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Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen

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DieOberhesnsche Zeituni'' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis menatlich

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4.75 durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mit »Oberh. Soort-Ztg." 1 M. mehr.

«k. 226 Für ausfallende Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz. **** «. Verlag von Dr. C. Hitzeroth.Druck der Unio.-Buchdruckerei von Job. Aux. Koch,

Scheid i«g.

21,23 Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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und dem geringen Nutzeffekt beginid Trotzdem man sich nachgerade in Tcnffch- Empfänglichkeit für politische Sensationen ad- haben könnte, sicht man dftsein Wiederbeginn

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Paris, 26. Sept. HavaS meldet ans Lemberg: Auf Marschall Pllsudski wurde ein Rcvolveranschlag verübt, als er sich vom Festessen der Gemeindebehör­den nach dem Theater begeben wollte; nnr sein Be­gleiter, Graf Grabowski- wurde verletzt. Pilsudski selbst begab sich nach dem Theater, wo er lebhaft be-

Sie SetWhmotn mit Ssgern.

M ün che n, 26. Sept. Amtlich wird mitgetcilt: Das Ergebnis der zwischen der bayerische» Staatsre- gieruns, und der Reichsregierung gepflogenen Ver­handlungen über den Erlaß der Reichsregierung vom

SU verhindern und um den Frieden im Stillen Ozean sn sichern. Ein Zusammenwirken zwischen Großbri­tannien, Frankreich und Deutschland'ch? niemals zu- standekommen, wenn England mit Deutschland auf Kosten Frankreichs Freundschaft halte; im Gegenteil: Nnr dadurch daß Enaland Frankreich fühlbar mache, daß es immei neich sein Freund sei und ein Freund in der R-t, werde England die stetigen Beziehung«» für das Verirau-n in Frankreich u::d Europa schaffen, die es in di; ?atw^f-?ij-;n würden, die zwischen Deutschland und Frankreich br- üehendr Spannung zu mildern und eilt; einträchtig-. gemeinsame Aktion dieser drei Mächte z-.t fördern, von denen nicht eine einzige ansgelassen werden dürie. wenn Europa seinen früheren Reichtum und Ruhm wieder- gewinnen wolle. Gleicherweise könne England keim friedliche 31*fünft im Stillen Ozean' sichern oder den Rüstungen zur See Einhalt gebieten, wenn es die wohl­erprobte Freundschaft mit Japan beiseite würfe. Es müsse ein größeres Einvernehmen zwischen den drei Seemächten des Stillen Ozeans zustandegcbracht werden aus der Grundlage gemeinsamer Interessen und gegen- fettigen 'Vertrauens. Churchill erklärte schließlich, er setze große Hoffnungen auf die Washingtoner Konferenz.

Parts, 26. Sept. Die »Sibert«-' schreibt: Wen« die amerikanischen Truppen Koblenz verlafsen werden, wird Frankreich sie ersetzen. Frankreich sei verpflichtet Wache zu halten und kostbare Stteitkräste am Rhein zu unterhalten, und es tue das nicht zu feinem Brr»

Vertrauenskundgebung ftr Abg. Zahnbrecher.

München, 26. Sept. Die Vertrauensmänner- versammlung der Bayerischen Volksvartet tut Wahl­kreise Braunstein hat dem aus der Partei an-aeschlos- senen Abg. Zabnbrecher etnstimmig ihr Vev- trauen ausgesprochen.

England und Rüterutzland.

London, 26. Sept. Der Letter der russischen Handelsdelegation in London Berztn hat ein Schrei­ben an Lord Curzon gerichtet, in dem es heisst: Die Antwort der Sowjetregterung auf die britische Note vom 7. 9. sei dem britischen Vertreter in Moskau über­reicht. In dieser Note erklärt die russische Regierung, daß sie in der vollen Ueberzeugung, daß die Anschul­digungen der britischen Regierung unbegründet sind, trotzdem neue Untersuchungen einleitet, um in der Sage zu fein, im einzelnen die Behauptungen, aus denen Lord Curzon seine Beschuldigungen ausbaute,

Pol,rische Truppenzufammenziehungen.

