Einzelbild herunterladen
 

M

£

Marbuvg

St. 275

Neue Skandalszenen im Landtag

o&ia

W

e

lg

tätig

-sFlchp

robcm Ab'georvsrter zu Fall gebracht, Kommunismus sie befreien.

ttoufen: iejdiajts^

samen Sitzung sich über die zehn Punkte des All« gemeinen deutschen Gewerkschaftsbundes ausgesprochen. Tie Aussprache ergab, daß sich die beiden so ialist'schrn Parteien im großen und ganzen auf den Boden diese- Steuerprogrammes der gewerkschaftlichen Spitzen­organisation stellten und daß sie versprachen, in diesem Sinne bei der Beratung des Steuerprogrammes ins Reichstag zu wirken.

agen, tten.

ssodheia

55. toO.

1921

ng- le

Der Anzeigenpreis Beträgt für die 9 gesp. Tolonelzeile oder deren Staunt 1. Mk., amtliche und ausmärttae 1.30 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender

ruf 217

l von kN

c. nach d und [en.

»er.

n SVej

uro

e 20

- 31

Wenn die Kommnnisten *«e Herrschaft haben.

Bet dem Besuch des UittersuchunasansichusseS deS Reichstages in Wittenburg wegen deS Hungerstreits der wegen des Anfrubrs in Mittekdcutschland Verur- tcilten ironisierte einer von ibuen, der .Adjutant" des Hölz, den Besuch der Abgeordneten, von denen er an- naftm, sie seien gekommen, um sich das Zuchthaus an« zusehen, in dem sie über kurz oder lang f e 16 ft unter« gebracht werden würden. DaS fei aber ein Irrtum, denn wenn erst die Kommunisten die Kewalt in Hän­den hätten, bann würden die Politiker der ttegner nicht so sanft angefaht und mit Gefängnis oder Zuchthaus bestraft, fenbern einen Kops kürzer gemacht werben. Er selbst und seine engeren Freunde hätten ia noch eine Antahl Jahre ab« zusitzen, der eine ober andere sogar .lebenslänglich", aber sie dächten nicht daran, das, daraus Ernst wer­den könnte: wenn sie letzt mit ihrem .Hungerstreik nicht ihre Freilassung erzwingen könnten, bann werde über kurz oder lang, wahrscheinlich über kurz, der Sieg des

scheu Vollspartei wies daraus hin, daß Tee in weiten Kreisen des dieuischen Volles ein Voiksgetraul sei, und lehnte aus diesem Grunde auch eine weitere Er« Höhung der Zollsätze für Tee ab.

Die Forderungen der Gewerk sch ns; en.

Berlin, 23. Nov. Der Allgemeine deutsche Ge- werlschostsbund, der Asabund und die Vertreter der beiden sozialistischen Parteien haben in einer gemein-

TteCberbe||iW Zeitun erscheint sechsmal wöchentlich. Bezngsvteir uranatlich 6 Mk, durch die Post 6.15 Mk. Für ausfallende Itummeru infolge Streik, ooet elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag non Dr. T. Hitzerotb. Druck bet llnin^-Buchdruckerei non Sob. Aua. Koch, Markt 21 23 lllernfptechet B, Post­scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

;u!«n«Uengehen müssen, so sollten sie sich ehrlich über ihre ?Ü>fitf)tew Her werden und sich dann zu gemcinschaft« jnmrn Spenbefn die Hand reichen. Die Vertretung der s deutsche« Industrie hat erklärt, daß sie du' Entstnat- ' lichuuq kec Reickscisenbahn nicht als privatkapitalistisches

