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9X1 Streits ocet elementarer Ereiguisle kein Ermtz. Verlag oon Dr. C. Hitzeroth. 6vi, Druck der Hntn.«Sud)Brutfetet do» Job. Äug. Kock,. Markt 21.23 Kernsprecher 55,

1921

PostiLeikkont»- Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Starrt.

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inneren Probleme mitzuwirken.

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374218 Stimmen, die 24 Sitze erhalten, auf bjp ^el!ls<h nationalen 28 190 Stimmen (3 Sitze), auf die brutsche Vollspartei 78186 Stimmen (10 Sitze), auf bett Bauernbund 80 426 Stimmen (11 Sitze), auf Demokraten 39140 Stimmen (5 Sitze), Zentrum EvtzO Stimmen (13 Sitze), auf die Revisionspartei ötünmen (0 Sitze), auf die U. S. P. 20187 Stirn«

Bischof Dr. Komm ist Infolge einer Herzlähmnng verschieden. Dr. Komm war der Senior der deutschen Bischöfe und stand tm 81. Lebenstahr. Die Beisetzung tri-b am 9. Dezember im Hohen Dom zu Trier sialt- f'.nden.

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®#S ni5. Dan ach wurden 533 940 gültige Stimmen ^gegcken. -»Davon entfielen auf die Sozialdemokraten

Die ..Cbcrneiftictie Zeitun ' erscheint fechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich ohne Zustellung 6.50 Mk, durch die Post 7.50 Ml. Für ausfallende Nummern infolge

$it MiimlOTir Kmlmiiz.

Kündigung des englisch-tapanischen BilndntsseS.

Parts, 4. Dez. Nach einer Meldung der .Chi­cago Tribüne' auS Washington wird möglicherweise an Stelle der im Hughesschen Vorschläge vorgesehenen «erviilmisses für die Flottenstärken: 5 zu 5 zu 3, ein solches von 11 ,u 11 zu 7 treten: in diesem Zweck müßte England den Kreuzer .Hood', Japan den Kreuzer .Mutlu' zerstören. Ferner verlautet aus guter Quelle, daß die Regierung der Vereinigten Staaten England und Japan habe offiziell wissen lasten, die Vereinigten Staaten würden niemals einer Beschränkung der Rüstungen zur See zustimmen, wenn das englisch-savanischc Bündnis nicht gekündigt werde.

Wie der .Newhork Herald" erfährt, wird die Nach« richt von der Kündigung deS englisch-japanischen Ver­trages offiziös bestätigt. '

Englische Kritik gegenüber Briand.

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Ohne Gehälter!

Berlin, 8. Dez. Zn einigen Blättern erschien dieser Tage eine Notiz über die Kosten der Znter- alliierten Kommissionen, die irrige Angaben ent­hält. Die Gesamtkosten in ganz Deutschland sind weit höher. Dse in der Notiz genannten Zahlen können sich nur auf Berlin beziehen. Die Gefamt- kosien und Auslagen für die Kommissionen, abge­sehen oon den weiter unten aufgeführten Posten be­tragen für Oktober 23 457 641,63 JL Sie verteilen sich wie folgt: Berlin: 1350 330,50 M, Breslau: 248 341,75 M, Tassel: 111645 <M, Coblenz: 121960,50 M, Dresden: 204 546,61 M, Düsseldorf: 209 588 JH, Kiel: 157 627,33 Jl, München: 401 003,99 Mark, Stettin: 215 543,60 Stuttgart: 245 148,20 Mark, kleiner« Städte 391905,99 Jl. Es fehlen noch die Zusammenstellung für Königsberg und Bremen. Die übrigen Kosten umfassen: Die Kosten für die Unterbringung der Offiziere, für die Unter­bringung der Mannschaften, für die Znstandsetzung der Kraftwagen, für die Geschäftszimmer, für das deutsche Personal, für Heizung und Beleuchtung, für sanitäre Zwecke und die Kosten anderer Art, die unter den vorstehenden nicht unterzubriugen wa­ren. Die Kosten für die Gehälter der Mitglieder der Kontrollkommission sind in der obigen Aufstel­lung nicht inbegriffen.

(2 Sitze), auf die Kommunisten 20851 Stim- (2 Sitze). Die Teutschnationalen geben danach einen Sitz an das Zentrum ab.

