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Melilla, 14. Okt. Eine amtliche Melduna z

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leien uniittrtffcnb. Tie Untersuchung wir» Staatsanwaltschaft in Frankenthal weitcrge-

mau sich in den Kreisen des Völkerbundes Schwierigkeiten bewußt wird, in die der und die Werbekrast des Völkerbund-

Stuttgart, 14. ort Stadt Oedringen «rscbotz

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aller Parteien hielten Ansprachen, in denen sie gegen bei Bruch des Versailler Vertrags und gegen den N'.it der drohenden Zerreißung Oberschlesiens aus- geübten Gewaltakt protestierten. Es tvurde eine Ent­schließung angenommen, in der verlangt wird, daß das feierlich verkündete Selbstbestimmungsrecht der Völker und die wirtschaftliche Wohlfahrt Oberschlesiens für di« endgültige Entscheidung gnmolegend bleiben.

könnt habe. Andererseits wird von »reisen, die dem Völkerbünde nahestehen, zugegeben, daß der Völker- bundsrat sich nicht aus die durch den Friedensvertrag oder die Haltung der Großmächte geschaffenen Vorbe­dingungen berufen kann, da es Ihm vollständig frei stand, nach der Erkenntnis der wirtschaftlichen

weiden seines Materials die Oberpräsidenten hierher bc- rufen, um mit ihnen die erforderLchen Matzrahmen gegen die reaktionären Umtriebe zu besprechen. Das SSerbo't des schlesischen Selbstschutzes erschien dem Ministerium unhaltbar. Leider habe der Breslauer Polizeipräsident insofern eine Ungeschickstchkeit begangen, als er diese

Abg. R a b o l d (Unabh.) begründet die Anträge seiner Partei wegen der Warnung, welche der frühere Bres­lauer Polizeipräsident Dr. Liebermann, dem Hei- rnatschutzverband heimattreuer Oberschlesier vor der Auf­lösung erteilt habe. Die Zeitfrriwilligen-Formation be­stelle in dem SportklubOlympia" noch heute. Ihr Be­stehen sei dem Berliner Polizeipräsidium ganz genau bekannt. Hilst uns die Regierung nicht, dann werden wir einen Selbstschutz der Arbeiter schaffen, zum Schutze der Republik, gegen oie reaktionären Morcbuüen. Wir l e h -

richte sich bewußt gegen die Republik, überall mach« sich die heimliche Tätigkeit der Deutschnationalen bemerkbar. Abg. Krüger schließt feine mehr als zweistündigen Aus­führungen mit dem Hinweis, daß das Ministerium nach außen den Eindruck erwecke, als ob es im Gegensatz zu der ReichSregierung die Erfüllung des Ultimatums er-

ihre Schulung vorhanden. Siu Landrat müsse allen Teilen der Bevölkerung Achtung und Vertrauen einslößen. Wer das nicht könne, sei als Landrat unmöglich. Für diesen Fall stehe er auch den sozialdemokratischen An­trägen mit dem ganzen Schutz seines Amtes zur Seite. Preußen habe sich niemals gegen die Reichsregierung vergangen. In der Frage des Ausnahmezustandes habe er sich schließlich dem Wunsche der Reichsregie rung ge­fügt. Im Falle Weismann habe er sofort nach Bekannt-

Mimster des Inneren Dominicus wendet sich gegen den Vorwurf, er sei von den Dentschnationalen ab-

Es ist unverkennbar, daß die ganze Aktion da­rauf hinzielt, einen scharfen und gut or'entierlen Gegner der Wirthschen 9tegierun(r*-'r"^ mundtot zu machen.

Gebäude und Ncbenräumlichkciten rasch aus. kommt der grobe Wassermangel, sodaß die arbeiten sehr erschwert wurden. Tie Höhe dcS dcns ist noch unbekannt.

neu es ab, auch nur formell mit den heutigen Re­gierungsparteien eine Einheitsfront zu bilden.

