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Postiüieckkonto: Nr. 5015 »mt Frankfurt tt. Main.

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^sirfige Verabschiedung Lüttwitz von Noske

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jji stattgefnnden. Lüttwitz habe an diesem Ta gemeine erbindung mit Zivilpersonen, und zwar nach Serckt lgclommenen Nachrichten, mit Kapp, Papst und Bauer chabt, auf deren Festnahme nunmehr von militärischer Kriegsminister Reinhardt

Die 2. Marinebrigade sei nach Döberitz ge» Am 10.

nmg noch fliehen konnte?

v. E e e ck t: General v. O l d e r s h a u s e n war er ge-

Rückreise Dr. Mayers.

Berlin, 10. Dez. Wie die Blätter hören, hat der deutsche Botschafter Vt Paris Dr. Mayer gestern Berlin wieder verlassen, um nach Paris zurückzukehren.

zu erhalten? ...

v. Seeckt: Die Ehrhardt-Truppen unterstellten sich bedingungslos dem" Befehl. Die Brigade hat ihre Schul­digkeit vollkommen getan. Auch Kapitän Ehrhardt Hai | sich meinen Anordnungen vollkommen gefügt, nachdem tr meinem Befehl unterstand. Das mutz ich zu 'einer Belobigung sagen. Das Offizierskorps der Reichswehr Und die Truppen standen unter keinen Umständen In Neberernstimmung mit den Ansichten der Herren Kapp und Lüttwitz.

Oberst a. D. v. Schönstedt erwidert auf tue Frage nach dem Verhalten der Sicherheitspolizei: Es stellte sich heraus, daß ein Teil der Sicherheitspolizei, die in Charlottenburg und Wcstend untergebracht war, sich am Einmarsch beteiligt hatte. Im übrigen stand die Sicherheitspolizei unbedingt hinter der Rrgie-

dere Fragen zu beraten. I

Lloyd Georges Standpunkt.

P a r i s, 10. Dez. Nach demMatin" soll Lloyd George erklärt haben, er verstehe vollkommen die Lage Frankreichs, und er bitte Loucheur, die öffent­liche Meinung Frankreichs vollkommen zu be­ruhigen. Die Engländer feien mit den Franzosen über die Tatsache einig, datz die Deutschen sehr wenig getan hatten, um ihre Verpflichtungen er­füllen zu können. Aber in der Welt herrsche eine Lage, die beseitigt werden müsse. Man muffe beffere Methoden suchen.

Nach demJournal" soll Lloyd George erklärt haben, es habe niemals in der Absicht der eng­lischen Regierung gelegen, Deutschland bedin­gungslos irgend einen Zahlungsaufschub zu ge­währen. Der englische Premierminister habe das formelle Recht Frankreichs auf volle Entschädigung anerkannt, aber die wirtschaftliche Unordnung der Welt angeführt, die eine ernste Katastrophe nach sich ziehen könne. ,

Die neue Konferenz des Obersten Rates.

London, 10. Dez. Reuter teilt mit, man er­warte, daß die Vollkonferenz des Obersten Rates unter Teilnahme Italiens und Belgiens zur Er­örterung der Frage der deutschen Entschädigungen fast sicher zu Beginn des neuen Jahres stattfinden

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Berlin, 10. Dez. lieber die am 8. 12. vom Reichsrat beschlossenen Postg'bührrnerhöhungen hin» ausgehendhat die Reichspostverwaltung nach Mit­teilung derVoss. Zeitg." den Regierungen der ein­zelnen Länder eine neue Vorlage unterbreitet, die wesentlich höhere Tarifsätze vorsieht. Diese sollen anstelle der vor wenigen Tagen beschlossenen vom 1. 1. ab Geltung haben. Die Po st karte soll danach im Ortsverkehr 75 Pfg., im Fernverkehr 1,25 Mark kosten. Die Gebühr für den Brief im Ortsverkehr soll 1,25 Mk. und im Fernverkehr 2 Mk. betragen. Der Vorschlag sieht bei den Telegrammgebühr?» eine Erhöhung für das Wort auf 1 Mk. und 10 Mk. i Mindestgebühr für das Telegramm vor. Die Fern­sprech gebühren sollen auf 100«/o gegenüber dem Gebühvcntarif vom 1. 10. erhöht werden. Diese neuen Gebührensätze betragen durchschnittlich das Zwanzig­fache der Gebühren vor dem Kriege. Wie das Blatt weiter mitteilt, sollen auf dieser Grundlage auch Idie Eisenbahntarise ausgebaut werden. Der I Fahrtkilometer, der vor dem Kriege in 3. Klasse 3, I in der 2. 41/. und in der 1. 7 Pfg. gekostet hat, I werde nach dem neuen Tarif 60 Pfg. bezw. 90 Pfg. bezw. 1,40 Mark kosten. Wie das Blatt weiter be­merkt, soll durch die neuen Gebührensätze unbedingt erreicht werden, daß die (Staatsbetriebe keine Reichs­zuschüsse mehr erhalten. Was zu bezweifeln ist.

