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RüÄtvitt des bayevischen MimstevpeastdenLen

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elzucht- Slbapcster Regierung direkt zur Verantwortung fallen.

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des Ausnabmerechtes ocfic&cn werde. Regierung, den Zusatz fallen zu lassen.

Dr. Hilpert (Bavr. Mittelpartei) daß seine Partei infolge verschiedener

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gtor.t. Nach der Ansicht ausländischer Offiziere, die Nt Schlacht verfolgen, hat der auf die Venrichtung des valioualistischen Heeres gerichtete griechische Angriff

sich Vorbehalten muffe, am Ausnahmezustand solange festznbalten, bis die Regierung in der Lage sei. ibm aus freiem und eigenem Entschluß aufzuheben. Er bitte den Ausschuß dringend, sich hinter den Be- schlutz des MinisterratS zu stellen.

Sänger (Soz.) erklärte, das Mißtrauen seiner Partei habe sich als durchaus aercchtsertigt erwiesen. Es bleibe Tatsache, daß der Ansnabmezustand in Batzern nur gegen links und niemals gegen rechts angewandt worden fei. Darum wolle auch die Re­gierung. daß er weiter bestehe.

R i e k i s ch (U. S. P.) änderte, das Vorgehen der Koalitionsparteien iinb der bayerischen Regierung grenz« nahe an Reicyshochberrat. Die ganze bayerische Geschichte sei.eine ständige RcbeLio» gegen den Reichs-

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i DieOberhesfische Zeitun t" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 4,75 Mk., durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mitOberh. Svsrt-Ztg." 1 Mk. mehr. u.___e Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz.

Verlag von Dr. C. Hitzeroth. Druck der Univ.-Buchdruckerei von Job. Aug. Koch, Markt 21.23 Plernsvrecher 55, - Postscheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Mai«.

SMitiW» MmM!l> Mmllo.

Madrid, 11. Sept. Der Ministerpräsident geb bekannt, daß die militärischen Operationen in Mariko am 10. September ihren Anfang nahmen.

P^rrs, 11. Sept. Wie dasJournal" aus Gan Sebastian meldet, sind in der Stacht zum 10. d. drei fpa »ifche Kolonnen von Melilla aufgebrochen lmd falbe.* gegen 2 Uhr nachmittags die Vorstellun­gen der Ltanren erreicht. Bisher weif; man nur, daß dis Maaren erbitterte» Widerstand leisten.

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Amtliches Derkündiglmssttatt des Kreyes Marburg.

Anzeiger für (bas früher kurhefsische) Oberhefien

ytißteiftn ter SertinM« in Motomh

Jtalira za einer militärischen Aktion bereit.

London, 10. Sept. Der diplomatische Bericht Uftatlet desDaily Telegraph" teilt mit, daß die «l amtlichen Stellen-aus Budapest eingetroffenen zkachrichteo sehr ernst seien. Die Krisis hat eine solche ZuiPrtzung erfahren, daß die Möglichkeit einer »ilitärischen Aktion an der Donau von ten Verbündeten nicht länger außer Acht gelassen vrrdcn kann. Für den Fall einer militärischen Ak­tion gegen Angarn könnte ein gemeinsames Mandat in Betracht kommen, daß durch die Mächte einer großen «nd einer kleineren Macht, beispielsweise Italien und der Tschecho-Slowakei, anvertraut würbe.

Paris, 11. Sept. Nach einer Havasmeldung aus Rom lLeß die italienische Regierung in Wien wissen, dast fic bereit sei, in den österreichisch-ungari­sch en KwHlikk in Westungarn einzsgreifen. ?kach einer weiteren Meldung sollen die ersten ita- lienisches Kontingente bereits aigegangen sein.

BÄtrohung von Zwangsmaßnahmen.

