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Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
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»rrnichteten, und damit alle Vernunftgründe, die ctara et feer Entente gegen den französischen Siegerwahnsinn
Herrschaften sind es gewesen, die erst die Möglichkeit fBr den Versailler Frieden schufen, und die selbst einen
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42,5 Prozent aller deutschen Kohlenvorräte.
Berlin, 14. Ott. Wenn sich die Nachrichten über die Teilung Oberschlefiens bestätigen, gehe» 88 Prozent der oberschlesischen bezw. 42,5 Prozent der gesamten deutschen Kohlen Vorräte bi« 1500 Meter Tiefe verloren. 64 Prozent der ober« schlesischen Steinkohlenförderung kommen an Polen, was noch der Förderungsziffer von 1913 einen jähr« lichen Ausfall von 28 000 000 Tonnen Steinkohle» für Deutschland bedeutet. Es kommt hinzu, daß die deutsch bleibenden Kcchlenwerke größtenteils stark abgebaut find. Von der gesamten deutsche« Zinkproduktion gehen mehr als 60 Prqent an Polen verloren, ebenso kommen sämtliche deut« schen Zinkhütten Oberschlesiens in polnische Hand. Von der deutschen Bleierzförderung, sowie den darin enthaltenen Silbererzen gehen 27 Pro« zent verloren, da 75,4 Prozent der oberschlesischen Bleierzvorkommen in dem abgetrennten Gebiet liegen. Für die E i s e n i n d u st r i e lasien sich noch keine genauen Zahlen mitteilen, doch ist auch hier mit einem Verlust von mehr als 63 Prozent der oberschlesischen Eisenindustrie zu rechnen.
Dem „B. T." zufolge gewinnt man in parla« mentarischen Kreisen den Eindruck, daß die Produktionskraft des Reiches durch den Genfer Vorschlag und eine entsprechende Entscheidung so stark in Mitleidenschaft gezogen wird, daß die bisher befolgten Reparationspläne sich nicht mehr aufrecht erhalten lasten. Es würde eine weitgehende Umstellung des deutschen Wirtschaftssystems ins-, besondere mit Rücksicht auf die geschmälerte Kohlen- und Kraftversorgung notwendig werden, deren Einzelheiten sich noch nicht entfernt übersehen lasten. Man ist in Parlamentskreisen der Ansicht, daß keinerlei politische Entscheidung möglich sein wird, ehe nicht völlige Klarheit über den Umfang der von Deutschland geforderten Opfer eingetreten ist.
Am WI6e NMo m In London.
London, 14. Okt. Gestern nachmittag hat der deutsche Botschafter erneut bei Lord Curzon vorge-i sprachen. Laut „Daily Telegraph" hätte Curzon bezüglich der Drohung, das Kabinett Wirth werde zurück- treten, nuterftch darauf hingrwiescn, er könne keinen Grund sehen, weshalb die deutsche Regierung eine« solchen Schritt wegen einer Entscheidung tun tootU; für die der Völkerbund verantwortlich sei. Nach dem „Daily Telegraph" käme man in Berlin zu der Ansicht, daß eine feierliche Erllärung an die Well, in der zum Ausdr:. ' gebracht werden solle, daß wesentliche Bedingungen für die Erfüllung der Verpflichtungen Deutschlands durch den Verlust großer Teile des reichen oberschlesischen Industriegebietes shr verändert worden seien, vielleicht einer» Rücktritt des Kabinetts znziehen wäre.
$05 Lersohm der LekmnWe.
«otschafterrat statt Oberster Rat?
Paris, 14. Okt. Havas meldet, die britische Reigerung werde erst am Freitag in der Lage sein, ihre Ansicht über das zu befolgende Verfahren kundzugeben. Die englische Regierung habe den Wunsch geäußett, ficherzustellen, daß die Empfehlung des Völkerbundsrates dem Versailler Verttag entspricht, bevor ste bestätigt wird. Havas bemerk, das Gutachten bestehe aus zwei von einander getrennten Teilen, von denen der erste die Festlegung der Grenzen zwischen Polen und Deutschland enthält. Havas meint, daß eine Konferenz des Obersten Rats nicht notwendig fein werde, um den Vorschlag des Völkerbundsrats zu bekräftigen. Wahrscheinlich würde dem Botschafterrat die Aufgabe zufallen, die Entscheidung in Berlin und Warschau mitzuteilen, was wahrscheinlich zu Beginn der nächsten Woche erfolgen werde. Vorher werde die interalliierte Kommission in Oppeln verständigt werden, die alle Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung zu treffen haben wird. Ein-n Monat nach der Rottfizierung der Entscheidung werden die polnische und die deutsche Regierung für die Verwaltung ihres Gebiets zu sorgen haben. Die Aufgabe der interalliierten Kommission werde sofort nach der Zurückziehung der Truppen ihr Ende finden.
