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Anzeiger für (das früher kurheUche) Oberhessen
Die .Odethessifche Zeituni' erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich
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Berlin) 19. Sipk. Nach dem ,Lokalanz." erbet» tetr Geheimrat De. Weis mann einen Bericht über die Lage aus, den er der preußischen Regierung über- mittete. Die preußische Regierung wird den Bericht an die bayrische Regierung weitergeben. Bon einen Rücktriüsccksicht des StaatsiommissarS wird jwgett
Ein erneuter Beweis für die erschreckende BerwAde- rung des Gitten seit der Revolution, unter der alle Kreise des Volkes zu leiden haben und die zu bekämpfen ist, mag sie sich ittin gegen links ober rechts auSwkrken.
Dr. Stresemann verglich «r seiner Rede, die durch die Ermochung EcchergerS in den letzten Wochen geschaffene innerpolitische Lage mit den Folgen des Kapputsches. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführun- gen protestierte er gegen die Haltung deS ersten Beamten des Reiches, der eine Zweiteilung des Bo lkes in Bürger und Proletariat vornehme, wodurch dk« politis^-m Leidenschaften nicht gemindert weiden Knnten. Durch den Konflikt zwischen Bayern und dem Reich würde in gewisstn Kreisen die Reichsfreudigkeit, wenn nicht gar der Bestand deS Reiches gefährdet. Durch die Annahme des Ultimatums sei bis setz! noch wenig zur Entlastung der außen- volitischen Stellung Deutschlands beiaetraqen worden. Die deutsche Industrie habe durch ihre Bereitwilligkeit zur Devisenbeichaisung bewiesen, daß sie 'ich ihrer vaterländischen Pflicht nicht entziehen wolle. Den Vorwurf einer Kompromißpolitik, der gegen die Partei von rechts erhoben werde, fürchte die Partei nicht, da man bei der heutigen außennol'tii^en Not Dmtsib« lands innerpolitischc Weltanschauungsfragen nicht auskämpfen könne. i
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die Sicherheit oder Würde der Besatzungstruppen unter der Kritik der Presse.
demselben Rechte". — Franzöftsche Hoffnungen auf Unterdrückung der beutschen KrltU.
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Nevolveranschlag auf Stresemann.
Hagen, 19. Sept. Wie die „Hagener Zeitung" ans Lüdenscheid meldet, totttbe wahrend der gestrigen Mendversmnmluug des Parteitags der Deutschen Volks- Partei in der Schützenhalle von außen durch bas Fenster ein Revolverschuß auf die Rednertribüne abgegeben. Der Abgeordnete Stresemann hatte gerade die Tribüne verlassen und dem Abgeordnete« Dr. Hugo den Platz- überlajstn. Es wurde niemanb getroffen. , ' ’
v«uf Grund des Hochverratsparagraphen zu 1 Jahr 8 Monate» Festung.
. Dir -iSchste Sitzung des UeberwachuugSanssÄuffes.
Berlin. 19. Sept. Das ,,B.T." meldet, datz die »o'stc Sitzung des UeberwachungsauZschusses am Sreilaa die bayerische Frage und die Verordnung des prWÄenren behandeln wird.
Das Eingeborenenheer der Franzose«.
Paris, 19. Sept. Kolonialminister Eg traut teilte mit, datz Frankreich demnächst die Militärpflicht herabsehen könne. Dank seiner Kolonien oetbe es ein Eingeborenenheer von 300000 Mau« zur Verfügung haben.
