tfun
Anttiiches Vertündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger jur (das früher kurhesfische) Oberhessen
P3
Zer MW Fehlbetrag der EWahnen
jin erreichen will, daß die deutsche Regierung
der Not der be»
?e und ,
ichkeit«:
higheS die Grundsätze erläutern zu können, die thn
Wie
j> scheine Paris diel eher als Merk
UlCl. VljlV Uli/
PII fuignet zu sein als Washington. ;
Paris, IQ. Nov.
rlin
: "Mglischeu Botschaft in Berlin
ürsiche-
ürungserklärung.
aber
1.(7768
'M Schiffbruch der Erfüllungspoifttl
50«
f äd. frtcte innerdeutsche Ftnan;- und Wirtschaftspolitik ist ?istande, den mit steigender Geschwindigkeit abwärts irL-— senden Wagen anszubalten. Die Lösung der Frage
nicht zu beugen, so könne das nicht zum Frieden führen. Gollnow einer Meldung m Tonn aber würde die Luft des Landes sehr groß werden, | zufolge in Moskau gelandet
Gollnow einer Meldung aus. kouuuuuijtijch« Quell« -
K'yo?
>rge Blum, der Vertreter des chtet, cirglische Finanzkreise
t i k gleich ,sondern sie hätte auch politische Folgen, denen die geringere die sei, daß die militärische cherheit Frankreichs darunter leiden müsse. Die litik Laich d'Aberuous würde den Verzicht Frank- ' - auf jede Art Entschädigung bedeuten. Frankreich
Rerbandssekrrtär Auslande wellt.
denn die britischen Streitkräfte würden verdoppelt werden müssen.
lagen des Kredits Großbritanniens sind fest und unversehrt geblieben. Wir haben uns niemals in eine törichte Jri- slationspolitik gestürzt, aber selbst diejenigen, welche dies getan haben, werden darüber hinwegkommen, weil der Wohlstand eines arbeitsamen Volkes immer am Leben ülerben wird. Die britische Ausfuhr im Oktober sei die beste seit März. An dem trüben Himmel erscheine die Washingtoner Konferenz wie ein Regenbogen. Sie komme nicht zu früh, denn kaum waren wir aus den europäischen Wirren und Streitigkeiten heraus, als die Länder neue Kriegsmaschinen anzuhällken begannen, die hundrrt Mal zerstörender sein werden. Die Abrüstung ist der einzige Weg zur Sicherheit. Auf der Washingtoner Konseren? bandelt es sich um die Zukunft der Zivilisation. Deshalb bete ich für chren Erfolg.
Weiter sagte Lloyd George inbezug auf Irland, er habe das irische Volk eingeladen, als gleichberechtig te N a t i o n in die Vereinigung der Völker des briti- schen Reiches einzutreten. Jede der drei Parteien, die aus der Konferenz erscheinen würden, müßten Zugeständnisse machen. Wenn jede mit dem Entschluß erscheine, sich
55. m
1921
Der ehemalige Vorsitzende der KPD. Drandle« ist nach seiner Flucht aus dem FcstungsgesängniH
♦ Paris, 9. Nov. Die Meldung des „New P rf J ßtrald", wonach der Entschädlgungsaussch h in
jie z«rU«li>l!k» d« SnWieiiMS' AliilchM;.
: früher 7 315
Der Jn- mit um auf
sEaranti 'ausschusses Rechnung zu tragen, mschädigungsausschuß wird n'it deutschen ^Hellen und mit politischen Kreisen sow'e tot Regierungsstellen in Verbindung treten, te Rückwirkung des deutschen Valutisturzes
Lloyd George Mer Abrüstung Md 3M.
London, 9. Nov. In seiner Rede beim Guildhall- Estcn aus Anlaß der Einführung des neuen Lordmayors führte Lloyd George aus: Obwohl der Himmel noch trübe ist, glaube ich doch, daß die schlimmste wirtschaftlich« Krise v o r ü b e r ist uno daß eine Besserung iommt. Di« Geschäftsstille, die plötzlich nach dem Kriege alle Länder ergriffen hat, ist im Schwinden begriffen. Die Grund-
Wendorff. Ich steabsichtig« den H i r t s i e sie r, der gegenwärtig im zum Wohlfahrtsminister zu ernennen.