Paris, 14. Okt. Wie der „Temps" feststellt, wird die Aniwort der englischen Regierung auf die französische Anregung bezüglÄ des Verfahrens bei der Bekanntgabe und der Notifizierung des Spruchs in der obersck-lefischen Frage für heute abend oder morgen in Paris erwartet.
„Die Entscheidung mich erzwungen werden."
Londo », 14. Okt. „Daily Telegraph" schreibt, zweifellos seien noch Meinungsverschiedenheiten vor- Händen bezüglich der geeignetsten Weise, in der die Vorschläge des Völkerbundes durchgesühtt wecken sollen. Diese würden Beratungen zwischen den Kabinetten notwendig machen. Es sei jedoch nicht zu hoffen, daß deshalb wieder eine Konferenz des Obersten Rates ft'attfinden müsse. Es müsse auch mit der unerwünschten Möglichkeit gerechnet werden, daß eine Weigerung, sich der vorgeschlagenen Regelung zu füge», erfolgen könne. „Daily Telegraph" weist auf die Kritik der deutschen Presse hin, nicht nur an dem Obersten Rate, sondern auch an der deutschen Regierung. Unter Bezuguchine am die Erklärung eines deutschen Blattes, daß „Deutschland niemals zustimmen würde" schlecht „Daily Telegraph", man toerbe schon sehen. Deutsche land habe bereits zahlreichen Dingen zugestimmt, die sogar noch unangenehmer gewesen seien. Die Zeit sei vockei, wo man durch den „roten oder schwarzen" Mann geschreckt werden könne. Deutschland werde seine Schulden zahlen und seine Kontrakte erfüllen müssen, wie auch immer die politische Zusammensetzung seiner herrschenden Gruppe sei. Die oberschlesische Entscheidung des Völkerbundes müsse unterstützt und erzwungen werden.
Die über den Verfailler Brr trag hinausgehenden Bestimmungen.
London, 14. Oft. Die „Morning Post" berichtet, daß der Wortlaut des Vorschlages des Völkerbundes zur Lösung der oberschlesischen Frage gestern in London eingetroffen sei. Der Text müsie vor seiner Veröffentlichung dem Obersten Rate unterbreitet werden. Zn Anbetracht dessen jedoch, daß sich der Oberste Rat verpflichtet habe, den Vorschlag des Völkerbundes anzunehmen, werde die Veröffentlichung bald erfolgen. Zn britischen Kreisen ist man dem Blatte zufolge der Ansicht, daß die Entscheidung allgemein gebilligt werde, da sie der Gerechtigkeit am nächsten komme, und daß sogar die Deutschen schließlich einsehen würden, daß es für sie am besten sei, sich der Entscheidung zu fügen.
Der diplomatische Berichterstatter der „Daily News" schreibt, die dem Völkerbund vorgeschlagene Lösung sei tatsächlich den deutschen Interessen viel weniger entgegenstehend als angenommen zu werden scheine. Die tatsächlich anempfohlene Grenzlinie scheine nicht sehr von der Linie abzuweichen, die den endgültigen Vorschlag der britischen Delegation auf der August-Konferenz des Obersten Rates in Paris darstellte. Der „Daily News"- Berichterstatter schreibt, es sei klar, daß einige der Bestimmungen über den Vertrag von Versailles hinausgingen, und es werde notwendig sein, daß sowohl Deutschland als auch Polen ihnen zustimmten, und wenn eines der Leiden Länder sich weigern sollte, dies zu tun, so würde sich der
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I Oberste Rat gezwungen sehen, die territoriale Ent- cheidung zugunsten des anderen Lande» zu ändern.
Drohung mit neuen militärischen Maßnahmen.
Basel, 14. Ott. «Petit Journal" meldet, die französische Regierung sei entschloßen, wenn Deutschland infolge der oberschlesischen Entscheidung die eingegangenen Verpflichtungen des Friedens« Vertrags und des Londoner Abkommens nicht erfülle, neue militärische Maßnahmen vorzunehmen. Die notwendigen Truppen ständen immer noch ie Bereitschaft.
Auch Tarnowitz und Ludlinitz polnisch?