ParW, 11. Sept. Wie dasJournal des WolkcnbrnHartiger Regengüsse angeschwollne.Fluß San ggriskhen Gesandten eine Note über die Sage in den Westsüben Kvinitaten überreicht. Tie Note stellt fest, d-st dir toit- Banden und Elementen der regulären «ugarifchen Truppen begangenen Gewalttätigkeiten dec

Hätte der Reichspräsident seine Derordming für da? übrige Reich ertaffen ttnb wäre er mit der bayerischen Regie­rung in Verbindung getreten zwecks Aufhebung des baverischen Ausnahmezustandes und Ersetzung durch die Verordming des Reichspräsidenten, so wäre jede Reibung zwischen Bayern und dem Reich unterblieben und ein Ver­hältnis zustande gekommen, mit dem beibe Teile hätten einverstanden sein können. Statt dessen hat der Reichs­präsident die ganze Verordnung zwangsweise ohne jede Rücksicht auf die bayerischen Verhältnisse und ohne vorherige Fühlungnahme mit der bayerischen Regierung mich auf Bayern erstreckt und dadurch die politischen Spannungen herbeigesührt. Wir und die bayerische Re­gierung müssen die Verantwortung für diese Entwicklung ablehnen.

Um 111/«. Uhr nachts wurde die Sitzung des ständigen Sandwgsausschnsses fortgesetzt, nachdem die Vertreter der LoaLtionsvorteien vorher zu einer Besprechung zu,am- mengetreten waren und vorher auch ein Ministerrat stattgefunden hatte, der nahezu 3 Stundeii dauerte. Ter Vorsitzende Abg. Held unterbreitete b« auf Grund der Stellungnahme der Koalitwnsparteien gemachten Vor­schläge dem Ausschüsse. Diese beziehen sich aus die Ve r - änderung des Verordnungscntwurfes in den Para­graphen 4 und 7. Hierzu wurde folgende Fassung des §4 vorgefchtagen:Zuständig für Verbote nach 8 1 und §3 und für Beschlagnahmen nach §2 sind die Landes- zeulralbebörden oder ofe ton ihnen bestimmten Stellen. Der Reichsminister des Innern kann die Landeszentralbe- hörden nm den Ausspruch eines Verbots oder einer Be­schlagnahme ersuchen." Der letzte Satz dieses ur'prüng- lichen 8 4 soll dahin geändert werden:Glaubt die Landes­zentralbehörde dem Ersuchen nicht entsprechen zu kön­nen, so kann der ReichSmmister des Innern den Reichs- QltsauÄchust anrufen." Im § 7 soll Absatz 1, Datz 2 kolgendermahen lauten:Beschwerde ist bei der Landes­zentralbehörde einzureichen, die sie, falls sie ihr nicht ab- hilst, unverzüglich dem Obersten Gericht des Landes zur. Entscheidung vorlegt." Tie Einleitung zu den Gegentor-, schlügen soll lauten:Tie bayerische Staatsregierung befaßte sich mit den Verhandlungen in Berlin. Sie ist nur bann in der Lage den Vorschlägen beizutreten, wenn bte Polizeihoheit der Länder wieder her­gestellt wird, und tvenn die §8 4u. 7 obige Fassung erhielten." Weiter wird folgende Schlußbemerkung torge- schlaaen:Unter der Voraussetzung, daß die Reichs- regürung den Wünschen der bayerischen Regierung ent­spricht, erklärt sich diese bereit, der Aufhebung des Ausnahmezustandes in Bayern näherzutreten."

Tarant wurde die neue Fassung der W 4 und 7 nach längerer Aussprache bei Stimmenthaltung der sozialisti­schen Liulen angenommen. Bei der Abstimmung über die Einleitung und Schlußworte des Gegenvor­schlages eutyielt sich auch die Fraktion der Bayerischen Mittelpartei der Stimme, da sie die Ausfassung vertrat, baß es an der Regierung liege, zunächst ihrerseits Vor­schläge zu machen.

