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Amtliches Verkündigungsolatt des Kreises Marburg

Anzeige!! für ldas früher kurheffifche) Oberhessen

es

ft. 245

Die Gensev Entscheidung

K ata-

fer5-

von der wirtschaftlichen

Finanzminister

mit

Manchester Guardian" des ganzen Völkerbund-

56. Wt

1921

englischen die pclitischen Seite der Regelung.

London, 18. Okt.

schreibt, die Wilfarnkeit

Berkin, 19. Oki. TieDeutsche Zeitung" schreie' ttÄ Tode des Königs Ludwig: Mit ihm starb ein echt knilifcr Fürst, dcr bereits lange vor seiner Thrvnfec- ßriüuns in Wort und Tat stets den Rcichsgedanken Hoch-

Hat vorübergehend ?,u einer aewisten

Ablösung der Geldzahlungen durch Carhlftsiungen?

Berlin, 18. Okt. Zn dcr Meldung derDaily Mail", daß Dei'tsch-and mit der englischen Regi-rung über di« Ablösung der Geldzahlungen durch Sach- leistung.'n Verhandlungen anknüpste, wird den Blättern von zuständiger Stelle mitgeteilt, daß von Vorhand- airg;n noch keine Rede sein könne. Es hätten nur unverbindliche Besprechungen Rathenaus mit dem eng­lischen Botschafter stattgekunden.

Der Essener Handlungsgehilfentag. ' Essen, 18. Okt. Die Zeitung des Verbandstagcs des Deutschnationalen Handlung?gehilsenverbandes gibt folgenden Bericht aus: Im Anschluß an den 15. deutschen Handlungsgehilfentag fand am 17. Oktober in Essen der 17. außerordentliche Verbandstag des D- H. B. statt. Ebenso wie sich der deutsche Handlungs­gehilfentag durch Einigkeit und Geschlossenheit aus- ^ichnet«, so hinterließ auch der heutige Verbandstag den Eindruck, daß die Mitglieder des D. H. V. mit Disziplin, Großzügigkeit und Mut an die Erledigung von Fragen herantrelen. Das zeigte sich bei allen Beschlüssen, die gefaßt wurden und die für die Zukunft des Verbandes von außerordentlicher Wichtigkeit sind. Einstimmig ivurbc der Beschluß gefaßt, den Monats- beitrag auf 20 Mar? zu erhöhen und die Zahlung des gewerkschaftlichen Kampfschatzbeitrages zur Pflicht zu Machen. Starke Entschlossenheit und Opserfrrudigkeit, sowie der Wille, der Rüstungen für die kommenden wirtschaftlichen Kämpfe sichcrzusteilen, haben zu diesem Entschluß geführt. Dcr Jahresbericht und die Ab­rechnung ergaben ein Bild steter Aufwärtsentwicklung.

fchlcsiens werde eine wirtschaftliche st r o p h e zur Folge haben.

Ae iMkEzWäge für die Semirn.

Erklärungen des preußischen Finanzministers.

Berlin, 18. Oil. Im Beamtenausschuß deS ^tiißischcn Landtages mürbe über den TenerungS-

DieOberhefsische Zcltun ' «rfcheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 6 Mk, durch die Post 6.15 Mk. Für nusiaCenbc Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag von Dr. C. Hineroth. Druck der Unio^Buchdruckerei von Job. Aug. Kock, Älar'i 21 23 lVernwrecher 55, Poft- scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt o. Main.

Staunnng zwischen München und Berlin geführt. Die SrichSircue Ludwigs wurde davon indessen nicht l>c- iSfirt. Er bat tut Weltkrieg wiederholt die ühOr- Mraeudsten Bekenntnisse zu ihr abgelegt, ""Im No; demhcr 1913 übernahm er die Krone VavernS tn aller Kmn, nachdem die .entgegenstebeuden, tm formellen SkaatörcLt begründeten Belange der rechtmästige König Otto lebte noch in unhctlbareni Irrsinn vom Ätiniiierpriisidenteu Graf Herlling im Verein mit dem Landtage auf gesetzgeberischem Wege gegenstandslos Klnacht ivaren. Tie Gemahlin Ludivigs HL, Maria Ncrcsia, starb kurz nach Beendigung des Weltkrieges, bl dessen Verlauf das mit neu» Kindern gesegnete Nrrrscherpaar die goldene Hochzeit hatte feiern können. Die Volkstümlichkeit Ludivigs HI. hat unter seiner Luttbronung nicht gelitten. Im Gegenteil darf gesagt werden, das; die große Mehrheit des Bahernvolkes ihm le länger umsomehr ihre Verehrung wieder zu- wandte. Stellenweise nahmen die .Huldigungen der Savcrisck>e« Landbevölkerung demonstrativen Eharak- wr an.