GesSE ^krachtet, sondern sie nur deshalb wünscht, um die einzig inöslliche Grundlage für eine Gesundung unserer murren Hinan??« zu schassen. Diel? Gesundung ist nn- »mgängsrch notwendig, da ohne sie die f nanziellrn Br- zrebnnaea zum Feindbund niemals vernünftig gerigelt werden können. Ta die Kcichsregierniig ihre U nf ächi g - leit bentiesen hat. das Problem der deutschen Finanzen «nd her wirtschaftlichen Gestaltung der Staatsbetriebe zu löse«, so sollte sie jetzt, da wirklich keine Zeit mehr zu verlieren ist, mit der Industrie gemeinsam Mittel ftns Wog« beraten, uni Ordnung in die Staatsbetriebe iuid in die Finanzen zu bringen. Nur mit dem guten Willen aller Beteiligten, der Regierung, bet Industrie tmd der «Merkschasten wird dieses Werk gelingen. Ter Reichskanzler hat aber erfiärt, daß er es ablehne, diese« ganzen Komplex der wirtschaftlichen Fragen zu­sammen *« behandeln, daß die Kredithilse geleistet werden mtiiie «her daß die Regierung sich die Mittel dann selbst hslrn werde. So stehen sich zwei F ei n d e gegenüber, «bet nicht Hdei Weggenossen, die an demselben Strang ziehen müssen, wenn wir nicht im Zusammenbruch stecken bleiben wollen.

«eiche«, mtb wenn der Vorschlag der Industrie den einzige« Weg öffnet, d-r dann noch übrig bleibt so sttmß eben dieser zweite Weg gegangen werden. Ter Reichskanzler bat eine ziemlich scharfe Tonart gegen die Zndustrie angeschlagen, die vest einem gewissen llnt?*h der Drohung nicht frei toar. Wmn die Rcichs- ecgtrrung «nb die deutsche Industrie den nächsten Keg

*rhf

einer

Jltwt Konslikl misten ktüM wihMi Der bayerische Landtag gegen den NntersuchungsauS- schutz des Reichstags wegen Kontrolle der FeftungS- strafanstalten.

München, 23. Nov. Der Staatshaushalts- Kusschuß des bayrischen Landtages beschäftigte sich mit dem Beschluß des Untetsuchungsausschusses des Reichstages, eine Kontrolle der Festungsstrafanstalt Niederschönenfeld vorzunehmen. Der Vorsitzende Held' betonte, es handle sich um einen Konflikt zwischen der Auffassung des Reichstagsausschusses und der bei bayrischen Landtages. Er bedauere das Vorgehen deS Reichstagsausschnsses außerordentlich, umsomehr, da die Herren wissen mußten, daß die bayrische Volks­vertretung sich nicht ohne weiteres einen Eingriff in die bayrische Strafrechtspflege gefallen lassen würde.

Ministerpräsident Graf Lerchenfeld hob die grundsätzliche Bedeutung dieser Angelegenheit hervor, die ihr iveit über die Grenze Bayerns hinaus zukomn«. Er erstatte in Feststellung des Tatbestandes, daß der Beschluß des Untersiichungsausschusses, eine Besich­tigung der Anstalt Niederschönenfeld vorzunehmen, in Abwesenheit und ohne Stellungnahme der Reichs­regierung gesoßt worden sei und zwar mit Stimmen­mehrheit. Dem bayrischen Gesandten gegenüber habe der Reichsiustizminister erfiärt, daß er durch diesen Beschluß überrascht worden sei, und gleichzeitig hohe er die politischen Bedenken hervorgehoben. In Vollzug deS Beschlusses werde nun das Reichsjustizo Ministerium an die bayerische Regierung herantreten; bis dahin müsse sich die bayrische Regierung ihr« Stellungnahme Vorbehalten. Sollte in dieser Richtung eilte Einigung über etwaige Meinungsverschiedenheiten zwischen der bayrischen Regierung und der Reichs- regieMng nicht zu erzielen fein, so hätte der Staats- gericht shof zu entscheiden. So lange hätte auf alle Fälle jede Untersuchungstätigkeit des Unter­suchungsausschusses in Bayern zu unterbleiben. ! In politischer Beziehung, so erklärte der Minister- Präsident, müsse der Beschluß mit Recht von neuem eine tiefe Beunruhigung in Bayern Hervorrusen und' zwar umsomehr, al5 die Besorgnis nicht von der Hand zu weisen sei, daß er den gegenwärtigen Wühl«; ceicn linksradikaler Elemente im ganzeik Reiche Vorschub leisten werde. Er habe daher auch! schon tun Tage vor dem Beschluß des UntersuchnngZ« ausichusses die bayrische Gesandtschaft in Berlin vor­sorglich gebeten, sowohl den Reichskanzler wie dell Reichsjustizminister im Auftrage der bayrischen Re­gierung vor einer Ausdehnung der Tätigkeit deS Unter­suchungsausschusses auf Bayern dringend zuwarneu.

