Ärmliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg..
Anzeiger jur (das früher kurhessische) Oberhessen
N.M
BLg. LchUlz (Komm.) begründet kommunistische An
brS NvoßsrnndbesitzeS und feint Sozialisierung verlangt
Mg. Klausner (Unabh.) befürwortet Anträge seiner
Ter Redner bekämpft dünn
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öenn die Schwierig- unüberwindlich sind, nicht von heute auf
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'nglische Parlament senden will, keilen, die bier liegen, auch nicht so werden sie doch voraussichtlich morgen zu beseitigen sein.
einer Aobuitsgemeinschaft aller Parteien zur Förderung der Landwirtschaft schließe er sich namens der Regie- rang an.
Tie Abstimmungen werden auf Freitag vertagt. Cs L folg: bk Beratung der Berg Verwaltung in Verbindung mit dem sozialdemokratischen Antrag über die Eiftleguua der Zeche Maximilian, eine Interpellation - iider deufelben Gegenstand und eine Interpellation über
56. SM 1921
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Autzerde« liegen etwa 70 Anträge aller Parteien dem ■ Hanse vor.
Handetsminister S i e r i n g gibt einen Ueberblick über die Pläne seines Ressorts. Hauptsache sei die große Auf- gak: des Wiederaufbaus unseres Wirtschaftslebens. Daran müßten alle Schichten ohne Rücksicht auf ihr politische? Belen ttms Mitarbeiten. Der Wahnsinn des Frieden i- dertrages nehme uns unsere Kohlen und damit »ie Möglichkeit, unser Wirtschaftsleben rascher zu entwickeln. Aun komme noch die LoSreißung Oberschlesiens hinzu. In Zukuukt würden wir aus Oberschlesien 1 Millian Tonne« Steinkohlen weniger bekommen als bisher. Ta die verlorenen Kohlen zu den hochwertigen Kohlen geb-rten. mutzten wir zu eiüem Ausilasen mancher Höchsten und dadurch zu einer Arbeitslosigkeit kommen. Fevuer teilte die Regierung mit. daß sie zunächst 300 600 Mark bercitgestellt habe für die Opfer von Eaanseüingen. > (
eine tzeevublil gegründet habe,
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gtawbe a*f Sozialisierung des Großgrundbesitzes xub Gwigwung solcher Güter, deren Besitzer sie nicht mtisuesl bowirtschaste«. Tie Beseitigung der Zwangs- wmKchaft werde von den Landwirten mit skrupellos er Eowtuufncht zur Steigerung ihre? Prosits auf Koste« der W^m-kheit ansgenützt.
Sin Bertagungsvorschlag des Vizepräsidenten Tr. Porsch wird abgelehnt.
Wg. Acstermann (Dem.): Die Siedelungen müssen geschrbert werden. Tie Zwangswirtschaft hemmt dir Prodnktion. Ten Landwirten dürfe man nicht allge-
Tie „Dberbelfilfte Zettun erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich ohne Zustellung 6.50 Mk, durch die Post 7.50 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereigniste kei» Eriatz. — Verlag von Dr. L. Hiverottz. — Druck der Ilntv^-Buchdruckerer »on Job. Mua. Koch, Markt 21 2$ — Fer«fprecher 55, Poktilbeckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
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Eine neue Reife des Entfchiidigungsausfchusie» nach Berlin
wird voi'. den Pariser Blättern in Aussicht gestellt. Man sagt, daß der Ausschuß von nun an eine st e - tige Kontrolle der Finanzlage Deutschlands vornehmen werde. Die neue Reise werde noch eoi dem 15. Januar, dem Termin der nächsten fälligen Rate, vor sich gehen. An den zuständ gen Reichsstellen ist indessen von einer solchen erneuten Reife nichts bekannt. Allerdings ist es richtig, datz schon bei den ersten Verhandlungen mit dem Ausschuß die Absicht bekannt geworden ist, in absehbarer Zeit eine neue persönliche Rücksprache in Berlin zu pflegen.
Das deutsche Kreditgesuch in England.
Berlin, 7. Dez. Zu den Blättermcldungeu über einen offiziellen Schritt der deutschen Regierung bei der Bank von England wird von zuständiger Seite erklärt, daß von der Reichsrcgierung ein offizieller Schritt bei einer englischen offiziellen Stelle getan worden ist, die zuständig ist für die Gewährung eines Kredites.
