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ooer elementarer Ereigniste kein Erlüg. Berleg »on Tt. E. Hiser otb.

Druck der Univ^Buibdruckerei von 3ob. Ixe. Kock, Werft 21 28 Strnjprtd)«r 55,

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drnten, wonach dieser gemäß den Beftimnrungen bet Verfassung die Aemter des Gesamtministeriums dem Landtage zur Versagung stellt. Entsprechend Arnkel 30 der Verfassung toirb das Gcsarntministernnn die Geschäfte solange weiterführen, bis die neugewähltrir und berufene» Mitglieder deS Gejamtkabinetts vom Slaatspräsideuten bestätigt sind.

Die Note ist Kenntnis gebracht

55. m

1321

- Rührung der fchwarz-weiß-rote» 's auf weiteres verlängern will.

.g darüber, ob dieser Antrag morgen

auf die Tag-Ssrdnung kommen soll, ergibt die Be- schlnßunsShigkeit des Hauses, da die Linke sich der Abstimmung enthält.

Nächste Sitzung Freitag 3 Uhr. Kleine Anfragen, kleine Vorlag:n und Ausschußberichie, Anträge aus Aufbcbung der Be.orirnung des Reichspräsiden:^ und Flagguiantrag Hergt-Stresemann.

Eine Rede des Rrichrkanzler.

Berlin, 16. Dez. Reichskanzler Dr. Wirth wird heute vormittag im Hauvtausfchust desNeichr- tages eine Erklärung über die deutsche Rote ab­geben. Um 11 Uhr beginnt dann eine Sitzung des auswärtigen Ausschusses, für die ursprünglich Fra­gen der Ostpolitik als erster Veratungsgegenstand vorgesehen waren. Es ist jedoch anzunehmen, daß man sofort in eine vertrauliche Erörterung der durch den neuesten Schritt der Negierung geschaf­fenen Lage Eintreten wird.

Die Unruhen in Indien.

London, 15. Dez. (Renier.) Aus Bombay wird berichtet: Bei de» Unruhen in Indien vom 17. bis zum 20. November wurden zwei Europäer, ein Ameri­kaner und zioei Parsis getötet und 83 Polizisten ver­letzt. Auf Seiten der Aufständischen gab es 53 Tote, 208 Verwundete, 341 Personen wurden verhaftet. Drei Straßenbahnwagen wurden zerstört und 157 Wagen beschädigt. Vier Gastzvirtschaflen wurden eingeLschrrt unb 35 beschaoiA ....

Ulsters Widerstand.

London, 15. Dez. Der Premierminister von Nister erklärt in seinem Antwortschreiben an Llovd George, es sei für Ulster unmöglich, lemals dem irischen Freistaat beizutreten. Es sei nicht im Jntcr- este Großbritanniens oder deS britischen Reiches, bnfi Ulster einer alltrischen Union untergeordnet werde. Tie Revision der Grenze würde einen Bruch deS Ge- setzes vom Lahre 1920 bedeuten. Ulster behalte sich daS Recht vor, der Ernennung einer Grenzlommission nicht zuzustimmeu.

Der Bnzeigenvrei« Betrügt für die 9 eelp. Seile ober deren <eum 60 Pig. für den Milli- Meter, umtlidie unb auemärtiae 80 Pig. Ändere Spaltenbreiten nach entiprerbenDer «crertmun«. Spät einlaufenbe oder oen «aum über */, Seite einnebmenbe Än- jeiaen lind mir bererttiat, na* der lertipalteebreite zu lesen und zu berechnen. Svaen. Reklamen berechne» wir üie Tsl.-Zeile mit 6.00 Mk. ^ebet Rabatt all» als Barradatt. Lei Auskunft bar* »ie («>ei*äftsitelle and Betmilllung der Änge- bote 1 Mk. Sonder,edAbr.

M« Kkkdist im Altslondk zu nllNM.

Berlin, 15. Dez. Der Reichskanzler hat an den Präsidenten des Entschädigungsausschuffe» in Paris nachstehendes Schreiben gerichtet:

Herr Präsident!

