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Amtliches Verkündig«!!
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Tie „Odcrhc!st;che Zeitung erfcheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich
Marburg
4.75 Mk., Lurch Lie Post 5.10 Ml. Ausgabe B mit „Oberh. Soort-Ztg." 1 Mch mehr.
fff 7|X Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. — ” nett T'r ff roln __et — t, QfAaX
Verlag von Tr. C. Hitzeroth.—Truck der Ilniv.-Buchdruckerei von Iob.Aug. Koch.
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Ministerialdirektor Dr. Wiedenfeld, der deutsch« Vertreter in Moskau, ist am 13. September dort etw getrokfen.
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Die Blockade Ungarns angedroht.
London, 16. Sept. Einer Meldung des Exchange Tel. zufolge haben die Verbündeten beschlossen, Ungarn zu blockieren, wenn es das Burgenland nicht sofort räumt. Wenn die Blockade erfolglos bleiben sollte, würden energischere Maßnahmen getroffen werden.
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Deutschland habe die EntichSdigungsbcdingungen augc- ;auü'.nt?it und führe sic durch. & sei notwendig. daß man in Eiiülauo erfahre, bis zu welchem Masse die britische sUegierun» mit dem französischen Beschluss einig sei und ■leie diese Verweigerung einer einfachen Maßt!ahnte jber Gerechtigkeit Deutschland gegenüber üüerha'tpt .»ettfmige tverdc« könne.
r Konferenz über die Besatzungskostcn.
Parts. 16. Sept. Die .Chicago Tribüne" meldet: Die Verbündeten Regierungen soSen beschlossen haben, in der ersten oder zweiten Oüoverwoche in Si’tiffd eine Konferenz abzuhrriken zur Besprcchmtg der Besatzullgskosten. Die amerikanische Regierung habe die l-Anladung zur Teilnahme an dieser Konfe- tr:ii bereits angenommen.
B r üsjel , 16. Sept. Die Truppen, die im Mat nach Teulschtand geschickt wurden, um eventuell das Ruhrgebiet zu besetzen, sind gestern in ihre Garnisonen znrückgekehrt.
Der Anzeigenpreis beträgt für die 9 gesp. Colonelzeile.oder deren Kaum 90 Psg. u. 10°fo Auiichlag, amtliche und auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlausende oder den Raum über lU Seite e' " :igen sind wir berechtigt, nach der Textspaltenbreite zu setzen und gen. Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. Jeder Rad
haltenden Kappisten Bauer, Ehrhardt und P a b st. Es ist begreiflich, daß in gewißen Kreisen eine Nervosität Platz greift. Es find das jene Kreise, die der bayerischen Pokizeidirektion München und den bayerischen Behörden überhaupt nicht trauen und nie getraut haben. Der bisherige Nichtvollzug des Haftbefehls ist so ausgelegt worden, daß unbedingt die böse Hand der bayerischen Behörden mit im Spiele sein müsse. Es wird dabei übersehen, daß auch sonstige Haftbefehle schon seit längerer Zeit nicht ntehr vollzogen werden können. Mit Vorwürfen allein ist es nicht getan. Es müssen auch Unterlagen erbracht werden. Das gilt auch für den Vorwurf, daß Ehrhardt noch imm.er beim Polizeipräsidenten Pähner ein- und ausgehe. Eine Behauptung, der der Polizeipräftdent widerspricht und die für jeden unbefangenen Beurteiler den Stempel der Erfindung a»f der Stirne trägt. Seit Bekanntwerden des Haftbefehls ist der Polizeipräsident Pöhner nicht mehr mit Ehrhardt in Berührung gekommen. Ich habe den Eindruck, daß der preußische Staats« kommissar in seinem Berichte höchst leichtfer, tig vorgegangen ift und kann nur bedauern, daß der Reichskanzler sich diesen Bericht zu eigen gemacht hat, ohne sich zu vergewissern. Die bisherigen Feststellungen der badischen Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion München in der Untersuchungsfache Ehrhardt, in der sie gut zusammen gearbeitet haben, berechtige» in keiner Weise dazu, von einer Mörderzentrale in Bayern zu sprechen. Die Untersuchung ist noch im Gange. Es wird das Ergebnis abzuwarten sein. '
Die Erklärungen des Staatssekretärs wurden nach kurzer Aussprache vom Ausschuß zur Kenntnis genommen.
Markt 21.13 — Fernspreche- 55, — Postfäieckkont»: Nr. 5015 Amt Frankfurt o. Main.
