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Aus dem besetzten Gebiet.
Belgische Justiz in den Rheinlanden.
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fern, daß sie da» Haus ersuchen müfft, die Streitkräfte der Krone in beträchtlichem Maße zu verstärken. Die Erfahrungen im südafrikanischen Kriege lehrten, daß riesige iÄreitkräfte nach Afrika gesandt werden mußten, um dem Guerillakrieg zu begegnen. Er muffe dem HauS jedoch ausdrücklich sagen, daß, wenn cs nicht unbedingt notwendig für die Ehre und Sicherheit Englands sei, jetzt nicht die Zeit dafür sei, zmn Unter- häufe zu kommen, um von ihm zu fordern, daß eS den Steuerzahlern weitere große Lasten aufbürde und die Jugend von neuem aufsvidere, das Leben aufs Spiel zu 'setzen. Bevor mau das tue, müsse man vor allen Dingen erst das englische Volk überzeugen, daß keine andere Wahl besteht. Man müsse das britische Reich davon überzeugen und sich selbst. Der Premierminister erklärte, die Verhandlungen mit den Sinnfeinern gingen weiter. Er würde froh sein, wenn er in der Lage fein könne, mitzuteilen, daß die G e s ch w i st c r n a t i o n, die düs britische Reich michegründct habe, beschlossen- habe, dem Jahrhunderte alten Streit ein Ende zu machen. Er könne dem Hause jedoch nicht die Möglichkeit verheimlichen, daß er vielleicht die furchtbare Mitteilung werde machen müssen, daß cs u n m ö g l i ch sei, ohne Gefahr und Schande zu einer Regelung zu gelangen. Wenn diese surchtl>arc Stunde jedoch kommen sollte, und „jemand, der an diesem Tische steht", daZ Unterhaus und das Land aus- fordern müßte, größere Opfer zu bringen, dann müsse man Las Gefühl haben, daß alles getan wurde, was getan werden konnte. Jedermann müsse in der Lage fein, zu seiner Wählerschaft zu gehen und zu sagen: Wir kämpsen für die Sicherheit des britischen Reiches, für seine Ehre, für Freiheit und Recht, und wir haben alles getan, »sas in unserer Macht liegt, um oen Frieden aufrecht zu erhalten und uns trifft keine Schuld, daß er nicht zustande gekommen ist. Lloyd George sagte, wenn die Sicherheit Englands bedroht, trenn die Krone nicht anerkannt wird, wenn daS britische Reich verstümmelt und Irland ^keinem fremden Staate gemacht werden sollte, wenn an Englands verwundbarster Flame es den Feinden Englands frei wäre, Abmachungen - i treffen, um den britischen Handel zu bekämpfen und wenn der britische Handel Angrifsen an der irischen Küste ausgesetzt werden sollte, ohne daß Großbritannien das Reckt habe, die Küsten Irlands zu seinem eigenen Nutzen zu .benutzen, wenn am Abmachungen bestanden würde, die den Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten bedeuten würden, dann würde Großbritannien die notwendigen Opfer bringen, um ein solches Unheil abzulvenden.
Asouith gab seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß die Regierung endlich eine Politik eingeschlagen habe, für die die Opposition von Anfang an eingetreten sei.. Aslnrith stimmte mit Lloich George darin überein, daß bk Konferenz der Regierung mit den Sinnfeinern streng privat und vertraulich sein müßte. Es dürfe jedoch keine Regelung ohne das Parlament erfolgen. Wenn die Verhandlungen abgebrochen werden sollten, so werde man sich einer Lage von beispielloser Schwierigkeit und - Gefahr grgenübergcstellt sehen. _____
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gcbcrführung Karls und ZlwS aus ei» englisches Kanonenboot.
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Die Besatzungskosten.
Parts, 31. Ott. Die zur Zeit hier tagende Kommission zur Herabsetzung der militärischen Besatzungs- kosten ist noch nicht in der Lage, ihre Arbeiten abzu- schlictzcn, da vom englischen Kriegsmiuistcrtum noch weitere Auskünfte über die Bcdürsnisse der Besatzungsarmee und die festgestellten Mißbräuche eingeholt werden sollen.
erklärung abgelehnt habe. Man könne heute nichts mehr sagen: „Ich vage fit", sondern „Ich der- zweifle an dem politischen Sinne eine« Volkes, das sich in einer solchen Stunde nicht zq einer KundgÄung aufringen lonnte".