Wie ich der Reparationskommifsion 6:i ihrer letzten Rmvesen*e!t in Berlin erklärt habe, ist die deutsche Nfgirrnng auf das ErnslUchste bemüht ge­wesen, die beiden nach dcm Zahlungsplan vom 5. Mai 1921 bevorste' enden Zahlungen zu sichern. Ta dies nur mit Hilfe einer im vuslande aufzn- nehmend n Anleihe gelingen konnte und hierbei eine Wesentliche Mitwirkung d:r englischen Finanz- wclt «ncrläßlich war, hat die deutsche Regierung in England wegen einer solchen Anlci'e verhan­delt. Von maßgebender Stelle ist ihr jedoch er­widert worden, daß unter der Herrschaft der Bc- dtngung n, die zur Zeit für die Zahlungsverpfl'ch- tungen der deutschen Regierung gtgcnülkr der Re- parationvko»«isston während der nächsten Jahre maßgebend seien, eine solche Anleihe in Ena'and n i ch t zu erlangen sei, und zwar weder als lang­fristige Anleihe, noch als kurzfristiger Bankkredit. Unter diesen Umständen kann die deutsche Regie­rung nicht mehr damit rechnen, daß cs ihr ge­lingen wird, diejenigen v träge in voller'e zu bezallen, die «« ig wären, um die am 15. Januar und 15. Februar 1922 fälligen Raten zu bezahlen. Selbst bei aller Anstrengung und unter Nicht­achtung ihrer budgetären Lage wird die deutsche Negierung für diese Termine nutzer dem Wert der Sachleistungen und der Entschrift aus dem Recoucry Act nicht mehr als ungefähr 150 bis 200 Millionen Eoldmark ausbring n können. Tie deutsche Regie­rung steht sich daher genötigt, bei der Reparations- kommtsfion für die nicht erfüllbare« Restbeträge der Raten vom 15. Januar und 15. Februar einen Zahlungsaufschub zu beantragen. Sie be­schränkt sich zunächst auf diesen Antrag,6hh1 sie sich beutr-tzt ist, datz sie bei den nächfolgenden Raten gleichfalls -mit Schmierigkeiten zu rechnen haben wird.

Eernhmige« Eie rrsm.

Verhandlungen, die die Reparationskammission iw Lauf? des November mit der deutschen Regierung in P'rlbt 'Ohrte, hat sich bereits die Unmöglichkeit der Zab- linrg der im Januar nnb Februar fälligen Rrparat'ons- raten ergebe». Mit Wissen und Zustimmung der Rep.i- eationskommissian bat herauf die d,-icksche Regierung ihre schon eingeleiteten ftrebih)crbnnbluni?n dah'n vcr- dicht-t, daß sie in amtlicher Form bei den für einen Kredit in Frage kommenden englischen Finanzkrcisen nm eine Anleihe zur Deckung der nächsten Revarationsraten nad>- sitchte. Dieses Kreditersuchen ist zwar nicht vrinzipiell abgelehnt worden, die englische Hochfinanz erflätte »iel- mehr, daß sie einen Kredit nicht geben könne, solange Deutschland mit den ReparationSlasten beschwert sei, wie sie sich aus dem Londoner Ultimatum ergeben Da­mit ist von autoritativer gegnerischer Seite daS Problem riner Aenderung der Nevorationsbedingunge« ersten Male au'gewors-n. Ties kann als ritr Zeichen dafür betrachtet werden, daß man in den Reihen unserer ehemaligen Gegner, namentlich in England, den Zu- iammenhang der deutschen Revarationsfrage mit der gesamten Weltwirtschaft zu erkennen beginnt. Tie Note der deutschen Negierung zieht aus dieser Lage die

Marburg Freilos, Seo 16. Jejmier Iolmond.

(8ej.) Wirth.

zugleich den Le ''ndrteu zur worden.

DkrlBkk ReiK-tss.

Annahme des Tnbakstenergrset-cS und des neuen OrtSklastenverzetchntste».

