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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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crffdlung zurück, und ich drücke dm wärmsten Tank Ereignisse alle Bürger des schwergeprüften Lande» die

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Uneinigkeiten, das persönliche Klassminteresse zurückstelteu

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Ein neues Kabinett Wirth.

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Die Note geht aber nicht nur sorniell, sondern auch

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sr^iduiig fällt. Die anscheinend ganz neutrale Ent- skndung eines Bevollmächtigten wird also zur Fliß.

und Anerkennung eilen denjenigen au», die neben mir treu aushielten und treu aushalten, um daS Vaterland zu retten. Besondere Anerkennung gebührt der unmittel­bar betrossmen Bevölkerung jenseits der Donau, die Ruhe und Nüchternheit bewahrte, ebenso der Bevölkerung Buda-

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derzeit nicht gegeben sei. Die Fraktion betrachtete in den Verhandlungen die an sich bedeutsamen Fra« gen der inneren Politik, die bei. der Koalition M berücksichtigen waren, nicht vom Standpunkte eiiu fertiger Parteipolitik, sondern machte selbst weit,! gehende Vorschläge für die Besitz- und Spekula,- tionssteurrn. Alle diese Gesichtspunkte müßten aber! zurücktreten, wenn es sich um die oberschlesische Frage handele. Hier gehe es um mehr als in Spaa,, hier gehe es um mehr als bet dem Ultimatum, den« jetzt handele es sich nicht um Kohlenlicferungen oder Eoldleistungen, sondern um deutsches Volk undumdeutschesL and. Wenn wir diese Ver« gewaltigung mittelbar oder unmittelbar hinneh- men, dann ist das Ende besten, was man uns noch weiter an Unrecht und Gewalt antut, nicht a b z u s e h e n.

Wer 6as SWtni der MWimMW wird von deuischvolksparteiiicher Seite gemeldet: Ts war nur ein Zwischenakt, kurz, aber bezeichnend für die ganze Lage. Die Hoffnung, daß die Samm­lung einer Abwehrmehrheit gegen die oberschlesische Entscheidung und alles was mit ihr zusammen­hängt, gelingen könnte, tauchte am Sonntag auf, ist aber am Montag Nachmittag rasch wieder ver­flogen. Es konnte der Deutschen Volkspartei nicht genügen, daß man den Wirtschastskommistar ledig­lich unter einer, wenn auch scharfen Rechtsverwah­rung abschickte, sondern cs mußte im Sinne ihrer Auffassung verlangt werden, daß die neue Negie­rung sich weigern sollte, einen Kommissar zu senden, wenn damit eine Anerkennung der oberschlesischen Entscheidung verbunden sei. Die sozialdemokra­tische Fraktion stand mit ihrer Auffassung einer solchen Formulierung im Wege. Sie war für oor* behalt!^ Ernennung eines Kommissars, und ihr ganzer Ablehnungswille beschränkte sich auf die Möglichkeit, im Reichstag starke Männerreden ge­gen die Verbündeten zu halten. Unter diesen Um­ständen sah die Deutsche Volkspartei keinen Wey zur Bildung einer Ablehnungsmehrheit in ihrem Sinne. Eine schwächliche Kompromißformel könnt« für sie nicht in Frage kommen k denn ihrer Ansicht nach handelte es sich nicht etwa darum, nur ein Scheingefecht gegen die Verbündeten zu liefern, sondern einen ernsthaften Widerstand ins Auge gn fasten und durchzuhalten. Nach dieser Rich­tung hin ließ die Haltung der Sozialdemokratie auch die allerbescheidensten Garantien vermissen. Da sie ihren wohlbegründeten Standpunkt nicht durchzusetzen vermochte, hat die Deutsche Volks­partei folgerichtig darauf verzichtet, an weite­ren Versuchen einer Regierungsbidung teizuneh- men.

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Beibehaltung brr Besetzung des Deutschland verbliebenen Teiles ObcrschlesienS.

