t des Kreises Marburg.
Amtliches Verkündigungs
Anzeiger für (das früher kurheMe)hOhexhessen
fit. 261
1921
Ein Kabinett Braun
Rupprechts.
L
weiter.
Ober-
ilrm
Die Verhandlungen der Parteien.
Heber die Verhandlungen und die Beweggründe der Parteien, sich auf dieses Kabinett zu einigen, wird gemeldet:
Das Kabinett galt bereits am Sonnabend Nachmittag um 3 Uhr als fertig, aber eine Viertelstunde
Das deutsche Elend.
Reden Scheidemanns und Eehlers.
MM« ies WM«« Kö«mru
Massenbeteiligung. — Kundgebung Kronprinz
München, 5. Nov. Anläßlich der heutigen Bci- L^ttNg '»es vormaligen Königspaares legte die Stadt Lrauerschmuck an. Der Zustrom aus allen. Teilen Landes ist ungeheuer. Zweihundert Vereine mit fttva 30000 Personen, außerdem 40090 Schulkinder Wirken bei der Trauerseier mit. Glockengeläute leitete den Trauertag ein. Der erste Akt der Beisetzungs- scierlichkeiten hat sich vor der Ludwigskirche abgestielt. Die Reichswehroffiziere trugen beide Sär.^ aus der Kirche. Hinter diesen nahmen der vormalige Kronprinz Rupprecht, Prinz Leopold, Prinz Ad albert, die Generalität und andere hervorragende
des Innern, verabschiedet wurde. Gegen den neuen Kultusminister Dr. Boelitz (Eymnasialdirektor
interfraktionellen Sitzung besprochen worden war, nicht angenommen. Das Zentrum billigte die Besetzung des Postens des Ministerpräsidenten mit dem Demokraten Oeser nicht, und die Deutsche
Die Ueberstemdung Deutschlands. Im Jahre 1920 wurden nach Angabe der Grundbuchämter in Sachsen von Ausländern in 589 Fällen Grundstücke mit 37 844 033 .« beliebe« und in 373 Füllen Grundstücke im Bettage von 59 819 749 ’M erworben.
nicht vorgekommen.
Wie die Blätter melden, erläßt Kronprinz Rupp - recht eine Kundgebung, worin er erklärt, er werde die zahlreichen Beweise der Tellnahme anläßlich der Beisetzungsfeicr seiner Eltern nicht vergessen und fährt fort: „Mein höchstseliger Vater leerte den Kelch des Laidens bis zur Neige, nicht nur sah er sein auf das Beste des Landes gerichtetes Lebenswerk zerstört; er mußte zu seinem Schmerze nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches auch noch die in einem Augenblick der Unordnung und Verwirrung erfolgte Preisgabe von wesentlichen und für das Bestehen des bayrischen Staates unentbehrlichen Rechten erleben. Eingetreten in die Rechte meines Vaters im treuen Bekenntnis zu meiner bayrischen und deutschen Heimat bin ich verpflichtet, dies fest- tzuhalten. Das schulde ich der Ueberliesernng meines HanseS, der Geschichte und Zukunft. Die in ven letzten Lagen mir zum Ausdruck gebrachten Gefühle be- Lechtigen zu der Hoffnung, daß das bayrische Volk, seinem gesunden Sinn entsprechend, aus seiner jetzigen Ledrängnis sich mit Gottes Hilfe wieder cmpor- längen wird." i
später war alles wieder gescheitert; denn das Zentrum und die Deutsche Dolkspartei haben die Zusammensetzung des Kabinetts, wie sie in der
in Soest) werden in der demokratischen Presie Bedenken hinsichtlich seiner Stellung zum „alten System" laut.
