Erstes Blatt
Um den Zahlungsaufschub
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Zeitungsgebühren, für dir der 1. 4. 1922 voe» gesehen werden soll, vorausgesetzt, daß bi- zum L 4. 1922 von der Reichsregierung Vorschläge gemacht werden, die das Glei» gewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben des Posiha-.iSha'ts herbe-zuführen geeizael find. Der Entwurf über Fernsprechgebühren soll bestimmen, daß jeder Fernsprechtci'nehmrr berechtigt is^ seinen Anschluß bis zum 25. 12. auf den 31. 12. zu sündigen.
Tie Geltungsdauer des Kapitalfluchtgesetzes wurde bis Ende 1922 verlängert.
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Mendorfs telephonisch gebeten in die Reichskanzlei 'M kommen. Die Sitzung, die dort abgehalten wurde, Birne nicht als eine Kabinettss'tzung bezeichnet werden, ta immer durcheinander gesprochen wurde. MendS
Auf die Frage des Präsidenten erklärt Ludendorfs, ’tt habe am 13 März auf alle Fälle Blutvergießen verhüten wollen, deshalb sei er in d-r sFrühe am Brandenburger Tor gewesen. Nach der jÄtitl^kauzlei sei er am 13. März aus freien Sücken ipzavgrn. Mit dem Kampf gegen den Bolschewismus iN es ihm und anderen heiliger Ernst gewesen. Dieser Kumpf sei nicht als Aushängeschild für das -Kupp-Unternehmen benutzt worden. Ludendorff wird .Vicht vereidigt.
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Ab 1. Sfiitiiat (rämls txWt Vo!tgsb»ven.
Berlin, 9 Dez. Der R^ichsrat beschäst'g'e sich u. a. mit den Vorlagen betreffend die Erhöhung der Post- und Telegraphengebühren. Die Vorschläge sollen der Post eine weitere Mehreinnahme von rund 5”s Milliarden Mark erbringen. Es bleibt auch dann noch ein Fehlbetrag von mehreren Milliarden Mark, der durch Einschränkungen im Betri b: und Per'onal- anfwand zu beseitigen sein wird. Ein Bries bis zu 20 Gramm soll künftig im Ortsverkehr eine Gebühr von 1 Mk., im Fernverkehr 1,50 Mk., Postkarten im Ortsverkehr 60 Psg., im Fernverkehr 1 Mk. tragen Die Gebühr für Päckchen wird von 1 Ml. aus 4 Mk erhöht. Der P a ket geb üh re n t a r i f soll anstatt jetzt von 3—24 Mk. G.bühren von 5—36 Mk. aufweisen. Es reihen sich entsprechende Erhöhung:n für die Postscheckgebührett an. Die Telegramm, gebühren steigen für da- Wort von 30 ans 75 Pfg.. für das Telegramm mindestens von 3 Mk. auf 7,50 Mark. Für die Fernsprechgebühren sollen die im neuen Gcbührentarif vom 1. 10. festgesetzten Gebühren noch durchweg um 80»/, gesteigert werden. Alle diese Gcbührenerhöhungen sollen am 1. L 1922 ta Kraft treten, abgesehen von de» Erhöhungen der
Pte „Cberbeiriidie Zettua etftiwtnt iecbsmal wächentN». — Be,ua«mei« monatlich ohne Zustellung 6.50 Mk., durch die Post 7.50 Mk. Rüt austallrnde Nummern intotg» Streits oder elementarer EretgnMe fein Ermtz. — Perlaa von Dr. C. £>i6erntb. — Druck der Univ^BuchdruNerei von Roh. Aua. Koch. Warft 21 23 — Rernjvrecher 55. ^rakklcheckkonto: Nr. 5015 Smi Rrontiurt a. Wele.
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London, 9. Dez. Tie „Times" ersähet, daß die Frage eines Zahlungsaufschubs für einen beschränkten Zeitraum erwogen werde. ES sei jedoch noch kein Beschluß gefaßt: eS werde wohl auch ke'ner gefaßt werden, bevor die gesamte Frage von den Verbündeten erörtert worden sei.
Laut „Morning Post" kehrt Loucheur vielleicht sck,on morgen nach Paris zurüch Alles deute ans eine baldige onferenz des Obersten RateS hin. Es ei wahrscheinlich, daß der Oberste Rat demnächsl ersucht werde, die Vorschläge in Erwägung zu ziehen, die von den englischen und französischen Sachver- wndigen ausgestellt worden seien.