Mt W Ek«M te flnletlaas.
London, 31. Ott. Lkovd George erfiärtt in seiner Unter Haus rede über die irische Politik der britischen Regierung, es sei wesentlich, daß die Lage gevärt werd«, damit bk Regierung wisse, welches die Ansicht deS Unterhauses über die irische Politik sei. Zur Frage des Bruches des Waffenstillstandes durch die Snmfeiner sagt« der Premierminister, die Sinnfeiner hätten ihr Bestes getan, um die von ihnen gegebenen Garantien durchzuführen. Es seien z. B. fest« Garantien gegeben worden, nachdem die Regierung Beweise erhielt, daß Vorbereitungen für eine Waffcnlandung in Irland getroffen wurden. Ein Teil deS diesbezüglichen Bcweismattrials sei der Aktion der deutschen Regierung zuzuschreiben und, so fügte der Premierminister hinzu, cs gehöre sich, daß dies dem Unterhaus mitgeteilt werde. Lloyd George erklärte Weiler, daß keine Uelieremkunst, di« im Laufe der irischen Verhandlungen eingegangen werden sollte, ohne die Ermächllgung des Parlaments in Kraft treten Würde. Sollte ein Ucbereinkommcu erzielt werden, so würde das in Gestalt eines Parlamentsbeschlusses ge- sche^n. Nicht« könne erfolgen ohne die volle Prüfung und Billigung durch das Parlament. Der Prcmier- miilister fuhr fort das Unterhaus müsse euttoeber seinen Unterhändlern vertrauen oder sie ersetzen. Er und fein« Kollegen tooUtcu wissen, ob das Unterhaus haben tvolle, daß fie versuchten, den Frieden herbeizuführen. Wenn das Unterhaus das nicht wall«, so gebe cs einen Mann, der froh fein würde, zu seinem Svurerän^zu geben und ihm su sagen: Ich überreiche Ihnen hiermit mein Porte- seuillel Lloyd George erklärte, trenn die gesamte Frage im Unterlaufe erörtert werden wüicke, so würde dies das Ende der Konferenz bcdeicteu. Nach dem gegen die Regkrung erhobenen Borwurf, daß sie mit Leuten unterhandle, di« die Autorität der Krone nicht anerkennen und die mit Staaten verbunden seien, die alles vcrabscheneti, so wolle er die Frage stellen, mit irem sie denn verhandeln solle. Wenn überhaupt eine Konferenz stattfinden sollte, so müsse sic mit den Leuten geführt treiben, bk für den Augenblick hn sturmen der Mehrheit des irischen Volkes sprechen. Lloyd George fragte, wer denn anders da sei. Er sagte, er gebe zu, daß sich alle Sinnftincr für eins Republik erklärt hätten und daß alle Sinnseinrr die Autorität der Krcu« verwerfen. Wenn man aber auS diesem Grunde nicht mit den Sinnfeinern verhandeln wolle, so gebe c3 niemand in Irland, mit dem man verhandeln könne. ES sei nicht daS erstemal, daß Großbritannien mit Rebellen mit gutem Erfolg für das Reich verbandelt habe. Der einzige Punkt, den das Unterhaus entscheiden müsse, fei nicht der. ob man mit Rebellen verhandeln solle, sondern der, ob ülnrhaupt mit ihnen eine Konferenz stattfinden sollte. ES handle sich darum, ob daS HauS der Regierung sagen werde: Gebt das Berhau- deln auf und unterdrückt zuerst den Aufstand und auf« erlegt dann Irland eine Regelung, die dem Parlament gerecht erscheint. Sollte die Kvnserenz abgebrochen trer- deu, so würde das erste, was die Regierung tun müsse,«
Zusammenbruch Deutschlands bedeuten. Tie Auswirkung auf di« französische Währung und den englischen Handel würde verhängnisvoll fein. DaS britische Schatzamt befasse sich daher augenblicklich ernstlich mit einem Plan, der es Deutschland ermöglichen soll, seinen Verpflichtungen nachzukommeu, ohne daß daraus fein Ruin folge, und man Hoss«, daß Frankreich, das sich jetzt (über die Lage klar sei, bei diesem Plan Mitwirken werde. Wenn Deutschland auf diese Weise unterstützt werd«, so sei cs nur natürlich, daß cs gewijs« Zugeständnisse mache. Eine der Bedingungen würbe vielleicht sein, daß Deutsch- fctnb sich verpflichte, kein Papiergeld mehr zu drucken, sondern sich entsprechend z» besteuern.
