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DieOberhessische Zeiiuns' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

Marburg

4.75 Mk., durch die Post 5.10 M. Ausgabe B mitOberh. S-ori-Ztg." 1 Ml. mehr.

fiy Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignifie kein Erfar;.

/U« Verlag von Tr. C. Hitzeroth. Druck der Univ.-Buchdruckerei von Job. Aug. Koch,

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JBaycra uab das Reich" teilt die bayerische Staats-

Heute vormittag traten fast alle

mit:

Dr. Wirth und das Erotzkapital.

lauschlages mehrere Mitglieder der kommunistifch.n

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Die in Finnland für Sonntag anberäumten Stern« munistenk'.tndgebungen wurden von der Polizei ver­hindert. Die Beteiligung ist überall gering gewesen. Es kam nirgends zu Gewaltläti gleiten.

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gegen Sachen und Personen verübt worden seien.

Tie von der Teutschen Bolespariei für Dienstag in Leipzig angefetzte Skdanfticr, bei der Tr. Mittel­mann sprechen feilte, wurde polizeilicherseits verboten.

Halle, 6. Sept. Die Regierung hat für 14 Tage die kommunistische Zeitung ,.Tir Tribüne" wegen Hetze- reien gegen die Verfassung verboten. An ihrer Stelle erscheint zum erstenmal wieder die seit einigen Monaten

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Abz» »hnuaj

Amira io« dm 8Mea seaemme«.

London, 8. Sept. Aus Smyrna wird der Agentur Reuter gemeldet: Angora soll von den Griechen genommen worden sein. Der Kampf, der mehr als 10 Tage dauerte, war sehr etlnuctt. Es kam überall zum Nahkampf. Die Lage der lcma- listischen Armee ist ungewiß.

S m y r n a, 7. Sept. (Reuter.) Nach einer hier eingrgangenen Meldung ist. Angora nach scharfem Kampfe gefallen.

London, 6 Sept . In einer Unterrckung mit einem Vertreter desDaily Telegraph^ in Eskischehir erklärte König Konstantin, die Griechen wollten Angara nur wenige Tage besetzt halten. Sie würden sich nach der Zerstörung der militärischen Depots und nach der Ucbcrnahmr des rollenden Eisen­bahnmaterials wieder zurückzichen. Ter König er­klärte außerdem, die Mächte wollten die griechischen Truppen nicht in Konstantinopel haben. Er wolle die Schwierigkeiten der Mächte nicht jecmehren.

er unh spensti, se Be. damit ch t d« nfüllett Kn au.

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Partei verhaftet worden sind.

Halle, 0. Sept. Hier wurden etwa 20 Kom­munisten und einige Mitglieder des Arbcilccbildungs- vercins wegen Beteiligung an der Störung des Stift tuugssestes des Bröllwitzrr Kriegervereins verhaftet. Sic werden des Landfticdensbruchs beschuldigt.

Wie dieRote Fahne" meldet, wurde der Vor­sitzende der Freien Arbeiternnion, die gegenwärtig

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Amtliches Derkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhesiische) Oberhessen

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in Halle tagt, namens Hammer am Dienstag von der Kriminalpolizei ohne Angabe von Gründen verhaftet.

Die Deutschuationalen und die ReichSregtcrung.

Berlin, 6. Sept. Heute abend fand auf An­suchen der deutschnationalen Fraktion und Partei he Retchskanzlerhaus eine Aussprache über die politische Lage statt. Die deutschnationalen Abgeordneten ver­langten Anwendung der Verordnung gegen alle extremen Richtungen, die den politischen Kampf mit Gewalttätigkeiten führen, insbesondere verlangen sie Schutz gegen gewaltsame Sprengungen und Störun­gen rechtsgerichteter Kundgebungen und Versamm­lungen. Der Reichskanzler verwies auf die außen­politischen Schädigungen, die durch chauvinistisch« Kundgebungen hervorgerufen würden. Er betonte dl« absolute Notwendigkeit, auf das schärfste alle Ver­suche, die Weimarer Verfassung mit Gewalt be­seitigen zu wollen, abzuwehren, wenn Deittschlan» nicht durch einen Bürgerkrieg zugrunde gehen soll«. Ebenso sei der Schutz der Republik gegen alle ver­werflichen und gewaltsamen Angriffe eine selbstver- ständliche Staatsnotwendigkeit. Dabei werde die Ber- ordnung streng und gerecht gegen alle gewalttätiger Elemente, wo immer fle sich zeigen mögen,, angelvendei werden. Ebenso erklärt der Reichskanzler, e? werde mit allen Mitteln gewaltsamen Störungen friedliche, Versammlungen eutgegengetreten werden. Es finden in dieser Woche weitere Aussprachen mit den übrige« Parteien und Fraktionen statt.