Der griechische Generalstabschef, General Dus< manis, wurde zur Verfügung gestellt und Oberst Eradaktylos provisorisch zu seinem Nachfolger er­nannt.

trag verletze, das Abstimmungsergebnis mißachte. Treu und Glauben Hohn spreche und Breslaus wirtschastliches Gedeihen an der Wurzel treffe. Nachdem Oberbürger­meister Dr. Wagner für den Magistrat seine Zustimmung zu dem Anträge ausgesprochen hatte, traten ihm die Ver­treter sämtlicher Parteien bei. Der Vertreter der Kom­munisten hatte vorher den Saal verlassen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Braunschweig, 14. Okt. Der zu wetteren Be­ratungen wieder zusammengetretene braunschweigische Landtag sttmmte nach einer Ansprache seines Präsi­denten Wessel, in der dem tiefsten Schmerz über die geplante Zerstückelung Oberschlesiens Ausdruck gegeben wurde, folgender von allen Fraktionen gebilligten Er- klarung zu: Der Völkerbund hat unwidersprochenen Nachrichten zufolge in einer Weise über das oberschle­sische Gebiet verfügt, wie es weder durch das Ergeb-

Die Aufständischen sollen bei den letzten Kämpf-» um den Berg Gurugn 1200 Tote, darunter mehr^ Häuptlinge, verloren haben. ,-----_ ;

Htuw Lölch- Schiv

Letzterer fei so ungeschickt gewesen, die völlige Er renniu? der Fahne auS dem Hause zu verlangen. Bei der Auswahl der Beamten fei sein Bestreben darauf gerichtet, das Mißtrauen der Bevölkerung gegen die Nntvaltung äit beseitigen und deshalb eine Aenderung des Geistes der Beamten herbeizuführen. Nur ein Regime der Sach- lnhknt werde allmählich wieder Respekt vor der Ver­waltung erwecken. (Bravo bei den bürgerlichen Parteien, Zffcheu lmks.)

ganz klare Angelegenheit so darflellte, als ob die Ne- gterung etimrs zu verbergen habe. Der Fall beim statisti- kchen LandeSamt fei eine Lapalie. Der Betriebs-nt habe eme 'schwarz-rot-goldene Fahne, die für eine au «j&enfc geplante Feier bestimmt war, einstweilen a

schweren würde. DaS Ministerium Dominicus fei eine Gefahr und müsse verschwinden.

I (Sir): Angesichts der Spannung in

I ^?bNpo!rtischen Lage ist es unbedingt notwendig, daß d« Regierung das Vertrauen weitester Bevölkern ligS- kreise genießt. Gesinnungsschnüffelei in Bezug auf Ver- stkffmtgstreue der alten Beamten muß unterbleiben. Be­amte aber, die die Verfassung verletzen, müssen entfernt werden.

Wg. Dr. v.Kries (Deutschu.) erklärt, daß seine Partei dem Duell zwischen den früheren und vielleicht künftigen Koalitionsfreunden gänzlich unbeteiligt zuschaue. Gegen die Politik des Innenministers Dominicns albt er eine Reihe von Anständen. Er verlangt vor allem den Eingriff des Ministers zu Gunsten der Beamten, die nach dem Kapp-Putsch auf bloßen Verdacht hin entlassen worden sind.

Abg. v. Ri Ster (D.Vpt.) beschäftigt sich mit den Erklärungen des Abg. Severing, daß die Eozialdemo-! kratie das Ministerium des Innern für sich beansprucheI tfnb rr, Severing, als Innenminister seine eigene Politik treiben würbe, ohne Rücksicht darauf, welches die Koalitionsparteieu seien. Wenn diest Aeußerung richtig ist, sagte der Redner, bann will ich die Sozial­demokratie nicht im Zweifel darüber lassen, daß es für uns gevcchezu eine Ehrlosigkeit wäre, unter den Bo- dingungen des Herrn Severing in die Regierung hinein- zugehen. Wenn die Sozialdemokratie eine Diktatur auf- ^«hten will, so lehnen wir auf jeden Fall diese Be­teiligung ab. (Lebhafte Zustimmung bei der Vollspartei.) Bei der Auswahl der Beamten darf der formale Bil­dungsgang nicht überschätzt werden. I

Nächste Sitzung: Dienstag 12 Uhr: Anfragen, An­träge Füeiterberatungen.