Berlin, 15 Dez. Der Reichstag hat das dentsch- dänische Abkommen betreffend die Ueberleitung der Rechtspflege im nordschleswigfchen Abstimmung?-ebiet und ferner das I abaksteuergesrtz endgültig an­genommen. ebenso das Gesetz zu einer stärkeren steuer­lichen Erfassung der Valutagewinne bei der Warenausfuhr. Weiter ist das neue Ortsklassen- vrrze ichnis vom Reichstag arg-n^mmen woben. Die Anzahl der höhet. gestellten Orte ist sehr groK insbesondere kommen auch zahlreiche GroßstDtr in HSHere Ortsklassen, ohne daß deshalb die Mittel, und Kleinstädte vernachlässigt werden. Die Wirkungen deS Gesetzes kommen daher einem sehr großen Teil bet Beamten und mit ihnen den Angestellten, Arbeiten^ Kriegsbcschädig en. Kr eg-Hinte'bllelenen und Waisen zugute. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Nach­zahlungen aus Grund des neuen Gesetzes noch vot Weihnacht^» erfolgen. Die Nachzahlungen sind wegen der Rückwirkung deS Verzeichnisses auf den 1. April 1920 sehr beträchtlich und werden die wirtschaftlich« Lag; der in Bewacht kommenden Kreise wesentlich erleichtern.

Eine lange Ku , ache entspann sich über Berichte des sozialpolitischen Ausschusses inbezug aus Wochen­hilfe und Wochenfürsorge; die Enllcheibung darüber wurde zunächst ausgesetzt, bann aber angenommen. Ferner wurden in zweiter uns dritter Lesung Anträg« des Ausschusses über den Verkehr mit Kartossein unb Getreide angenommen. Von der Linken wurde bei dieser Gelegenheit in gewohnter Weise gegen die 2anb» wirtschaft g-hetzt, was den Abgeordneten Kcubler- B3hm (V. Vplls veranlaßte, vor derartigen komma- nistisckw' Hetzreden zu warnen. Die Interpellation des Zentrum» über bte Zustände im Saargebiet wird von der Regierung in der gcfchSftsmäßigen Friss beantwortet werden.

Präsident LSbe teilt dann mit, daß ein deutsch- nationaler-volkspartcilicher Antrag eingegangen sei. der

$05 MM-Mt Mlmmil.

«Leiirre Aussprache Im Unterhaus.

fonbon. 15. Dez. Bei Wiederaufnahme der AuS- im llnterhaufe warnte Llovd George daS Paris- k davor, irgendwelche Abänderungen am Vertrage Irland vorzunehmen, da dadurch wieder d'e ganze qe von neuem ausgerollt würde. Asquith trat in -r Rede s ü r den irischen Vertrag ein. Er tagte, es tbe ein Irrtum fein, zu glauben, daß, w"nn das atmen ratifiziert sei, man bereits am Ende der Irrigkeiten sich befinde. Es sei noch nicht an der jf die Glocken zu läuten. Robert Gretton brachte

Bbänderungsantrag derUnversöhnlichen" ein und 5rte, man dürfe nicht mit Meuchelmördern Oft- ;elit. Dies rief einen lebhaften Zwischenfall hervor, nston C b u r ch i l l antwortete im Namen der Ne­na auf die Kritik der Vcrtragsgegner und sagte. Eng- werde zweifellos imstande sein, den Ausruhr zu ber» iten. wenn es die nötigen Opfer an Menschen und Geld ütge. Man babe aber ein anderes Verfahren versucht n die irische Repubsik sich bereit erklärt hätte, der itf und dem Reich den Treueid zu leisten, so hätte iie nicht getan, weil sie sich vor einer Wiederaufnasme Krieges fürchte, sondern weil sie überzeugt fei. daß »urch Ne Vereinigung zwischen Ulster und dem Nest m Iriand ermöglicht werde. Wir hoffen alle, sagte rchill, daß Ulster eines TageS diesen Schritt «u* ren Stücken tun wird. Nachdem der Abg. M e Neil en das Abkommen gesprochen hatte, ergriff B o n a r cn>, bec zum erstenmale seit seiner Krankbeit toi-ber ssatcke erschienen war, bas Wort und trat mit Wärme wT>tomm-n rin.

London, 15. Dez. Wie gemeldet Mrb, werden Kegner des Irischen Vertrages morn im Unter« se einen AbünderungSantrag zur Antwortadresie bringen. In dem es beißt:Das Unterhaus gibt em Bedauern darüber Ausdruck, daß die fcow r.aene Regelung eine AnsUeferung der Rechte der ue o * Irland bedeuten werde dadurch, daß die Be- Rating mir Schasfung eines nnabdünaien irischen es «nd einer irischen Flotte erteilt werde, daß ere DVfcr von Ulster r,-fordert und bte Rechte der en Bevölkerung Iil: ds nicht gewährleistet wer-

Analiche« DeiÄndigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeiger sur (das früher kurhessische) Oberhessen

M rtaKiet ab» 6.