Di« „Oberhessische 3ettun<‘ erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 6 Mk., durch die Post 6.15 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streiks ooet elementarer Ereignisse kein Ersatz. — Verlag von Dr. T. Hitzeroth. — Druck der llniv^Buchdruckerei von Job. Aug. Koch, Markt 2123 — Fernsprecher 55, — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
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unter Führung ihrer Botschaft in Berlin bemüssigt fühlte, in der größten katholischen Kirche Berlins, in der Hcd- wigskirche, gleichfalls eine solche Trauerfeier für einen „unbekannten Soldaten" zu veranstalten, und zwar unter Aufbietung des gesamten amtlichen Apparats. Nicht nur die Vertreter anderer Mächte, sondern die deutsche Regierung selbst tourben zur Teilnahme eingeladen. Das ist eine Handlungsweise, die schlecht im Einklang mit der angeblich Hohen und feinen Kulturstufe steht, deren sich die Italiener selbst gern rühmen. Wie aber tommut italienische Soldaten dazu, in der Hedwigskirchc Absperrungen vorzunehmen und Kirchgänge- rinnen mit Fauststößen zurückzutreiSen? Hierin liegt Ane Anmaßung, die eine nicht mißzuverstehende Zurückweisung von der deutschen Negierung erfahren sollte. Am unbegreiflichsten aber ist die Tatsache, daß das Orchester der Otaatsoper bei einer solchen, für Deutschland doppelt beleidigenden Feier offiziell mitwirken konnte. Das war nicht viöglich, ohne die Zustimmung des Intendanten unö des Kultusministeriums. Wer ist verantwortlich für diese neue unerhörte Demütigung?
Volkspartei wollte das Ministerium für die L a n d- wirtschaft nicht mit dem 6o$ialbemotraten Braun besetzt sehen. Außerdem nahm das Zentrum Anstoß an der Besetzung des Wohlfahrtsmini- ’teriums mit einem Sozialdemokraten. Diese Frak- tionsfitzungsn füllten bett ganzen Nachmittag aus unb brehten sich vor allem um zwei Ministexlisten. Auf bet einen Seite ftanben als Ministerpräsibent Oeser, auf bet anbeten Seite bet von bet Volkspartei zugestanbene Sozialbemokrat Braun. Die Volkspattei wollte unter keinen Umständen zugestehen, baß Handel unb Landwirtschaft gleichzeitig an einen Sozialbemokraten fallen sollten, sie war viel .eher geneigt, bas Ministerpräsibium einem Sozialbemokraten zu Lbetlaffen.
Das neue Kabinett noch nicht im Amt.
Berlin, 7. Nov. Das neue preußische Kabinett hat seine Tätigkeit noch nicht ausgenommen. Bis gestern abenb lag bei Staatssekretär Eöhre vom Staatsministerium nicht einmal Brauns offizielle Antwort vor,.ob et bie Wahl zum Ministerpräsiben« ten annehme. Stegetwalb wirb bas Wohlfahrts- Ministerium nicht roiebet annehmen. Die Nennung eines Nachfolgers ist von bet Zentrumsfraktion noch nicht erfolgt. Inzwischen amtiert bas alte Kabinett
Marburg
MM. 6a 7. MM«
stelluuci des Weltbürgertums.' So lehren es heute bet Mts dte Kreise, welche den ewigen Wcllfricdcn er- hossen, unserer Jugend die Erziehung zur nationalen Empfindung nicht mehr gebe« wollen unb in der Austilgung deS völkischen Bewssttsetns daS hohe Ziel der Zukunft sehen, die der btSher leidenden Menschheit ungettüvles und immerwährendes Glück bringen soll. Wer sich solcherlei Erwartungen hingtbt, verliert sich in unerfüllbare Trämnerei und in uferloses Schwür- mertmn. Der Weltkrieg hat bewiesen, baß der starke nationale Zusammenschluß der Völker allein zum Stege führt, indent er übet die Leichen derer geht, die sich in iuteniationale« Verbrüderungs - und V e r st ä n d i g u n g s >v a h « verlieren. Dieser Irrlehre sind wir verfallen, sie hat uns entkräftet, sie stieß uns in den Abgrund. Die Gegenwart ist die nn- mittelbare Wetterführung dieser Tatsache. Möchte doch im deutschen Volk der Gedanke durchbrechen, daß unsere Gegner sich nicht um des Völkerfriedens nnd deS Weltbürgertums wegen zusammenfindcn, sondern darum, um ihre besonderen Pläne ans politifchcm unb wirtschaftlichem Gebiete bnrchzusetzcn und uns uteber« zuhalten. Diesen harten Tatsachen gegenüber kommen wir nicht mit den wehmütigen Lehren beS Wcttbürger- tums nach beut Geiste ber inbifchen WeiSheilsiränmet nach Art TagoreS ans. Sie ziehen unS den lebten Rest von nationalem Rückgrat aus dem Volkslörper. Wir brauchen stählerne Härle. Berfchwomntcnheit nnd Mattigkeit, traninhafte Betrachtung der Dinge ivcrden bet sichere Zerfall sein.
