Landesaus- schust unter keinen Umständen bereit, in eine Regie- ntnoskoalition mit Bauernbund. Deutscher Bolksvariei ober Tentscknationaler BolkSvartei nnzutreien. Die Frak­tion habe aus eine Anfrage des Zentrums einstimmig abgelehnt, in eine durch die Deutsche VelkSpartn verbreiterte Regiernngskoalition einzutreten ebenso fit-; 'instimmig gegen die Heranziehung des Bauernbundes zur Koalition ausgesprochen und auch die Errichtung eines Geschäft»- (Beamten-[Ministerium s abgelehnt, selbst auf die Gefahr hin, daß dadurch ein ChaoS entstehe und Kammerausläsung und Neuwahlen nötig I sein würden. Die sozialdemokratischen Bezstkskonferenzen in Hessen haben, soweit bisher bekannt, diese Entscheidun­gen gebill-gt. Die Landtagssraktion ist aufgefordert wor­den, nur in die Regierung einzutreten, wenn die bisherige Koalition lSozialdemokraten, Zentrum und Demokraten) bestehen bleibe.

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darmen spiele.

Rathenau wieder

London» 19 .Dez. Denre wurde in Dublin die Spannung erwartete öffentliche Aussprache des Sinn-

ffürmischeS Memals.) Wenn der Vertrag angcnommn. tocche, würde der König von England kommen, um daS irische Parlament in Dublin zu eröffnen. (Nie­mals!) Wenn Enqlano die iri'che Republik anerkenne, so könnte der englische König nach Dublin kommen. Muse: Niemals!) De Dalera sagte hieraus m't Nachdruck: Doch, er darf kommen, er kann kommen als unser Säst, ebenso wie der Präsident Frankreichs und der 65uig von Spanien kommen könnten. Als sich hierauf veitere Rufe der Unzufriedenbeit erhoben sagte de Valero' gut, wenn Ihr nicht haben wollt, daß er hierher »l« befreundeter Monarch kommt, wie könnt Ihr dann «ernfinftinertoeife ein Uebereinkommen annehmen, dos ibn zu Eurem Monarchen macht? De Valero nannte »en irisch-englischen Vertrag eines der schimpflichsten Dokumente, das je nnterzeichnet tcorben sei und erklärte das irische Volk müsse, statt ein To'ument anznnehmen. das Großbritannien die Autorität über Irland derleib- . eher bereit fein, in die Sklaverei »u gehen, bis der allmächtige Gott den Tyra nnen vertilgt habe. De Valero beendete feine Rede unter großem Beifall.

Nachdem noch mehrere Steuer für und gegen die An- vahme deS Abkommens gefprorhrn hatten, vertagte at- d«tz Einnfeinerparlament auf den späten Nachmittag.

Tie£)berbeiftut>e Zeitan" etiAelnt iedismal wöchentlich. Bezugovrei« monatlich ohne Zustellung 850 Mk, durch die Post 9.50 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streits ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag von Tr. ff. Hitzerotd. Druck der Univ^Buchd» ackeret non Jod. Aua. Koch, Markt 2123 - Fernsprecher 55, PolliLeckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Einschließung Deutschlands und Rußlands im nächsten Jahr führen werden. DerObserver" nennt die bevor­stehende Konferenz ztoischen Lloyd George und Briano die folgenschwerste aller bisherigen Sonferen$en; nicht nur die Zukunft Großbridanmens, sondern die Zukunft ganz Europas hänge von dem Ausgang der Konferenz ab. DerObferver" tritt dafür ein, daß Deutschland unter strikten Bedingungen tin Zahlungsaufschub von drei bis sechs Monaten gewährt werde, während welcher Zeit eine europäische Vollkonferen; zusammentreten und eine Untersuchung über die wirkliche Leistungsfähigkeit Deutschlands anstellen sollte.

London, 19. Dez. Der Pariser Berichterstatter desCbferöer" glaubt guten Grund zu der Annahme zu hoben, daß Briand sich stark genug fühle, um die Feinde innerhalb und außerhalb seines Kabinetts unbeachtet zu lassen und Lloyd George in weitem Maße zuzustimmen. Es werde keine Schwierigkeit bei der Festsetzung einer umfassenden Konferenz für den Beginn des neuen Jahres bestehen. In Frankreich sei ein großer Teil der öffent­lichen Meinung der Ansicht, daß man der Wahrheit offen und vorurteilslos ins Auge sehen müsse. Briand werde gezwungen sein, England um etwas zu bitten, was er nach i Frankreich als Weihnachfs« oder Neujahrsgeschenk mit' nehmen könnte. Er werde von Lloyd George einen schwerenPreissürden Frieden fordern. Frankreich habe eingeieben, daß alles Säbelrasseln der letzten zwei Jahre nichts genäßt habe und daß es nicht einen Pfennig dafür erhalte, daß eS in Europa den Gen-

