rt
Rr. 229
1921
sen.
Der.nächste Winter
finit
nei L
i scheu Vertrag über die Regelung der deutsch-ame
rikanischen Beziehungen zu empfehlen.
en
Setlao unMnWW derLbtthGIWZeitW
7913 folget, ft V3.
Senf, 29. Sept Das „Journal de E6n^»e" erfährt, daß der Viererrat am Dienstag die Erklärungen der vier hier eingetroffenen oberschlesischen Persönlichkeiten entgegennahm und zwar des Bergrats Seisenheimer und des Sekretärs der freien Sewerkschasten Karinger auf deutscher Seite und der Herren Robianowski und Kott auf polnischer Seite.
b»8O$
n
Ausschuß auf Anregung feines Vorsitzenden Dr. Strefemann bei vier Stimmenthaltungen, dem : Reichstag die Zustimmung zu dem Sesetze bctr. > bta «m 2ä. August vereinbarten deutsch-amerikan'-
; Bit Mildmg öts HtiWineiti.
r Berlin, 29. Sept. Die Beratungen über die 'Umbildung des Reichskabinetts im Sinne der Er- Veiterung der Regierungskoalition nahmen heute sihren Anfang. Die Vertreter der Koalitions- 'parteien und der Deutschen Volkspartei folgten gestern abend einer Einladung des Reichskanzlers : p einer gemeinsamen Aussprache. Die Aussprache shatts den Charakter" einer Vorbesprechung, wozu -Luch der Reichspräsident und der preußische Ministerpräsident erschienen waren. In mehrstündigen Verhandlungen, an denen die Vertreter aller beteiligten Parteien tcilnahmen, wurden u. a. die innerpolitische Lage, die außenpolitischen Richtlinien, die Steuerfragen und die Form der eventuellen Umbildung des Kabinetts erörtert. Die Verhandlungen werden in den nächsten Tagen veitergeführt.
V’ Berlin, 30. Sept. Gestern setzten die Fraktionen der Koalitionsparteien und der Deutschen Volkspartei ihre Beratungen über die Kabinettsfrage fort. Während das „Verl. Tagebl." über die Aussichten des Zustandekommens einer erweiier' Koalition im Reiche und in Preußen optimistisch urteilt, schreibt der „Berk. Lok.-Anz", daß nach den? Ergebnis der gestrigen Besprechung der Fraktionen der Deutschen Volkspartei man innerhalb der Par- : teicn die Frage der Kabinettsneub'-dungen nid?1 sehr günstig beurteilt. Laut „Vorwärts" ist man i auch in maßgebenden sozialdemokratischen Kreisen ! aufgrund der gestrigen Verhandlungen gegenwärtig- nicht sehr optimistisch. Am Sonnabend werden die t Besprechungen der Fraktionsführer beim Reichs- | ksnzler wieder ausgenommen werden. -
nasftl
b'SQS afi 11.
Itk FMmi trirU mit MM.
Annahme im Reichstagsausschuß.
Berlin, 29. Sept. Heute berichtete in einer vertraulichen Sitzung des Auswärtigen Ausschußes
des Reichstages in Anwesenheit des Reichskanzlers iReichsminister des Aeußern Dr. Rosen über die
peoebt» > NorS- Zi-inri.» Nezend Uinjug tgcb. u. _b5822
mo
Dotmitt
7590
Marburg
5rtÄB8. dm 38. September
Scheib img.
Sin Stadion für die französische Besatzung in Wiesbaden.
Wiesbaden, 28. Sept. Auf dem früheren Exerzierplatz errichtete die französische Verwaltung ein Stadion. Dort fand Mitte September eine achttägige französische Sportwoche statt. Das Stadion ist zum Gebrauch der französischen Vesatzungs- truppen und der französisch-belgischen Kolonie be- stimnst.
SertirteKanfl eines Redaktencrs im besetzten Erbiet.
Aachen, 28. Sept. Der Schriftleiter des „Esch- weiler Enzeigers" wurde wegen Abdrucks eines Aufsatzes über die oöerschlesischen Vorkommnisse vom belgischen Kriegsgericht zu einer Geldstrafe von 1000 M verurteilt. Der Vertreter der An- ‘ flaue HM- -ii tz-^tragt.
sa:r. ter,
;t per
lmer
EefchN.'
ee
3551
Anzeigen
in der „Oberhessischen Zeitung" werden wie bekannt
Haus für Haus verbreitet amb gelesen
und haben größten Erfolg. Wir bitten alle unsere vielen alten Freunde, unsere Arbeit durch Werbung und Empfehlung der ,^>berhesfischen Zeitung" zu unterstütze«.
: b.3. (ii oei> 6993 n
das bett
Der Widerstand der amerikanischen Denrokraten.