Der zweite große Trugschluß liegt barln, baß del „ns vielfach noch geglaubt wird. Recht sei ohne Macht zu finden. Als uns der Wasfenstillflanb im November 1918 unter den denkbar snrchibarsten Zwangsbedinguilgen auferlegt wurde, als die Ratio- nalversammlung im Juni 1919 den Versailler Er- drosselungssrieden annahm, als 1920 das Ultimatum von Spaa, 1921 das von Paris und London, fehl die Abtrennung des besten Teiles von Oberschlesien hin» genommen wurde, da wurde« feurige »Proteste In Wort nnd Schrift erlassen und ans daS „unvcräußcr» ltche" Recht der Menschheit mit Begeisterung nnd Herzensansschwung hingewiesen. Die Feinde aber haben sich um diese Erklärungen nicht bekümmert, fon- der« schritten kaltherzig und erbarmungslos, auf ihrem Schein bestehend, von Tat zu Tal, um die Wirkungen des Versailler Friedens zu vollziehen dis aufs Lebte. Wir Deutsche sind leider infolge der Selbst» e n t w a s f n n n g , die unser größter JfNnm und liniere bitterste Selbsttäuschung gewesen ist, wehrlos zut Verteidigung mit den Wassen geworden. Somit bliebe nur der passive Widerstand, nämlich die Ablehnung der Forderungen unserer Feinde. Dagegen wird srei- lich gesagt: „Dann kommt es noch schlimmer, dann werden wir ben Feind im Lande haben und werden völlig zertreten.' Sehr wahrscheinlich, daß wir bet VflW.1i Widerstande den Feind im Lande haben wer» den. Anderseits aber fragen wir'ofsen, ob wir Überhaupt in der Lage sein werden, d'.e in vorläufig unabsehbarer Reihe zu zahlenden Goldmilltarden zu entrichten und ob dann nicht neue Ultimata mit vielleicht überaus harten Folgen kommen werden. Einheiten iyießtit sich V'» breiten Masten, namentlich
Unter Kontrolle.
Reifs des Entschädizungsausfchusies »sch Berlin.
Paris, 5. Nov. Der „Temps" veröffentlicht folgerte Notiz: Wit glauben zu wissen, bah ber Entschädigungsausschutz beschlossen hat, sich in aller Kürze nach Berlin zu begeben, um sich zu vergewis- fern, daß bie beutsche Regierung bie Anorbmmgen burchführt. bis von dem Garant-eausschuh zur
er die sich in kurzen Zeiträumen immer wieder wiederholenden Um- und Neichildunge« der Regierungen. Der jetzige Regierungswechsel fei lediglich ein Symptom der schweren Krankheit unseres Volkes. „Wenn die Valuta als Thermometer angesehen werden kann, so geht es totsicher hinab in den Strudel, aber die Valuta orientiert nur sehr einseitig. Der amerikanische Dollar gilt bei uns heute rund 250 gegen nmd 4,25 Mark im Frickim. Unsere deutsche Mark gift' aber in Amerika nicht mehr 2 Pfennig gegen 100 vor dem Kriege. Trotzdem aber hat Amerika 6 Millionen Arbeitslose, wir im Reich nicht 200 000. Das Versailler Diktat zu erfüllen ist eine glatte Unmö- sich kett. Wir müssen und wollen tun, was wir können, in der bestimmten Erwartung, daß in nicht <«k ferner Zeit auch die Entente zu der Erkenntnis kommt und in eine gründliche Revision willigt". — Bis zu dieser (sehr unwahrscheinlichen) Erkenntnis haben wir uns dann zu Tode erfüllt.