Am Schluß erklärte der Vorsitzende Held, dir Mehrheit stehe auf dem Standpunkte, daß sich bec Landtag in seinen Recksicn auf das schwerste gefährdet sehe. Was die Rechtslage angehe, so sei die über­wiegende Mehrheit der Meinung, daß der Beschluß! des ReichstagSmisschusfes in der Weimarer Verfassung keine Grundlage habe.

e * . 1

Daß die Einsetzung eines ReichskagsnnlerfuchungZ- ausschusses einen Uebergriff in die Justizhoheit der Länder bedeutet, wird sicher dadurch nicht ans der Welt geschafft, daß sich die preußische Justizverwaltung gefügt und dem Untersuchungsausschuß den Zutritt zu dem Gefängnis von Lichtenb>irg bei Torgau ge­stattet hat. DaS hat freilich iufofern fein Gutes gebakt, als selbst dieser Untrrsuchnngsansschns; ein* , stimmig, mit Einschluß der kommunistischen und unab­hängigen Vertreter, die ganze Hohlheit der Beschul» biguegen sestgestcllt hat, die von den Kommunisten vorgebracht worden sind. In Bayern aber hat man so sch'echte Erfahrungen hinter sich, daß man keine Reizung hat, kommunistischen und unabhängigen Hetzern die Gelegenheit zu verschaffen, 'mit den in bayerischen Gefängnissen sitzenden Verbrechern, wie Mühsam, Toller und 93abirr, in Fühlung zu treten. Die Aussicht über die bayerischen Gefängnisse steht allein und ausschließlich der bayerischen Negie­rung zu, und sie ist voilstäudig in ihrem Recht, wenn sie dem Rcichstagsausschuß und dem Reichsjustiz­minister die Befugnis abspricht, die Zustände in bayerischen Gesüngnissen zu untersuchen.

Abflauen deS Hungerstreiks. Wie die Blätter mel­den, verweigern in Hichtenburg die Nahruiigsaiik- nayme nur noch 4, in Fort Zinna bei Torgau 2, in Torgau lewst 8 (gefangene. Es befinden sich nur noch 14 Gefangene von den urfprüngiuy 128 tm Hunger­streik. Lebensgefahr ist bei keinem vorhanden. I« Ylcugarb ist der Hungerstreik ganz aufgeeefcett worden.

ohne daß damit irgend eine Kundgebung der Kommunisten erfolgt.

An den Schluß der Ausfvrache Über die Grundbe« stimmnngen knüvfeu sich heftige Auseinandersetzungen zwischen f;-;.;muniilifd)en und deutschnationalen sowie fozialdemokratlschen und unabhängigen Abgeordneten in Form von perfönlichen Bemerkungen.

Die namentlichen Abstimmungen über die verschiedenen Paragraphen ergeben in allen zwölf Fällen die Annahme.

' MS Präsident Leinert später mitteilt, daß noch weitere Anträge auf namentliche Abstimmung nicht ge­nügend unterstützt seien, wird ihm vom Abg. Katz (K.) iugerusen:

Eie sind ein Schuft!"

