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gen EL stellte sich heraus, daß unter den gegen- w ättige n Verhältnissen die deutsche -Industrie alL Garantie für die Reichsanleihe im Auslände nur 'ehr schwer unÄ in ganz- ungenügendem Umlasgr Kredit erhalten würde. Der Londoner Bankier Baron Rothschild hat den Höchstbetrag an? fünfzig Millionen Pfund, die amerikanischen Bankiers haben ihn aus 250 Millionen Dollars geschätzt. Zugleich wurde aller-

Szenen. Der Abgeordnete übte scharfe Kritik an den Ministern, insbesondere an der Tätigkeit des Ministers Oerter, und richtete die Frage an das Staatsministerium, wer die vielen Automobil- fahrten bezahle, die die Minister, insbesondere Oerter, fortgesetzt im Lande unternehmen. Als der Abgeordnete weiter sagte, wenn am Ende gute Freunde diese Fahrten bezahlten, dann geschehe dies jedenfalls nicht ohne Gegenleistung, erhob sich auf der linken Seite des Hauses ein ohrenbetäu­bender Lärm. Die Abgeordneten schlugen Fiuf die Tische und drcchten nach der rechten Seite des Hauses. Dem amtierenden Vizepräsidenten war es nicht möglich, die Ruhe wiederherzustellen. Er ver­ließ den Präsidentenstuhl. Auch die Abgeordnete!» verließen ihre Plätze. Der nach einiger Zeit zu­sammentretende Aeltestenausschus; beschloß, die Sitzung abzubrechen und die nächste für DieMag anzuberaumen.

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Konferenz nicht an eine Kreditgewährung für Deutsch-1 land ju denken sei. Bei Prüfung der deutschen Kredit- sähigktit erkannte die Industrie, daß die Finanzwirt.1 schalt des Reiches auch den P riv a tkredit unter- gräbt Die Staatsbetriebe sind nach Ansicht der Industrie am schlechtesten geleitet. Eine Unmenge überflüssiger Arbeitskräfte ist bei der Eisenbahn beschäftigt, während im Bergbau und ande­ren Privatindustrien Arbeitermangel herrscht.! Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die Schluß- I solgerung, daß nur der Uebergang zur Privat­wirtschaft die Reichreisenbahnen wieder zu einem I rentierenden Betriebe machen könnte. Es ist klar, I daß eine solche Umwandlung nur mit Zustimmung und unter positiver Mitarbeit her Arbeiter und An- gestellten durchgeführt werden konnte. Die Industrie wird'in der nächsten Woche darüber mit den Gewerk- schäften verhandeln. Sie denkt nicht daran, einem privaten Jndustriekvnzern die ganze Eisenbahnverwal» tung zu übertragen, sondern ist der Meinung, daß an dem Unternehmen das Reichs die Industrie, die Gewerkschaften, der Handel und die Landwirtschaft, kurz die gesamte deutsche Wirtsch aft beteiligt sein müßte.

Die Stellung der Parteien zur Kredithilfe.

Zu den gestrigen Besprechungen des Reichskanz­lers mit den Führern der Reichstagsfraktionen der Sozialdemokratie und des Zentrums teilen die Blätter mit, daß das Zentrum für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Reichsverbande der deutschen Industrie sei, während die Sozialdemo­kraten die Bedingungen der Industrie für unan- n e h m b a'r erklärten. Zn den Kreisen der soziali­stischen Abgeordneten herrscht lautVorwärts" die Meinung vor, daß diese Bedingungen nur das Mit­tel sein sollen, die Kreditaktion überhaupt unmög­lich zu machen. Sollte die Deutsche Volkspartei oder eine der Mittelparteien auf diese Bedingungen ein­gehen, so werde das die schwersten innerpolitischsn Folgen haben. Nach Informationen desBerl. Lo- kalänz." dürfte die Deutsche Dolkspartei es ableh­nen, mit der ganzen Angelegenheit als Partei in irgend einer Form in Verbindung gebracht zu wer- den.

Tie Frage der Entstaatlichung der Eisenbahnen. ;

Berlin, 12. Nov. Im Unterausschuß des j Verkehrsausschusses des vorläufigen Rcichswirt- schaftsrates, dessen Aufgabe die Prüfung der Orga­nisation der Wirtschaftlichkeit der Reichseisrn- 'bahne" ifk wurde einstimmig der Standpunkt ver- ttelcn, Lech die Ueberführung der Reichseisenbahnen in den Besitz des Prioatkapitals mit den Interessen der Volkswirtschaft und dem Bestände des Deutschen Reiches unvereinbar und darum

England. -

Minukenfeier des WaffenstiNstandStagS.

