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4a,lL Ian:'n, um die Entschädigungen »die man von ihm fordere.

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in leisten und zugleich den Wert der Mark hoch zu halten. Tas augenblickliche Wiederaufleben des Handels sei nur

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E? sei für Deutschland uuniöolich die Waren, die rs braitche, mit einer ver-nindertm Erzeugung zu

Leite werde ein weiteres Niederdrücken der ausländischen Währungen, um innerhalb des Vertrages zu bleiben, fir einen vernichtenden Fehler gehalten.

Die Bemerkung des englischen Finanzmannes Paish, d»ü scheinbar die Staatsmänner der Welt wahnsinnig -vrer'aen seien, wird in weitesten Kreisen Zustimmung ßvden. Nur hat Paish den Kreis der Don Wahnsinn vefalleuen offenbar zu eng gezogen. , -

»fc ob die Staatsmänner der Welt wahn­sinnig geworden seien.

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Die Koalitionsverhandlungen.

Berlin, 6. Okt. Die interfraktionellen Be­ratungen der vier Parteien, die über die Regie­rungsumbildung in Preußen znsammengetreten stnd, wurden heute früh fortgesetzt. Ein Abschluß ist noch nicht erzielt worden, doch ergab sich in den Verhandlungen in einigen grundlegenden Fragen eine Uebereinstimmung. Die Berhandlungen sind im übrigen für streng vertraulich erfiärt worden und werden im Laufe der nächsten Woche fortgesetzt.

bi deutschen Volke die Ansicht verstärkt habe, Frank- «ich wolle die vollständige Vernichtung Deutsch- -lmids. Dieses Gefühl würde verschwinden, sobald die ftanzösische Regierung sich entschließen könne, ihre Politik zu ändern. Eine solche Politik sei möglich, "Änc daß sich 'Frankreich von seinen augenblicklichen ßkrbündeten trenne und ohne daß es in einen Konflikt text ihnen geraten müsse.'

Ebenso wird auch das materielle Strafrecht In einige* Punkten schon setzt abgeändert werden.

Das sogenannte Gesetz zum Schutze der Rep«- b l l k wird in etwa 10 Tagen dem Reichsrat zugehe«. Es beseitigt die Bestimmungen des geltenden Straf, gesetzbuckes über den Schutz der Monarchie und ihre Träger und stellt die Träger der republikanischen «er- afsung unter strafrechtlichen Schutz, wöbet der Ge- danke der Beschimpfung und Verächtlichmachung der« fassungsmätziger Institutionen in den Vordergrund ge« tellt werden wird. Der Minister bezeichnete es ferne« als dringend notwendig, daß das seht dem Reichstag vorliegende Gesetz über einen Ausbau der Geld- trafen in Kürze verabschiedet wird.

Sn »,iWe Mita Mim.

Dir letzte Rede Lloyd Georges hat die Erwägungen dsrstber vermehrt, daß das Verlangen, den Versailler xcrirag auszuführen, dieSieger", namentlich Eng- [jnb, selbst wirtschaftlich geschädigt, indein Arbeitslosig- stit geschaffen wird. Es will allerhand bedeuten, wenn Msi die Northcliffe-Presse für Abändenrng des Ver- fvllcr Vertrages eintritt, natürlich nicht, um Deutsch­land etwas Gutes zu tun, sondern eben im Interesse, der englischen Wirtschaft. Folgende Meldungen liegen

Loudon, 6. Okt. Das Northcliffe-BlattEvcniag gfans" schreibt unter der UeberschriftDie Notwendigkeit rster Abänderung deS Friedensvertrages von Versailles", ter Schlüssel der Rede Lloyd Georges in Inverness sei ter Sah gewesen, in dem der Premierminister erklärte, man könne die Lage in England nicht stabilisieren, bwor nicht sowohl die Finanz- als auch die auswärtige Kebti! stabilisiert tverdc. Darin liege das augenblickliche Problem. Die Nationen müßten ihre Kriegsschulden «Mheichen, und die Verbündete« müßten erwägen, wie kenlschland am besten die Entschädigungen ohne Schaden für die Länder, denen sie geschuldet werden, bezahlen Reue. Deutschland hätte bisher durch Bezahlung in Kedlen in den Ländern, die die Kohlen crhiclten,^A r - heitslosigkeit geschaffen. Durch die deutschen Schiffe