Seit Bildung der neuen Reichsmarine, die kurz nach Kriegsausgang erfolgt ist, sind über zwei Jahre verstrichen.; Ihr Aufbau hat, soweit eS der stark belastete Reichs«! haushalt gestattete, inzwischen erkennbare Fortschritte gemacht. Kein Staat darf bei n o ch so ungünstiger Finanzlage die Ausgaben, auf denen seine Existenz beruht, die Ausgaben für seine Wehrhaftigkeit, scheuen. Der Reichstag bat sich dieser Ueberzeugung nicht verschlossen nnd durch die Bewilligung der ersten Mittel für den Aufbau! der Reichswehr, zu der auch die Marine zähll, seinen Wilken bezeugt, unsere nationale Existenz zu sichern und zu stärken. Seitdem ist $trei Jahre lang an dem Aufbau der Reichsniarine aearbeitet worden. Ein Linien« chiss der „Dentschland"-Klasse, „Hannover", befindet^ ich im Dienst, tin zweites folgt hn Lauft dieses Winters.' Auf mehreren kleinen Kreuzern und zahlreichen Torpedobooten weht die deutsche Kriegsflaage. . '
Diese in Dienst befindlichen Sch ine sind bisher. nicht, untätig gewesen, es haben zahlreiche Besuche im näheren, Ausland stattgesimden. Der kleine Kreuzer „&am«j Kur g" und eine Flottille haben im Sommer 1921 eine; Minenräumexpedition um Skandinav'en und das Nordkap; herum in das Weiße Meer unternommen. Der norme-,' gische Lotse, der di« Schisse Begleitete, äußerte sich tut»; darauf (wie bereits von uns mftgeteilt) in „Norges Han«; dels-och Sjöfarts Tidende" ,olgcnd-rmaßen: „Aus keiner; t er vielen 91cifen und Expeditionen, an denen ich in meinem Leben teilgenommen habe, ist mir soviel Zuvor-, kommen und Freundlichkeit entg-.geugebracht worden, wie, von diesen Leuten. In jeder Beziehung und von allen.; Ich habe noch nie eine Stellung mit ähnlichen Gefühlen, verlassen, wie dieses Mal. Obwohl die Kost an Bord^ ko einfach war, wie ich es nock nie erlebt habe und mein; Leben unter dem mörderischen Feuer der Bolschewiken an einem Faden nina. Trotz alledem werde ick die Tage, die ich dort au Bord verlebt habe, nicht vergessen. Tas waren Leute mit Haltung nnd Disziplin, nur, frohe Gesichter vom Kommandanten bis zum Matrosen. Alles ging wie am Schnürchen. Ich hatte Gelegenheit, alles zu sehen und vieles kennen zu lernen. Ich fasse meine Beobachtung darin zusammen: Ein solches Volk kann niemals untergeben!"
Im September haben das Linienschiff „Hannover" Finnland, die Kreuzer „Areona" und „Medusa" Norwegen und Schweden Besuche abgestattet. Größere Reisen über See. zu unternehmen, muß heute selbstverständlich die Rücksicht auf den schlaffen Staats- säckel verbieten. Die minenvcrfeuchten Gebiete der Ost» und Nordsee sind nahezu gereinigt. Nach Beeudigung der Arbeiten werden die zahlreichen z. Zt. in Dienst 6t« sind sichen Minensuchboote außer Dienst gestellt werden,, und dann wird der Aufbau der deutschen Reichsmarine beendet werden können. Deutschland wird dann übtt| 6 Linienschiffe, dieselbe Anzahl kleiner Kreuzer und 4 Torpedoboots-Halbflottillen verfügen können. Da einig« der kleinen Kreuzer bereits etwas überaltert sind, wird der Neubau zunächst eines kleinen Kreuzers vorbereitet, dessen Kiel in nächster Zeit auf der Mlhelmshavenekj ■ Marinewerft gestreckt wird. Die Baumittel find vom, - Reichstage mit großer Mehrheit bewilligt. Weitere Er-, 1 fadbauten werden folgen, sobald unsere Wehrfähigkeit'
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Zur Frage der intcrnatioualen Kriegsschulden.