An der Besprechung nahmen die Abgeordnete« Hergt, Graf Westarp, Düringer und Schiele teil.

In der Magdeburger Rede Dr. StrefemannS wiederholte der Führer der Deutschen Volkspartei seine in Nürnberg von dem Parteitag gebilligte Auf- faflung,Wenn das deutsche Kaisertum zurück- kontme, könne es nur kommen, gerufen von der über­wältigenden Mehrheit des deutschen Volkes." Der deutsche Kaiser könne nicht der Kaiser einer Minder­heit sein. Dr. Stresemann erklärte, datz er ebenso wie Kahl M o n a r ch i st sei und bleibe, aber über dem Gedanken des Bekenntnisses zur Monarchie stehe der Gedanke, datz Volk und Vaterland nicht leiden dürften durch neue Bürgerkriege, die uns zerreißen und letzte« Endes nur wieder ein Tor öffnen für unsere Feind«. Diese Ausfassung sei keine Neuorientierung ber D. V. P., sondern sei von ihr wiederholt in derselbe« Form vertreten worden. G

DieFreiheit" nimmt gegen die Möglichkeit Stel­lung, daß die Deutsche Voltspartei wieder in die Regie­rung cintreten könnte. Sie behauptet^ daß die Bolls­parteiler alles daransetzen, um die Republik zu beseitige«, die Bersichernng, daß sie sich gegen Gewaltpolitik loenbt, sei völlig wertlos. Das Bekenntnis zur Weimarer Ver­fassung sei irreführend. Wenn die Deutsch nationale Volkspartei eine Partei der bnitalen Gewalt sei, so sei die Deutsche Vollspartei eine Partei der reaktionäre« ' Korruption, die unter allen Umständen ausgeschalt.st und bekämpft wecken müsse.

Prcssestimmen.

DerBerlt. Lokalanz." unterstreicht, daß durch dt« Ausnahmeverordunng die Grundrechkr der Verfassung, die jedem Deutschen Freiheit des Gedankens -und der Meinungsäußerung verbürgen, ausgehoben sind. Dt« Maullorbverordnung bestehe weiter, nnd weiter be­stehe ihre Auslegung und Ausnutzung durch die Re­gierung, die sie zu einem Werkzeug ganz einseiti­ger Parteidoktrinen mache. Indes die Regie­rung gegen rechts Zettungsverbok: exekutiere, die st« sofort wieder zurücknehmen müsse, weil sofort ihre gesamte eigene Presse thr entsetzt die Gesolgscyast verweigere, rausche dieRote Fahne" mwerhohle« Bürgerkrieg, öhne daß Herr Gradnauer nervös werde. Die Kommunisten schlagen an allen Ecken ihr« Aufrufe zurinternationalen Tatsolidarität" an: Handelt wie Max Hölzl Zertrümmert de« Staat der Bonrgeoisiel Handelt gegen die Gesetze!" Aber leinverfassungsmäßiges Organ" scheine darin eine Verächtlichmachung oder eine Ge­fährdung des trineren Friedens zu fehen. Offenbar sei man auf der Linken überzeugt, die Haltung, die Verordnung und die Auslegung zur Verordnung der Regierung seinerseits durchaus richtig zu verstehen, wenn man alles Bürgerliche, Rationale, Rechtsstehende für vogelfrei halle und als vogelfrei bedandele. Tatsächlich lebe vor allem die Presse in einem Zu­stande völliger Rechtlosigkeit. Nehme doch Die Regierung mach wie vor die Gewalt in Anspruch, eine Zeitung zu verbieten mit der einfachen, Geist und Witz wenig anstrengenden Begründung, daß deren ganze Richtung ihr nicht passe, und einen Kritiker mundtot zu machen, weil sein Tadel ihr nicht gesalle. Geblieben sei als Folge des willkürlichen und partei­ischen Vorgehens der Regierung einstweilen in weiten Kreisen noch eine große Rechtsunstcheryeit. Könne doch kein Mensch seit dem 29. August wissen, was erlaubt und was unerlaubt, was sträslich und was unsträflich sei. Die Herren Wirth und Evert mit ihrer Verordnung, Herr Gradnauer mit deren Hand­habung haben das Rechtsbewutzkseirr kn ganz Deutsch­land auf eine heillose Weise erschüttert und verwirrt. Das Gesetz sei durch Willkür ersetzt. Wolle Herr Wirth wage», was kein Bismarck je gewagt hätte? Wolle man eine Gebärde der Achtung abpressen, wo jeder Gedanke und jede Empfindung Abneigung und Verurteilung sei? Wolle man durch Ver­gewaltigung bindern, seine Ueberzeugung zu bekennen?