Dresden, 6. Nov. Reichswehtminister Dr. Geßler sprach hier am Sonntag über den Neuaufbau im Reich und im Staat. Er äußerte sich recht pessimistisch. „Die größte Verwunderung des deutschen Volkes werde es einmal erregen, daß es nach dem Abschluß deS Friedensvertrags Leute gegeben hat, die glaubten, man könne ihn erfüllen, besser leben und obendrein weniger arbeiten". Die Entwertung der Mark bedeute die Wiederherstell'.ing einer wirtschaftlichen Blockade, wie sie schlimmer nicht gedacht werden könne. Die 132 Milliarden Gold- mark, die wir an die Entente zu zahlen haben, seien heute auf 7000 Milliarden Papiermark ange- wachsen. Alle Spatzen der Welt pfiffen cs vom Dache, daß wir in absehbarer Zeit nicht mehr zahlen können.
WfiiWe SlktSm.
Die gegenwärtige Zeit liebt es, namentlich In un- erem geknechteten und vetfchuldelen beutschen Vater- lanbe, sich über bte Not unb den Jammer btefet Tage unb bet bunteren Zukunst mit verschiedenen Trost» grünben hinwegzuhelfen und aus thne« Zuversicht unb Hoffnung zu schöpfen. So entstehen falsche Silber unb verkehrte Vorstellungen, bte wir wohl am besten «ist „lveltpolttischen ober weltgeschichllichen Irrtümern' bezeichne«! bürfery Sie stnb mit bett Schlagworte« verwandt, welche heute allgemein gebraucht werben.
Der erste große Trugschluß Ist ber Glaube an baS Weltbürgertum. Hierunter wirb bie Verwischung ber völkischen Unterschiede verstanden, somit bie Verzlchtleistung bet Einzelvölker auf bte Eigenart Ihrer Sonberstellung zu Gunsten ber Gesamtheit. I« Wahrheit ist bas Weltbürgertum ein schattenhafter Begriff, welcher ben harten Forderungen ber Wirklichkeit nicht stanbhält. ES hat zu allen Zeiten Weltreiche gegeben, In betten sich baS Weltbürgertum scheinbar glänzenb verkörpert hat. Allein bie Geschichte beweist mit unerbittlicher Deutlichkeit, baß nur bte nationalen Kräfte dcS herrschenden BolkeS ein Weltreich Zusammenhalten können. Es muß zerfallen, sobald die Macht versiegt; denn nicht die Masse entscheidet, sondern I>le Persönlichkeiten ber Herrschenden, getragen von bem nationalen Willen unb der Wucht völkischer Eigenart. Das Weltreich Alexanders des Großen, welches fast die ganze damalige Kulturwelt umfaßte, zerfiel bereits mit dem Tode seines Schöpfers. Das Reich der römischen Cäsaren bestand zwar einige Jahrhunderte, allein es trug ben Keim bes Unterganges In sich; denn die innere Kraft deS herrschende« Volkes, also ber Römer, befanb sich in nnaufhali- samem Niebergang. Karl ber Große errichtete auf bett Trümmern des Römerreiches bas von ber Einheit ber christlichen Kirche getragene Weltreich, besten Trag- traft baS Deutschtum war. Balb nach dem Tobe seines Begründers spaltete sich bas Reich In Nationalstaaten. Die Versuche ber Musischen Kaiser, ein einheitliches Weltbürgertum in Gestalt eines nach bamaliger Vorstellung allumsastenben Weltreiches zu schaffen, mißlangen. Die beutschen Kräfte reichten zur Niederzwingung ber Gegner nicht aus, sondern verbrauchten sich, woraus die Zersplitterung Deutschlands entstand, während Frankreich, England, Spanien zu starken Nationalstaaten sich erhoben. Das Reich Karls V., in welchem „bie Sonne nicht unterging', überlebte seinen Schöpfer nicht, das im Sinne der europäischen Begriffe gedachte Weltreich Napoleons I. war eitt künstliches Gebilde, welches an bie Person bes Gewaltherrschers geknüpft war.