M 12. März seien über die Haltung der Brigade tzbrbardt verschiedene Meldungen eingetrosfen. Gegen Mtternacht habe er mit verschiedenen anderen mut« täuschen Führern eine Unterredung mit Noske gehabt, in deren Verlauf Oberst v.Oldershausen meldete, haß mit militärischen Angriffen in den nächsten Stunden m rechnen sei. Es entstand nun die Frage über das

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Id? ihnen zu machen. Noske habe Lüttwitz Vertrauen '«hbenkt. Tie militärischen Stellen seien der Ansicht Tresen, datz vielleicht die geplanten Unternehmungen nicht ausgesührt würden. Am 9. März habe Seeckt die

ich dann das übrige aus den Zeitungen. Am 16. fanden die Verhandlungen im Reichsjustizministerium statt, an denen u. a. teilnahmen: Oeser, Südeknm, Schiffer, Sieger- wald und Ernst. Es wurde über die Bedingungen des Rücktritts von Kapp und Lüttwitz verhandelt. Dann kam die dramatische Szene, als Lüttwitz durch 5 tot) Offiziere Meldung erhielt, datz das Reichswehrmiuisterium Nicht mehr hielte. An dem Tage mutzte er zurücktreten.

Staatsminister a. D. Heinze hat ebenfalls an dec Unterredung vom 3. März mit Lüttwitz teilgenommen. Er gibt an: Am 5. März war Lüttwitz bei mir auf, der Reichskanzlei und sagte, man müsse die Auflösung her Nationalversammlung verlangen. Ich wies ibn darauf hin, baß er dazu gar keine Mittel habe. Die wollte er sich bei der Reichsbank holen, und wenn er abgesetzt würde, so schlügen seine Offiziere alles kurz und klein. Ich habe ihm energisch ins Gewiisin geredet. Ich hielt seine Reden für Prahlereien. Seitdem habe ich nichts mehr mit Lüttwitz zu tun gehabt. Tie ganze Aktion, scheint mir nicht wobldurchdncht gewesen zu sein. Die Namen Jagow und Wcngenheim find mir nicht genannt worden.

Der frühere Reichswchrminister nnd jetzige Obrrpräsi- dent von Hannover Noske erklärt: Es ist erklärlich, datz fast jede einzelne Truppe, die aufgelöst werden sollte, nicht von freudigen Gefühlen erfüllt war. Erscheinungen des Widerstandes sind fast bei allen Truppen ausge­treten, ioenK sie ausgelöst werden sollten. Bei mir sind Angriffe meßt vorgekommen. Ich hatte nicht nötig, die Waffen nur ein einziges Mal zur Hand zu nehm:», die ich vor mir auf dem Schreibtisch liegen hatte. Es handelte sich nicht nur um die Marine, sondern auch die Reichs­wehr, die in Wochen und Monaten beträchtlich verringert rverden mutzte. Es tvar autzerordenilich schwierig, die I Leute in Erwerbsstellen unterznbrs.ngen. Es ist mir auch

Dos MMte-Mimm.

Washington, 11. Dez. Zn der letzten Voll­sitzung der Konferenz verlas L o d g e den Text des Viermächte-Abkommens. Die vertragschließenden Teile verpflichten sich darin gegenseitig, ihre Rechte bezüglich ihrer insularen Besitzungen und ihrer insularen Dominons im Stillen Ozean zu achten. Das Abkommen bleibt von dem Tage an, an dem es in Kraft tritt, zehn Zahre in Gültigkeit. Nach Ablauf dieses Zeitraumes läuft es weiter, mit dem Vorbehalt, datz jeder der vertragschließen­den Teile das Recht hat, es mit monatlicher Kün­digung zu beenden. Sobald das Abkommen in Kraft getreten ist, ist der zwischen Großbritannien und Japan am 13. Juli 1911 in London abgeschlos­sene Vertrag aufgehoben.