Warschau, 26. Sept. Die polnische Oberste Hee­resleitung nimmt umfangreiche Umgruppierungen un­ter den polnischen Streitkrästen vor, da sich ihre Be­ziehungen zu Räternßland und Litauen scheinbar wei­ter verschärft haben. 2(itf allen polnischen Eisenbahn­linien wird erhöhter Verkehr gemeldet. Eine galizische Schützendivision ist an der Krakau-Oderberger Bahi» zusammengezogen worden, um abtransporiiert zu werden. Rach Dirschau, Graudenz, Thorn und Brom­berg sind Fliegergeschwader und Funkerstattonen ge­kommen. Erhebliche Truppentransporte aus Kongreß- Polen wurden in Pommerellen ausgeladen.

Französische Brandreden.

Paris, 26. Scpt. Im Gencralrat des Tepatte- ments Somme erklärte der ehemalige Finauzmi nister Klotz, daß Deutschland noch vollständig intakt sei und demokratische Allüren ttnd den Ruin vorschütz.', !vährend es die militärische Revanche vorbereite und seine Bürger sich bereicherten und ungeheuere Güter und Einfluß erwürben. Deshalb dürfe man nicht vergessen, daß der Versailler Vertrag Frankreich Rechte' auf die deutschen Werte gewähre, die bis jetzt uiu ansgeführt geblieben seien.

Im Generalrat des Departements Pas de Calais erklärte Senator Jonnart, daß die Mäßigung Frankreichs von den Deutschen als Schwäche geachtet worden ist. Die militärische Entwaffnung Deutsch­lands sei immer noch nicht vollendet, und die Ab- urteitunc der Kriegsbeschädigten sei eine Periode ge­wesen.

In Poitiers erklärte Kammerpräsident Peret, daß Frankreich nicht der Besiegte des Friedens sein, dürsc. Frankreich sei an der Grenze seiner Zugeständ­nisse angekommen.

Austritt Mnntzr und Mnmn; aus der K. V. 9.

Berlin, 26. Sept. DasBerl. Tagebl." tneldet: Die kommunistischen Reichstagsabgeordneten D äu- m i g und Adolf Hoffmann haben ihren Austritt aits der kommunistischen Partei erklärt. Vorläufig verlautet nichts darüber, ob sie auch ihr Reichstags­mandat nicderlegen oder sich einer anderen Fraktion, etwa den Unabhängigen, anschließen.

^och mit einer gewissen Spannung entgegen. Im Reichs­tag und int preußischen Landtag sicht das politische Wetterglas in gleicher Weise aus Sturm. Hier wie dort -'ine ziemliche Fülle von Interpellationen und Anträgen, die den parlanteutarischen Geistern Gelegenheit gebest .werben, in den unseligen Streitfragen der letzten Woche« gehörig aufeinander zu platzen. Man kennt derartige Turniere ja zur Genüg« und weiß, was man sich davon ,u versprechen hat. Die allgemeine Spannung aber geht weniger auf den Austrag dieser Streitigkeiten, deren die Abgeordneten leider noch nicht so überdrüssig And, wir die Oeffcntlichkeii seit langem schon. Diese richtet sich vielmehr auf die Frage, ob e8 nun wohl gelingen wird, das Wetter wenigstens einigermaßen zu beschwören und anstelle. der gewohnten fieberhaften Span­nung-eine ruhige Atmosphäre zu schassen. Das soll ver­sucht werden durch die erstrebte Bildung dergroßen Koalition"'. Ob das Ergebnis den gehegten Erwartungen entsprechen wird, bleibt abzuwarten. Solange die Nach­folge Bismarcks in den Hände» von Männern ist, die sich in erster Linie als Parteimänner fühlen und geben, anstatt über den Parteien zu stehen, sind Ratte Zweifel berechtigt, wobei zu bemerken ist. daß diese partei­mäßige Einstellung Stern Teil eine allgemeine Folge del ?ür deutsche Verhältnisse nun rrnrnal nicht passende» parlamentarischen Systems ist- t