Pa ri s, 19. Dez. DavaS meldet aus London, Dr. Rathenau fei mit Simon, der ihn schon bei seiner vorigen Reise begleitet hat, in London eingetroffen. Auf Befragen des Sonderberichterstatters der Davas- agentur hat der Privatsekretär Dr. Rathenaus, Tr. Simon, ihm erklärt, Rathenau fei nur aus privaten Gründen zur Regelung persönlicher Angelegenheiten nach London gekommen, und seine Rückkehr dorthin falle nur zufällig mit der Ankunst Briands und Lloyd Georges zusammen. Rathenau werde sich wahrscheinlich nur kurze Zeit in Loudon aufhalten. Es sei jedoch nicht sicher, daß er nicht die zufällige Gelegenhest wahrnehmen und die britischen^ Minister gegebenenfalls um eine Unter­redung bitten werde.

Andererseits meldet der Londoner Berichterstatter der »Voss. Ztg.", daß Dr. Rathenau aus Veranlassung der britischen Regierung noch Lr.odon «fahren ist. In seiner ^Begleitung befindet sich der Vorsitzen^ d« deutsch« KriesSlastenkommisfion Dr.

Der Anzefgenvrefs Beträgt für die 9 aesp. Zefle oder deren Raum 60 Pfg. für den Milli­meter. amtliche und ausroärtiae 80 Pfg. Andere Spaltenbreiten nach entiprechenber Berechnung. Spät einlaufende ober Den Raum über Seite einnehmende An- leiaen sind wir berechtigt, nach der lertioaltenbrelte zu setzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die ffol.-Zeile mit 6.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Sarrabatt Bei Auskunft durch die Geickäftsitelle und Vermittlung der Ange­bote 1 Mk. Sonbergebüdr.

Seine SerMWi ies6WÜW5 -

Einverständnis zwischen England und Frankreich.

Landon, 19. Dez. LautDaily Maik" teilt von amtlichen französischen Kreisen mitgeteilt, daß' Briand einer Verminderung des geschuldeten Entscha- digungsbetrageS nicht zustimmen werde, jedoch bereif sei, eine enNprechende Summe nach einem andere» Plan anzunehmen, wenn dies die Zahlung erleichtern könne. Briand werde, wie man annehme, eine Ver­minderung der französischen Streitkräfte am Rhein Vorschlägen, vorausgesetzt, daß Großbritannien eint Garantie gibt, daß es bei einem künftigen Angriff Deutschlands Frankreich unterstütze.

Der Berichterstatter derDaily News" hat erklärt, Briand bringe nach England ein endgültiges Pro­gramm mit. ES werd; erwartet, daß sich Brians weiche Opfer auch die britische Regierung zu bringen bereit sein tvtrbe, juch jedem Vorschlag wider­setzen werde, der auf eine Ermäßigung der untre dem Londoner Abkommen für Frankreich festgesetzten Entschädigungen hinauslaufe.

Loudon, 19. Dez. Dem Parlamentsbericht' erftatter desDaily Expreß" zufolge wird von matz, gbeendrr Seit« mitgeteilt, Lloyd George werde auf die Konferenz gehen mit dem Entschluß, Frankreich in der Entschädigungssrage soweit als möglich $8 unterstützen. Deutschland müsse bis zur Grenzt seiner Leistungssähigkeit zahlen. Die Sachver­ständigen seien der Ansicht, daß Deutschland dick Januar- und Februarraten zahlen könne. Deutsch? land würden lernt Erleichterungen gestattet »erbt« bis jene Zahlungen gesichert seien. /

LautDaily Telegraph" herrscht in England da) Bestreben, die EntschÄügungssrage nicht von einem gefühlsmäßigen, sondern geschäftsmäßigent Standpunkt zu betrachten. Es handele sich in erster Linie nicht um die Frage, wie die deutschen Schulde» vermindert werden sollen, sondern wie man von Deutschland den geschuldeten Betrag bekomme und wie man daher die finanzielle und wirtschaftlicht Mcberherstellung Deutschlands zur Zahlung bt8 tzöchstbetrages bewerkstelligen könne. Eine Herab- schung des Schuldbetrages Deutschlands sei nicht beabsichtigt.