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V»n gewählten Abgcorducten seien, folgende genannt: ®ctia(b e m o f r a te u: Staatspräsident Ulrich, Bär- Stifter Adelling-Mainz; Deutschnationale:Pros, t- Werner-Butzbach, Pros. Diehl-Fttedberg: Deutsche

Sie MihÄ An WelMmstst.

Der Terror der staatsgefährlichen Festungs- gefangeuen.

München, 3.Dez. Der Verfalsun-isauSschuß des Landtags l>ehandelte heute die Verhältnisse in Ritter- schöncnfeld. Es wurden einige Eingaben von Nreder- schönenseldern Festunssgesangeneu vorgelegt, worin Be­schwerden über die Art des Strafvollzüge« und Wünsche wie aus Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchung-'- ausschusses und direkte Unterstellung unter das ^usttz- Ministerium korgebracht werden.

Zu den Anträgen Aendorl (Komm.) auf Schaffung einer allgemeinen Amnestie für politische Straftaten und Einstellung von Verfahren wegen politischer Ver­gehen und Niekisch (Unabh.) auf Vorlage eines Gesetz­entwurfs zur Gewährung von Straffreiheit sür politische Gefangene beantragen die Abg. Schäffer und Knil- l i n g (Bahr. Vpt.) Ablehnung unter Hinweis darauf, -daß in Bayern das System der individuellen Begnadi­gung angetr-endet werde. Der Vertreter des Justiz­ministeriums führte aus, daß in den letzten Wochen eine unerhörte verleumderische Press ehe t: e gegen die Regierung namentlich in noLdeutschen Vtättern geführt tvurde. Zur Rechtsfrage erklärte der Redner, da« die Festungshaft tandesrechtlich geregelt and ihre,Rechts­gültigkeil und Vereinbarkeit mit den reichsgesetzlichen Bestimmungen ausdrücklich anerkannt ist. Die in Baocrn geltender. Bestimmungen sür Festungsgefangene seien sogar günstiger c.ls es nach den Vereinbarungen zwischen deck Bundesstaaten der Fall sein mutzte. In Niederschönen­feld entwickelten sich Zustände., dir zu Sicherungsmah- nahmen zwangen, weil die Beamten und das Aufsichts- Personal gegen den Terror der radikalen Grupp: bet Gefangenen geschützt werden mutzten. Diese Gruppe sei -als direkt staatsgefährlich anzusehen. Es seien Leute, die auch für die Zukunft als staatsgesäyrllch finge- sehen werden müßten, was daraus hervorgehe,, daß sie ihren Aufenthalt in Niederschönenfeld dazu benützen, sich zu wirtschaftlichen und politischen Führern in kommu­nistischem Sinne auszubilden, daß sie Schriften über die Zerstörung der technische» Nothilfe und über die Organi-

.gjn meinem Standpim't aus ,tI5 Politiker wende ich üf 61 f) gegen die Ausfassung, als ob die Presse ein reiner chnchtenapp.rrat sei, allein dazu bestimmt, Oie Oefseut- jfcjt über da?, was vergeht oder angeblich vorgcht, zu gieren. Eine solche Aussaffung würde der Entwick-

---uniumi , i' l | I I W' - * V « u v * " d: Hanptgeschäftssührer Dr. Müller Darmstadt, Echtsanwalt Dr. v. Helmolt - Rieder-Wöllstadt. Land- Bcauer-Ober-Osleiden; Demokraten: Finanz- rhip.efl pMifift Henrich-Darmstadt. Pros. Urstsst-Gießen; 3 c tv !*<»: Justizminister p.Vrentauo, Domkapuular Prof. ^vharb-Mainz, WinistsrialprÄident liebel-Dieburg. ,

Deutsche Rote wegen eines Zahlungsaufschubs.

Paris, 4. Dez. DerIntranfigeant" läßt sich aus Berlin oom 3. Dezember aus diplomatischer Quelle berichten, dug die deutsche Negierung an bett Entschäbigungsaurschuh In Paris eine Note offi­ziellen Oharakters gerichtet habe, in der sie an Hand oon Belegen auseinandersetzc, dah sie sich auf Grund des Versailler Vertrages für berechtigt halte, di« Frage eines Zahlungsaufschub» aufzuwer» Jen, Die deutsche Negierung lenke die Aufmerkfai»

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Der Kreditausschutz.