Nun könnte man einwenben: „Ja, baS war früher, heute aber brängt angesichts ber engen Beziehungen beS Weltverkehrs unb ber unbebingtett wirtschaftlichen Abhängigkeit der Staaten nnd Völker von einander alles mit unwiderstehlicher Macht auf bte Verwischung ber nationalen Schranken, somit auf bte praktische Her-
M Ml im Mttg.
Nachdem sich seit Sonnabend die Ministetliste dreimal geändert hat, weil die Parteien sich über die Verteilung der Sitze nicht einigen konnten (das Kenn- und Wahrzeichen der nachrevolutio- nären Zeit), ist der Handel nun endlich ins Reine gebracht. Nicht der Sozialdemokrat Leinert, dem fein Hannoverscher Oberbürgetmeistetposten sicherer erschien als ein neudeutscher Ministersessel, auch nicht der demokratische frühere Minister der öffentlichen Arbeiten und ehemalige Redakteur
Persönlichkeiten Aufstellung. Der erste Teil des Zuges .
mit Hunderten von Abordnungen zog hier an den Oeser, der als gewählt gemeldet wurde, ist zum Gärgen vorbei. Turner, MMärvereinigungen, Stu- Nachfolger Stegerwalds erkoren worden, sondern dentmverbindungen unö andere Korporationen s'lgtcn. der Sozialdemokrat Braun, der diesen Posten M 9 Uhr begann die Trauerzernnonie mL der Ern- neben dem Landwirtschaftsministerium bereits von segnung ber Leichen. Den Schluß des erste« Ende März 1920 bis .Anfang März d. I. bekleidet Telles des Zuges bildete die gesamte Garnison hat. Die Wahl fand im Landtag Sonnabend Abend der Stadt München. Die Truppenabteilungen zogen statt mit folgendem Ergebnis:
Cassel, 6. Nov. In einer Rede, die bürgermeister Scheidemaun gestern hielt, schilderte
Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Londoner Zahlungsstatut geschaffen wurden.
Kontrolle der deutschen Sozialgesetzgebung?
Berlin, 5. Nov. Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, kam im ReichstagsauSschuß für soziale Gesetzgebung zur Sprache, es drohe bte Gefahr, daß bte Verbünbelen einen Ueberwachungsausschuß in bas beutsche Finanzministerium fetzen wollen, ber bte Maßnahmen für bte soziale Versicherung daraufhin überprüfen werde, daß leine Bestimmung unserer sozialen Versicherung Wetter gehe unb bester fei, als diejenige bes bezüglich ber sozialen Gesetzgebung am weitesten zurückgebliebenen Landes der Verbündeten.
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Eine demütigende Taktlosigleit.
-In allen feindlichen Ländern werden unausgesetzt Gedenkfeiern für irgend einen neuen „unbekannten Soldaten" veranstaltet. Dem liegt ein an sich sehr stzm- I pothischer Gedanke zugrunde, doch verliert die AuSsüh- xnng an Wert, wenn man anbauerttb so viele unbekannte Soldaten ausgräbt, beerdigt und feiert, daß bald keine mehr übrig bleiben, zumal eine jede solche ’yttec fast regelmäßig zur Aufhetzung gegen den „deutschen Barbaren" benutzt whck) . Es ist daher fein Zeichen besonderen Taktgefühls, wenn sich die italienische Kolonie
im Paradeschritt an den Särgen vorbei. Nachdem q=s waten abgegeben 338 Stimmen. Davon der Zug die LiLwigskirche passiert hatte, wurden die |ieIen 197 ouf Otto Braun (Soz.), 83 auf feiben Särge auf die Leichenwagen groben., die mit Winckler (D.-Ntl.), 23 auf Leid (U.), uübest sechs schwarz verhängten Pferden bespannt waren, schrieben waren 47 Zettel.