VariS, 25. Ott. Der .Temps' s-vreibt. einzelne Demokraten und Vollsparteiler schienen Deutschland in Obcrschlesien die Vorteile des wirtschaftlichen Av- lommens zu sichern, aber nicht, die von den Verbünde­ten gezogene Grenzlinie anerkennen zu wollen. Diese Kombination sei unausführbar. Die Teilung Ober- schlesicns sei von allen Verbündeten ans Grund des Frledensvertrages von Versailles vorgenommen wor­den: sic hätten souverän gehandelt, und die deutschen Proteste (Bunten ihrer Entscheidung nicht den desini- tiven Charakter nehmen. Diese Proteste würden nur Deutschland schaden, weil sie bewiesen, das, es unauf­hörlich die Regelung des Friedens in Frage zu stellen suche, selbst daun, wenn der Völkerbund interveniert habe. WaS die deutsche Regierung erzielen könne, wenn sie der Entscheidung der Regierungen ein Hin­dernis bereite, sei, daß die wirtschaftlichen Abmachun­gen unterbrochen werden und der deutsche Teil Oberschlestens von den Verbündeten besetzt bleibe, während der polnische Teil au Polen über- lvieseu werde. DaS erstere Ergebnis wäre für die deut scheu SBcWt*nct Oberschlesiens weniger vorteilhaft, das »wette für das Deutsche Reich verhängnisvoll.

pests, namentlÄ der Arbeiterschaft, deren patriotische I weil dort, wie sie behaupteten, karlistische Zeitungen Haltung die Sicherung der Ordnung in jeder Weise erteilt)» j gedruckt würden. Die bewaffneten Uebelläter sind ge- terie. Ich bin überzeugt, daß unter der Einwirkung der < flüchtet.

Marburg

Mittwoch, heu 26. Oktober

Eilbhardt.

Die sinWMe EMeiimg.

Bon Dr. Alfred Gildemeister, M.b.R.

Wenn JeutWM ft nicht W.

Erklörunge-i Briands in der Kammer.

Paris, 25. Okt. Briand erklärt^ in der Heu kigen Nachmirtagsfitzung der französischen Kammer auf die Anfrage des Kommunisten Marcel Eachin, ob die vom Minister Loucheur in Wiesbaden begon­nene Politik die Politik der Negierung gegenüber dem neuen Deutschland sei, das werde von Deutsch­land abhängen. Wenn Deutschland sich von einer '.img fsthren Jicftc, die ihre Verpflichtungen «füllt, werde Frankreich keinen Grund haben, zur Drohung, und. Gewalt feine Zuflucht zu nehmen. Wenn Deutschland sich weigere, seine Verpflich­tungen zu halten und mit Revanche drohe, bann sti es natürlich, daß die Haltung der französischen Regierung geändert werde.

$95 nm Kabinett

Der Kanzler selbst Außenminister. Dr. Köster Minister des Innern.

Berlin, 26. Okt. Das von Dr. Wirth zu bil­dende Reichskabinett wird den Blättern zufolge kein Koalitionskabinett sein, sondern aus Poli­tikern ohne Ansehen der Partei sich zusammen­setzen, die geeignet und guten Willens sind, die Po­litik des Reichskanzlers zu unterstützen. Das Zen­trum sowie auch die Sozialdemokraten haben ihren Mitgliedern des früheren Kabinetts freigestellt, in das neue Kabinett Wirth einzutreten. Unbestimmt ist noch die Haltung der Demokraten. Reichsjustiz­minister Dr. Schiffer ist vom Reichskanzler er­sucht worden, das Justizministerium beizubehakten. Er hat sich seine Entscheidung vorbehalten. Der bisherige Außenminister Dr. Rosen.scheidet aus dem Kabinett aus. Es gilt als sicher, daß bet Reichskanzler selbst das Ministerium des Aeußem verwalten wird. Der Posten des zum Ge­sandten Sachsens in Berlin ernannten bisherigen Ministers des Innern Dr. Eradnauer ist Dr. Köster übertragen worden, der dem Kabinett Hermann Müller kurze Zeit als Außenminister an- gehört hat. Das Finanzministerium hat bet Reichskanzler dem Staatssekretär im Finanz­ministerium Dr. Zapf angeboten, bet partek politisch der Deutüben 2SüL£finartni atutehätt.

und wie ein Mann die Interessen des Landes verteisigelll.

