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Marburg

1921

Nebelung.

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immer roerben 61 Gefangene in Avignon sestgehrl- ten; sieben davon verlassen es nach Ablauf der Strafzeit am 24. November.

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Der Buhtag wurde tn Thüringen vielfach trop der Aushebung des Tages aiS Feiertag g-scieri. Die Sladtperwaltung Gotha und sämtliche scädtischcu Be­hörden feierten. In sämtlichen industriellen Betrie­ben herrschte Arbeitsruhe. Der Unterricht fiel wegen Beurlaubung per meisten Schüler <« alle« Schulen auS,

Washington. 15. Nov. Aus einer Konfe­renz der Vorsitzenden der Abordnungen der fünf Großmächte wurde befchlosien, daß die Frage cdr Nüstungseinschränknng von einem Ausschuß er* örtert werden solle, der sich aus den Hauptbetegier* ten der fünf Großmächte zusammensetzt- Die Ver­weisung der wichtigen Fragen der Konferenz an besondere Ausschüße bezweckt die Erörterung dieser' Fragen hinter geschloßenen Türen, statt auf den öffentlichen Sitzungen der Konferenz.

Daver der Konferenz 2 Monate?

London, 15. Nov.Daily Telegraph" berich­tet. in Amerika erwarte man, daß die Beratungen der Washingtoner Konferenz mindestens zwei Mo­nate dauern würden.

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8.

Besuch der Gefangenen in Avignon.

B e r l i n, 15. Nov. Pastor Hoerstel aus Mor- tzenitz auf Usedom und Profeßor Paffrath aus Pa­derborn, denen die französische Regierung schon wie­derholt erlaubt hat, die deutschen Kriegsgefangenen in Avignon und Cuers aufzusuchen, haben diese vom 31. Oktober bis 4. November wiederum besucht. Die Gefangenen, denen es gesundheitlich gut geht, die aber alle sehnsüchtig des Tages der Befreiung harren, nahmen die Grüße der Heimat und deren Ilcberbrii'.gsr mit lebhafter Freude auf. Am 31. Oktober wurde von einer Abordnung der Eefange- icp. an den Gräbern der in Avignon bestatteten deutschen Kameraden unter Beteiligung der beiden Ceistlichen feierlich ein Kranz niedergelegt. Noch

Der Bo.rsitzcnde in den deutsch-polnische« Verhandlunze«.

Paris, 16. Nov. Nach einerMatin"-Mel- dung aus Genf hat der Völkerbundsrat den ehe­maligen Präsidenten des Bundesrates Talon- der zum Vorsitzenden der Wirtschaftskonferenz für Oberschlesien ernannt.

kommen.

Hughes antwortete, er sei sicher, daß ein Ab­kommen zur Einschränkung der Rüstungen, durch das ein Offensivkrieg zur See unmöglich gemacht werde, auf der Konferenz entstehen werde.

Hughes wurde ermächtigt, das Datum der näch­sten Sitzung der Konferenz festzusetzen.

Verminderung der Interalliierten Kommission?

Paris, 15. Nov. ImExzelsior" erklärt ein französischer General, der aus Beilin zurückgekehrt ist. die Interalliierte Kommission in Berlin werde in Kürze erheblich vermindert.

rustung zu Lande aufgerollt werde, wenn man die Oeffentlichkeit von der Haltung Frank­reichs unterrichtet haben werde, sei er sicher, daß sie in gerechtem Sinne anerkennen werde, daß Frank­reich seine ihm gerade genügende Armee ohne Hintergedanken behält. Diese Stunde werd?

War«« Frankreich 657 000 Man« haben muß.