Berlin, 3. Dez. Ter Reichskanzler berief zu Mit­gliedern des Kreditausschusses bei der ReichSregierung folgende nenn Herren: Den Präsidenten der Reichsbank, Exz. Dr. Haveustein, bnr Präsidenten bet Berliner Handelskammer und deS Industrie- unk deS Hondels- dageS, Frnnz v. M e ndelSs o h n. Dr. Carl Mel­chior, Mitinhaber bet Banksirma M. M. Marburg u. Co., in Hamburg: Fran, Urbig, Geschäftsinhaber der Diskontogesellschast in Berlin, v. Etauß, Mitglied des DireftoriumS der Deutschen Bank, Berlin, Geheimrat Dr. Kreut er, Delegierter de» VerwaltungsrateS bei Dreuhanchverwalinug für das deutsch-niederländische Finanzabkommen: Geheimrat Dr. Hugenberg, Mit­glied des Reichstages, Präsidialmitglied deS ReichSverban- des der deutschen Industrie: Hans Kr armer, Stett- nertretender Vorsitzender des wirtschasispolitrschen und dis. AuSenbanbeltlonlcottausschnsst-r deS ReichAvirtschafts- raies: Geheimrat Bucher, GeschäftKührcndeS Präsidial- Mitglied des Reichsveroande- der bkurschcn KL-üstru.' ven Beratungen und Verhandlungen bei Ausschusses nahmen ferner die Vertreter der zuständigen Refforts teil. In der Reichskanzlei satch eine Sitzung zur Ein­berufung des Ausschüsse? statt. AIS Aufgabe des AuS- schusses wurde dabei die Beratung der mit der Ausnahme der auswärtigen Anleihen zwecks Erfüllung der Zah­lungsverpflichtungen an di« Verbündeten zusammenhän­genden Nngelegenheiten sowie die Führung von Verhand­lungen hierüber mit den auswärtigen Kreditgebern ftft- gestellt. ________________

eine Siede de; SieichMzier;..

8et(t n, 4.Dez. Der Empfang deS Vereins Ber- e Presse im Reichstag nahm einen glänzenden Ver- « Ln bei Spitze der amtlichen Welt waren Reichs- ftwt Ebert, Reichskanzler Dr. Wirtb. die Mim- r Dr. Hermes und Grö ner, der preußische Mini- Mräiident Braun und die Staalsprä,'identen von Mcmderg und Baden, Dr. Hie der und Dr. Hum- ft krschienrn. Um 6 Uhr versammelten sich die Seife ta« im Grotzen Sitzungssaal des Reichstages, wo der Mendr (Sfeorg Bernhard die Ehrengäste begrüßte. fftrf ergriff Reichskanzler Dr. Wirth das Wott zu

Der Anzetgenpreis Beträgt für die 9 aejp. Tolonelzelle oder beten Staunt 1.30 Mt, amtliche unb auswärtige 1.80 ML Andere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über */, Seite einnehmende An­zeigen sind wir berechtigt, nach der Tertfpaltenbreite zu setzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Zelle mit 4.50 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung bet Ange­bote 1 Ml. Sondergedüht.

..iräcif für uns gegeben ist, über den Januar und schtvar hinwegzukommcn, das ist noch nichts das fetig Entscheidende, sondern das; überall der wirt'chaft-

Niedergang deS Ostens und Südostens, namentlich leWr DentschlanoS, als eine Weltgesahc erkannt wird, nse Erkenntnis und die Notwendigkeit, daraus politische 3«lge t u ii g e n zu ziehen, auch wenn sie mit dem harten üchsmben deS Versailler Friedens nicht übrreinftim- «r, die Notwendigkeit, die Völker einander zu nähern, im Sommer und gerade jetzt gajoachsen. Unsere Auf- Kibe ist eS, die wirtschaftlichen Probleme fern von jeder Stail der leitenden Staatsmänner in ihrer wirklichen »rch.u Tragweite endlich zum ?luSdruck kommen zu Wh.