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Prag, 14. Okt. Nach einer Meldung des Tschecho-slowakischen Pressebüros stellte die Polizci- direktion tn Kaschau fest daß in der Tschecho­slowakei eine geheime Horthy-Oyganisation gebildet wor­den iK die in enger Verbindung mit den magyarischen Faktoren steht nnb die beabsichtigt, nächstens einen gewaltsamen Umsturz in der gesamten Tschecho-Slc/vakci herbeizuführett. Ein Schriftstück, das der Polizei bei einer Haussuchung in die Hände fiel, ermöglichte es ihr, einjuschrefteu, um all« Versuche zur Untergrabung der Sicherheit des Staates im Keime zu ersticken. Im Zusammenhang mit dieser Hochverratsasfäre ist bereits eine ganze Anzahl Personen vechafttt ir-otbtn/ - gg*.

Brasilias. Vollreis '

Äattofteln (1 Zentner) 58CG Runkelrüben

Möhren, tote

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56. Sitzung vom 14. Oktober.

Neue Forderungen der Beamten.

Berlin, 14. Okt. Der Gesamtverband deutscher Beamten- und Staatsangestellten-Gewerkschaf en teilt mit, daß die Besaldung'n der Beamten, Angestellten und Arbeiter des Reiches, der Länder und der Gemeinden sich mit der Entwertung des G'ches, die sich in einer allgemeinen Teuerung bemerkbar mache, keineswegs mehr im Einklang befände. Der Gesamtverband der deutschen Beamten- und Staatsangestellten-Gewerk­schaften (Deutscher Gcwerkschastsbund) unterbreitete daher, um eine rasche und wirksame Abhilfe zu schassen, der ReiSsregierung und dem Reichstage entsprechende Vorschläge. Reben der allgemeinen Forderung, daß Bei i der Bemessung der Besoldungen die Entwertung der ] Mark im Jnlande in vollem Umfange Berücksichtigung finden müsse, wird verlangt: Wesentliche Erhöhung des Grundgehaltes, Umwandlung be-3 bisherigen abgestusten Ortszuschlages in «in Wohnnngsgeld, das der Ver- schiedenheü des durchschnittlichen Aufwandes für Woh­nung und Fahrgeld für den Verkehr zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entspricht gleichmäßiger vnd der Teuerung angepaßter Kinderzuschlag für alle Orts­klassen und B. stlmngsgruppen, ein besonderer nach Hundertteilen des Grundgehalts für alle Ortsklassen und Besöldur'gsgn.pper zleichbemcssener TeueruugZ- ruMrg.

Das »Journal des Debats" nimmt die Drohung mit einer deutschen Regierungskrise nicht ernst Es meint, Deutschland vroiestiere stets ein­mütig, wenn eine Bestimmung des Versailler Ver- ttages anSgefühn werde, nntertoerfe sich aber immer, wenn es säbe, daß die Verbündeten einig seien Leider mutz man sagen, daß das Blatt R^i hat