Parts, 19. Sept. Wie bereits berichtet, hat die interalliierte Rhetnlandkommtsston beschlossen, die Einführung derlenigen Blätter in das besetzte Gebiet endgültig zu untersagen, die schon zweimal suspendiert wurden und dieser doppelten Warnung nicht Rechnung getragen haben. Bei dieser Gelegenheit bat, wie Ha- vas meldet, die Kommission den deutsche» Reichskommissar, die Tlufmerksamkeit der deutschen Regierung auf die unheilvolle Rolle zu lenken, die die Haltung mehrerer deutscher Blätter für die Wiederherstellung friedlicher Beziehungen in Europa darstelle. Die deutsche Regierung werde wohl alle Anstrengungen machen, datz sowohl im besetzten als im unbesetzten Deutschland die heftigen Angriffe gegen die Besatzungs- bebörben und gegen die berbilnbeteit Mächte aushören und zwar mit demselben Rechte tvie gegen deutsche Behörden gerichtete Angriffe, die gleichfalls die öffentliche Ordnung zu stören drohten.
Räumung de» im Mai neubesetzie« Gebietes.
Berlin, 19. Sept. Die französische Regierung hat der deutschen Regierung am 17. September folgende Rote übersandt:
Die französische Regierung hat die Zu rückver- legung der im Mai 1921 in die besetzten Gebiete gesandten Truppen nach Frankreich beschlossen. Die Truppenbewegung soll am 15. September beginnen! und vor Ende de» Monats beendet sein.
Französischer Eingriff k« deutsche Hoheitsrrchtr.
Berlin, 19. Sept. Blätterneldunge» aus Düffeldorf zufolge wurde die dortige kommunistische Zeitung „Freiheit" auf Grund der Verordnung des Reichspräfidenten auf vier Tage verboten. Die französische Militärbehörde habe jedoch verfügt, datz Pas Blatt weiter erscheinen darf.
Die Wohnungsansprüche der «esatznngsbehörden.
Neustadt (Haardt), 19. Sept. In Neustadt werden von der Retchsvermögensverwaltung Berlin 33 Wohnungen für französische Offiziere zu 3—5 Zimmern mit Zubehör irr 4 Häuserblocks mit einem Kostenaufwand von 7 Millionen Mark gebaut, die bis zum Februar 1922 bezogen werden können. Autzerdern ist der Bau von 80 weiteren Offizlerswohnungen geplant. Für französische Unteroffiziere sind z. Zt. 4 Häuser mit rusammen 24 Wohnungen im Ban.
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Paris, 20. Sept. (Havas) Aus London wird gemeldet: Die Prüfung der Frage der wirtschaftlichen Zwmigsmaßnahmen, die seit einiger Zeit den Gegenstand diplomatischer Besprechungen zwischen London und Paris bildet, wird zwischen den beiden Regierungen in bestem Einvernehmen weiter geführt. Die Besprechungen verliefen ungetrübt. Der einzige Punkt, der noch zu erledigen bleibt, soll sich auf die Art und Weise beziehen, wie die Kontrolle ausgeübt werden soll.
Berlin, 19. Sept. Gegenüber der .Temps"- Meldung wird von zuständiger Stelle mitgetetlt, der deutschen Regierung sei nichts davon bekannt, bafi eine Einigung zwischen England und Frankreich in der Frage der Aushebung der wirtschaftlichen Zwangs- matzuahmen erfolgt ist. Es werde unter den Beteiligten weiter verhandelt.
Aus dem besetzten Gebiet.
Die Knebelung der Meinungsfreiheit.
