Einzelbild herunterladen
 

Jt.85

Das Entschavigungsproblem

(EMlilt/Wts HeBereirfemmen.

Reiches.

M Sehe d« m'iien

London, 6. Dez. In einer Rede in Manchester

obe

<?.)

Heine»

8424

ver- das Za-

>urg. '.De,,

«lang

8433 ntb.

des Neberelnkommens. Den Blättern zufolge lautet, daß der früheste Zeitpunkt, an b-m Parlament zusammentreten, könne, der 10.

«rar flt

>eztr.

f. lnd.

n.

-lchst, ulen» alte»

ipen» w

37214 Inder fmhe, irn< uzek, ues nroej i $«•

ein.

-hi ist lMitt. z rot- Rom.

:n. Da anbeit, estellte Preis mit. 8420

Beruhigung qegenlibrr Frankreich. — Tie wrack gewordenen Länder. — Forderungen an Deutsch­land für den Fall der Hilfe.

Die Regierung aus der Kreditsuche.

B e r l i n , 6. Dez. Wie der „Lokal-Anz." wissen mitt, soll sich die Reichsregierung an ein führendes englisches Bankunternehmen gewandt haben mit der Frage, ob das Unternehmen bereit sei, Deutsch­land einen Kredit von 25 Millionen Pfund zu be- willigen. Das Blatt bemerkt dazu, daß dies der offizielle Schritt der Reichsregierung fei, von dem der Reichskanzler in feiner Rede auf dem Pressefest gesprochen habe. Es handele sich um ein Schreiben der Reichsregierung an den Präsidenten der Bank von England. Das Schreiben fei am Freitag der vergangenen Woche abgesandt worden. Die Ant­wort darauf sei nicht vor Ende dieser oder Anfang nächster Woche in Berlin zu erwarten.

Besprechung in der Reichskanzlei.

Berlin, 6. Dez. Zn der Reichskanzlei et* schienen heute die Vertreter der beiden Koalitions­parteien, Dr. Spahn für das Zentrum und Her­mann Möller- Franken für die Sozialdemo, traten, zu einer Besprechung mit dem Reichskanz­ler. wozu als Vertreter der Demokraten der Abge­ordnete Koch hinzugezogen worden war. Nach der ..B. Z. a. M." handelte es sich um die Frage der I Begleichung der Januar Rate und um die immer dringender werdende Einigung i eer die Steuer­frage.

deines 6 7209

M bares >arai> lif. ni, 78, li._________

picht etten oects 07218

Ausstände.

Berlin, 5. Dez. Bis heute Abend ist der Fetn- sprcchbctrleb mit Wien infolge Ausstandes unter­brochen gewesen.

Königsberg, 6. Dez. Die AuSstandsbewepung unter dem technischen Personal der Provtnzdrnckereien erfasste bis jetzt Tilsit, Insterburg, Gumbinnen, StaklupSnen. Die Ausständigen verlangen, dass die Duchdruckereibesitzer, obwohl sie sich zur Zahlung der tariflichen Zulagen bis Ende Dezember bereit erklär­ten, den angeki ndigien Austritt-auS der Tariigemetn- schaft zurückzuziehen.

Todesurteil. Magdeburg, 6.Dez. DaS Schwur­gericht verurteilte den Handelsmann Selkow, der im Juli bei Körbelitz den Äarlosselaufkäufer Werner aus Stimm lischst» ermordete und beraubte, rum Tod«.

' 8421 lonz

nv.

.'2 ad n jur

Brr- uns rtpc« t ron Tau- müht, chrei» rört«

'SUO,S. I. sät

8436

1921.

3 »ne. idrls» b7210 les. li. an

1921.

ZusWMWßrnch eine; großen MinWs.