234,2 Milliarden KntfchädigungSforderungen fiirEkM.
Rach einer amtlichen Berechnung lvcrden sich die tKnischädigunasvervflichiungen TeuisSlauvs für 1922 auf 234,2 Milliarden Vapiermark Helten, ohne die Leistungen aus dem Wiesbadener Abkommen.
vl Xitri* b*' StiilleMng der Zeche Bergmann bei Witten a. d. N
Ile AfW ter iWe? Kissi?.
Ist der Jahrhunderte alte Streit zwischen Irland und England endgültig begraben? Ans diese Frage ist eine Antwort heute noch verfrüht. Sicher ist mir, datz die Formel für eine äußere Einigung zwischen Irland und England gesunden worden ist. Ihr zuliebe haben zweifellos die Sinnseiner größere Zugeständnisse gemacht als die englische Regierung. Dedalera. der Führer der S'nn- femer. verlangte in einer der letzten Stadien der Verhandlungen die Anerkennung Irlands als freie unabhängige Republik. Von irgend tvelchen Zusammenhängen mit England wollte er nichts wissen und berief sich dabei auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker, mit dem die Engländer während des Krieges ihre Propaganda getrieben hatten. Den Irländern gegenüber wollte die englische Regierung aber natürlich nichts davon gelten lassen, und so wurde damals in einem kritischen Augenblick der Verhandlungen dem Führer der Sinnferner die Wahl gestellt zwischen der Anwendung äußerster eng« tischer Militärgewalt oder der Anerkennung der Oberhoheit bei britischen Reiches. Tevalera hat fetzt nach längerem weiterem Parlamentieren die zweite Möglichkeit vorge- zozen. Mit dieser Anerkennung der britischen Oberhoheit sind natürlich auch gewisse Maßnahmen verbunden, bk sich England damals au36fbeugen hat und die sich in der Hauvtsache auf eine Einbeziehung Irlands in den englischen Militärbereich beziehen. Wenn Irland sich in !»as britische Reich eingliedert, so wird e8 sich in Zukunft auch die Unterstellung unter alle diejenigen Schutzmaßnahmen gefallen lassen, die England zur Abwehr feindlicher Angriffe für nötig hält. Das bedeutet di« Landung oder Garnisonierung englischer Truppen auf irischem Boden und die Antvesenheit englischer Kriegsschisse in den irischen Gewässern. Die englische Gegenleistung besteht in der vollen Gewährung dessen, was man seit den Zeiten Gladstones die Home Rule nennt. Irland erhält sein eigenes Parlament und seine eigene Verwaltung und wird in seiner äußeren Unabhängigkeit im Grasten und Ganzen den übrigen Dominions gleichgestellt. Sein Verhältnis zu England erhält aber dadurch eine eigene Note, datz es nicht der imperialistischen Spitze d«S englischen Weltreichs unterstellt wird, d. h. nicht dntz englischen König als Oberhaupt anzuerkennen braucht, sond-r« als Republik ein eigines Dasein führen kann.
Wie weit dieses Abkommen der praktischen Probe fiaub- hält, mutz sich noch zeigen. Die Verhältnisse, die durch das Abkommen geschaffen werden, sind zweifellos einigermaßen verwickelt. Der ost bewährte staatspolitische Sinn der Engländer hat aber immer noch den Hauptnachdruck auf daS praktische Leben gelegt, und es ist wohl möglich, bafs sich bei gegenseitigem guten Willen manch« Bestimmungen einleben, die sich auf dem Papier verwickelt ausnehmen. Bei alledem sind aber die Schwierigkeiten unverkennbar, die der Durchführung des englisch- irischen Abkommens noch im Wege stehen. Die englisch« Regierung hat versprochen, daß sie ein etwaiges Abkommen mit den ©iwnfeinent dem Parlament zur Annahme vorlegen werde. Wie sich hier die Dinge gestalte«, ist noch nicht gewiß. Als weitere Schwierigkeit muß d-e Haltung der irischen Ulster-Provinz in Rechnung gestellt werden. Da? Abkommen wird in der Hauptsache auf Kosten von Ulster geschlossen, das rein englisch besiedelt ist unb bas nicht nur durch diesen Rassengegeulatz, sondern auch durch den Protestantismus und di« industrielle Tätigkeit seiner Bevölkerung dem ländliche« und katholischen übrigen Irland völlig mU're erbet worben ist. Ulster wirb es nun frei gestellt, ob e5 Vertreter in das allirische aber weiter in das'
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Erklärungen »er Angeklagte«.
