Tte „Dbetbtlfitoe Bettun ' erl»eint tertmnei »öcdentllctz. - Ve,n,,oret, menatli»
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Pnft'checktonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt «. Main.
55. Mth
1921
Der Anzejgenvret» beträgt für die 9 oefp. Zeile ober deren Raum 60 Pfg. für den Milli- Meter, amtliche und auswärtige 80 Pfg. Ändere Spaltenbreiten nach entiprechender Berechnung. Spät eintaufende oder den Raum übet '/t Sette einnehmende An. »eigen find wir berechtigt, nach der Tertipaltenbreite »u jetten und zo berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Lol.»Zeile mit 6.00 Mk. Jeder Rabatt gilt ale Barrabatt. Bei Auskunft durch Die (beirhäftsitelle und Vermittlung bet Angebote 1 Mk. Sonbetgebiibt.
nttiiqes Vertu ndigungsblutt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
Marburg Miilmrh, hen 14. Dezember 3 Ulmen».
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Geh DbrrrrflimingSrat Dr. Dohä sagt: er sei kW 11. März von seinem Vorgesetzten Im Polizei- ifrflßmim »an Iagow zu Kapv gerufen worden. Kap» jjgfct zu ihm von politischen Fordeningen unv einer Mmug in der Marinebrigade g-sprockten und ihn 10(6 der Stimmung hei der Sicherheitspolizei gefragt
diMs erklärte der als Zeuge vernommene Generatmasor f^kavse«. der zur Zeit de« Kapv-Putsck>es Kom- igetbetu de« 6 Regiment« in der Alexanderkaser.ie er Hobe in der Pacht bc« 13. Derer.!der da« -Mhchn«viertel besetzen lassen. Da« Regiment bekam fier» aber wieder den Beseh! abznrücken. Wo sich Ijfc Negierung zu dieser Zeit aufhir't, wußte er nicht.
$« Km-PM-Mrb.
keipzig. 13. Dez. In der heutigen Verband.
gt Hobe von einer Aufregung bei dieser nicht« sagen Kguen. Am Morgen des 13. März erfuhr er, daß 'tif Regierung geflohen und Kapv und Lüttwitz im der Macht waren. Im Ministerin» des Innern jjrtt er dann, daß Jagow das Ministerium de« Inuer.: W- Wunsch Kapps übernommen habe und gewisse ßenderungkn im Personalbestand des Ministeriums lothtf'mm werde.
Neneral a. D. M ä r <k e r sagte mt«: Rach Dresden fcm rin Fernspruch Lüttwitz, daß der Rrgirrnngs- Iwichwung ohne Blurvergirßen vollzogen sei. Ein Zetter Fnnkspntch meldete, daß die Minister fest- PNiehmm seien. Mich überraschten die Vorgänge voll, imuneu. Bereits im Juki 1919 sprach Oberst Bauer isavsn, daß die Regierung in Weimar gestürzt und i ßie Nationalvcrsammknng aufgelöst werden müßte. ;Eau« forderte mich aus, hierbei zu Hellen. Er richtete tmi$e Tage später eine Reihe von Forderungen an Lüttwih für den Fall, daß es zu einer Aendentng in ter Reg'erung kommen sollte. Von einer monarchisti. Pen Aendernng war keine Rede. Anfangs März tiäß hatte ich kein« Besprechungen mit Mäi nern deS Düpp-Nnternrhmens. Für mich war es llar, daß aas Knternebmeu sch eiter n müsse. In Dresden erklärte H «ich zum Schutze der Minister bereit, andererseits iMt ich auch bereit, die Anordnungen Lüttwih zur tzusrrchterbaltung der Ordnung auszusühren. Närrker schilderte dann wie er, nachdem er seinen Plan Mr dem Reichs- und sächsischen Ministerium en tret tftft leite, mit schließlicher Zustimmung Roskes und mit sttr Zustimmung Eberts nach Berlin fuhr, nm Kapp lef den verfassungsmäßigen Weg zurückznsühren. Am Iiksnuterg. sagte der Zeuge, kam ich nach Berlin und itz»hm an einer Kabinettssitzung unter Kapp teil. Am ittbetn Morgen bekam ich eine Liste mit acht Forde. jvnM« überreicht und zwar: Neuwahl des Re'chs- ^Mdenten und der Fachminister, Schaffung einer ißeiten Kammer, Amnestie für alle Vorkommnisse seit Hirn 18. November 1918 usw. Auf eine Frage bemerkte nto Zeuge: Wenn auch in Berlin die Sache für Lütt- gut zu stehen schien, so war Berlin nicht b a3 ttReich. Ich fuhr nach Stuttgart und trug Noske tÜe Eindrücke vor. Ebert veranlaßte mich» einer ^krrsanrmlung des Reichskabinetts, süddeutscher Kabi- ‘tute und Parlamentarier beizuwohnen, die sehr stür- -Lisch verlief und den Gegensatz zwischen Süd- ktmrsck'land und Berlin offenbart«.