; London, 29. Sept. „Daily Telegraph" meld-" aus New Aork, daß die demokratische Opposition gegen deu Sonderfrieden mit Deutschland wachse und daß sogar die Möglichkeit bestehe, daß die Republikaner Nicht in der Lage fein würden, sich die für die Ratifikation notwendige ^-Mehrheit im Senat zu sichern. Seitdem der vormalige Präsident Wilson in diese Frage eingegriffen habe, sei der Widerstand der Demokraten stärker geworden. Andererseits wird tznueldet, die Konferenz Der Demokraten habe gezigt, daß sie geteilter Ansicht seien und daß mindestens die Hälfte der Denwkraten für die Verträge als einziges Mittel zur Beendigung des technischen Kriegszustandes Kimmen würden. - ' , ' - ’
Mimn und LMM her WMniskM.
Das Ergebnis der Preußenwahlen vom Februar 1921 hat fett der Revolution zum ersten Mal deutlich gezeigt, daß das Bürgertum der verschiedenen Rich» tungen mit rund 9 Millionen Stimmen in große« Maßstabe über die drei sich gegenseitig scharf befehdenden fozialisiischen Parteien gesiegt hat,'die zusammen knapp nur 6,4 Millionen Stimmen erhalten haben. Wie die Dinge in Bayern, Württemberg und Baden liegen, so ist nicht zu verkennen, daß auch in diese« Ländern die tote Welle wenigstens zahlenmäßig zurückgedämmt zu werden beginnt. Um so befremdlicher ist es für den fachlichen Beurteiler, daß sich dte Sozialdemokratie auf dem Parteitage zu Görlitz noch immer als die allein herrschende und für das Schicksal des deutschen Volkes durchaus bestimmende Parteirichtung aufgestellt bat. Sie verlangt nicht allein die Umbildung der preußischen Regierung zu Gunsten der Sozialdemokratie, nicht allein die sozialistische Einstellung des Reichskabinetts, sondern will überhaupt nur die fozialdenlokratischen Grund- itnten für die Leitung des deutschen Volkes gelten lassen. Hierauf waten die Reden der beiden Hauptredner Scheidemann und Hermann Müller eingestellt, hieraus gebt insbesondere die Beschlußfassung zur Beendigung des Parteitages vom 25 September hinaus. Der .Vorwärts" legte diese Beschlutz- fasiung als das neue Parteiprogramm den sozialdemokratischen Massen vor und empfahl feinen Lesern, die betreffende Nummer auszubewabren und überall alS das Bekenmis der Partei zu toetbftuen, wie dies seinerzeit mit dem .Erfurter Programm" geschehen ist. ein Vorschlag, der erlernten läßt, welchen Wert die sozialdemokratische Parteileitung auf das Ergebnis der Görlitzer Tagung legt.
Die bürgerlichen Schichten, also die Mehrfiett des deutschen Volkes, haben allen Grttnd dazu, sich über das klar zu werden, was die Soziawemokratie als Grundsätze ausgestellt hat Freilich handel« es sich tm Wesentlichen ja um keine Neuigkeiten, sondern vielmehr um die Auffrischung abgestandener Redensarten, die den Masten, welche allmählich gleichgültig und lan z» werden beginnen, wiederum in schmackhafter Form nufpeffW werden, um die Geister anfzustacsteln und in Wallung gegen die „bürgerliche" Gesellschast zu bringen. Hierzu geben die zu Görlitz gehaltenen Reden eine wahre Blütenlese und eine belehrende Unterlage ad.
Wenn man ln diesem Sinne eine Rückschau hält, so haben die Reden des Parteivorsitzenden Hermann Müller, der ja einmal Relwskainler war. mit überzeugender Deutlichkeit dargetan, daß der wüsteste Ton der Straße und die unverantwortliche Dcrbetzung vorwaltet und dazu betiutzt wird, aus die Massen mit Schlagworten zu wirken, um das .werktätige" Volk ln dauerndem Gegensatz gegen die .nicht« proletarischen' Klaffen zu halten. Anstatt de« furchtbaren Gefahren, die dem deutschen Volke von atlßen seitens seiner Feinde und Aussauger drohen, die enge Geschloffenbeit des Gesamtvolkes und die möglichste Ueberbrüchung der Partetgegenfätze gegenüber zu stellen, soll mit allerlei kleinen Mitteln ver- sticht werden, die angeblich bedrohte Republik zrk stützen und die Scbafe von den Böcken zu scheiden. Daher wurde der Antrag zum Beschluß erhoben, estr gemetnsames Abzeichen für das sozialdemokratische, ober, wie man sich anszubrücken pflegt, für das Werktätige Volk zu fchgffen. Nur wurde man sich noch nicht recht klar darüber, ob e8 baS tote ober baS schwarz-rot-gelbe Bänbchen fein foflte: benu bas Rat ist auch ble Lekbfarbe ber Unabhängigen unb Kommunisten, alfo ber grollenden Brüder aus beut Bannkreise be§ Proletariats, toSbrenb Schwarz-rot-gelb boch arg bürgerlich angehaucht erscheint. Reben solcher Kleinarbeit, die daS Gepräge der Verlegenfielt an sich trägt, soll die Reviiblik durch besondere .gesetzliche" Gedenktage, nämlich den 1. Mai unb 9. November. gestützt.Werbern Webe der Staaissorm, bte solche Hilfsmittel braucht! Daneben wurde in der gehässigsten Weise gegen die Hobenzollern, inSbeson- ders aeaen den Kaiser, losaezoaen, namentlich die Bermöaensabstnbnng und ble Steuerfrage auf baS Hüßlicbste hervorgezerrt, als ob auf eine solche Weise ben Masten die Fehlgriffe ber jetzigen Regierung in deutschen Landen verdeckt werden könnten!