DieDeutsche Tageszeitung" erhärt, das Austrete« deS höchsten Beamten der deutschen Republtt unter­scheide sich, in der Form wie in der Sache, in nichts mehr von dem der linksradikalen Parteien. Die demo­kratischeMontagspost" weise daraus hin, datz sich sachlich die Forderungen der Unabhängigen mit de» Ankündigungen . des Reichskanzlers begegnen. Dr. Wirth mache sicy die Agitationsmethoden und den Jargon derFreiheit" und derRoten Fahne" z» eigen. Seine Kopierung des Linlsradikalismus geh« so weit, datz er, noch über die Ausnahmegesetzgebung hinaus, den Appell desVorwärts" tut die Arbeit«» fSuste aufnchm« mit der Versicherung: «Wo such M«

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Ultimatum der Verbündeten au Ungarn.

W i e n, 6. Sept. Amtlich wird gemeldet: Nach­dem schon in den letzten Tagen wiederholt un­garische bewaffnete Banden auf österreichischem Bo­den erschienen waren und Gewalttätigkeiten ver­übten, griff gestern morgen eine ungarische Abtei­lung von 2500 Mann, bestehend aus regulärem Militär, verstärkt durch Banden, welche die nieder- österreichische Grenze überschritten, Kirschwangen an. Die Eendarmeriebesatzung von Pilgersdorf, Eerresdorf und Webenbrunn wurde wegen der llebermacht zurückgenommen. Zwei Reichsweyr- kompagnien, die dort zur Sicherung der Landes­grenze aufgestellt waren, mutzten sich nach mehr­stündigem Kampfe zurückziehen. Es werden 2 Tote und 20 Verwundete an österreichischen Ver­lusten gemeldet. Verstärkungen wurden nach dem Kampfgebiet gebracht. Die Bevölkerung von Kirich- wangen und Webenbrunn flüchtet nach Wiener- Neustadt. Ungarische Truppen sind hiermit auf österreichischen Boden eingebrochen, ohne datz die Reichswehr die niederösterreichische Grenze über­schritten hat.

DieNeue Freie Presse" meldet aus Wiener- Neustadt: Die verbündeten Mächte haben der un­garischen Regierung ein befristetes Ulti­matum überreicht, in benr die sofortige Räumung des ganzen laut Friedensvertrag an Oesterreich ab­zutretenden westungarischen Gebietes verlangt wird. Das Ultimatum läuft am sechsten Tage 2 Uhr nachts ab.

Wien, 6. Sept. Tas Korr-Büro meldet: Der von den Ungarn gestern angegriffene Ort Kirschwangen bcftudet sich im Besitz der österreichischen Wehrmacht. Die dort verwendeten östcrrcichischcn Truppen zeich­neten. sich in jeder Beziehung aus und haben sich glänzend bewährt. Tie ungarischen Truppen haben teils entlang *bcr Grenze teils auf österreichischem Bcd-n Schtche 'g' äben ausgeworfen. BemerkmAoerter Weise befinden. sich unter den verwundeten öster­reichischen Soldaten hauptsächlich Sanitätssoldaten. Ter einer von ihnen wurde von den Ungarn entkleidet und ausgehängt.