Der politische Berichterstatter der „Daily Mail" chreibt. der Vorschlag, daß Deutschland ein Zahlungsausschub gewährt werden solle, Hobe die B i ll i g u n g des brit schm Kabinett? erhallen. Scl a' - dnzler Sir Robert Harne habe allerdings gewisse Iritische Anmerkungen gemacht. Ter Sckiatzkanzler wünsche laut „Daily Mail" von Deutschland die Januarrate von 25 Millionen Pfund Sterling zn er- halten, um diese Summe im Haushalt zu verwenden. Wenn die Bezahlung nicht erfolge, so würden weitere Anleihen notwendig werden. Laut „Daily Mail" besteht jedoch Grund zu der Annahme, daß Deullck- land bereit ist. diese Bezahlung zu Beginn des nächsten Jahres zu leisten und daß dann ein Zahlungsaufschub folgen werde. Ein anderer Plan sei die Beschaffung eines großen internationa'en Kred'tes für Deutschland unter gleichzeitiger Verhinderung der Inflation der deutschen Währung. Dem Blatte zufolge, verlautet, daß sowohl die französische als auch die belgische Re- gierung Einwände erhoben haben. Die Frage werde uuf einer Zusammenkunft des Obersten Rates, wahrscheinlich zu Beginn des nächsten Jahres erörtert werden.
L o n d o n, 9. Dez. Der politische Berichterstatter der „Evening News" schreibt, die Regierung, die für eine Verschiebung der Zahlungen sei, sei durch nachträgliche Vorstellungen der Londoner City be- einflutzt worden, die dafür eintrete, daß Deutschland eine Atempause gewährt werde. Lloyd George habe Rathenau bisher noch i.icht gesehen. Es sei wahrscheinlich, daß eine Zusammenkunft zwischen beiden stattfindeu werde.
Laut „Evening Standard" zeigten sich bei den letzten Erörterungen mit Loucheur Meinungsverschiedenheiten zwischen Engländern und Fran-
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chaft der Novembermänner gefallen, weil es u n - einig ist. Man sagt, meine Aktion sei zu früh gekommen. Genau das Gegenteil ist der Fall! W o war der General, der im November 1918 mit einem Armeekorps Berlin hielt? — Als Lüttwitz zu Ebert ging, hat er das Unternehmen für mich förmlich erzwungen, ohne daß die ge- nüoenden politischen Vorbereitungen getroffen wa- waren. Nach der Flucht Eberts aber gab es für uns beide kein Zurück mehr."
In der „Kreuzzeitung" veröffentlicht der p^nßi'che Landtagsnbgeorduete v. Li.ibei"er-Wi bau eine Erklärung, daß er <V3 der zur Zeit des Kapv-Unter- nchmens erste Haup'g schästssührer der Deutsch»alio- nalen Volkspartei von keiner dem Kapp Unternehmen nahe stehenden Seite vorher über die Absicht des Unter- nehmens unterrichtet worden sei.
Marburg
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zosen. Von britischer Seite sei der Ansicht Abdruck gegeben worden, daß Deutschland nicht in der Lage sei, die Zanuarrote zu zahlen.
Paris, 9. Dez. Wie die Morgenblätter berichten, ist Minister Loucheur in dem glichen Hotel abgepirgen, in dem Dr. Rathenau wohnt. Die beiden Minister halten gestern eine läng re Unterredung. Rach dem „Matin" hat sich Dr. Rathenau entschlossen, London nicht vor der Abreise Loucheurs zu verlassen.
Reue Beratung zwischen Briand und Lloyd George.
London. 9. Dcz. Amtlich wird mitgeteilt: Sir Robert Home und Minister Loucheur sctz'en Lloyd George heute vom Inhalt ihrer gestrigen Besprechungen über das Wiesbadener Abkommen und allgemein über die Entschädigung in Warrn in Kenntnis. Man kam zu dem Schluß, daß ein informeller Me'nungsaustaufch zwischen Briand und Lloyd George wünschenwert sei. Wie das Reuterbüro vernimmt, wurde vereinbart, daß Briand noch vor Weihnachten zu einer Besprechung mit Lloyd George nach London kommen soll.
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Sie NMWmr ZsOmz.
Der Vierländervertrag.
London, 9. Dez. Der Sonderberichterstatter des „Daily Chronicle" aus der Washingtoner Konferenz meldet, die Regelung des pazifischen | Problems erscheine gesichert. Die Hauptaufgabe ber. Washingtoner Konferenz fei damit erreicht. Die Antwort Tokios sei eingetrofsen. Dem Berichterstatter des „Daily Chronicle" zufolge sind die Hauptpunkte des Uebereinkommens folgende:
Flottenverhältnis von 5:5:3 für England, Amerika und Japans! Aufhebung des englisch- japanischen Bündnisses: Ersetzung des,englisch-japanischen Bündnisses durch die Vierländer- Entente England, Amerika, Japan und Frankreich.
Der Washingtoner Berichterstatter der „Morning Post" meldet ergänzend zu dem V:erländer- vertrag, daß die Dcrtragodauer auf zebn Fahre festgesetzt worden sei. Die Aufhebung des englisch- fapanischen Vündnisies werde von der Annahme des V'erländervertrages in der verfassungsmäßigen Methode durch die unterzeichneten Länder abhängig gemacht.
Miffer im Gange. Lüttwitz erzählte, die Reichswehr jmb die Sicherheitswehr stünde nicht mehr hinter ihm. ®a5 bewog Kapp, sein Amt niederzulegen. Nur Fegow war gegen die Niederlegung. Lüttwitz legte tm Nachmittag sein Amt nieder und sprach die Hoff- tottg ans, daß die von Schiffer in Aussicht gestellte ^Wnucstir ihm und anderen Offizieren gewährt Hörde. Es wird der Brief vom 13. März 1920 ;«n Ludendorff über das Mißlingen des Kapp-Uifter- ivchmens vorlesen. Es wird darin gesagt. Ludendorsf !hrbe von den Vorbereitungen zu dem Unternehmen tzrwnßt und er, Ludendorsf, werkte sie. die Teilnehmer ■Rt hoffentlich nicht im Stich lasse«. Ter Zeuge erklärt, ibt|$ dieser Brief ihm bei der Vernehmung in Leipz'g !d»rgrlegt wurde und wahrscheinlich von Trrbilkch- Kn'.eln herrühre. Erhalten habe er den Brief nicht.
Amrtrches Bertündrgungsblart des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurhesiische) Oberhessen
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Es folgen weitere Zeugenvernehmungen. U. a sagt ’fer Kapitän zur See v. Rosenberg, Befehlshaber . der Seestreitkräste in der Ostsee, aus, er sei mehrere- Wale in Kommandeurversammlungcn gewesen. Es tvvrde davon gesprochen, daß lediglich die Aufrecht- rchaltnug der Ruhr und Ordnung in Betracht komme. Inden Versammlungen nahmen Offiziere der See- und Landstreitkräfte teil. Es wurde bestritten, daß ein Iechtsputsch beabsichtigt morden sei. Zum Schlüsse brr Sitzung wurden mehrere Zeugen, darunter General Ludcndorff nachträglich vereidigt und die Weiterver- ^anblung auf Samstag vormittags vertagt.
Famlltt alt, Be- Kind« )alt nach imilie* Januar in guter tfinäben mädche» »erSiib* t. Sin« graphie, behalte«!
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Saale k, 841
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Der englisch-irische Ausgleich.
Spaltung unter den Cinnfeincrn.
London, 9. Dez. Die Spaltung innerhalb der Sinnfeiner bildet den Hauptgegenstand der Erörterungen. Der Führer der Sinnfeinerdelegation in London, der den Vertrag mit der britischen Regierung unterzeichnete, Griffith, der stets als die treibende Kraft der Sinnfeinerbestrebungen angesehen wurde, hat auf die Ablehnung des Vertrags durch de Valera mitgeteilt, er werde zu dem stehen, was er unterzeichnet habe. Er glaube, daß der Vertrag zwischen Irland und Großbritannien die Grundlage für Frieden und Freundschaft zwischen den beiden Nationen sein werde. — Siehe auch 3. Blatt.
„Daily Erpreß" sagt, es sei wahrscheinlich, daß der Friede wieder verzögert werde. Eine irische Volksbefragung fei der starr Ausweg aus den Schwierig- keite«. \..-z *&.
Aus den Ausschüssen.
2% Umsatzsteuer b schlossen.
Berlin, 9. Dez. Der Re'chstcgsau:schuß für Steuerfrag-n schloß seine erste Beratung der Novelle zum Umsatzsteuergesetz und stimmte dabei dem Anträge des Zentrums und der Sozialdemokraten zu, der den Steuersatz aus 2 v. H. festsetzt.
Die Luxussteuer blieb bestehen, doch war der ge. famte Ausschuß darin ein g, daß die bisherige Form der Luxussteuer ein Fehlschlag ist. Ihre sofortige Aufhebung, die von der Deutschen Valkspartei, den Demokraten und den Deutschnalionalen beantragt wurde, wurde abgelehnt, dagegen eine Enlschlie« tzung angenommen, die binnen kurzer Frist eine allgemeine Nachprüfung der Gegenstände, die der Luxussteuer unterworfen werden, von der Regie, rung fordert. Die gestaffelte Besteuerung der Ge, genftände wurde nach einem Antrag Dr. Hugo, Dr» Becker und Dr. Richter abgelehnt. Für die Beseiti« gung der Anzeigensteuer stimmten Deutsche Volks« Partei, Demokraten und Zentrum. Angenommen wurde ein Antrag auf Herabsetzung der An« zeigensteuer.
Die Unruhen in Amerika. Reuter meldet au» Chicago, daß die Polizei auf die Ausständige« feuern mußte. Auch in Kansas City und ar.dcreit Fleischhandelsmiitelpunkten wird gestre kt. AuH i hier lam es zu Ausschreitungen.
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Tie deutsch-polnischen Ausschußverhan^lungcn.
Beuthen, 9 Tez. In der g stern abg hell'en en Besprechung zwischen den deutschen und polnischen Bevollmächtigten, wurde der allgemeine Plan für die Arbeiten der Ausschüsse erörlert. Beiderseits trat der Wunsch hervor, die Verhandlungen unbeschadet der Gründlichkeit möglichst zu beschleunigen. Von der zweiten Sitzung ab wird cher Vorsitz tag ich abwechselnd von einem deutschen oder polnischen Herrn besetzt.
Korfantq in Ober'chlefien.
Breslau, 9. Dez. Korfanty ist in Kattowitz angekommen. Er beabsichtigt, während der ganzen Dauer der deutsch-polnischen Verhandlungen in Oberschlesien zu bleiben.
pfeigte und Kapp in der Reichskanzlei war, hörte Irr Zeuge, daß der Generalstreik proklamiert sti. Dari« sah er eine große Gefahr. Kapp erklärte, er hoffe» daß es ihm gelingen werde, die Regierung Ntf breiter Grundlage zu bilden. Am Sonntag wurde
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Sitzung vom 9. Dezember.
Die zweite Beratung des Berghaushalts totd> fortgesetzt.
Abg. H u 6 (So;.): In der Bergvettvaltung sei eine gründliche Demokratisierung notwendig. In Oberickle» sien hätten die deutschnationalen Bergwerkskavitallüe« Verhandlungen mit der deutschen Regierung abgelehnt, aber mit den Polen hätten sie verhandelt (Pfuirufe).
Abg. Steger <Zcntr.) fordert wirlschaftlicke Reformen für die Staatebetriebe. Eine VrodnktionSsteigerung müsse in erster Linie durch den technischen Ausbau erzielt werden. Von einem Rück-'ang der Leistungen der Bergarbeiter könne keine Rede sein.
Abg. v W a l d t h a u s e n (Deutschn.) bezeichnet das B triebsergebnis von 1921 als außerordentlich traurig. Der Voranschlag schwebe vollständig in der Lust angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Verhältnisse.
Abg. Seidel (D. Vvt.)° führt den Kohlenmangel Deutschlands ans die unsinnige .Höhe der Kohlenibliele» ruugen zurück, die uns von der Entente anferlegt worden sind, obwohl in den übrigen Ländern geradezu Kohlen« Überfluß herrscht. Die schweren Milliardenverluste, die mit der LoSrcißung des Saargebietes und Lberyhlesicns verbunden lind, würden in Generationen nicht auszn« gleichen sein.
Abg. Otter (Z.) bestreitet, daß eine Kohlennot in Wirklichkeit bestelle. Eine Schichtverlängerung sei
I h>aher gar nicht zu rechtfertigen. Die diesen Versuch machen, werden auf d-n schärfsten Widerstand stoßen.
Die Beralu'.tg wird dann unterbrochen durch die M- stimmungen zum. Landwirtschastshausho.lt. Er wird nach den Ausschußanträgen gebilligt. Ter Ausschußanir-tg. der .den üngedrohten Lieferstrcik verurteilt, wird gegen die Stimmen der Teutschnatioualen, der Antrag der nach Möglichkeit die Abwehr aller Landarbciterstreiks fordert, gegen die Stimmen der drei sozialistischen Parteien angenommen.
Sn Fortsetzung der Ausfvrache ü'-cr den Bergbaus« holt begrüßt Abg. R i c o e l (Tem.) die Zusage des
I Ministers, daß daS SichcrheitSamt für die Grube« I bald eingerichtet werden soll. Zur Steigerung der Kohlen- I Produktion sei eine bessere Nahrungsmittelversorgung der Arb-iter erforderlich.
I Minister Siering erklärt, so lange er an feinet ver« I antwortungsvollen Stelle stehe, würden Staatsbesttztümer und Staatseigentum nicht aus der Hand gegeben ioerden.
I Dem Anträge auf baldige Vorlegung eines Berggesetzes I werde die Regierung Rechnung tragen. Die Steigerung der Kohlenförderung könne nickt allein durch eine Schickt-
I v-rlängerung erzielt werd-'n. sondern vor allem durch technische Verbesserungen. Die Frage der llmstelluiig der staallick.'n Betriebsverwaltung werde eingehend geprü L Abg. Martin (Deutschn.) wünscht eine Förderung der Arbeitsfreudigkeit der Arbeiter und Beamten durch ausreichend- Entlohnung und vor allem durch Beschaffung von Beamten- und Arbeiterwobnungen.
Gegen 10 Uhr wird die Weiterberalung aus eantv» Ug 11 Uhr vertagt, außerdem Kultushaushalt.
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Leipzig, 9. Dez. General Ludendorsf als Zeuge vernommen, erftart, die Angabe, Kapp, Luden. ),rff nnd Lüttwitz seien die Anstifter des Kavv- , ,ntemehmens, treffe auf seine Person nicht zu. Der ! sieuge versiest das Programm der Nationalen V-r» -Stände, ünigung. Die bolschewipische Gefahr trat ernstlich int Januar 1920 in Erscheinung. Lüttwitz und Kapp ---trafen sich in dem Gedanken sie abzuwenden. Da» ! stand auch die Auslieferung der sogenannten
b 7M Kriegsverbrecher auf der Tagesordnung, ferner die *" 1441 s »erfassnngSwidrige Verlängerung der Nationalver. Mm ^immlung und die Befürchtung, daß die Wahl des :t. 672# ktichspräsidenten nicht durch das Volk erfolgen solle, iserltr. U mrch die drohende Bildung einer Roten Armee tÖ&el i» Westfalen, sodaß die Auflösung der Marinebrigade gegegw 'Mt als wünschenswert erschien. Er ersah led'g'"ch aus 672g htn Zeitungen, daß die Brigade Ehrhardt in Berlin
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Wiche der Zeuge nochmals hirb stellt. Ge era! Mär» »72W,|(
r teilte mit, die Reichsregierung stehe seinem Plane ock stWchlivollend gegenüber. Am Dienstag mar wieder "im große- Durcheinander in bet Reichskanzlei, Iwd es wurde gesagt, es seien Verhandlungen mit
!I»W IM» Hnceb. > bäftsiteüf taufen en jnaftieÄ 'it 672J
sft. 4,1. : u. Hüte, enmaget tt u. I kaufen.
17, II.
El« Urteil Kapps über die Haltung des Bürgertums.
Aus den am 2. Verhandlungstag verlesenen papieren, die bei Schnitzler beschlagnahmt wurden, ist noch besonders ein Brief Kapps an den Era- len® estarp zu erwähnen, in dem er u. a. schreibt: »Tin tiefer Schmerz erfaßt mich ob der F e i g h e i t ;tes Bürgextums. Wenn Oldershausen und jder Geschäftsführer der Deutschnationalen Volks- Partei ein doppeltes Spiel trieben und die ganze Generalität den erzwungenen Eid auf die Verfaf- hng für höher hielt, als den dem Kaiser geleisteten schwur, dann darf man sagen, ' aß die Zeit eben »och noch n i ch t r e i f ist für eine vaterländische Tat. Es mutet mich nicht weiter erstaunlich an, M die Teile des Veamtenkörpers, dis sich damit ^gefunden hatten, den Genossen Platzhelterdicnste stu leisten, nicht mit mir gegangen sind. Das Bür- Bett«Ä läßt sich die so enrietzlich demütigende Herr-