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?k „ööerhcjsische 3eitun V* erschetn! sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich
Marburg
4.75 3:f„ bmd; dis Post 5.10 Mk. Ausgab« B mit „Oberh. Svort-Ztg." 1 Mk. mehr.
121* 994 iyür ausfollende Nnmm«n infolge Streiks ob« elementarer Ereignisse kein Ersatz. — **«* Stotlfl« tirrn ’t'r (T i 5 o r n tfi — ftnirf her llnin.«lRittfibru<fetei non Job. Aua. Kock.
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Verlag neu Dr. E. Hitzeroth.— Druck der Umv.-Buchdruckerei von Job.Aug. Koch,
Sch«ibi«g.
Erstes Blatt.
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werden.
frei.
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(Siehe auch 2. Seite.)
zu räumen. Wenn Ungarn ablehnen sollte, würbet die Verbündeten zu Zwangsmaßnahmen greifen. s
Die Frig für die Räumung beträgt 10 Tage. Wenn bis dahin die Räumung nicht erfolgt, werde» all« PoU- und Eisenbahnverbindungen abgefchnitt«
Stinnes über den Wiederaufbau.
„Sie schwatzhaften, selbstsüchtige« Politiker."
Paris, 23. Sept. Ein Vertreter der „Saturday Evening Post" hatte eine Unterredung mit Hugo Stinnes, die in der „Chicago Tribuns wieder« gegeben wird. Stinnes erllärte u. a.: Wenn Deutschland aus seinen Ausfuhrüberschüssen die Reparationen bezahlen soll, so braucht es mindestens 5 Millionen Industriearbeiter mehr als jetzt? wo sollen die her- kvnimen? Unsere Bevölkerung ist durch den Krieg dezimiert worden. Niemals wurde ein geschlagenes Volk so gedemütigt tote das deutsche. Ein paar Geschäftsleute könnten aber, wenn sie die Sache ruhig besprächen, mehr für den Wiederaufbau tun, als alle schwatzhafte», selbstsüchtigen Politiker. Europas Fluch ist die Politik, und bis diese nicht ausgemerzt ist, tritt keine Stabilisierung ein. Europa und die Welt könne nicht stabilisiert werden ohne die oÄentliche Beteiligung Rußlands. Keine Nation allein kann Rußland reorganisieren. Dazu wird er der vereinigten Bemühungen Amerikas, Englands und Deutschlands bedürfen. Deutschland ist am besten für die Aufgabe vorbereitet wegen seiner Kenntnis der russischen Psychologie. Was die Welt mehr als aller andere nötig
'iLloL StinneL. ist die aktive Beteiligung. der
Abstimmung stattfinden zu lassen, d. h. daß die Stimmung unter der oberschlesischen Bevölkerung gegen eine Teilung Oberschlesiens immer stärker werde.
Amtliches VerküMgungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurhesstsche) Oberhessen
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Enthüllungen des badischen Staatspräsidenten. , Karlsruhe, 23. Sept. In der heutige« Sitzung des badischen Landtages gab der Staats« iräsident eine aufsehenerregende Erklärung über die lufdeckung einer großen Geheimorgante ation, der auch die beiden Mörder Erzbergers angehören. Die Statuten der Organisation 6e< ägen u. a.r ■
Pflege und Verbreitung des nationalen Ee« dankens, Bekämpfung aller internationalen und arrkinationalen R chtnngen, Bekämpfung des Juden«, tums, der faziatrfti scheu Parteien und der Weimarer Verfassung, Propagandierung einer Verfassung aus iöderalistischer Grundlage,' ferner Sammlung enft chlossener nationaler Männer zu dem Zweck, die vollständige Revolutionierung Deutschlands zu ver» hindern und die durch den Versailler Vertrag an« gestrebte Entwaffnung völlig unmöglich zu machen« Die Organisation verpflichtet ihre Mitglieder, ei» Schutz- und Trutzbündnis zu schließen.. Die Mite glieder verpflichten sich, eine starke Einheit zu bift den, wenn die Ehre des deutschen Vaterlandes die Erriirgung ihrer Ziele erfordert. Jedes Mitglied muß sich zu unbedingtem Eehorsant gegenüber der Leitung der Organisation und deren Organen verpflichten. Juden und alle fremdrassigen Männer ind von der Aufnahme ausgeschlossen. Verräter verfallen der Fehme. Die Beitrittsformel lautet! „Ich erkläre ehrenwörtlich, daß ich deutscher Abstammung bin. Ich verpflichte mich ehrenwörtlich durch Handschlag, mich den Satzungen zu unterwerfen und danach zu handel». Ich gelobe, dem obersten Leiter der Organisation und den Vorgesetzten unbedingten Gehorsam zu leisten und üb ir alle Angelegenheiten der Organisation strengste»^ Stillschweigen zu bewahren, auch nach meinem Austritt."