Der Münchener Polizeipräsident Pöhner er« klärte auf die Beschuldigung, daß Kapitän Ehrhardt im Münchener Polizeipräsidium ein- und ausgehe, dies sei eine uralte Angelegenheit, wegen welcher bereits die sozialistische Abgeordnete Sänger ei» Strafverfahren gegen ihn anhängig gemacht habe. Er habe deshalb keine weitere Erklärung abzugeben. -
Verhandlungen mit Herrn s. Kahr.
München, 17. Sept. Die Bayrische Volkspartei ist mit Herrn v. Kahr bereits in Verhandlungen getreten, die Ministerpräsidentschaft wieder zu übernehmen.
Aus dem ganzen Lande laufen an den Landtag gerichtete Kundgebungen aller bürgerlichen Parteien ein, welche die Beibehaltung des jetzigen bürgerliche« Regierungsblocks und die W i ederwahl des zurück- 1 getretenen Ministeriums verlangen. Beispielsweise richteten aus Donauwörth die Bayrische Volkspartei, der Bauernbund, die Demokraten, die Nationalliberalen und Teutschnatioualen folgendes Telegramm an das Laudtagsbüro: „Protestieren gegen Eingriff des Reichs in bayrische Hoheitsrechte und wünschen, daß Ministerpräsident Kahr weiter die Geschicke Bayerns leitet.*
„Fremde Einflüsse".
München, 16. Sept. Wie die Korrespondenz Hoffmann mitteilt, ist die Pressebehauptung falsch, daß die Stellungnahme des Mutisterpräsidenten auf fremde Einflüsse zurückzuführen sei. Herr v. Kahr bat seinen Entschluß am Sonntag früh nach der Sonnabendnachtfitzung des Landtagsausschuffes gefaßt, ohne vor irgendeiner Sette beeinflußt zu sein und nicht mit irgendeiner außenstehenden Per- 'cnlichkcit darüber gesprochen zu haben.
Die „Germania" fordert $um Handeln aus. !
Berlin, 16. Sept. In einem Aufsatz: „Heraus aus dem Wirrwarr!" schreibt die „Germania", «5 gebe uur eine Forderung: „Reichskanzler handle!" Rach Aenßerungen des Herrn v. Pregers dürste t:i Battra :ie Voraussetzung fehlen , auf dem Wege der Aufhebung des Belagerungszustandes auf Grund einer Versündigung mit Berlin mit der nötigen Schnelligkeit 'um Ziele zu kommen. Fasse man einerseits die ver- -assungsmäßigeu Rechte des Reichspräsidenten ins Ange und bedenke man, daß auch in Bayern selbst letzten Endes olles (tuhimen wird, wenn der Streit beigelegt sein wird, :'ünu sei cs besser, den gordischen Knoten ent« schlossen durchzuhauen, als noch wochenlang auf Kosten der Autorität hüben und der Rcichsfrcudigkcit drüben daran herumzuzupfcn. \
Die Kämpfe in Kleinasien.
Türkischer Kriegsbericht.
Pctris, 16. Sept. Amtlicher türkischer Kriegs- ber'cht vom 15. September: Rechter FlHgel: Angriffe wurden zurückgewiesen. Der Feind hatte große Verluste und wurde durch unsere Truppen verfolgt. Zentrum: Durch unsere Angriffe haben wir dem Feind gewisse bedeutende Stellungen und Gefangene abgenommen. Die Verluste der Griechen bei den Angriffen, die wir in den letzten Tagen gegen sie unternommen haben, sind sehr ernsthaft.
Griechenland überlegt.
Paris, 16. Sept. Havas meldet aus Athen, daß die Regierung mt dem Armee-Oberbefehlshaber die Frage, ob die Fortsetzung des Marsches auf Angora angebracht fei, prüfe, da die Meinungen darüber geteilt seien. Der Militargouverneur von Smyrna hat sich nach Bruffa begeben, wo unter dem Vorsitz des Königs ein sehr bedeutender Kriegsrat abgehalten werden soll.
Ankauf russischer Kriegsschiffe durch Kemal?
London, 16. Sept. Die »Times" meldet aus Konstantinopel, datz die Setnalisteu mit der russischen Sowjetreaierung bezüglich des Ankaufes von russischen Kriegsschiffen in Verhandlungen getreten feien.
Die Verschwörung in Konstantinopel.
Konstantinopel, 16. Sept. Der türkische Mi- nisierrat bettet über die Mitteilungen des Obcrbc-- feylshabers der verbündeten Bekatzungstrupven in Konstantinopel und erteilte dem Krtegsminister und dem Innenminister den bestimmten Befehl, die Auslieferung der verdächtigen Personen innerhalb der porgeschricbcnen Zeit zu bewirken. Die türkische Regierung hat den festen Wunsch, die Ordnung in Konstantinopel aufrecht zu erhalten. Die Polizei verhaftete bereits Personen, die aus der überschriebenen Liste verzeichnet sind.