München, 11. Sept. Nachdem heule Vormittag neuerdings eine Ministerratssitzung und eine Sitzung der Führer der Koalitionsparteten stattgefunden hatte, trat beute Mittag der ständige Landtagsansschuß wie­der zu cUtct Sitzung zusammen. Ministerpräsident v. Kahr war nicht erschienen; ihn vertrat Staatssekretär S ch w e b c r. Vorsitzender Held erklärte bei Beginn dei/ Sitzung, daß nach einer an ihn gelangten Mit­teilung sich der Ministerrat mit dem gestern sormulter- tcn Vorschläge des Aussclmsses einverstanden erklärt habe, mit Ausnahme des Schlnsipaffus, den er modifiziert zu sehen wünsche. Der Ministerrat siebe auf dem Standpunkte, daß gegenwärtig, wo man nicht wisse, wie die Haltung in Franken sich entwickeln und wo tu der Oessentlichkeit behauptet werde, auf der einen oder anderen Seite beständen Pulschgelüfte, die Staatsregierung nicht in der Lage sei, für die sofortige Aushebung des Ausnahmezustandes einzu- trcten. Sie sei aber bereit, dies zu tun, sobald es sich zeige, daß diese erfahren nickt vorhanden seien. Sie wünsche deshalb dem Schlußpässits anzusügen: ^so­bald die Verhältnisse es erlauben". Held knüpfte an diese Mitteilung die Lekanntgabe seiner persönlicher Ausfaffung. Die Regierung befinde sich in einer außerordentlich schwierigen Lage. Die Vor­gänge in Franken könnten von einer verantwortlichen Regierung nicht übersehen werden. Er persönlich sei geneigt, den Regierungsvorschlag a n z u n e h m e n und zu einem Einvernehmen zu kommen.

Dr. Dirr gab namens der Demokraten die Er­klärung ab, die eS für zweckmäßig erttärte, daß die bayeriscke Staatsrcgiernng ans eigener Entschließung die Aushebung des tetzigen Ausnahmezustandes in Bayern bewirke, wenn durch die verbesserte Retchsver- ordnung eine neue Grundlage fttr die Handhabe

nickt zum Ziele geführt. Das einzige Ergebnis ist die Besetzung der Befestigungen der ersten türkischen Nute durch die griechischen Truppen. Die griechische Armee drang östlich des Sakaria ungefähr 15 Kilo­meter vor.

|| Erhebung der Kurden gegen Kem« Pascha.

London, 10. Sept. Reuter meldet aus Kon- lWmtinopel, daß die Kurden sich gegen die Angora- »Degierung erhoben und ihr eine Anzahl von Forde- itnngen unterbreitet h oben, darunter 1. die Aner- i Atmung der autonomen Verwaltung des kurdischen «Wilasels, dessen Grenze von den Verbündeten sestge- i setzt werden solle, 2. die Rückberufung der augenblick- -Uch in Kurdistan befindlichen türkischen Beamten und «endarmen, 3. die Entlaflung der Ktlrden, die jetzt im Maischen Heer dienen. ..

AW« 6« RMtWÄrdekW hur­ten LSNdtUWUMO.

Mii n ch e n, 11. Sept. Die Korrespondenz Hoff­mann meldet amtlich: Rach dem Beschluß des stän­digen Landtagsausschusses von Samstag Nacht sollte sich die bayrische Regierung gegenüber der Reichs­regierung bereit erklären, der Aufhebung des Aus­nahmezustandes in Bayern näher zu treten, wenn die Verordnung des Reichspräsidenten über Zei­tungsverbote entsprechend den Beschsüssen des stän­digen Landtagsausschusses geändert werde. Die bayrische Regierung hat beim ständigen Landtags- ausschuß noch de» Zusatz beantragt, daß d« «nf- hebung des Ausnahmezustandes dann näher getre­ten werden soll,wenn die Verhältnisse e s g e st a t t e n. Dieser Zusatz ist in der heutigen Sonirtagssitznng vom ständigen Landtagsausschuß mit Mehrheitsbeschluß abgelehnt worden. Des­halb treten Ministerpräsident Dr. v. Kahr und Zustizministee Dr. R o t h z u r ü ck.

lieber die Sitzungen des ständigen Landtagsaus- fchuffes, in dem die Forderung der bayerischen Re­gierung abgelehnt wurde, liegen folgende Berichte vor:

München, 10. Sept. Heute nachmittag 4 Ubr 20 Minuten wurde die Sitzung des ständigen Lrmdtags- auSschufses eröffnet. Der Vorsitzende, Abg. Held, er­innerte an die Verordnung des Reichspräsidenten, wodurch der Ausnahmezustand int ganzen Reich geschaffen wurde. Die Verordnung habe sich auch aus Bauern erstreckt, vb- tvohl Bayern einen eigenen Ausnabmezusiand hatte. Wenn derartige Dinge früher gemacht tverden sollten, habe vorher ein Einvernehmen mit dem betreffenden Staat stattgefunden. Das fei aber hier nicht geschehen. Daraus sei ein nicht geringer Teil der krisenhaften Ent­wicklung herzuleiten. Hinzu sei noch gekommen, daß sich fast gleichzeitig der Ueberwachungsausschuß des Reichs­tages mit dem Anträge befaßt habe, der die Aushebung des Ausnahmezustandes in Bayern zum Gegenstand ge­habt habe. Die Entwickelung habe dazu Veranlassung gegeben, daß die Regierung und die Koalitionsparteien sich mit der Angelegenheit besaßt hätten. Bei der Be­sprechung der Koalitionsparteien am letzten Dienstag habe Uebereinstimmung darüber bestanden, daß das Vorgehen der Reichsregierung außerordentlich ausfällig sei, was durchaus uicht der Tradition entspreche' und daß dadurch mit BerLn KompMationen hertorg'erujm «vür- ben. Zweitens sei man sich darin einig gewesen, daß es nicht der bisherigen Behandlvirg der Länder entspreche, daß ohne Fühlungnahme mit Bayern von der Reichsregierung oder dem Reichstage ohne weiteres der bayerische Ausnahmezustand durch Dittat ausgehoben wer­den sollte. Wenn die Entwicklung so weitergehe, sei man der Auffassung, daß Konflikte herausbeschwvren wer­den könnten, die nicht nur Bayern, sondern anch dem Reich abträglich wären. ES sei deshalb onaezris! gewesen, mit der Reichsregierung sofort in Fühlung zil treten, ob nicht die Möglichkeit zu einer Verständigung bestünde. Die Selbständigkeit der Länder, d« hier zum ersten Male scharf angegriffen werde, sollte dadurch sichergestellt und vermieden werden, daß künftig solche Eingriffe vorgenommen werden ohne Fühlungnahme mit den Ländern. Me Regierung und die Kvalftionsparteien wollten eine Verständigung und Versöhnung erreichen, über nur unter der Voraussetzung, daß bie bayerische Selbständigkeit sicher gestellt werde gegen Angriffe, die auf die Dauer für kein Land erträglich feien. Man legt in Berlin einfach Berliner oder preußische oder andere Reichs- Verhältnisse zugrunde. Ich gebe zu, daß von unserer Seite nicht feiten der gleiche Fehler gemacht wird. Ich habe den Eindruck, daß es in der Reichsrcgieruug Leute gibt, die an der Uuitarisienmg unb Zentralisierung tote sie leider durch die Weimarer Verfassung herbei­geführt wurde, noch nicht genug haben und darüber hiu- aus eine weitere Unitarifierung zum Verhängnis deS Reichs erzwingen wollen. Wir haben betont, daß der Ausnahmezustand nicht etwa ein Dauerzustand fein kann, daß aber über den Augenblick und über die Art bet Aus­hebung von den Verhältnissen des Landes aus beurteilt werden muß. Wir haben ai-fchs darauf aufmerksam gemacht, baß der Ausnahmezustand nicht von der tRegteruna Kahr verhängt wunde, fördern von der soziei- LKnokratiichen Regierung Hoffmann. Wenn eine trübere Regierung glaubt, daß die Verhältnisse noch ähnlich gelagert sind, so darf daraus nicht gefolgert werden, daß sie eine einseitige willkürliche Politik macht gegen einen Stand oder gegen einzelne Parteien. Die Ver­ordnung des Reichspräsidenten tra? uns so schwer, weit sie ein mächtiges Stück bayerischer Selbständigkeit dirctt in Frage stellte, nämlich die Selbständigkeit der Landes- polizeiLehöcken und der gesamten Landesverwaltung. Ich habe nicht verstanden, daß man einen beispiellos scharfen Ausnahmezustand schafft in einem Freistaate unter der Demokratie, zugleich aber einen andere«, der schon den Ausnahmezustand hat, zwingen toilL ihn auszuheben. Ich gebe zn, daß für das Reich die Notwendigkeit bestand, von Artikel 48 Gebrauch zu machen. Aber wenn das von dem Reichspräsidenten in Anspruch genommen wird, so darf man den anderen, der auf seinem Gebiete das­selbe tut, nicht als eitlen schlechten Sed bezeichnen.