Genf, 14. Ott. In unterrichteten Kreisen zeigt man sich sehr erstaunt über die Darstellungen derj Pariser Presse zur oberschlesischen Frage. $or jtllenL erregen die Pariser Meldungen, wonach auch die StSbtt* - Tarnowitz und Lublinitz an Polen falle<$*;**. sollen, Befremden. Allerdings könne Lublinitz nach In« f formationen jüngsten Datums in letzter Stunde zu-, gewiesen worden sein. Ein polnisches Tarnowitz wich' dagegen als eine völlige Unmöglichkeit 6 adtfii-rtJ Man glaubt, daß man durch solche übettriebene Meldungen, die sich nachher als unrichtig Herausstellen^ einfach der deutschen öffentlichen Meinung, die späte« Abnahme der nur wenig bitteren Lösung erleichterte könne. Andererseits hört man wieder dir Vermutung äußern, dass das Völkerbündsgutachien sich nicht kategorisch über die Grenzführung äußert, sondern nur i» wenigen Fällen zwei Lösungen vorsieht oder eine Nach- Prüfung offen läßt. Diese Version ist jedoch nut mit größter Vorsicht aufzunehmen.
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schlesien mit einem neuen Aufstand von polnischer Seite rechnen.
Berlin, 15. Ang. Der Vorsitzende des Deutschen Ausschusses für Oberschlesien, Landrat Lukaschei, äußerte sich in einer Unterredung mit einem Vertreter des „B. T." über die Genfer Entscheidung und ihre Wirkungen und sagte, die Stimmung der deutschen Be- völkenmg Oberschlesiens sei natürlich entsetzlich, aber auch die Polen seien nicht gerade von besonder« Freude erfüllt, da sie wissen, daß die Teilung Oberschlesiens auch für sie ein furchtbares Unglück bedeutet. Die deutschen Kreise halten eine derartig ungerechte Löstmg sür unmöglich, da getabe die stärksten deutschen Majoritäten im Jndustriebezirk abgeschnitten wecken, besonders in Königshütte, Bismarckhütte, Kattowitz und Zalenze. Alle verantwortlichen Stellen seien bemüht, die Ruhe und Ocknung in dem unglücklichen Lande ausrechtzuerhalten, um dadurch Putschversuchen der Polen vorzubengcn. Lukaschek wies dann in längeren Ausführungen die rechtliche Unhaltbar?«! der Genf« Entscheidung nach^ die mit den Bedingungen des § 5 der Anlage zu Artikel 88 bei Versailler Vertrags in Widerspruch stehe, und sagte zum Schluß, daß sowohl fonnelt als auch materiell ein Verstoß gegen den Friedensvertrag vorliegt. Er könne daher nicht glauben, daß der jetzige Lösungsvorschlag das letzte Wort über das Schicksal Oberschlesiens bedeute.
B e u t h e n, 14. Ott. In den letzten Tagen nimmt die Unsicherheit in dem Abstimmungsgebiet bedenklich zu Auch waren bereits Zusammenstöße, Entwaff- fnungen und Reibereien zu »«zeichnen. In Pleß und Myslowitz hißten die Polen auf Grund der Genfer Telegramme, die eine Zuteilung dieser Gebiete an Polen wahrscheinlich erscheinen ließen, p lni ch.» Falm'N, die aber in Pleß wieder eingczogen wecken mußten. Fest steht, daß kongreßpolnischc S.ldateu in großer Zahl sich in Zivil in Oberschlesien befinden.
Paris, 14. Okt. Laut „New York Herald" wird nach Bekanntgabe d« Grenzsests-tzung in Oberschlesien wahrscheinlich für mehrere Tage der dortige Zug- veikehr eingeschränkt werden.
Polnische Vorbereitungen zum Einmarsch.
Breslau, 14. Okt. Im polnischen Kommandostab werden bereits alle Maßnahmen zur sofortigen Besetzung der den Polen zugesprochenen Gebiete Oberschlesiens getroffen, sobald die Völkerbundsentscheidung bekannt ist. Der Vormarsch der polnischen Truppen wird so geregelt werden, daß der Staatschef Pilsudski an ihrer Spitze sowohl in Kattowitz und Königshütte wie in Pleß und Ryb- nik persönlich einziehen kau«. Rach seinem Einzug in Kattowitz wird er im Anschluß an die Begrüßung eine bereits sertiggestellte Kundgebung an die polnischen Oberschlesier erlassen.
Verbot deutscher Versammlungen in Beuthen.