' Ministerialdirektor Meister sagte aus, daß die ^Telegramme. in denen die Absetzung ton Obrrpräsid n- .tat ttnb R"g erungsprcffidcnten verfügt wurde, mit '8»gows Unterschrift abgingen. Der Zeuge forderte ;t«m die Beamten des Ministeriums auf, der alten 'steoiernng treu zu bleiben. Darauf wurde er in Schutz- foft genommen.
Ministerpräsident a. D. Hirsch: In der Reichs- imZlei fand ich in der Nacht zum 13. März die »nisten Reichsminister und den Reichspräsidenten an- veseud. Die Reichsminister außer Schisser reisten nachtö ab. Gegen Morgen wurden wir alle ■tetey Offiziere und Mannschaften im Auftrage der i*ntai Regierung für verhaftet erllärt. Bis zum iAackmittag waren wir iu unserer Bewegungsfreih.'it beschränkt. Am 16. März wurde ich in das Justiz- -ränisterium g-beten; es fanden dort Besprechungen Frischen den Parteiführern statt. Major Pabst erhob kt bekannten politischen Forderungen. Von Stutt- tzrrr hatte ich die Weisung, wir sollten nnS auf keinerlei ^saeständnisie einlassen. Die Geschäfte des Minister- ^äfitenten führte ich unbehindert weiter, bis die Kapp- ^rgicrung verschwand.
Reichsbankpräsident Haven stein sagte ans, daß Et aiederholt ausgefordert wurde» Geld für Kapp zur Eersügung zu pellen, was er jedoch ablehnte.
Pfarrer Traub bekundete: Am 12. März abends Kote mich Kapp, ob ich evtl, bereit wäre, in die Regierung einzutreten, wenn er die Macht erhielte: ich behielt mit Bedenkzeit vor. Kapp äußerte mir geg.n- feet, er wünsche keine Reaktion und keine Vec- r^ssungsäuderung. Das Wort Diktatur fiel nicht.
Bangcnheim hatte nur für die Volksernähru.ig Ärieresse: mit einem Landwirtestreik drohte er nicht. Äkgow trat in den Beratungen nicht mit Führer- Ween hervor, vielmehr erschien ec als stiller Teil-
Eine internationale Anleihe.
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widert, dieser Vorschlag sei unannehmbar. Da» raus habe Craig eS abgelcbnt, an der Konferenz tritt runebmen, da die Anerkennung eines alltrlfchen Paria» mentS die Unterstellung Ulsters unter Stunsein des deuten würde.