An diesen Zuruf knüpfen sich erregte AuSeknandersihuiu gen zwischen RechtSsozialisten und Kommunisten. Präfi- fcent Leinert erklärt schließlich unter lebhafter Zu- stimmung deS Hauses, er könne sich mit Katz in keine Diskussion einlassen.

Ein Antrag der Kommunisten auf Vertagung wird abgclehnt. Im Laufe der weiteren Aussprache ruft während einer Rede des Abg. Schulz-Neukölln (K.) der Abg. Nippel IDeutschn.) dem Abg. Pieck, der zur Rechten hinüber gegangen war. ru:Herr Piecki'Sie haben hier etwas verloren!" Und zum Präsidenten gewandt: Stinkbomben hat er abgeworfen!" Ein Saal­diener wird hereingerusen, um eine nicht losgegangene Stinkbombe binauszutraaen.

Abg. Schulz-Neukölln belegt im Verlause seiner Rede die Rechtssozialisten mit Ausdrücken wie:Idioten" undArbeiterverräter". Als die viertelstündige Rede­zeit von Schulz abgelaufen ist, fügt er sich der Wortent- riehiing des Präsidenten nicht und redet trotz stürmischer ''rrttstrufe der Mehrheit weiter. Während der Präsiden! Abst''mmni'gen vornimmt, setzt er unbeirrt seine Rede fort. Als Präsident Leinert schließlich eine namentlich» Ab­stimmung vornehmen läßt, verläßt Abg. Schul; -Neu­kölln unter dem Gelächter her Mehrheit die Rednertribüne.

Nach einer weiteren Rede bei Abg. Dr. Mever- .Ostpreußen (Komm.) wird von den mll Trillerpfei­fen und Hausschlüsseln ausgerüsteten komm»- mstischm Abgeordneten gellend »evfllfen.

Präsident Leinert ignoriert den Lärm und fetzt htc Abstimmung fort. Seine Feststellung der Ab­lehnung der kommunistischen Anträge wird von der Mehrheit mit lautem Beifall begrüßt.

Während einer neuen mime« Hieben Abstimmung gibt fi eine neue, wiederum mit heftigen Schimpsworten gewürzte' Auseinandersetzung zwilchen Kommunisten und Rcchtssojialisten. Die Pscisverfi-che einzelner Kommu- msten werden mit heiterem Beifall oder höhnischer Kritik lufgenommen.

Unter stürmischem Protest bet übrigen Abgeordneten ^banptete Abg. Katz (Komm.), daß etiqetne Abgeord­nete ihre AbstimmnngSkarten durch andere Abgeordnete in die Urnen werfen ließen.

Um Mitternacht find etwa 3# von den 100 beantragten namentlichen Abstimmungen durch Ablehnung der kom­munistischen Anträge erledigt.

Die Sitzung hat bis heute fri| */»6 Uhr gedauert. Die Obstruktion der Kommunisten gegen die Weiterberatung der GeschättsordnungSauSsprache wurde mit 64 nament- llchen Abstimmungen niedergekämpft. Schließlich mürbe die neue Geschäftsordnung unter großem Lärm der Kommunisten angenommen. Ein Kommunisten ritt trag, daS Rauchen zu gestatten, wurde abgelehnt. Trotzdem wurde entgegen dem Anspruch deS Präsidenten »on männlichen und weiblichen Kommunisten mit Rau­chen begonnen. Nach stürmisch« GeschästsordnungrauS. spräche wurde die nächste Sitzung auf heute Nachmittag 3 Uhr festgesetzt.

n o m m e h rosreex. ,

Abg. Kilian (Komm.) brantragt hieraus d'.e Be­ratung brr GeschästSordnnug abzubrechen und statt dessen kommunistische Anträge auf Amnestie der politischen Gefangenen $a beraten. 2» Antes, wird durch den