Budapest, 25. Oft. Unverantwortliche Element haben die Maschinen der Druckerei Athenacum zerstört.

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Witem öergrossen Mitin.

Der Reichspräsident an den Reichskanzler.

Berlin, 25. Okt. Der Reichskanzler erklärte sich nach erneuter Rücksprache mit dem Reichspräsi­denten bereit, die Bildung der Regierung zu über­nehmen. -

Der Reichspräsident hat heute Nachmittag an Neu Reichskanzler ein Schreiben gerichtet, in dem es heißt:

Seit Wochen ist es mein unausgesetztes Bemühen gelvesen, für eine Verbreiterung der gegen­wärtigen R-gi^rnngskoa i ton d-e ÖJar t/aae yt schaf- len, in der Ueberzeugung, in der ich mit Ihnen, Herr Reichskanzler, einig gehe, daß die großen Aufgaben, die Deutschland auf dem Gebiete der inneren und änßcrm Politik harren, auf einer breiten Regierung; basir am besten gelöst werden können. Verschiedene Vorgänge haben sich leider hemmend in die gepflogenen Verhandlungen eingedräugt. sodaß das erstrebte Ziel olS gescheitert anzusebeu ist. Kostbar« geit ist such für die Verhandlungen zur Klärung der inner- politischen Lage verwandt worden, ohne daß sich eine solche ergeben hat. In dieser Not des Vaterlandes rickte ich an ©te; Herr Reichskanzler, die dringende Bitte, Ihre mir gegebene Absage zurückzuziehen und unter Hintanstellung persönlicher und partepolitisch-r Rücksichten die Bildung der Rcg-erung zu übernehmen. In Anbetracht der g-gbenen Verhält» ss: vertraue ich darauf, daß eS mit Ihrer Tatkraft und politischen Einsicht gelingen wird, eine Regierung zu bilden, toclche in ihrer Zusammensetzung die Gewähr dafür bietet, daß sie die nächste der deutschen Politik gestellte Auf- gäbe, sowie die dringlichen Probleme der weiteren Zukunft lösen kann.

Der Reichskanzler fiat, nachdem er den Auftrag des Reichspräsidenten zur Bildung der neuen Re­gierung übernommen hatte, die Besprechungen mit den Mitgliedern des bisherigen Kabinetts aufge­nommen. Zu einer Besprechung der Lage hat der Reichskanzler auch den Reichstagsabgesrdneten Dr. Heinze zu sich gebeten. Es ist damit zn rechnen, daß die Bildung des Reichskabinetts int Laufe des morgigen Vormittags zustandekommt, sodaß es sich dem Reichstag morgen wird vorstellen können.

Heute Reichstagssitzung.

B e r l i n, 25. Okt. Der Aeltestenrat des Reichs­tages hat die Vollsitzung endgültig auf Mittwoch 12 Uhr mittags festgesetzt. Das Plenum selbst wird entscheiden, ob sich weitere Sitzungen anschlicßeu werden oder ob sich der Reichstag bis 3. November vertagen soll.

M Staudpmkt 6er Deutsches Nslkpartek.