Nach der dem Reichskanzler nabe stehenden Press« scheint es so, als solle sich die Neubildung der Reichs- tegteruug darauf beschränken, daß man der Deutsche» Volksvartet itgend einen Ministersitz zwoeist. Das toid>! mit Rücksichten auf die auswärtige Politik erklärt. > Ang-blich soll Dr. Wirth dem Ausland gegenüber uu-, entbehrlich sein, da die Verbüicheten in ihm denEr-1 iüllungskanzlet" sehen und jedem andern mit Mißtraue» eegegnen würden. Darunter müsse, so folgert man weiter, bas deutsche Volk dann leiden. Wer soll sich von solchen Scheingtüudeit noch blenden lassen? Dr. Wirth hat selbst kürzlich einem italienischen Presse­vertreter erklärt, mit der Goldzahlung, d. h. <zlfo doch mit (>er Erfüllung, werde es jetzt bald ein Ende haben, und alle ausländischen Sachverständigen wissen «S ganz genau, daß mit oder ohne Dr .Wirth der künstliche deutsche Goldsitom bald versiegen muß, da feine Zuflüsse bald ihren letzten Tropfen hergegeben haben.' Was bedeutet da Dr. Wirth noch als Garantie-Figur der Erfüllung? Und wie steht es mit der guten Behand­lung? Wenn Dr. Wirth vor den Reichstag tritt«, wird die deutsche Außenpolitik ein geschundenes Fell haben wie nie zuvor. Man braucht nur an Oberschlesien und die Zwangsmaßnahmen zu erinnern. Wenn dieser Kanzler einen Aktivposten der dcuisihen Außenpolitik darstellen soll, so müssen wir «iemlich auf dem tiefste« Niveau unserer Ansprüche angekornrnen sein.

Konferenz ober neue Gewaltanwendung folgen. Siuu- feiu werde in der Antwort au.gefordert, Vertreter zu einer Konferenz mit der Regierung, die am 4. Oktober in London stattsinden soll, zu cnisendeu.

Neue Unruhen in Belfast.

Loudon, 26. Sevi. Am Samstag kam cs in Belfast wiederum zu Unruhen, die 4 Tote und 50 Ver­letzte an Opfern forderten. Auch Deute sanden neue Schießereien statt. Dur» eine Bombe wurden 5 Kin­der verstümmelt. Truppen sind zur Aufrechte. Haltung der Ordnung cingcttosfcu.

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Französische Beunruhigung über die geplante Zurück­ziehung der amerikanischen Besatz,ingStruppcn.

Rewyork, 26. Sept. Der Pariser Veriwtersiat- ter der .Associated Preß" meldet: Die amtlichen fran­zösischen Kreise sind sehr beunruhigt über die Berichte aus Washinglon, daß die amerikanischen Truppen am Rhein nach der Ratifizierung des deutsch amcrllani- schen Friedeusvertrages zurückgezogen würden. Der französische Botschafter in Washington, Jusserand, wurde angewiesen, die Entwicklung der Dinge genau zu verfolgen und im geeigneten Augenblick darauf hinzuweisen, datz Frankreich die Zurückziehung der amerikanischen Truppen tief bedauern würde, da die französisch- Regierung die Anwesenheit amerika­nischer Streitkräfte am Rhein a!ö eine Grundlage der Solidarität der Vecbüuedten nnd als große Hilfe bei der Durchführung des Verjailler FrtedcnSverlrü- gc» opfetze. . ä

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RcucS ZcitungSvervot.

Sondershausen, 26. Sept. Auf Grund einer Verordnung des Reichsprästdenten ist die deulsch- imllonatc Zeitung »Der Lcutfch-" auf 14 Tage ver­boten worden. ,

Die Verhandlungen über die Regierungsneubiidung.

Berlin, 26. Sept. Heute Vormittag sanden zwischen dem Reichskanzler und den Führern der Koasitionsparieien Besprechungen statt, in denen Rathenau über die Verhandlungen mit Loucheur Bericht erstattete. Später wurden auch die Führer der Oppositionsparteien über die Wiesbadener Ver» Handlungen informiert. Die Besprechungen w-ren vertraulich.