London, 11. Nov. Der bculige Jadresküst des Waffenstillstandes wird wieder, tote im vorigen Jahre in ganz England um 11 Uhr durch ein 2 Minuten langes .grohes Schweigen' begangen werden.

Paris. 11. Nov. In der hcuiigen Morgensthnng der französischen klwmmrr wurden aus Antrag deS Ab­geordneten Ouvry die Verhandlungen zur Erinnerung (fn den Jahrestag des Waffenstillstandes unterbrochen. Sämtliche Abgeordneten erhoben sich und verbrachten eine halbe Minute in völliger Stille.

Die Unruhen in Indien.

London, 10. Nov. Ein amtlicher Bericht besagt über die Lage in Malabar, da!; die MoplahS im Laufe des vergangenen Monats vom offenen Kampfe wieder zum Kleinkrieg übergegangen sind. Ihre Abteilungen seien viel bester geleitet worden. Mittlerweile seien aber Verslärkmigen entsandt worden.

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Di«OberhestMe Zeitun ' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 6 Mk, durch bie Post 6.15 Mk. Für ausfallend« Nummern infolge Streit* ober elementarer Ereigntst» kein Ersatz. Verlag von Dr. T. Httzerotb. Druck bet llniv^Buchdruckerei von Jod. Bug. Koch, Markt 2123 Fernsprecher 55, Post­scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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Besprechung der Regierungserklärung.

6 5. Sitzung vom 11. November.

Die Aussprache über die Regierungserklärung wich fortgesetzt.

Abg. Winkler (Dentschnatl.): Di« jetzige Regie» rung stützt sich zwar auf eine parlamentarische Mehrheit, aber es kommt viel mehr auf die Fühlung mit der Bevölkerung im Lande an. Die notwendige Ein­heitsfront gegen die Vergewaltigung Oberschlesiens ist nicht gebildet worden.

Weniger als nicht»

ist geschehen. Im Lande steht das Urteil fest, daß bie Politik des Reichskanzlers Witth die S ch u l d an dem Verluste Oberschlesiens trägt. lLebhafter Widerspruch , links und im Zentrum.) Herr Wirth ist dennoch Reichs­kanzler geblieben. Unser Haupiwidersland richtet sich gegen die Führung des Ministeriums durch einen So­zi a l d em »traten. Das macht es uns unmöglich, dieserr Regierung Vertrauen entgegcnzubringcn. Der Red­ner empfiehlt schließlich, folgenden

Mißtrau ensantrag

seiner Fraktion:Der Landtag versagt dem Staats- Ministerium, das in seiner Zusammensetzung den natio­nalen Interessen des Landes nicht entspricht und bett staatlichen und wirtschaftlichen Wiederaufbau Preußens gefährdet, das zu seiner Amtsführung erforderliche Ver­trauen."

Von den Koalitionsparteien ist ein Antrag ringe« gjangen: Der Landtag billigt die Erklärung der Re-

I gicrnng und spricht ihr das Vertrauen aus.

Abg. Oeser (Dem.) bezeichnet die Ausführungen des Ministerpräsidenten über die Beamtenfrage als er­freulich klar. Tie Beamten hätten pflichtgemäß dem

I Staate zu dienen und sie dürften unmöglich in hämischer, niederreißender Weise gegen die Revräsentanten des Staa-

amtlifbe unb auswärtige 1.30 Mk. Ändere Spaltenbreiten nach entsprechender r*

- Berechnung Spät einlaufende oder den Kaum über H« Sette einnehmende «n- J j. Q ljtij.

_ . . . , seinen finit mit berechtigt nach bet lertfpaltenbreite zu fetzen unb zu beredten.

5onnüW, den 12. November & Rekwmen ^berechnen "wir bie Zeile mit 4 Mk. Jeder Rabatt atlt "ale

uvu »wvvwiwv* Auskunft durch bie Eeichäftsitelle unb. Vermittlung bet finge-

Nebelung. bäte 75 Pfg. Sonbctgebübt.

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Die franzofifchen Widerstände.

London, 10. Nov. Der Berliner Bericht­erstatter derMorning Post" schreibt zu den in Deutschland im Zusammenhang mit der Ankunft des Entschädigungsausschusses gehegten Erwar­tungen einer Abänderung der Entschädigungs­bestimmungen: Es bestehe wenig Zweifel daran, daß Zugeständnisse in dieser Richtung erfolgen würden.