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Gens, folgen, daß der großen Völkerbund gedaukons durch die Entscheidung in der oberschlesi­schen Frage geraten ist. Daraus erklären sich gewisie Bemühungen, die seit einigen Tagen hier einsetzen, um die Verantwortung für die politische Grenz­linie hauptsächlich dem Obersten Nate zuzuschie­ben. Auf der anderen Seite bemühen sich hier wei­lende Entente-Persönlichkeiten, diese Verantworlnng von den Entente-Regierungen aus den Völker- bundsrat abzuwälzen. Sie erklären, daß alle Ratsmitglieder ohne Instruktionen ihrer Regierun­gen und in ihrem eigenen Namen gehandelt haben und daß, da der Oberste Nat sich von vornherein zur Annahme des Dölkerstnndsentfchcides verdfsichtete, die Verantwortung mtsschkießlschbeim Völkerbunds rat liege. Demgegenüber ist auf Grund der Ver­handlungen festzustellen, daß die Ratsmitglieder stän­dig im Auftrage ihrer Regierungen und in unaufhörlichem Kontakt mit den Regierungen ar­beiteten, wie andererseits der Oberste Rat unter seiner eigenen Verantwortung das Gutachten des Vötkcr- bundsrates eingefordert und hierauf unter seiner eige­nen Verantwortung das Gutachten als bindend aner-

13. Okt. Es ist bereits deutlich zu vcr-

d«s Stiebensv«rtrage« (lebhafte Zustimmung und Abg. Krüg«r kSoz.) betont bei seiner Begründung: vlS ein weiteres dem deutschen Volk« und den Ober-1 Da« Ministerium Stegerwald Hot gezeigt, daß e« feto« fchlesiern zugefügtes Unrecht, das wir nie vergessen kön- Unterstützung nicht bei der Linken, sondern bei der Rech- ** *?£ S?8' ^^brden unftren tat sucht. Die Abhängigkeit von bet Deurschnatio-

oberschlestschen Brüdern b* Treue hatten." (Lebhafter j nafat Partei trete von Tag zu Tag mehr zutage. Nun .... m . . ........ . _ . ! forderten bie Deutschnationalen eine gründliche Eättbe-

®te Demokratische Partei veröffentlicht eine Kund- ntng der preußischen Verwaltung von den seit der Revo- W? müssen tn der Entscheidung lusion neu eingestellten politischen Beamten, speziell die deS VöllerbundrateS «t« willkürliche Handlung erblicken, I Absehnng de« pommerschen Oberpräsidenten, «ährend dte mit der feierlichen Zukg« ernt« fatt pl-v im Wcher- Iber Bund tepublikanischet Landtät« energisch die Fort- sptuch steht, gegen das Recht, gegen den tn bet Abstrm- sührung bet Demokratisierung der Verwaltung fordert. ^nL, ?L^.5f^V0o£enra tnttb >5^-de Positiv« Lkistungen Hot das Ministerium in den fünf

btt wirtschaftlichen Vernunft vnstößt, den gefobrhdim Monaten seines Bestehens nicht gezeitigt. Wir wollen fetm ne»" Wirrm m sich trägt und die Etfüllung bie Besähigsten au« allen Schichten bet Bevölkerung ohne bet dem deutschen Bolte auferlegten wirtschaftlichen und Rücksicht auf die akademische vorbilbung in die Berwal- finanziellen Verpftichtmlgen zur Unm5g«chkeit macht. | tung ziehen. Demokratisierung bet Verwaltung bedeutet

Breslau, 14. Ott. In der heutigen Stadtver-Inicht Sozia ldemokralisierung. Aber da« Ministerium vidnetenverfammlung lag ein DtinglichkeitSanttag von | betreibt eine Entsoziakisiernng. In der Schutzpolizei Dr. Wohlauer (Dem.) bett. Oberschlesien vor, dem sich I mache sich mehr und mehr ein teaktionärrr Geist be­utle Parteien anschlosfen. Cr legt in letzter Stunde I merkbar. Das Vorgehen des statistischen Landesamtes schärfste und nachdrückliche Verwahrung gegen bie beab- I gegen Beamte, die die neue Reichsfahne gehißt hatten, sichtigte Teilung Oberschlesiens ein, die den Frirdensver- I richte sich bewußt gegen die Republik, überall mache fid>

der praktische Arzt Riedel feinen Schwager, den RcchtS- anwatt Haas. Der Täter wurde verhaftet. Das Mo­tiv der Tat ist ein Familienzwist.