i Dem letzten Bahcrnkönig aus dem Stamme der Bttieksbacher war es an der Wiege nicht bestimmt gc- vese,n den Thron zu besleigen. Er war am 7. Januar 1845 als Sohn des Prinzen Luitpold, des späteren Prinzregenten von Bayern, geboren worden. 9In vartschaft auf das Thronerbe batten vor ihm noch poei Oheime und danach zivei Vettern. Deren An heimfall an Wahnsinn bezw. Kinderlosigkeit haben hem Prinzen Ludwig den Weg zum Throne freige- «acht. Und nur verhältnismätzig kurze Zeit, nicht ganz sechs Jahre, war es ihm vergönnt, dort seines Amtes zu Watten. Am 12. Dezember 1912 hatte er die Legierung angetreten, im November 1918 zwang ihn ersten der tn Deutschland regierenden Fürsten der Aevolutionssturm, in die Verbannung zu gehen. Seine Erziehung hatte man vorwiegend auf bürger- siL,en Zuschnitt gerichtet, eben tuet! nach Lage der da- «aligen Personenverhättnisse seine Rege'.ttschast nicht In8 fettige gefaszt werden konnte. Wohl bekleidete er «ich Offiziersstellung im Heere, aber ein Unfall im Feldzuge vo>l 1866 gab ihm Veranlassung, seine tm- »ittelbaren Beziehungen zum Heere zu lösen. An Nr Universität wie an der Technischen Hochschule "in Süuchen hat er wiffenschaflttchen Studien abgelegen,, hierbei tvohl auch den Grund gelegt zu einem lebhaf- ftit Interesse für Wirtschastssragen. das sich später in »ielvemertten Neben über Bayerns Schiffsverbättnisse Ausbau des Kanalnetzes offenbarte. Politisch lies; er zuweilen partikularisttsche Neigungen durw- bsickeu. Seine Aussehen erregende Ansprache anläsz- Ht6 der russischen Krömingsseterttchkeiten (18*16) vor dem Verein der Deutschen Il> MoskauWir sind «chl Vasallen, sondern Verbündete des deutschen Kat-

Kundgebungen und Proteste.

Berlin, 18. Okt. Der Teutschnationale Arbeiter­bund richtet an die die deutsche Arbeiterschaft einen Aufruf, in dem es heißt: Der Verlust, eines so wichtigen Wirtschafts- und Kulturlandes wie Oberfchlesien ver­urteilt Millionen deutscher Arbeiter zur Arbeitslosig­keit und wirtschaftlicher Verarmung mit all Ujren traurigen Folgeerscheinungen. Diesen Akt feindlicher Willkür kann und darf die deutsche Negierung und der deutsche. Reichstag nun und nimmer anerkennen.

Karlsruhe, 18. Okt. Heute Nachmittag fand im großen Festhallensaal eine von Tausenden aller Schichten besuchte Kundgebung statt, in der gegen die Entscheidung des Völkerbundsrates, Teile Oberschlefiens vom Reiche loszulöfen, stammender Protest erhoben wurde. ' > -

Marburg

MM, den 19. Mer

«ilbhardt.

den Widerspruch aufmerksam, der sich in der Mantelnote vom 16. Juni 1919 und im Wortlaute de« Versailler Vertrages befindet. In der er­wähnten Mantelnote wird ausdrücklich davon ge- sprrchen, daß die Frage, ob Oberschlesien zu Deutsch­land oder Polen gehören soll .durch die A b st i m - mung der Bevölkerung entschieden werden sollte. Außerdem führt der Aufsatz aus, daß es für die Zukunft Europas besser gewesen wäre, wenn der Völkerbundsrat das oberschlesische Industriegebiet ungeteilt gelassen und dem im Fieber zuckenden Europa das gefährliche Experi­ment einer Amputation im Bezirk eines feiner wichtigsten Lebensorgane erspart hätte. Einen sol­chen Entscheid, f» schreibt das Blatt, hätte wohl das ganz unvoreingenommene Europa vorgezogen.