gebauten. Wenn Bestrebungen aufttüten, auf gesetz­lichem Wege unter Umstünden die Abtrennung Frankens zu erreichen, so sei das nur bte Antwort auf das reichszerstörende Verhalten der bayerischen Regierung. Seine Partei hoffe, daß die Reichs­regierung fest bleibe und der bayerischen Regierung keinen Schritt mehr entgcgenkommc.

Abg. Speck (Bayr. Volksp.) erklärte in längeren Ausführungen, wenn es zu einem Konflikt mit dem Reiche komme, daun sei Bayern zweifellos im Hinter­treffen gegenüber den verfaffnngsmätzigen Rechten, die der Reichsregierung zuständen. Er batte es daher für sehr gefährlich, die Sache auf die Spitze zu treiben, wo das Reich alle Trümpfe in der Hand habe. Im Reichstag haben wir in der Frage des Ausnahmezu­standes teilte Aussicht, daß wir eine Berücksichtigung unterer Wünsche erfahren. In diesem Falle würden wir nicht nur die Vorteile der gestern vorgcfchlagenen Abmachungen verkkeren, sondern es bestünde die große Gefahr, daß bann vom Reich einfach tabula rafa ge­macht würde. Alle Presttgerücksichten müssen zurück­treten angesichts der überaus schwierigen Lage. Es gibt keinen anderen Ausweg, als aus den Boden des Abkommens zu treten und alles zn unterlassen, was im Reichstag und bet der RetchSregterung den Ein­druck ertoeden könnte, daß wir auf Umwegen etwas erreichen ivollen. Wir miisscn uns auf den Boden der Reichsversaffung stellen, wenn wir uns nicht den Vor­wurf des BersaffungSbniches aussetzen wollen.

Dr. Wohlmuth (Bahr. Vpt.) batte eine andere Auffassung. Er meinte, daß die Reichsregierung anch noch andere Pflichten habe, als sich auf daS formal« Recht zu sttitzen. Sie sollte auch sorgen, daß die Reichs- sreudtgkeit im Lande erhalten bleibe. Er erklärte eS für zweckmäßig, in diesem Wunsche zurückzustevm und stellt den Antrag auf Vertagung der Sitzung. Nach weiterer Aussprache, in der u. a. der Vertreter deS Bauernbundes S t 8 d e l e sich namens seiner Frattion für die Annahme der gestern formulierten Erkläruttg nnh HU Mc vcor-hnuno MS mt».

gesprochen batte, wurde der Antrag Wohlmuth aus Vertagung abgelehnt, ebensoder S u f ab» antrcifl der Regierung, letzterer gegen bte Stimmen der Bayerischen Mittelpartei und eines Ab­geordneten der Bayerischen Volkspartet.

Uebcrmittlung der Nusvleichsvsrfchliige an Me Reichsregierung.

München, 12. Sept. Der Ausschußbeschluß mit dem Ausgleichsvorschlag wurde noch gestern a» die Reichsregierung telegraphisch übermittelt. Man nimmt in bayrischen parlamentarischen Kreisen an, baß in bet Sitzung des lleberwachungsausschusses bes Reichstags am Montag herüber bte Entschei­dung fällt. Zn den Kreisen der Koalitionsparteien hofft man, daß die Reichsregierung den bayrischen Ausgleichsvorschlag im Interesse der Verständigung unb Versöhnung entnehmen werbe. Bis Mittwoch, an welchem Tage bet Lanbtag wieber zufammen- tritt, hofft mau, die notwenbige Klärung herbei- gefiihrt zu sehen.

Berlin, 12. Sept. Die Reichsregierung hat. wie berLok.-Anz." erfährt, zu bem Ergebnis der Münchener Beratungen noch keine Stellung ge­nommen. Heute vormittag 10 Ilhr tritt ber Achter- ausfchutz bes Reichstags zusammen, ber sich ein­gehend mit den Münchener Vorgängen zu befassen haben wirb.