Brand des Kattowitzer Krankenhauses. Kalts- Witz. 14. Okt. Seit dem späten Nachmittag steht da! städtische Krankenhaus in Brand. Infolge des hefti­gen Sturmes dehnte sich die Feuersbrunst über alt

Unpolitische Tagesnachrichten.

Brondstistung aus Rache wegen der Sartosfekpreife. Berlin, 14. Okt. In Halle wurde eine groß« Scheune des Ruchcschen Gutes, in der 3000 Zentner Weizen lagerten, infolge . Brandstiftung ein Raub der Flammen. Als Brandstisier wurde ei« Ha^eschet Arbeiter verhaftet, der erklärte, er habe hn Einvernehmen mit kommunistischen Partei­freunden gebandelt, die aus Rache über die \ hohen Kartoffelvreise plgnmü f; l g die Scheune» j der Grtt'besitzet im Saalekrcife in Brand zu stecken be«! absichtigen.

Die Oppauet Kakaftrophe. München, 14. Ott. Tie .Baverischc Staatszcitung" erfährt von unter­richteter Seit«, die Nachrtchten, daft die gerichtliote Untersuchung wegen der Oppauer Katastrophe ciitge»

114-12! r 180-2ÄI 52-44 21-23 !

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135 A

Hastentlaffung Dr. Stadtlers.

Berlin, 14. Okt. Da der begründete Ver­dacht des Fluchtverdachts nicht vorliegt, hat der Amtsrichter den verhafteten Dr. Etadtler wieder aus der Haft entlassen. Der Oberrcichsanwalt hat das Ermittelungsverfahren wegen Landesverrats {eingeleitet.

Nach Mitteilungen eines Berliner Blattes be- ! durfte es der besonderen Aufforderung durch den Reichskanzler, ehe sich das Reichsjustizministerium entschloß, den Oberreichsanwakt in Bewegung zu i setzen.

DieTägl. Rundschau" erklärt, daß Dr. Stadt- ler, den jetzt dieGermania" angreift, im Jahre 1912 von demselben Blatt als Märtyrer des Zen­trums gefeiert worden sei. Dr. Stadtler erklärte in einer Unterredung, daß er-nur öffentliche Aeußs- rungen des Reichskanzlers wiedergrgeben habe. In der Tat ist nicht einzufehcn, inwiefern der Tat­bestand des Dr. Stabiler vorgeworfenen diplo­matischen Landesverrats erfüllt sein soll. Dr. Stadtler hatte in derTägl. Rundschau" einen Aufsatz unter der UeberschriftEhrliche Politik" veröffentlicht, in dem er dem Reichskanzler vor­warf, in der Angelegenheit der Industrieattion nicht dicht gehalten, sondern geplaudert zu haben.

DerLok.-Anz." erklärt, die geheimnisvolle Be­schlagnahme der ganzen Briefschaften in der Woh­nung Dr. Ctadtsers wecke mit anderen Begleit­erscheinungen seltsame Erinnerungen an eine Zeit nach den Karlsbader Beschlüssen.

Eine gerechte Entscheidung über Oüerschlefien sei eine Voraussetzung für den Wiederaufbau Europas. Das Wohl und Weh« der gesamten Bevölkcning bet Provinz Niederschlesien sei mit dem Schicksal Oberschlesiens untrennbar verbmiden. Eine den verkündeten Grund- sätzeu nicht emsprechendr Entscheidung wäre ein Bruch des Versailler Vertrags und geeignet, in Deutschland btc schwersten Erschütterungen politischer und wirt- schaftlicher Art hcrvorzurufen und die Eriüllung der eingegangenen Verpflichtungen unmöglich zu machen.

Protest der oberschlcsische« Lürgermeister.

Oppeln, 14. Ott. Hier fand heute eine von 26 Bürgermeistern Oberschlesiens besuchte Kon­ferenz statt, in der beschloßen wurde, an die ver­bündeten Ministerpräsidenten ein Telegramm abzu- senden, tn dem sie nochmals entschiedenen Wider­spruch gegen die Zerreißung Oberschlesiens und die Abtrennung vom deutschen Vaterlande erhÄen. !