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stärker werdende Gerüchte erhöht, daß die ungarischen Banden ihre Rüstungen verstärken und möglicherweise schon in den nächsten Tagen einen Uebersall auf Oester­reich versuchen werden. Diese Meinung wird auch in den Ncgierungskreisen geteilt. Die Truppen an der Grenze werden verstärkt. Bei einem ungarischen Uebersall werden auch große Teile der Arbeiterschaft zu den Waffen greisen.

ab wird grundsätzlich der volle Wert gutgefchrieben. Jedoch darf die jährliche Gutschrift auch jetzt eine Milliarde Eoldmark nicht überschreiten. Beträgt der Gesamtwert der Lieferungen bis zum 1. Mai 1926 mehr als 7 Milliarden Eoldmark, so ist der überschießende Betrag innerhalb 3 Monaten ab 1. Mai 1926 Deutschland voll gutzuschreiben, ohne Rücksicht auf die Regelung der sonstigen Gutschrift,

England und das Abkommen.

London, 6. Okt. Wie Reuter erfährt, wird das von Rathenau und Loucheur abgeschlossene Uebereinkommen von englischen Finanzsachverstän­digen geprüft. Aus politischen Gründen kann Eng­land gegen das Uebereinkommen keinen Einwand erheben. Das Abkommen wird aber erst in Kraft treten, wenn es die Billigung des Entfchädigungs-

Die militärischen Zwangsmaßnahmen. Dr. Mayer bei Briand.

Paris, 6. Dft. Wie derTemps" meldet, habe sich der deutsche Potfchlaster Ar. Mayer während seines Besuches beim Ministerpräsidenten Briand über die augeblickliche Sage in Deutschland ausge­sprochen. Im Laufe der Unterhaltung habe er, ohne ein positives Verlangen zu stellen, von der Aufhebung der militärischen Zwangsmaßnahmen, also der Be-' setzung von Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort, ge­sprochen und auf den großen Eindruck hingewiesen, den diese Maßnahme auf di« ösfentlichc Meinung in Deutschland auszuüben km Stande sei.

Paris ,6. Okt. Es bestätigt sich, daß die Auf­werfung der Frage der Aufhebung der militärischen Zwangsmaßnahmen durch den deutschen Botschafter in Paris im Zusammenhänge mit der Unterzeichnung bes 'Wiesbadener Abkommens steht usttz zwar tn dem Sinn, daß die deutsche Regierung in Wiesbaden ge­wissermaßen unter stillschweigender Voraussetzung der Aufhebung dieser Maßnahmen unterzeichnet hat. Es wird zwar bestritten, daß der deutsche Botschafter eine Forderung aufgestellt habe, es besteht aber kein Zweifel, daß der deutsche Botschafter, auch wenn er die höfliche Form der Anregung oder eines ^Whes gewählt hat, er damit nicht anders als mu-Auftrage der deutschen

SWIt gegen die Mm iksWd-MM

Lei pzig, 6. Okt. Ter Oberccichsauwalt erläßt einen Steckbrief wegen Hochverrats gegen General- Landschaftsdirekior a.D. Kapp aus Königsberg, Major a. D. Pabst, Oberst a. D. Bauer, den Arzt und VolkSwirtschaftler G. W. Schiele aus Naumburg a. S., den Schriftsteller Karl Schnitzler, den Sehriftsstller Trebitsch-Lincoln, General d. Inf. a. D. Frhrn. v. Lütt Witz, Korvettenkapitän a. T. Ehrhardt. Die Reichsregierung setzte eine Belohnung bis 50000 Mk. für den aus, der zur Auf­klärung des Sachverhalts oder zur Ergreifung eines der flüchtigen Ai-geschuldigten beiträgt. '

Marburg

Freiing, den 7. Bfliltt

«ilbhardt.