WS Selbstverständlichkeit wurde ble Politik bet „Reaktion" ln behaglicher Breite unb mit ben gröbsten Entstellungen verarbeitet. Herr Schelde mann konnte sich nicht genug tun mit der Immer und immer bi» zum Ueverdruß wieder alten Beteuerung, daß bet „F e 1 n b rechts steh e", unb baß bte „9icattlon"i nicht allein Deutschland In dxn Krieg getrieben habe, sondern auch am Werke fei. den Stur, der Republik^ und den Rachekrieg gegen ble Entente vorzubereitcn — ebensoviel Torheiten wie Worte! Daß bie Redewendung von der „Mörderzenirale" unb von dem .politischen Meuchelmord" noch immer herdalten mutz, um dte urteilslosen Masten in «tem zu setzen, war von vornherein zu erwarten.
Liest man das Parteiprogramm, tote es sich au? den Brandreden des Parteitages enttoltfelt hat, durch, fo könnte es den Anschein daben. alS ob die Sozialdemokratie durch den AchtsiunbeiUag unb durch bte Arbeiterschutzgesetzyebung zur wahren Wohltäterin bet beuischen Menschheit geworden Ist. Mit süße« Lockungen umgarnten auf dem Götlitzet Parteitage ble sozialbemokratischeit Wortführer auch ben Mlttel- stanb, bte nteberen Beamten, bte Kleinrentner unb versprachen ihnen golbene Berge. Hebung ihrer Wirt- schastslage und Kampf gegen Ausbeutung. In 23ab"‘ fielt aber liegt fiter ber reine Stimmenfang vor. Die Steuerschraube unb bte Immer mehr cmschwcllendr Teuerung ftnb bnrch bte WlrtschasiSpolltlk ber Sozial- bemokratie selbst herbeigesübtt worden, bte in der Verschleuderung bet Staatsgelber unb in bet Vernichtung der völkischen Werte schwerste Schuld auf sich geladen hat.
Nein, nicht bet Kampf gegen bte eingebildeten Gefahren von reckts ber, die gar nicht bestehen, tft di» Aufgab«, um Ordnung und Ruhe tm Reiche M m
m
gefacht.
•e X
<t)itb allem Anschein nach uns recht bittere Zeiten und schwere wirtfchastliche und politische Krisen bringen. Wie bei allen Gelegenheiten immer und immer wieder betont wird, können diese nut gemildert und schließlich auch überwunden werde«, wenn alle Volkskreise sich gegenseitig zu verständigen suchen. Denn nur Einigkeit kann uns vor dem schwersten Unglück bewahren. Wer die „Oberhessische Zeitung" kennt und genau verfolgt, hat sich auch längst davon überzeugt, daß sie, auf vater« ländischem Boden stehend, stets bemüht ist, zur Einigung aller Stände und damit auch zum Wiederaufbau unseres Vaterlandes ihr Teil beizutragen. Den moderne« Zeitverhältnisie« Rechnung tragend, berichtet fie über alle Ereignisse, die für die verschiedene« Bevölkerungskreise m Betracht kommen. Den vielseitigen und bedeutungsvollen Fragen des
werttütigen Volkes
und dem schweren Kampf, den besonders das deutsche Handwerk zu führen hat, wird nach wie vor Rechnung getragen, und daß die wirtschaftlichen Fragen
unseres Landvolkes
stets im „Oberhessen" kräftige Vertretung finden, braucht wohl kaum gesagt zu werden.
1* je tut a üche iie 7007 imi »stakt.
en
ter B«.