Der Neichskanzlec richtete zum Schlutz an die Preise k Aufforderung, bei der Lösung der großen ankw.'rtigrii

Dar m sind t, 4. Tez. Tie amtlicheDarmstädter SSSfS Zri'.ung" veröffentlicht jetzt das endgültige Wahl-

etilüdRg inh ilnW.

Der sogenannte Entfchädigungsausschutz klopft laut und deutlich an die Tür der deutschen Regie­rung. Er verlangt eine Sicherstellung der Zahlun« gen, die am 15. Januar und 15. Februar fällig sind. Dabei erhält das Kabinett Wirth nach den zahl­reichen Lobessprüchen, die ihm sogar von Briand zu« teil geworden sind, zum ersten Male eine schlechte Note. In der Mitteilung, die der Entschädigungs« ausschutz der deutschen Regierung hat zugehcn las­en, wird dem Kabinett vorgeworfen, es habe durch eine Versäumnis die schlechte deutsche Finanzlage and damit die drohende Gefahr der Zahlungsun- ahigkeit verschuldet. Man wird feststellen können, daß das Kabinett Wirth sich mehr und mehr in den Schlingen seiner eigenen Erfüllungspolitik fängt. Die Aufgabe, die sich Erzberger gestellt hatte und die Dr. Wirth dann übernommen hat, war auf die bloße Zusammenraffung aller möglichen Mittel gerichtet, mit denen die Forderungen der Gegner erfüllt werden sollten. Daraus ergab sich eine ab­solute Unter nxfi rsigkeit nach außen und im Innern eine finanzielle und steuerliche Ueber- s p a n n u n g , die sich nur das eine Ziel steckte, von der Hand in den Mund leben zu können. Dieses Verfahren ist von allen Sachverständigen stets als falsch und außerordentlich gefährlich bezeichnet wor­den. Dr. Wirth und seine Getreuen haben solchen Mahnrufen ihre Ohren immer verschlosien. Jetzt müßen sie sich von dem Entschödigungsausschuß sagen lassen, daß die deutsche Regierung es ver­säumt hat, beizeiten die erforderlichen Mittel zu er­greifen, um den deutschen Staatshaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Das ist der Dank vom Hause des Feindbundes für eine äußerst strebsame Erfüllungspolitik.

Es ist eigentümlich, daß mit der Drohnote des Entschädigungsausschusfes zugleich Andeutungen laut werden, die eine Stundung der geforderten Zahlungen in Aussicht stellen. In der Rote selbst findet sich davon nichts, und doch wäre gerade hier die richtige Stelle dazu gewesen. Denn wie groß die Versäumnisie der deutschen Regierung auch im­mer sein mögen, der Feindbund hat kein Recht, sich darüber zu beklagen. Denn das Grundübel aller unserer finanziellen Schwierigkeiten ist nicht' das, was die deutsche Regierung getan oder gelassen bat, sondern die Belastung der deutschen Leistungs­fähigkeit mit völlig unmöglichen Verpflichtun­gen. An dieser Kernfrage kann man, wenn man das Problem überhaupt lösen will, nie Vorbeigehen. Es rächt sich jetzt, wie immer vorausgesagt worden ist, daß das Kabinett Wirth etwas Unmög­liches versucht hat. Es hat damit, zumal nach den geradezu leichtfertigen Worten des ehe­maligen Wiederaufbauministers Dr. Rathenau, den Eindruck erweckt, als ob Deutschland das Verlangte leisten könste. Daß es die Leistung tatsächlich nicht vollbrftrgen kann, wird ihm deshalb jetzt als schlechter Wille und der deutschen Regierung als Versäumnis ausgelegt. Ob der augekündigte Zah­lungsaufschub kommt oder nicht, es bleibt dabei, daß Deutschland die verlangten Entschädigungen nicht leisten kann und daß, auch wenn die nächsten Raten noch bezahlt werden sollten, eine dauerhafte Lösung nur in dem Rachlaß der Schuld« summe gefunden werden kann.

