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Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen

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Marburg

MM, dm 3. W« «ilbhardt.

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DieOberhesstsche Zeituni" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

6 9Rt durch die Post 6.15 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streiks ooer d w. 9<H elementarer Ereignisse kein Ersah. Verlag von Dr. L. hiheroth. Druck der . ! M. V1Y Univ.-Buchdruckerei von Joh. Aug. Koch, Markt 21/23 Fernsprecher 55, Post- : scheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

B e n t h « n, 1. Okt. Sämtliche Lehrer aus Kamin

Besitz.

Schulen beschäftigt.

in

Die Kämpfe in Kleinasien.

militärische Lage zu unseren Gunsten steht.

England.

»

Polen.

allen Heeres» und Flottenstatirmen saimr auf o8en

in in Er

Der König von Württemberg t»

Stuttgart, 2. Okt. Der frühere König von Württemberg ist im Alter von 73 Jahren heute vor­mittag verschieden.

mit dem Staatschef Pilsudski seine militärische», Aemter niederlegen müssen.

tung ansscheide», da ihm der Botschafterposten den Bereinigten Staaten angeboten sei.

Minister Oswald gegen den Reichskanzler.

Der baiictifche Minister Oswald setzte stch tfcrr Versammlung der Bayerische» Volkspartet Diirll'urg mit dem Reichskanzler auseinander.

Karahißar unternommenen Angriff« hätten die griechischen Abteilungen gezwungen, sich zurückzu­ziehen. Ferner seien nationalistische Abteilungen im Abschnitt von Eandikill vorgegangen und hätten den Gegner nach dem Südosten von Afium vertrie­ben und die Bahnlinie erreicht. In zuständigen

unsere Teilnahme am Krieg an der Seite der be­siegten Mächte zur Genüge bezahlt. Wir werden unsere Waffen nicht niederlegen, solange nicht un­sere Rechte gesichert und gewahrt find. Wir führen nicht Krieg um des Krieges willen. Wir führen ihn, um Frieden zu haben. Lloyd George sagte in seiner Rede im Unterhaus am 16. Sluguft, man müsse die militärischen Erfolge der Kriegführenden

richtet: Präsident Harding hat eine Proklamation erlaßen, in der das amerikanische Volk aufgesordert wird, am Wasfenffillstandstag mittags, wenn die Leiche des amerikanischensamenlosen Kriegers", der in Frankreich fiel, aus den Nationalsrieöhos be­stattet wird, ein stilles, zwei Minuten dauerndes Ge«

trieb, der seit mehreren Wochen stillgelegt war, zum Teil wieder ausgenommen. Die saarländische Abordnung, di« dem Völkerbunde eine eingehende Denkschrift über die wirtschaftliche Lage des Saargebiets unterbreiten soll, ist gestern in Genf eingetroffen.

Oppeln, 1. Okt. Der Apobeamte Plachetka von der Oppelner Apo begab sich heute mit einem Scheck der Apo, der auf 862000 Mark lautete, zur hiesigen Reichsbank,hob das Geld ab und ergriff die Flucht.

falls mit einer formellen Uebergabe sich begnügen, sondern sie müsse die effektive Uebergabe verlangen sonne Garantien jT« die Säuberung das Burgenlandes^ von den Banden und für den zukünftigen ungestörten

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fdjen Terror flüchten und können bis aus weiteres nicht zurückkehren. Sie werden inzwischen an anderen

Paris, 1. Okt. Wie Havas aus Konstanti­nopel meldet, scheint sich das Eros des griechischen

Dr. Hermes Botschafter in Washington?

Berlin,,2. Okt. Wie die von sozialdemokra- tisch.>r Seite gespeitztenP. P. R." hören, soll bei der kommenden Umbildung der Reichsregierung auch der Rcichsernährungsminister Dr. Hermes, der der Zentrumspartei angehört, aus der Regie-,

beriicksichtigen. Heute, da wir in der Lage der Sieger sind, hoffe ich, dasi Lloyd George sein Wort halten und es nicht abändern wird, weil die

Kreisen sei man der Ansicht, daß die letzten Opera­tionen, falls die kemalistischen Streitkräfte in die­sem Gebiet ausreichend seien, die Griechen zwingen würden, die Gegend von Afium Karahiffar zu räu- men.

