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Amtliches VerkündigungsbtuLt des Krches MrSurg.

Anzeiger für (das früher kurheMche) Oberhessen

1921

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Die Spanier in MaroZo.

Melilla, 4. Okt. (Havas.) Die letzten Nachrichten melden, daß im ganzen Gebiet Ruhe herrscht. Die spanischen Truppen haben in den ge­nommenen Stellungen große Mengen Getreide und Munition gefunden. Schätzungsweise standen im letzten Kampf den Spaniern, deren Zahl 15 000 be­trug, 30 000 Aufständische gegenüber. Der König hat den Oberkommissar zu dem Sieg, den er er- rrlngen hat, beglückwünscht. ,

ausführlichen Vortrag des Reichsministers Rathe- nau trat der Ausschuß in eine Besprechung ein.

In der Nachmittagssitzung stellte der Reichs­justizminister in längeren juristischen Ausführun-. gen fest, daß sich das Wiesbadener Abkommen Ra- Henqu-Loucheur innerhalb des Rahmens des Frie­densvertrages halte. Der Vertreter des Reichs- inanzministers berichtete ausführlich über die Auf- iringung von einer Milliarde Eoldmark nach dem Ultimatum. In der Aussprache sprachen die Ab­geordneten Bernstein, Dr. Spahn, Dr. Stresemann, Dr. Helfferich Dr. Breitscheid und Dr. Gothein. Der Ausschuß beschäftigte sich dann mit den Verhält­nissen im Memelgebiet.

DieOberhessische Zeitung erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 6 Mk., durch die Post 6.15 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag von Dr. C.Hitzeroth. Druck der Univ.-Buchdruckerei von 2oh. Aug. Koch, Markt 21,23 Fernsprecher 55, Post­scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Die Kämpfe in Kleinasien.

Der türkische Vormarsch.

Angora, 3. Okt. Unser Vormarsch entwickelt ich in Richtung Eskischehir. Unsere Kavallerie hat Matlap, 6 Klm. von Eskischehir, besetzt. Im Ab­schnitt um Karahissar haben unsere fliegenden Ko­lonnen an mehreren Stellen die Eisenbahnschienen aufgerissen.

Marburg M, tei 5. Mb« «ilbharbt.

! Die Unabhängigen hatten folgende Mindestforde­rungen für eine Koalition mit nichtsozialistischen Parteien gestellt: l

> Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt und Sicherung der auswärtigen Zahlungsverpflichtungen durch ausreichende Heranziehung des Besitzes, insbesondere auf jbrnn Wege der Erfassung der Goldwerte. Wirksame Massnahmen zum Schutz der Republik und zur Lekäinpfung der monarchistischen Reaktion, namentlich grundlegende Justizreform durch die Uebertragung der üccht'vrechung in Strafsachen auf Geschworenengerichte: 8-ahl ucr Geschworenen durch das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht nach dem Grundsatz der kerhältnisioahl; gesetzliche Maßnahmen, die die Ent­fernung von Beamten im Dfnttkichen Dienst, Mngestcllte» und Angehörigen der Wehrmacht aus dem iEkaatSdicust ermöglichen, die monarchistische Auffassung Mscntlich vertreten oder in der bei Ausübung ihres Iklmtes bekunden. Fortführung der Sozialpolitik. So- »ialisierung des Bergbaues. Eine austvärtige Politik der Verständigung und des Wiederausbaues- auf- richtiges Streben, die Verpflichtungen des Ultimatums ist erfüllen.

Wie die Blätter melden, haben die Demokraten «id das Zentrum ihre Zustimmung zu einem Awaigen Eintritt der Unabhängigen in die Reichs- regicrunK von -fotzenden drei Bedingungen ab- häligig gemacht: 1. müssen sich die Unabhängigen »ul den Boden bejr Weimarer Verfassung stellen, 8. mußte eine Einigung über ein gemeinsames Re- »ierungsprogramm erzielt werden, 3. muffe die Koalition auch die Deutsche Volkspartei umfassen.

Mlfön Landlos.