Dr. W i r t h hatte nachmittags mit dem Führer der Deutschen Volkspartei Dr. S t r e s e m a n n eine Besvrechung über die Frage der Kabinettsneubil- dun'g im Reiche. DerVoss. Ztg." zufolge sind auch die Führer der Zentrumsfraktion des Reichstages beim Reichskanzler erschienen, um die allgemein^ politische Lage zu erörtern. Die Sozialdemokrate-» folgen morgen. Hebet die Aussichten der Kabinette bildung äußert sich derVorwärts" nicht sehr hoff* nungsvoll. Eine Verbreiterung der Koalitioq komme nur daun in Betracht, wenn das Kabineti Wirth dadurch gestärkt und nicht geschwächt werde,

Heber die Haltung der Deutschen Volkspartei ztz der Verbreiterung der Regierungsbasis berichte^ mehrere Blätter, daß die Forderungen der Deuft scheu Volkspartei, falls man an sie herantritt, weich ger in Personal- oder Ressortforderungen, als, ir der Forderung einer Aufstellung des sachlichen Pra gramms zur Losung der aktuellen Fragen, namentz sich auf finanziellem Gebiete liegen. Maf würde sich zur Mitarbeit nut betertsinden, wer» energische Mittel angewandt werden, W bas der Reichsjinanzen zu beserttgev, '

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Die Kämpfe in Kleinasien.

Eskischehir wieder in der Hand der Türken?

Paris, 26. Sept. Nach einet Havasmeldung aus Konstantinopel wird aus türkischer Quelle ge­meldet, daß die große Schlacht bei Eskischehir zu Gunsten bet Türken geendet habe. Die Kemalisten sollen die Stadt besetzt haben.

Griechische AnnekttonSpläuc.

Paris, 25. Sept. Rach einer Meldung des Mattn" aus Athen wird König Konstantiir, begleitet von seinem Generalstab am Dienstag oder Mittwoch vom Kriegsschauplatz pack Athen zurückkehrcn. Das gleiche Blatt b-riLtct von elner Erklärung de» Kricgs- miuisters, die griechische Regierung habe die Absicht, das militärisch in Kleinasien besetzte Gebiet zu annektieren. Roch dieser Augliederung sei der Frieden eine vollendete Tatsache. Ein Geudarmerie- korps von 10000 Manu würde genügen, um die Orb- itiutg in diesem Gebiet aufrechtzuerhalten.

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Ter Freiheitskampf der Iren.

Dos letzte rvort der englischen Regierung.

London, 26. Sept. Die Aruworr der brUikreu Reoienrng an de Valero soll am Mittwoch adgesaudt werde;!. Sie soll dos letzte Wort der Regierung dar- stelleu. Den Lilltterit zufolge malle entweder eine

Eins ßeSsiitlsNs Rede WMs.

Das allgemeine Schuldenrintrciben. Die Schulden- itelft Deutschlands. Daseinsichtsvolle" England. Der sozialistische Wahnsinn, -e Große Hoffnungen auf h die Washingtoner Konferenz.

lf'L»ndon, 25. Sept. In einer großen Rede in 'Dundee befaßte sich Churchill nach Erörterung der Irifdte« Frage mit dem Niedergang des Welthandels, . foit dem Bolschewismus und mit der Washingtoner Konferenz. Nngelienerliche Schulden von Hunderten und gktufonben von Millionen Pfund Sterling und sogar «och riesenhaftere Entschädigungen würden von dem einen

! Laude gegenüber dem» anderen geltend gemocht. Diese fCchnlden und Entschädigungen Überschritten die Mittel und Methoden der Bezahlung bti weitem. Die großen Rationen der Welt böten augenblicklich ein rnerk- lvüwiges pathetisches Schauspiel. Amerika, England, .Frankreich und Italien alle hofften, riesige Geld- ifumm en von einander oder von Deutsch- ,laud h°r o u §z ubeko mm cn. Schuldeneintreiben sei ein« 5zsuptindustrke geworden und nehme tu den Köpfen zahlreicher Politiker und in den Parlamenten und fogar in der. Bolksmofscn den Hauptplatz ein. Infolge der aus tziriew ollen entstandenen Währungsverhältnisfe fei die ' Kaufkraft der Schuldnernationen vollkommen erloschen.