Mm m bei NmnzkÄiM.

Englische Erwerbslose für Rordfrcustreich.

London, 19. Dez. Der Pariser Berichicrsiatter' tes .Daily Exprcß" will wissen, Briand werde die tntkitibuua von övüi» englische« Erwerbslose» zur

ier Stellung Irlands vollkommen unvereinbar sei. Der Bertrog fei unter Zwang unterzeichnet worden. D^e ststche Nation würde ihn daher richt anerkennen, und frer Friede würde kein wirklicher Friede sein. Der Drrtrag bedeute, daß der englische König nicht nur als daS Haupt deS britischen Reiches, sondern als auch als tri' scher Monarch anerkannt werte. Ter Vertrag bc- V*te. daß die Mitglieder der nächsten Regierung dir Minister Seiner Majestät sein würden. (Rufe: N e-

Berlin, 19. Dez. Wie von zuverlässiger Seite ntrlautet, sind durch französisches Dekret vom'.15. Dezember weitere 23 deutsche Kriegsgefangene be­gnadigt worden. Die sofortige Durchführung Dekrets ist veranlaßt. Tie namentlich« List- Begnadigten wird sofort nach Eingang bekannt

BnhiMW« mit 6en Stauten und Storni-1 Malten.

Die neuen Forderungen.

Berlin, 20. Dez. Wie die Blätter mitteilnt, haben die gestrigen Besprechungen zwischen der Neichs- regierung und den Spitzen organisationen der Be­amten und öffentlichen Angestellten und Arbeiter zu dem Ergebnis geführt, daß die Regierung bereit ist, den Beamten der Ortsklassen A und B noch vor Wehnachten einen Vorschuß auf den Januargehalt zu zahlen. Von Regierungsseite tourbt an die Spitzenorganisationen das Verlangen gestellt, ihre eingereichten neuen Gehaltssorberungen mit Rück­sicht auf bie außenpolitische Lage zurückzuziehen. In einer anschließenden Beratung der GewerkschastS- vertreter wurde bie Ansicht vertreten, baß trotz derj von der Regierung angeführten Gründe an einer Erhöhung der Gehälter und Löhn« festgehalten werden solle. Eine gemeinsame Sitzung der Spitze.!- organisationen soll heute Abeud endgültig Stellung zu der Gehaltsfrage nehmen. Der Beschluß soll am Mittwoch dem Reichssinanzministerium mitgeteilt werben.

Im Landesverband der höheren Beamten Preuß-nS I hat der Reichsminister a. D. Tr. Scholz den Vor­sitz übernommen. Der Verband beriet über den soldungsvorschlag des Dentsckien Beamtenbundes und I kam zu einer euis-hiebenen Ablehnung der Forde­rungen der Gewerkschaften, die auf eine Stasfelung des bisher für alle Beamte in gleicher Höhe ge­währten TeuerungszuschlageS abzielen. Zur Behe­bung der auch vom Landesverband anerkannten Not­lage bei unteren Gehaltsklassen wird eine angemessene Erhöhung der Grundgehälter, sowie die Ansetzung der auch künftig füi eil? Beamte in gleichem Prozentsatz zu zahlenden Teuerungszuschläge in der igen Höhe geforaen.

De vakera, der hierauf das Wort ergriff, bette die Verwerfung des Vertrages, da et mit

Marburg

Dienstag. Den 20. Still*

Iulmoud.

Forderung.

Die gefumte Presse hebt die große Bedeutung der heute beginnenden Konferenz zwi­schen Lloyd George und Briand hervor und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die Beratungen bet beiden Premierminister zur Einberufung einer internatio­nalen Konferenz der europäischen Mächte mit

Die öeittt Antw« in Win

Berlin. 19. Dez. Wie verlautet, werden im Lause dieser Tage sich die für die Vereinigten Staate» von Amerika in Aussicht genommenen Vertreter Deutsch­lands auf ihre Posten begeben. Bis zürn Eintreffen einer Botfchasters ist zum Geschäftsträger in Washington der Geh. Legationsrat Lang bestimmt, der seine Auslands- laufbahn vornehmlich in den englischen überseeische» Briinungen vor dem Kriege, zuletzt als Generalkonsul in Montreal, zurückgelegt hat. In Navyork wird ei» Generalkonsulat erster Klasse errichtet. Generalkonsu­lat' werden ferner in Chicago und San Fwuzisco ringe*. richtet. Ferner find gflnfl^ tib St. Louis M Net» Orleans vorgesehen. " x 1

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Me erste WreAvg.