Havas meldet aus Athen: Der Empfang des Königs bei seiner Rückkehr von der Front war sehr kalt. Die Bevölkerung hielt sich größtenteils fern, und trotz der Bemühungen der royalistischen Orga­nisationen zog das königliche Gefolge vor einer Menge, die fast ausschließlich aus kriegsverwunde­ten Soldaten bestand, vorüber. Die Presie erklärt, dies fei ein sicheres Anzeichen für eine eingetretene Aenderung in der öffentlichen Meinung in Bezug auf die königliche Politik.

A n g o r a, 2. Okt. Mustapha Kemal hat in einer Rede die augenblickliche Lage nach den letzten mifi- täriscben Operationen besprochen. Er führte dabei aus: Durch den Verzicht auf die großen und reichen [ Gebiete von Syrien und Mesopotamien haben wir

und der Welt werde erst möglich, wenn Frankreich und Deutschland ihre Gegensätze etwas vergesien hätten. Er zitierte bei dieser Gelegenheit Beispiele ritterlicher Gesinnung deutscher Kriegsteilnehmer.Frankreich und Eng­land", erklärte er wörtlich,sind in der letzten Zeit auf dem diplomatischen Boden Europas nicht im­mer einig gewesen. Aeußern will ich aber nichts darüber. Beide Staaten verfolgen das gleiche Ziel, i beide wollen für den Frieden arbeiten, selbst wenn sie in den Methoden nicht übereinstimmen."

Amerika.

London, 1. Okt. Aus Washington wird be-

Wirte nach derVoss. Zig." aus: Er steht tn der Reichs- nopel meldet, scheint sich vas Gros oes griecyn»^.' pounk itiir Konzessionen au die Straße: Heeres östlich von Eskischehir festgesetzt zu haben, tarai sic werde die Autorität untergraben. In einem Tätigkeit der Kemalisten richte sich gegenwärtig

London, 2. Okt. Der Führer Der Eisenbahner, Thomas, der gestern in Sheffield tn einer Arbeiterver­sammlung sprechen wollte, wurde durch gegnerische Zuhörer am Reden verhindert. Später erklärte er, es sei augenscheinlich, daß die Kommunisten nur eine Ge-1 legenheit suchten, um die Notlage im Volt a n s z u - nutzen. Er werde das kommunistische Heilmittel nicht übernehmen, das in England ähnliche Zustände zeitigen würde, wie sie gegenwärttg in Rußland herrschen.

London, 2. Okt. Reuter meldet aus Kalikui: Die Lage tn Milattur gestaltet sich sehr ernst, die Auf­ständischen stellen die Hindus vor die Alternative: Tod oder IS laut. Wenn sie zögern, wird den Opfern befohlen, ihr Grab zu graben. Wenn sie stch noch weigern, den Islam anzunebmen, werden st« er­schossen und in die Gräber geworfen. Es wurde, eine vollständige Selbstverwaltung prottamiert, die den Hindus gehörende Ernte wurde beschlagnahmt. Die Hindus flüchten.

(Sine Unterredung mit Hindenburg.

Hamburg, 2. Okt. Das neue nationaleH'am- bt'.-ger Tageblatt" bringt in seiner ersten Nummer am Vorabend des Geburtstages Hindenburgs eine Unter­redung mit dem Feldmarschall. Danach sagte dieser it. a.: Wir müssen bei schwarz-wcist-rot bleiben. , Was ist uns denn schwarz-rot-gold? Grüßen sie mir die Jugend und sagen sie ihr, ich wünsche ihr Segen und Ersüttnng ihrer Ziele. Auf die Frage, ob nicht auch die Frage des Geistes der deutschen Wehrhaftigkeit nötig sei, erwiderte Hindenburg: Ja und das bedeutet noch lange nicht Krieg. Mein Freund Ludendorff hat eben erst mit Recht darauf hiugewieseu, daß wir ja keinen Krieg führen können. Es fehlen uns allein die tech­nischen Hilfsmittel wie Flugzeuge, Maschinengewehre und Tanks. Trotzdem müssen wir immer daran denken, jenen Geist zu Pflegen, um für alle Möglichkeiten vor­bereitet zu sein. Vergeblich wehrt man das Wort von dem Dolchstoß von hinten ab, denn wir haben tätlich u e u r B e we i s e dasür. Nehmen Sie sich in der Presse der Ausländsdeutschen an, bk so treu zu schwarz­weiß rot [tauben.

j Aus dem besetzten Gebiet.

i Die militärischen Zwangsmaßnahmen.