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SiterMeUuna to(6 die toten SoWriot
Paris, 13. Dez. (Havas.) Ter „Intrans geanl" glaubt zu wissen, daß infolge der Reise Tr Ratbenau? demnächst zwischen den Verbündeten in vollständ'ger Nebereiustimmung eine intttnaliona'f Anleihe von einer Milliarde Dollar-, d. h. etwas fifrr 1 Milliarden Goldmark, ausgelegt werde. Liese Anleihe sott 7»', Z.nsen bringen, steuerfrei und innerhalb 50 Jahren rückzahlbar fein. Sie würde vom Entschäoigungsaus- sckmß beg-bru, kontrolliert urfb überwacht. Jedes alliierte, assoziierte, neutrale ober eh-malige feindliche Land könne sich daran b-teil'gbn. Man würde jede Regierung fragen, welchen Anteil an der Anleihe sie übernehme, mit anderen Worten, welchen Teil sie bei ihren Staatsang hörigen un erbringen zu r5:men glaube. Ein Achtel würde sofort begeben, um die nöligen Mittel zu erhalten, die den Zahlungen ent- prechen, welche die Verbündeten von Dmtschlano am 15. Januar und am 15. Februar 1922 erwarten Die Anleihe würde durch die Gesamteinnahmen bei deutschen Zollerträgnisse sichergrstellt. Deutschland würde bei der Ausgabe dieser Anleihe und unter der Voraussetzung daß sie erfolgreich sei. noch der Zahlungsausst.'llung und der Abrechnung fiit die Sachkiefeningrn die Ansprückte der Verbündeten fit ungefähr 2 Jahre befriedigen. Der Ertrag der Anleihe würde nach dem festgesetzten Schema vertritt, nonach Frankreich 52»/, zukommen. Die Frage der Sachlieferungen nach dem Wiesbadener Ab- Idmmen und die Frage der französiscl)e.i Priorität würde den Gegenstand von Sonder abkommen bilden. Einc Entscheidung stehc nahe bevor. TaS grundsätzliche Abkommen zwischen den Hauptbetettig.eu fei säst fertig gestellt.
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London, 13. Dez. Die „Mow-ina P>-st" erfährt, obgleich Ratheu au keinerlei Vorschläge über irgend ein Nebereinkommen mitgenommen habe, bestehe alle Aussicht daraus, daß die Verbündeten einen Plan entwerfen werden, der der tatsächliklien Le pn-gefih g seit Deutschlands Rechnung trägt. In gew s'en amt- lichen Kreisen herrsche die Ansicht, daß die geplante Erleichterung für Deutschland wahrscheinlich nicht die G'stalt eines Zahlungsaufschubs erhallen werde in dem Sinne, wie dieses Wort im allgemeinen verstanden neide.
Beratungen des Neichskabmetts.
Berlin, 14. Dez. TaS Reichskabinett beschäftigte sich gestern (mit dem Eutschädiguugsprob'em. Dr Ra (Henau macht ausführliche Mitteilung-» über daö Ergebnis seiner Londoner Reise. Im Anschluß daran wurde brr gesamte Kampier der Entsckiäd'guugs- irage eingehend besprochen. Die Verhandlungm waren streng vertraulich.
Ten Blättern zufolge wird Dr. Wirth ncli-'re Mitteilungen über die Londoner Besprechungen erst macken, wenn die Beratungen über die Ewsck'äd guues frage zu einem gewissen Ab'chsitß gekommen sind. Tas ,.Berll Dagebl." glaubt allerdings sagen zu können, daß der allgemeine Eindruck, den der Bericht Rathe- naus hervorgrrufen hat, nicht ungünstig sei.
Seine nene Reise SttnneS' nat6 England.
Berlin, 14. Dez. Die .Deutsche Allgem. Atg." dementiert die Blättermeldung. datz S t i n n e i nach einem angeblichen Mißerfolg Dr. RathenauS wieder rum England anfsuchen wolle.
Haber des Unternehmens. Der Zeuge betrachtete das Borg-hen Kapps immer nur unter dem Gesichtspunkte der bolschewistischen Gefahr. Schiele trat th der sogenannten AabineitSberatung nicht mehr als anders hervor. Kapv führte immer die Unterhaltung und halte die Entscheidung. Direktor Molkenthin, der den Nationalverband deutscher Offiziere gründete und irühre leitete, war mit Breüerek am Morgen des 13. März am Brandenburger Tor. Der Zeuge befürchtete einen Linksputsch.