Paris, 19. Dez. Nach einer HavaSmeldung aus London hat bie erste Nnterrebung zwischen Briand und Lloyd George heute 11 Uhr stattgesunben. Gleich­zeitig mit den beiden Ministerpräsidenten waren von französischer Seite Loucheur, Berthelot und ein Dol­metscher, von englischer Seite Chamberlain und Sir Robert Horne anwesend.

Der Sonderberichterstatter der Agentur HavaS in London meldet: Di« erst« Zusammenkunft zwischen Briand und Lloyd George war um 1 Uhr nachmittags beendet. Die Besprechung war sehr herzlich und betraf Erwägungen allgemeiner Natur der weltwirtschaftlichen Lage und bie hauptsächlichste» Fragen, bie den Gegen­stand der Besorgnisie der beiden Minister bilden. So wurde besonders das Problem des wirtschaftlichen Wiederaufbaues Rußlands erwähnt und das dec Entschädigungen. Verschiedene Lösungen wurden ins uAge gefaßt. Besonders bildete die angebliche Zahlungsunfähigkeit Deutschlands hin­sichtlich der Zahlungsbeträg« vom 15. Januar und 15. Februar den Gegenstand regen Interesses. Eine Ent­scheidung wurde in der Angelegenheit nicht getroffen. Der Meinungsaustausch soll sortgesetzt werden.

Eine amtliche Mitteilung besagt:Heute früh sand eine gemeinsame Unterredung zwischen Lloyd George, Sir Robert Horne, Austen Chamberlain, Briand, Herthclol und Loucheur Über allgemeine wirtschaftliche Frage» statt. Der Gegenstand wird dem Schatzamt zur Pinsuna übermittelt. Französische und englische Finanzsachverständige hielten heute Nachmittag fine Beratung ab und werden morgen früh der Voll­versammlung der Konferenz Bericht erstatten.

In britischen Kreisen schreibt man Lloyd George bie Absicht zu, an erster Stelle die Frage des russi­schen Wiederaufbaues zu setzen, da. er der Ansicht ist, daß dieser Wiederaufbau, wenn er ver­wirklicht werden könnte, einige der wichtigsten Tat­sachen für btt Regelung des weltwirtschaftlichen <"' ' 'v gewichts sein würde.

Aus dem besetzten Gebiet.

Treugelöbnls der rheinischen Bauern und Handwerker.

Stern, 19. Dez. Eine stark besuchte Verfammlung des Bundes rvefntfcher Kleinbauern, Winzer und Handwerker nahm etnfttmmig eine Entschließung an, in der es u. a. heißt: Die im Bunde organisierten Rbeinländer erneuern beute aufs neue ihr Trengelöb- nts zur deutschen Heimat und erklären, mit allen Mit­teln die heimische Heimat gegenüber den nichtswürdi­gen Bestrebungen bezahlter Hochverräter w schützen und verteidigen zu wollen. Die rheinischen Bauern, Winzer und Handwerker sind deutsch und wollen deutsch bleiben.

Nebcrfall durch einen Marokkaner.

Wiesbaden, 18. Dez. Ausgangs der vergan­genen Woche wurde abends eine deutsche Dame aus der StraneWrstcle bei Mainz in der Nähe des ttnks- ufrigen Brückenkopfs Von einem marokkanischen Sol­daten augesallen. Die Tarne setzte sich zur Wehr, bis zwei Männer sie befreiten. Dem Soldaten gelang die Flucht.

stunt Tode des Staatsministers a. D. v. Delbrück sandte vei Reichskanzler und der preutztsche Minister­präsident VeUcidstelesmmme, ... .___,