.Wiener-Neustadt, 6. Sept. In der Nacht gab die ungarische Artillerie einen Schuß auf das öster­reichische Gebiet bei Ober-Simmersdorf ab, der jedoch keinen Schaden anrichtete. In Jonncrsdorf sind 300 bis 490 Freischärler mit 6 Maschinengewehren cin- gerstM^. iSÜfc-

G r a-zh6. Scpt. Blattermeldungen ans Hartberg zufolge machen sich in der Gegend von Pinkafeld immer mehr ungarisches Militär bemerkbar. Siegers- bach wurde besetzt. Tie waffenfähige Bevölkerung, flüchtet in großer Zahl über die Grenze nach Steier­mark.

Verbündete Truppen für das Burgenland.

Berlin, 6. Sept. DemLokal-Anz." zufolge haben die in Oppeln eingeiroffenen Verstärkungs­truppen der Verbündeten den Befehl erhalten, sich zum weiteren Abtransport ins Burgenland bereit zu halten. Sie werden deshalb in Oberschlesien z i- nachst nicht eingesetzt.

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' Berlin, 6. Sept. Wie dic Abendblätter melden *ituortfte der Reichskanzler auf eine Anfrage dcS 'ArichZtagsabg. Geheimrat Riesser über die Äeußc- itengen des Kanzlers über das Großkapital in [einer Dede am Sonntag in einem Briese an Riefsev, daß ^«griffe gegen das Großkapital seinerseits überhaupt, Dicht erfolgt feien, da er vom Großkapital nicht gc- Drochen. habe. Er habe vielmehr von einerEpoche Ms Hochkapitalismus" gesprochen, der sich in einem Mykiden Börsentaumel dec letzten Wochen u ib Monate Wißcrte. Es habe sich an der Spekulationswut gc- fltigt, wie weit die Spekulation von dem Gedanken

Gemeinschaft des Vaterlandes sich fernhalte. Dabei Mnelte er auf einen Satz an, der vor einigrr 3*it im

Markt 2123 Iternjpred)« 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Erlaß des Reichspräsidentei', verboten worden.

Berlin, 6. Sept. Ter Obrivräsideitt ton Han­nover, Noske, hat aufgrund des § 4 ber Verordnung des Reichspräsidenten vom 29. 8. Temonstcationsum- züqc verboten, da in » Zeit dabei Tewaltätiakeitcm

Ar MWÄW £oge.

Keine Entspannung. Bayer« und Berlin.

Die leift Entspannung der innerpolitifchen Lage, Die sie sich durch die Aushebung der Verbote einiger «chlsuchettder Zeitungen und das Verbot einiger MMMlüMchcr Blätter, also die Anbahnung unpartci- Wcr Handhabung der Ausuahmeverordnung, anzn- labncn schien, ist einer erneuten Zuspitzung der inne» fuije gewichen. Das Verhältnis Baverns zur -erliner Regierung erscheint gespannlcr als bisher.

München ist man offenbar nicht geneigt, den Aus- «hmezustand auszubcben, weil man glaubt, die durch Vic Ausuahmeverordnung des Reichspräsidenten erst Herschlimmerke Lage schließe dc.s ans. Weitere Ver- Denbiungcn sind im Gange. Dazu kommt, datz die Meiriche Sozialdemokratie sich völlig auf die Sette jer Reichsregierung gestellt hat und siemit allen Mik- ttiit unterstützen will". Es wird von Allgemein­an sskand und Los treu,t:ing des mehr tnbu fftifffen Nordbayern von deur landwirtschaftlichen- chkii gesprochen.. Daß die letzten Sieben des Reichs- IviZlcrs, trotz feiner Zusage, fremkdschastlich zu her ftildcttr und dic Äcgc.tsätzc auszngleichen, nicht cms- Weict cnd gewirkt haben, lehrt ein Blick in die Presse. $r, Wirth wird sich nicht wundern dürsen, wenn ibm en'i> cs>i5 Bovcrn das Wort vomReichskanzler der Hiolc-arier" entgegenschallt. Zu der Frage der Telc' Mamü'.c des Reichsministers des Innern an die Mün- äjener Regierung in der Angelegenheit des Verbots MMünchen Augsburger Abendzeitung" und der' Seb;<r Unruhen, nimmt dir Reichsregierung wie