Die Glaubigeruotionen hätten infolge der Wäbruugs- vechäiiniff« große Sckiwierigkeiten, nach den Ländern der Schuldnernationen auszusühren, ba, diese letzteren bereits mehr schulden, als sic bezahlen könnte». Tie Schuldnernationen seien gezwungen, jäbrrick den Gläubigernationeu riesig« Mengen zuzu- fuerrn, was ihre Leistungsfähigkeit weit überschreite. Tie Gkäuüigernationen wollten jedoch bi?fe Waren nicht | »nttehmen aus Furcht, daß darunter ihre eigenen Iw ° fcufitiro litten. Dadurch würbe der gesamte internationale [ Handel ungeheuer eingeschränkt, und jedem Land würden V dadurch Schäden zugesügt. Die erzielten Ergebnisse fett» s ßeradr dos Gegenteil von dem, was die meisten ticuse erhofften. Ein Beispiel dafür sei der grösste Schuldnersiaat. Deutschland und der größte Gläit- digerftastt Amerika. In T-utschkand arbeiteten di." tzndustrie« intensiv. Deutschland würde durch seine klussubr in die Lage verseht, fast jeden Markt, den r# beschickk, zu erobern. In den Vereinigten Staaten sei die Lage ganz anders. Sie verfügten über Berge von Gote. Ter amerikanische Ausfuhrhandel sei jedoch sebr riuüclchcätilt. Die amerikanische Flotte fei ein voll­ständiger Fehlschlag. In Amerika seien drri- ntnl soviel Erwerbslose wie in England, und ein Steigen ter Kurve für die Lebenshaltung in den Vereinigten Staaten werde für die unmittelbare Zukunft angekündigt. Tieft Gegensätze bewiesen die unbedingte Notwendigkeit. Ltf; Staatsmänner aller Länder sobald wie möglich tutennuentommen, um sich von neuem diesen Problemen internationalen Handels zuzuwenden, damit hte

Sttö.me des Angebots und der Nachfrage wieder fr« Lber die Oberfläche der Welt fließm föuneit. ZweisH-« los könne man sich selbst nicht von der Kritik ausnehmen.

_ Imlnerhin sei Englaick von allen siegreichen Länder» sicher da-5 einsichtsvollste Land in seiner Finauzpoliitt httvesen. England habe versucht, soweit wie angängig. Deutschland «ine Möglichkeit zu sichern, seine einen» Wohlfahrt wieder' aikfzubauen, mit der die Wohlfahrt Frankreichs und Englands so eng verknüpft sei. Englanb habe sich erboten, zu vergeben und olle Schulden zn streichen, die ihm europäische Nationen schuldeten, voraus- gei-F.t. daß England selbst von der geringeren Schuld befreit werde, die es für feine Verbündeten bei den Ver- einigten Staaten ausgenommen habe.

Hieraus waifote sich Churchill der sozialistischen, konimunistifchen und bolschewistischen Agi­tation zu, die ebenfalls große Schuld daran trage. l> die Gesundung der Welt verzögert werbe. Er erörterte weiter die furchtbare Lage, die die Bolschewisten fcter Rußland gebracht hätten. Trotzli und Lemn boiten einfach von dem gezehrt, was von dem Regime örs Zaren übrig geblieben sei. Sie hätten von dein GeS gelebt, das sie von der russischen Staatskasse oder von den Rumänen genommen hätten. Sie hätten von bän Juwelen gelebt, die sic den Frauen^ gestohlen Bäiifn, die sie ermordeten. Sie hätten ferner die Eetreidereserven aufgczehtt, dft die Bauern gesammelt hätten, nm sich vor einer Hungersnot, wie der äugen- -hlicklichen, zu schützen. Der Welt hab« keine furcht» jbarere Lehre von dem Wahnsinn der Sozia- ! listest und von den Folgen »egeben werden könne», 'die entständen, wenn man ihnen ungezügelte Macht j Überlauf. Lenin und Trotzki hätten vier Jahre gebraucht, km Rußland in seine augenblickliche Not zu bringen. ;Enr-and würde etwa vier Monate gebrauchen, um ' feie Lebensrnittel zu verzehren, über die es berfiige, nnb stach dieser Zeit würde der größere Teil der Bevölkenino Englands eine neue Welt auffucheu'ftn, um dort iu leben. England sei gelungen, seine Flotte aufrecht in erhalten und könne auf das Mindestmaß der mili- järifchsn Slrettkrästc nicht verzichten, die iwtwendiz ^eien, um die Ordnung in den britischen Dom intens ans- Kecht zu erholten.