Graf Lerchenfeld an den Reichsprösideuten.

s ®£.r 7 o' Of*- Der bayerische Ministerpräst- d«nt Gras Lerchenfeld hat an den Reichspräsident ten telegraphiert: Eine fünftägige Psalzteise liegt Hutter mir wobei ich alle Amtsstätten besuchte und mit allen Bevölkerungskreisen Fühlung nahm. In den I schweren Tagen, wo wir um Oberschlesien bangen ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen zu sagen, daß ich überall treudeutsche Gesinnung gefunden habe. Die is,, ?.. ^aIt an 1>em deutschen Vaterland« fest. Da« I Hilsswerk für Oppau ist unter Leitung des bayerischen I StaaiSkommisiars im vollen, Erfolg versprechenden Gang. Der Reichspräsident antwortete tn herzlichen

Berliner Produktenmarkt.

Preise für 100 kg. ab Station: Berlin, den 14.10. <921.

Torfmelasse 'Wiesenheu, los« Kleeheu

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gebündelt Mais Weizen Weizenmehl Roggen Roggensttoh 8oggenmehl RoggenUeie Reis

! 5)ochsckulnachrichten.

I X Berufungen. Prof. Dr. Hermann G ü n 1 c r l (geb. 1886) in Heidelberg hat einen Ruf als außer-

I ordentlicher Professor für indooermantsche Sprach­wissenschaft an die Universität Rostock als Nach­folget von Prof. G. Hetbig erhalten. Wie die .Hochschulkort." erfährt, ist das Ordinariat der Zoo­logie an der Universität Rostock (an Stelle von Prof. S. Becher) dem a. o. Professor Dt. Karl v. Frisch an der Universität München angeboien wor­den. Studionrat Dr. Konrad Hentrtch, Köln, erhielt einen Ruf auf den Lehrstuhl der Germanistik an der Herder-Hochschule in Riga. Dem Privat­dozenten fiir Pharmakologie an bet Universität Halle Prof. Dt. tned. V a h l e n ist ein Lehrauftrag zur Vertretung der pathologischen Chemie erteilt worden.

# Max Bcwcr}-. In Laubcgast an der Elbe ist der vaterländische Dichtet Max Bewet im Alter von 60 Jahren gestorben. Er war auch Marburg bcstcu.W bekannt.

Speiseertzseit, Liktoria-

325-340

nis der Volksabstimmung noch durch die wirtschaft­lichen Bedürfnisse des Landes gerechtsertigt erscheint. Die Loslösung deutscher Gebietsteile mtt allem, was deutsche Tatkraft und deutscher Geist geschaffen haben, bedeutet eine Vergewaltigung des deutschen Volkes. Als Vertretet der braunschweigischen Bevölkerung pro-, , ... ___________________________

testieren Wit gegen ein solches Unrecht und bitten die hängig und führt zum Beweis, baß der Vorwurf nicht

Reichsregierung mit allen ihr zu Gebote stehenden gerechtfertigt ist, mehrere Fälle an, in denen er hohe

Entscheidung des Völkerbundes Beamte entlassen habe, bie gegen die Verfassung verstoßen

IT 1 haben. Gegen die Angriffe amtlicher Kreisblätter gegen

RnnhJrsMmm^19^.61^1--8 Kelchs- utch Staatstegierung habe ich mich in einem Er­

schließung gegen die etwa beabsichtigte Teilung Ober- t&mnn^borfiebi^SSSr schleflen. I ^umngungrn Vorsicht. Ter Mrmster verwahrt sich entschrc-

r - I «tgeu btn Vorttmrf der Entsvzialisierung bet Ver- Rresenkit. dgeSnng tn Breslau. . I waltnng und verweist darauf, baß er mehrer-- sozialdruw-