Der Ministerpräsident gedenkt dann
ir Set hrea Äuskl-
Co., jerftt, 71
Betracht kommenden Länder ins Klare kommen, um Möglichkeiten zu erkennen und darüber hinaus zu positiven Vorschlägen zu gelangen, die auch dem Ausland in seiner überwiegenden Mehrheit vorteilhafter erscheinen als das Kleben an der bisher getroffenen Regelung. Grundbedingung hierfür ist aber, daß man die Lage, in der wir uns befinden, ungeschminkt d a r l e g t und nicht, wie es leider von sehr maßgebenden Stellen der Regierung oder dieser nahestehenden Persönlichkeiten geschieht, aus innerpolittschcn, partei- tattischen Gründen einen in Anbetracht der Berhält- niffe geradezu unverantwortlichen Optimismus zur Schau trägt."
Pressestimmen.
Die von dem Ministerpräsidenten Braun borge!rogeuen" Richtlinien der großen Koalition in Preußen bezeichnet der ,.Berl. Lokalanz." als so allgemein gehalten, daß sie mit geringfügigen Veränderungen ebenso wohl in der Erllärung einer deutschnationalen oder unabhängigen Regierung stehen könnten. Ihr« richtige Beleuchtung würden sie erst von den Taten der Regierung Braun erhalten. — Das „Bert. Tagebl." nennt die Regierungserklärung ein Kompromiß ohne Inhalt, das sich ängstlich bütet, auch nur das Geringste zu versprechen und alles von der praktischen Entwicklung der Dinge erwartet. — Der „Vorwärts" schreibt: Festzuhalten sein wird, daß das neue Regierungsprogramm ein Mindestpro- g r.a m m ist und daß die Zustimmung zu ihm eine moralisch« Bindung in sich einschließt. Wird es verwirklicht, so ist fürs erste allerlei getan, was für die Zukunft nützlich ist. — Tie „Freiheit" prophezeit, daß diese Regierung möge sie noch so sehr guten Willens sein, an der U n- natürlich leit ihrer Paarung zugrunde gehen werd, und bezeichnet es als Ausgabe der Arbeiterklasse, außerhalb des Parlaments die großen Kämpfe auszusechte«, die ihr nicht erspart werden durch Bündnisse mit kapitalistischen Parteien«
Sune Verhandlung der Entschädigungsfrage in Washington.
Paris, 10. Nov. Pertinax ‘mrtbet dem „Echo
KM« EkWkN m ZlhlWMÜ«?
Paris, 10. Nov. (Harras.) Der „Secolo" ver- isfentlicht ein Telegramm aus Berlin, toonach Deutschland England gebeten hab.« soll, den Ent- Wiguugsausschnß zu benachrichtigen, daß seiie maozielle Lage es ihm nicht ermögliche, die am
Sannar fälligen 500 Millionen zu bezahlen und die deutsche Regierung nm Aufschub ersuche.
England E Bewillig«« ggeneigt?
Ntteu der deutschen Regierung einen Plan unter- Keitct, gegen gewisse Garantien ein Moratorium k mehrere Jahre zu gewähren. Während dieser
Die „Odtrhesiüwe Bettun eftcheint jertismat wSckentltch. — Bezugspreis monatlich 6 $<t, durch tote Post 6.15 Mk. Für ausiallenoe Rümmer» infolge Streiks ooer elementarer Ereignisse kein Eriay. — Vertag von Tt. E. Hineroty. — Druck der Univ.-Luchdruckerei von Jod. Aua. Ko», Mar'! 21 23 — Nerniprecher 55, — Postscheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
ßkbtm. Aber es sei nicht zulässig, daß sich die chisftnache auf das Entschädignngsproblem und die intit im Z.ifcmmenhano stehenden Fragen «vsbehnr. Btnn es richtig erscheine, eine Prüfung der finanziellen litb wirtschaftlichen^ Agelegenheiten zu unternehmen.