: Zum Schluß sagte Churchill: Wenn man den Schwie- ligteilen der Nachkriegsperiode entgehen wolle, so müßte lin friedliches Zusammenwirken zwis'hcn den führend:!!

,Kntienen bestehen. Es gäbe zwei g io fee Gruppen hon Nationen, von denen jede notwendig s.i, 'für das Wiederaufleben und die heutige Welt. Erstens fei notwendig, das Zusammenwirken Englands, Frank­reichs und TcutschlandS, um die Wohlfahrt Eurova? toirber aufzubauen. Zweitens fei notwendig die Zu- fau'.menarbcit der Bereinigten Staaten, Großbritonstirnk >nb Japans, um dr» Wctlbe«vk»d iu e.u Rüstuugcu

der Gegenstand von Beratungen im Versasfungsaul ' schuß des Landtags sein. Um der verfassungsmäßige:' Entscheidung des Landtags nicht vorzngreisen, wurde bisher von der Beröffentlicy«ng des Wortlaute» der Abmachungen Abstand genommen. Bedauerlicher­weise tuurbe, da durch eine Indiskretion eine unrichtige Veröffentlichung der Abmachungen erfolgte, der Ein­druck erweckt, als ob na chsxm jetzt getroffenen Vcr- einbanmgen der Reichsminister des Innern selbst­ständig Verfügungen erlassen könne und daß den Landesbehörden da- Recht der Beschwerde an den RrichsratSmlSschllß zu stehe. DaS ist falsch. Es Würbe im Gegenteil tatsächlich vcrcinbatt, daß die Landes- Zentralbehörde allein das Recht zum Erlaß von Verboten hat. Dem ReichSminister des Innern ist lediglich das Recht eingräumt, an die Landes^ntral- behvrde da? Ersuchen zum Erlaß von Verboten und Beschlag»ahrnen z» richten. Wenn die Londeszentral- behörde dem Ersuchen nicht Folge leisten zil können glaubt, so tritt eine schiedsrichterlich« Entscheidung der föderative» Jnstsnz, des Reichsratsausschnsses, ein.

zu widerlegen. Die russische Regierung wünsche fetzt mehr als je, freundschaftliche und aufrichtige Be- Ziehimgen mit bei englischen Regierung ZU förbern.

Im einer Unterredung mit dem Berliner Vertreter des 5i eitler* eben Büros eitlärte raff In. es fei nicht menschlich. Millionen hnngerndeu und sterbenden Menfcheir die Hilfe zu entziehen und zu sagen, die Bolschewisten würden ihr Wort niefct hatten. Die Bolschewisten hätten die Garantien, die gefordert ge­wesen seien, gegeben. Mehr könnten sic nicht tun. Krassin richtete einen Appell an Großbritannien, im Interesse der Menschlichkeit Sowjerrutzland eine Ge­legenheit zu bieten, das scicrtich gegebene Wort

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Der Reichstag und der preußische Landtag treten heute bezw. morgen wieder zusammen. Die parlamentslose, keinestvegs schreckliche, sondern köstliche Zeit ist damit abgelaufcn, und das geschäftige Treiben mit dem große«

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29. August und über die Aufhebung des Ausnahme- j grüßt wurde. Der Urheber des Anschlages versuchte zustaudes in Bayern wird am Dienstag Nachmittag I Selbstmord zu begehen, wurde jedoch daran gehindert.

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