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A-mliches VeMndigungsblait des Kreises Marbmg.

Mnzeiger für (das früher kurhessischej Oberhejsen

Marburg

1921

Jfr. 267

TieOdertzeifijche Zeitun erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 6 Mr., durch die Post 6.15 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streiks ooet elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag von Dr. L. Hitze rot tz. Druck der Univ.-Vuchdruckerei von Job. Aug. Koch, Markt 21 23 Fernsprecher 55, Post» Ickeckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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was die

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Groh- Tonn.il

der Länge ihrer Küsten am Atlantischen und Stillen Ozean und der Notlveudigkeit der Aufrechtrrhaltuiig der Monroelehre haben sie Grund zur Aufrecht- erhaltllng ihrer Motte in einer Stärk«, die der der größten Seemacht, nämlich Großbritannien, gleich ist.

4. Durch besonderen Vertrag erklären sich Groß- britannien, Japan und di« Bereinigten Staate» während einer bestimmten -feit bereit, keinerlei Motten- bau vorzunchmen. Während dieses Zeitrauntts bars kein Sckisf ans die 5Minge gelegt werden, es sei denn, cs handele sich um Schiffe veralteten Typs. Genaue Bestimmungen, wann ein Kriegsschiff al«

Die englische und amerikanische Flotte gleich stark.

Washington, 12. Nov. Nach Informationen von maßgebender Seite beabsichtigt die amerikanische Abordnung auf der Washingtoner Abrüstungskonferenj einen Plan für die Abrüstungen zur See zu unter­breiten, der sich auf folgende Grundlage stützt:

1. Großbritannien, Japan und Amerika kommen durch einen besonderen Vertrag über den Grundsatz der Beschränkung der Rüstungen zur See überein, wobei die. Bedingung der Sicherheit der drei Länder irt Betracht gezogen ist.

2. Die besondere Stellung Großbritanniens als Jnselmacht soll anerkannt werden in Uebereinstimmun, mit der vom Präsidenten Wilson im Jahre ISIS angenommenen Formel, welche besagt: Groß­britannien muß feine Seemacht aufrecht

Tie Besetzung deS RuhrgedietS eine Enttäuschun-.

Ports, 12. Nov. In der Kammer sagte der sozialistische Abaeordnele Anriol. die Besetzung de« WuDificbietä würde nur zu Eunäuschungen führe». Tic ivirtschastlichen ZwongSinasznaümen hätten iüH6t nur 110 Millionen Paviermark eingebracht, und um diese Summe zu erlangen, habe man Zollbeamte und die Favreslwsfc 1919 mobUisteren müssen. Rach der Ansicht des Abgeordneten gibt eS andere Mittel, um die Schulden Deutschlands einzubringen: WarenUess- rungen, Beschäftigung deutscher Arbeiter Mch ***, .nationale Kredite, '

Nkächte.

Hierauf verlangten die Mitgliedar der Kon­ferenz eine Rede Briands und riefen wicd:r- holt dessen Namen. Briand. der sehr überascht schien, hielt eine Ansprache aus dem Stegreif.

Aus dem besetzten Gebiet.

Bon einem französtschcn Soldaten erschossen.

Kirn, 11. Nov. Atu Dienstag wurde die öhe- srau Margarete Tilget von einem Soldaten des 5. tranzöslschenKUrasfierregimcnts. das gegenwärtig hier feilte Hebungen abbält, erschossen. -Die Orisvolizel und französische Gendarmerie verleitete bett Täter in feinem Quartier. Tie trnncibetc uinterfäfit drei Kin­der unter drei Aal,reu. Der Ghemann befindet sich am 3tbeitt in Arbeit. Der französifche Oberst des Regi­ments soll den Hinterbliebenen 1000 .ft gespendet und strenge Bestrafung des Taters in Aussicht gestellt haben.

TrauzSstslüer Sprachunterricht tu der Pfalz

Homburg, 12. Nov. Der französische Sprach­unterricht soll, wie verlautet, in der Pfalz vom nächsten Mai Leim 5. Lollsfchuljuhr eingesührr werden.

des internationalen Uebereinlei rechnet. Die Bereinigten Staat:,', aa.e. fjciten erster Klasse 500 650 Tonicen, britannien 604 450 und Japan 299 700

veraltet anzusehen ist, sind sestzuseken.