. 57, 38 b 7434 Krdz.

AeRekMß hs NZkoMNMrüttßf;.

Der vom Reichstag dem Stcnerausschitß verwie­sene ©cfetcnitrurf zur Aenderung des Qtntommcn« stcucrgcsetzes, der auf einen Antrag des Zentrums und der Laverischen Voi'spariei zuriickgebt, will die (äin- lommensteuersätze in Einklang bringen mit der ge­sunkenen Kaufkrgst der Mark. Der Entwurf will die Elittommensteuergrenze, für die eine zehnprozemiae Abgeltung der Steuer In Betracht kommt. Von 24 000 auf 40 000 M erhöhen. Weiter sind folgende Sätze vorgefchlagen: für die nächsten 10000 ~H 15 Prozent, die nächsten 10 000 M 20, die nächsten 40 000 .41 25. die nächsten 200 000 Jt 30, die nächsten 200 000 Jl 35. die nächsten 500 000 M 40. die nächsten 500 000 ,tt 45. die nächsten 500 009 .« 50. die nächsten 1 000 000 55. da- rüber 60 Prozent. Dos nlchtstenerpsNchrige Einkom­men für den Steuervflicbtigen fe'.bst und die Ebeirau soll verdopvrlt, aber nur bei Eintornmen bis zu 40 003 M gewährt werden. Tic Ermäßigung für Kin- der soll dagegen bis zu Elnkonmten von 100 000 Jt ge­währt werden. Zn Gunsten der Rentner ist eine stär- kere Anrechnung der Ravita!crtrag5ftruer auf die Ein­kommensteuer boigcfebcn. Mi» Nückstch» auf tertmifiiie Scfitoierigrellen und Unzuirägiichtclten toll die ge- tarnte Einkommensteuer, nicht nur die Lohnsteuer, für daS Kalenderjahr (flau deS Rechnnngsl-Hrr, veranlagt und erhoben werden. Ferner sieht der Ent­wurf die Vorauszahlung auf Grund de» Veian» tagnngsbefchciveS des ab Belaufenen Siciicijabrc» vor­aus.

kchnrfcr Angriff Canons im Oberhaus gegen dl« Regierung.

London, IS. Dez. Im Oberhause eröffnete Ne ssvrache über Irland der alte Lord M o r l e ft, ein 'äbrio-r Borkämvfer für die Einfübruna von L>ome- $t in Irland. Die Ltaltung des KöniaS Hobe wesentlich Üben Aussichten auf Versöi-nung zwsicktm Enaland und and bri"etraoen. Er würdigte die Verdienste Lkoftd Hpwes. Der Tao, an dem das Uebereinkommen erzielt terbe, sei für ihn ein Freitd-ntag gewesen. Lord ßhrzon stimmte Morleft bei, daß dos Hanfttverdienü Ir Ne R-oelung auf britischer Seite Llovd George zu­llen müsse, der im kritischen Anaenbsick niemals ge« :iTt und niemals verzweifelt habe. Niemand könne an zweifeln, daß eS für Enafaud ein Friede der Are sei. Irland bleibe innerhalb des blitischen Reich-s. leb alle Gewalt der Krone werde erhalten. Die Sicher- iE deS v-reinioten Königreichs und der Gebietsbestand iS brikilchen Reiches seien gewährleistet.