Zeuge Geheimer Vostrat Sönksen wurde am 13. März zu Kapp gerufen, der alle Zeitungen verbie'eu und den g-famten Post-, Telegraphen- und Fernsprech- verkehr einstelleu lassen wollte. Auf den Hinw.is des Zeugen, daß die Gegenseite zweifellos durch b e drahtlose Telegraphie Nachrichten verbreiten werde, habe Kapp sich bestimmen lassen, den Postbetrieb nicht zu verbieten.
Weitervcrhanblnng: Mittwoch Vorrnittag.
Die „Rote Fahn^ in Frankreich verboten. Berliner Blättern zufolge verbot der französische Minister des Innern die .Rote Sahne* für daS Gebiet der fianzösifchen Repnblik. ..
Stetoirteitsrof.
Erklärungen de» Reichskanzlers.
Berlin, 13 Dez. Im Entschädigungsansschuß des vorläufigen Neichswirtschaftsrates, der über die Errichtung einer Kreditvereinigung de? deulschen Gewerbes lAntrag Hachenburg) beriet, ergriff der Reichskanzler das'Wort, um in vertraulichen Ausführungen einen Ueberbsick über die gesamte politische Lage zu geben. Seine Darlegungen gipfelten in dem Hinweis, daß die wirtschaftliche Lage Deutsch- lands in ihrer Verflechtung mit der Weltwirtschaft nun- mrhr zum Gegenstand öfsrnllickzer und internationaler ErZrterung geworden sei. Es sei jetzt von Bedeutung, daß diese Erörterungen f o r l g e fe tz t und verlieft würden. Was Deutsckstaud anlange, so müsse es sich zur Mitarbeit an diesen Problemen bereit hatten. Der Hachenburgsche Gesetzentwurf biete ouscheineud eine geeignete Grundlage, um die deutsche Wirtschaft zu pnsitiver Mitarbeit an der Lösung dieser deutschen Lrbenssragen zu befähigen.
Der Reichswirtschastsrat selbst beschäftigte sich dann ebenfalls in seiner Sitzung im Berliner Rrt hause mit dem Gesetzentwurf iw Verbindung mit der Kompromißentschließung, wonach 1. die Kreditak ion zeitlich und dem Betrage nach zu beschränken ist, 2'. vorausgesetzt wird, daß der endgültige Entwu:s tat der Zuleitung an deu Reichsrat dem Reichswirtschaftsrat zur nochmaligen Durchberatung überwies n wird. Die Komproniißenll'ch ießung wurde eia- stimmte angenommen und die Vortag-' und die dazu -vorkiegenden Anträge der Reg'i-.mng ai? Attenmaterial überwiesen. — Nächste Sitzung: unbestimmt.
MerzeichMg öts MmM-MlWNW.
London, 13. Dez. Aus Washing an wir» ge- meldet: Da- Viermächteabkommen über den Stillen Ozean wurde heute auf dem Staatsdepartement unterzeichnet.
London, 13. Dez. Wie Reuter aus Wallrlngton meldet, erflärte Senator Borab in einer Rede im Senat, wenn die Waibingtoner Konteren, kein wirkliches Ergebnis in der Krage der Abrüstuna erziele, fo würde das neue Vtermäwte-Rbkommen über den Stillen Ozean ntckUS anderes fein, als ein vollständiges Militärbündnis. Borat, fügte binzn. seine Lmltung zu dem Abkommen werde im Senat bestimmt werden durch das. was die Konferenz in der Frage der 9lbriiftnng und in der ctitnrfifcüen Angelegenheit erreiche. Borat, erflärte aufterdem daS Ergebnis der Konferenz werde entmutigend fein, wenn fie sich vertagen tollte, ohne die Verwendung von N-B-",'en und giftigen Gaten fotote anderen barbarischen Waffen verboten zu haben.
Die chemakS deutschen SÜdsee-Besldunaen.