! P a r i s, 1. Okt.Petit Paristen" schreibt an- ! faßlich der Nirfhebung der wirtschaftlichen Zwangs- * Maßnahmen, daß es keinem Zweifel unterliege, daß I Auch die militärischen cm-gehoben würden, Venn die deutsche Regierung die von General Rollet * hinsichtlich der Entmilitarisierung der deutschen Vclizei verlangte vollkommene Beruhigung gegeben habe.

Saarbrücken, 1. Oft. Di- Röchiingschen

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«egierung nicht eher erfolgen, als bis im Reiche :.^r noch herrschenden polui-

wfi-ge Klarheit geschaffen worden ist. I! " - ------ - ------- *=> - - -------

Sie MWWlmM.

Warum Frankreich Gewehr bei Fuß Werten muß.

(Senf, 2. Okt. Die Völkerbundsverfammlung hat heute die Vorschläge der dritten Kommission über Rüstungsbeschränkungen, über die Lord Te« eil (Südafrika) Bericht erstattete, angenommen. Die Vorschläge bezwecken u. a. den Kampf gegen die Anwendung von giftigen Gasen, der am besten durch Veröffentlichung der einschlägigen Erfindungen ge­führt werden könne. Die Regelung des Waffen­handels soll durch möglichst schnelle Ratifizierung des Abkommens von Saint Germain durch alle Staaten, auch Nichtmitglieder, erzielt werden; fer­ner sind Maßnahmen zur Zerstörung der in dem letzten Kriege aufgehäuften Waffen- und Muni­tionslager notwendig. Der von der letzten Ver­sammlung ausgesprochene Wunsch gegen die Ver­mehrung der Rüstungen wird wiederholt, wie auch die Forderung nach Ermittelungen über den gegen­wärtigen Stand der Rüstungen in den einzelnen Ländern. Der wichtigste Antrag der Kommission stützt sich ans Artikel 8 des Paktes und verlangt vom Rat die Ausarbeitung eines Planes für die Rü­stungsbeschränkungen. Alle Redner stellten sich auf den Boden des Kommissionsberichts. Der Präst- dcnt der dritten Kommission, B r a n t i n g (Schwe-

Allc Hneiniiifcit komme von der Metmarer Verfassung, die Oswald marxistisch nennt. Dem Worte des Rair.iers, daß cr auf der Seite der Arbeiter stehen werde, irat der Minister entgegen, weil so ein Kanzler ler Erfüllung die die Erfüllung ermöglichenden Kreise ter Atnnn5 ment von sich stoßen dürse. In Kahr fleht Oswald die Verkörperung der Reichstreue nach Wcralistischen Grundsätzen.

Zeitungsverbote.

j Frankenthal (Pfalz), 1. Oft. DasFranken- i Maler Tageblatt" und die .Grünstädter Neuesten j Raciuicfucn sind erneut aus 3 Tage vom 1. bis 3. Oktober verboten worden.

DitrWen.

Die bevorstehende Entscheidung des Bölkerbunds- rates.

Paris, 1. Okt. Der Genfer Berichterstatter desZntransigeant" meldet, daß der Völkerbunds­rat sein Gutachten über die Teilung Oberschlesiens dem Obersten Rat erst am 11. November bekanntge­ben werde. Im Gegensatz hierzu berichtet der Son­derberichterstatter derInformation", daß nach persönlichen Erkundigungen die Kommission für Oberschlesien, falls keine unvorhergesehenen Wei­terungen eintreten, dem Obersten Rat gegen Ende der nächsten Woche eine Lösung vor- legen zu können hoffe. Die beiden Sach­verständigen Professor Herold vom Polytech­nikum in Zürich und der technische Industrielle Ho- datsch seien mit der Abfassung eines Vorentwurfs i beschäftigt. Es handle sich um ein Kompromiß das nicht mehr die Unteilbarkeit des Industrirdrm- ecks Beuthen-Kattowitz-Eleiwitz zur Grundlage habe.