Kakao aushsren toxxAt. (5ix deutscher Arbeiler würde nach bcir neue» Zollsätze» zwei Tag: arbeiten müssen, um ein Pfund Kaffee laufen zu können, während ein eugllschcr Srb.iter cajüe nur r.ire «tunür Arbtir gebrauche. Auch die Vertreter dK Zentrums, der 'Sozialdemokratie, der Unabhäug'gen und der Teulschnation alen lehnten eine weitere Erhöhung der Zollfiche auf Kaffee ab. Ein Abgeyrdns^er der Deut-

re !chast laus i>iu - Obsth^ geeignet

Karbu;« t. »tS

i si'la-rnnoen. Er gibt zwar die bisherige ErsüllunaS- weÄ'ode nicht ganz preis, sondern sucht sie mit der

I Srfxtxvhmg zu retten, sie habe aiK englischer Seite die : Erkenntnis der weltwirtschaftlichen s^otoen des Ultima« tum5" weitgehend vertieft. Aber abgesehen von diesem schr schwachen Rettungsversuch erklärt Tr. Wirth doch . Wit aller Brstimmiheit, daß für den Betrag, der im

Faiu.'or und Februar fälligen EntschädigungSkeistungen &r;e Kredite nicht wieder in Anspruch genomm it werde» Sunreu, da ein solches Verchbren zum uölliaen Ruin der deutschen Währung führen müsse. N un all»

Segitting md fitehitühion.

** Berlin, 23. Nov. Ter Reichskanzler bat Mern im Steueransschuß des Reichstages über die eng Miteinander verknüpften politischen und finanziellen Tagesfragen Rede und Antwort gestanden. Der langen N«de kurzer Sinn ist folgender: Tie Regierung kann «ls dem bisherigen Wege der Erfüllung keinen Schritt Miter, und wenn sie überhaupt den Berg der närhstrn tzntfchädigungsleistungen im Januar und Februar über­winden will.-so muß sie sich dabei auf die Wartschafts stäfte der deutschen Industrie stützen. Anders geht es nicht. Dr. Wirth hat selbst die bisherige Ersüllunas- »etbode mit einem vernichtenden Urteil ab­getan. Tie Leistung der ersten Goldmiltiarde. die trügerische Darstellungen als eine deutsche Kraftleistung zu rühmen versuchten,^ ist nut mit Hilfe kurzfristiger Kredite «tilgtid) gewesen. Darüber hat Dr Wirth, wie er selbst f«et, zum ersten Maleganz offen gesprochen". And ec hat hinzugesügt, man kenne ia nun die Wirkung solcher kurzfristigen Kredite zur G-nüge. Das abgrund­tiefe Versinken des deutschen Geldwertes hat allerdings auch den wirtschattlich Blinden die Au-en darüber geöffnet. Wirkschattlich Einsichtige haben die Wirkung 'voraus- gewußt Hwb voranSgesagt. Der deutsche Reichs­kanzler, der bis vor kurzem auch des Deutsch:n Reiches Mnanzminister gewesen ist, zieht wenigstens jetzt vie

stsö sieg» iaureJJ ib aller i- iRipeg* -

läeohrsM

Me Beratungen im SieuerauSfchust.