MnmnMW Im LudW.
64. Sitzungvom 10. November.
Ministerpräsident Braun: Der Verfassung ent« »'precbend habe ich folgende Herren zu Ministern ernannt: Just-zminister: Am Zehnboff, Minister deS 3* nern: Severing, Kultusminister: Dr. Boelitzllln- rube bei den Kommunisten), Handelsm!nister: S.iering, Finanzminister: Dr. v.Richter (Rufe bei den Kommunisten: Der alte Kapvistl), Landwirtschastsminister: Dr.
Marburg
Mag, toi 1L Rmmin
• Nebelung.
>r
i|t hat zesucht, rnztg.
ihe Garantien; als solche würden empfohlen: die Verpfändung der Wälder, der Zolleia- 1 MKh men und der Salinen. Nach mehreren Ähren des Ablaufs eines derartigen Moratoriums Wtie-es Frankreich materiell unmöglich sein, selbst k Ausführung des zehnten Teils der deutschen Ber- U'chtinigen zu erlangen.
318 T
Ml
n deutschen Haushalt zu prüfen und um festzu- Uen, welche neuen Einnahmequellen die Reg'e- mg schaffen will, um den deutschen Verpflichtung:n sg-tügen.
| Die in Berlin weilenden Mitglieder des Enffch^d:- togSausschusses beschränkten sich darauf, mit dem auf nmb des Londoner Ultima!um? eHgrid^eteit Ga- imtieausschusse und den sonstigen Vertretungen der Rtrfcünbeten in Berlin Fühlung z« nehmen.
möglich auf Grund eines durch die Gesetzgebung zu schaffenden Ermächtigungsgesetzes, das den Verkauf zunächst der R ichseiscrbahn an eine privat» trtschaft- lich-juriftische Person in die W g- leitet. Die Entlastung des Reiches von Arb.its trösten, die weder itjrr Zweckbestimmung nach noch in wirtschaftlicher Beziehung volle Nutzung finden, kann nach Auffassung der Industrie nur in Verbindung mit großzügigen Siedlungen erfolgen, die wieder an sich und nach ihrer örtlichen Lage die- nutzbringende Beschäftigung dieser Persönlich keteu sichcrstellen. Die Durchführung dieser Krcditaktion einschließlich der Verhandlung-» mit den auswärtig m Kreditgebern kann nur unter Führung der deutschen Industrie und im Einvernehmen mit den deutschen Banken erfolgen. S-lbstverständlich muß, wenn sich die deutsche Volkswirtschaft und damit her deutsche Staat aus den jetzigen Verhältnissen heraus arbeiten will, die Volksgemeinschaft, d. h. der Staat, denjenigen, die heute diesen jetzt freiwillig übernommenen Kredit zur Verfügung stellen, in zu vereinbarender Weise entsprechende Entlastung gc^ währen.
Der Reichskanzler nahm diese M t eilungen entgegen und erklärte, daß die Reichsregierung zu den Aussührungen der Industrie mit der gebotenen Beschleunigung Stellung nehmen werde.
Protest bet ArbeitnehmervrrbänÄe gegen die Sc« d:i liungen der Zndustine.
Berlin, 11. Nov. Die Vorstände des Allgemeinen Deutschen Eerverkschaftsbundes und des Allgemeinen freen Angestelltenbundes haben eine Entschließung gefaßt, in der es heißt: Wir sehm in den Beschlüssen des Reichsvcrbandes der deutschen Industrie zur Gewährung einer Kredithilfc an das Reich eine Provokation der gesamten werk tätigen Bevölkerung. Die organisierten Unternehmer knüpfen an die steuerlichen Vorschußleistungen Bedingungen, die in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht zur Entrechtung und materiellen Schädigung der Arbeiter. Angestellten und Beamten führen müssen. Die gewerkschastl'chen Spitzenverbände erwarten von der Reichsregierung, daß sie die von den Industriellen in Verbindung mit der Gewährung der Äredithilfe erhobenen Forderungen unbedingt a b l e h n t.
Drohung mit Ausstand bei Entstaatlichung.