Berlin, 6. Dez. »ei der Münchener Nieder- lassung der Pfälzischen Bank in Ludwigshafen habe» I gch durch unverantwortliche Manipulationen des Münchener Devisenhändlers lehr vedentende Verluste im Devisengeschäft ergeben. Tie Engagements sind jetzt eingedeckt, doch dürften sehr schwerwiegende Mass- rcgeln für daS Institut notwendig werden, da das Aktienkapital und die Reserven verloren sind, lo- dass das Fortbestehen der Pfälzischen Bank alS selbst-1 ständiges Institut in Frage gestellt ist. Durch die Mit­hilfe der Rheinischen Creditbank und der Deuttchen Bank soll dafür Sorge getragen werden, dass die Kun­den der Pfälzischen Dank bei der Neuordnung keinerlei Verluste erleiden. ES soll beabsichtigt sein, dass die Filialen der Pfälzischen Dank in der Pfalz von der Rheinischen Credi'üank übernommen werden, während die Geschäfte in Frankfurt a. M. und im rechtsrheini- I scheu Gebiet aus die Filialen der Deutschen Bank über- |gehen. . „

Unterschlagungen eines Battkprokurchen.

Düsseldorf, 6. Dez. Beim Allgemeinen Bank­verein für Wcstdentschland in Düsteldorf sind sehr be­deutende Unterschleise entdeckt worden, die sich etwa auf 10 Millionen Mark belaufen sollen. Tie Unter­schlagungen sind von dem Prokuristen Ernst Lindt ans Düsteldorf begangen worden. Dieser wurde gestern Abend von der Kriminalpolizei in seiner Wohnung verhaftet. ES wurden bei ihm noch etwa 5Ya Milli­onen vorgefunden.

ß o R ¥ • n , 6. Dez. Zu den in der letzten Nacht ; Mehnltenen Verhandlungen zwischen der eng- . lischem Regierung und den Sinnfeinern wird mtt-l «teilt, datz die Beratungen von 11.20 abends bis 2.20 llhr morgens dauerten. Hierauf wurde von M&qetenbet britischer Seite die Mitteilung ge- «acht, datz ein U eb er einkomm en erzielt I ewrben sei. . I

Der Lorbkanzler Birkenhead . machte tn «inet Rede Vie Einzelheiten des Abkommens be­kannt. Die Hauptbedingungen der Regelung sind 1 folgende: Mit einem einzigen Vorbehalt wird I:-1 Md tn dieselbe Loge versetzt wie Äan~U, N»ftrakien, Neuscelgnb und Südafrika. Es wirb I de« Namen „Irischer Freistaat" erhalten. Man wird den Versuch in sehr weitherziger Weise a«f derfelben Grundlage tünchen, wie di's in Süd- gftifo mit Erfolg angewenbet würbe. Die Vertre­ter Cinnfeins sind bereit, bem irischen P' lament pt empfehlen, bah bet neugebilbete irische Freistaat Nicht ei'**« Vertrag mit dem Britischen Ve'che ab- fchliestt, sondern in das Britische Reich eint r i t t. Die £ rette des irischen Frei^aats zur briti/'en Reichsekgenfchaft und zum König Georg wird in klarer «mb nnzweideutiger Sprache it seiner^ Ver- fassnnz erklärt. In Finanzfragen hat das südiri'/;e JJarfawnt die Führung. Irland Übernimmt

»^gemessenen Teil der nationalen schuld und bet Kriegsausgaben. Der Betrag wirb burch Schiedsrichter festgestellt. Wenn Mster innerhalb eines Monats nach Annahme des Gesetzes entschlos­sen ist, feine bisherigen Vollmachten beizube^alten, so kann e« diese behalten. Wenn Ulster be-chliehen sollte, die Vertretung im brit'schen Unterhaus zu behalten, s» würbe bieser Beschluß geachtet werben. Wen« Ulster nicht bereit ist, Vertreter in ein all- irisches Parlament zu entsenben, so wirb es berech­tigt sein, diese Haltung weiterhin einzunehmen und bebei geschützt werben. Diese Bebingungen werben beide« tztlusern des britischen Parlaments im neuen Jahr ««t-rbreitet werden. Wenn dieses nicht zu­stimme«, dann wirb bas englische V"lk eine balbige GÄcgenhelt zur Entscheidung erhalten.