Die Wirkung der Teilung.

London, 18. Okt. In einer Unterredung mit dem polnischen Berichterstatter desManchester Guardian" erklärten die deutschen E "verkschasts- sührer Löffler und Sassenbach, die Talung Ober-

Mig Seimig non Mmi t.

, Budapest, 18. Okt. König Ludwig von Payern ist heute Nachmittag 4y2 Uhr in Savar

ßmO M md MMUmM«.

Die englisch-französischen Gegensätze.

Paris, 18. Okt.Eclaire" schreibt: England, das trotz allem Gerede seinen Standpunkt in der oberschlesischen Frage nie änderte, zeige sich bereit, die Absichten Deutschlands zu begünstigen. Es ver­lange von Frankreich, sich ihm anzuschließen und den beiden Beteiligten sowohl die Festsetzung der neuen Grenze als auch die Bildung der deutsch-polnischen Kommission unter dem Vorsitze eines Neutralen zur Aufrechterhaltung der wirt­schaftlichen Einheit in Oberfchlesien aufzu- erlegen. Das Blatt hofft, daß die französische Negierung es kategorisch ablehnen werde, sich einer solchen Entscheidung anzuschließen, die gleichzeitig dem Versailler Vertrage und dem gemeinen Recht zuwiderlaufe.

London, 18. Okt. Wie Reuter erfährt, haben sich alle verbündeten Neuerungen damit einver­standen erklärt, die Vorschläge des Völkerbundsrats mit Bezug auf Oberschlcsien ohne jeden Vorbehalt anzunehmen. Sie betrachten es als von höchster Wichtigkeit, daß Deutschland und Polen sich streng nach ihnen richten. Was noch der Erwägung unterliegt, sind einz-g und allein d-e Fragen, die das Verfahren betreffen, insbesondere die Frage der Ernennung einer gemischten Kommission, die die Durchführung der wirtschas lichen Vorschläge des Välkerbundratss überwachen soll. Gs-wird für. wichtig angesehen, daß dies erledigt werde, bevor die neue Grenzlinie der deutschen und der polnischen Regierung bekannt gegeben wird.

London, 18. Okt. LautDaily Telegraph" wird trotz dcr pessimistischen Berichte in britischen Kreisen erklärt, daß keinerlei ernsie Disfc- renzen zwischen der britischen und der französischen Regierung über die beste Art der Durchführung der Anempfehlungen des Völkerbundsrates in der ober­schlesischen Frage entstanden sind. Die amtlichen französischen Kreise trennen ebensowenig wie die

3floameiitritt in ImzöMn Kämet.

Angriffe gegen die Politik Briands.

P a r i s, 18. Okt. Die außerordentliche Kammer- fessirn ist heute eröffnet worden. Ministerpräsident B r i a n d erklärte sich bereit, die zahlreichen Inter­pellationen über die auswärtige Politik zu beant­worten. Der Royalist Daudet richtet lebhafte Angriffe gegen die Politik Briands und erklärt, die Negierung habe nicht ihre Pflicht getan dadurch, daß sic fünf Wochen nach der Ermordung des Ma­jors Montaldgre die wirtschaftlichen Zwangsmaß­nahmen am Rhein aufgehoben habe. Tie nach­folgenden Regierungen würden sicher gezwungen fein, einen neuen Krieg zu führen. Mmisterpräst- denk B r i a n d protestiert, aber Daudet wirft ihm vor, daß er Frankreich den Rat gegeben habe, sich die Ohren mit Baumwolle zu verstopfen, um nicht diejenigen zu hören, die schon 1913 und 1914 auf die deutsche Gefahr aufmerksam gemacht hätten. Der Redner spricht über den Geisteszustand in Deutshland und fordert die Kammer auf, allen Deutschen "zu mißtrauen, namentlich aber Stresemann und Rathenau, aber auch den Sozia­listen könne man kein Vertrauen schenken. Er sagt zum Schluß, man hätte Deutschland die Hand an den Halskragen legen müssen und die Ruhr besetzen. Rach dem Bericht der Agentur Havas soll Daudet gesagt haben:Ich liebe die deut'chen Sozialisten und Republikaner sehr, weil ich Deutschland die Pest wünsche." Abg. Pcyroux vom rrticnalen Block spricht über Oberfchlesien. Er bedauert, daß Vriand nicht die gerechte Sache habe zum Siege führen können. Er vertritt d"n Standpunkt, daß der Anteil, den der VölkerbundJ Deutschland zügesstrochen habe, für Deutsch fand vollkommen unerwartet komme. Deutschland erkalte die Möglichkeit, in Oberschlesien sein großes K- icg'arsenal wieder aufzurichten. Der Abgeordnete fticht durch Statistiken nachzuweiscn, daß auch Deutschland eine günst ge industrielle Lage in Oberschlesien behalte. Peyrour spricht dann von der Politik gegenüber Deutschland.