Der Staatspräsident erklärte, daß auch die Mör-. der Erzbergers Schulz und Tillesien dieser Organisation angehören, ebenso die beiden verhafteten Komplizen Killinger und Müller.
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„Bon eiltet starken Erregung gefaßt."
B e 11 i b , 24. Sept. Blättermeldungen zufolg verhandelte gestern der badische Landtag die deutschnationalen Interpellationen über das Verbot der „Süddeutschen Zeitung", das Verbot von Regi- mentsfeiern und über die Ausschreitungen im Anschluß an die sozialistische Kundgebung in Heidelberg nach der Ermordung Erzbergers. Staatspräsident Trunk verteidigte zunächst in ruhiger Weise die Stellungnahme der badischen Negierung. Plötzlich aber wurde er von einer starken Erregung gefaßt, und er betonte, daß es nicht nur Links-, sondern auch Rechtsbolschewisten gäbe, wobei er mit der Faust auf den Tisch schlug. Die Deutschnationalen antworteten mit Worten wie „Sie Unverschämter!" und anderen Ausdrücken gegen die Regierungsbank. Zn dem entstehenden Tumult fielen Ausdrücke wie „Volksverräter i Schieber!" ufw. Erst nach längerer Zeit trat wieder Ruhe ein. .
Vereinigten Staaten an den europäischen Angelegenheiten. Amerika war der entscheidende Faktor beim Ausgang des Krieges, es ist auch unbedingt nötig für die Gesuiü>ung Europas. Amerika ist e- Europa schuldig, an seinen Angelegenhesten teilzunehmen, aber nicht in der Art Wilsons; Europa braucht praktisch« Männer! ,
Sie ReMMümMiM.
Erst ftr Preußen, dann im Reich.
Berlin , 23. Sept. Nach der „Boss. Zig." er* gärte der Vorsitzende der preußischen Zeutrumsfraktion Dorsch, daß auch in Preußen nur der Weg der «iitleren Basis „unter Ausscheidung der extremen tzkechteu und extremen Linken" gangbar sei. Am Mitt- proch werden nach ausdrücklicher Einverstanduiser- Kärung Ste gerwalds im Reichstag Berhänd- kovgeu über die Neubildung der preußischen Regierung pattsinden, das Zentrum werde dabei rückhaltlos auf dem Boden der Verfassung stehen. Die Umbildung, der Regierung im Reiche wird vermutlich nach der DeAnckten preußischen Regierungsbildung folgen. Diese Umbildung werde a;rch vom Reichskanzler gewünscht. Lik gegen Wirth unternommeuen Versuche, ihm die. keranttoortllchfeit für die Annahme des Ultimatums zuznschieben, müßten zirüickgeivieseu werden. Für die Asnahme trage die gesamte ZentllMlspartei die Ver- WUwortting.
Im „Deutschen" erklärt Stegertoald, er kämpfe, »achden- der mehrheitsfozialdemoftatische Parteitag die hauplsächlichste» Hindernisse für eine breite Mitte mit einem starken Mbenerflügel beseitigte, für Wirth.
Zu den letzten Meldungen über die Regierungs- ttldüug in Preußen erklärte die sozialdemokratische Kar-dtagsfraktion, daß weder in den letzten Tagen derartige Besprechungen stattsauden, noch in den »«chsten Tagen siattsinden werden. Die Fraktion erklärt, daß alle diese Berichte aus der Luft gegriffen
Sin druWr SiflswsW.