Bre 51 an, 14. Okt. Eine gewaltige Kundgebung I kratische kommissarische Lanbrät« bestätigt und verschirbenc für Oberschlesien fand heute in bet Jahrbimdcrthalle I tmüete Ernennungen vorgenommen habe. Für die An- nnd auf' dem Schloßplatz' statt. Sämtliche kauf- !^Eng von Beamten seien bestimmte Botschrtsten über manmschen, rnduftrtellen, kommunalen und staatlichen Betriebe hatten geschlossen, um den Angestellten die Teilnahme zu ermöglichen. Alle politischen' Parteien von ber Dentschnationalen Volkspartei bis zur unab­hängigen Sozialbemottatic wa«n vettreten. Redner

Zweierlei Mast.

Böhmen und Lbcrschlcsicn.

, ® e ? 8 c il' »Politiken" verurteilt

lehr scharf die Entscheidung des DöllcrbnndtarcS tn der oberschlestschen Frage und schreibt u. a.: Das i«m gefällte Urteil zerschneidet «inen lebenden Körper ir'-itr 5'm.m S5( kinen fcir.cn Organismus. Ter »tÖJi»Vsn& * aCl« Deutschland die ehrenvolle Ausgabe den nächsten zehn bis Knfzehn Jahren die Polen zu uutctwetscu. wie sie aus diesem deutschem Lande etwas herauSwtrtschaftett können. Man ist ver- sucht zu fragen, ob In 15 Jahren überhaupt noch »olcn bestehen wird. Bon den 14 Millionen E-i-wonnern bet Tschecho-Slowakei sind nur 8 Milli- !!C und Slowalen und 3 Millionen

^cuiichc. Tie Deutschen machen also hier 37 Prozent bet Bevölkerung aus. Trotzdem bestimmte die Ftie- dcnsrottfcrcnz, daß ganz BS 0 nt e n tschecho slowakisch kverven soll, weil man cs als u n m 9 glich ansah. daß das deutsche JnduftriegeSiet aus dem Agrargebiet herattsgetrennt werde. So« eine Ausnahme ge­macht werden, wenn es sich um ein Gebiet handelt, dessen Reichtum ausschließlich durch deutsch« Tech- nil und deutschen Flei» geschaffen wurde, dessen Bet- bleib bei Deutschland für den Wiederaufbau des bleiches itnb damit für das Wirtschaftsleben Europas von ftrndamentaler Vedeutung ist? Dir Frage braut- wottet sich von selbst. Der VSlkerbund bat einen Le- (Muh gefaßt, der für ganz Europa ein Unglück be- deutet. 1

Der teure ßohnenhaif« - gibt erst dann allen seinenV ViCxlTahf reftlcs her roenn matV:

Pfeiffer« Th Ihrs ßaffee-ffenz.<,-' - dayt tut, fm üeyud? überzraat f

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Politische Tagesnachrichten.

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Sn einer doutschnationalen Versammlung onläriu rtet der Berliner Stadtverordnetenwahlen erklärte b» _= Parteivorsitzende Hergt u. a.: .Die Folgen der enS 71 gültigen oberschlesischen Entscheidung müßten fein, bU das Kabinett Wirlh-Rathcnan erledigt sei. (Stürmt Wer Beifall.) Was wäre mit einem Kabinett ah Kart

schehen unter solchen Umständen zu einer Zett, als x, noch einen Kaiser und Fürsten gab?

Verfahren gegen Polizeihauptmann Stctmes. tz«, der berliner Staatsanwaltschaft wurde gegen dc» Führer der Hundertschaft zur besonderen Verwendung *' 6 Hauptmann Stennes und Genossen, die Vorumer! suchung wegen Waffenhinterziehung und Geheimbiw. delei eröffnet.