5. Die gegenwärtig von Len Vereinigten Staaten gebauten sechs Srhl achtkrenzer werden vollendet und als zur augenbliÄich bestehenden Flott« Amerikas gelsörig betrachtet, das keine Schisse dieser Klasse besitzt, wöbt end Japan und Großbritannien, tote jede moderne Macht, bereits über einige Schisst diestr Art ver- sii g-n.

G. Japan und die Vereinigten Staaten verpflichten sich, ihre Gebiete an der Küste des Stillen Ozean» nitstt zu befestigen. Zwecks unverzüglicher 53er- Minderung der Ausgaben für die Flott« werden alle veralteten Sehtffe außer Dienst gestellt.

7 Ek werden Bürgsckmsteu gegel-ra, datz keine Macht Handefsschjffr bewaffnet.

Die Aufnahme der Vorschläge.

Paris, 13. Nov. Der Sonderberichterstatter desJntransigeant" berichtet aus Washington, die englische Abordnung habe vernehmen lassen, daß sie grundsätzlich bereit fei, den Vorschlag Hughes' an» zunehmen. Wenn dem so wäre ,bet litt werde man am Dienstag die Bedingungen erfahren, die Eng­land und Japan an die Annahme knüpften. Der Berichterstatter desJntransigeant" fügt hinzu, daß das amerikanische Programm unmöglich ausge. führt werden könne.

Wie derTemps" uiitteilt, find gestern auch die japanischen Sachverständigen in Washington zusam» mengetreten, um unverzüglich der Konferenz einen Vorschlag machen zu können. Dieser Vorschlag soll eine positive Kritik enthalten, nämlich die Besei­tig u n g der amerikcmifchen befestigten Stützpunkte im Stillen Ozean und auf den Philippinen.

Wie Havas aus Wafhington meldet, foll Admi­ral Kato den Secabrüftungsplan von Hughes als sehr weitgehend, aber als einen Vorschlag bezeich­net haben, der würdig fei, in Betracht gezogen zu werden.

opfern.

Am Schlüsse seiner Rede sagte Hughes, Seerüstungen Italiens und Frankreichs anbelange, so lägen dort infolge des letzten Krieges befondere Verhältnisse vor. Die Ver­einigten Staaten schlügen daher vor, diesen Gegen­stand später ruf der Konferenz zu erörtern.

Nack der Rede von Hughes wurde ein A b - rüstungsausschutz aus ten Führern der Ab­geordneten der fünf Großmächte gebildet: zu diej.'r treten als Beigeordnete für die Fragen des Stillen Ozeans je ein Abgeordneter der vier anderen

Dir Schhr hts deutschen Mnrmenbmches.

London, 13. Nov. Die .Sundav Times' schreibt: Die Ankunft des EntschädigungsausschufseS In Berlin hat sroäes Jnrerefse erregt, und die Aussprache zwi­schen dem Reichskanzler Dr. Wlrih und Sir Bradbnrh ist sehr offen gewesen. Es droht noch immer die Ge­fahr eines v o 11 st ä n d t a e n deutschen Z u - fammenvruchs. Der Gedanke zwingt sich den Verbündeten immer mehr auf, das, die Entschädigungen in ihrer setzigen Gestalr nicht sorrdauern können, und das; ein aus Deutschland ausgeübter Zwang sür die Verbündeten selbst verhängnisvolle Folgen haben könne. Es verlautet, daß Verhandlungen mit Amerika in dieser Frage im Gange seien. Man vofft sogar auf eine Aenderung der Haltung der Franzosen.

Mit Nachdruck wurde von den Erzeugern darauf I hingewiesen, daß der schlechte Stand der deutschen I Valuta gerade bei der Margarinefabrikation einen I o stark preissteigenden Einfluß ausübt, weil fast I amtliche Rohstoffe aus dem Auslande bezogen wer-1 den muffen. Die fast ausschließlich aus dem Aus­lande eingefülfrten Rohstoffer stellen 4 Fünftel des I Wertes der Margarine dar. Die Vertreter der i Margarineindustrie erklärten sich bereit, beim Mar-1 garineverband dahin zu wirken, daß bei den künf-1 tigen Preisfestsetzungen die Vertrauensleute der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände und der drei Eewerkschaftsverbände hinzugezogen wer­den Die amtliche Untersuchung der Margarine- preifs findet ebenfalls unter Zuziehung von Ver­brauchervertretern statt.