Ein besonderes Merkmal der Verbandluna war her VeranS scharfe Angriff Lord Carsons, des ehe. Msioen Führer? in Ulster, auf die Regierung. Er iftroch kn derglänzenden Totenfeier der unionistsichen Partei". IKe Bartel sei tot und wurde mit Glan» b-araben, um tic Niederlage und Erniedrigung zu verdecken, di- in Stfenb erlitten worden ist. Tie Partei sei erdrosselt wor­in:'von ihren Führern, dir in die Regierung gesandt wor­den feien, ttm sie zu stützen. Niemals sei ein größeres Oer brech en an der verfassungsrechtlichen Freiheit Krsucht worden als jetzt durch die Kori-llregiening. Die wachung durch Ne Regiert!-- sei vorzüglich ge- jMttt. DaS Beste, was Ne Regierung tun sollte, sei, /te Land zu befragen. hxi5 eS von bet sogenannten R'.te- bmg denke. Alles Uebel komme daher, daß Ne Kartril- dkqierung zu lange im Amte bleibe. Die Bedinaunge^ , des Vertrags babe Ne Regierung angenommen, die Üitofr auf bet Brust. Sie habe ihn angenommen unb In laNN von ben Sinnseinern mit ihren Heeren gc- ' Wagen worben. Englanb erlläre, von ben Gewehren der Mörder auf Ne Knie gezwungen, sich bereit, aus Irland htgzurrnnett und Nejeniaen, die England unterstülllcn, zarter Barmherzigkeit den Mördern zu überlasicn. 6fe alle andern, so babe auch die Negierung Ulster uct« tettk. Die Verhandlung wurde hieraus vertagt.

Die Gegensätze unter den Sinnfeiner«.

Dublin, 15. Dez. Bei der gestrigen ersten Zu- nwmenkunst deS Dail Eireann (Sinnfeiner-Parlament) Wt Behandlung des englisch-irischen Vertrages beschloß H Sinnfeiner-Parlament, morgen in ösfentlicher Sitzung Der Ne Ratifizierung des Vertrages abzustimmen. Im «vfr der Sitzung erllärte de Valera, den rmch »nbett entsanbten irischen Vertretern seien Vollmachten i^trilt worden, mit bei britischen Regierung zu verbandeln ftr der Voraussetzung, daß sie dem Sinufeiner-Parla- f^Qit Bericht erstatten sollen. Der Vertragsentwun hätte irischen Kabinett unterbreitet werben müssen, und M *m Kabinett hätte das Sinnfeiner-Parlamenl sich weit befallen müllen. Collins, einer der rührenden !Dnnkrrnsrtzrtxgi--t7-r, oer in London den Vertrag mit ^terzcichnete, bestritt in seiner Erwiderung die Vor- klrfe de Valeras. Collins sagte, er sei ein Verräter ge- Dimt worden. Das irische Volk»fotte selbst entscheiden, D er ein Verräter sei ober nicht, b e Valera erllärte, sei zugegeben worden, daß das Dokument nicht ein Mrtrag, sondern äu Ueberrinkommen fei.

Sas ErgkLnsz Sn AßBmiNWg in SeÄig.

Große Mehrheit für Uuga-u.

55 len, 15. Dez. TaS91cue Wiener Tagb'att' meidet ans Budavest:Jiavj einem Telegramm auS Oedeubutg haben hort bis geüktn Abend 13 550 Wm;- ler abgrftimmt, davon für Inigarn 10 438 ui.ft für Oesterreich ungefähr 3000. Ta-j Vetvuwcn Ledcn« butgs bei Ungarn kann bemnact) als gcftcrcit eriaicU neu. General Ferratio erließ eine Runtiacbung. in der et das Votgeden der Geiictaiiommijjion zu tcanicnl, gen jucht, vuz «-otzdribciicht bei ,Reu«a gutoX

notwenNge Folgerung, indem sie nnker Hinweis aus d>- zut Zeit unmögliche Kreditaktion um Stundung eine? Teiles der zunächst fälligen Rate» ersucht und indem sie zugleich daraus hinweist, daß auch bei den zukünftigen Fälligkcitstenninen dieselben Schwierigkeiten ent« stehen »verdert, wenn sich die Gegner nicht entschbeßen könnten. daS Problem der Reva^at-on als Ganzes einer verständnisvollen neuen Beratung zu unterziehen. Wenn über den Erfolg dieses deutschen Schritte» heute noch m'cht? gesagt werden kann, so liegt' da» daran, daß -wischen den bauptbeteiligten Regierungen, der eng'i «6eu und sranrösisrhen, eine endgültige Aussprache erst m kr nächsten Woche, wahrscheinlich anläßlich bei angekünbig- ttn Besuches BnandS bei Lloyd Gkorg?, fkttfinbrn wirb. Die deutsche Regierung hat im Rahmen ihres Pro« -raminS der Ersüllnng, im Rahmen des Möglichen ftasfemge zn leisten versprochen, was T-utschland mit Ausbietimg all seiner L'ussguetten zu leisten vermag. Die darf von der Einsicht der Gegner erwarten, diß sie nunmehr das Ihrige dazu beitrage», um die ReparatignZ- frage nicht in einem Konflikt enden zu 'allen, sondern sie im Sinne einer gemeinsame»! Berflänbiiung eilet betelligten Völker zu lösen.