Berlin, 10. Nov. Heute waren die Vertreter der Gewerkschaften der Eisenbahnbeamten und Arbeiter sowie der Hauptbeamtenrat und der Hauptbetriebsrat der Reichsbahnen zusammengetretm, um mit dem Verkehrsminister die Frage der Zweckmäßigkeit der Entstaatlichung der Reichsbahnen zu erörtern Sämtliche Organisationen und Belriebsvertretung-n Drachen sich mit großer Schärfe gegen jede Aende- rnng in der Betriebssorm der Reichsbahnen aus. Sic überreichten dem Berkehrsminist« fo'gendc Erklärung mit der Bitte, sie unverzüglich zur Kenntnis der Reichs- rcgiernng zu bringen:
Die bevollmächtigten Vertreter sämtlicher Groß- organisationen des EHnbabnpersonalS lehnen aus vaterländischen und wir schaf lichr,: Gründen die P iva- risierung der Reichsbahnen in jeder Form ab und erfi arten, daß sie den Bestrebungen aus Entstaatlichung der Bahnen mit der größten Entschiedenheit entgegen- treten und in dieser Lebensfrage der deutschen Eiseilbahner auch vor der Anwendung äußerster gewerkschaftlicher Mittel nicht zurückschrecken werden. Vom Re'chsverkehrsminister wird erwarte!, daß er feiner« seits mit allen Kräften sich den VersuchrL-nach Pri- vAisicrung der Bahnen entgegenstellt. -
Die fireWien der WWe.
Forderung der Überführung der Eisenbahnen in Privatwirtschastsbetrieb.
Berlin, 10. Nov. Heute Vormittag begannen der -Deutschen Allg. Ztg." zufolge die augekündigten Besprechungen dos Reichskanzlers mit den Vertretern der Industrie und Banken über die Frage der Kredithilfe.
Der Reichsverband der beuft'chen Industrie hatte seit Ende der vergangenen Woche in Sitzungen des Präsidiums und der Generalversammlung erneut zu der Frage Stellung genommen, auf welche Weis: durch eine Kreditaktion dem Reiche Goldvaluten zugeführt werden könnten. Das Ergebnis dieser Aussprachen wurde in einer der Oeffentlichkeit bereits bekannten Entschließung niedergelegt. Zu bereit Erläuterung hatte der Reichskanzler die Vertreter des Reichsverbandes der deutschen Industrie zu sich gebeten. Der Sprecher des Reichsverbaudes Dr. Sorge führte u. a. aus: .
Abgesehen von den unter Mitwirkung dec parlamentarischen Instanzen zu lösenden Fragen der s p a r- samen Finanzwirtschaft, der Befreiung des Wirtschaftslebens von den ihm auferlegten Fesseln kommen zunächst Akte der Gcsetzgebirng in Frage, die es ermöglichen, mit der Reichseisen ba hn beginnend, die sonst in öffentlich« Hand befindlichen Betriebe in privatwirtschaftliche Formen z» bringen. Die Durchführung solcher Maßnahmen ist
1 er ität :u ,dafi der ölt
«f die am 15. Januar fällige Zahlung von 500 eifl. Eoldmark einen Vorschuß von 100—200 Hill, Eoldmark sofort zahlt, scheint sich zu bestä- ßgen. Schon der Earantieausschuß hatte in Berlin Forderung ehroüen, daß Deutschland am 15. No- stzrber und am 1. Dezember ll-eovto-Zahlung n und zwar die erste Rate aus den Zollein- Idjpnen und die zweite aus den Ergebniffen der Sproz. Ausfuhrabgabe. Nach einer anderen Les- ,rt wird der Entschädigungsausschuß von Drutsch- unb 400 Mill. Eoldmark verlangen und wird sich emer davon überzeugen, welche Maßnahmen ^utschland ergriffen habe, um den Forderung'n
elcktk, jÜste!»' ■ie bi«