Die Kartoffelfrage.

Androhung von Zwang matzna mcn.

Berlin, 12. Nov. Zur Bekämpfung der Preis­treiberei im Kartoffelhandel teilt ein Runderlaß I des preußischen Staatskommiffars für Volksernäh-1 rung mit, daß die Strafverfolgungs-Behörden er­neut angewiesen worden sind, darauf hinzuwirken, daß in den Fällen, in denen von Landwirten oder Händlern der Preis in einer Weife gesteigert wird, der den Gestehungskosten und der Marktlage in kei­ner Weise entspricht, von den Vorscht ften der Ver­ordnung gegen Preistreiberei sowie des Gesetzes über Verschärfung der Strafen gegen Schieickhan­del, Preistreiberei und verbotene Ausfuhr lebens-1 wichtiger Gegenstände nachdrücklichst Gebrauch ge-1 macht wird. Weiter heißt es:Die Bemühungen,! durch ein Zusammenarbeiten der Verbraucher- und 1 Erzeuger-Organisationen eine Besserung in der Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln berbei- zuführen, sind mit Nachdruck fortzusetzen. Hierbei wird der Landwirtschaft und ihren Vertretern kein I Zweifel darüber zu lasten sein, daß, wenn es nicht gelingt, eine ausreichende Versorgung der Bevölke­rung zu erträglichen Preisen herbeizusühren, es notwendig werden wird, erneut -8 u Zwangs­maßnah men zu greife n.

Forderungen des Kartffelhandels.

Berlin, 12. Roo. Auf Veranlassung des Reichsverbandes deutscher Obst- und Gemüsehänd­ler fand eine Protestkundgebung gegen die Teuerung im Kartosfelbandel statt. Die Versammlung, an der auch Vertreter oen Behörden teilnahmen, be­schäftigte sich mit den Ursachen der gegenwärtigen Teuerung, die, wie betont wurde, keineswegs auf K ü rtoffellnappheit znrückzuführen ist. Die Spekulation hätte sich des Marktes vollständig bemächtigt, so daß reelle Os::d!:r an bi? Ware überhaupt nicht l erankä »en. In einer Ent­schließung forderte die Verfummlung eine erneute Konzessionierung des Itortofstlhandels nach Heran­ziehung der Händlerin'rbände und unter Aus­schluß der Aufkäufer der Jndustriewerke, Kommunalverbände ufro. Vorgeschlagen - wurde ferner, daß Erzeuger nur an konzessionierte Händ­ler verkaufen dürfen und daß eine scharf« lieber» wachunz der Eisenbahnen durch die Bahnstationen im Jnlande stattfinde. Endlich wurde verlangt, daß der Aufkauf von Kartoffeln durch private i Händler auf dem Lande vollständig verboten wer» > den soll.

flbeWtn.

Die Lkrweigerung bet Einreiseerlaubnis für die deutschen Unterhändler.

Breslau, 13. Nov. Staatssekretär Le- wakd, der stellvertretende deutsche Bevollmäch- tigte für die deutsch-polnischen Verhandlungen, der zurzett zu Besprechungen in Breslau weilt, ge­währte einem Redakteur derSchlesischen Volks­zeitung" eine Unterredung über die letzte Erwalt- «aßnahme der interalliierten Kommiffion. Lewald führte dabei aus, die Einreiseverweigerung habe lebhaftes Erstaunen und Bedauern bei den deut- ichen Unterhänldern ausgelöst. Es sei unglaub­lich, daß die ofsiziellen deutschen Vertreter gehin­dert werden sollen, an Ort und Stelle sich mit der Bevölkerung über die einzelnen Punkte der Genfer Rote zu verständigen. Die I. K. meinte in ihrem ablehnenden Bescheide, die deutschen Unterhändler timnten außerhalb des Abstimmungsgebietes die gleichen Informationen von den Vertretern der oberjchlesischen Bevölkerung erhalten. Das fei picht richtig. Es könne sich dabei immer nur um einen beschränkten Kreis von Personen handeln, Lenen noch Schwierigkeiten bei der Abreise aus dem .Abstimmungsgebiet gemacht wurden. Die Infor­mationen an Ort und Stelle könnten keinesfalls durch solche an einem dritten Ort außerhalb des in Frage kommenden Gebiets ersetzt werden. Soviel bekannt, hätten polnische Emissäre ungehin­derten Zutritt in das oberschlesische Gebiet. Die Befürchtung, daß durch eine Besprechung hrnh- Mstellter Staatsbeamter von deutscher Seite Gesetz und Ordnung gestört werden können, sei absurd. Gerade durch die Verhinderung der Möglichkeit, fick mit den deutschen Bevollmächtigten über die ent- jcheidenden Fragen sachgemäß ansznsprechen, ur -Te Unwille und Erbitterung in die Bevölkerung ge­tragen. Wo und wann die deutsch-polnischen Ber- handlungen stattfinden wurden, fei noch nicht be- kaimk-