Pari», 15. Nov. Der Sonderberichterstatter desJnttanfigeant" ht Washington will wißen, daß die Einbringung eine« Vorschlages für die Ab­rüstung zu Lande entweder von englischer oder von italienischer Seite unmittelbar bevorftehe. Im Laufe der bevorstehenden Erörterungen werde vielleicht Polen wegen seiner 300 000 Mann star­ken Armee Schikanen ausgesetzt sein. Italien mit seinen 280 000 Mann werde vielleicht mit Rück* icht auf seine Beoölkerungsziffer eine Einschrän­kung vornehmen müßen. Was Frankreich anlang?, io werde es vor der Konferenz den Beweis dafür Ähren, daß Rußland heute 1600 000 Mann mit 500 000 Bajonetten und starker Kavallerie unter den Waffen habe und morgen 12 Millionen Men­schen mobilmachen könne. Die französische Abord­nung werde ferner auseinandersetzen, daß Deutchland einen Grundstock von 250 000 Mann besitze und ohne weiteres sieben Millionen Soldaten mitsamt den nötigen Gewehren, Ma­schinengewehren und Flugzeugen aufbringen könne. Die französische Abordnung werde auch darlegen, daß England mit den Dominions ein Heer von 700 000 Mann habe. Es müße also Frankreich mit seinen Kolonien gestattet sein, 657 000 Mann (was nach dem Berichterstatter die französische Heeres- stärke Ende 1921 sein wird) zu unterhalten. Wirk­same Garantieen vorausgesetzt, so werde die fran­zösische Abordnung sagen, werde Frankreich gern seine Armee noch mehr einschränken.

Franzäfisch-italientsches Ei uverständnis?

Washington, 15. Nov. Briand und Schanzer sind über eingekommen, daß Frankreich und Italien bei Fragen, die sich anS der Konferenz ergeben, gemein-- smn bandeln werben.

China -erlangt völlige Unabhängigkeit.

London, 15. Nov. Aus Washington wird ge­meldet: Nach einer Erklärung des chinesischen Dtte- gierten Wellington Koo wird die chinesische Abordnung auf Vorschläge für eine Regelung bet Probleme des fernen Osten? unterbreiten, die auf folgenden allge­meinen Grundsätzen fußen: Von der Rehabilitierung Ellinas hängt der Friede des Fernen Ostens ab. China muß in die Lage versetzt werden, seine eigene wirtschaft* llche Wiederherstellung durch bte Entwicklung der natürlichen Hilfsquellen des Landes zu bewirken. Die territoriale Integrität Chinas muß gewährleistet wer­den, und weitere Eingriffe durch ausländische Kon* jessionen müssen crufhören. China muß absolute poli­tische Nu ab hängig keit haben und muß von jeder Einmischung von außen verschont bleiben.

Die Hauptoerhandlungen in den Ausschüssen.

Paris. 15. Nov. Nach dem Haoas-Sonderbe- richterstatter in Washington werde die Konferenz i ebenso wie ein Parlament tagen. Sie werde öffent- ! liche Sitzungen ab halten, aber die Arbeit werde in . Tusschußberntungen vorbereitet. >

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Die Eisenbahnfrage.

Berlin, 16. Nov. Wie die Telegraphen- llnion erfährt, haben zwischen Industrie und Land­wirtschaft am Montag Verhandlungen über die kntstaatllchung der Eisenbahnen stattgefunden, die 6nbe der Woche fortgesetzt werden. Zn maßgeben­den Streifen der Industrie ist ein abschließender Plan über die Form der Ueberführung der Eisen-1 Hahnen in den Privatbesitz noch nicht ausgearbeitet. Die Industrie beabsichtigt, an die Lösung dieses Problems nur in Gemeinschaft mit den Vertretern -er Eisenbahnbehörden und des gesamten Perso­nals heranzutreten. Unter allen Umständen soll die Einheit der Verwaltung der Eisenbahnen ge­wahrt bleiben. Dies schließt die Einrichtung einer Peihe von Eeneraldirektionen nicht aus. Auch die Tarifeinheit soll nicht angetastet werden. Die In­dustrie vertritt mit allem Nachdruck den Stand­punkt, daß wir erst nach Ordnung unserer eigenen Finanzen für unser Gegner ein verhand- Kmgsfähiger Partner sein können. Solange bei­spielsweise das Eisenbähndefizit allein den Bettag bet Einkommensteuer verschlinge, sei jeden- sirlls hieran nicht zu denken.