Pressesümmen.

Berlin, IG. Dez. Während tie bentschnatiounle Presse ihr Urteil über die deutsche Rote dahin zusammen, faßt, daß sie den Zusammenbruch bet Erfüll»«,»- oolitik deS Kabinetts Wirth bedeute, und baß die Kata- strovbe da sei. erklären die übrigen Blätter, daß durch bas Urteil der engUchen Sochfinan; Über die Kreditunslb-'g- kit Deutschlands unter den Vediuanngen des Londrnei Zahlungsplan-S eine für Deutschland günstige Wir­kung in der Entschädiimngssrag«. rinnetretex sei. Tie ..Dentf*e M-r.- Akita." schreibt: Die englische pochsinanz tritt jetzt vfsiziett als Träger der Erkenntxi vor di- Welt, daß das Repaoati»nSproblem ein MrtschallSvtob- krt geworden ist. das nicht allein Deutschland, sondern vor eilen Sensei» Eurova ixnb die ganze Welt angeht. TxeGermania" betont, daß Teiit'chlanb bisher sein Mersprecken. das Möglichste zur Erfüllung de» Lo>,d,xer Ultimatum; zu tun. gewissenhaft und mit allen seinen Kräften gehalten bat. Durch daS Krediltzerl-xgcn Deutsch­lands ist daS Reparationsproblem Wettproblem auf- prallt wsrd-n. Somit ist eine völlig neue Sage in d-r Politik der W it geschaffen. DieVoss. Zt,." fchrribt: Die deutschen Kreditverfuche in England find nicht etwa durch mangelnde $orfel;r«xgew Tcntschlaobs zuschanden geworden, die nZtige« Bürgschrsten iür eine solche Anleihe zu schaffen. Es ist das unbestreitbare Verdienst der Kreditorganisation der deutschen Gewerbe, ftaß weithin sichtbar vor aller Welt die Anstrengungen erwiesen sind, die die deutsche Volksgemrinschast zur Unterstützung des Anlrihebegehrens der Regierung gemach: bat. DasBerl. Tagebl." nennt das englische Urteil über die Kreditunsähigkeit Deutschlands brionder? deshalb «nen schlüssigen Beweis für die verheerende Wirkung des deutschen ErfüllnngSversncheS, to«l De u'sch land noch vor wemg mehr als drei Monaten ein holländischer Kredit gewährt worden ist. TerVorwärts" erörtert die Frage der von ben Verbündeten etwa «nzuwendenbe» Zwangsmaßnahmen zur Eintreibung der beut- schen Zahlungen und sagt. ZtvrngSmas,nahmen sri-n erst möglich, wenn die Reparationskommission guiachllich klärt hat, baß auf Seiten Deutschlands eine absicht­liche Nichterfüllung »erliege.

Kalkutta, 15. Dez. (Reuter.) 8000 KuliS. die in ben Docks von Kalkutta befchäftigt sind, sinb gestern in ben Ausstand g treten. 21 Nationalisten wurden vom Gericht zu drei unb 73 zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

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ZuWMtrijt des heMen LadtWS.

Neuwahl des Präsidiums.

Darmstabt, 15. Tez. Ter neugewählte hefsifchc Lanbtag trat heute zu feiner ersten Sitzung zusammen Staatspräsibent Ulrich eröffnete bte Sitzung als ältestes Mitglieb beS HaufeS. Bon 70 Aimeordnelen waren 67 auwrfenb. Vei bet Wahl bes Präsidiums wurde ber bisherige erste Präftbem Abelung (Soz.) mit 50 Stimmen wickergewählt. Zum stellvertreten­den Präfibenien wurde gewählt ber Abg. Schere (3tr.) mit 59 Stimmen unb Dr. Müller (Bauernd.) mit 50 Stimmen. Rach ber Wahl beS Ausschusses verlas der PrSsidant eia Schreibe» des StaatLjiräji-