Ein amerikanisches Rechtsgutachten.

Berlin, 1. Oki. Der amerikanisch- Rechtssoch- | Derpäiibige David Hunter Miller erstattete ein Rechtsgutachten über tue oberschksische Frage, die augenblicklich dem Völkerbundsrat vorliegt. Unter I Heranziehung der allgemein anerkannten Grundsätze des Völkerrechts kommt Miller auf Grund des Frie densvertrages und seiner Geschichte zu dem Ergebnis, daß nach dem Ergebnis der Volksabstimmung Ober- schlesieu ungeteilt beim Deutschen Reich-- ver­bleiben muß. Die Reichsregierung ließ das Gut­achten des bedeutenden Rechtsgelehrten dem Völker- ! bundsrat in Genf sowie den Regierungen der Ber- I bündeteu überreichen.

Ehemalige polnisch« Aufständische gegen die Organisatoren eines neuen Ausstandes.

Kattowitz, 1. Okt. Der Verband ehemaliger oberschlesisch-poluischer Ausständijcher richtete ein Tele­gramm an die interalliierte Kommission, worin er die interalliierte Kommission dringend ersucht, gegen die Angehörigen der kongreß-polnischen Nkvrdkommissio!'. I und alle noch auf oberschlesischem Boden, besonders in Kattowitz, Benthen und Myslowitz, besiudlichen kongreß- polnischen Offiziere und Mannschaften eiuzuschletten, Idi« einen neuen Aufstand organisieren. Namen und Wohnung von Angehörigen der kongreß- polnischen Ntordkommissiou werden gleichzeitig durch I Einschreibebrief bekanntgegeben.

" Rücktritt General Hallers. ,

Berlin, 1. Okt. Nach einet Meldung bet bet zu sprechen. Aus allen öffentliche

Voss. Ztg." aus Warschau hat der polnische natio- werd:: die Fahnen auf Halbmaß Yehemvesgtvcyen«^ naliftische General Haller nach einer Unterredung l arten Heeres- und Flottenstatwnen könne eq

den) bedauerte, daß die Sßelt noch immer nicht im Friedenszustande wäre, daß große Nationen noch immer nicht dem Bunde angehörten und daß der K iegsgeist noch weiter herrsche. Er charakterisierte die Kommißionsanträge mit dem Hinweis, daß die Mestunaarn. vorläufige Aufgabe des Völkerbundes die Herbei-

. , I füÜTiincf eines Still ft cinbes in ben SRüftunQCR

53 i n' d« ^elttsche ^^'idenz müsse, während die Beschränkungen der Rüstun-

vou maßgcbrnder Stetk erfahrt, scknnt du ungarische vorbehalten blieben. Noble-

Negunmg bie Absicht zuhaben, dem Ultimatum der « (Frankreich) führte aus: Botschafterkonferenz dadurch Rechntlug zu tragen, daß ... 9 ....

sie ihre Truppen und Gendarmen aus dem BurgenlandZwar ist die materielle Änr.istung Demsch- al ruse und das Uebergabeprotokoll an die interallii- r e lcnds, die Ablieferung der Waffen, so gut wie voll- Mi'sion in Oedenburg unterzeichnen wolle. Aus eine zogen, aber die Möglichkeit neuer Rüstungen is diesbezügliche Aufraae der Mission, ob die öfter- noch nicht beseitigt, sodaß eine Fortführung der bis- reichische^ Regierung geneigt sei, ihren Vertreter in hcrigen Kontrolle nicht uberslussig ist, so wemg wie O-d-nburg zu beauftragen, das Protokoll zu unter- die in Artikel 213 und die durch französischen An- zeichnen und zur Besetzung des Landes zu schreiten, hat trag für alle Staaten vorgesehene Uebe.wachung. die österreichische Regierung geantwortet, daß eine Mit besonderem Nachdruck erhob Noblemaire die solche Uebergabe formell vollkommen illusorisch sein Forderung der moralischen Abrüstung, die müsse, solauöe sich das Land in den Händen der Band-n wichtiger als die materielle sei. Nach seiner Unstcht befinde. Die österreichische Regierung könne keines- hat sich diese moralische Absicht Frankreich bereits 1 vollzogen.Mie steht es mit Deutschland? Wir wis­