Berlin, 17. Nov. Gestern Abend sand im Zirkus Lisch eine vom Deutschen Eisenbahnerverb and ver­unstaltete Protestversammlung statt gegen den Plan ' einer Umwandlung der Reichseisenbahnen in einen privatwittschaftlichen Betrieb. Es wurde eine Ent- Wießung angenommen, in der gegen die verlangt» Auslieferung der deutschen Eisenbahnen an die Privat­industrie protestiert und erklärt wird, daß die Ver­sammelten entschlossen seien, bei eventueller Durch- sthnmg dieses Planes des Reichsverbandes der deutschen Industrie sofort mit dem Allgemeinausstand zu antwotten. Die Entschließung fordert weiter die Erfassung der Gold- und Sachwette.

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Die iweile Sitzm ii Minot».

Sine R«de Balfours.

Paris, 16. Nov. Zn der Morgenfitzung vom ' Dienstag kam auf der Washingtoner Bbrüstungs- konserenz der Führet der englischen Abordnung Balfour, zu Wort. Er führte u. a. aus, die Vorschläge Hughes, bedeuteten ein großes histori­sches Ereignis, und der 12. November werde von nun ab ein Jahrestag sein, der in Verbindung mit der Bewegung zum Wiederaufbau der Welt ge­feiert werden müße. Die vorgeschlagene Basis hin­sichtlich der Abrüstung im Panzerschiffbau sei an­nehmbar. Darüber hinaus könne nach Ansicht Balfours auch die Zahl bet -Unterseeboote noch sehr gut vermindert werden. Als Balfour zum Schluß die vollkommene Mitarbeit Großbri­tanniens an dem amerikanischen Plan versprach, erhob sich die Versammlung und brachte ihm eine minutenlange Kundgebung dar.

Der Standpunkt Japans.

Washington, 16. Nov. Admiral Kato sagte in seiner Rede:Japan würdigt In hohem Maße den amerikanischen Plan und ist überzeugt, daß er den Nationen unsinnige Ausgaben ersparen und den Weltfrieden sichern wird. Japan, das d:e hohen Absichten, die Hughes leiteten, zu schützen weiß, nimmt den Vorschlag im Prinzip mit Freu­den an und ist bereit, entschloßen zu einer radikalen Herabsetzung der Seerüsiung zu schreiten. Natür­lich wird man die Bedürfnisse der besonderen terri­torialen Lage Japans in Rechnung ziehen müssen. Jnfolgedeßen ist eine genaue Prüfung des arnerika-

I nifchen Planes notwendig." Kato schloß:Japan I jidtte niemals die Absicht, Seestreitkräfte zu besitzen.

die denen der Bereinigten Staaten ober Englands gleichkommen. Es hatte niemals die Vorbereitung eines Offensivkrieges im Auge."

WieDaily News" aus Tokio berichtet, wird von japanischen Marinekreisen in dem BlatteNist) Nish Shimbin" dargelegt, daß die Vorschläge des Staatssekretärs Hughes vollkommen unfair feien und nur den amerikanischen Ansprüchen gerecht würden. Japan tonne diesem lächerlichen Vor­gehen nicht beistimmen.

P a r i s , 15. Nov.New York Herald" meldet aus Washington: In den japanischen Gegenvor-

I schlügen wird die Beschränkung der japanischen Flotte auf 10 Großkampsschiffe, wie von Hughes vorgeschlagen, angenommen, aber verlangt «erden, daß die englische Flotte weniger als 22 und die der j Vereinigten Staaten weniger als 18 dieser Schiffe umfaße.

Briand über die Rüstungen ju Lande.

Briand erklärter Die zur Verhandlung stehenden Fragen interessieren vor allem die gro­ßen Seemächte. Ich nahm mit Freude von der Zu- 1 stimmung Großbritanniens Kenntnis. Frankreich

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ffiiiilM in Berlin.

Set (in, 16. Nov. Gestern nachmittag 4 Uhr fon» unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten ein Ninisterrat statt, der sich mit der Frage der Ent- ßhädigung und der politischen Lage befaßte.