Berlin, 4. Okt. Jin preußischen Landtag vntrde jeute die Beratung des Haushalts der Handels- enb Grwerbeverwaltung fortgesetzt. Für die Kommunistr» prach die Abg. Frau Ludewig. Sie verteLigtt mit großem Eifer die von ihrer Partei beantragt«! Beseitigung des Staatskommissars an der Börse, der fonK eine wirksame Kontrolle gegen die Auswüchse der Speku­lation ausübt. Nach Ansicht der Rednerin dient er besonders der Spekulation. In der weiteren Aussprache beschäftigte sich der demokratische Abgeordnete Grund besonders mit Fragen der Ostpolitik. Zweifel­los werde der Schwerpunkt unseres Handels angesichtl der Valutaverhältnisse für die weitere Zukunft nach Oste» verlegt werden. Deshalb bedürfe Ostpreußen der be­puderen Aufmerksamkeit der Regiernng, da es la voraus« ichtlich als Durchgangsland für den Wirtschaftsverkehr wach Rußland, wo oec deutschen Wirtschaft besonder- dankbare Aufgaben winken, bienen werde. Er bezeichnet als einzige Möglichkeit, Golowerte zu schaffen, die Er« zielimg eines Ueberschusses in der Handelsbilanz, 0e* anders gelte es, hochwertige Qualitätsware für die AuS- sthr zu erzeugen. Nachdem noch Llbg. Holzamer Mirtschastspartei) feinen Standpunkt zu dem zur örterung stehenden Programm dargelegt hatte, ergriff als erster Redner der zweiten Rednerreihe der Sozial­demokrat Brückner das Wort, um die Rede seiner Parteigenossin Hanna zu unterstreichen, indem er be- onders gegen den Spekulationshandel, in Devisen zu Felde zog. Der Redner kritisierte die Tätigkeit bei Staatskommissars an der Börse. Wenn er auch mcht keine Beseitigung, tvie es die Kommunisten wollten, ver­langte, so forderte cr doch eine energische Reform dieser Einrichtung. Es wird auch von besonderem Jnteresie sein, was Minister Fischbeck, der morgen zu Sßorte 'ommen dürste, gegen die über diesen Posten vorgebrachten Beschwerden zu sagen haben wird. Gegen Uhr ver­tagte sich das Haus auf morgen 12 Uhr.

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Aus dem besetzten Gebiet.

Zurückziehung der farbigen Truppe« aus der 4 Rheinpfakz?

X D Lsseldorf, 4. Okt. Die farbige Besatzung in der Pfalz soll infolge andauernder Beschwerden durch weiße Truppen abgelöst werden,

Oberstein, 3. Okt. Das. französische Polier- gericht in Trier verurteilte den Schriftleiter Drouve vom sozialdemokratischenNahetal-Boten" wegen einer Aussatzes über die Werbungen zur Fremdenlegion, der alsVerletzung der Besatzungsbebörde" ausgesaßt wurde, zu 15 Tagen GefänguiA uich 1500 Mark Geld-

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Vorläufiges Einvernehmen des Bölkerbundrates.

Paris, 4. Okt. DasJournal des Döbats" erführt aus Genf, der Völkerbundrat fei zu einem vorläufigen Einvernehmen über die oberfchlesifche Frage gelangt und habe feine Schluß­folgerung redigiert. Zu regeln feien nur noch einige Einzelfragen. Das Gutachten werde, nach­dem cs höchstwahrscheinlich am Samstag dem Vor- iitzenden des Obersten Rates mitzeteilt fei, an- ichlietzend offiziell veröffentlicht werden.

Paris, 4. Okt. Der diplomatische Bericht­erstatter derChicago Tribüne" will wissen, daß Lloyd George Briand entweder in Hythe, Boulogne oder Paris sprechen werde. Wenn der Bericht des Völkerbundsrates über Oberschlesien dem Obersten Rai zugehe, sei beabsichtigt, eine Tagung des Ober­sten Rates abzuhalten, an der nur England, Frank­reich und Italien teilnehmen sollen.

Die Gegenarbeit gegen den Cefinnungsumschwung.