Berlin, 25. Okt. lieber den Standpunkt der Deutschen Volkspartei zur Regierungsbildung schreibt dieNationalliberale Korrespondenz" u. a.:- Die Fraktion der Deutschen Volkspartei hält in der oberschlesischen Frage an dem Standpunkte fest, daß' die Entsendung eines Kommissars zu den Wirt­schaftsverhandlungen nach dem Wortlaut der Man- telnote eine Anerkennung der oberschlesischen Entscheidung in sich schließe und daß daran auch durch eine Rechtsverwahrung nichts geändert werde. Die Fraktion ist der Ausfassung, daß die Regierung und der Reichstag unter diesen Umstän­den deutlich erklären müßten, daß die Bedingungen, der Entente, die uns deutsches Land entreißen, und die selbst in dem uns verbleibenden Teil von Ober- schlefien die deutsche Souveränität teilweise auf­heben, nicht annehmen können. In den Ver­handlungen bei dem Reichskanzler zeigten sich aber in der Behandlung dieser Frage weitgehende Mei­nungsverschiedenheiten. Der Versuch, für die an der Verhandlung beteiligten Fraktionen eine Eini­gungsformel zu finden, führte n i ch t zu dem Ergeb­nis, das von der Deutschen Volkspartei als ihrem Standpunkt entsprechend angesehen werden konnte. Die Fraktion kam infolgedessen einmütig zu der Ueberzeugung, daß eine Grundlage für ein dauern­des einmütiges Zusammenarbeiten der für die große Koalition in Aussicht genommenen Parteien

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xz ist festzustellen, daß die Note der Entente den Tharakter der Entscheidung, derdecision", trägt. Pkser Ausdruckbetifton" kehrt in dem B.-gteikbrics 'Oriands zur Note allein sechsmal wieder. Wichtig ist jskrner, daß die Note ausdrücklich die Annahme der ^öcisiou" verlangt. Dieser Puitkt ist zunächst staats- «lhtlich von entscheidender Bedeutung. Die Regierung hatte beim Wiesbadeuer Abkommen geglaubt, von sich guS das Abkommen ohne Befragung des Reichstages treffen zu können, weil es sich' nux am eine Aus- . sührungZbestimmtmg zum Frirdrnsvcrtragc handelte Hier verlangt die Entente eine neue Annahme über den Friedensvertrag hinaus, und deshalb bedarf g dazu eines Beschlusses des Reichstages. Dieser Hauptpunkt muß g g nüber etuaigen Sichachzög-m jrr ßrsüllungSPülitiker festgestcllt werden. Hat das Reich - fernen Bevollmächtigten zu den vorgeschrueu Brrh-- langen mit Polen entsandt, so ist es gebunden, utii nach Punkt 3 der Entscheidung die Verhaudmng mit Polen nicht frei i[£ sondern bei McinuugS- -Verschiedenheiten zwischen den Parteien eine vom DekkerbundSrak zu bestimmende Perst'mlichknt die Ent-

Di«Oberhesfische Zeituni'' etjdjeint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 6 Wt, durch die Post 6.15 Mk. Mr ausfallende Nnmmern infolge Streite oder elementarer Ereignis,« kein Ersatz. Verlag von Dr. T. Sitzerath. Druck der llnio^Buchdruckerel von Iah. Äug. Koch, Mark» 2113 Mrnsprecher 55, Post, scheckkonio: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Des Me rts MliWk» MnlMkS.

Vorläufige InternieÜrng.

B u d a p e st, 25. Okt. Das Ergebnis der gesiri gen Beratungen der Vertreter der großen Entente mit der ungarischen Regierung bestehl in dem Be­schluß, König Karl vorläufig im Kloster Thiany am Plattensee 311 internieren. Da er sich beding­ungslos ergeben hat, können die gemeldeten sieben Bedingungen, die ihm von der ungarischen Regie­rung gestellt worden waren, als angenommen gelten.

Verbannung nach den Kanarischen Inseln?

London, 25. Okt.Daily News" zufolge werden die Verbündeten den vormaligen Kaiser Karl vielleicht nach den Kanarischen Inseln bringen.

Ausweisung der Habsburger aus der Schweiz.

Eenf, 25. Ott. Der Bundesrat hat beschlossen, das ganze Gefolge von Habsburg auszuwcisen Inbegriffen sind sämtliche Mitglieder der Familie, soweit sie nicht absolut notwendig sind für die Pflege der Kinder, die in der Schweiz Zurückbleiben Es wird voraussichtlich auch eine Dame der Familie in der Schweiz bleiben können.