Die Ehrenkompagnie Präsentierte die Musik spielte G-n IciI unbeschriebenen Zettel rührte von den Prasentiermarsch, und die Geschütze gaben der L Kommunisten her, ein anderer Teil von Mit- Trauersalut An bte beiden Letthenwaqen ine mit ^r Deutschen Volkspartei. Acht Stimm:«
Kränzen behängt und mit den «hng^en ^nhgnten ß ^splittert drei davon lauteten auf Oeser, geschmückt waren, schloßsich die Geistlichkeit an. Nn- auf S t e g e r w a l d , einer auf N 0 s k e und
mittelbar hinter> dem Leichenwagen gutgen die an- «u Stinnes. Präsident Leinert erklärte
wesenden Mitglieder hiernach den Abg. Braun als gewählt. Die
nächste Sitzung des Landtages wurde auf Donners-
Landtages, die Vertreter der Parteien, der Mausttncn taiS Nachmittag 3 Uhr angesetzt mit der^Tagesord- unb anbete Vertreter der bayrischen Staalsregieruuz, nurig: Entgegennahme einer Erklärung des der Kreisregierungen, die Abordnungen der Städte msterprasidenten und Ausspracye darüber.
und Nniversitätsbehördcn, Staatsbeamte us>v. Bei den Dtlö N6U6 &(XbittCtt
Vrovyläen wurde der Zug mit Fanfarenklängen
empfangen. Auf dem Königsplatz hatten Tausende wird sich nach der Vereinbarung der Fraktionen w,e hon Schulkindern Aufstellung genommen. Die Stufen folgt zusammensehen:
der Staatsgalerie waren von 800 Sängern besetzt, Dr. Wendorff (Sem.) Landwirtschaft, Semit denen Massenchöre mit Jnstrumcntalmusikstücken gering (Soz.) Inneres, Siering (Soz.) Han- und Militärkapellen abwechselten. Dann nahm der del, Dr. Boelitz (D. Bpt.) Unterricht, Dr. tzng ber. Weg zum Dom. Als die Leichenwagen , Richter (D. Bpt.) Finanzen, Dr. A m Z e h n - hör' bem Dorn angekommen waren, wurden sie vor $ 0 j j (Zentr.) Justiz, Stegerwald (Zentr.) dem Hauptportal von Kardinal-Erzbischof v. Faul- Woljlfahrt.
Haber, umgeben von den bayrischen Bischöseu und £ei neue Finanzminister v. Richter ist der Achten, erwartet. Die Särge wurden rn die Kirchs Oberpräsident von Hannover, der im Herbst gebracht, wo sie ausgebahrt wurden. F^uloaber ge- ig20 con $eirn Severing, dem jetzigen Minister dachte in ergreifende« Worten des Lebens und Wirkens । J ~
des dähingcschiedenen Königs, dcr seiner Familie das Bild des arbeitsfr-udigen Menschen, feinem Volke das Bi-d des leutseligen Königs und seiner Kirche da? Bild des gottseligen Bekenners hinterließ. Anschließend UN die Trauerrede hielt der Erzbischof von Regensburg das feierliche Requiem, wobei die Domkapitulare assistierten. Nach der feierlichen Lidera wurden bte Särge von Reichswehrsoldateu nach der Grust dcr Wittelsbacher unter dem Hochaltar getragen, wo Faulhaber die Einsegnung vornahm. Pnnz Rupprecht begleitete die Särge der Eltern nach der Grust. Damit war die Trauerfeier beendet. Ein Zwischenfall istj
Der anielgenprets beträgt für bie 9 geb. (Monel je He ober beten Raum 1.— Mk„
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Berechnung. Spät etnlaufenbe oder den Raum übet ‘/, Seite einnehmende An- jy, n’llflUi »eigen find mit berechtigt, nach bet Terispaltenbrette zu setzen und zu berechnen.
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