London, 13. Dez. Wie ans Washington gemeldet wird, teilte Staatsfekretär H u g b e S dem Ausschuft für Fragen des Fernen Olten mit. datz dos Bav Abkommen bald werde unterzeichnet werden. ES verlautet, datz das Abkommen. daS die <Sef*n*t e?ne? Vertrages habe, eine Befestigung VavS verbiete und Iavan das Recht verleihe, die Ordnung auf der Intel ausrechtzuerha'ten. Die Vereinigten Staaten erf-nnen das Mandat. daS Ration durch den Völkerbund für die vormaligen deutschen Inseln nördlich des AeauatorS erteilt wurde an. Rabatt vervflichtel sich auf der SXrtfet Yav den vereinigten Staaten angemeffene Kabel- erleichlerungen zu Üchern.
Ferner beabsichtigen die Bereinigten Staaten mit Grotzbrttannien ebenfalls ein Abkommen über die vormals deutschen Besitzungen südlich deS AegnatorS, für die Grotzbritannien ein Mandat bat, abznschlietzen.
England.
BerschSrfung der Sage in Indien.
London, 13. Dez. Die Blätter enthaften Berichte au? Indien, die auf die Verschärfung der Lage bindeuten. Der Empfang des Prinzen von Wales in Alababad wurde von dem gröstten Teil der indischen Bevölkerung vollkommen bovkottiert. Die festlich geschmückten Strotzen der Stadt woran von der eingeborenen Bevölkerung fast ganz verlass»» . Der Verkehr ruhte vollständig. Während der Fahrt des Prinzen durch die Strotzen unterblieb jede Kundgebung. Der Wohnort von 150 000 Menschen glich einer toten Stadt.
London, 13. Dez. Reuter meldet ans Delhi: In den Bezirken von Amhorst, k>anthawaldi, Inseln, und Mandalav und in der Stadt Rangoon in Birma wurde der Ausnahmezustand verkündet. — Atts Lahore wird gemeldet: Die nationalistischen Organisationen wurden aufgelöst.
Die abgelehnten Forderungen Ulsters.
London, 13. Dez. Der Briefwechsel zwischen Llohd George und Craig ist veröffentlicht worden. Es geht daraus hervor, datz Craig die Schaffung von 2 Dominions in Irland vorgeschlagen hat, die beide freiwillige Beisteuern an die Regierung des Britischen Reiches machen würde«. Lloyd George hat darauf «-
StoWtto.
Ein Denkmal für das verlorene Cherfcbleflex.
Breslau, 13. Dez. Der Burgerrat von BreSla« Will für das verlorene Oberlctueüen ein Denkmal in Breslau errichten. SS ist zu erwarten, datz der Bwi» von allen Deutschen unterstützt wirb, namentlich "Ott den Oberschlesiern. ES soll ein PreiSauSschretben jh' diesem Zweck ergeben.
Die Ausschußverhanvlunaen.
Beuthen, 13. Dez. Alle Unterausschüsse hielten gestern ausgedehnte Sitzungen ab. Fm AuStcbutz für Geldwesen wurde in der Erörterung der Probleme fort gefahren, die mit der durch die Genfer Sntfchei-. düng festgesetzten vorläufigen Beibehaituna der deutschen Valuta in den polulich werdenden Teilen >* f--t- schlestens zuiammenhäugen. Im NechtsouSfchitH wurde Uebereinftimmnng darin erzielt, datz die deutschen Gesetze noch tu Kraft bleiben sollen.
Universttöten uub Höhere •tfntlen.
8 2. Sitzung vom 13. Dezember. । Die ztveife Berafuna des Kultusluntsimlts wird fort»; gesetzt beim Kanttel der Universitäten. Kunst ostv. Ab,. Tr. Wanlig (Sos.) bittet den Münster, tm Ausbon der Universitäten einen entscheidenden Schein hrrmärt$ zu tun. Die »»Plante Einrichtung von Be» trieb'- und Wirtlchasl 'b rien für die Arbeiter>ch,isl au d-n Universitäten sei zu bezrüßen.