setzten Gebiete und besonders der Losreißung Oberschle- sienk. Mit den oberschlesiscken Brüdern, die von uns sckeideu, bleiben wir im Geiste verbunden. Kein Machtspruch des Siegers kann die geillige und kulturelle Gemeinschaft eines Volkes zerreissen. Ilm den Staatsbaushalt zu balanzi-rcu, muß die steuerlich: Kraft unseres Volkes noch weit er angespannt und vor allem ber Besitz in feiner ganzen Leistungsfähigkeit heran- ^ zogen werben. Eine größere Selbständigkeit der Staatssinanzen ist anzustreben. Ti? wirtschaftlichen .Kräfte unsere? Volkes müssen gefördert werden, besonders die landwirtschaftliche Erzeugung. Wir wollen Sicherung und Ausbau bet Soizalgesehgebung. Die Auswüchse des Wuchers, der Preistreiberei und der wüsten Spekulation auf dem Waren-. Effekten- nick D-viseumarkte müssen bekämpft werden. Bor allem muß die Jugenderziehung in den Schulen aus Stärkung der geistigen Seit« gerichtet sein. Eine der wichsigsten Auf« ntibi-n der Regierung ist die Demokratisierung der Bee« w'ftnng. Die dazu bestimmten Gesetze werden mit tun- lickster Beschleunigung vocgeügt »«erden. Die Beamtenschaft muß bereit fein, die Verfassung mit allen Mitteln zu 'chü",«ti. Ein zeitgemäßes Tisziplinargesetz ist in Vor- . bereftnng. Die Absplitterung ein'elner Gebietsteile au? dem preußischen Staatsgefüge kann die Regierung nicht unterstützen. Mr wollen ein gedeihliches Zusammen- »rti-itcu der preußischen Regierung mit der Reichsregierung. Die Arbeitsgemeinschaft der vier Parteien wird ihre ganze Kraft einsetzen um unser Land und Volk vor dem Zusammenbrrich zu bewahren und einer besseren Zukunft entgkgcnzusühren. (Beifall bei der Mehrheit, Zifch-n und Rufe auf der äußersten Linken.)
Abg. H a u s ch i l d (Soz.) erklärt, daß seine Partei bas neue Kabinett unterstützen werde.
Abg. Herold (Ztr.) verliest eine Erklärung seiner 'rattion, die sich für da? Kabinett ausspricht und mit Dankesworlen auf Stegerwald schließt.
Abg. Dr. v. Krause (D. Vvt.): Die Arbeitsgemeinschaft der vier Parteien, die das neue Kabinett gebildet haben, hindert diese Parteien, gegeneinander zu arbeiten und nötigt sie zur Zufammeuarbcit. Jede dieser Par- 'nen muß deshalb einzelne Ziele zurücksteckeu. Die Tätigkeit des Ministerpräsidenten Stegerwald verdient die wärmste Anerkennung. (Widerspruch bei den Unabbängiaen und Kommunisten.) Meine Freunde werden dem Ministerpräsidenten Braun einstimmig ihr Vertrauen bekunden.
M«g. Meyer (Komm.): Diese Regierung vereint «merkwürdige Gegensätze. Wir denken daran, wie der Minister Severing kämpfte gegen den Kappisteu v. Richter und der Minister Hönisch gegen den Monarchist«« Boelitz. . (Sebr gut bei den Kommunisten.) Wir brauch«« die Konfiskation de? Besitzes der Besitzenden. (Ruse: Wie bei Wolf Hoffmann! Heiterkeit!)
Auf Antrag der Deutschnationalen wird Vertagung der weiteren Änssprach« beschlossen.
Eine Reih« Befoldungsvorlagen toftbtn hierauf nachträglich auf bi« Tagesordnung gesetzt und den Ausschüsse« überwiesen.
Rächst? Sitzung: Freitag, vorm. 11 Uhr: Aussprache
Der Anzeigenpreis Beträgt für die 9 gefp. Tolonelzeile oder deren Roum 1.— Wt, amtlidie und auswärtige 1.30 Mk. Ändere Spaltenbreiten nach entiprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum übet */, Seite einnehmende Anzeigen sind wir beteiligt, »ach der Tertipaltenbreite zu fegen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechne» wir die Zeile mit 4 Mk. Jeder Rabatt gilt als Bairabatt. Bei Auskunft durch die (ßeiitjäftsiteUe und xietmütlung der Angebote 75 Pfg. Sondergebühr.