Feslietzung der Grenze im Jndustriebezirk.

Kattowitz, 12. Nov. Die Mitglieder der Greuzfeststyungskommiffion traf gestern hier ein und nahmen heute die Arbeiten zur Festsetzung der Grenze im Jndustriebezirk auf.

Um die bundesstaatlich« Autonomie ObrrschltfiruS.

Ovveln, 14. Nov. Nach lanacn Beratungen bat das oberschlesische Zentrum jetzt feinen Standpunkt in der Frage bet bundesstaatlichen Autonomie Overschle- fien5, vaS Heidt des bei Deutschland verbttiöenden Teiles Over schief lens sefigelegt. Der Gesamivorstand des oderschlestfchen Zentrums bat beschlossen, für die bundesstaakticbe Autonomie dieses Teiles Obersckle- stenS im Landtag und in der Partei zu Wirten. Die anderen Parteien haben zu dieser Frage bis jetzt noch eicht Stellung genommen.

Die neuen kranken Länder.

Paris. 13. Nov. DemNewyork Herold* wird aus Wafhington gemeldet, in der ersten Sitz» ung her Konferenz fei aufgefallen, daß zwei wich­tige Plätze leer waren. Rußland und Deutschland, die nach ihrer Bevölkerungszahl. führenden zwei Lander in Europa, feien die neuen kranken Länder von Europa. Solange keine» von beiden verireten fei, könne die Konferenz keineu wichtigen Schritt tun, ohne an sie zu denken. .v

Sie leueniM.

lejpvcchungen zwischen Dr. Wirth und Gras Lerchenseld.

Bert i n , 12. Nov. Im Anschluß an die neu­liche Besprechung des bayrischen Ministerpräsidenten mit dem Reichskanzler fand heute unter Beteiligung des bayrischen Handelsministers Hamm und des Reichsministers Hermes eine weitere Aussprache über die Ernährungslage und die Teuerungsver- hültiü" c statt. Hierbei wurde eingehend erwogen, in welcher Weife den bestehenden Mißständen ent-

KMes'8eeikMi!"-Mr!Wg.

Zerstörung von 1 878 000 Tonnen.

Washington. 12. Nov. Staatssekretär Hughes ist zum ständigen Präsidenten der Ab­rüstungskonferenz gewählt worden. (Er teilt mit daß bei den Verhandlungen die französische und englische Sprache gebraucht werden könnten.

Hughes felfte in seiner Rede auseinander, daß den alliierten und assoziierten Mächten em« Ge­legenheit geboten sei, die Rüstungen einzufchranken. und daß die amerikanische Regierung vorschlage, die Konferenz solle unverzüglich mit der Bearbeitung dieser Frage beginnen, ohne jedoch die Prüfung der Frage des Fernen Ostens zu verschieben, die ebenfalls dringlich eine Losung erheische. Man müsse den Rüstungen ein Ende machen, das fei bie höchst« Pflicht der Staaten. Min dürfe sich Nicht bamit begnügen, Untersuchungen unb statistische Er Hebungen vorzunehmen. Die gegenwärtige Kon­ferenz fei zusammenberusen worben, um nicht !Wünsche allgemeiner Art zu äußern, fonbern um zu hanbeln. Für ihn, Hughes, bestehe bie Haupi- schwierigkeit in bem Wettbewerb der Seepro­gramme. und zur Einschränkung der Rüstungen zur See sei es wichtig, auf di Wettbewerb zu verzichten. Hughes schlägt dann für alle Nationen eine Einstellung der Rüstungen zur See vor, die erSeeferien" nennt, und macht einer^Vor- schlag über eine Verminderung der Flotten stärken, demzufolge unverzüglich insgesamt für die ameri­kanische. englische und japanische Marine 66 (Ein» betten erster Klaffe, die bereits gebaut sind ober sich im Bau befinben, mit einet Gesamttonnage von 1878 013 Tonnen zerstört werben sollen. Diese Zerstörung soll innerhalb eines Zeitraums von 3 Monaten stattfinben. vom ZnOnn^ '

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Hardings Eröffnungsrede.