Beuthen, 15. Okt. Die nach dem Schützenhaus angesagte Versammlung der vereinigten deutschen Parteien und des Eewerkschaftskartells wurden vom Kreiskontrolleur verboten. Auch Betriebsversammlungen in den einzelnen Betrieben durften nicht stattfinden.
Allgemeinansstand gegen den Genfer Beschluß?
Königshütte, 15. Okt. Unter Führung des Deutschen Metallarbeiterverbandes arbeitet man auf einen Allgemeinausstand gegen den Genfer Beschluß hin. Der Kreiskontrolleur hat für Königs- Hütte Verstärkungen erhalten, die zum größten Teil aus Polen in französischen Uniformen bestehen. Protest der oberschlesischen Gewerkschaften an den
Völkerbund.
Kattowitz, 14. Ott. Der Gewerkschastsring richtete an den Gen«alsekretär des Völkerbundes Trummoud in Genf folgendes Telegramm: „Mit großer Entrüstung »«nimmt dir oberschlesische Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenschaft, daß die Möglichkeit besteht, der Völker- bundsrat könne eine Teilung des oberschlesischen Industriegebietes beschließen. Es gibt in Oberfchlesien keinen Arbeiter, Angestellten ober Beamten, der eine Teilung Oberschlesiens wünscht. Wir erwarten eine Entscheidung, die der völkischen und wirtschaftlichen Eigenart des Landes gerecht wird. Unsägliches Elend würde durch eine Teilung des Industriegebietes über die hiesigen Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenschaft hereinbrechen. Tausende würden durch eine Teilung Oberschlesiens von ihr« Arbeitsstätte abgeschnittcn, andere Tausende zur Auswanderung gezwungen. Ter Gewerkschastsring deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbäudc verlangt ein ungeteiltes Oberschlesien und eine Entscheidung, die dem Ergebnis der Abstimmung und dem Sinne des Friedensvertragcs entspricht. Wir richten an den Völkerbuudsrat das Ersuchen, Oberschlesien ungeteilt bei Deutschland zu belassen und eine Kommission von Sachverständigen nach Ob«schlesien zu entsenden, um die Verhältnisse an Ort und Stelle zu prüfen."
DaS oberschlesische Autonomicgesetz.
Berlin, 14. Okt. Das oberschlesische Atttonomie- gesev wird dem Reichstag im November zugehen.
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Das Kabinett WIM.
Die gegenwärtige Rcichsregierung toirb, bevor sie jjrtn Rücktritt beschließt, ine Annahme des Genfer Gut- ,^iens durch bett Obersten Rat abwarten. Dieser Stand- Imntt toirb auch von denen geteilt werden können, die jyt und für sich der Meinung sind, daß der Zusammenbruch b« Wirthschen Politik des Optimismus, bes Fata- Üsmus unb des Vertrauens auf ben BötkerLunb voll-- tzändia« nicht sein kann. Tenn in btefer Zeit muß eine ^zionssähise Regierung vorhanden sein, was während des km parlamentarischen Regime eigenen Durcheinanders tttb Verhandelns um die Regierungssitze nicht der Fall teere. DaS Kabinett Wirth wird also vorläusig noch tleiben. Die Sozialdemokraten sowie ein Teil des Zentrums und b« demokratischen Partei möchten es überhaupt beibehalten, höchstens eine Umbildung vor- Htnommen wissen. Dr. Wirth ist ben SoziMrmokraten ja sehr wertvoll, feit er erklärt hat, er wecke im entscheiden- Jen Falle „auf der Seite des Proletariats" stehen. Besser können sie ja gar nicht fahren, als wenn ein bürgerlicher Kanzler ihre Geschäfte besorgt. Trotz allem erscheint jedoch ausgeschlossen, daß das Kabinett Wirth unverändert bleiben oder wickerkehren wird. Wenn Dr. Wirth pu die Spitze eines veränderten Kabinetts treten würde, Uiüste er sich von seiner Politik des „Ersüllen-Künuens" zu einer solchen des „Nicht crfüllen-Köunens" mausern. es sei denn, er hege die Ueberzcugung, auch nach ter Zerreißung des oberschlesischen Industriegebietes vor ier Hand den Forderungen des Ultimatums gerecht werden zu können und ahses Weitere der Einsicht und dem Gerechtigkeitssinn der Verbündeten sowie dem „Weltgc- bnssen" zu überlassen.