Kaitowitz ,4. Okt. Die auf Veranlassung von Warschau und auf das Betreiben gewisser französischer Kreise ins Werk gesetzte Gegenarbeit gegen den nicht mehr wegzuleugnenden und immer klarer zu Tage tretenden Gesinnungsnmschwung der Bevölke­rung der Kreise Pleß und Rtzbnik wird jetzt mit größter Energie unter Ausschaltung aller Bedenken geführt. Am 2. Oktober fand in Rybnik eine Vom polnischen Kreisbeirat Dr. Vialy cinberufene und Von ihm ge­leitete Versammlung der Gemeindevorsteher des Kreises Rybnik statt. Die Gemeindevorsteher waren schriftlich eingeladen worden mit dem Auftrage die Ge­meind esiege l mitzubringen. Es wurde in der Versammlung ein Telegramm an den Völkerbundsrat vorgelegt, das sie unterstempeln und unterschreiben muß­ten und in dem energisch die Zuteilung Oberschlesiens bis zur sogenannten Korfantylinie ausgesprochen ist. Der polnische Kreisrat, der Beamter der I. K. ist, hat sich also nicht gescheut, die Gemeindevorsteher zum Mißbrauch des Gemeindesiegels zu veranlassen. Es muß nm die polnische Sache in Oberschlesien sehr schlimm bestellt fein, wenn man vor solchen Mitteln nicht zurückschreckt. '

Immer noch polnischer Terror.

Berlin, 4. Okt. Nach einer Meldung des Lok.-Anz." ,av.s Ratibor warf im Kreis Rybui ein Pole eine Handgranate in ein Gasthaus, in dem die Hochzeit eines zurückgekehrten deutschen Flüchtlings gefeiert wurde. Acht Personen wurden schwer und vier leicht verletzt. In Pietz entstand heute früh am Kriegerdenkmal eine sehr heftige Entladung von Sprengstoffen, die zur Folge hatte, daß der Krieger von dem Denkmal heruntergeschleu­dert wurde und zerbrach. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der Anschlag von einem Polen

Admiral Scheer an die Jugend.

Auf dem Treffen der westfälischen und rheini­sch on Gruppen des Jungnationalen Bundes in Esten hielt Admiral Scheer, der Leiter des Sun. des, am 25. September eine Rede, in der er aus. ührte:

Weit» ich mich frage, was Euch als Jugend heute vorschweben könilte und sollte, so kann es doch stets nur das eine fein, aus der Schmach und dem Zwang herauszukommen, unter dem unser Vater- land heute steht. Es geht wieder um die d e u t s ch e Freiheit wie vor 100 Jahren, wo die Befrei« ungskriege uns von der Franzoseuherrschaft ledig machten. Damals wurde freilich nur die äußere Unabhängigkeit erkämpft, im Kampfe um die in« nere Freiheit entstand die erste deutsche Jugendbe. wegung: die Burschenschaft. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese innere Freiheit dann auch gewährt. Es ist die überragende Bedeutung Bismarcks, daß in ihm sich die Idee mit der Tat verbündete. Jetzt wurde das große Ziel erreicht, das man sich gesteckt hatte, und es entstand das deutsche Kaiserreich. Ein Gedanke, der das Le, ben eines Volkes gestalten soll, muß für jeden ein« zelnen ein Lebensbedürfnis aller persönlichster Art sein, ohne desten Erfüllung er nicht mehr leben kann. Nur aus einer solchen aus dem Volke empor­wachsenden Gesinnung vermag unser Staat fest zu stehen und kann er die Sehnsucht unseres Volkes er, füllen, die Wiedererlangung einer geachtete« We ltstellung. Dazu ist notwendig, daß jeder einzelne sich der Pflichten bewußt wird, die er als Teil des Volksganzen hat. Es darf heute keiner hin­ter dem Ofen hocken und jagen, das geht mich nichts an, das überlaste ich den anderen, Politik liegt mit nicht, ich will auf jeden Fall Frieden mit den Nach­barn haben usw. Das sind alles leere und faule Ausflüchte oder am Schreibtisch erdachte Konstruk­tionen, die dem Wesen eines Volkes nicht gerecht werden. Wie fremd unserem Volke die Begriffe wie Pazifismus, Internationalismus usw. sind, geht schon daraus hervor, daß wir keine rechten deutschen Bezeichnungen dafür haben. Die völkisch nationale Erneuerung, deren wir bedürfen, kommt nut durch die Arbeit an uns selbst. Wir müssen wieder Selbstbewußtsein bekommen, wir müsse« stolz darauf sein, Deutsche zu sein. Das darf aber nicht zu jenem Hochmut führen, der heute in aller«, Hand Kreisen der Jugend lebt, die nur ihre kleine Gemeinschaft für wesentlich halten und die übriges glauben ablehnen zu dürfe«. Unser Selbstbewußt« sein hat nur dort eine Berechtigung, wo es mit beq Verantwortlichkeitsgefühl für die Gesamtheit gej paart ist. Eine ernste Vertiefung in die Eeschichn der Vergangenheit und die politischen Fragen dez Gegenwart muß uns vor einem verhängnisvoller Dilettantismus bewahren und die für unsere Aust gäbe notwendigen Kenntnisse vermitteln. RoH wichtiger ist aber, daß die Jugend aller Richtungen lernt, sich LusammenLuftiwenMtr^ll.eber»i«i