Ein Ultimatum der Kleinen Entente. 1

Bcrlin, 26 Okt. Wie dieVoss. Ztg." aus Prag meldet, wird die Kleine Entente «n kurz­fristiges Ultimatum an Ungarn richten, in dem u. a. gefordert wird: Karl von Habsburg wird bis zur endgültigen Entscheidung über fein Schicksal interniert. Die ungarische Regierung verzichtet durch ein Gesetz auf jede Restaurierung der Habs­burger. Die ungarische Regierung hat den Kampf gegen die burgenländischen Banden aufzunehmen und dafür zu sorgen, daß Weftungarn an Oesterreich vorbehaltlos ausgeliefert wird. Die Ausführung aller dieser Maßnahmen hat unter Kontrolle der Kleinen Entente zu erfolgen.

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Teilweise Verhaftung erfolgt.

Budapest, 25. Okt. Die Regierung erließ Haft­befehle gegen die Abgeordneten Stefan Friedrich, Ludwig Szilagyi und Georg Szmrecsauy, ferner gegen die Generale Horpath, Lehar, Graf Anton Sigrav. Boro- viceni, Oberst Asboth und Major Ostenburg. Sie sind wegen Aufruhr angeklagt und teils flüchtig. Sie sollen ohne Rücksichtnahme auf das Jmmunitätsrccht festgeuom- men werden. Die Abgeordneten Friedrich und Szilagtzi bestich«» sich bereits in Polizeigewahrsam. Dem Akv ordneten Szmrecsany gelang ei, als Geheimpolizisten ihn sestnehmeu wollten, durch ein Fenster seiner Woh­nung zu entkommen.

In hiesigen politischen Stellen verlautet, daß dir politischen Führer der karlistischen Unternehmungen, Grat Andrasstz. Dr. Gratz und Rakowsky bereits verhaftet worden find und sich unter Bedeckung auf dem Wege nach Budapest befinden. Die militärischen Organisatoren bei Unternehmeni konnten bisher nicht feftgenommen werden. Die Abteilungen der aufrührerischen Truppen, die größ­tenteils versprengt wurden, werden entwaffnet.

Kundgebung des Reichsverwesers.

Budapest, 25. Okt. Der Reichsverweser Hortbh richtete folgend« Proklamation au die ungarische Nat-on:

Ungar» durchlebte entscheidende Stunden. Gewissen­lose Individuen verführten den früheren König Karl, sodaß er zwecks Ausübung der Macht überraschenderweise nach Ungarn zurückkehrte, obivohl sie die drohenden Ge­fahren eines Bürgerkrieges, fremder Besetzung und Ver­nichtung des Landes vorhersehen mußten. Auf die tradi­tionelle Königstreue bei ungarischen Volkes rechnend, wollten sie den Plan durch eine Ueberraschung durchführen. Dank der freien Nationalarm« und der Nüchternheit bei ungarischen Volkes scheiterte der Plan, welcher für Ungarn hätte verhängnisvoll werden können. Viele Jrregesührtr kehrten auf die richtige Bah» der Pfkicht-

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i den abschließenden Vertrag beziehen sich räumlich «jr'ii nur auf das ahzutretcude Gebiet, sondern aus bas Abstimmungsgebiet und muten Deutschland den - Dr-zich! auf Hoheitsrcchte im verbleibenden Rest, des Wslimmungsgebietes zu. Es soll hier daraus nicht eingegangen werden, inwiesern die neue Grenzlinie, mit ; Heren Festlegung die Grenzkommission jetzt sosort be- ginnen soll, irgendwie mit dem Fliedensvertrag in Nebcrrnijmnuiung zu bringen ist, da die Festlegung bet Grenze aus Grund der Volksabstimmung er­folgen sollte und linier Berücksichtigung der V geographischen und wirtschaftlicheII Lage der Ort- schüste«. Der Kernpunkt ist, daß das nicht au Polen abgetretene Gebiet Deutschland nicht als erzenes Hoheit-Agcbiet hcrausgegeben luirb. ^Deutsch- r tenc steht unter neuer Gewalthiriidlung der Entente.

Möge der große Moment nicht wie immer bisher -* ein kleines Geschlecht finden! - -

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