Wschen und deutschen Interessen notwendigerweise eni- tzegengesetzt sein müssen. Die antifranzösische Tendenz eines großen Teiles der deutschen Presse erkläre sich bcraus, daß die srauzösische Politik mehr und mehr

Die Kreditangebote.

Berlin, 7. Okt. Ebenso wie der Reichs- verbanh der deutschen Industrie haben jetzt laut B. T." die Banken, der Handel und die Land­wirtschaft besondere Ausschüße gebildet, die die Frage des Kreditangebots an die deutsche Regie­rung bearbeiten sollen. Die Ausschüße werden in der nächsten Woche mit dem Reichskanzler über die Aufbringung der Eoldmilliarde verhandeln.

MMi-Mg 6ts WM« Adlmmm.

Ber lin, 6. Okt. Die Minister Dr. Rathenau und Loucheur haben heute in Wiesbaden in Voll­macht ihrer Regierungen daS Abkommen über deutsche Sachlieferungen an Frankreich abgeschlossen. Die Unterzeichnung der Neben- abkommen erfolgt voraussichtlich am Freitag.

In dem Abkommen bekunden die beiden Regle-' rungen ihren Willen, den Wiederaufbau der zer- 'törten Gebiete Nordfrankreichs durch Lieferung bezw. Gestellung von Einrichtungs- und Betriebs­gegenständen und von Baustoffen in möglichst gro- zem Umfang zu bewirken. Die Durchführung der Lieferungen soll auf beiden Seiten durch privat- rechtliche Organisationen erfolgen. Zu den Liefe­rungen ist die deutsche Organisation nur insoweit verpflichtet, als sie mit den Produktionsmöglich- keiten Deutschlands, seines sozialen und wirtschaft­lichen Lebens vereinbar sind. Der Gesamtwert der Leistungen soll bis zum 1. Mai 1926 7 Milli­arden Goldmark nicht überschreiten. Die Lieferungen sollen erfolgen durch unmittelbare freie Vereinbarungen der deutschen und französi­schen Organisationen. Für den Fall, daß eine Ver­einbarung nicht zusiandekommt, entscheidet eine Kommission über Lieferungsmöglichkeiten, Preise, Transport, Lieferungs- und Abnahmebedingungen endgültig. Die Kommission setzt sich zusammen aus einem-Deutschen, einem Franzosen und einer drit­ten gemeinsam bestimmten oder vom schweizerischen Bundespräsidenten ernannten Person. Für die Preisfestsetzung, soweit sie nicht in freier Verein­barung erfolgt, gilt ungefähr der normale franzö­sische Inlandspreis abzüglich der französischen Zoll- gefälle und der Transportkosten. Ist der in dem Preisverzeichnis erstellte Preis niedriger als der gleiche Preis für die gleiche Ware in Deutschland, so ist Deutschland nur verpflichtet zu liefern, soweit diese Preisdifferenz nicht größer als 5 % ist. Die Zahlungen an die deutschen Lieferungsorgani­sationen geschehen durch die deutsche Regierung. Dieser wird der Wert der Lieferungen auf Repa- rativuskouto gutgeschrieben. Dabei unterscheidet das Abkommen drei Zeitabschnitte: bis zum 1. Mai 1926, bis zum 1. Mai 1936 und dis Folgezeit. Die Lieferungen im ersten Zeitabschnitt werben Deutsch­land nur mit 35% des Wertes gutgeschrieben. Beträgt der Wert der Lieferungen aus dem Ab­kommen in einem Jahr weniger als eine Milliarde Eoldmark, so werden in diesem Jahre 45 % des Wertes dieser Lieferungen gutgeschrieben. Der Höchstbetrag, der Deutschland in einem Jahre gut­geschrieben werben barf, ist eine Milliarbe Golb- mark. Bei beit Lieferungen vom 1. Mai 1926