Koblenz, 19. S-Vt. Die neue Verordnung Rr. 97 der interalliierten RheinlanöZkommission. die in Der« schärftet Form Maßregelungen gegen die Presse vorsiebt, richtet sich auch gegen Theater- und Kinovorstellungen sowie Vorträge, Vorlesungen, Konzerte, Konferenzen und dergleichen, die verboten werden können, falls sie geeiznet sind, die öffentliche Ownnng zu stören oder die Sicherheit und die Würde der Rbeinlandskommission ober der Be- fahung-Ztruppen zu gefährden. Eine besondere Härte ist die Bestimmung, datz auch Teilnehmer an solchen Kundgebungen zu bestrafen sind. Die Rheinlandkommvsion begrülchet die Verschärfung der Bestimmungen über die Presse mit dem Hinweis ans häufige Zeitungsangriffo gegen die Besatzungstruppen und die verbündeten Regierungen, durch welche die Wiederherstellung friedlicher Beziehungen erschwert werden würde. D-'ese Begründung ist nickt stichhalt'g, beim die Handhabunz der Verordnung durch die Besatzungsbehörden ist so gckvrsen, datz selbst der leiseste Versuch einer Sriti! an sicher begründeten Mißständen im besetzten Gebiet mit äusterst harte» Maß- nahmeu bedroht wurde, sosaß keine Rede davon sem^
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D:rn Layrischen Ministerpräsidenten v. Kahr sind bi L r-lt« Zeit aus Teilen des Landes und des Reiches pchlrcsiche Vertrauens- und Sympathiekundgebungen zu- Mau-eL
München, 19. Sept. Im Ausschuß der bahc- . zischen Vvkkspartei erstattete heute Abg. Held Bericht -Mer die Vorgänge in den letzten 14 Tagen und recht- Mig.'e die Haltung der Partei bei der Abstimmung jcher een Vorschlag des Ministerpräsidenten. Dein S6ß- HeA> wurde das Vertrauen ausgesprochen. Neber die PersZukichkeit des neuen Ministerpräsidenten wurde »ich. gesprochen. Diese Fruge wird morgen besprochen WtrfcriL *
[t Tic bayerischen Borschläge für den Kanzler »»annehmbar.
Bertia, 19. Sept. Aus parlamentarischen Jkeijcn erfährt das „Verl. Tagebl." datz Mitte M'riger Wcche mehrere maßgebende Mitglieder des dtycrllchen Landtages in Berlin eintrafen, um die 4lnt7.b:ochcnen Verhandlungen inoffiziell wieder »ufznuchuieu. In einer Besprechung mit dem : ^tschslanzier wurde die Verordnung des Reichs- '-riisrdeutev sowie die Aufhebung des Ausnahme- Miutscs in Bayern erörtert. Vor allem handelte Zs sich t-anrm, einen Weg zn finden, der zu weiteren Msicssc» Verhandlungen führen soll. Bei dieser «esgrechMg betonte der Reichskanzler nochmals, daß. die bsyerischeir Gegenvorschläge in ihrer jetzigen Form e-ne Ausschaltung des Reiches bedeuten und deshalb nicht annehmbar erscheinen. An- deiLricits erklärte der Reichskanzler feine Bereit- »illrgkeri. neue Vorschläge Bayern zu erörtern. Die bbayerisches Politiker haben am Samstag Berlin Bieber verlassen.
Bcrurierlung des Abg. Fischer.
M Luchen, 19. Sept. Das Volksge richt ver- hliteite den Laudtagsabg. Fischer aus Nürnberg, der n einer Versammlung der unabhängigen Co- ile!i>er:o?rüten die angeblich bevorstehende Aus- gttfuiiS der Republik Frauken angekündigt hatte.
ein „Verschwörernest".