Änf ber Tagesordnung stehen zunächst klccne Anfragen, u.a. dt« dc« Abg. Meyer-Ostpreußen (Komm.) wegen Mißhandlung des Strafgefangenen Max Hölz tut Ge­fängnis in Münster. 8tcgierung§i«tig wird erwidert, Max Hölz habe in seiner Zelle getobt und trotz ber Verwarnung durch den Direktor diese? Verfahren fort- gesetzt. Et sei imtch fünf erfahrene Wärter in die Be- obachtungszell« gebracht, aber nicht mißhandelt werden. Möglich sei, daß er sich auf dem Transport gestoßen habe. (Stürmische Heiterkeit und Hohenlachen bei btn Kom­munisten, in deren Verlauf Abg. Schulz (Neukölln) Unteilbarkett des Gebietes eine mit dieser Etkenntnis | Elt.) Die ärztliche Untersuchung

«nveteinbare Aufgabe avzulehnen. Ier, um rontere Erregungen von thm zernzu

I batten, tn ber Beobachtungszelle verbleiben müsse. Von -------- I ^^S«g>ht^g<m$f3Ttne keine Rede sein, ebensowenig von tltli) Piokosto. I Es folgen drei große Anfragen ber Soziateemoktatcn

Berlin, 14. Okt. Der Borsitzend« bes preußisch-n I .

Staatsrates Abenauet sagte am Schluß ber heutigen I Voltttk be« Minister« Dominien«, Sitziing:Bis zu unserem nächsten Zusammentreffen wird I übet das Vorgehen beS statistischen Landesamt« gegen sich da« Schicksal Oberschlesiens erfüllt haben. Wit I Angestellte, welche eine schwarz-rot-goldene Fabne gehißt erblicken in der Zerreißung und Zerstückelung Ober- I batten, sowie über die Anschuldigungen gegen das Bres- schlesiens, wie sie anscheittenb geplant ist, einen Bruch I lauer Polizeipräsidium.

! _ Das Reichsverwaltungsgericht dürfte seinen Sitz i« Stuttgart erhalten. Die württembergische Re- vai gteruttg hat bereits die große Villa Neizenstein tn «jtb Stuttgart, bie in beherrschender Höhenlage htmitteu eines großen Gartens liegt, zum Preise von 5 Mill^ ottett Mark angekauft.

Sn ber Lohnbewegung In ber Berliner Metall. Industrie wird vom Gcwerkschastsbund der Angestcll. ton mitgetetlt, daß nach längeren Verhandlungen zwi­schen den Angestelltat und der Metallindustrie eine Einigung erzielt worden ist.

Zur Rachachtung empfohlen. Beim Einzug de» Königs von Italien tn Bozen, der Hauptstadt des er­oberten Südtirol, blieben nicht nur die deutschen Ab­geordnete«, sondern auch die deutschen Bewohner rnt» die zum Sparicrbilden befohfenen deutschen Kinder von dem Empfang fern, und der König mußte durch Straßen fahren, die jedes Schmucks entbehrten, dafür aber herabgelasscne Fensterläden und Vorhänge zeig. . ten. Das «st die richtige Art und Weise, fremden Er. H oberen zu zeigen, was man von ihnen hält. Die Haltung der aufrechten und tapferen Südtiroler und ihres utdeutschen Bozen fei allett Deutschen in der Wett zur Nachachtung dringend empfohlen.

Neue Unrustc« in Wien. Im Arbeiterbezirk Fava. rlten detnonstrlrrtci! gestern erneut Frauen gcgctt wucherische Händler. Es kam zu Stteitigkeiterr. Dir Käufer fperrten darauf ihre Läden ab.

Die Spanier in MaroKo.

Tas Hauptziel erreicht.

dem Fenster gehängt, ivas der Ches nicht dulden wolst - fagt: Nach einem Kampf, in dessen Verlauf bi^«v W * ------------- " vallerie mehr Widerstand zu Überwinden hatte Äs 1«

Jnsanten'e, sind die spanischen Truppen um 10 m, in Zeluan eingerückt. Wir beschießen eine £ ; nachbarte Stellung, bevor wir zu ihrer Erstürmt',^ schteilen. "