! Slcstung:Tic Ausfassung, bas; die Telegramme Eumciss in dic bayrischen Rechte und eine Briis- Bapems bedeuteten, ist durchaus unhaltbar «d ir. keiner Weise beabsichtigt. Der Rcichsmrnister' I' 'XfiP.ern vermied cS im Gegenteil, sich unmittelbar w unicrgcvrdneke Organe des bayri schelt Staates zu

en oder direkt ails Grund der Verordnung des ^Präsidenten das Verbot der Zeitung auszuspre- im der bayrischen Sentralrce.icruug Gelegenheit gelten, von sich anS das Erforderliche zu tun. Tie iVtitt- Slcöicri'uc butte also, wenn -Iic eine ablvei- ibc Meinung hat, diese in Vcryandllmgen geltend chen lönncn."

Weitere Berhank l-mgen.

Ar ü n ch e n, 6. Sept. Unter bei Ueberschrist:

b. Kahr und Staatssekretär Schwerer bei. Das Er­gebnis bei Beratungen war, wie wir erfahren, batz Asdereinstimmung dahin erzielt wltrbe, batz mit Seilin wegen bei Fiage ber Verorbnung bes Rcichspräsidenteir unb bes bayerischen Ausnahme- pistondes weiter verhanbelt werben soll. Zu diesem Zweck begeben sich Staatssekretär Cchw ycr mit zwei Referenten unb bem Abgeorb- aekn Held, Vorsitzenben ber Landtagsfraktion ber .bayerischen Bolkspartei, unb Dr. Dirr, Führer ber demokratischen Lanbtagssraktion, nach Berlin.

ORünchcn, 6. Sept. Heute nachmittag trat her 'laubige Ausschuß bes bayerischen Landtages, jpsien'men. Abg. Timm stellte namens der sozial Wichen 5"; aftion' bie Anfrage, ob die Staatsregie- rrng beabsichtigt, bem stänb'gen Ausschutz bes Landtages Mitteilungen zu machen. Staatssekretär Echweyvr erwiderte, er könne nur mitteilen, datz zurzeit die Verhandlungen mit dem Reich noch schweben und morgen fortgesetzt werden.

>ie Auffassung der württembergifchen Regierung. \ Stuttgart, 6. Sept. Von zuständiger Seite 4»ird milgeieilt: Die württembergischs Staatsregie- ruug hat sich in einer Kabinettssitzung mit dem Er- retz der Reichsregierung betreffend den Schutz der Berfafjilng befaßt. Sie ist der Ansicht, daß das ^»igehcn der Reichsregierung durchaus verfas­sungsmäßig ist, in der allgemeinen politischen Ent- Mislung der letzten Zeit seine Rechtfertigung findet Mb im übrigen nach allen Seiten hin gleichmäßig Hilr. Eine vorherige Fühlungnahme mit Sen einzelftaatlichen Regierungen hätte allcrbings Mch bie württembrrgische Regierung für notwenbig ^dichtet. Die Reichsregierung würbe von dieser Suffafiung verständigt.

Bcrl. Tagebl." stand und worin auf den ungeheuren Egoismus der Devisenbesitzer hing-wiesen worden war.

Weitere Derbote.

Karlsruhe, 6. Sept. Das Ministerium hat die in Rastatt für die nächste Zeit geplanten Regi­mentsfeste der 40er, Iller, 30er und 14er Futz- artillerie verboten, weil nach den Erfahrungen bei .ähnlichen Veranstaltungen die Besorgnis begründet sei, datz diese Versammlungen mißbraucht werden können zu Erörterungen der in § 4 der Reichs­verordnung vom 29. August 1921 bezeichneten Art, durch die der innere Frieden gefährdet werden würde.