London, 31. Ott. Im Unterhause wurde heute mttgcteilt, daß die britische Negierung nicht in Unter« Handlungen mit der amerikanischen Regierung wegen der Streichung der europäischen Kriegsschulden stehe.
Die Aufnahme der Sowjetnote in England.
London, 31. Ott. Die Note der Sowjetregierung an die britische Regierung ist in London eingetroffeu. In der City herrscht keinerlei Begeisterung über die russischen Vorschläge, die nur auf das Ersuchen um Kredite hinauslaufe. Die Blätter betonen, Rußland müsse selbst wieder ein erzeugendes Land werden und die in den westlichen Ländern üblichen Kontrakt- gefetze anerkennen.
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toawi vollkommen gebannt betrachtet werden kann. Am sMM 'geimoBenb Wend erschienen die Bertrcter der Groß- .t/' Kü:Re beim Ministerpräsidenten mit einer Mitteilung
tragen.
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Berlin, 31. Ott. Am 8. Oktober waren Saale einer Krefelder Gaslwirisckasl ehemalige Orsi- ziere vom Tnfanterieregimeut Nr. .56, die sich dort zu einem kameradschaftlichen Wiedersehen eingebunden batten, von., belgischem. Militär. verbaftet und nach Aachen, abtransporliert worden. Blättermeldungen zufolge wurden, sie jetzt von dem belgischen Kriegsge- rtchi, obwoht die -Zufaminentunst naoftveislich frei von jeder politttchen Tendenz toax, zu Gefängnis und Gc'.bstrasen vcrurretl!, und zwar erhielten zwei je vier Monarc Gefängnis und je 5006 -Ji Getdstrafe sind 28 Angeklagte je drei Monate Gefängnis und je 10 000 M
iHül-sburg nicht in Frage komme, ein Kandidat, bet ibtn Regierungen der Verbündeten nahe stehe, wün- -Wcnswerl feL Was die Legitimisten anbetrisft. so habe sie der Mißerfolg Karls für den Augenblick zum Schweigen gebracht. Was mau befürchte, sei der Wider- pnnb der kleinen Entente, besonders Südsiawi'us. !SSan ziehe deshalb vvr, mit der Ausstellung btt Kaa- btbetur zu warten, bis sich die gegenwärtige Erregung
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Ker die Verhandlungen in der Votschafterkousercuz Ver Lik letzten Schritte der kleinen Entente in Paris, üsubbn und Rom. Die Standpunkte der Großmächte mid der kleinen Entente haben sich beträchtlich gr- pöhcrk. Die diplomatischeii Verhandlungen werden stri gesetzt. Am Sonnabend hatten die diplomatischen Strtreter der kleinen Enteilte beit Regierungen in 'MriS, London und Rom eine Note Überrcicht, welche ■’fctn Ttandpunst und die Forderungen ihrer Regierun- itzkir in der magyarischen Frage barlegt. In Paris jtp:tcbc daraufhin sofort die Boischasttrkonsercnz ein» 'bkcnse», um die Note der kleinen Entente zu bchandrln.
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zur Ser es erfordert.