Lodge fügte hinzu, Gewalt-Anwendung sei im Vertrag nicht vorgesehen und Zwangsmaßnahmen nicht gestattet. Das Abkommen sei ein Versuch, den Frieden im fernen Osten stcherzustellen, indem man sich auf die Ehrlichkeit der Völker verlaffe. Er habe Vertrauen zu den beteiligten Nationen, datz sie sich alle Mühe geben würden, den Krieg zu vermeiden.

Senator Leed, einer derUnversöhnlichen", erklärte, datz er und andere Senatoren seiner Gruppe sich dem Vier-Mächte-Abkommen über den pazifischen Ozean, das er für perfide und ver­urteilenswert erklärte, widersetzen würden.

Die 2. Konferenz.

Paris, 11. Dez. Nach einer Meldung der IChicago Tribüne" aus Washington teilte Staats­sekretär Hughes mit, datz die Washingtoner Kon­ferenz im nächsten Frühjahr zusammentreten werde.

wird die Wciterverhandlung auf Montag Vor­mittag vertagt.

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Brinnis Stile M Louden.

Erörterung der gesamten Finanzlage. ~ I

Paris, 10. Dez. Minister Loucheur, der gestern von seiner Reise nach London zurückgekehrt ist, hat B r i a n d eine Einladung zu einer I offiziösen Aussprache mit Lloyd George, der auch Loucheur beiwohnen soll, überbracht. Diese Zu-1 sammenkunft soll einer Sitzung des Obersten Rates vorangehen und, wenn möglich, am 16. Dezember in London, jedenfalls aber noch vor Weihnachten, stattfinden. I

Nach demTemps" hat Briand nach einer Unterredung mit Loucheur erklärt, datz er bestimmt der Einladung Lloyd Georges nach England Folge leisten werde.

L o n d o n, 10. Dez. DerTimes" zufolge wurde von amtlicher Seite mitgeteilt, Loucheur habe die Konferenz auf die Frage des Wiesbadener Abkom­mens beschränken wollen. Lloyd George habe je­doch darauf bestanden, datz es zu einer Erörterung der gesamten Finanzlage Europas und der Welt komme. Briand sei gebeten ivorden, vom 16. bis 19. Dezember der East Lloyd Georges in Checquers zu sein.

London, 10. Dez.Evening News" meldet, Briand habe mitgeteilt, datz er Montag in acht Lagen nach London zu kommen hoffe, um mit Lloyd George über das Entschädigungsproblem und an-

Marbuvg Wog, im 12. Stiemtet Inlmood.

kling.

Der Vorsitzende der Dcutschnationalen Volksparte-, Siaatsminister a. D. Her g t, berichtet: Am 3. März teutive mir von einem Major mitgeteilt, daß in den 1 Kreisen der Sicherheitswehr große Unruhe und Besorgnis - herrsche, weil in der Reichswehr etwas nicht stimme, i General v. Lüttwitz trüge sich mit irgendwelchen Plänen. I'Ich hatte im Winter mit ihm eine Unterredung, wußte aber nicht, daß etwas Bestimmtes geplant war. Ein | solches Unternehmen störte unsere Kreise, denn wir waren mit bestimmten Ausgaben beschäftigt: Neuwahlen, - eventuell Kandidatur Hindenburg als Reichspräsi­dent usw. Wir erhofften davon einen Umschwung der ganzen Lage. Am nächsten Tage ging ich mit Staate I Minister Heinze zu Lüttwitz. Er machte längere Aus- i i Führungen militärischer Art und über Nichterfüllung be- ; rechtigter Wünsche. Er wies auf die b o l s ch e w i st i s ch e