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Hindenburgs Dank a» Erzberger. Hindenburg schreibt der Zcrcuzztg.": »In Nr. -114 der Abendaus-, gäbe der „Krcuzzeimng" vom 5. September dieses Fahres ist als Neuigkeit eine Mitteilung wicdcrge- aeben worden, nach der ich Herrn Erzberger bei seiner Rückkehr aus Eompiegne im Hauptquartier ganz besonders wann für feine dem Vawrlaude geleisteten Dienste gedankt hätte. Ich erlaube mir, ergebenit darauf hinzuweisen, das; diese Neuigleit bereits Ende September vorigen Wahres von der Obersten Hccres- leitnng durch die Telegraphen-Union auf ihr richiiges Maß zurückgeführt worden ist. Wären mtr In dem Augenblick flüchtiger Begegnung bereits alle Einzelheiten geläufig gewesen, dann wäre ivahr- scheinlich auch die einfache Form der Höflich/eit .entbehrlich gewesen “
Der englisch-irische Streit
Lloyd George lehnt die geplante» Verhandlungen ab.
Loudon, 16. Sept. Wie amtlich gemeldet wird, sandte Lloyd George abends eine telegraphische Mitteilung an de Malera, worin es hcitzt: »Ich teilte Ihren Abgesandten am 13. September mit, datz die Wiederholung Ihrer Forderung, al? Vettretcr eines unabhängigen souveränen Staats mit der britischen Regierung zu verhandeln, eine Konferenz zwischen uns unmöglich mache. Die Abgesandten überbrachten eine Note, worin sie die erwähnten Forderungen wiederholten. Ich ersuchte die ASgesand- te», sich über die ernsten Folgen klar Kl werden und erbot mich, die Roke als nicht ausgeSünvigt anznseben, um Gelegenheit zu neuen Verhandlungen zu geben. Trotz dieses meines Vorschlages veröffenklichen Sie setzt die Rote in ursprünglichen Form. Ich must infolgedessen die Abmachungen, die für die nächste Woche in Jnvernest getroffen waren, für nichtig erklären. Wenn wir die Konferenz mit Ihrem Vertreter auf der von ihnen gelotterten Grundlage annehmen würden, so würde das bedeuten, dast die britische Regierung die Abtrennung Irlands vom britischen Reiche und das Bestehen und die Unabhängigkeit der irischen Republik amtlich anerkennen würde. Dies würde Ihnen ermöglichen, zu erklären, das; wir Frkand das Reck« zugestehen, anstatt im Verband des britischen Reiches, von sich aus mit irgend einer anderen auswärtigen -Llacht eine engere Verbindung cinzugchen. Bisher waren nur wir eS, die Zugeständnisse machten; Sie ihrerseits machten keine, um uns entgeaenzukom- nun. Sic wiederholte« nur in Redewendunaen. die eine Parke Herausforderung darstekwn, die ursprüngliche Forderung dem Wortlaute wie dem Geiste nach."
In seiner Antwort auf das Schrewen Lloyd Georges erklärt de Valera wiederum, es fei unbedingt erforderlich, dast dir Unterhändler beider Parteien zu- fatnmeittreten, ohne durch irgendwelche Bedingungen behindert zu iverden.
Erkrankung Lloyd Georges.
London. 16. Scvt. Wie die Blätter titelben leidet Lloyd George an einer starken Erkältung und Neura'cie und n nst das Bett hüten. Der Leibarti des Königs ist e.it sein Krankenlager in Galrkoch berufen worden.
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Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
Tic „Westminster Gazette" schreibt,
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Das Kindermärchen twm verschanzten Lager.