Daris 12. Nov. Präsident Sardin'g bat beute vormittag/2ll Uhr bie Konferenz über die Ent» Mfnung erSsinet. Er bemünbetc den Geaenssond der Konfcrenz. Die Pflicht der Konferen» sei, die Hofsimusen 'nnb Wünsche der Brüdrrlickkeit. die sich gerade aus dem oros-en Kriege ergeben hätten, zu verstehn. D-r 48M breche unter dem Gewicht der Schulden zusammen. Es sei notwendig, daß man die Last von ihren «ckultern nehme. Alle Männer, di« eine toirlliche Beschränkung her Bewaffnung wünschten, verlangtem daß der Krieg außerhalb des Gesetzes gesrcttt werd«. Präsckeni tzabdina sprach dann von den Vereiurg-tzn Staaten und sagte: Mr haben keine Furcht: wir verteidigen keine niedrigen Ziele. Wir beargwöhnen in niemanden einen Feind. Keine Besserung in der Welt kann erzielt werde», ohne daß von den Völkern Opfer gebracht werden. W,r (wollen nicht sagen, daß iede Natüm thre Rechte und ihre Freiheit beschränken müsse. Wir Tonnen nicht Ne nationalen Notwendigkeiten der Völker verleugnen unb ignorieren. Kein notwendiger Stolz darr verlegt noch gebemütigt werden. Keine Nationalität soll unter« .yfyen- aber wir haben begriffen, daß, wenn man für .weniger auf ben Krieg vorbereiten würde, man am Frieden einen größeren Reiz finden würde. Selbst wenn i.man von den edelsten Gefühle» besoelt s« uni), wenn man ben besonders kalten und barten Tatsachen in» Äuge sehe, müsse man zugesteheu, daß die übertriebeneri Aus» xflbcn notwendigerweise dazu zwnrgen die Rüstungm herabzusetzen. Mr haben uns, so fuhr öer VrasibeM fort hier versammelt um der Humanität zu dienen. Mr hosten, aus diese Weise zu verstehen, daß fit dazu iE» werbe, die Friedensgarantien zu »ersturkeii. Wir toben uns hier vereinigt, um mit unseren Mandaten die Last der Völker zu vermindern unb endlich eint bei)etc «-ti- rums auszurichten, di- der Welt ihre Ruhe geben Wirb.

tztgengewirkt werden könnte. Die Erörterung:n zeigten völlige Einmütigkeit in der Beurteilung der gegenwärtigen Lage Den von Bayern ausgespro­chenen Wünschen sic: le die Reichsregierung weit­gehende Berückfichtiu g zu.

Ansfuhrjprrrc für Fisch«.

Berlin. 12. Nov. Mit Rücksicht darauf, daß Biczeit infolge des schlechten Valutastandes eine be­trächtlicher Menge Fisch« zu Ausfuhrzwecken aufge- kaust werden, rooburd) bie Preise unangemessen hoch getrieben werden (Schellfisch Pfd. 27 JL, Kabeljau IG jH. Schollen 25 JL) und dem inneren Markt die Ware in großem Umfange entzogen wird, wurde die Ausfuhr für Fische bis auf weiteres gesperrt. Das Ausfuhrverbot umfaßt frische Seefische ein­schließlich der frischen Heringe, sowie Salzheringe nnd geräucherte Fische. Auch die Ausfuhr von Süß. wasserfischen wurde gesperrt. Unter Berückfichl!- Iting besonderer örtlicher Bedürfnisse wurden in ge­ringem Umfange Ausnahmen für die Aussuhrlon- tiiigente zuaestanden.

Die Margarinepreise.

Berlin, 12. Roo. Im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft sand unter Leitung be» Ministerialdirektors Dr. Hoffmann eine Kon­ferenz über die Erhöhung der Margariuepreife statt.

»r h a l t e n.

| 3. Angesichts des territorialen, maritimen unb

! politischen Interessen der bereinigten Staaten sowie