Berlin, 23. Nov. Im Reichstagsausschuß für 6ie-iu<rfr«<en wandte sich Dr. H e l f s e r i ch gegen dir Ausführungen des Reichskanzlers in der letzten Sitzmng. Die Unerfüllbarkeit des Ultimatums am 15. Januar, wenn nicht eine besondere Aktion bis dahin Hilfe bringe, habe der Reichskanzler ja selber zn- fterjeveit. Alle Angriffe auf das Privatvermögen seien ssehr bedenklich, er erhoffe eine allmähliche Sanierung ie- deutsche« Finanzen., Die Mark haste ausgehört siii. fester Wertmeffer zu sein. Jede Erfassung der iSachmerte sei ein Eingriff in die Substanz. Die Um« Wandlung beS Privateigentums in Neichseigentum müßten die Deutfchnationaleu ablehnen. Mit jincr Besteuerung in erträglichem Maße fei man einver­standen. Eine Besteuerung der Betriebsvermögen dürfe nicht siattfinden. Für die Landwirtschaft fei hur der Ertragswert gerecht, für die Industrie der Gemein- Wert. Auf jeden Fall seien diktatorische Befugnisse des Reichssinanzministers für die Bewertnngsgruud- scche für ein ernsthaftes Parlament vollständig unge­rechtfertigt. Zum Schlusfr seiner Rede verlangie Helsferich für die Besitzer von Kriegsanleihe und von solchen Werten, die tun 90 bis 95°/o entwertet sind, keine weitere Belastung durch Vermögenssteuern.

Im tvetteren Verlause der Aussprache stellte bec Abg. Deermann den Antrag, bei Rohkaffee, Tee, tstohkakac und Kakaopulver die bisherigen Zollsätze diederherzrtstellen. Durch neue Erhöhung der Zoll­sätze würden keine weiteren Geldgewinne mehr ge­macht n^rbe«, da die Einfuhr von Tee, Lassee und

®e#u, »olriij

- br-n». fcSg ts- 81 ilung «au n, «hre.

, Sltbeik 'aushoiL tfeftunS »richt , t «ini! halt J 'achrim « Adrq .

on 4 - V.!. s» r

> i I

C \ |

In l L kf

J

t

5 " I>?tz

Ärmliches Verkündigungsblatt des Kreises Marbmg

Anzeiger für (das früher kurhefsifche) Öberheffen

Sie üenleriing Her @ef$öftsorbnvng iMWir.

Sttnwompe«, Rlehpnkver, Trillerpfelfe« und Hausschlüssel.

7 3. Sitzung »em 23. Aovembe».

Der Antrag des Ad-. Katz (Komm.), die Weiter­beratung der Geschäftsordnung von der TaaeSvrbnung abzufetzen und dafür ba8 für Berlin erlassene Verbot, die Versammlungen unter freiem Simmel zu beschränken, zu besprechen, wird abgelehnt: die Beratun- »er Ge- schäftsorbnuns wird fortgesetzt.

Präsident Leinert m«cht Mitteilung, daß. die namentlichen AbstimmunLen sämtlich um 5 Uhr nach­mittags ftafffinbeu sollen. (Lärm bei den Kommunisten, RufeGemeinheit, Schnstigkeit".) .-Ter Vorschlag des Aeltcstenrates wir» gegen die Stimmen c-er Unabhängigen und Kommunist-n angenammen.

Die einzelnen Sjaragrahbtn des Abschnitte-Vorstand" werden nach den AuSschu^anträge« «ngenornmen, bis auf den §9 (Befugnisse des V-äsitzeuten).

Den Abschnitt6 (Ausschitstc), der die Paragraphen 1317 umfaßt, begründet Abg. Dr. Meyer (Komm.), wonach jeder Parlamenteriffbeu Gruppe eine Vertretung tm Mtestenrate zustehe» soll.

Die übrigen kommunistischen Anträge $n diesem Ab­schnitt ioechen «brr.l'bnt

Abschnitt 6* (Wahl des Ministerpräsidenten) wird angenommen. Abschnitt 7 (S$ 2123) regelt die Be­handlung der Varlszen. Abz. k»erlein (Komm.) begründet dazu verschiedene Aendcrungsanträge; die immentlicheu Atzstimnurngen über die meisten Anträge «erben zurückgestellt.

Zum Abschnitts (Ansra-en) begründet Abg. Gar-' uich (D. Bpt.) einen Antrag, wonach die Anfragen in der Regel schriftlich tzeanlwortet werden sollen. Tie namentliche Abstimmnn» über diesen Antrag wird rurückaesteilt.