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Paris, 6. Okt. General Ludendorff hat tem Sonderberichterstatter desOeuvre" in München tni ciu; schriftliche Auslage, ob die Möglichkeit eines dauerhaften Einverständnisses zwischen Frankreich und Deutsch land bestehe, ob die deutschen Interessen nicht notwendigerweise den französischen entgegengesetzt seien nb ob schließlich eine tiefgehende Feindseligkeit Frank­reich und Deutschland trenne, geantwortet, er halte rin dauerhaftes Einverständnis zwischen Deutschland «ab Frankreich für möglich. Das eigentliche Hinder­nis bilde die augenblicklich« Form des Versailler Friedensvertrages. Er glaube nicht, daß die ftan-

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Eingreifen der verbündeten Truppen nach bet Entscheidung.

Lonbon, 6. Okt. Havas mclbct: Die Vertre- ter ber englischen, italienischen unb französische» Regierung werben sich am 8. 10. in Paris versam­meln,, um bas Eingreifen ber Truppen ber 3 Mächte vorzubereiten, sobalb bie oberfchlesifche Frage durch den Völkerbunbsrat geregelt sei. Die 3 Regierungen werben bet bieser Zusammenkunft burch besonder« Sachverstänbige ober ihre Pariser Botschafter wt*. treten sein. Die englischen, italienischen und fratu zösischen Vertreter werden Vorschriften ausarbei­ten, bie ben cerbünbeten Truppen in Oberschlesien erteilt werben bezüglich ber Tätigkeit, bie ihn« nötigenfalls auferlegt werben soll, sobalb der Löte kerbunbsrat seine Entscheibung getroffen hat.

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DieObelhesistche Beitun;" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 6 Mk., durch die Post 6.15 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse lein Ersatz. Verlag von Dr. C. 5>itzeroth. Druck der llnlv.-Vuchdruckerei von Job. Aug. Koch, Markt 21SS Fernsprecher 55, Post­scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

;e ui i. bandel wieder in Gang zu setzen. Durch die Schaffung

m 7142 ton Passiven unter den aegeutoärtinen Verhältnissen toriiickte man das eigene Volk. Es habe den Anschein,

Die zunehmende Teuerung.

Berlin, 6. Okt. Die Inder-Ziffer der Lebens­haltungskosten für September, der die Ausnabrn für Ernährung, Heizung. Beleuchtung und Wohnuugsmiet« zu Grunde liegen, stieg nach Berechnungen bt8 Statistischen Reichsaints gegenüber dem Vormonat um 17 Punkte oder 16 v.H. auf 1062. Gegenüber dem Staude vom Januar 1921 (94-1) betrügt die Steige­rung 12,5, gegenüber dem September 1920 36,3 v. H, Die Erhöhung der Lebenshaltungstoften ist in der Haupt­sache auf btt Preissteigerungen für Leben?, mittel zurückzusuhren. Die Indexziffer für die Er- nährungskosten allein stieg von 1399 im August tut 1,4 v. H. auf 1118. Gegenüber dem Januar 1921 beträgt die Steigerung der Srnährungsausgaben 12,1 v. H. Im Berichtsmonat trugen zur Erhöhung^ di« teil- weise recht erheblichen Preissteigerungen für Nährmittel, Hülsenfrüchte, Schwemesieisch, Speck, Eier, Milche und Fische bei. Ausjerdem kommt in der, Sepirmberzahl die im August eingetretene BrotbreiSerhöhung erstmalig voll zum Ausdruck. Auch die Aufwendungen für Heizung und Beleuchtung stiegen im Durchschnitt erneut. Die Entwicklung war im Berichtsmonat inner­halb des Reichs nicht völlig ausgeglichen.Sn einer Rrihe von Gemeinden war die Preisermäßigung für Knrtofseln und Gemüse so bedeutend, daß trotz btt Erhöhung der Preise für sonstig« SebenSmitttl eine Dkv- minberung der Eesamtkosten eintrat.