Die deutsche Rete in Sachen der Deutschen Werke ist sowohl dem Vorsitzenden bet Interalliierten MilMr* !dntrollkornrnission als auch der Botschaftetkoaferenz überreicht worden. ES wird dann ausgefühtt:

Die ehemaligen Werkstätten des Heeres und Marine änd schon bald nach dem Ausbruch der Revolution einet völligen Umgestaltung unterzogen worden. Die anfänglich planlose Führung der BttritLe wurde einer llentralleitung übertragen, der es gelang geordnete Verhältnisse in den Werken zu schassen und diese ohnr Verzug auf friedenswittschastliche Arbeiten umzustellen. . AuS verschiedenen Gründen würbe hierfür die Form des privatwittschaftlichen Unternchniens gewählt. Di, Umgestaltung der Werke in diesen: Sinne war bereit! erfolgt, als die FttedensbÄingungen bekannt wurdrn. Um völlige Gewißheit darüber zu haben, daß nicht ettoa zu einer Schließung geschritten und damit- die Existenz vieler Tausender von Arbeitern vernichtet werden mußte, wurde der Antrag an die Botschafter* konketenz gettchtet, sie möge sich mit dem Fortbestehen der Werke einverstanden erklären. Die Botschafter* konierenz hatte diesem Anttag durchs ihre Note vom 10. Februar 1920 statigegeben, und ihr Einverständnis an die alleinige Bedingung der Umstellung auf die Friedenswirtschaft geknüpft. Irgendwelche Fordetun* gen wegen des zu wählenden Fabtikattonsprogtamms hat sie nicht erhoben. Die von der Botschafterkons:* renz gestellte Bedingung ist in vollem Umfange er* füllt. Mit sehr großem Kostenaufwand wurde die dauernde Umstellung der Werke auf reine Friedens* arbeit durchgefühtt. Das FabrikationSprvgramm ist der Militärkontrollkommission niemals vorenthallen worden. Die Umstellung ist vielmehr unter ihrcik Augen, unter ihrer täglichen genauen Kontrolle vor sich gegangen. Sie ist auch bisher offenbar der Ansicht gewesen, daß der von der Botschafterionferenz gestellten Bedingung Genüge geschehen wäre; denn sie hat bis in die neueste Zeit in keinem Falle Widerspruch er* Loben. Die Erfüllung der jetzigen Forderungen würde die Schließung ganzer Betriebe zur Folge haben und damit nicht nur alle bisher geleistete Arbeit zunichte machen, sondern auch Tausende von Arbeitern inn ihre Existenz bringen. Die deutsch« Regierung ist sich bewußt, daß sie kein Verschulden trifft, ans dem sich dieser plötzliche Stellungswechsel crllären ließe. All« Forderungen auf Zerstörung, Umbau und Entfernung von Spezialmaschinen für die Herstellung von Kriegs* maatiat sind, so weitgehend sie auch waren, er­füllt worden, um dem Sr trieb ein für allemal den Charakter von Heeres gutsabrikru zu nehmen. Wette von vielen Mllionen sind so vernichtet worden. Jede Gefahr einer Wicderumstellung auf die Fabrikation von Kriegsgerät ist damit beseitigt. Die deutsche Regierung muß Einspruch erheben, weil die neuen Forderungen der Kommission nicht nur ungerechtfertigt, sondern auch geeignet sind, in ihren Auswirkungen schwerste Beunruhigung in weite Kreise des deutschen Volkes zu tragen und die Wiedergesundung deS beut* scben Wittschaftskörpers ernstlich zu beeinträchtigen.

Die deutsche Regierung bittet die verschiedenen Fov* derungen der Kontrollkommission zu rückzuziehen.

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Berlin, 15. Rov. Heute Vormittag mürbe in NenMln eine große Anzahl Lebensw.ittelgeschäste von Arbeitslosen geplündert, die plötzlich in Stärke von 150 bis 300 Männern und Frauen aus ver­schiedenen Straßen anstauchten. Die Menge drang in die Lebensmittelgeschäfte ein und raubte Butter, Margarine, Käse, Eier nsw. Die Geschäfte konnten wegen des überraschenden Auftteiens nicht rechtzeitig von der Polizei geschützt werden. Zahlreiche Neuköllner Geschäfte hoben infolge der Vorgänge geschlossen. Die Schutzpolizei Berlins entsandte sta^s Abteilungen nach Neukölln. Vx-

Tie Overheisijche Zeitlin ' erfcheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 8 Mk durch die Poft 6.15 Mk. Für ausfallende Nummer« infolge Streits ooet elementarer Ereiznifle kein Eriatz. - Vertag non Dr. L. k^tzeroth. - Druck der llnio.*Buchdruckerei von 3ol>. Lug. Marti 2123 - Ker«tz>rech«r 55, - B°tt* fchecktonts: Nr. 5015 Amt Frankfurt e. Main.