Paris, 11. Nov.Oeuvre" glaubt versichern zu können, die französischen Delegierten würden sich bemühen, ihren Kollegen zu beweisen, daß die Mi­sere, von der Deutschland spreche, geldlich und nicht wirtschaftlich sei, sie sei erkünstelt, und die Verbündeten dürften sich nicht düpieren lasten.

London, 10. Nov. In einer Unterredung mit dem. Berliner Berichterstatter derS)ailt) Chro- nicke" erklärte Arthur v. Ewinner, das Finanz- elend in Deutschland sei so groß wie nur irgend möglich. Es sei einfach unsinnig, zu erwarten, daß Deutschland die riesigen undenkbaren Entschä­digungssummen, die festgesetzt worden seien, be­zahlen könne. Deutschland müste eine Atempause in Form eines Zahlungsaufschubs erhalten. Die Ausführung des Wiesbadener Abkommens sei ebenso unmöglich wie die Durchführung des ge­samten Versailler Vertrags. Es gebe nur einen Ausweg, nämlich, sich zusammen zu tun und die ganze Frage neu zu regeln. Wenn dies nicht ge­schehe, stehe man vor einer europäischen Katastrophe.

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Berlin, 11. Nov. Der Geschäftsführer des Rt'chsverbandes der deutschen Industrie erläuterte vor Pressevertretern die Erklärung des Reichsverbandes, die g-stern dem Reichskanzler gegenüber abgegeben worden war. Er gab zunächst einen Rückblick auf die Entstehung bei Kreditaktion, und erklärte, daß der erste Schritt von dem Reichskanzler Wirth aus-- geqangen sei, der Anfang September an die Industrie mit der Frage herangetreten sei, ob sie dem Reich in einer Finanziwt zu Helsen bereit sei. Nach den Vor­verhandlungen mit den ausländischen Bankiers die Industrie zur Formulierung bestimmter Bedingun-

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tüwrifc der deutschen Bevollmächtigten verweigert.

Berli«, 12. Nov. Die interalliierte Kom­mission verweigerte die Einreisegenehmigung der deutschen stellvertretenden Bevollmächtigten zu den deutsch-polnischen Verhandlungen über Ober- Wesie«, Staatssekretär Lewald und Unter« staatsseketäo Söppert, die sich gestern zu Dor- desprechvngen mit den Vertretern der oberschle­sischen Bevölkerung nach Oberschlesien begeben wollten. .

Zu der Verweigerung der Einreiseerlaubnis nach Oberschlesien für den deutschen stellvertreten­den Bevollmächtigten erfährt dasBerl. Tagebl.", daß der englische Botschafter im Auswärtigen Amt eine Mitteilung der Interalliierten Kommission in Oppeln zugestellt -habe, in der es heißt, daß im Interests der Ruhe in dem besetzten Oberschlesien den polnischen und deutschen Kommissionsmitglie­dern eine Aufcnthaltsbewilligung nicht erteilt «erden könne.

Die vom Dorstande 'vorgeschlagene Ent--' schließ»»,, welche die einmütige Zustimmung brr Versammlung fand, lautet:Die deutschen Stabte sind völlig «außerstande, mit ihren gegenwätt-gen finanzielle* Möglichkeiten di? Mehrlasten aufzubring-n, die ihnen dnrch die Erhöhung der Beamt en- und An- pMltenbesokdung und dec Arbeiterlöhne auferlegt »v-rdeu. 65 fehlen ihnen sogar Barmittel für die ersten unaufschiebbaren Auszahlungen. Zur Ermöglichung der erforderlichen Zahlungen fordern die Städte eine soiottigr aflymfin? laufende Ucberwersung von Vor- fLüsse« zur Deckung der Mehraufwendungen unten Ablehnung feder Abstufung nach Bedürftigkeit. Vor dllcm erwarte» die deutschen Städte von der Reichs- tzegieruug, dem Reichsrat und dem Reichstag vor- hch altlose Bewilligung d-r endgültigen Deckung für hie neuer Aufgaben-.. Damit verbinden sie im Interesse der Erhaltung und- Stärkung ihre» Selbst Verwaltung das Bettanzeu, daß nun endlich dir erforderlichen finanziell«« Grundlagen zur Erfüllung ihrer drin- tzenösten Aufgaben geschaffen werden. Sie erblicken die einzig mögliche Lösung darin, daß ihnen ihre «och vorhandenen Einkünfte völlig gesichert und durch eine planvolle Aufteilung aller öffentlichen Einnahme- tzueüen zwischen dem Reich und den Säubern und Gemeinde» ergänzt werden."