Mannheim, 23. Sept. Ueber die Absichten und bisherigen Maßnahmen der Reichsregierung der- ftutet: Die in der Presse bereits erwähnten 10 Millionen Mark, bst die Reichsregierung bei den gesetzgebenden Körperschaften anfockern wird und die sie der bayrischen Regierung zur Verfügung gestellt hat, sollen nur der ersten Nothilfe dienen. Die Entschädigung füi die privaten Sachschäden wird zum Teil von der Badischen Anilinfabrik übernommen werden. Auch die Versicherungen werden ihren Anteil daran haben, und darüber hinaus werden öffentliche und private Mittel in weiterem Umfange erforderlich sein. In erfreulicher Weise zeigt sich schon jetzt in allen Kreisen die größte Opferwillig- leit ii>& Hilfsbereitschaft, und große Mittet fmd aus öffentlichen und privaten Quellen schon zur Verfügung gestellt. Es wird jetzt daraus ankommeu, daß diele Mittel zweckentsprecheiü) und gerecht verwendet werden. -Man wird die Gefahr einer Häufung der Hilfsmittel au nur einer Stelle und die Vernachlässigung anderer Hilfsbedürftiger von vornherein auslchließ'n müssen. Zn diesem Zwecke ist eine Uebersicht über die gesamten verfügbaren Hilfsmsttel an einer Stelle ein unabwendbares Vddürfnis. Die Reichsregierung hat deshalb den betroffenen Landesregierungen den Vorschlag gemacht, einen deutschen Hilfsausschuß für die Sammlung, Vertvaltrrng und Abrechnung der einkommenden Spenden einzusetzen. Soweit die Reichsregierung zu- tändig ist. hat sie das Reichsarbeitsministerium als oziales Ministerium Mit der Untersuchung des Unglücks und der Durchführung der notwendigen Hilfsmaßnahmen beauftragt. Infolgedessen hat sich das Reichsarbeits- ministeriuvl bereit erklärt, schon jetzt vorbehaltlich der späteren Bestimmung einer Anzahl anderer Sammel personen auch seinerseits Spenden entgcgenzunebnien. Ferner hat sich der Reichsarbeitsminister mit seinen Staatssekretären und seinen Fachreferenten an die Un- glücksstelle begeben, um dort die Lage in Augcv/cheiu zu nehmen und sestzustellen, welche Maßnahmen eventuell -getroffen werden können und müssen, um für die Zukunft wlche Katastrophen innerhalb der Grenzen des Men'chen- möglichen zu verhüten, und in welchen Richtungen sich die Hilfsmaßnahmen bewegen müssen.
München, 23. Sept. Amtlich wird gemeldet: Das meugebildcte Ministerium trat heute zu einer ersten Sitzung zusammen und beschäftigte sich an erster Stelle mit dem Unglück in Ludwigshafen-Oppau. Minister Oswald, der schon am Tage des Unglücks au die Unglücksstelle geeilt war, war zu diesem Zwecke aus Ludwigshafen hierher zurückgekehrt und berichtete über ferne Eindrücke, die den furchtbaren Umfang btr Kata> stropbe bestätigten, von der überwiegend das bayerische Gebiet betroffen ist. Es wurde die Wahl eines Arbeits- ansschusses in Aussicht genommen, der unter der L-itunz des Regierungsdirektors Mattheus (Speyer) stehen .soll. Außerdem wird die Bildung einer Hilfsaktion erwogen, die alle am Hilfswerk beteiligten Reichs- und Landesvertretungen umfassen soll. Die nächsten Verhandlungen hierüber werden anläßlich der Anwesenheit des Ministerpräsidenten in Berlin gepflogen werden. Weiter sind die notwendigen Schritte zur soiortigen Lieferung von Baumaterial (Glas, Ziegel und Holz) und von Lebensmitteln bereits eingelcitet. , Den Bemühungen des LandwirtschastsministeriumS will» es voraussichtlich gelingen, aus dem Allgäu vermehrte Milch - iu engen zur Versorgung der Kranken und Verletzten
Westungarn.
®ie Rote cm Ungar«.
Paris, 23. Sept. In der bereit» angekün- digten Rote der Verbündeten an Ungar« wird dieses aLfgesordert, in kurzer Frist das Burgenland
Die MMmm Met Meim ier ZWNvmMme».