' Autzer dem angeblichen Verschwörernest bet Müu- ;Heu, bceen In,assen auf sich Nähernbe geschossen ba- '*» sollen, ivielic in ber demokratischen Presse unter Md'.uug der „3. Z. am Mittag" rwch bas Swlotz Mrubenr« bei Rosenheim eine grotze Rolle, wo sich *t dem Obersten a. D. Herwarth b. Sitten» itTb mouarchistische Agitatoren, wie Ehrbarbt, Pabst, brr «niiNrtsche Rcichsverweser v. Horthy, ein Stelldich- te gctzevea hätten. Nun erklärt Frau v. Herwarth, was; sie toiw der Personen kenne, die ans Schloß Ncu- Mrireu verkehrt haben sollen. Der Oberst selbst schreibt -der „Vofs. Zig.": .Ich passiere, von einem Sommer- wiseilthaÄ an der Nordsee heute früh znriickkommen'o, ®ertiu nHb bin höchst erstaunt, in einigen Blättern EinzeUxiten über monarchistische Umtriebe in Schloß Rtuveurc» »ud meine und meiner Frau Beteiligung •stritt zu Kuden. Dazu bemerke im, datz weder ich meine Frau die Herren v. Horthy, Ehrüardt und *aösr je Rtfcbcn, noch auch die geringsten mittelbaren <b:r unmittelbaren Beziehungen zu ihnen haben. Der Msialr datz ich trotz meiner mehrjährigen Täriq- «t für das Hauptquartier auch den Oberst Bauer nicvt Jtnmm von prüher her persönlich kenne. Keiner der We-'anntc« war le in Neubeuren. Fm übrigen liegen Meine 3M*"rer,<n seit 1918 auf wirtschaftlichem, nicht
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Sozialdemokratischer Parteitag.
Tie Frage des WiedereiutrittS in Vie Regierung. — Die Grundbedingungen. — Eine Rede ScheidernmmS.
Görlitz, 19. Sept. Der sorialdemokratische Parteitag wählte auf Vorschlag Molkenbuhrs einstimmig eine 28gliedrize Kommission zur Prüfung be» Parteiprogramms, ine sofort »usammentrat.
Dem Parteitag ging eine Entschließung des Parteivorstandes der Kontrollkommission und des Parteiaui- fchusses über die Teil nähme der Partei an der Koalitionsregierung zu, worin e3 heißt:
Aus eine Teilnahme an der Regierung ber Republik wirb die Sozialdemokratische Partei besonders dadurch hingewiesen, daß sie die größte Partei des deutschen Volke- ist und die einzige Partei, die von jeher ohne Einschränkung grundsätzlich auf dem Boden einer republikanischen Staaisform und der demokratischen Eelbstbestimmuni?« rechtes des Volkes steht und weil sie den günstigen Baden für die Erringung einer sozialistischen Gesellschaft bildet. Die Sozialdemokratie darf daher nicht warten, bis düse erreicht ist, sondern muß versuchen, auch schon vorher zur Sicherung ber Republik und der demokratischen Staat?« form ihre politische Macht in die Wagschale zu werfen, um so auch der Erreichung ihrer sozialistischen Ziele näherzukommen. Es ist dies jetzt umso mehr nötig, als die Not des deutsüsen Volkes die Anspannung aller Kräfte «• fordert. Die Sozialdemokratie ist bereit, zn diesem Zweck Mit den anderen Parteien in Reich und Ländern in der Regierung mitzuarbeiten, wenn mit diesen Parteien eine Verständigung über das Arbestsvrogramm mög- bch ist, das folgende Grundfordervngen enthält: Anerkennung der Verteidigung der Republik, Sicherung des demokratischen Selbstbestimmuugsrechts des Volkes in Reich, Staat und Gemeinden. Demokratisierung ber Verwaltung. Repub likanisierung der Reichs- <ue6r und Polizeiorgane, Sicherung des Ausbaues ber sozialen biesetzgebung, Politik der Völürverständignng, loyale Ausführung des Friedensdiktates in den Grenzen unserer Leistungsfähigkeit und Aufbringung der dadurch bedingten Leistungen, in erster Linie durch weitgehende Heranziehung des Besitzes. Uebri- rens soll es dem Parteivorstande überlassen bleiben, unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse im Benehme» mit den in Frage kommenden Fraktionen über den Eintritt von Parteigenossen in die Regierung zu ensscheideu.