London, 19. Dez. Ein Sonderberichterstatter des .Manchester Guardian" in London schreibt zur Frage eines englisch-französischen Bündnisses mit ' Deutschland, von französischer Seite oerlaute, daß k Briand fr ne Politik im Prinzip sestgestgt habe. Briand f werde Lloyd George als fundamentalen Grundsatz unter i Stetten, daß bie wirtschaftliche Seite der angenblicklich-n = Lage solange zurückgestellt werde, bis die englisch-sran- »Ssische Politik aus eine endgültige Grundlage gestellt werde, mit anderen Worten, Briand werde Lloyd George fragen, ob er irgendeiner Art von Bürgschaft für die Sicherheit Frankreichs znstimmen werde, da bei einer solchen Bürgschaft Frankreich weder in bet Frage bet Landabrüstung noch bet U-Boote und auch nicht in feinen Beziehungen zu Deutschland Schwierigkeiten be- gegnen würde. Die Frage, welche Gestalt eine solche Lütgschnkt annehmen solle, sei während der letzten Wochen sowohl in Paris wie auch in London erwogen worden. T? werde jetzt erklärt, baß die Schwierigkeiten, bie zwischen Frnakreich und Großbritannien haup"ächlich infolge ihrer Haltung gegenüber Deutschland bestehen, gelöst werden durch eine Ausdehnung der Entente zwischen Ena kand und Frankreich auf Deutschland. Briand soll wrb- emb der letzten Woche tatsäcklich sondiert worden fein. 86 er ein Dreim ächteabkommen zwischen Frank­reich, Großbritannien und Deutschland, woran sich zwei Parteien bet einem Angriff der dritten Macht Unter­stützung zusagen, als eine wirksame Bürgschaft für die Sicherheit Frankreichs anfebe. Nack, dem Berichterstatter desManchester Guardian" verlautet von sranzöftschet Seite, baß Briand geneigt sei, den Gedanken eines Ein­schlusses Deutschlands in Erwägung zu ziehen, während tote herManchester Guardian" selbst meint, bie Absicht bet Franzosen anscheinend ist, znnäckst eine grund­sätzliche Entscheidung über die allgemeine präge der Sicherheit Franlrcicks herbeizusübren bevor man sich Über die Erörterung der Enl-chäb'.piingsstagc unterhalte.

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London. 19. Dez. DerTimes" zufolge treten gewiss- einflußreich« britisch« Kreise für eine Stun­dung mit Kontrolle ber deutschen Finanz­politik ein. Anbererscits gebe es eine sehr starke "Gruppe von Leuten in Lonbon, bie sich dem Gedanke» einer S'unbung energisch wibersetzen, wenn nicht zur Bedingung gemacht werbe, baß bie beutschen Finanzen unter strikte Aufsicht ber Ber- hündeten kommen müßten.

Fachs Nheinpläne.

Paris, 19. Dez. Ter Sonderberichterstatter b«5 Mann", der "st Marschall Foch und Biviani die Ucberfahtt von Amerika nach Europa unternimmt, berichtet von einer Unterredung zwischen beiden, in b:t Marschall Foch Biviani gefragt hat:Was werde» wir tun? Wir haben ein schlechtes Friedensinstrument in der Hand. Es ist schlecht, weil es Frankreich nicht seine Sicherheit und seine Zahlungen garantiert." Tie Sicherheilsgarantie sei der Rhein.Fch habe be« rechnet: eine Division in Köln, eine in Mainz, eine in Koblenz und drei andere Tivisionen hinter ihnen, das macht 6 Divisionen. Hiermit hätte ich mich stark gefühlt, de» ganzen Rhein zu halten und zu ver­teidigen. Dann hätten wir abrüstcn können. Ich habe es gesagt, und ich habe es wiederholt, abe? man hat mich nicht gehört. Ich habe noch mehr getan, ich habe an jeden der Minister Clemcneeaus geschrieben. Tardieu hat mir eines Tages gesagt: Sie sind ein auf« nicgekischer General. Ich habe gelacht. Aber die Minister werben nicht an bem Tage lachen, an b?m sie vor bem Staatsgerichtshof stehen."

tzerkoren gebe. Grisfith sagte: Wir haben die Fahnen «ach Hause gebracht; wir haben die Räumung 'Irland» durch die britischen Truppen nach siebenhimdert i Jahre» mitgebracht und ebenso die Bildung eine» ici'chen

Wtintwiirloment UndamM f itiltie Wonnen.

De Dalera gegen das Abkommen.

eröffnet. Griffith erklärte bei Einbringung iSTTTTSw Antrages auf Ratifizierung deS Abkommens, er >n?0ÜlOtie6r feinen Namen unter den Vertrag gesetzt unb to-rbe ru * dem Vertrage stehen. ES sei Sache des irischen [Sjj 8MH. |U erklären, ob ber Vertrag gut fei 95«/o der mrg, Olt,, jgijtu Nation seien wie er der Ansicht, daß der Vertrag »t sei. Wenn Irland den Vertrag vcnverse, werd: es " |jt Svmvatyien der gesamten Welt nnd der Nationen, . B m» denen sich daS britische Reich zufammensetze. ver- llll ffl ff**- Kein gewissenhafter Mann könne die Verani- Im| W Ortung übernehmen und zulasfen. daß ein einziges lyl « Mchc» Menschenleben in einem so zwecklosen Kriege, 8 Öi #fe er auf dir Verwerfung deS Vertrages folgen würde.

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Ärmliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheMchej OSerhessen