London, 83. Sept. Reuter vernimmt, baß die Verhandlungen zwischen Großbritannien, Frankreich und Deutschlands bezüglich des Termins, an dem die wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen aufgehoben werden sollen, noch andauern: einige Mißverständnisse hat die deutsche Regierung schon aufgeklärt. Obwohl noch einige technische Einwände ihrer Regelung harren, bestehe kein Zweifel, daß bald ein Weg gefunden werde, um die Entscheidung bei Obersten Rates vom letzten Monat durch^uführen, wonach bie wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen durch Bürgschaften gegen bie unterschiedliche Behandlung von .Untertanen btt Verbündeten ersetzt »ejben sollen. i z;
Mm lmmMM NMttilm«.
Berlin, 24. Sept. Blättermeldnngen aus Mül«' heim a. Ruhr zufolge sprach gestern abend in einet, Versammlung deS Vereins für das Anslandsdetttsch«! tum Admiral Scheer über „Marine und Auslands- dcutschtum". Der Vortrag des Admiral» wurde von den Kommunisten andauernd durch Zwischenrufe gt^ stört. Nach Schluß 'des Vortrages stimmten bie Kom-! muniß'en bie Internationale an, während bie übrigen Versammlnngsteilnehmer das Deutschland-Lied fangen.' Beim Verlassen des Saale» kam es zu wüsten Zu«. sammenstößen. Die Kommunisten, meist junges Burschen, stürzten mehr als 30 Mann stark in de«, Saal und schlugen mit Latten und Knüppeln wahllos auf Frauen und Kinde» ein. Es entstand eine Panik. Schließlich setzten sich die Angegriffenen zur Wehr, sodaß bie Kommunisten fl üchten mußten. Ein junger Mann wurde schwerverletzt. Die Polizei nahm eine Anzahl Verhaftungen- rckrr. 1
Stoffe erschaffen? '* X ----
Berlin, 23. Sept. Der frühe« bolschetoistifch« Gesandte in Berlin Joffe soll, Blättermeldunge« zws folge, in der Ukraine zwischen Odessa und Ätei» »ee fangen genommen und erschossen Word« fein.
‘ - Mark! 21.23 — Fernsprecher 55, — Posticheckkonts: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
Geas^ Lerchenfeld in Berlin,
München. 23. Sept. Ministerpräsident Graf Lerchenfeld begab sich heute abend nach Berlin» um Antrittsbesuche zu machen und die mit dem Reich ringeleileten Verhandlungen fortzusühren. Bei der Rückreise begibt sich Lerchenfeld nach Darmstadt.
Ta die zwischen der Reichsregierung und dem Krajen Lerchenseld in Berlin stattfindenden Besprechungen im Lause des Samstags kaum zu eine?.1, endgültigen Abschluß kommen werden, ist die Sitzung de» llebcrwachungsallsschusses abgefttzt «wrden.
Die Haltung der bayerischen Rechten.
München. 23. Sept. Die „München-Aug;-' Bürger Abendzeitung" erklärt, daß die Bayerische «ittelpartet durch ihren Austritt aus der bisherigen Koalition nicht ihr Mißtrauen gegen den neuen Ministerpräsidenten bekunden wolle. Die Partei werde der neuen Negierung die Unterstützung nicht versagen, solange die Regierung an den Ernndjötzcn der Politik v. Kahrs sesthalte und entschlossen ft:, alle Versuche niederzukämpfen, die die Ruhe au^SUduung stören würden».
München. 2 .Sept. Der Vorsitzende der «ationalsoftälisttschen Arbeitcrvartei, Adolf Eitle r, der unter dem Verdacht, die Verteilung anti- semit-scher Flugblätter während der letzten Tage Wrganisiert zu haben, verhaftet war, wurde im s Laufe des gestrige» Tages wieder auf freien Fuß : gefetzt, ebenso wurden die verhaftete» Zettelver- ! teilet wieder ft ei gelassen.
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Weitere Beezögerung der Entscheidung de» Bölker- bundsrats.
Parie. 23. Sept. Der Genfer Sonderberichterstatter der-„Information" berichtet, daß die Kommission zur Regelung der oberschlesischen Frage bis in die letzten Tage einen gewißen Optimismus zur Schau getragen habe und daß dem Berichterstatter von einer gutuntcrrichtetcn Persönlichkeit eine baldige Lösung? der oberfchlefischen Frage in Aussicht gestellt worden sei. Gestern habe ein n e u e s Ereignis den hast gelungenen Plan zerstört. Der Berichterstatter fragt, ob es sich um eine Note der englischen Regierung handelt, die den Beschluß, den »an zu faffe« im Begriff war, wieder hinfällig gemacht habe, jedenfalls sei die Lösung der Frage snufge schob en.
Eine neue Abstimmung?
Sonb«, 24. Sept. Nach dem „Evening Standard" soll isi Völkerbundsrat ein Vorschlag dahin lanlfcMi «in in ObexiAlcELen eine treue
nach Ludwigshafen zu senden. Auch für die Sicherstellung von Mehl und Kartoffeln für die Versorgung Ludwigshafens sind die notwendigen Vorkehrungen eingeleitet. Das Rote Kreuz wird sich ebenfalls voraussichtlich in den Dienst der von der bayrischen Staatsregierung eingeleiteten Hilfsaktion stellen.
Der Ministerpräsident beabsichttgt, sich in eigener Person an der Trauerseierlichkeit zu beteiligen, bie am Sonntag in Ludwigshafen stattfindet.
Mainz, 23. Sept. Die Stadt Mainz hat 100 000 Mark für das Hilfswerk zur Verfügung gestellt.
Die Preisausgleichsstelle für stickstoffhaltige Düngemittel überwies der Stadt Ludwigshafen als erste Hilfe für die bei der (ftplosion iii Oppau Verunglückten 500000 Mark. Sie beabsichtigt, noch weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.
Darmstadt, 23. SebL Die StcLtverordneten- versaunuluug beschloß die Bildung eines Hilfskomitees -zur Unterstützuna der von, Oppauer Unglück Betrof:en-n. Die Stadt zeichnete 50000 Mark zu diesem Ztv-cke. -
Berlin, 23. Sept. Die Sarolti-Aktiengefellschaft überwies anläßlich des Oppauer Unglücks dem H.lis- komitee die Summe von 50000 Mark.
Berlin, 23. Sept. Oberbürgermeister Böß hat namens des Deutschen Städtetages und der Reichshrnpt- stodt in einem Telegramm an den Gemeindevorstaud :>on Oppau anläßlich des schtveren Unglückes herzliches Beileid ausgesprochen und zugleich mitgeteilt, daß der Berliner Magistrat die Betvilligung von 100 000 Mark bei der Stadtverordnetenversammlung zur Linderung der ersten Not beantragte.
M ü n ch e n, 24. Sept. Für die Opfer der Erploswu tu Oppau sind bis heute bei der Sammlung^ der .^Münchener Neuesten Nachrichten" bereits über 86000 Mark eiugegangeu. '
Frankfurt a. M., 23. Sept. Die Stadt Frankfurt spendete für die von dem Explosions-Unglück in Oppau so hart Betroffenen 50000 Mark. Außerdem wurden in der ganzen Stadt, fast in allen Betrieben, in den Schulen und unter der Bürgerschaft Sammlungen eingeleitet, bie teilweise schon bedeutnden Ertrag brachten. . s
Geringer Ausfall der Produktion.
Ludwigshafen, 23. Sept. Rach Ansicht der Direktion der Anilinwerke wird der Ausfall der Produktion gering sein. Die zerstörten Fabrikanlagen sollen schnellstens wieder aufgebaut werden, die Pläne für den Wiederaufbau werden bereits ausgearbeitet. Man hofft, in einig-» Monaten den Fabrikbetrieb wieder aufnehmen zu können.
Die Zahl der Toten.
ßubwrßs^fen, 23. Sept. Rach den letzie» Meldungen der hiesigen Blätter ist es bisher noch nicht gelungen, sämtliche Tote unter den Trümmern zu bergen. Die Zahl wird gegenwärtig auf 400 bis 500 angegeben, die Zahl der Verwundeten auf über 1000. Zur Warnung für die Neugierigen, bie immer noch in großen Scharen nach Oppau aus allen Richtungen ziehen, wird mitgeteilt, daß Gefahren insofern noch bestehen, als mit dem Einstu:z von Dächern und abgesprießten Wänden immer noch gerechnet werden muß.
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