Br'and erwidert, Frankreich sei im Obersten Rat nicht allein gewesen,' er habe seinen G5.tanbpuntt vertreten, aber auch die Verbündeten. Er fragt, was Peyroux gemacht hätte. Der Ministerpräsi­dent streift verschiedentlich die Gefahr der mon­archistischen Reaktion, welche bestehe, aber nicht überschätzt werden dürfe. Der Ministerpräsident fährt fort: Wir-sind wachsam und würden sie mit äußerster Energie unterdrücken. Bezüglich der ringsum sich abspielenden Ereignisse muß vor allem Ruhe bewahrt werden. Weder die Ereignisse in Westungarn noch in Oberschlesien können unsere Sicherheit und Interesse irgendwie berühren. Der Ministerpräsident schloß: Es gibt nichts, weder im Innern noch in unserem Verhältnis zu den anderen Staaten, was unser Staat zu befürchten hätte. Es ist uns gelungen, ihn in kurzer Zeit so weit zu kon­solidieren und stabilisieren, daß alle Versuche, seine Grundlagen zu untergraben, sich völlig erfolglos und eitel erweisen werden.

Es entspinnt sich dann eine längere Erörterung zwischen T a r d i e u und Vriand, der seine Politil gegenüber den Angrissen Tardieus verteidigt und feststellt, daß Deutschland bis jetzt gezahlt habe genau nach dem Zahlung-/'cm. Das Ultimatum sei angenommen worden: was wolle man mehr? Die Stellung Frankreichs sei weit davon entfernt, geschwächt zu sein. Die Politik, die lat« bleu und seine Freunde praktizieren wollten, be­trachte er als katastrophal. Wenn sich in der Kam­mer eine ziemlich starke Mehrheit finden werde, dir fll ihm die Meinung erwecke, daß man andere Ge­danken habe, dann müsse ein anderer seine Nach­folgerschaft übernehmen. Die Weiterberatung wird dann auf Mittwoch vertagt.

fehlten hat- Mit ihn: gina einer der verehningswür- Fürsten des herrlichen alten Tenlschlands z«

Der Sturz der Mark.

Englische Urteile.

§ o nd on, 18. Okt. Die Msrgenblöfter belassen sich mit dem Sturze der deutschen Mark. Während dieTimes" fett reifet, eine Ermäßigung der an Deutschland g-stelft-n Forderungen würde im gegen- »Artigen Ang-nb'ick die wirtschaftlichen Aussichten in Eurov.1 nicht verbessern, s'gkDaily News",' nach ihrer Ansicht seien die Entschädiguugssorde- rungen am Zusammenbruch der Mark schuld; wenn der Sturz der Mark anhalte, so könne Deutschland womöglich die gesordetten Summen n i ch t b e z a h l e n. Unter dem Hinweis auf den Schaden, den der Ties- pand der Mark ganz Europa zufüge, fragtDaily News", weshalb man auf der Forderung der, Ent­schädigung bestehe.

Westminster Gazette" schreibt, der Sturz der Mark 'ei das bei weitem ernsteste Ere'gnis in Europa. Es sei zwecklos, von *iner Stabilisierung der Wäh­rungen zu sprechen, solange ungeheure Verpflichtungen, von denen jedermann wisse, daß sie nicht e rfüllt werden könnten, nicht nur über Deutschland, sondern über den meisten anderen europäischen Na­tionen schweben gelassen würden.

England.

London, 17. Okt. LautDaily Chronicle" be­zeugt man in politischen Kreisen großes Interesse an der Oppositionsgruppe, die jetzt von Lord Grey und Lord Robett Churchill gebildet wird. Man sicht dem Erscheinen Greys im Oberhaus, als einem Führer der Opposition, mit Spannung ent­gegen.