sen nicht, ob sich dort diese unentbehrliche Abrüstung des Geistes und des Herzens vollzogen hat, oder aber wir wissen zu gut, daß sie noch auf starke Wi­derstände stößt." Wenn Frankreich Gewehr bei Fuß bleiben müße, so fei das fein Militarismus, son­dern einfach der Wille, nicht noch einmal die Greuel des Krieges zu erleben; in diesem Geiste arbeite Frankreich im Völkerbund und werde jetzt auch nach Washington gehen. Et schloß seine Rede mit den Worten:Ich glaube, den Willen meines Landes !und auch des Völkerbundes in folgende Worte zu- sammenfaßen zu können:Wenn Du den Frieden willst, bereite den Krieg vor."

Alle späteren Redner, Fisher (England). Hymans (Belgien) und auch Lord Cecil schlos­sen sich Noblemaire an. So gab Fisher dem Ver­ständnis Ausdruck, das England der französischen Auffassung entgegenbringe. Jedoch seien nach sei­ner Ansicht die friedlichen Gefühle nicht nur aus der einen Seite des Rheins, der Friede Europas

r StrlMft AMirnMilllSW.

£ Die Herstellung dergroßen Koalition" von I x p-jrxsemann bis Scheidcmann ist bis auf weiteres, k M -ttüheücns bis zum Wiederzusammentritt des fceidktag!? Ende Oktober oder Anfang November, I ^schoben worden. Es haben sich sofort nach Br-f ch MM der Verhandlungen Hinderniffe eingestellt, die Urteilende von Anfang an als nicht zu besei- kgertb vorausgefagt haben. Die Sozialdemokraten £ «rijßrten sich int Hinblick auf die starke Opposition ja ihren Reihen (so in Berlin und Frankfurt) gegen iptt Zusammengehen mit der Deutschen Volkspartei Jinib aus parteitaktischen Rücksichten stark abweisend. I wollen keinen Rücktritt, sondern nur Umbil- ? des Kabinetts Wirth, int Gegensatz zu der + Forderung der Deutschen Volkspartei, fordern vor- Herigc Einigung über das Regierungsprogramm ckjiisbhtlich der demokratisch-republikanischen Staats-1

Ktin und wollen das gesamte Steuerprogramm ab- M Marien, namentlich die Gestaltung der Besitzsteuern I giebe die betr. Meldung in letzter Nummer). Auch y b-r-orstehenden Berliner Stadtverordnetenwah- M kn mrnen mitsprechen. Man will sich nicht von den An .hängigen den Wind aus den Segeln nehmen fajici*. roas -geschehen könnte, wenn diegroße Koa-

rtfio1." schon Tatsache geworden wäre. Deshalb jbb«die Unabhängien gefragt worden, ob und ,n-er welchen Bedingungen sie sich an der Regie-1 teng bei eiligen würden Wie es heißt, besteht bei

dem rechten Flügel der U. S. P. eine gewiße Nei- mit dem Zentrum, den Demokraten und den

Sszürtdemokraten zusammenzugehen, wenn gewiße Ledingnngen erfüllt würden. Aber weder Zentrum leed"; Demokraten möchten die Koalition ausschließ-

Lch ucich links erweitern, und eine Gemeinschafts­arbeit der Deutschen Volkspartei und der Unab­hängigen dürfte ernsthaft überhaupt nchit in Frage fmnrren. Wenn üb- -Haupt eine Regierungsver- bkciternng erfolgen soll, wird es sich eben nur um Äziald-cmolrateii und Deutsche Volkspartei han­deln. Zu einer rein nichtsozialistischen Phalanx tär.n ji sich ja Zentrum und Demokraten nicht ent- Mch.n. 5e de Parteien sind dagegen trotz aller Dhrvierigkeiten, die die letzten Reichstagsreden des Kav'/crs und Scheibemanns noch vermehrt haben, is Bezug auf das Zustandekommen dergroßen Koalition" optimistisch. Auf jeden Fall werden ie<f> mehrere Wochen vergehen, bis stch diese Hoff- :sengen verwirklichen werden. Da die Entwicklung der Dinge in Preußen abhängig von derjenigen im Reiche in wird auch die Neubildung der preußischen