Tresden, 6. Scpt. Ein vom Dresdner Bürger­rat geplanter Vortrag des Generalmajors v. Wrisberg überTie Schuld am Weltkriegen ist au? Veranlassung des sächsischen Ministecpräs;b ntm mit Bezug ans den

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Der Völkerbund.

Genf, 6. Sept. Folgende Kommissionen wurden bciiie gebildet: Kommission für juristische und kon­stitutionelle Fragen, die sich n. a. mit etwaigen Ab­änderungen des Bölk-rünndvertrages zu befassen hat, Kommission für technische Organisationen. Kom­mission für Abrüstung und Blockade, Kommission für humanitäre Angelegenheiten, Kommission für besondere politische Fragery wozu die Aufnahme neuer Staaten gehört.

Tas Völkerbundsekretaciat teilt mit, daß die beut} ch e Regierung ihm 20 neue Verträge zum Zwecke der Eintragung und Veröffentlichung überreicht habe, unb erinnert daran, daß die deutsche Negientng bereit? vorher eine ganze Anzahl Verträge Einträgen ließ, sodaß die Gcsamtziffer jetzt etwa 35 beträgt.

In der Nachmittagssitznng schritt bie Versammlung zur Wahl von 6 Vizepräsidenten. Gewählt wurden Bourgeois-Frankreich, da Cnnha-Brasilien, Balfour- England, Jfhij-Japan, Hymans-Bclgien, Venefch- Tfchecho-Slowakei.

Die Entscheidung über Oberschlesien.

London, 6. Sept. Der Berichterstatter der Westminster Gazette" meldet, die vom'ker- bundsrat mit der Berichterstattung über die oder- schlesische Frage betrauten vier Mitglieder würden wahrscheinlich ihren Bericht bis zum 10. September fertig haben. Es könne schon jetzt zuversichtlich er­klärt werden, datz der Völkerbundsrat in der obec- schlestschen Frage eine Entscheidung treffen werde, die weder in Uebereinstimmung mit dem britisch?n Vorschlag, noch mit dem französischen, sondern ganz unparteiisch vorg ncmmen würde. Die Entschei­dung des Rates soll, wie der Berichterstatter schreibt, sowohl Polen wie auch Deutschland und jot allem der oberschlesischen Bevölkerung Befriedigung gewähren.

verbotene kommunistische ZeitungDer Klassenkamps". In Gera wurde die rechtsstehend: ZeitungDer Heimat- öote" für 14 Tage verboten.

Darmstadt, 6. Sept. Die deutsch-nationale »Hessisch« Landeszeitnng" erhielt ans Grund der Ber- ordmiiig dcs Reichspräsidenten von der Ortspolrzei eine Verwarnung.

Der Defchsrerdeausschutz des Reichsrats.

Berlin, 6. Sept. Heute nachmittag.tritt b?r auf Grund des § 6 der Beiordnung des Reichspräsi­denten vom 29. August gebildete Reichsratsausschuß zusammen, um über die vorliegenden Beschwerden der verbotenen Zeitung-n zu beschließen. Die aus­wärts erscheinenden Zeitungen wurden zum Ter­min geladen.

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Braunschweig, 6. Scpt. Nach einer Mel­dung beiBraunschweigischen Lanbesztg." versend -t das Staotsprcffeamt die Mitteilung, baß wegen bes jüngst in Braunschweig erfolgten Dynamit-

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Der Anreiaenpreis Beträgt für bie S gefp. Colonelzeile ober deren Raum 90 Pfg. u. 10 °L Äusichlag amtliche unb auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechenber Berechnung. Spät einlaufende ober ben Raum über h, Seite ein- , . - nebmenbe Anzeigen sind wir berechtigt, nach der Ze$t|paltenbreite zn setzen unb zu

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Asrkiionen des Landtages zu Becatungen zufam- mtn. Um 11 Uhr versammelten sich die Führer der -Koalitronsparteien, um zur Lage und den gestrigen IfLeschlüssen des Ministerrats Stellung zu nehmen.

Leu Beratungen wohnten auch Ministerpräsident