.80
Nn also nur auf auüenpolittschem Gebiete Sttucht werden. Hierbei müssen wir, da uns Macht- Wtci zirr Durchsetzung unserer Wünsche und unseres Ellens nicht zur Verfügung fiebcn, über die politt- ’tot (inten und wirtschaftlichen Interessen der in
<3« Präsident des RekchswirtschaftSratS und *Ufchnationale Ncichstagsabgeordnete Edler v. Jtantt schreibt in einem Aufsatz in der .D. Tages- N-* u. a.: .Es nützt nichts, Vogel Strauß spielen zu •»Sen, der vollkommene Schiffbruch der Erf ü l l u n g S p o l i 1 i k ist da! Keine wie immer gc-
K Varis" aus Washington, Mimsterpräsitzent Befand Mbc, vor Eröffnung der Konferenz Staatssekretär
Roo.lzz, 11ÜÜH
str. 3a ab. 15. läsfige», -g 7795 en. Str. 2. manbit
regiiny,____
>ür«: i fcittn. Frankreich brauche eine Aussprache über die v? 2781: RBräntung der kontinentalen Rüstungen nicht zu
Me Ioril»rtö8yno«i.
14,3 Milliarden Fehlbetrag.
Berlin, 10. Nov. Im ordentlichen Haushalt der Reichsbahn für 1921 war bet Fehlbetrag auf 6,G Milliarden b-rechnet worden. Inzwischen erhöhten" sich die Ausgaben infolge b« Gehaltserhöhungen im August unb Oktober und der starken Strigwung der Matcrialpreise um 10,5 Milliarden. Diesen Mehrausgaben st'heu Mehreinnahmen in Höhe von 2,7 Milliarden aus der Erhöhung der Gütertarife und der zum 1. Dezember bevorstehenden Erhöhung der Perfonentarise gegenüb«. Der voraussichtliche Fehlb'trag würde sich damit um 7,8 Milliarden ober von 6,5 auf 14,3 Mi lli a rden erhöhen. Der Re'chsv.'rkehrsminsAer mußte tewg g'nüber eine weitere Tariferhöhung im Güter- und Per'onenverkehr um je 50 Prozent in Aussicht nehmen. Es ist dabei beabsichtigt, hinsichtlich der Gütertarif« eine organische Durchbildung vorzunehmen, wobei eine roe terc Staffelung der Tarife zu Gunsten der für den Bezug von Bedarfsartikeln und den Absatz der Erzeugnisse nn- günstig gelegenen Gebiete, namentlich Ostpreußen, vorgesehen ist. Die Vorschläge für diese Umbildung der Gütwtarffe werden dem vorläufigen Reichseisenbahn- rat vorgelegt. Die Vorarbeiten sind soweit gefördert, daß die neu durchgearbeiteten Güt.rtaiise zum 1. Februar 1922' cingesührt werden können. Auch im Personenverkehr wird die Tariferhöhung vor dem 1. Februar 1922 aus technischen Gründen nick'" durch- gefühct werden können. Die Monate Februar und März im laufenden Haushaltsjahr würden durch die Tariferhöhung Mehreinnahmen von zwei Milliarden erwarten lassen, sodaß noch ein Fehlbetrag von 12,3 Milliarden Mark übrig bleibt. Jus lgedcssen sieht sich das Reichsvetlehrsministerium genötigt, sür den Güterverkehr bereits ab 1. Dezember 1921 einen Zuschlag von 50 Prozent durch rein rechnerische Erhöhung der Taris? eiutreten zu lassen.
j-sjoumat" inj
>hot» rnd ÄkitglieE
nbtu* Zeit hätte das Deutsche Reich keine Entschädigungs- rt und jdcpstichtungen auszusühven. Die Realisierung eines rt°wep ^rartigen Planes käme nicht nur ein« beding'.ings- m unti 'n Abdankung der französischen Po-
i Heim . Eefi. . an bi« , [7799 .304
9 *
y <5