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Rate-Rußland.

Kopenhagen, 3. Okt. Aus Helsingfors wird gemeldet, daß die amerikanische Hilfsaktion in Peters­burg neun Speiseanstalten eröffnete, die täglich 60000 Kinder speisen können. Die Sowjetbchörden baten die amerikanische Regierung, auch Speisen für Erwachsene zu liefern, was jedoch abgelehnt wurde.

Die Sowjetregierung hat eine Verordnung erlassen, durch die Pässe für Auslandsreisende wieder eingesührt werden. Ein Paß mit Reiseerlaubnis von Rußland in das Ausland kostet 300000 Rubel.

Brüssel, 8. Okt. Der frühere russische Minister Kerenski ist in Brüssel angekommen. Er wurde heute vormittag vom JuMzminister empfangen. Die Anwesenheit Kerenskis soll mit dem dem»ächstigen Zu­sammentreten bet Konferenz wegen der russischen Hungersnot zusammenhängen. ;

Seine Geheimräte mehr? Wie mitgeteilt wird, soll es t« Zukunft keine Geheimräte, sondern nut noch Nc- gienmgs- und Oberregicrungsräte mit den entsprechen­de« Abänderungen in Fachministerien gebe«.

Das Wiesbadener Abkommen.

Beratungen im Ausschutz für Auswärtiges.

Berlin, 4. Okt. Der Ausschuß für auswär­tige Angelegenheiten beschäftigte sich in einer ver­daulichen Sitzung unter dem Vorsitz des Abg. ; t: e | e m ann mit dem Wiesbadener Abkommen Loucheur-Raihenau. Von der Reichsregierung wa­hren außer dem Wiederaufbauminister der Minister Ides Aeußeren Dr. Rosen, Staatssekretär im Aus­wärtigen Amt v. Haniel, sowie Beamte des Wie- 'dcrauibauministeriums, des Finanzministeriums !»nd des Auswüitigeu Amtes anwesend. Rach einem

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'träfe. Drouve hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. > .^i-j t ' t J J ,r,_ J..;/. ' '

Die Heeresstärken.

China an erster, Deutschland an letzter Stelle.

London, 4. Okt. Wie der Washingtoner Be­richterstatter derChicago Tribüne" berichtet, steht nach amtlichen Ziffern Frankreich mit einer aktiven Heeresstärke von 1034 000 Mann an zwei­ter Stelle in der Welt da, C h i n a a n erster mit 1370 000, Deutschland mit 100000 an letzter Stelle. Englands Heeresstärke beträgt 740 000 Mann, die Vereinigten Staaten kommen mit .40000 Mann an vorletzter Stelle. Diese Ziffern eilen von der Washingtoner Konferenz im Novem-. >er erörtert werden. (

Eine Rede Lloyd Georges.