Aus Anlaß der Verleihung der Medaille des ameri­kanischen Kongresses an dem britischennamenlosen Srieger" hat der König an den Präsidenten Harding ein herzliches Telegramm gesandt, worin er mitteilt, daß die Absicht bestehe, dem amerikanischennamen­losen Krieger" das Victoria-Kreuz zu verleihen.

Der König genehmigte den R ü ck t rit t des Trans­portministers Sir Eric Geddes.

London, 18. Okt. Im Hhdepark mürbe heute eine orafe h@e den Arbeilsloier» her<w!Wtrt_ hte

wacksender Sorge die immer weiter steigende Ber- Eeuerung der wichtigsten Lebensbedürfnisse. Bon kt Regierung werde anerkannt, daß hier durch- Iteifcnbe Abhilfe dringend geboten sei.. Eine weitere Eknspannung des Systems der Ausgleichs- »nd Ver- ßrrgnngZzuschläge über 100 v. H. der Grundgehälter Maus würde grundsätzlich bedenklich und deshalb «icht durchführbar fei«. Es muffe deshalb versucht Ersucht werden, int Rahmen der Vesolbungsordnnng

anderem Wege zu einer Neugestaltung der Bezüge jv Toniincu. Die Arbeiten dazu seien im preußischen -''Ministerium einacleftct. Um aber das Zu- ütobefommen der beabsichtigten Maßnahmen nicht zu .Nfähroen, müsse er sich zur Stunde irsch versagen. Der weitere Einzelheiten Mitteilnugen zu machen. Dr werde die Führer der Parteien zu einer Besprechung Mwaden, sostalv die Verhandlungen mit dem Reiche Mvcit gediehen seien. Ter Berichterstatter Abg. ftlanf 'Ztr? wieS daraus hin, daß schnellste Hilfe

Der Verband zählt heute 260 000 Mitglieder. Nach der Erhöhung des Mitgliederbeilrages wird sich allein aus Mitgftederbeiträgen eine Jahrescinnahme von rund 60 Millionen Mark erg-feem Tie Durchführung des in jeder Hinsicht großzügig angelegten und glänzend verlaufenden 15. deut'ch en Hand u-g g hilftntages und der Verbandstag ist ein gutes Zeugnis für die Lei- üungsfäbigkeit des Verbandes in organisatorischer Hin­sicht. Die öfsentttchi Veranstaftung stand im Zeichen eines starken Wollens und eines zielklaren Willens. An den beiden nächsten Tagen finden noch Be­sprechungen der hier versammelten Geschäftssührer und Außenfeeamten des Verbandes statt.

planes hinge vollkommen von einer befried'genden Lösung der wirtschastlichen Schwierigkeiten, die die Teilung verursache, ab. Die politische Teilung des polnischen und des deutschen Gebietes zu erzwingen, bevor überhaupt entdeckt worden sei, ob die Deut­schen und Polen in Oberschlesien oder einer der beiden Staaten die Mittel zum Leben haben werde, sei nicht nur Zeitverlust, sondern eine Bedrohung für den Frieden Oberfchlesiens und eine vollkommen falsche Auslegung der Entscheidung des Völker­bundes.

Das gefährliche Experiment.

Genf, 18. Okt. DieBaseler Rachr." machen bei der Erörterung der oberschlesischen Frage auf

i. m

am Platze sci. Die Redner sämtlicher Parteien stimm­ten dem zu. Der Finanzminister erklätte darauf, er hoffe, nach Fühlungnahme mit den Parteiführern innerhalb acht Tagen hinreichende Erllöruvgen ab- gefeen zu tonnen. Die Regelung werde großzügig sein und auf alle Staatsbediensteten ausgedehnt werden.

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avtr'.g des Zentrums weiter beraten. Im Berlmtfe der ^llissprache erklärte der preußische misch, die Staatsregierung verfolge

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9it MMM.

J; Noch keine Klärung.

- Berlin, 19. Okt. Der interfraktionelle Aus­schuß des Reichstags beschäftigte sich gestern in einer Sitzung beim Reichskanzler mit der Frage bei Kr-dittzilfe burch die Industrie. Auch bie politische Lege würbe besprochen, jeboch würbe eine Klärung Hür-t erreicht. Die Sozialbrmokraten wieberholten ihre Erklärung, baß ein Rücktritt bes Kabinetts Tirth nicht angängig sei.