Das Kabinett billigte einstimmig den Entwurf

Marburg

Mlltmch, Den 7. Stiertet

ZulMSN».

tanb, sondern für Europa uud die ganze Welt. Man leide fjeute hauptsächlich daran, daß in Europa I so viele wrack gewordene Länder seien. Oesterreich und Rußland, die Kunden Englands I aewi-sen st! en, seien nicht mehr in der Lage, Die eng fischen Waren zu kaufen. Komm« nun zu diesen Ländern ein g broch-nes D«u scksand hinzu, so würde hie Katastrophe für Europa unbeschreiblich sein. I Es würbe eine Katarstophe sein, d'e nicht nur vom I i'rirtschaftlichen Standpunkt au- gesehen, sondern mich vom politischen Standpunkte an- von ungeheurer Nück-1 Wirkung aus die Welt sein würde. I

jnorne sagte roe’tet, wenn man einen Druck aus Deutschland aus üben Würbe, so würde Deutschland I vielleicht in der Lage sein, zu zahlen, vielleicht ater 1 auch nicht, iinb dies sei die unmittcchark Frage, die

I untersucht werden müßte. Wenn jedoch Z u g est ä n d- I n isse gesucht werden sollten, so müßte man zunächst I e-n D?ng in Betracht ziehen: Dentschland sage setzt, es könne d'e g-schuldeten Entschädigungen nicht be> zahlen Deutschland tu« jedoch verschiedene Dinges die gegen die Möglichkeit wirkten, daß es feine Ber- vsti'.htung erfülle. Es lest; Beihilfen für den Brot- I preis in Deutschland. Die- gehe auf Kosten des ISienerzahlers. DieS führ« »u einem Fehlb'trag der Staatseinkünfte und dazu, daß die deutschen iub>i- striellen Unletncfjmer in der Lage s i n, ihre Arbeit t mit niedriger«» Löhnen ;» bezahlen, infolge der Brotpreisbeihilie, die der Staat zahle. Auch in anderer Hinsicht subventiere Deutsch'and den Unter nehm er. Di« Eisenbahnen würden vom Starte mit Verlust betrieben Dies hätte einen n-uen Verlust für de» Staatshaushalt zur Folge und fetze fre-i denfkehen Industriellen in di« Lage, feine Waren s-Ill oer befördern zu können, als dies der Fall fein müßte. Kohlen würden heute in Deutshland trroa für di« Hälft« des Preises verkaufh der überall in der Welt dafür bezahlt werbe. Dies sei eine andere

XniMtn LM».

78. Sitzung vom 6. Dezember.

De« Gesetzentwurf über den Ausbau der Wasser-1 tröste der unteren Fulda wird dem Hauptausschuss, I eine «»vetle zum Berggesetz, wodurch die zukässtge MWW der Kuxe von 1000 auf 10 000 erhöht wird, dem Ausschuss für Handel und Gewerbe, ein Gesetz­entwurf «us Erhöhung der Ordnungsstrafen und Ge- blltzren in der Schiedsmannsordnung dem Rechlsaus- fchuss überwiesen. Es folgt dir zweite Beratung des HemshatiS der

lan»w trt schastlicheu Verwaltung.

Der AuSkchusz bat eine grosse Zahl von Anträgen ge- Re8L Die unerlaubt« Ausfuhr von Lebensmitteln soll mit einet Zuchthausstrafe von mindestens 1

, Jahr und einer Geldstrafe von mindestens 100 000 M \ bedroht werden.

• Sandwlrtschaftsmintster Dr. Wendorff: Die Bermehntng der Anbaufläche fei eine dringende Auf­gabe, die dnrch energische Kultivierung von Moor- und Oedkändereten gefördert werden solle. Daneben sei Ite Bodenverbesserung ein Gebot der Notwendigkeit,

, bem ein in Vorbereitung befindlicher Gefeheniwurf | entspreche« wolle. Das landwirtschaftliche Genosseu- schastSwesen verdiene die elsrigste Förderung, um das landwirtschaftliche Bildungswesen nach jeder Richiung hi« auS;ubauen. Die Jnnensiedelung sei eine der Frag« allerersten Ranges. Der Ausbau der Or-

. ganisatio« für die Durchführung des Siedelunas- i Werkes «Schere sich seinem Abschluss. Der Minister i ttoet« au daS Privatkapltal den Appell, im nationalen i Juteresse di« gemeinnützigen Siedetungsgesellschaften i Wirch Einlagen zu fördern. Eine Reichssicdelungs- j statjfllk fei in Vorbereitung. Dur» eine» Gesetzent- ■ Wurf würde» demnächst die öffentlich-rechtlichen Lasten i bet Sielet wesentlich erleichtert werden. Die Bc- ' deutung der Anliegerfiedelung dürfe nicht unterschätzt i werden. Das LandwirtschafrSmllnsterinm wolle mit aller Entschiedenheit das Koalitionsrecht der Land­arbeiter 'schützen, und es rechne dabet auf die bet krauenSvolle Mitarbeit aller Parteien.