Tas Personal der Reicksmarine besteht alles in allem aus 15 000 Mann, darunter etwa 900 Offiziere. Man hat organisatorisch dafür Sorge getragen, daß da» Äusrücken bet Offiziere in die höheren Dienstgrade rasch genug vor sich geht, um eine Ueberalterung in den höheren Dienststellen zu vermeiden. Bei der Kriegs marine, die zur Führung ihrer Schisse Männer von, raschem Entschluß, frischer Tatkraft und eisernen Nerve», gebraucht, würde eine Ueberalterung der Führer besonder» nachteilig wirken. Nur jugendliche Frische und Ausbauers vermag den Kampf mit Wind und Wetter, dem der Seemann in seinem Beruft ausgesetzt ist, mit Erfolg z» führen. Dementsprechend muß rechtzeitig für Ersatz der ausrückeuden jüngeren Offiziere, für den Nachwuchs des Osfizierkorvs gesorgt werden. Die Marineleitung hat deshalb einen Vorbereitungslehrgang für Ofiizier- und Zahlmeisteranwärter eingerichtet, der am; 1. April 1922 beginnt. Jeder Soldat kann heute Offizier, werden, wenn er Erziehung, Charakter und Bildung besitzt oder erwirbt, wie sie erforderlich sind, um andere Soldaten auszubilden und zu führen. Für Anwärter, dft mit dem Ziel, Offizier zu werden, in die Marine eintreten, ist zweckmäßig, das Abgangszeugnis einer ueuuklassigea höheren Lehranstalt »ll erwerben, da sie sonst vor der Annahme zur Osfizier-laufbahn eine dieser Stufe entsprechende BiDung nachweisen müssen. Bereits nach dem ersten Ausbildungsjahr werben bie Offiziersanwärter an Bord von Kreuzern, Torpedobooten und Segelschisse« kommandiert. Aus dem Viermastschoner „Niobe" werben sie in der Bedienung der Segelschifistakelage unter der Leitung des durch seine Kriegserlebnisse bekannten Kapitäuleutnants Graf Luckner ausgebildet. In der folgenden Zeit wechselt prattische Tättgkeit auf den Kriegsschiffen mit theoretischer bcrufswissenschastlrcher Ausbildung, an deren Beendigung sich die Beförderung zu« Offizier bezw. Mariuezahlmeister anschließt, wenn ölt Bedingungen der Offizicrsprüsung erfüllt werden. ,
Früher bot die G e h a l t s f r a g e gewlste Echtmer^- feiten insofern, als der Seekadett und junge Osiizikü vhA
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Die Beryandlungen über Ungar«.
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Amtliches VerLndigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurheffifchej Oberyefien
Budapest, 31. Okt. Wie die Matter melde», werden Exkönig Karl nnd Exkönigin Zita noch' in der i«achl zum Mittivoch' von Tihanh nach Diina Földvar ' Uhracht, wo sie von dem inzwischen dort fingetroffenen “• Kanonenboot ausgenommen werden sollen. Für rcisroe^r werden die gegenwärtig in Tihany
fcrifei’.ben Mililärvertreier der Verbündeten Sorge
gelegt habe. ■
Vorstellung der Verbündeten bet der Schweiz?
Bern, 31. Okt. Die schweizerische Presse bring1 »ns Paris kommende Depeschen, wonach von den Verbündeten beim schlveizerischen Bundesrat diplomatische Lorstelluiigcn wegen der Rückkehr Karls nach Ungarn gemacht würden. Führende Zeitungen der romanifche» und deutschen Schweiz weifen jeden Versuch der Einmischung deS Auslandes in rein schweizerische Angelegenheiten, wie Handhabung des verfassungsmäßig tzrwährten Asylrrcht-s, zurück. Die Schlveiz krhieft von niemandem Aufträge bezüglich Karls und sei daher n.ier.tanbem Rechenschaft schuldig.
Eämdencrsatzforderungen für das entführte Flugzeug.
Zürich, 31. Okt. ,Dte schweizerische Luftverkehrs- A. G. Astra-Aero hat wegen der Entsübrung des Flug- Uugcs E. v. 59, mit dem der Exkaiser narb Ungarn geflogen ist, Schadcnersatzforderungen in Höhe von 72 000 Franken gestellt. Das Auto sowie das Bankguthaben Karls im Betrage von 30000 Franken sind lur Sicherheit mtt Arrest belegt worden.
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Der Sturz der Mark.
Englisch« Bedenken wegen der Folgen. — Acuderung des Zahlungsmodus?