Kulturminister Dr. Boelitz lehnt ti Den_finat5» to-aen ab, daß die Professoren die Politik des Staates bestimmen- Wir lehnen es aber auch ab. daß die Staatspolitik die Gesinnung der Professoren beeinflußt. Ich e«f>- jne V-k-nntniS zum Kommunismus keinen Grund, einen tüchtigen Professor zn entfernen. Tie Studentenausschüsse fallen sich frei halten von «Ken narre:» nasttisch-n Bestrebungen. Der VonvUrf, das preußtstch« Kultusministerium sei nicht modern eenug. fü Kvr<h die Beckerfche .fSodhfff’ulreform widerlegt. Tte B Id->nu4- höfie der deutschen Universitäten muffe aufrecht ertetOm morden, auch durch die Art der Zutatttinctsdediniuu.u'n. Der staatliche ffharefter her llninervtäten bilde nicht anfgegeben werden. Der Denkmalspflege, dem Lidmtt- nnh Raturfchutz sagt der Minister fr ne befouih1« Aufmerksamkeit zu.
In der weiteren Aussprache wünscht Abg. Fro, G g r n i ch (D. Dpt.) den Ausbau verschiedener wissen- "chaftl'cher Institute.
Aba. Schneider (Komm t meint, der einzige ffttte tuSmt-nist'r mit Initiative sei Adolf §> o s s m a n n. (Stürmische Heiterkeit.)
Abg. Dr Wetzl Mnabtz.l verlangt, daß bet Arbeiterschaft der Zugani zu den Universitäten geöffnet ro'rbcu miisie.
Aba. Dr. Preuß (Dem.) meint, die Dorurtei^losig- feit de? Ministers kommunistischen Professoren gegenüber sollt- doch auch Demokraten gegenüber gelten.
Damit schließt die Aussprache über die Universitäten.
B im Kovttel Provinzialfchulkostegien. höhere Lehranstalten ufw. bezm'chnet Abg. Frau I e n f e n (Soz) die Privatschulen als eine Gefahr für die ©in« heitsschulen. '
Die Beratung tmrd hierauf unterbrochen durch dir Abstimmungen zum Berolxiushatt. Tiefer wird nach den Ansschußanträg-n bewilligt. Die - Anträge und Ent« schli-finngen des DauptanstchuffeS werden angenommen.
Bei der Fortfetzttna der B'ratnng des Knltttsba'tshtst- Hont Knlttt^minfster Dr. Boelitz, die Regierung babe keineswegs die Absicht, die Lpzeen und Oberlvz-en ar:n- hatten. Sie erstrebe vielmehr, den Schül-rinnen bi-'.T Lehranstalten den Zugang zur Universität zu erte'ch« tern. Ter Gedanke der Grundschule werde damit keineswegs verlatten.
Aba- Schneider (Komm.) hält eS für bezeichnend, daß bet Minister nur den Koalitionsvertretern anfroo.te.
Abg. Fran Ovendroa (UnabH.l verlangt die Demo« kratisi-rung des höheren Schulwesens und bittgem .infame Erziehung der Öfefchlerftt-t.
Um 1/?9 Uhr wird die Weiter'cratunz ruf Mittwoch 12 Uhr vertagt.
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Das ungarische Heer.
Budapest, 13 D-z. In ter Dlattonalb'r’am'.n« '(iing wurde der Gesetzentwurf über die ungarische Ra.'^nol'tnee angenomm--n. Ter Ge'e'-e ^wurs si Hf bi* Verminderung des Heeres auf 3"> COO Mann *ior. Er schafft die allgmteine Wehrp'ttch: ab und per'ügt die Ergänzung des Heeres im Wege der freitoilli ’,en Meldung. Der Landesvertkidigungsminister et Miete g- gn-über Einwendungen des Gra'en Apponhi. daß 35000 Mann Soldaten neben der gut o-gtuiptt en Gendarmerie und Polizei zur Aufrechterhaltung der cnn'.reu Ordnung rosig f<:ire . Z'.rei e los ter dagegen, daß 35000 Mann die 2500 Kilometer lange ungarische Grenze nicht schützen kSnnen. Falls oder versuche werden sollte, die Grenze zu überschretten, so würde sich jenen 600 000 tapferen ungarischen Soldaten, die den Krieg mitgemacht hab:n, Äclegenheil bieten, sich der Ueberfchreitung zu erwehren.