Gefahr von Rußland her hin. Man müsse rechtzeitig etwas tun, die Regierung müsse einen anderen Standpunkt einnehmen, ober dazu gebracht werden. Nähe­res sagte er uns nicht. Ich versuchte Lüttwitz von der l Unmöglichkeit dieser Ziele zu überzeugen: Militärisch kön- »en Sie doch nichts machen, da nicht da» gongt Volk hinter Ihnen steht. Dann erllärten wir ihm den Stand­punkt bezüglich unseres Vorhabens, der Neuwahl des Präsidenten usw. Wenn er glaube, daß bei seinem Vorhaben bie Rechtsparteien hinter ihm frünben, fo irre - str sich. Enblich glaubten wir. ihn aut unsere Seite be- . i kommen zu haben. Dabei war Kapp aber nicht erwähnt t worden. Meiner Ansicht nach war Lüttwitz ganz ein­seitiger Militär . Wir haben immer fragen müssen, | waswerden soll". Am 10. Marz sagte Lüttwitz zu mir:

IIch fahre heute zum Reichspräsidenten, ich werde ihm Ansere Forderungen überbringen - Am 13. März hörte

waren in ihrer Art nette Leute. Politisch habe ich btt Auffassung gehabt, baß sie über bie Entwicklung etneä 1718jährigen Kadetten nicht hinausgekommen sind. Lüttwitz hat energisch die Auffassung vertreten, daß Ebert Präsident und ich Rcichswehrmimster biet- hen solle. Auch bei General v. Oldershausen wurde Sie Aussassung vertreten, daß an einen Umsturz nicht gedacht werde. Damit ist jedoch nicht gesagt, daß dleft Angaben der Wahrheit entsprechen.

Der Verteidiger fragt den Zeugen, ob er bte Auf­forderung zum Generalstreik unterschrieben habe. Noske erfiärt, er habe seinen Namen nicht I unter das Manuskript gesetzt, aber Herr Rauscher, der damalige Pressechef, war überzeugt, daß ich damit ein­verstanden sei, wenn e r meinen Namen darunkersetzte,

Justizmt Gör res: Sie haben Kapp und seine FreundeRebellen" genannt. Verstehen --re da­runter Leute, die sich gegen dre gesetzm.ringe Obrigkeit auflehnen? Noske: ^awoh- Justizrat Görres: Das wollte ich nur von Ihnen wissen. p.Jagow: Bm ich dem «engen alsverdächtig" bekannt gewesen oder genannt worden t

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Umlc* langen, Ehrhardt zu bewegen, mit fernen Truppen um

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7. Juiii her Noske:Wer ist dafür, daß wir uns an dre tovtit ireftallt ber Reichswehr stellen und Den Kampf aufneomen i h Reinhardt war dafür, wir andern alle waren dagegen.

° Daraufhin kam Noske von der Sache ab. Es wurde ei, beschlossen, daß die Regierung Berlin verlassen sollte, falt aq Präsident: Wie ist es denn gekommen, daß die Regie-

mjwnitä Verhalten und welchen Widerstand die Regierungstr-.lv- Tormileisten könnten. V~~

auch eine Warnung zugegangen, ich möchte Lüttwih schärser beobachten. Es beständen auch Beziehungen I zu ihm vonseiten Pabsts und Kapps. Ich habe in der I Reichskanzlei Haftbefehle gegen einzelne Perfön-! lichkeiten ausstellen lassen. Zu mernem Bedauern haben I einzelne Stellen der Berliner Polizei v er s a g t. Sie hatten Befehl, auch die Verhaftung Pabsts unb des Herrn I v. Kessel vorzunehmen. Ehrhardt saß in Döberitz und I war natürlich nicht zu fassen. Ich sagte zu Admiral v. Trotha, daß ich selbst nach Döberitz hinausiahren wolle. Man warnte mich jedoch, da ich unbedingt fest- gehalten werden würde. Ich gab deshalb Trotha den Befehl, sich von allem in Döberitz zu unterrichten. Er meldete mir, daß im Lager absolute Ruhe herrsche. Was natürlich in einigen Stunden geschehe, könne er nicht sagen. Darauf habe ich Vorsorge getroffen, um einem I gewaltsamen Eindringen der Brigade Ehrhardt Wider­stand entgegeuznsetzen Die Brigade war so zusammengeschweißt, daß ihre Führer sich zutrauten, die ganze polnische Armee über den Hau­fen zu rennen. Meine Ansicht war, aber trotzdem wenigstens ein Bata-llon zu nehmen und von der Heer straße aufdieBrigadeschießinzu lassen. Alll anderen Herren toaren dagegen, mit Ausnahme von Gene­ral Märcker und Fischer. Ich machte daraufhin den Vorschlag, so schnell wie möglich aus Berlin ^herauszu- gehen, damit nicht unnütz Blut vergossen würde. Als ich nach Dresden kam, hörte ich, daß zwei von meinen Offizieren zu Ehrhardt gegangen seien, um mit ihm zu sprechen. Märcker hatte zu jener Zeit noch nicht gewußt, auf welche Seite er fallen roeroe. Es waren dann Abordnungen von Dresdener Regensintern bei mir, die erllärten, daß sie bereft wären, sowohl Märcker wie seine Osjiziere totzuschlagen. wenn sie nicht bei der Stange blieben. Lüttwitz unb die anderen Offiziere