Gelingt es durch die Kreditaktion noch einmal über den Berg der nächsten Raten hinwegznkom- men, so muß die Regierung schleunigst die Aufbesse­rung der Finanzwirtschaft in Augriss nehmen. Wie Dri Hugo auf dem Stuttgarter Parteitag über­zeugend auseinandersetzte, gibt es dafür nur drei Mittel, die Erfolg versprechen. Allerüußerstl, Sparsamkeit in der Verwaltung, eine wirt­schaftliche Sanierung der Staatsbetriebe und äußerste Anziehung der S t e u e r s ch r <!^u b e. soweit dadurch nicht die deutsche Wirtschaftskraft im Herz getroffen wird. Gelingt es noch in der letzten Minute diesen Weg einzuschlagen, so ist noch einmal > Aussicht auf Rettung. Greist die Regierung die deut- tschen Sachwerte an, so wird sich die Anwendung eines solchen Verzweiflungsmittels unbedingt rächen. Daß der Feindbund es empfiehlt, sollte auch Dr. Wirth m i ß t r a ui s ch m a ch e n.

Marburg SÄonlog, 6ta 5. Dermin 3ulou>n6«

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A-rgebnk der hesMen LsüdlaMKLhie».

firntHd einer roten Armee, sowie eine? revolutio­nären Bürgerkrieges^iuZarbeiteten, und baß sie die rücksichtslose Zerstörung und den schrecklichsten Ter­ror in diesen Schriften als das Ziel liufgestellt hätten. Drohungen mit dem Kerker und Erschießen würden nicht nur gegen die Beamten und Aufseher, auch gegen anders gesinnte Mitgefangene gerichtet. Außerdem bemühten sich die radikalen Festungsaefangenen, Außenstebende zu be­stimmen, Revolver-und Brandstosfe in die Festung zu schmuggeln. In der Festung mürben Totschlags- Werkzeuge gesunden. Der Redner legte ein großes Paket auf den Tisch des Hauses, worin sich Keulen, Trabttaue und sonstige Werkzeuge besonden. Auch wur­den Eisenteile vorgelegt, die von den «fernen Bettstellen abgebrochen wurden. Ferner wurde ein eingehender Plan für die gewaltsame Inbesitznahme ber ganzen Festnngsan statt vorgelegt. Mer Regie­rungsvertreter verlas dann eine Reihe von Briefen von Festungsgesangenen, worin gegen das Auftreten ein­zelner Gefangener Stellung genommen und diese als charakterlose Lumpen und Wahnsinnspolitiker" gefchlldett werden. In dem Briefe eines Arbeiters, der in der Festungsanstatt beschäftigt ist, heißt es, er habe sich überzeugen müssen, daß die von der kommunistischen Par­tei gegebene Darstellung übet die Behandlung der Ge­fangenen nicht der Wahrheit cntspricht. Absolut un­richtig sei cs, daß den Festungsgefangenen daS Briefe schreiben verboten worden fei.

In bet AuS'prache nahm Roßhäupter (So;.) eine ablehnende Stellung zu Niiträgen der äußersten Linken ein. Dir allgemeine Amnestie für politische Gefangene lehne seine Partei ab. . Seine Partei fei bereit, in eine nette Prüfung einzelner Straftaten finjitfreten uns soweit als möglich auf Strastmchlaß hinzuvirken. Seine Partei Halle die Einsetzung eines llntersuchnngsausschusfes für zweckmäßig. Abg. Müller (T«m.) bedauerte, daß die Regierung die Oeffentlichkeit nicht auf dem Lautenden hielt. In der Abstimmung mrben die Anträge Aenderl unb Riekifch gegen die Stimmen dec Kommunisten und llnabhänzigex ubgelehut. Zugestimmt wurde mit den bürgerlichen Stimmen einem Antrag, das heute vor- getragene und sonst vorhandene Material zu drucken und geeignete AtzZzüge tm die Presse }n bringen. _

der Presse zu einem bloßen SensalionSapParat vor- _ ilen- Ich würde dies für eine bedauerliche Ausartung ^ Kresse falten. Es kann nicht verkannt werden, daß