Loudon, 31. Okt. Laut „Smiüäy Times" sind sich bie meisten <Srchvcrständ:gen jetzt darüber^ ffar,, daß der Sturz der deutschen Mart in großem Maß« aur die drohen Ent schädigungsfor der ungen in diesem Jahre zurückzuführen sei. In Regftmngskrcrsen trerbe allgemein daran geglaubt, daß Tentschlarid die nächste Zahlung im Januar nicht leisten könne. TftSwürbe womöglich die Besetzung des Ruhrge- 6iett» durch Frankreich und den wirtschaftlichen
Kriex nken den nen nen nen nen llllng lars nkcn
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Stresemann gegen Wirth.
K a r l s r u h e, 31. Okt. In einer Wahlversammlung der Deutschen Volkspartei antwortete hier gestern der Abgeordnete Stresemann auf die Ausführungen des Reichskanzlers in Karlsarhe. Dieser habe ausgeführt, ein Erfolg von deutscher Seite in der oberschlesischen Frage sei erzielt worden, denn ursprünglich hätte Frankreich ganz Ohcrschlesien an Polen geben wollen. Wie man aber, trenn Kattowitz und Königs- Hütte an Polen fallen, hier von einem Erfolg sprechen könne, scheine staatsmännisch in seinen Wirkungen das Unbedachteste zu fein, was ein deutscher Staatsmann fugen könne. Dr. Wirth habe geglaubt, bei Berührung der oberschlesischen Frage die preußische Polenpolitik angrnfen zu Müssen. Dagegen sei fest- zustellen, daß das Enteignungsgesetz niemals auge- wendet worden sei und daß das, was Preußen im Osten geschaffen habe, turmhoch in kulrureller Hinsicht über der polnischen Wirtschaft stehe. In dieser Stunde hätte man eine andere Anerkennung für die preußische Arbeit im Osten aus dem Munde des ersten Beamten erwarten dürfen. (Stürmischer Beifall.) Die Entsendung eines Kommissars zu den wirtschaftlichen Verhandlungen sei gleichbedeutend mit der Annahme der Entscheidung über Oberschlesien. Die Aufbringung der ersten Goldmilliard« schon habe auf unsere finanziellen" und wirtschaftlichen Verhältnisse verwüstend gewirkt. Wir müssen erreichen, daß die Reparasions- summe ans ein verständiges Maß herabgesetzt wird. Weiter sagte Dr. Stresemann: Es fehle ihm jedes Verständnis dafür, weshalb der Reichstag die Protest-
Urag, BL Ott. Am Freitag Abend fanden sich Heim Ministerpräsidenten Benesch die diplo- ;«jlsisch«u Bertretcr der Verbündeten eilt Der Ministerpräsident hat mit ihnen eine längere Atis- !braitfe gehabt Über die Erciffnisio in Ungarn, beu gtenb der tschechoslowakischen Maßnahmen und über tzas Eingroisen der großen. Entente. Nach' der Koirfe- pnz in Prag wurden die diplomatischen Verhaiid- dügen be» ganzen Sonnabend und Sonntag fortgesetzt, -ffbeusa wurde ständig zwischen Belgrad und Budapest ^ch'andekt. Die steine Entente scht ihre Vechand- Ölungen in Budapest fort, wo ein diplomatischer SchL itt in den nächsten Tagen in einer entschiedenen gornt erfolgt. Astes zielt darauf hin, im letzten kriti- scheu Anzmblick einen kriegerischen Zusammen stoß zu vermeiden, bet bisher aß nicht - - — - 1 Am
UL'il ' P >ri§, 31. Oki. Hävas meldet: Nachrichten . taufe» aus Prag rmb Berlin zufolge ist das Gerücht verbre'.tkt, ‘ ” l.bafr der Herzog von A o st a ernstlich aß Kan« | ibibat für den ungarischen Thron in Betracht komme .tund das» Verhandlungen in dieser Sache bereits j zwischen Rom unb Budapest begonnen hätten. ES jherßt'^e«icr, daß Frankreich und England dem Plan ! günstig gegenüberständen. Einzelne Anhänger des ! Gedanken? der freien Wahl des Herrschers für Ungarn
Der Anzeiqenpreis beträgt für di« 9 gejp. Colonelzeile oder deren Raum 1.- ML
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