! Man totrb sich nicht wundern, daß die Sozialdemv- ; Jtfiie auch die oberschlesische Frage wieder unter dem 1 toten« und parteipolitischen GesitSpuukt betrachtet und statt der Zukunft Oberschlefiens die Zukunft des s Kabinetts Witth in den Vordergrund stellt. Zu dessen Entlastung erklärt der „Vorwärts", nicht Wirth, son- knt Ludendorff habe Oberschlesien verloren. Ta- zr schreibt die „D. Tagesztg.": „Gewiß hat nicht Herr Wirth Oberschlesien verloren. Das Verdienst an dessen ttkoeisein Verlust, wie an dem Verlust von West- Vnnßen und Posen, von Eupen und Malmedh, kommt bett
-Wrv o lntionsg rö ßen zu, bic aus Angst um ihre —„ 15 f«gemaßte Machtstellung bie deutsche Widerstandskraft tnpart, jg ö!lfj zerstörten, jede militärische Organisation
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btt uon ihnen herbetgeführte völlige Selbstausgabe Teutsch- fcxt?." Das Blatt erinnert weiter daran, daß Herr fSirth zwar Oberschlesien nicht verloren, daß er aber ge- fttubt habe, und bie deutsche Oeffentlichkeit habe glau- k» machen wollen, durch seine Politik der Erfüllung, irrefj die Annahme des Ultimatums werde Oberfchlesien »«rettet werden. So stark sei dieser Glaube ge- torfett, daß die deutsche Regierung vermeinte, sie könne tof eine wirkliche Aktivität int Kampfe um Oberfchlesien, ttf eilten rechtzeitigen Appell an das Nationalgesühl ba Volke, auf die Beeinflussung der Welt zugunsten des Rutschen Rechtes Verzicht en, im Vertrauen auf die Biuinti] ihr« ehrlichen Ersülluugspolitik. Diese Hoff- isnngen und Erwartungen liegen zerschlagen am Boden.
deutsche Volk sei umsonst mit den Sklavenketten ks Ultimatums belastet worden. ,...j U! ;
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Die Lage in SdeWelen.
,** Breslau, 14. Ott. Schwere Gefahren bedrohen den mühsam errungenen, innerpokitischen Frieden h Oberschlesien. Es besteht Grund genug zu der Befürchtung, daß im Augenblick der authentischen Bekanntgabe einer Zerreißung Oberschlesiens der deutsch Minute Bevölttrungsteil die bisher mustergültig be- btijitc Ruhe nicht bewahren wick. Namentlich nut« kx deutsch gesinnten Arbeiterschaft der Industriestädte büchst die Erregung von Tag zu Tag. Man hat tzenug unter der polnischen Herrschaft der Mai- und t Twutage gelitt » und will unter keinen Umständen •ntct eine Souveränität Polens kommen. Führende Personen der oberschlesischen Arbeiterbewegung haben Breits erftärt, daß sie die Massen nicht mehr in der 6«nb haben und kaum noch sie zurücchaltend zu be- kmslussen vermögen. In der oberschlesischen Presse Nt eine getooltige Protestbewegung eingesetzt. Von >er deutschnationaleu „Ostdeutschen Morgenpost" bis >nn sozialdemottattschen „Bolkswillen" ist sie sich darin Atig, daß der Plan des Völkerbundsrates nicht Ursache worden darf, soll nicht Oberschtesien durch ^blitische Kämpfe ruiniert werden und wirtschaftlich b*iTüntmern. Die Mißstimmung gegen das beabsichtigte Kompromiß — politische Svuv«änität Polens, Wirtschaftliche Autonomie, gewisse beibehaltene Ver- Mnduugen mit Deutschland — ist aber auch in Polen f» -roß und wick namentlich bei den nn der Grenze Miner noch lagernden Freibeuterscharen künstlich der- Ljfct geschürt, daß ernsthafte deutsche Führer in Ob«-
Der Auzeigetrprei, beträgt für die 9 gesp. Tolonelzetl« oder deren Rau« 1.— SRt, amtlich« und auswärtige 1L0 Mk. Ändere Spaltenbreite« «ach eattprechender M
B«rech«mtg. Spät einlaufende oder de« Raum über Sette einnehmend«^ An- gF, zeige« fi«d wir berechtigt, nach der Tertipaltenbreite zu setz« und zu berechnen.
Sogen. Reklamen berechnen wir die Ze»« mit 4 Mk. Sebet Rabatt Büt als llj /l
Barrabatt. Bei Auskunft durch bte Geschäftsstelle und Vermittlung der Änge- lb“x
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