Abg. Scheibemann, bessen früher alü-hnende Haltung gegenüber einer Koalition der Mehrlieitssozialdemo- fraten mit der Deutschen Bolksvartei bekannt und dessen Stellung bis zum Parteitag noch ungeklärt blieb, hielt eine viel bemerkte Rede. Er führte u. a. aus: Es darf nicht aesagt werben, wir gehen unter kem<m Umständen mit di'ter oder jener Partei zusammen in eine Regierung. Zur Zeit als die Parole ausgegeben wurde „Nicht mit ber Deutschen Volkspaitei", war dies zwesiellos absolut richtig. <p;t müssen bei jeder Regierungsbildung ein bestimmtes Mindestprogramm aufstellen. Parteien, die bereif sind, ein solches Programm anzunibmen und bestimmte lNinisterien uns zu überlassen, können meines Erachtens nicht dauernd von der Teilnahme an der Regierung zurückgetviesen werden. Zu beachten äst bei einer jeden Koalitionsregierung, daß es sich nicht um eine GesinnungS- t*n*?'»ifdjaft, fenbent um eine Arbeitsgemeinschaft handelt. Solange wir eine sozialdemokratische Regierung nicht bilden können, solange müssen wir uns aus Koalitionsregierungen einrichten.
Reichsiagspräsibent L ö b c befürwortete einen Von ihr» eingebrachien Antrag, wonach, um der äußeren Pwpa< gauda des Monarchismus durch Tragen schwarz-weiß.
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h* Müschen, 19. Sept. Die Korrespondenz Hvff- MNN meldet: Ministerpräsident Dr. v. Kahr hat an |en Lmidesausflhuß der Bayerischen Volkspartei aus i pkrchlestzade» unter dem 18. ds. Ms. nachstehendes ßchreiben gelangen lassen:
s- Die Bayerische Volkspartei hat mich gebeteu, mich «nerdings für die bevorstehende Kabinettsbildung dem Za>ü»iLg §he Wahl zu stellen. Für diesen Ausdruck tzkL Verbauens danke ich bestens. Unverbrüchlich halte M au, b«j Grundsätzen der Bayerischen Bolksvartei fest. Ms nLugelvählter Ministerpräsident wäre ich aber in iNr Zwangslage, mich nun auf den Boden des Beschlusses des ständigen Ausschusses vom 11. d s. Mts. her mich ytm Rücktritt bestimmt hat, zu pellen. S4 '•flirrte das aber auch heute mit meiner Auffassung Ker das Verhältnis des Reiches zu den Einzelstaatea Xi&t vereinbaren. Aus diesem Grunde sehe ich mich bider nicht in der Lage, das vertrauensvolle An- m>iez:u an Bayerischen Volkspartei anzimchmen. Mit cheu lvtzen Grüßen und Wünschen für den Verlauf der sLagnng Mrtb mit den heißesten Segenswünschen für ,xafer deutsches Volk und für ein gesundes, starkes, staatlich selbständigeZ Bayern in einem gesunden starken Reich. Dr. v. Kahr.
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scheu. Alle Reglerungsgebände solle» ntedergevrarurt worden sein. . * .
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OlnfMti.
Die Untersuchung deS BölkerbundSrateS.
Paris, 19. Sept. Ein Mitglied des Völkerbund- teite über die Bechandlungen in der oberschlesische«! Frage u. a. mit: Die Regelung der Frage ist auf gutem Wege und gcht unter günstigen Bedingungen weiter. Die ausgegebenen Fragebogen sind von den Völker- bundsmitglicdern fast vollständig beantwortet worden. Nach Oberschlefien sind in den letzten Wochen zahlreiche Sa chverständige entsandt worden, um die Verhältnisse zu prüfen Es besteht Grund zu der Hoffnung, daß der Völkeröundsrat in den ersten bitte zehn Tagen des November sein Gutachten erstatten wich.
Paris, 80. Sept. HavaS meldet ans Bcuthen, datz eine Sor.derdclcgatiou der interalliierte» Kom- Mission, bestehend mi3 einem englischen und einem italienischen Offizier und mehreren Beamten, einige Tage in Bruthen verbracht hat. Die Delegation nahm VorbereitungZacheiten vor, um die Ausgabe der Sachverständigen deS Völkerbundes zu erleichtern, die' demnächst a» Ort und Stelle die oberschlesisch« Frage • prüfen solle. ।
Berlin, 19. Sept. Nach dem „Berl. Tagebl." fand Härte eine Besprechung deS Reichskanzlers mit den zuständigen Stellen über die oüerschlesische Frage statt.