Noske: Rein.

Als nächster Zeuge wird Dr. S t res em ann ver­nommen. Dieser erklärt: Jrn März 1920 bat mvb &err «Dr. Heinze in einer Fraktionsfitzung der ^.euifcheu Volkspartei, einer Besprechung beizuwohnen, an bet aua» Mitglieder der Deutschnationalen Bolkspai.ei und des Zentrums teilnahmen. Lüttwitz hatte keine Mitteilung Lvon gemacht .daß die Armee verbittert sei und das bie beiden Rechtsparteien etwas tun möchten, um bte bekannten politischen Forderungen d^ufttzen. De Möglichkeit, daß ein. Putsch von Suttimfe geDtant würbe von allen Seiten verneint. Am 16. Marz .r klärte mir Lüttwitz, es komme ihm darauf an, zu er ab-en, ob die Deutsche Volkspartei bereit Jet. M an «r noch zu bildenden Regierung zu beteiligen, ^ch«sagte ihm, daß es meine Pattei ablehne, ein Amt zu übernehmen. Be­züglich der Verhandlungen mit der fHetdisrc.gietung in Stuttaart schlug ich Lüttwitz vor, die Forderung fallln zu lassen, daß der Reichskanzler auch preußischer MiNifter- präscheni sein müsse. Lüttwitz erklärte daraus wenn o e drei Hauptforderungen eitüllt waren, sei ferne Saut t ausgab- beendet. Im Reichsjustizamt wurde tu Gegew' wart von Trimborn, Gothein, Hergt uiib meiner Person iwiter verbandelt. Auf der anderen Seite waren rmii« Witz und Hauptmann Pabst anwesend. Wir berieten über eine Amnestie für die an dem -Unternehmen beteurgt gewesenen Personen. Lüttwitz wünschte, fein ^mt noch einiße Tage pro forma zu belleiden. Es wurde ihm zu- gesagt daß der Nationalversammlung ein Amnest,-gesetz vorgelegt werden solle. Inzwischen er,ch,enen zwei Abge- ra4te der Lüttwitz-Truppen, die erllärten daß sich Teile der Truppen loslösen wollten. Nach ey.er Stunde hatte Lüttwitz fein Amt niedergelegt, und 2 ck 11 fer trat fein Amt wieder an. Von einer Beteiligung der AngeNagten an dem Unternehmen habe ich dama.s

Au^ bie Frage eines Verteidigers erllärte Dr. Strese- mann: Die in Berlin zurückgebliebenen Abgeordneten bezw. Fraktionsführer batten damals ans freien «Stücken ohne Auftrag ihrer Partnen mit Lüttwitz

Wafemiral v.Trotha macht Mitteilung von der I damals angeblich geplant gewesenen Ersitzung feiner Per­lon durch Admiral Heinrich. Er fei von ber Regierung I tn Berlin zurückgelaisin worden, ogne Anweifung -ar» I über, was er tun sollte.

I Dann erregt bie Verlesung eines Brieses, beffen Inhal sich aus die Möglichkeit eines Koalitionsmmytmums

I bezieht, indem neben demstarken Gustav auch H 9 fiben könne, Heiterkeit die sich noch stngert. als H?rg ! oinwirft:Ick und ein KoalitionSministennm mit

Aus dem besetzten Gebiet.