München, 16. Sept. Im Ständigen Ausschuß des Landtags gab am Freitag Staatssekretär Schweyer folgende Erklärung der I ayerischen Regierung ab:
Bei der gespannten Lage ist es vollständig begreiflich, wenn in der Öffentlichkeit die größte Erregung über die gestern vom Reichskanzler gemachten Darlegungen herrscht. Namens der bayerischen Staatsregierung habe ich dazu folgendes zu bemerken: Es ist zunächst auffällig, daß der preußische Staatskommissar Weismann in der Sache tätig geworden ist und nicht der Reichskommiffar. Bayern müsse sich nachdrücklich dagegen verwahren, daß ein Organ eines anderen Bundesstaates in Bayern tätig werde, ohne sich mit der bayerischen Regierung ins Benehmen zu setzen. (Zustimmung.) Dieses Benehmen wäre nicht nur mit Rücksicht auf die Unglaublichkeit des Verhaltens, das bayerischen Beamten zur Last gelegt wird, notwendig, sondern auch deshalb angezeigt gewesen, weil die sogenannten Feststellungen Weismanns von vornherein den Stempel der llnwahrschein- l i ch k e i t an sich tragen und eine Aufklärung durch die bayerische Regierung sehr wohl möglich gewesen wäre, statt daß in einer so schwierigen politischen Lage, wie'sie gegeben ist, plötzlich vor der ganzen Welt vom höchsten Beamten des Reiches gegen eine Landesregierung Stellung genommen wird. Man hätte erwarten dürfen, daß man wenigstens nicht auf Kindermürchen, wie das angebliche Vorhandensein eines verschanzten Lagers in der Nähe Münchens (Heiterkeit) und die Ueberwachung Ehrhardts durch bayerische Polizeibeamte hereinfällt. Zur Klärung der jetzigen Spannung trägt ein solches Verhalten fühlbar nicht frei. Der Staatskommissar von Preußen erwähnt, er sei bereits im Spätsommer 1920 wegen der schon damals vorhandenen Schwierigkeiten eines offiziellen Verkehrs mit den bayerischen Behörden zu seinem Vorgehen genötigt gewesen. Ich bemerke hierzu, daß gerade die Polizeidirektion München stets im besten Einvernehmen mit Herrn Weismann verkehrt hat, und weife daher diese Behauptung als ganz ungehörig und unwahr zurück. Ich finde es auch unerhört, daß dieser aus dem Jahre 1920 stammende Bericht des preußischen Staatskommissars der bayerischen Regierung bisher noch in keiner Weise zur Kenntnis gekommen ist. Sachlich habe ich zu den Vorwürfen folgendes zu b-merkcn:
Iusiizminisker Dr. Roth hat für seine Person bereits zu den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen Stellung genommen. Er hat festgestellt, daß diese aus durchsichtigen Gründen gegen ihn aufge- "teltten Behauptungen glatt erfunden seien. Was weiterhin den angeblichen Verkehr des Polizeipräsidenten Pöhner mit Ehrhardt betrifft, so ist folgendes festzu stellen: Als nach dem Kapp- Putsch im März 1920 die Marine-Brigade Ehrhardt, die damals in Döüeritz stand, aufgelöst wurde, kam Kapitänleutnant Ehrhardt allerdings einigemale in das Polizeipräsidium München und auch in andere bayerische Stellen, um dort wegen der Unterbringung einzelner Gruppen seiner Leute vorstellig zu werden. Es handelte sich ausschließlich um die Beschaffung entsprechender Ärbeiteoelegcn- hcitcn. Zu derselbe« Zeit ging Ehrhardt auch im Reichswehrministerium unbeanstandet aus und ein. Es war damals noch in keiner Weise bekannt, daß Haftbefehl gegen Ehrhardt vorliege. Der Haftbefehl gegen Ehrhardt stammt vom 15. Mai 1920. Er wurde lediglich im „Deutschen Fahndungsblatt" am 25. des gleichen Monats veröffentlicht. Aussöllig ist, daß bezüglich aller übrigen sogenannten Kappisten ein ausdrückliches telegraphisches Ersuchen um Verhaltung an die Polizeidirektion München gelichtet wurde, nur nicht bezüglich Ehrhardt. In dem Telegramm ist der Name Ehrhardt nicht enthalten; gleichwohl haben sämtliche bayerischen Polizeibehörden auch nach Ehrhardt gefahndet. Aus eine an das Ministerium dec- Inner« gerichtete Mitteilung des Reichskommissars für öffentliche Ordnung vom "3. März 1921, daß Ehrhardt nicht unter die Amnestie falle und der Haftbefehl fortbestehe, wurde die Polizeidirektion München noch speziell zu sofortigem weiteren Vorgehen angewiesen. Auch am 24. August 1921 erging an die Staatskom- mißare von München und Oberbayern sowie an die beteiligten Lezirksbehörden neuerlicher Auftrag zur Festnahme der sich angeblich in Bayern noch auf-
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gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle unb Bermitttung der Ivfal
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. Bee ein. 16. Scpt. Der U tt t e 11 u d> u tt 3 5 a u5- - sch u ß e.s preußischen Landtasscs hatte für heute ein? : Anzahl. Polizei- und Berwaltunasbeamtc als Zeugen ■ delad?,-. iLotizcikouimüsar Unger, der in Halle und Nmgeg-'ich tätig war, glaubt, daß eine militärisch org-ni!- fierlc Rotc Armee in gewissem Mähe vor dem Ausstande voryandeu war. Man habe z.B. @ene» ralstafrskartcg und Liften mit Angaben über die i nulitinische Ausbildung der Mitglieder gcfundcn. Aus Befragen, des Vorsitzenden bekundet der Zeuge, in bet Wehuimg d'I Rechtcanwaktbürovorstehers Langheiurich X 6c5e nkut bic müiiäriiche Zentrallertung für Halle «isgchobeu. Dabei wurde z. B. auch Ferry <Y?a6t L»agc Rciki-and, der vom 21. März bis zum 25. August 1920 PoLzeidirektor in. Halle war, hat gleich nach dem Kapp-Putsch mehrfach Waffen bei rechtsstehenden A/emeiiten gesunden und die Sache der Staatzanwalt- Wwt Ibecacöen. Was daraus geworden ist, weiß er l nicht. Sn anderen Fällen hatte« die Nachforschungen ftiipii Erfolg.