?lnzeichen für eine solche der Entartung zn- dende Entwicklung heute »vrhanden sind. Es gibt kein s Mittel, dieser Entartung zur Sensation vorzu- -en, als die Presse nach einer ethische'» Auffassung gMisieren und sie mit politischem Beranlwortungs- Ahl zu durchdringen. Der zunehmenden Mechanisie- iu(t und Materialisierung des politischen Lebens in i-tschland müsse die Presse entgegenwirken. Das Reich :ärfe seiner wirtschaftlichen Kräfte, aber auch seiner i8en Kräfte. Politisch stelle sich setzt als Hauptfrage r: Wie kommen wir über den Winter hinweg? ;u sei die verantwortungsbewußte Mitarbeit aller len notwendig. Solle auswärtige 'Politik gemacht, sondere das größte aller Probleme, das Entschadi- gsproblem, den Völkern näher gebracht und Leistun- auf allen Gebieten vollbracht werden, so muffe in Nschland jeder politische Wirrwarr unmöglich fie- toirbtu. Tic Negierung -volle auch heute noch bi? Mkinommenen schweren Verpflichtungen erfüllen. Sie bei Annahme des Ultimatums deren wirtschaftliche xerungen denen zugeschodtn. die Deutschland dazu «gen. Hat jemand in der Wett geglaubt, daß man Bolk wie das deutsche isoliert herausheben könnte aus vor dem Weltkriege so tfef wirtschaftlich und sinaii-iellj Wstchtenen Stattenen, daß man dieses isolierte Äolk Kressen könne wie eine Zitrone? Wir wollen aus- stztig und ehrlich den Gedanken der Bereitwilligkeit auch Deutschland zur Verfügung stellen, soweit ein Kredit iichnd seine Abdeckung überhaupt ökonomisch durch- iu ist. Aber die Entscheidung, ob es Geldgeber die ihr Kefb in den bodenlosen Topf der Ent- igung hinemstecken, darüber enffcheidet nicht die Mschc Regierung, auch nicht allein die deutsche Jn- ?rie- und Bankwelt, sondern die Geldgeber, die nicht rruisrhürnd wohnen. grfoig, ob dir

London, 3. Dez.Daily Chronicle^ schreibt, daß Briand bei seiner Rückkehr nach Frankreich nicht zeige, daß jeder Wort, das er in Washington gesprochen habe, auch wirklich weise gewesen fei. Er mache es sogar noch schlimmer: denn er erkenne an, daß cs auf dieser Kon­ferenz genüge, wenn ein Land einen abimichenden Stand- punkt ttnnehme, nm alle Vorschläge zu Fall zu bringen. Wenn diese Bemerkung wörtlich ausgelegt werden solle, so könne sie nur bedeuten, daß Briand gesprochen habe, in dem klaren Bewußtsein, daß er die Konferenz »um Scheitern bringen könne. Es sei schade, daß er dies in Washington nicht klargemacht Hobe.

Eine Orientkonfereuz.

Parts, 3. Dez. Nach derStoeWte" wird im Mi­nisterium des Aeutzern bestätigt, daß Lord Curzon eine Konferenz zu dreien, (England, Frankreich unb Statten) zur Regelung der Ortentfragen vorgeschlagen habe. Die Konferenz soll einen vorläufigen Charaktei Haden und in Parts ftattftnben.

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Die Teuerung.

Berlin, 3. Dez. Nach Berechnungen des Sta­tistischen Reichsmnts ist die Reichsieuerungszifser für die Lebenshaltungskosten, durch welche die Ausgaben für Ernährung, Heizung, Beleuchtung unb Wohnung erfaßt werden, von 1140 im Oktober auf 1397 int November, also um rund 22 Prozent, gestiegen. Gegen- KL« Januar beträgt die Steigerung 48 Prozent, gegenüber bau November des Vorjahres 58,4 Pro­zent. Die Ziffer für Lebensmittel al(ein ist stärker a!5 die Gesamtziffer, nämlich von 1532 im Oktober auf 1014 im Noveurber, also um rund 25 Prozent, gestiegen. Zu der Steigerung lat gen ausnahmslos sämtliche von der Erljebung erfaßten Lebensmittel bei. Besonders stark waren im Berichtsmonat die Preis­erhöhungen für die von bet Einfuhr abhängigen Waren, inshesondere für Fette.

Alntiiche« Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheMchej Oberhessen

^«lkSparlei: RechiSanlvalt Tingeldey-Darmstadt, $x- Echian-Gießen, Rechtsanwalt Tr. Osann- "iitflabt, Oberbürgermeister Köhler- Worms, ^Ober- . stk Met?>aninalt Wüuzer-Darmstadt: H e s s i s ch er B a n e rn