Die „Oberhessifche Zeituni" erscheint sechsmal wöchenMch. — Bezugspreis monatlich 6 Mk., durch die Poft 6.15 MI. Für ausfallende Äncttnetn infolge Streiks ooet elementarer Ereignisse kein Eriatz. — Verlag von De. T. H i tz e r o t h. — Steif der Univ^Buchdrucketei von Job. Aug. Koch, Markt 2L2S — Fernsprecher 56, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfeet «. Ma«.
Pleß und Rybnik an Polen.
Nom, 29. Sept. Die hiesigen Mütter melden, baß in ber oberschlesischen Frage die englischen Thesen angenommen werben, wonach Pleß und Rybnik Polen! ?,vorteilt werden, während das übrige Gebiet bei Deutschland belassen wirb. v-, :... .
Set Anzetgenpretr beträgt für ble 9 gesp. Solonelzeile oder deren Raum 1.— Mk.
amtliche und auswärtige 1J0 Mk. Ändere Spaltenbreiten nach entsprechender Eß VaUm*
Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über */. Seite einnehmende An- Ast. »stlstü«
zeigen sind wir berechtigt, nach der Textfpaltenbreite zu fetzen und zu berechnen.
Sogen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 4 Mk. Zeder Rabatt gilt al«
Barrabatt. Bel Auskunft dnrch die Geschäftsstelle und Vermittlung bet Angebote 75 Pfg. Sondergebühr.
Die Beamtenschaft
hat stets im „Oberhessen" ihre Interessen befördert gesehen.
ui vcr- faufen.
24, L
Gr!! deibare» n daran ♦ mit toloni
Hl.-F 106
---♦--- • -HM,
Aus dem besetzten Gebiet.
Die Aufhebung der Zwangsmaßnahmen. 7
L s ab o n. 29. Sept. Die bevorstehende Aushebung
Amlliches DeMndigungsbtatt des Kreises Mrburg.
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
ter rvi-ischastlichen Zwangsmaßnahmen am Rhein finde! iu der Presse allgemeine Zu st immun g. Die „Daily /RewS" hofft, daß eine Politik kluger Staatskunst endgültig gegenüber Deutschland angewandt werde. Die lauge Reihe gefährlicher Fehler auf Seite« der Verbündeten seit dem Waffenstillstände habe nicht nur den Wiederaufbau Europas auf unbestimmte Zeit verzögert, sondern auch im großen Maße zu der augenblicklichen Krise -ir England bcigetragen. Eine deutsche Mar! in; Werre eines halben Pfennigs bedeute genau so gut kirre Bedrohung für den englischen Handel wie für ein ein Rande des finanziellen Zusammenbruchs stehendes Deutschland. Es sei bedauerlich, wenn in einem Augenblick wie dem jetzigen, wo sich alle Augen der französischen Staatsmänner den katastrophalen Möglichkeiten eines .Zusammenbruchs Deutschlands ztl öffnen begännen, ein Blatt wie die „TimeS" versuche, den französischen Unwillen und Verdacht äit erneuern, indem es Deutschland der ungeheueren Vorbereitung eines ^Revauchekrieges" bezichtige. Die Vctocise auf die sich --kie Beschuldigungen der „Times" begründeten, seien unbe- : stimmt und ungenügend und stünden im Widerspruch H» der bekmnten Gesinnung der Regierung Wirth und der großen Masse des deutschen Volles, 90« der die MgiermiL Mrth unterstützt werd«. „ . '
ee
n Nord«
IM» nuochcr, raue,
«I
>ston an, mieten,- 5894
Der Inhaltserweiter««s der „OberheMschen Zeitung" ist durch die jetzt wöchentliche Ausgabe der
„Oberhessischen Blätter"
die besonders, wie bekannt, in würdiger Nachfolge unserer früheren V "nlags- beilage „Nach Feierabend" neben sonstigem Wissenswerten Heimatkunde und Heimatstnn pflegt, Rechnung getragen. Als Anhang erscheint in bestimmten Pausen das, was
die Haus- und Berufsfrauen
wissen müssen: denn auch sie haben es in den letzten Zähren täglich schwerer gehabt. Die weitere Beilage
„Der Oberhessische Landwirt"
wird mit ihrem neuen Namen, den sie k:t einher Zeit trägt, in altbewährter Weise besonders sich den für unser kurhessisches Oberhessen zugeschnittenen Fragen widmen. Heber
e Turnen, Sport und Spiel
der Zuiiabrunnen unseres Volkes, wird in der Zeitung fachmännisch unierrichiet.
stisch | br.it 4 I oiinjcht. I er-chst. | ! bellen I
Aufhebung der wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen % | Und über den deutsch-amerikanischen Vertrag. Nack
~ l mehrstündiger Aussprache beschloß der Auswärtige