Zum Abschnitt 11 (Tihnns'n »es Landtages) begründet Abg. Grzesinski (S»z.) einen Antrag, wonach der auSattmefene Abgeordnete zunächst ein Berufungsrecht an den Aeltestrnrat halten soll. Hierbei eah'bt sich bei den Kommunisten großer Lärm. Abtz. Pieck (Komm.) ruft: DaS ist kein anständiges Parlament, da? sind BolkSbe- trägrt." Wieder halt wird an» den Reihen der Kom­munisten mit fixer Trillerpfeife gepfiffen: von anderen Eozialisten loirtz gerufen:Rosi Wolfstein pfeift auf dem letzten Loch." AIS Abg Grzefinski die Nod.uendigb.it des AnSweifunKSrechleS mit kommüiüstilchen Beschimpfungen des Prsfidenten begründet, steigert sich der Liirm.

Abg. Seschke -Lamm.): Tiefer Schuft ist der Vater '«* Hausknechtparagraplreu: ..Aller Kulisienschiebcr, Ihr serd ja meschugge" und öhnl'He Rufe schwirren durch teil Saal.

Aba. K« h (Kamm.) richtet heftige Angriffe aeaen hie Rechtslozialisten und wendet sich besonders schar! argen Präsident Leinart. Immer bäusieer werden tue AuskühnrmxN des Redners durch, krällig-s Riehen der Abgeordneten und der TribÜurntzefucher unterbrochen.. Es nxri behauptet, daß Nießpulver gestreut worden sei.

Nach <*r Rede des Ast«. Katz h*rb die Beratung der Gefchäsksardunnr sntertzrachen durch den Bericht des UntersuchungsaurschnfseS über die Ursache» od

Lichtentzur,«r Hnnaerstreiks.

Abg. Back (Unabh.) berichte!, am Hungerstreik seien jetzt nur noch 4 Gefangene bet-iligt, o'e nach Magdeburg transvartiert worben sind. Die Gesir»»enen hätten sich nicht über die Geränrnis»«w«ttNn.g beschwert, sondern über die Schniwbeamteir, fcit ihre Visnevisse Überschritten und auch Mißhandlunsen befugen hätten. Tie ®e- fäuznisderwattnng habe diesen» Treib-n i»*r Schupobeam- ten schon ein Eiche gern«AL Ueber Kleidung, Unter- bringuna nutz Veschäsiigang wild keine Klage geführt. Tie Unzufriedenheit der Leute gründet sich daranf, daß die StrafauSsetzunosgesuche nicht mst gtuügeube« schleumgunz geprüft werden.

ES folgeu die zu r.lckge stellt en

nameetlichen Äbstjmnruuüen

zur Geschästsoronsng.

AlS ErgeLmS der ersten namen,llichen Abst-mmrna teilt Präsident 'S e inert mit, datz der § 8 mit 279 Stim­men angenommen ist. Die G'gner haben sich an de- Atzstinrrnun« nicht »ekiiiet ist inzwischen in namentliche: TöstmrmttttB mit 273 Stimmen anne-

Berechnuag. Spät «inlautend« ober den Raum über */, Seite einnebmenbe An- Xam Ql WAHiHili«« zeigen sind wir berechtigt, nach der lertipaltenbreite zu setzen und ,u berechnen. l)Dnntt5lßU, VcR 24. VlOOtölDn Sogen. Reklamen berechnen mit die Zeile mit 4 Mk. Jeder Rabatt gilt al» Larrabatt. Bet Auskunft durch die Eeichäftsftelle und Vermittlung bet finge- meoeinog. bote 75 Pfg. Sondergebübr.

, SUgieÄ mig g0 ir Lai!> , st-h-t Eeipan» .

gespree» nfch. « f Hirsch- erg 15.

>. (71«

er

j dir Regierung selbst erklärt, die l-isheriae Erfüllittigs- Methode flltzre znm Ruin und mS^e deshalb e-usatgehen