Oppeln, 19. Sept. Da-englisch Hauptquartier unter Leitung des Generals Henniker wurde nach Turawa (Kreis Oppeln) verlegt. u Ui
Der Aufstand in Indien.
Die Sage weiter ernst.
London, 19. Sovt. Reuter meldet aus Simw, datz der Sekretär des Home-Departements dem Sraals- rat über den Ausstand in Malabar Mltlellunoen gemacht habe, datz die Lage immer noch ernst und der Geist ber Aufstandsbcweguug ungebrochen fei. AuSgeirommen in der unmittelbaren Näbe der Truppen und der Eisenbahnlinien seien Leben und (Süuul- tum noch immer In Gefahr. .Daily Telegraph" oc- richtet aus Alababad, datz eine Abteilung Feldartilleri-. eingetrosfen wäre. Bel Zusammenstötzen in ber Nabe von Manarghat sollen die Mopläs schwere Verluste erlitten baben. Die Aufständischen haben den heiligen Krieg gegen alle Hindus erklärt; diese sollen mit Gewalt zum Islam bekehrt werden. TU« lambnr befindet stch ganz in der Hand der Anfständi-
Die irische Frage
Verhandlung oder Unterwerfung? *yr"
London, 19. Sept. Wie aus Dublin gemeldet wird, erörterten die Sinnfeinerführer die irische Lage. Dk«, Hoffaäing chlkf einen Kongreß sei keineswegs aufgegeben morden, und man glaube, daß das Sinnfeinerkabinett versuchen wird, Mittel und Wege zu finden, die Konferenz zustande zu bringen.
De Valera hat in Beantwortung des Schreibens Lloyd Georges vom 7. 9. angcsragt, ob dies Schreiben beit Zweck verfolge, eine Unterwerfung zu fordern oder eine Einladung zu einer Konferenz bedeute, die auf beiden Seiten frei sei und ohne jede Präjudiz, falls ein Uebereinkommen nicht erzielt würde. De Balern erklärte weiter: Falls das letztere beabsichtigt oe- wefen sei, so bestätigen lvir itnferc Annahme der Einladung. Unsere Delegierten werden jederzeit mit, denen der englischen Regierung zu Verhandlungen bereit sein.
Zusammenstöhe in Belfast.
London,. 19. Sept. In Belfast kam es während deS Wochenendes zu neuen Unruhen. Sonntag Nacht fanden heftige Zusammenstöße statt, bei denen mit Revolvern geschossen wurde und Bomben geworfen wurden. 2 Personen wurden getötet, ein Mann wurde verwundet. Die Truppen zerstreuten die Kämpfenden, die dann den Kampf in den breiten Straße» fortseßte-'..
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4.75 Mk., durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mit „Dbecfj. Soort-Itg. 1 Mk. mehr. »1.228 Für ausfafienbe Nummern infolge Streiks oder elementarer Steigniße kein Ersetz. — [**'* Berlag von Dt. E. Hitzetoth. — Druck der llniv^Buchdtucketei oon Job. Aug. Koch,
auf mltitürlschem ober poNtischem Gebiete. Meine Frau ist seit einer im Sommer 1917 notwendig gewordenen Operativ» auf Leben und Tod sehr anfälltg, unb ich beklage in Anbetracht ihres letdraden Zustan- bes ganz besorrbers, datz solch haltloses Geschwätz aufkommt unb den Weg in die Oefsentlichkeit nehmen konnte." Herr v. Horthy lätzt erklären, datz er bas ungarische Staatsgebiet nicht verlassen habe. Also ....