Abg. Wittich kSoz.): Wenn der ständigen Vcr ; b-nsrung der landwirtschaftlichen Produkte nicht bald i «te T.teqst vorgeschoben werde, dann sei eine

it«9te Revolution unvermeidlich.

AnSnahmeverordnung

deS Reichspräsidenten wird gegen die Stimme« der Teutfchnationalen, Kommnntsten nnd "nabhänolaen unter grosser 5>elterkeit abaelehnt Di« Abstirw mnng über den zweiten Teil des Antrages der sich geoen das Verbot der .Tätlichen Rundschau- wendet, eroibt Ablehnung deS Antrages mit >71 gegen 97 Stimmen bei 2 Stimmenthattnngen. (Ruf: Das Zen­trum ist umgelallen!)

Hg"svakt des Wohlfahrtsministeriums wer­den die Ausschnssanrräg« unter Ablehnung der wever­gebenden kommnnistischen und sozl-ldemokrattsche» Anträge angenommen.

Um st6 Uhr vertagt sich das .EauS. Nächst« Sitzung Mittwoch 2 Uhr: Landwirtschasishaushatt.

Form von staatlicher B-nhilfe unb bah<r würden während in Deutschland der Staat selbst Geld aus der Tasche der Sieuerzahler zahlt — gewissermaßen Privatperlonkn Beihilfen gewährt. Wenn wir fo fuhr Horue fort — auf unftren gerechten Anspruch auf die bcutufen Entschädigung«» v« rzicht« n, selbst für eine» gewissen Zeitraum — was wir meiner Ansicht nach nicht b schließ«» dürfen, - aber g skhi de.r Fall, daß es geschieht, s» ist einsMar: Deutsch land muß die Vei h ilse n auf geben, um sich in die Lage zu setzen, seine rechtmäßigen Verpjlichtungen de» Völkern gegenüber zu ersüllen, bei denen «s^Lchul- ben habe. Deutschland könne auch durch die Lteuer- einkünfte seine Ausgaben decken. Innerhalb eines seftzusctzendeu Zeitraumes muffe Teuifchland auch bic Ausgabe von Pa,ierg«ltzi «inLell«», am

Mnael bewährt. A

Um 4 Uhr wird die Beratung unterbrochen dnr« die Abstimmnngen znm .szaushalt deS Innern, - an den Ansschussanträgen wird gegen di« Stimmen der Linken der Slntrag ab gelehnt, der die ^"d>gnng der Verträge mit privaten Zeimngen verlangt m« „ .

blcfe ,u alleinigen Publlkationsorganen für Krell« n6cr &|t finanzielle Lage behande'f der bri tfd)f Schatz- und Provinzen machen. Ferner wird ein Zentrum-- , -- - - — • Vi- **—

! antrag obgelehnt, der strengere Strafbestlmmnngm bet nnzückillgen L'and'nngen verlangt. Ein «.ntrag. . r_.. . . - „ . .

lDntl.) auf sofortige Vortage der Abänderung der f$«!»e eme gewiss« 'Bifotgn.^

Stadt«- und Landgemeindeordnnnaen und 9tu8,cbrct= Unterrebrntgen, di« «k mit Ralhenau gehabt tmbe. bnna von Neuwahlen wird angenommen. EM - «=---•—*■» —

deutschnationaler Antrag auf Aufhebung der

Die Sozialdemokratie bade mit Ihrer Waniung vor ! der überstürzten Aufhebung der ZwangSwlrrsib-ill Recht behalten. Die Anltegersiedelung müsse kräftig gefördert werden. Tie heimische MilchproduNlon

■t- «tett&tt Freistaat" innerhalb des hrttifche« t5nne noch wesentlich gesteigert werden.