D.r ch-mallg? Betriebsrat vom Leunatverk, Koenen, bekuiidetc, die Tiebstätile auf dem Leunaroerk hätten sich m letzter Zeit vor dem Aufstand nicht sichtlich vermehrt. Bieliuchr sei die Kontrolle schärfer geworden. Es hab? srüher eine Protektionstvirtschast geherrscht. Dadurch seien die.Dinge zur Katastrophe getrieben, nicht durch krgcndwelKe Agitation von K. A. P. D.-Leuten. Als die Sf tzpolizek zur Besetzung Mitteldrntschlands zusgernsen ki -habe man die gesamte Arbeiterschaft, nicht nur die Avinmnnisteil aufgesordert, sich dagegen zu wehren. Der Betriebsrat hab: wahrend der Belagerungszeit in enger Fühlung mit dem Aktionsausschuß gestanden. Ein Ma- Fchincnge'vehr habe er nicht gesehen, wenn auch dabo« «esprochen worden sei. Dadurch seien die Notftands- Drbeiicn unterbrochen worden. Die Minderprobuktion Ges Werkes während der Aufruhrzeit habe 50—60 Prozent I i Wesen über der sonstigen Produktion betragen.
i In der nächsten. Sitzung, die am Montag, 26. Sep- - Müder stattfinden soll, sollen Zeugen über die Zustande - WÄ> Dsrkmnmissc tu Erskebcn und Mansfeld vernommen
Zre Mchlrftzrshen
Englische Bedenken.
! [ Sonb<n«, 16. Sept. Die halbamtlich« Müicäusg .der oraücheu Regierung, in der bi; mbiinbeieit Regie- ilhingeu für die ernsten wirtschaftlichen Folgen durch - !b;t BelLehaltung der wirtschaftlichen ZwangSmaßm- hmen f lverantwortlich gemacht tverbett. findet in der Ab-mdpresse
LdeMsir«.
K«bk2Witz, 16. Sept. Der dcuische Ausschuß jür Oberrchlesien - richtete am 14. 9. an den Völker- Hundsrat irr Genf folgendes Telegramm t Tas ober- ifihlcsische Volk entnahm mit Genugtuung aus Pressc- Machrichke«, daß der Völkerbundrat durch besondere ^Beauftragte die Verhältnisse deS Abstimmungsgebietes ,«n Ort nufr Stelle prüfen lassen triff. Nach neueren sKrcssenach richten scheint die Absicht auf gegeben worden Pt sei«. Wir beehren uns, den Völkcrbundrat zu bitten, eine Prüfung der gesamten Vechäftnisfe OberschlesieuI im Lande selbst vornehmen zu lassen. Eine solche rtatf Grund einer eingehenden Prüfung gefchasicne Ent- ifckieidnng hätte allein Aussicht, von dec Bevölkerung ?als gercchtz empfunden zu werden.
p,. Be u dhe u, 16. Scpt. Apobeamtc durchsuchten £srcrit die liebes dem Drnckereigebäude der „GrenUei- ng" gelegene Äutogarage des Lomnihhotcls. Es wurden Wcwehre, mehrere Handgranaten und sehr zahlreiche "$?i!iti;ic*t Dorgesundeu.
.2 0 ;t«> 0 n, 16. Scpt. Hier eingetrofsene Mefdungca jksagmt. oatz in der britischen Zone in Oberschlcsien völlige jSuf): herrsche. General .vett niter, Befehlshaber der rdriiifchnr Truppen, verlegte sein Hauptquartier nach Moßstrchlrtz. Seit dem Eintreffen der englischen Ber- Dätlnngstrnppen werden einige Veränderungen in der Truppcnv.'rteiluttg vsrgcuommc». 1
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