Berlin, 6. Okt. Tie Entwertung der Mark dal zur Folge, das; aus allen W'.rtfchasisgebteten starke Preis- fteigeruiigen eingetreten jii'.b. Wr Lohne und Gchüftrz

Panikstimmung in Wien.

Befürchtung eines ungarischen Ueberfalls.

Wien, 6. Okt. In Wien herrscht seit einigen tagen ausgesprochene Panikstimmnng, die nicht nur bn der Börse, sondern auch im großen Publikum um sich Itrtift, das alles unternimmt, um die österreichischen Wronen loszuwerden. Alle Geschäfte der Stadt find ibberfüllt, und es wird alles gekauft, was überhmtpt zu heben ist, nicht nur Lebensmittel, sondern auch Schuhe, Kleider, Möbel für jeden beliebigen Preis. Infolge- besst!'. gehen die Preise ununterbrochen sprunghaft in fit Höhr. Diese Stimmung wird noch durch immer

Der Anzeigenpreis beträgt für di« S gefp. Eolonelzeile oder deren Raum L Mk., amtliche und auswärtige 1.80 Mk. Andere Spaltenbreite« «ach entsprechender M*

Berechiutug. Spät einkaufend« oder den Raum über 1!« Seite einnehmend« An- «JU. y'UJiy« zeige« find wir berechtigt, nach der Textspaltenbreit« zu setz«» und zu Sog««. Reklamen berechnen wir die Zeil« mit 4 Mk. Z«o«r Rabat Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung bote 75 Psg. Sondergebühr.

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; vüM KslschcwismuZ bedeute«. In Frankreich, wo eilte Hun­gersnot drohe, werde sie die Revolution bedeuten.

ohn-B» -Der englische Finanzmann George Paish erklärte in i.9wll| riner Rede über den Außenhandel und die Erwerbs- ' lvsigkeil, die Hungersnot in England werde den

Wenn die Koalition scheitert.

Neichsminister a. D. Scholz führte auf dem Elbinger Vertretertag des Wahlkreisverbondes Ost- prentzen der Deutschen Volkspartei aus, er glaube nicht an ein Zustandekommen der Koalition. Wenn die Koalitionsbestrebungen scheiterten, so werde die Deutsche Volkspartei eineAusnahmestellung" ein- nehmen, die es Zentrum und Demokraten ermögliche, auf die Deutsche VoUspartei znrüüzugrcisen, wenn sie sich von der Sozialdemokratie getrennt hätten. Vor­aussetzung dafür sei, daß die Volkspartei nicht aus alle Fälle Opposttionspolitik treibe, sondern sich au beit Boden der sachlichen Mitarbeit stelle. ;

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Die Reform des Strafrechts.

Stärkere Heranziehung des Lairneleinetrts.