MM ***,t**‘e » I Abg. GranS (3.) verlangt stärkere Förderung des

Arbeilerwobnungsbaues ans dem Lande. Das Um- kageversahren habe sich trotz mancher Särten und

sein Defizit a.is-ngleichen. Brzüg'ich deS Vorschlags, daß Großbritannien ebenso wie Frankreich einen Teil seiner Schulden dnrch Bezahlung in Waren er­halten solle, erklärt Horn«, daß bic Bezahlung i« Ware» an Frankreich mit den verwüsteien G bieten Zusammenhänge. Zum größten Teil würden die Tinge Oie Deutschland England liesirn könne, gerade m Eng­land selbst hergrstcllt. Das Programm sei daher n>ch so leicht, wie es von mancher Seite bargestellt werde, obgleich er nicht sagen wolle, daß es unmöglich sei, irgend eint Art von Plan aufzustcllen, durch bet England in dieser Richtung einige Erg.bnisse »rzw!«i könne.

Man scheine unter den Verbündeten Englands zu I besürchlen, daß hinter ihrem Rücken ein Neberein-1 kommen getrossen werbe. S'e schienen der Ansicht ;n sein, daß England gewissermaßen eine Tendenz zeigen könnt, in solche» Unterredung»«, an denen sie sklbsi keinen Anteil hätte», Deutsch'and Zug-ständnisse z» mache». Diese Haltung beruhe v.-llkommen au? einem Mißverständnis. England werde natürlich kein lieb'reinkommen eingcho», ohne sich mit seinen Ver | büudeten darüber zu beraten, und zwar nicht nur: I mit Frankreich, sondern auch mit den anderen Ver- bfinbetcn. England erkenne, daß es heute von eben 'c großer Wichligkeit sei al- jemals, daß das vünd- nis so fest bleibe tote möglich. Nichts wäre im Augenblick für die Welt, von größerem Schaden, als ein Bruch des Bündnisses Es fei daher se'bstverständ- U'ch, daß England nicht im Traum daran denke» könne, ein'Abkommen in irgend einer We so ohne angemeffene Beratung und Emsche dung abznschließt», was feinen

I Freunden nachteilig sein könne.

I Ter Schatzkanzler erklärte weiter, wenn Deutschland I erküre, daß es die Summen nicht bezoh'«» könne, die im Januar und Februar fällig wären, und es nm Aufschub ersuche, so matt das «ine Aufgabe, Ibie alle Verbündeten gemeinsam erört-rn unb ein­stimmig verantworten müßten. Der Zusammenbruch Deutschlands — sollte er unglücklich-rwmle durch irgend leine Aktion von Seiten der Verbündeten h-rbeig^sührt I werben — Ware ein Unglück, nicht nur für Deutfch

Pos MMliMM öes Ne!A88k5.

Berlin, 6. Dez. Ueb-r da- Arbeitsprogramm des Reichstages, der voraussicht'ich am 13. Dezember zu einer vier- bis sünstäg gen Dezembertagimg zu- sammentreten wird, teilt der „BorwärlS" mit. daß nach einer Vereinbarung mit der ReichSregiernng von den Steuervorlagen nur da- neue Umsatzsteuer- gesetz, daS am 1. Januar in Kraft treten soll, noch vor Weihnachten vom Reichstag verabschiedet wirb Ferner soll auf Wunsch der Regierung vor Weihnachten daS neue Ortsklafsenverzeichnis, da? rückwirkende Kr.llt vom 1. April 1920 erhält, vcrabschiedct werben. Tie Nachzahlung an die Beamte» in dr» höhergestusttn Orten sollen am 1. Januar pai'sindr». Im übrigen wird der Reichstag nur «och einige klein« Vorlagen [unb Anträge beraten, darur.trr den demokratischen Antrag auf Einführung «ine- Gedenktages für die Opfer des Weltkrieges.

Laut „Voss. Ztg." ist der Auswärtige Ausschuß des Reichstages für den 14. Dezember einberufen. Ta? Blatt haft es für möglich, daß der Reichskanzler bis dahin in der Lage sein werde, sich über die schwebenden I politischen Fragen in bestimmterer Form Zit äußern

Bf «Wb George reist nicht nach Washington.

Renten, 6. Dez. Lloyd Georae Ist Wege» der berzellloen Einberufung des Parlaments gegen seinen Wille» «ezwungen, feine Absicht der Washingtoner Äeufeeem veizuwohnen, auszugcben.

yte CberbelFiiAe Zrltun ' «Meint ieÄwml wöchentlich. - »ezug,vrei, menat“* ebne Zustellung 6.50 Wt, durch die Poft 7.50 $(L Für ausfane.Dt Slumm«. tnfol8* SUeilooet eLentarer Ereignisse kein Er>ay. - Beriag °°n Tr. -

Lck der llniv^Buchdruckerei non 3oh. Aua. K°». frecher 55.

PoMLeckkont»: Nr. 5015 Amt Srantfurt a. Main.

Rein bedingungsloser Zahlungsaussihub.

London. 8. Dez. Die „Times" berichtet, bi( der Finanzausschuß des Kabinetts weiterhin die Frag: der deutschen Entschädigungen erwäge. Die^dring.mvch e Frage sei nicht, ob die Januar- oder Februarraie bezahlt werde oder nicht, sondern, wie die zukünftige sinanziellc Lage Deutschlands sei» werde, da »S immer deutlicher werde, daß, wenn keine Ordnung in den augenblicklichen chaolifck)«» Zustand der deutschen Finanzen gebracht Werde, weitere Entschädigungen äußerst problematisch seien. Man sei der Ansicht, daß der Gedanke eines Zahlungsausschubs immer mehr j begünstigt werde. Das Bestehen Poincares aus Ga- rantien werde, wie man glaube, kein Hindernis für die Gewährung eines Zahlungsaufschubs bilden, ha niemand der Ansicht sei, daß die britische Regierung einem bedingungslosen ZahlungSansschub zustchnmen werbe.

„et Ikanzler Sir Robert H orn« eingehend die Frage der Ein^Antrag Gräs deutschen Entschädigungen und sagt.'- in Frankreich 1 ■ • " m—jj ju best he» über btc

Bnaüche« Verkündigungsblait des Kreises Marburg.

Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhesien

55. w

SS»1 sssjrsf

Ille

Inter« unt b7?24

en 6711» 24._ el ft neu 5721» , T!.

Art

4274 :t. 2oo

Briosii »8k dm SsrliratitL „Deutschland muß zahlen." — Das „bedrohte Frank­reich". — Annahme einer Bertrauenstagesordnntig im Senat.

Paris, 6. Dez. In bet heutigen Kammer- sihui.g fragte Prüsibent Per et be» Ministerpräsi­denten Brianb, ob er bereit fei, bie vorliegenben Fnterpella!ioizen, namentlich bie Interpellat on bes Abg. Sembat über bie Konferenz in Washington 3U beantworten. .Mini tervräsibent Brianb e.- wiberte es wäre fein dBunsch, vor ber Kammer zu berick' n. was er in Washington getan habe, aber die Kammer werde zmeifellos ber Ansicht fein, bis Haushaltsausfprache sortzusehen. Tatsächlich könne er boch nut bie 'Rede -nNcberholen., die er in Washington gehalten habe. Es könne Erstaune« I erregen, daß ein Parlament sich mit diesem Pro- bient befasse, bevor bie Konferenz zu Ende gegangen fei. Marcel Sembat widerspricht und erklärt, er wolle nicht über bie Ergebnisse ter Konferenz in Washington, sondern über die Erklärungen inte:« pe(fieren, bie Ministerpräsibent Brianb vor dieser Konferenz abgegeben habe. Die Vertagung der 'n:-*-- ! Ai-l'! Sem'iai • k-b dann m*l 160 geg n 100 Stimmen ausgesprochen.

Paris. 6 Dez. I» der heutigen Sistung de, Senats erklärte sich Ministerpräsident Brianst bereit, bie vorliegenden Interpellationen zu deant« Worten. Wenn sich aber die Aussprache auf bie Er« geboiße bei Washingtoner Kunferen- erstrecke«