Waffennachsuche bei Dresden.

Weigerung.der Fabrikleituug und Arbeiterschaft.

Dresden. 15. Noo. Das Preßeamt des Po­lizeipräsidiums teilt mit: In einer Fabrik in der Nahe Dresdens (Heidenau) hat die Interalliierte Kommission in Dresden, die nach dem Friedensver­trag u. a. die Durchführung der Entwaffnung zu überwachen hat, Nachforschungen nach angeblich versteckt gehaltenem Material, das nach dem Frie­densvertrag auszuliefern bezw. zu vernichten ist, anstellen wollen. Dabei kam es zu Dif­ferenzen zwischen ihr und.der Fabrikleitung. Diese lehnte ab, als die Interalliierte Kommission zu wiederholten Malen' erschien, um Nachforschungen an den Stellen, wo Material verborgen sein sollte, anzustellen, der Kommission den Zutritt zu dem Grundstück zu gestatten, besonders weil die Oefsi nung der Blauer verlangt wurde, hinter bei der­artiges Marerial vermutet wurde. Da auch der Betriebsrat sich auf den Standpunkt »der Fabriklei» lung.stellte, niachten sich Verhandlungen nötig, um auf diesem Wege die Zuspitzung des Konfliktes und der damit verbundenen Weiterungen zu vermeiden.

Weiter teilt das Polizeipräsidium noch mit: Die Besichtigung verlief ohne Zwischenfall, führte aber im Hauptpunkt zu keinem Ergebnis. Das Set la*

Wie derLokalanz." hott, hat der Berliner Magi­strat neun Millionen Mark bereitgcstellt, die zur Aus. zahlnng der Erwerbslosen, Mmofenrinpsänger nno sonstige bltrch Arbeitslosigkeit in Not Geratene dienen sollen.

Neukölln, 16. Nov. Gestern Abend ereigneten sich erneute Ausschreitungen. Etwa 100 Personen, meist Arbeitslose, raubten in der Filiale brr Groß- Handelsgesellschaft, Siedlung Dammweg, Wurst- und Fleischwaren und andere Lebensmittel. Der Gesamt­schaven aus den Plünderungen beträgt etwa 50 000 Mk

N'dnMW d« fitiegsteiWte.

Berlin, 15. Nov. Heut« hat beim Retchspräsi- I ^on njej schwächer ist, als sie sein sollte. Mit er- - deuten unter dessen Vorsitz in Amoesenheit des Reichs- h^hener Stimme fügte Briand hinzu: Es gibt noch erbeitsministers und des Vertreters des Reichskanzlers g:n an^ete5 Problem. Wenn das Problem d:r Ao- rine Besprechung mit den Vertretern bet sieben Spitzen- . drgauisationen der Kriegsbeschäbigteu und Kriegs­hinterbliebenen stattgesiinden, wobei die Vertreter der

Organisationen die durch die Teuerung hervorgerusene wirtschaftliche Notlage der Kriegsopfer schilderten und s die Maßnahmen zu deren Abhilfe besprachen. Jin

Vorbergrnnde der Verhandlungen standen die Gr- währuna einer Winterbeihilfe, Erhöhung der Teue- : ttmgszulagen und grundsätzliche Stellungnahme^ zur

Forderung der Organisationen auf sofottige Reform des Reichsversorgungsgesetzes. Der Reichspräsibent «rb der Reichsarbeitsminister sagten die sofortige Be­ratung der notwendigen Maßnahmen zu. Bereits ent 21. und 22. November finden weitere Verhand- - Klugen unter persönlicher Leitung des Rcichsarbeits-

Ministers statt. j

Amtliches Vettündigungsblaü des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das ftüher kurheßifche) Oberhessen

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