Gefängnis für dasDelitsch!and"-Lied. ,

Düsseldorf, 10. Dez. Der Geschäftsführer eines Gasthauses wurde von der Besatzungsbehordr zu 15 Tagen Gefängnis verurteilt, weil die Kapelle in dem von ihm geleiteten Betriebe dasDeuftch- land"-Lied gespielt hatte. Der Kapellmeister wurde zu derselben Strafe verurteilt.

Gegen die Uebergriffe der Besatzungsbehörde«.

Köln, 10. Dez. Aus führenden GewerkschaftS- kreisen wird mitgeteilt: In Gewerkschaftskreisen üb.-r» ileat man Maßnahmen zur Sicherung der beutschen Rechte gegenüber bem willkürlichen Vergehen der Be- satzunasbehördeft, wie es sich aus bem Falle SmettS ergfh . hat. In christlichen Gewerkschastskrersen stutz solche Beratungen im Gange. Das gesamte arbeitende deutsche Volk am Rliein wird sich jedenfalls gegen alle Uebergriffe der Besatzuugsbehörden energisch wehre» und die volle. Achtung der noch dem deutschen Volk im besetzten Gebitt verbliebenen Rechte verlangen.

Waffen der Roten Armee in Düsieldorf gefunden. I DerVorwäris" brachte eine Meldung aus Düssek dorfi wonach bie dortige Beiatzungsbehörde ein gr»> ßeres SBaffenlager auigebeett habe. Es sollen schwere und sechs leichte Maschinengewehre, 147 «e- toere und 30 000 Stück Snfantertegewcbrmumtton et» funben worden sein. Tie Meldung trifft, wie daS Wotssfche Büro meldet, im allgemeinen zu. Die Was- 'fen wurden-in einer Kaserne gefunden, die srgewvar-.

Die Oberbessische Zeituni' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich ohneZustellung 6.50 Mk durch die Post 7.50 Mk. Für .usfallend« Nummern infolge RQfi Streiks ooei elementarer Ereignisse kein Ersatz. - Verlag von Tv. (LSntserotl). - 2wV Druck der Univ..Buchdruckerei von Jod. Aug. Koch, Markt 21,23 Fernsprecher 55,

Wtztz« »Men worden, um dort aufgelöst zu werden.

W-.ssir, März habe eine Unterredung zwischen Ebert unb Lütt-

Wmliches VeÄndigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

ertoe*i«i xripzig, 10. Dez. In ber heutigen Verhandlung ta KavP-PutsS-Prozeß wurde zunächst General von kce'ck t, Chef der Heeresleitung, vernommen. Zu dem m.Mlten des Generals v. Lüttwitz vor dem Putsch irflärt der Zeuge, daß Lütttvitz Handlungsweise nicht in ., mxdereinstimmung mit seinen mllitärischen Pflichten ftotu, tetr 85, daß ihm eine gesetzwidrige Handlung hatte nachge- m gawa jBcfen werden können. Er fei mit den Freikorps tu pfelf«ltz Verbindung getreten unter dem Vorgeben, sie vor der wLfiöfung zu bewahren unb eine fdifagfertige Truppe * *7 ... 6-ist- Püftwife Vertrauen

.......... Für ^mich bestanden berechtigte

" Zweifel an einem Erfolg. Auf beiüen Seiten deutsche Soldaten, Truppen, unb die sollten gegeneinander schießen.

«.«ne Schlacht am Brandenburger Tor? Die Brigade jjlSirbarbt war gut ausgerüstet. Sie befaß Maschinenge- »rbre, so daß ein Widerstand gegen fie ganz ausgeschlof.en , . Kn. Die Berliner Truppen würden sich nur lehr ac) - «ngern gegen die Brigade gewandt haben, und es kam oeudunz Entwicklung ber roten Gefahr, die es

notwendig machte, zuverlässige Truppen zu haben- Bu der Unterredung im Reichswehrmimsterium fragte Mim- :Wer ist dafür, daß wir uns an bie Spitze

. beraten wurde.

ct^iiti Rechtsanwalt Gränspach: Hatte Ehrhardt nicht i leid« den Auftrag bekommen, die Ordnung in Berlin ausiecht

euer«. ? Uhr am Siegesdenkmal stehen zu bleiben, damit in» zwischen über die politischen Forderungen Ehrhardts

Ä» \ Ser Km-MISMMs-

litte ms Hergt, Noske und Stresemann als Zeugen.