Ser MM« i. Mrs.

Abg. v. Knilling voraussichtlicher Nachfolger ». Kahrs.

München. 12. Sept. Zn politifchen Kreisen hat bet Rücktritt bes Ministerprästbenten Dr. v. Kahr nicht mehr überrascht, ba man nach bem Er­gebnis ber gestrigen Ausichutzabstimmung im Zu­sammenhang mit bem Vergangenen mit bem Rück tritt v. Kahrs gerechnet hatte. Es besteht Grund zn ber Annahme, baß mit Ausnahme von Kahr und Dr. Roth sämtliche anderen Minister bleiben wer­ben. Die Koalition bürste also künftig voraussicht­lich nut aus ber Bayrischen Dolkspartei, aus ber Demokraten unb aus dem Bayrischen Bauernbund bestehen, also eine recht kleine Plattkorm haben. Zur Wahl bes neuen Ministerpräsidenten unb zu« Entg'gennahme des Rücktritts v. Kahrs wird al« bald bas Plenum bes Lanbtags einberufen roerbln. Als Kanbibat für die Nachfolge bes Ministerpräsi-, beuten v. Kahr bürste voraussichtlich wohl bet Ab- georbneie bet Bayrischen Volkspartei v. Knil«, l i n g in Betracht kommen, bet bis zum November 1914 ber bayrischen Regierung als Kultusministei angehörie.

Dr. Miiller-Meiiringen Nachfolger Dr. Roths?

München, 12. Sept. Als Kanbibat für bas^ bayerische Justizministerium anstelle bes zurück« getretenen Dr. Roth wirb bet Demokrat Dr. M ül< l e r - Meiningeu genannt, bei im sozialistischen Ministerium Hoffmann bereits Zuftizminister wat. Die Demokraten würben also im neuen M:!'.'.".er:un, wieder zwei Sitz« haben.

Wriit bes joWen Muttis.

/ Patts, 10. Sept. Nach einer Havasmeldung Nus Warschau ist das Kabinett Witos z u t L ck g e - fit e t e n.

Wie diefilierte" meldet, beabsichtigt man in Parlamentarische« Kreisen die Bildung eines Mini- Geriums der parlamentarischen (Emlßung, das auch Mk Sozialisten bestehen soll, f

De- Anzeigenpreis beträgt für di« 9 gesp. Eolonelzrile oder deren Raum 90 Pfg. u. 10 Ausichlaa amtliche und auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Staunt über lJ. Seite em- I nehmende Anzeigen sind^wir berechtigt, nach der Tezsipaltenbreite zu letzen und zu

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ivetbeu. Vrcmicrminister Gunaris gab gleichlautende Urkläruugeii ab.

Konstantinopel, 10. Sept. (Havas.) Die pchtachi östlich des Sakatta bauerte etwa zehn Tage, «eit dem 1. September ist sie endgültig abgeschwffen. l Seither herrscht verhältnismäßig Ruhe an der ganzen

Tiefe wir» deshalb anfgefordert, unverzüglich das in gtagc kommende Gebiet zu räumen. Sollte diese Räu­mung nicht in allerkürzester Frist etsolgen und die uilgariichr Regierung in ihrer Haltung verharreiu bann fcfirbc» als Sicherstellung der Aussühnmg dos f^ric» bep5-.r?rirage3 von Triauon Ziraugsl.-'' -n ver­hängt werben.

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ftiMra im niMch« Ssptroiion«.

London, 10. Sept. DieMorning Post" meldet l enS Athen: General Stratigos vom griechischen Ge «raisiab ttaf hier von der Front kommend ein. Er «klärte gegenüber dem Vertreter derMorning Post", es fei beMosfeu worden, die Unternehmungen der grie- Hi schon Heere e i nzust-llen, um den Truppen eine Kuhepause zu geben und die Vorbereitungen für die i Versorgung dLs Heeres zu Ende zu führen. Ter Gene- ta( erttärte. die f'Jiorat der Truppen sei ausgezeichnet,

llzucht

t jyjt and die Offensive werde bald wieder ausgenommen