tes austr-tey. Besonders in der Schule rmM verhinderte__

merden. daß die Jugend gegen Regierung, Republik und T-mokre.lle eingenommen wird. In der Wohnungs­frage ist mit den bisherigen Methoden nicht mehr! auszukommen. Vielleicht lasse sich durch bie teilweise Be­freiung Vwlder Wertzuwachssteuer Besserung schaffen. Aber innerhalb des Reichsverbandes müßten die Inter­essen Preußens gewahrt werden. Wir wünschen, daß 'auch im Reich recht bald eine Regierung auf breiterer Basis gebildtt wird. Der Abg. Winller hat mit seinem ungeheuerlich schweren Vorwurf gegen den Reichskanzler W-ttb. ei habe den Verlust Oberschlesiens verschuldet, ein topisches Beispiel für die grundfalsche Politik seiner Partei gegeben. Dieser Verlust ist nur die Folg« des verlorenen Krieges. Wir jnflffen endlich «inen Strich unter bie Vergangenheit ziehen und politische Gegenwattsarbeit leisten auf der Linie, die der Reichskanzler Wirth gezogen' 'hat. Meine Freunde sprechen der neuen preußische» Regierung ihr Vertrauen aus.

AL«- Leid (Unabh.): Eine Regierung, in der bte Teutsibe Volkspartei sitzt, wird sicherlich nicht eine starke stn-.erliche Heranziehung des Besitzes fettig bringen. Die Arbeitermassen, auch die noch bei den Rechtssozialisten organisierten, können zu dieser Regierung kein Ver­trauen haben.

Abg. Meyer-Bülkau (Welle) meint, auch die preu« ßssch« Regierung werde sich schließlich dem söderalistischen

I Gedanken anpassen müssen.

j Ministerpräsident Braun weist die Angriffe bc8 kommunistischen Redners Dr. Meyer zurück., Nicht auf das Programm komme es an, sondern auf die Taten. Der Ministerpräsident fährt fort: Von unseren Beamten müssen wir bei aller Sicherung der politischen Gesin« nungSsreiheit verlangen, daß sie sich nicht zu hämischen, gehässigen Verdächtigungen der Regierung und der Revu- blick hinreißen lassen. Die Angriffe des Abg. Mulles gegen den Reichskanzler Witth müssen mit aller Ent­schiedenheit zurückgewiesen werden. Wir sind jetzt wehrlos, und wir würden nur eine komische Figur machen, wenn wir Gewalt gegen Gewalt setzen wollten. Unsere einzige Hoffnung ist. daß alle Völker aus dem furchtbaren Völkermorde die Lehre ziehen werden: Nie wieder!

Bizepräsibent Dr. v. KrieS teilt mit, baß von den Unabhängigigen unb Kommunisten ein Antrag eingegan­gen ist, wonach die Zusammensetzung der Staatsrrgierung den Interessen des werktätigen Volkes widerspricht. Der Landtag versagt daher dem Staatsminiskrium das

I Vertrauen.

Abg. Schul,- Neukölln (Komm.) wirb zur Ordnung I gerufen, weil er Angttffe gegen den Minister Sir ring I richtete, der in der Regierung sitze, obwohl er noch vor I lurzem eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Volks- I vartei ablehnte mit den Worten: Liebe läßt sich nicht er- I zwingen! .

| Abg. Herold (Ztr.) bezeichnet es als ein Verbrechen | am ganzen Volke und Land, wenn ein Abgeordneter hier solche Vorwütte gegen den ersten Beamten des Reiche» erhebt. (Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit. Rust:

I (Stile Unverschämtheit war es.) Im Reichstage hätte I tzgs kein Teuifchnationalcr gewagt, denn dort kenne man I die Verhältnisse besser.

Abg. Heil mann (So,.): Uns hat nicht Liebe zur I Deutschen Volkspartei in die Koalition getrieben, sondern I der Wunsch, die Vertretung der Arbeiterschaft nicht gan» aus der Regierung ausschalten zu lassen.

Abg. Becker (Deutschn.) wendet sich gegen die Er­klärung des Abg. Herold. Im Reichstag« habe auch ein Mitglied des Zentrums bei der Entscheidung übeq

I Oberschlesien sich der Stimme enthalten. Der ungünstige | WastenKillstand sei nur äae j

Aus dem besetzten Gebiet.

Die Farrigen im besetzten Gebiet.