Berlin, 6. Okt. In einer Unterredung mit dem Mitarbeiter desBerk. Tagebl." erklärte Reichsjustiz- minister Schisser über die Resormplüne auf dem Gebiete ber Strafrechtspflege, datz die Notwendigkeit besteht, vor der Ausarbeitung des neuen Strafgesetz­buches sofort eine Teilresorm zu machen; vor allem soll eine Erweiterung des Laienelemcnts in der Strafrechtspflege geschaffen werden. Den min­derbemittelten Schichten soll durch die Erhöhung der Diäten unb durch Verordnungen, die die geheime gleiche und direkte Wahl der Wahlausschüsse vorsehen, ber Zugang zu dem Laienrichtertum erleichtert werden. Samt soll aber auch der Kleis der Gerichte, an dem die Laienrichter miarbeiteit, erweitert werden. Voraussichtlich werden alle Sachen, kleine wie große, in erster Instanz an das Schössengericht kommen. Bei dem Amtsgericht werden voraussichtlich kleine Schöffengerichte (ein Berufsrichter und Schöffe) und große Schöffengerichte (mehrere Richter unb Schöffen) gebilbet werben. Auch beim Landgericht sollen Laienrichter Mitwirken. Ferner werde erwogen, ob nicht mich der Oberrcichsanwalt in Hochverrats- und Spionagesachen ermächtigt werden soll, die Anklage nicht vor dem Reichsgericht, sondern vor dem Laiid- gericht zu erbeben. Auch das Jugendgerichtsgesetz sicht weitgehende Beteiligung des Laieitelemcills vor.

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Berkin, 6. Okt. Der preußische Landing beenbigtt heutx nach viertägiger Aussprache die Beratung M Haubelshaushaltes in ziveiter Lesung. Das Jntkrest« an den Verhandlungen hatte merllich nachgelaßen, war doch nach der gestrigen zweistündigen Rede des Mimfter» Fischbeck, die fast im ganzen Hause betätig <W nommen wurde, der Höhepunkt der Aussprache erreicht worben. Heute versuchten die Konununisten durch ehten agitatorischen Vorstoß das Haus zu beunruhigen. beantragten für ba3 hungernde SewjetruAand 20 Mtt- Konen Mark zu betvifligeir ohne babti unser eigen«- Elend zu Menkcn. Dieser Antrag sowie der weite« Nntraa der Linksradikalen für die Opfer in Oppau 5 Millionen Mark auszuwerfen, um damit den Anschein tu erwecken, als seien bie Kommunisten die einzigen, die ein, Herz für di« Opfer der großen Katastrovhe hätte«,! brachte den Antragstellern nicht den gewünschten Erfolg-! Man merkte die Absicht zu deutlich. Der Kommunist Knot h-Frankturt machte seinem Unmut darüber iw grollenden Worten Lust und holte sich wegen unqnall« fixierter Angriffe auf den Handelsmimster Fischbeck «tn«a Ordnungsruf. Der Abgeordnete Ulmet (Unabh.) stieß in das gleiche Horn der Polemik unb zog auch das aktuelle Thema der Regierungsneubildung in den Bereich seiner Betrachtungen. Die Hineiunahme der Deutschen Volks­partei, so meinte er. werde das Ausland nm allerwenigsten zu einer Milderung der Versailler Bedingunzen veran­lassen. In einer sachlichen Rede des Abg. Hartmann (Dem.) fand die Aussprache ihren Abschluß Man ge- stehnngte den HandelshauZhalt, dazu eine große Reihe von Anträgen des Haupiansschusses, die insbesondere der Förderilng ber Berufsausbildung dienen. 11. a. stimmte man auch für bie Gewährung des Promotionsrechte» an die Handelshochschule Berlin. Annabme sand _ ferner der Antrag der Demokraten auf Verbesserung der Unfall- verhütungseinrichtungen zur tunlichsten Verhütung von Katastrophen, wie wir sie in Oppau erlebt haben. Im Anschluß erledigte dann das Haus noch eine Reihe kleinerer Voranschläge.

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.Evening Nttvs" schreibt, augenblicklich sei in England m bo* - *>ac Bewegung im Gange, Deutschlaitd seine Schulden ---- |u erlassen. Das Blatt warnt vor dieserEpidemie^'.

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feien in England Tausende von der Schifssindustrie »«stick» »ihäugend« Arbeiter ans die Straße geworfen worben. 1491) m fl&ening News" zufolge werbe es besser fein, selbst 7iA he nVertrag abzuändern, wenn England dadurch

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Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberheßeit