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Marburg
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M» QM Für ausfallende Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereignifie kein Ersatz. — »’’• Verlag von Dr. C. Hitzeroth. — Truck Ser Univ.-Buchdruckerei von Joh.Auz. Koch.
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Markt 21/23 —
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Der Ueber^all von Willmersdorf.
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drohten die Einwohner mit Pistolen und Handgranaten, nahmen drei „gefangen" und bedrohten sie mit auf die Brust gesetztem Browning. Das Kriegerdenkmal das eben enthüllt ivorden war, lourde zum größten Teil zer stört und sogar der Sockel in viehischer Weise zerschlagen. Mit den von den Witwen, Müttern und Waisen der Eefalleneen niedergelegten Kränzen rind Schleifen schmückten sich dann die „Helden" und zogen so nach Bernau zurück. Die hierbei zwangsweise m''geführte Kapelle war die Dorfmusik von Willmersdorf. Ein Teil der Untäter ist erkannt worden, und die geschädigten und mißhandelten Einwohner haben bereits Strafantrag gestellt.
Gattin eines, kommunistischen Mgeordueten der Zweites, Kammer. ' ■ ■ . , i
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nach Moskau gebracht worden.
Dis deutsche Spende.
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Tie ^Oderhefsifche Zeitun'" etiflielnt sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 4.75 Mk., durch dis Poft 5.10 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Soori-Ztg." 1 Mk. mehr.
Der An'lblag auf Stre^emann.
Berlin, 20. Sept. Wie der ,.9<Wui." f. de-.» Anschlag ans Dr. ®rrfctr<tnn n»ck Dr. Hugo er» 'äbrt, sind insgesamt ver Sck>2^ argen das Rednerpult abgefeuert worden. Zwei Schüsse sind in d>e Seiteu- wand des S-ales gedrungen, zwei weitere wurden im Saale gefunden, eines davon in abgefpaltenem Zustand. Die Schksie sind anscheinend aus einem Ar-n-c- revolver abgefeuert worden in d-m Gebüsch 20 Meter 'ntstrnt vom Tennisplatz. Das Fenster, durch das die Schüsse gingen, war nach außen ehee'Wendet, sodaß ein genaues Zielen erschwert war. Die Schußrichtung war von den Tätern sedoch so l>er?chnet worden, daß die Schüsse den Redner in den Rücken treffen sollten.
eine Monarchie oder eine Republik wollen? Die Dem o kralle, tote sie jetzt geübt wird, ist ein
-Schisi»del, wie er im Buche stebt. Das Unglück
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Aufruf Kemal Paschas.
Allgemeine Mobilisation.
Paris. 20. Sept. Rach einer Havasmeldunz aus Konstantinopel hat Mustapha Kemal in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber der türkischen Armee und als Präsident der Nationalversammlung die a l l -: gemeine Mobilisation in Anatolien vom 15. September an verfügt. Gleichzeitig hat er einen Ausruf an die Nation erlassen, in dem er erklärt, daß die griechische Anne«, welche die nationalistischen Streit» hätte haben vernichten und Angora besetzen »vollen, mit Hilfe des Allmächtigen geschlagen und über de» Sakaria zurückgewocfen sei. Die türkische Armee setze die Verfolgung des Feindes fort. Ter einzige Wunsch, sei, da? Dasein der Türkei zu sichern und die Un» abhängigkeit durchzusetzen. Der Ausruf schließt: Wir werden die Waffen nicht niederlegen, bis dieses Ziel vollständig erreicht ist. ... : . v.-
Eine Rede des Papstes.
Rom, 20. Sept. Der Papst empfing 3000 Katholiken aus aller Welt, darunter auch aus Deutschland, die hier zur Teilnahme an dem internationalen Kongreß des 3. Ordens des Heiligen Franziskus ein- getrofjen waren. Der Papst hielt eine Rede, in der er den Geist der Liebe und des Friedens des Heiligen Franziskus pries, der den Kongreß beftele. Der Papst bedauerte die Streitigkeiten, die sich zwischen den Brüdern erhoben hätten, die sich gegenseitig zerreiße», und töteten. Das gehe gegen die Zivilisation und leite sich aus der Tatsache her, daß die Menschen die gottgewollte Klajsenordnung nicht anerkennen wollten und aus dem Glauben, daß mit diesem Leben alles zu Ende sei. Dem Papst wurde» lebhafte Huldigungen dargebracht.
K-R4 dir WM te WMMn.
< Ebenso wie Dr. Str es tim» n in Lüdenscheid jvarckte »sich auf dem demokratischen Landesparteitag in Altena '865- Dr. Fischer gegen den Reichskanzler. Er erklärt.': Reichskanzler erwarte man, daß er sich n'ckt als Karteimann gebe, sondern in erster Linie als ob-rstcr N-.ichsbeamter. So wie der Reickskanzler am Grob-'
r Ausschluß aus der Bayerischen Voltsparte!.
Z Vlättermeldungen aus München zusolge hat di: Mycrische Polkspartei den Abg. Dr. Zahr- ihrccher, den Führer der Opposition gegen 'ie Politik des Partetvorsitzenden Held und unentwegter Anhängers Kahrs, wegen groben Verkrauens- bruchs ans der Partei ausgeschlossen. Zahnbrechrr hatte in der „Münchener Zeitung" scharfe Angriffe gtßr.t die Parteileitung gerichtet, Neuwahlen verlangt und die Rückberufung Karhs gefordert. Die Verhandlungen mit Berlin sollten seiner Ansicht nach einzig und allein v. Kahr übertragen werden.
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Man erwartet, daß die deutsche Regierung diese Ver» bessertmg des augenblicklichen Systems annehmen werde.
DaS Garantiekomitee.
P a r t s, 20. Sept. Wte der „Tcmps" mttteUt, begibt sich das Garantiekomitee übermorgen nach Berlin (55 wird vor allem die Ausgabe haben, das Funktionieren der Kontrolle über die deutsche Ausfuhr zu überwachen und die Modalitäten der alle drei Monate stattsind enden festen und der veränderlichen Zah- lnngen zu bestimmen.
Amtliches BerÄndigungsdiatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen
Rate-Rußland.
" Eine scharfe englische Note.
London, 20. Sept. Reuters Büro verbreitet folgende Mitteilung: Seit Abschluß des englisch- russischen Handelsabkommens enthielt sich die britische Regierung loyal jeder feindlichen Haltung gegen die russische Regierung. Dagegen hat die Sowjetregierung ihren Feldzug der Unwahrhaftigkeit und Feindseligkeit gegen die britische Reg'erung in ganz Mittelasien und Afghanistan verschärft. Die britische Regierung ist entschlossen, ein solches Vorgehen nicht zu dulden. Sie hat demgemäß nach Moskau eine in scharfen Worten abgefaßte Rote gerichtet, in der sie die Aufmerksamkeit auf diesen ichwercii Bruch des Vertrauens lenkt und Ausklärung verlangt. ;
Neuer Ausruhr in der baltischen Flotte.
P a r i s, 20. Sept. Nach einer Havas-Mcldung aus Warschau wird aus Helsingsfors gemeldet, daß in der russischen baltischen Flotte ein neuer Aufruhr ausgebrochcn sei. 400 Ossiziere seien verhaftet un>
Der griechische Rückzug.
Die Türken wieder vor Eskifchrhir.
Konstantinopel, 20. Sept. Aus dem. Innern kommende Nachrichten besagen, daß die griechische Armee ihren Rückzug im Zustande vollster ; Auflösung fortsetzt. Die militärischen Kreise, glauben, daß die Griechen sich in Eskischehir nicht werden halte'» können. Starke Kräfte, welche die ' Türken in Bolu, Biledjik und Afium Karahisiar, gelassen haben, greifen die Griechen an und ver». ■ hindern ihre Truppen, sich zu sammeln. Die griechischen Verluste sind sehr groß. Man glaubt, daß - die Griechen sich erst in Ilschab werden sammeln können. '
P a r i s, 20. Sept. Das türkische Jiksormations- büro gibt bekannt: Die türkischen Streitkräfte! setzen ihren Vormarsch in schnellem Tempo auf Eskischehir fort. Man glaubt, daß der Fall dieser, Stadt als unmittelbar bevorsteht. > k — -
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Mzbergers gesprochen habe und in Bolksversammlun gen lstelle mau sich einen Reichskanzler nichtvor. B-i aller iEueckriakeit gegen Erzbcrger sei doch zu lagen, daß er -sehr stark im Streite der Meinungen stehe. Auch brr 'schwere Borwurf gegen die Hochfinanz, durch die Zurück ihuUuug der Devisen die Zahlung der Goldmilliarde er- schwerk su haben, gehöre zu den bedauernswertesten Bor
' neue,» Vorgehen gegen Bayern geworden. Man wollt jetzt den starken Mann zeigen, da in der äußeren '.Politik die Erfolge vollständig ausgeblieben sind. Dr Heim beleuchtete dann die Mißerfolge des Reichs kanzlers im einzelnen und wies auf die trauriger, ^Sanktionen am Rhein hin, dann auf di- verfehlte Poutd ber ReickSreaierung in Oberschlesien. Es ist nicht damit teröirnt daß man eilten Schädel hat, sondern man muß einen Kovf haben. Da- gilt besonders in der Volirik. Der Herr Reichskanzler hat mitgeteilt, das int Schloß Neubeuren Verschwörer gttagi haben zur Ausrichtung eines süddeutschen Reiches. Ick kann hin-tt- fügt»:, daß sogar ein gegenwärtig aktiver Reich s- m,nister von der Zen t rtt msvartei noch iu bc* letzte» Monaten auf diesem Schlosse war. Ich habe : auch eint Einladung erhalten, bin aber nicht hingegLNgcn. weil kch die Gefahr dieses Schlosses kannte. Daß der ceerste Bramtrdes Deutschen Reicht- solche» Cchwin-'
rnersdorf bei Bernau in der Mark (siebe unter „Polit. Tagesuachrichten^ sm Akvntag) stellt sich nach neueren Berichten noch viel schlimmer dar, als vorher geschildert. Danach hat die Docfseier in Willmersdorf in gar keinem Zusammenhänge mit der abgesagten Feier in Bern an gestanden, die nicht dem Gedächtnis der Schlackt von Tannenberg gelten, sondern Mittel sür die heimatlosen oberschlrsischcn Flüchtlinge beschaffen iolilt. In Willmersdorf fand die kirchliche Einweihung -in.es Denkm als für die im Weltkriege gefallenen Zcwchner des Ortes statt. Da die in Bernau, namentlich ans Berlin, zufammtngelausenen radaulustigen Elemente nichts zu stören vorsauden, schickten sie Radfahrer in die klmg.gend aus, deren einer meldete, daß in Willmersdorf die Einwohner unter Führung des Geistlichen auf dem Friedhöfe versammelt seien, (sofort setzte sich eine über ICO» Köpfe stärkt Baude, die yauptsächlich auS Lecki-we ksmm»nistifchcn Jugend- abitilangen bcstawd, nach 3Lllmc:Ä:»rf in Bewegung. Dort verübten ßs die gemeldeten Schandtat«», be-
„Geradenwegs zur Katastrophe".
Das Urteil eines amerikanischen Finanzmannrs.
Paris, 20. Sept. Wie die „Chicago Tribuns" aus Rewyork meldet, hat der von seiner Reiss nach Europa zurüfgekehrts Finanzmann John M o o d y u. a. erklärte:
Die künstliche Blüte Deutschlands beruht auf feiner Gsldinflation und führt es ge - radewegs zur Katastrophe. Die Preise und Löhne werden in Deutschland bald ein derartiges Niveau erreichen, daß es mit den anderen Ländern nicht mehr wird im Auslands konkurrieren können. Dann wird der Zusammenbruch eintreten.
Die holländische Thronrede.
Ein ZBischensakl.
H a a g, 20. Sept. Bei der Eröffnung der General- siaaten durch-die Königin ereignete sich ein Zwischenfall. Als die Königin die Thronrede zu verlesen begann ertönten von der Tribüne her einzelne Stimmen: „Hermann Eroenendaal muß aus dem Gefängnis entlassen werden." (G. befindet sich feit Monaten in Militärhast wegen Dienstverweigerung aus Gewisseus- btdenken und hatte mehrere Wochen jegliche Nahrung verweigert.) Polizisten in Zivil entfernten die Temcn- stxsnten aus dem Saal. Unter ihnen 6e(«nb sich die
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Berlin, 21. Sept. Wie „Vorwärts" und „Freiheit" mitteilen, stehen nach den Meldungen, bis bisher über das Ergebnis der Sammlungen für. das leidende Rußland gemacht worden sind, dem internationalen Gewcrkfchaftsöuud bisher C/fj Millionen Mark zur Verfügung. Dieser Betrag dürste, aber nur die Hälfte der, bisher gestammelte»
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Französische Vorstellungen in London.
L on d o n, 20. Sept. Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph" schreibt: Am Freitag hat der französische Botschafter in London offizielle Vorstellungen erhoben gegen den Befehl des Generals Harrington zur Verhaftung der Verschwöreer in Konstantinopel. Der französische Botschafter erklärte, die französische Regierung sei der Ansicht, daß der Oberbefehlshaber sein Mandat überschritten habe, das teilt militärisch sei, und daß er sich mit politischeeni Fragen, die dem Oberkommissar Vorbehalten seien, befaßt habe. D-m Bericht des „Daily Telegraph" zufolge scheint man in Frankreich btt Ansicht z» fein, baß General Harrington so einen de sacio-Zustand der britischen Hegemonie über die Meerengen schasse. Aus diesem Grunde sei man über die Flotlcndemonstratio»
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Der Standpunkt der deutschen Regierung.
Loudon, 20. Sept. Reuter meldet: Es scheint mit Sicherheit angenommen werden zu dürsen, daß die deutsche Regierung die Entscheidung des Obersten Rates nach der eine Organisation eingerichtet werden soll, um die Gewährung von Einfuhrlizenzen durch Deutschland zu beobachten, loyal anzunehmen beabsichtige, lieber die genaue Auslegung dieser Ent- cheiduug gingen die Meinungen ziemlich weit auseinander, indessen ist zu hosfen, daß die ganze Frage binnen kurzem yfiürt sein wird, sodaß die wirtschast- lichen Zwangsmaßnahmen hierauf aufgehoben wecken. Die einzige noch aussteheicke Frage betrifft den Punkt, ob die interalliierte Organisation die Eigenschaft eines Beobachters haben soll, um über bi? Erteilung der Lizenzen zu wachen und über jede unbillige und unterschiedliche Behandlung an die verbündeten Regierungen zwecks einer etwa notwendig weckenden Aktion zu Berichten habe, oder ob sie eine Körperschaft sein soll, bie bevollmächtigt sei, gegen die Gewährung von Lizenzen ihr Veto einzulegen. Tie britischen Kreise sind für die erstgenannte Auffassung.
Dazu bemerkt das Wolssbüro: Diese Rcutermeldung bestätigt das, was bisher über den deutschen Standpunkt in dieser Angelegenheit bekannt geworden ist. Die deutsche Regierung ist bereit, die Kommission mitzubilden und anzuerkennen, der es obliegen soll, die sogenannten Diskriminntionen zu prüfen, d. h. darüber zu wachen, baß • fein Land gegenüber dem anderen in der Handhabung der Einfuhrregelung benachteiligt wird. Sie wendet sich jedoch — und dieser Standpunkt Wick nach dieser Reuter-Meldung von der englischen Negierung geteilt — gegen jede Er- Weiterung derBesugnisse der Kommission, da hierdurch ein Eingriff in die deutsche Wirtschafts- Hoheit erblickt werden müßte.
Ein neuer Dor-chlug.
Loudon. 20 S'pt. Die „Times" meldet ans Brüssel: Die Verbündeten baden Deutschland vorgeschlagen, die interalliierte Follsomm!''ion durch eine Körperschaft zu ersetzen, die ihren Sitz in Koblenz habe und bie, ohne irgendein Veto über die Ein- und Ausfuhr auszuüben, den Handel überwachen dürfe, um ihn vor systematischem Boykott zu schützen. Diese Körperschaft wird nicht in den Handel eingreifen.
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btt in einer Reichstagtkommüsion vorliest, das macht die Sache so uualaublich lack erlich. Wie können wir den An-nahmeznstanb ausbeben zu einer Zeit, t.-o eine Revublik ans Franken gemacht wecken soll! Eine Politikder Narrheit machen wir nicht mit.
Wirth und Stegerwald.
ft Vertin, 20. Sept. Zwischen Wirth und Stcger- tvuib haben verschiedene Besprechungen stattgesunden und L-aS Ergebnis ist eine vom preutzischen Presse- •btcitlr vervssentlichte neue Erklärung, die sehr gcwuu- iteit ijt und die Sachlage so darsiellt, als ob die Knnd- sgcbung dos preußischen Staatsministeriums kcines- McgS eine Stellungnahme gegen den Reiskanzler be- Mite. Neben dem Streit zwischen Ncich nick Bayern -solle sich nicht noch ein weiterer Streit zwischen Pren- heii und Bayern ohne das Zulun Preußens hcrauS- btldcii. Dio preußlsche Regierung halte es nicht für 'angebracht, setzt den Streit um die Weimarer Ver- fefiniia, ü. h. um die Frage, ob Zentralismus oder Föderalismus, worauf verschiedene Kreise in Miin-
, chen und Berlin hindrängen, auszntragcn.
eine «nabhänglge Interpellation zum Schutze der Et Republik.
aXcrttn, 20. Sept. Tie Rcichsiagsfrakiion der - Iluabbü'.igigen Sozialdemokratischen Partei bat die '.Mm Schutze der Republik anaekündigts Mterpellatton ‘ pln-rbracht. ES heißt darin: Dio Pottlik das Reichs- . rüuzlrrs wird sabotiert und dnrcklrcnzt von gewissen
Dkreiscu staatlichen Beamt«»körp«r4» die ihre Di- »kl!« en von den politischen Gegnern der Nc'.clSccgie-
7 nm5 erhallen. Reichskanzler Dr. Wirth bat in feinem ■ Progrrimnr für die Aussi'hning der Reichsgeschaste besliumtt: Positives Eintreten für Republik und De- mo'rüSr sowie loyale Erfüllung des Londoner IVti- W.ttnms Dieses Regicruugsprogramm wird mit allen. Mitteln bekämpft von bett Perlrelern des alten Sy- fk!;:-, den Monarchisten und Mili^arislen, die sich der svntersttitzung einflußreicher und sinan-kräftiger kapi» -kalitzischer Kreise erfreuen, und bereu Ziel ber Sturz der Republik itnb Wiebererricklnngb der Monarchie ■tff. Diesem Treiben muß Einha»» geboten werden. Welche Maßnahmen gedenkt bie Ncicksregierung zu
s 'ergrcifcn, um bieses Ziel zu erreichen?
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tt Ferner richtete der bekannte bayerische Banern-uhrer ■ ®r. fre im in der Goneralversammlunq des Junten Jkitkner Bauernvereins scharfe Angriffe gegen Dr. W-rtt l»nb feie Leiter der Reichsgesckäste seit ber Revolution. Kr sagte: Schmachvoll ist cS zu sehm, Nrß <*° D Lutsche sind, die zu behaupten stck erw-chen, Dcnt-'ck la;y habe den Weltkrieg vom Zaun gerissen. Nur ei" Erbarm kicher Sckust kann sagen, daß uns du 'Sc'uL am Kriege treffe. (Zuruf: Eisner.) Mit feitidr- llck.'m täk'fce wurden die Leute im deutschen Vaterlande ktstochen. Die Esel, die den Lockungen der Gegner geglaubt haben, find beute noch di- Sckireier und Führer im deutschen Vaterland. Dis sind ho^i- bcoch bei uns Leute, die sich eigentlich wenn sie eine Schani tzätlen, in ein Mauseloch verkriechen taiigtes. Wer hat das bayerische Volk gefragt, ob wir
selige Ereignis der Ermockung Erzbergers ist, so traurtr o.cht für: itnb ttrabscheunngswückig diese Tat genannt werde'- inn.ß. für den Reichskanzler Wirth der Ausgangspunkt zn
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Wer wird die deutschen Waren kaufen?
London, 20. Sept. Die „Morning Post" veröffentlicht den ersten Aufsatz ihres Sonderkorrespondenten in Dcntschland zu der Frage: „Kann Deutschland bezahlen?" Dieser Aufsatz besaßt sich eingehend mit dem gegenwärtigen Stande der ch e m i s ch e n Industrie in Deutschland. Der Korrespondent meint, daß die deutsche chemische Jndnnne troj; aller Hemmnisse, die ber. Friedensvertrag der deutschen Industrie anferli'ge, unter gewissen Voraussetzungen in der Lage sein wecke, den Anteil an der deutschen Entschädigung aufznbringen. Der Korrespondent fragt zum Schluß, ir-er die Waren, die Dentschlano gezwungen wird zu erzeugen (da unter dem Zwange des Frickens- vertragcS die Erzeugung in Deutschland zu bisher nicht geträumtem Maße erhöht worden ist), verbrauchen wird. Rußland scheide für zehn Jahre ans, China, Indien seien ebenso unsichere Faktoren. Tie chemische Industrie in den anderen Ländern würde von ber Wacht bieses Wettbewerbes e r b rü ck t werden. Die „Morning Post" schreibt zu diesen Ansfühnmgen ihres Korrespondenten, was von der chemischen Industrie in Deutschland gelte, das treffe mehr ober weniger auch für die anderen Industrien in Deutschland zu.
Drr Anzeigenpreis beträgt für die 9 gefp. Colonelzelle oder deren Saum 90 Pfg. u.
yj ei Aufschlag, amtliche und ausrnärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach | “'
entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über Seite ein- l
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