»Frankfurt a. M.» 10. Nov. Im besetzten Ge­biet einschließlich Saargebiet stehen zurzeit (End- Oktober) an sarbigen Truppen: 15 Ins.- bezw. Schützen­regimenter, davon sind: 13 Regimenter nord afrika­nische Eingeborene (Algerier^ Tunesier, Marokkaner), alsoBraune" mit teilweise ftt'rfen Einschlag von Negern (Vermischung der Araber und Berber mit Negern)' 1 Regiment gemischte farbige Eingeborene, b. h. 1 Batl. Weiße, 2 Ball. Farbige (braune bis schwarze Marokkaner)', 1 Regiment Madagassen, d. h. Schwarze" mit Einschlag von Gelben (Malayen). Die derzeitige Gesamtstärke an farbigen Truppen ein­schließlich der bei einzelnen Svndrrsormatisnrn (Ver- kehrstrnppen, Fahttruppe (Train), Krastsahrfvttna- tisrren ajto.) brsindlichen Farbigen (Braune, Schwarze

5hir*ne» im 6iwii6weigtofli teMag.

Bra»»schweig,ll. Okt. Im Landtag kam is zu stürmischen Auftritten. Nachdem sich sämt­liche Frattionen des Hauses darüber gecin-.gt hat­ten, durch schnellste Beratung des Haushaltsplans- für das laufende Fahr, der Bssoldiingsgesetze und des Vsrfajsnngsentwurfes die Arbeiten so zu be­schleunigen, daß im nächsten Januar Neu­wahlen erfolgen können, kam es bei der Bera­tung des Hcmshaltsplanes durch die Rede des Abg. $5 r a f i u s (Landesrvahlverbandj zu errsgtcn

Näte-Nutzland.

Die Hlmgcrkntastrophc.

Hclfiugfors, 11. Nov. Der Volkskommissar Winokurow ichreivt tit derKrasnala Gazeta', daß es der rnssiscken Negierung unmöglich sei, ohne aus­wärtige Hilfe die Hungerkatastrophe zn bekämpfe». Wenn Europa nicht eingreise, mühten wenigstens zehn Millionen Menschen wegen Mangels an Nah­rungsmitteln sterben.

Der Ausstand in bet Ukraine.

Prag. 11. Nov. Das Ukrainische Prehöüro mel­det aus Lemberg: Die ukrainischen ausständischen Ab­teilungen unter Führung deS Oberst Schelel eroberten nach mehrtägigen Kämpfen, in denen der Widerstand der 24. bolschewtNfchen eisernen Division gebrochen wurde, Miniza. Dir Etsenvahnstrecke Zmerrnka Stntza ist. in den HäNden der «usstSndiMrn.

Amrliches Bettündigungsblaü des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessische)Oberhessen

l? Berli»' 11. Nov. Die außerordentliche H'aupi- persammlnng des Deutschen StöLtetags ist heutr im Diilchstag enter außerordentlich zahlreicher Btteilignng i pSsfntt worden. Den einzigen Gegenstand der Tages- prdnung bildete das Thema: Neuregelung der Beamten- ftnd Angestelltenbesoldung und der Arbeiterlöhne, so- Wir deren Deckung in den deutschen Städten. Der korsitzende deS Deutschen Städtetogcs, Oberbürger, kmeister Voeß, hi-lt einen einleitenden Bottrag. jBtr Vorsitzende des Reich städtebundes Dr. B e l i a n - Eilenburg »nd der Vorsitzende des deutschen Land« pemeindttageS, Bürgermeister Buhrow, gaben im Anschluß daran Erklärungen ab, daß sie auf dem - Zeichen Standpunkte- wie ber Deutsche Städte tag #5nben. In der anschließenden lebh asten Aussprache srurd cd er Grundgedanke, daß daS Reich den Städten 'M85.j «^bedingt Vorschüsse und Deckungen zur Durch- phrung der Besoldungsreform geben müsse, von allen Leiten ohne Unterschied der Patteirichturg zustimmend " unterstrichen. An der Aussprache Beteiligten sich in?. xch-ndeve die Oberbürgermeister Adenauer-Köln, LeimS- Ma^>kburg, Schmidt- München,. Dr. ßLagner-Brssiaw Bürgermsister Asch-^öckst o.M., ktadkrat S t o l t-B:rlin, Ob-rbürgerweister L ö s f l e r- gtis, erster Bürgermeister Schoen e-Gumhinuen, Ver­treter der Reichsregierung und der preußischen Re- tzierung »nd zahlreiche Pari amen tc^ier, an der Spitze der Präsident des Reichstages.

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