L o n d o n, 4. Okt. In einer Rede in Jnvernctz erklärte Lloyd George derWestminster Gazette" zufolge: Wenn wir auf die Washingtoner Konfe­renz gehen, so wird das ein Ereignis sein, das für Jahrhunderte in der Geschichte verzeichnet stehen wird. Heber die irische Konferenz sagte er, die Kon- erenz könne nur Erfolg haben, wenn man sich ent- chließe, auf den gesunden Menschenverstand der seiden Völker zu vertrauen und nicht versuche, Extremisten mit einander zu versöhnen. Zur Ar- beitslosenfrage sagte Lloyd George, die heutige Arbeitslosigkeit sei nicht eine gewöhnliche Handels­depression, sondern sie sei auf die anormalen Ver­hältnisse und die zerrütteten Folgen des Krieges zurückzuführen. Sie sei ein Weltproblem. Man könne kein Geschäft betreiben, während die Schwan­kungen des Wechselkurses fortdauerten. Es sei das­selbe, wie wenn man versuchen werde, auf bewegter See auf einem Ozeandampfer Billard zu spielen. Dxr Kredit Englands sei unendlich höher als der irgendeines anderen am Kriege beteiligten Landes in Europa. Er sei zuversichtlich, daß die Lage sich allmählich festigen werde, wenn die Nationen ein- schen, daß gute Beziehungen wesentlich seien für die nationale Wohlfahrt. Wenn die Regierung über das Arbeitslosenproblem einen Beschluß gefaßt ha­ben werde, werde sie ihn dem Unterhause unter­breiten, das befugt sei, sein Urteil darüber abK- geben Männer, die arbeitswillig seien, dürfen nicht hungern, solange eine Brotkruste im Speise- fchrank der Ration fei.

SiiWWg &ts WM«! BnMmzMgvder ' B c r I i n , 4. Okt. Wie demV. T." aus Mün- .cheu gemeldet wird, wird die bayerische Regierung Hemäß ihrer Verabredung mit der Reichsregierung Heute eine Verordnung herausgeben, durch die der Ausnahmezustand in Bayern vom (15. Oktober an aufgehoben wird.

L Der «tue Münchener Polizeipräsident.

München, 4. Okt. Wie dieMünchener Zei­tung" meldet, wird als Nachfolger Pöhners als Dolizsipräfident in München der Bezirksamtmann a f o r e t genannt, der als äußerst tüchtiger Ver- fwaltungsbeamter geschildert wird.

Sie MiekWSliuiMm.

Mt Deutsche Volkspartei gegen die Unabhängigen. I Berlin, 4. Okt. Die Nationalliberale Kor- Kespondenz teilt mit, die Deutsche Volkspartei sei Mr ein Zusammengehen mit den Unabhängigen rnvecks Herstellung einer Regierungsfront von Mrcscmann bis Breitscheid nicht zu haben. Eine Möglichkeit, die Verhandlungen durch Hinzuziehung j Ver Unabhängigen zu erweitern, bestehe nur, wenn l gleichzeitig auf die Teilnahme der Deutschen Volks- i harte! verzichtet werde.

s Weiter heißt es:Mit der Fraktion Crispien i »nb Genossen ist eine praktische Arbeitsgemeinschaft I »n Ding der Unmöglichkeit. Darüber lassen die Mindestforderungen, die in der Erwiderung der tilnabhangigen aufgezählt sind, auch wenn sonst feilte Hindcrungsgründe beständen, nicht den ge­ringsten Zweifel. Mess Forderungen bedeuten po­litisch und wirtschaftlich eine so starke Steuerwen- Kung nach links, daß die politische Mittellinie damit iMsllstäudig verlassen wird. Daß sich die Deutsche j Delkspartei daran nicht beteiligen kann, ist selbst- j Wersiäudlich. Auf der anderen Seite aber wird es «en MehrheiLssozialisten nicht möglich sein, in Preu- ien übet eine Regierungsgemeinschaft mit der Deutschen Volkspartei zu verhandeln, im Reich -«gegen den Weg für die Unabhängigen frei zu fachen. Die Landtagsfraktion der Deutschen Volks- partei hält allen solchen sozialistischen Manövern gegenüber daran fest, daß die Entwicklung im Reich enb in Preußen übereinstimmend vor sich gehen muß. Die Sozialdemokraten werden Jitf) also sehr bald dafür cntfcheiden muffen, ob sie auf die Re- |ieiungstzemeinjchaft mit der Deutsche» Volksparte! ^ber mit den Unabhängigen mehr Wert legen."

Die Kredithilfe der Industrie.

Berlin, 4. Okt. Der Reichsverband der In­dustrie bildete einen Arbeitsausschuß, der die Ver­handlungen mit der Regierung über den Plan der Beschaffung von Devisen führen soll. Di" ^-'ech- ungen mit dem Reichskanzler, der Henle ' ''l

8 Tage verließ, beginnen im Laufe dec .. ,,.en Woche.

7100 -cholt, 27. _ ceste ttner fl. -erlang. «.M. jtr.52. ;

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