Leipzig, 7. Dez. Der Hochv-rratsprozeß gegen den früheren Berliner Polizeipräsidenten v. I a g o w und Genossen hat heute vor dem Reichsgericht unter dem Vorsitz des Senatspräsidentrn v. Pclargius begonnen. DaS GerichtSgebäude wird polizeilich scharf bewacht und brr Zutritt nur gegen besondere Ausweise gestattet. — Der große Berhandlungssaal war stark besitzt: es waren zahlreiche Pressevertreter erschienen. Die Anklage vertritt Oberrcichs anwalt *£r. Eber» mal?er. Den drei Angeklagten v. Jagow, Frei» Herrn v.Wangenheim und San.-RatDr. Schi eie stehen als Verteidiger fünf Rechtsanwälte zur Seite.
Der Vorsitzende verkündet zunächst den Beschluß, die beiden Sachen v. Jagow unb Wangenheim b?zw. Schiele zu verbinden. Die Anllage lautet auf Hochverrat. Nach bem Eröffnungibeschluß erscheinen die Angeschuldigten vertzächt g, mit Kapp und 2 fi tt» w > tz innerhalb b«s Deutschen Reiches im Mörz des vorigen Jahres versucht zu haben, die Verfassung des Dcatschen Reiches gewaltsam zn ändern, v. Jagow erklärt, er habe niemals «ine Handlung versucht, die ihm zur Last gelegt werde, weder als Führer, noch als Teilnehmer. Vor dem 13. März. 1920 handelte es sich lediglich um eine Unterredung zwischen Kapp und ihm. Kapp erklärte ihm, die Reichswehr sei über die damaligen Zustand« entrüstet und habe das lebhafteste Interesse an einer Aenderung der Verhältnisse. Dies müsse durch P- rs» n a l v«r ä nd eru n g ge» schehen und zwar in völlig loyaler Weise. Kapp fragte mich^ fährt v. Jagow fort, ob ich bereit sei, das Amt des Ministers des Innern zu übernehmen. Dazu erklärte ich mich bereit. Kapp sagte, ich hätte in der Presse die Ereignisse $x verfolgen. Eine Handlung wurde biS dahin von mir nicht verlangt. Am 13. März rückten die Truppe«, ohne Widerstand zu finden, zu finden, in Berlin et«. Ich fuhr mit Kapp nach der Reichskanzlei und erfuhr, daß die ReichSreziernilg geflohen unb alte Macht, wenigstens in Preußen, sich bei Lüttwitz befind«. Kapp fragte mich, ob ich bereit sei, daS Ministerium zu übernehmen. Ich roar bereit. Tas Komm and» über die Reichs,vehr lag nicht •n meiner Haub. 9Ziryi»? liegt eine .Handlung vor, durch die die Reichsverfassung unmittelbar gewaltsam geändert werden fotlte. _________
Marburg
Donnerstag, Den 8. Dezember
Zulmond.
vir ausgesprochen behördlichem Charakter bedeutet. Alle Jengen verschiedenartigen Formen der Arbeiisnach- dris« sollen in den öffentlichen Nachweisen zusammeugefaßt kerben ni'b die bisherigen privaten gewerblich?» Stellen-
PrnMn Mao.
79. Sitzung vom 7. Dezember.
,m Aussprache werden zunächst die Ausführung»^ «munmgen zum Beamtendiensteinkymmenge- fetz muh den Beschlüssen des AusschusieS für Beamten- gagitfge«betten angenommen, ebenso eine ganze Reihe AsitzMtmtrfe zur Aenderung der Diensteinkommengesetze h« Beamten und Lehrer. Dann wird die Beratung hes SanbwirtschaftShaushalts fortgesetzt.
Abg- Schlange (Deutschnatl.) sieht eine Rettung vor t)5t beebteben Ernährnngskatastropbe nur in einer Steige- ttttg der landwirtschaftlichen Produktion. Die Landwirt, fljjaft W»ae aber nicht zur Produktioussteigerung kommen, tgfitii die jetzige Steuergesetzgebung aufrecht erhalten wird. $ut b« völlig freie Wirtschaft könne zur Produk- L>«stzri»ernng führen.
Abg. D ch i f t a n (D. Bpt.): Die gemeinnützigen Sicde- [#ng5«ekCT6aften müssen durch Staatsmittel gefördert gäben. kin Ausgleich der Schwierigkeiten zwischen tkttawfrer und Erzeuger sei notwendig. Der Wucher
ung. tU) tk rcher ihrui
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Rm gMIÜ SekülMW.
Paris, 7. Dez. Wie Haoas mitteilt, wird Minister Löucheur heute in Begleitung von Fi- nanzfachverstLndigsn nach London ab reifen, um dort mit den Mitgliedern des englischen Kabinetts über die Lage zu beraten. Ueüer den Gegenstand der Besprechungen teilt dis Agentur weiter mit, daß Loucheur mit dem englischen Schatzkanzler über die Ausführungen des Abkommens von Wiesbaden verhandeln würde. Rach den,.„Temps" schließlich werden sich die Verhandlungen auch auf die nächsten Entschädigungszahlungcn, die'Möglichkeit eines Zahlungsaufschubs und andere Punkte beziehen.
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l»tz i xs6k auf allen Gebieten bekämpft werde«.
Bormittag 11 Uhr. --*--
Der Präsident gibt dem Angeklagten anheim, sich auch-über Einzelheiten zu äußern und Fragen zu beantworten. Der Angeklagte bemerkt, es sei unrichtig, daß er Mitglied einer nationalen Vereinigung gewesen sei. Den Angeklagten Schiele lernte er erst am 13. März kennen. Auf Befragen deS Präsideuten gibt v. Jagow zu, Vorbereitu«gen für eilten Ersatz her Beamten getroffen zu haben, jedoch nut unter der Voraussetzung, daß alles auf ordnungsmäßigem Wege vor sich gehe. Mit Kapp besprach er einzelne geplanie Ernennungen. Daß Haftbefehle gegen Kapp unb andere erlassen waren, hörte er nicht. Er erwartete eine legale Demonstration der Reichswehr und war zu dieser Erwarttmg durchaus berechtigt, v. Jagow verliest einen Zeitungsaussatz vom 12. März, der für seine Ausstossung sprechen soll. Was di« Mit'e:'«»g.' i betreffe, die er anderen Personen gemacht habe, so habe er sich nur als den Boten Kapps betcichtet. Ter Angeklagte schildert den Einzug der Truppen in Berlin und betont, daß Kapp ihm mitgeteilt habe, die Zivilgewalt sei auf ihn übergeganqrn, die Reichs regierung sei geflohen, die preußische Regieraug fcstgesetzh unb die militärische Gcwott liege bei v. Lnttwitz.
Frhr. v. Wangenheim erhärte, er sei über zeugt gewesen, daß Lüttwitz, inbeui er Kapp die ?kmtft des Reichskanzlers und IdeS preußischen Ministerpräsidenten ^übertrug, tatfäch'ich die unbestrittene walt in Händen hatte. Der «ugellagk Tr. Schirle bestreitet mit Eittschie^-ch it bie g gen ih r erhobe-eu Beschuldignngen. Nicht gegew, sondern für die 8er- fafsunq 5ob? er cintreten wollen. Die damaligen Zustände seien nicht verfassungsmäßig, sondern verfassungswidrig gewesen. Die Verhandlung wurde bann auf Donnerstag vormittag vertag.
netmtttluugex versckwiiwen. Für itfren Bezirk einer ttittcrvertvattungSSehZrd» soll ein Arbeitsnachweis gebildet werben. Reber d-w Nachweise« stehen, paritätisch zusammengesetzt, Landesarbeitsämter, die ihre Spitze in dem Reich^amt für Arbeitsvermittlung finde«. Der sozialpolitische Ausschuß legt eine Reihe von Münde» runge« vor, die «in Kompromiß zwischen Bürokratie unb Selbstverwaltung barfiellen. Nachbem noch^ n.a. Oberbürgerineister Voigt- Frankfurt a. M. im Namen der städtischen Betrieb- sich für ein Z«stanbekommeii des ttöesetze» ausgesprochen hatte, wird die allgemeine AuS- iprache geschlosse«. Das Ham» vertagt sich biS Donners.
Der Aazeigeaprei, beträgt für die 9 aeip. ColonelzeNe over deren Raum 1.30— OTt, amtliche u»d ousroärttqe 1.80 Ml. Ändere Spaltenbreiten nach entipreebenbet Berechnung. Spät einlausende oder den Raum über 11, Seite einnebmende Anzeigen sind wir berechtigt, nach der Tertlpaltenbreite zu legen und zu berechnen. Sogen. 'XeHamen berechnen wir die Zeile mit 4.50 Mk. Jeder Rabatt qilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die SeichäitssteUe und Bermittlung der Angebote 1 Mk. Sondergebübr.
Enver Pascha gründet eine neue Republik Rack, einer Havasmeldung an§— Konstaukiuoprl verlautet, daß Enver Pascha unter der Bezcichuuuü .Soioieiisti- sche Einheit-- und FortschriHSregle'.uug deSAdschaua"
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Berlin, 7. Dez. Wie dir Blätter meld-n, teilie der Verband deutscher Druckpapiersabriken btr Bereinigung großstädtischer ZeitungSverleyer mit, vaß eine Reihe vou Zeittingsdruckpaprerf abrikeu wegen Kihsen- mangel zum Stillstand g-kommen fn«n, u!) daß eine Anzahl anderer Fabrikn einzel«e Maschinen Hütten abste.llrn müssen. Wenn nicht seforcig? Abhilfe aeschaisen werde, würde, wie die ®1 älter, erklären, Berlin in den nächsten Tagen ohne Zeitungen fein. .___________
leyrtjzM Me, m denen die cntfchäoig«agslofc Enteignung »erbimh l_ - ......... - .....
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B»rl. tzch M«. _ _ __ ____ _
«US den A'.iFführungen des Berichterstatters, Fabrik Fitzers Ephraim, geht hervor, daß der Entwurf v Monopolisierung des Arbeitsnachweisewesens
«eiMrtWsrat.
2 9. Sitzung vom 7. Dezember.
Fn bec heutigen Sitzung erstattete zunächst Chef- wdaAeur Bernhard den Bericht des finanzpolitischen siu^chusfeS zu dem Gesetzentwurf über den Verkehr Mit auslitkdifcheit Zahlungsmitteln. An der kurzen iluöfpoach« beteiligten sich Dr. Reichhardt vom ^cichzwirtschastsministerium und Oberbürgermeister Künz er «nb Dr. Krüger als Vertreter der deutschen Te.msseuschasisbanken, der für die Kreditgenossenschaften die Rechte der Banken verlangt. In dem Schlußwort tritt Berichterstatter Bernhard bem Antrag Kruger bei, btrmag sich aber nicht für die gleiche Stellung der Spar Saffett mit den Banken ausznkprechen. Tie Abände- kungsanträze werden angenommen mit Ausnahme der Einbepeh«ng der Sparkassen: dem Gutachten des finaii; Pp-itischen Ausschusses wird im übrigen zu gestimmt. _
Zur Beratung des Entwurfs zn einem ArbeitS >
bie ««abhängigen und kommunistischen Anträge.
i!m 5 Uhr wird die Wci.terberatung «uf x/*8 Uhr obendS vertagt.
Die Abenbsitz»ng.
Das S«; setzt zunächst die Beratung d«r Landwirt- fibaKsh<««halts fort.
Abg. «ende! (Soz.) verlangt ein Reichsgesetz zum Schutze der ländliche« Arbeiter. Zur Allhemeimvirt- schaft sei der Boden »ichi reif.
Cbeuf» tote Abg. Jürgensen (Unabh.) sprach sich auch der LavdwirtschaftSminister für den deutschnationalen Sntrag «mS, einen Damm nach oer Insel Fehmarn zu bauen. Dem allgemein ausgesprochenen Wunsch nach
Veite«: en.
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Aus den Ausschüssen.
933 Mt«t»«eu F«tzl»e!rag i« Pkeutzen.
Im HauvtauSiSutz v«S prentztlchen kandtages führte der Vertreter des erkrankten Ministers aus, datz die Einnahme« sich na» btn letzten Ergebnissen um 1426.fi Millionen erhöben, so datz ein F t 6 1» e t r a g von SV,.l Millionen verbleibt, der im wesenilichen aus der geplanten «rnndstener gedeckt werde« soll. Die Verhältnisse feien derartig Im Flutz, datz and) das neue Haushaltsjahr 1922 wied-erum nüi einem erheblichen Fehlbetrag abftbltetzen werde. In der weiteren Erörterung wurde auf die Sebwlerigkeiten hin- getoitfen, die aus der langsamen Stenerver- anlagung der Finanzämter enistebt.
Bicrsieuer und BtmnntWeinntonopol.
Berlin, 7.De». Du ReichstagSausschuß für Ver- brauchSstm>ern bewilligte die von der ReichSregie- rung voraeschlaqene Erhähung der Biersteuer aus daS Vierfache der bisherigen Bi-rste«er. — Angenommen wurde ferner ein 3nfaee Hamm (Tem.), wonach die Steuersätze für Etnsachbier mit einem Stammwürzegehalt vis 5,5 v. H. um die Hälfte ermäßigt, für Vollbier mit einem Stammwürze sichelt wn 8 bis 9 ». H. um ein Viertel ermäßigt, für Starkbier mit einem Stammwürze- gh-alt von mehr al? 13 v. H. um bie Hülste erhöht werden.
Im Reichstagsausschitj sür doS Branntweinmonopol wurde die Abstimmung über Ziffer 5 § 1 vor- genommeu, wonach daS Branntweinmonopol auch die Verwertung von Branntwein unb den Branntweinhandei umfaßt. Die Abstimmung ergab die Annahme, wodurch die Regierungsvorlage wrederhergestellt wird. 8 86 wurde in der Fassung des RcichSrateS anoknomm.'n:„Tir Reichs- moiiopolverwaltung darf nur di- dem Massenverbrauch bkneuben einfachen Kriegsbrannfweine berstellrn. Als solche werden insbesondere ÄerichniiNveine, Arak, Rum und solche gesüßten Brsmitweine, die mehr als zehn Kilo Zucker u -«uderr Lit« enthalten, nicht angesehen."
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London, 7. Dez. Dk britische Regierung hat gestern bie BedingiiNiie« her mit den Sinnseinern getroffenen Regelung veröffentlicht. Das Schriftstück ist überschrieben: ..Vertrag zivischen Großbritaunieu und Irland" unb enthält 18 Kkauseku, von denen bereits ein großer Teil von Lord Birkenhead in seiner in Birmingham gehaltenen Siebe bargelegt worben ist.
Ti- erste Klausel bestimmt, baß Irland dieselbe Stellung ««nehmen soll wie anv.'re Dominions de? britischen Reiches, mit einem Parlarnen»t, das die Vollmacht hot, Gesetze zu machen für oen Frieden, bie Ordnung und die gute Negierung Irlands und einer Exekutive, bie diesem Parlament verantwortlich ist. Jrlano erhall den Namen „Irischer Freistaat". Der Eid, der von den Mitgliedern des Parrnment? bem irischen Freistaat geleistet wird, lautet: „Ich schwöre feierlich Treue unb Unterlauenseborsam her Regierung des irischen Freistaates, unb ich werde König Georg dem Fünften unb [einen Erben und Nachfolgern treu fei«, kraft des gemein» icmen Vürgerccchtö Irlands unb Großbritanniens und feiner Auhängerschnft unb Mitgliedschaft in der Gruppe von Nationen, Bit bas britische Gemeinwesen von Natio- iru bilden."
Klank! 6 sieht vor, daß. bis fine Vereinbarung zwilchen der britischen und der irischen Regierung getroffen ist, vurch die der irische Freistaat feine eigene Süft^n« uetteibigung übernimmt, bie Verteidigung zur Ste Großbritanniens unb Jrlanss durch bk Streitttäfle des britisioen Reiches geschehen soll.
Klaus.-! 7 besiimurt, bay die irische Negierung in Fr». (.-euSzoiten den örilischen Streitkräften gewisse Erleichi«. iu:i3tn hinsichtlich b~er Flotte und Lus-sch erfahr: gewährt und bet ßtoiftietrilca ob« ctfpauiUcn Briictznngc» Mit