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DieObcrhessische Zeituns' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich

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b, ... 4.75 Mk., Lurch die Post 5.10 Ml. Ausgabe B mitOberh. Soort-Ztg." 1 Ml. mehr. ' 71t ISS Fiir ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse fein Erjag. / Verlag vonDr. C. Hitzeroth.Druck der Unio^Buchdruckerei von Joch. Aug. Koch,

Markt 21,23 Fernsprecher 55,, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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zuständiger Seite bemerkt: Der Vertrag ist das Ergebnis von auf die Initiative der ameri- Anfang Jnli begonnen haben.

Vertrages wird von deutsch-amerikanische Verhandlungen, die kanischeu Negierung Die Verhandlungen

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polnischen Marschalls führte, durch eine Ossiziersab- ordnung mit dem General Sikorski au der Spitze, übermittelt wurde, .tu Anbetracht seiner großen 55er« dicnsie um Polen" demnächst zum polnischen Feld- marschall ernannt werden.

stimmungen des Versailler Vertrags zustehenden Rechten im Einklang steht. Weiter setzt Artikel 2 ausdrücklich fest, daß die Vereinigten Staaten an keine Bestimmung der Völkerbundsakte oder an keine Maßnahme des Völkerbundes gebunden sein wollen, es sei denn, daß sie ausdrücklich ihre Zu­stimmung zu einer solchen Maßnahme geben, daß die Vereinigten Staaten keine Verpflichtung aus den in diesen Vertrag nicht aufgenonlmenen Be­stimmungen des Versailler Vertrages übernehmen, daß sie zwar berechtigt sind, an der Reparations­kommission oder anderen Kommissionen teilzu­nehmen,. aber nicht verpflichtet, sich an irgendeiner Kommission zu beteiligen. Artikel 3 besagt, daß der gegenwärtige Vertrag gemäß den verfassungs- rechtliche« Formen der hohen vertragschließenden Teile ratifiziert werden und sofort mit Austausch der Ratifikationsurkunden, der sobald als möglich in Berlin stattfinden wird, in Kraft treten soll.

Zu dem Text des deutsch-amerikanischen Friedens-

ans dein Versailler Vertrag Vorbehalt. Aus ihm sind jedoch mehrere, wichtige Teile des Versailler Vertrags nu 3 g efch i ed e n worden, nämlich der Test 1 (Völker­bund), 2 und 3 (territoriale Neugestaltung Europas), 4 Abschnitt 2 bis 8 (Bestimmung:» über China, Siam, Liberia, Marokko, Aegypten, Türkei, Bulgarien und Schantung, 7 (Auslieferung) und 8 (internationale Regelung der Arbeit. Tie amerikanische Negierung macht, wie sie hier hat mitteifen lassen, keine neuen Rechte gegenüber dem Deutschen Reiche geltend und geht nicht über die Rechte hinaus, die durch den Frieden von Versailles gewährt und durch den Hinweis auf jenen Vertrag in dem vorliegenden Vertrag fesigelegt werden. Außerdem stellt der Vertrag ausdrücklich fest, das; die entsprechenden Teulschland nach dem Ver­sailler Vertrag zustehendeu Rechte gewahrt bleiben. Nach dem Inkrafttreten des deutsch-amerikanischen Ver­trags sollen die diplomatischen und konsularischen Be- ziehnnaen alsbald wieder ausgenommen werden. Auch sallerr dann Verhandlungen über die Regelung der künftigen Handelsbeziehungen, deren Pflege auch die amerikanische Regierung als erwünscht bezeichnet hat, sowie über alte für die Beziehungen der beiden Länder bedeutsamen Fragen eingeleitet werden. Die ameri­kanische Regierung hat erklärt, daß der Abschluß des Vertrags den Weg ebnen würde, um alle auf das be­schlagnahmte deutsche Eigentum bezügliäwn Fragen in gerechtester und bllligstec Weise zu regeln.

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Generalfeldmarschall Haller. .

Warschau, 25. Aug. Generaloberst Haller wird auf besonderem Wunsch der Armee, der dem: StaatSches Pilsdski, der bisher allem den Titel eines

ss kchlmichn lärtiMet Stgtnonorii.

r Rückzug der Griechen auf Eski-Schehir.

Paris, 25. Aug. Rach einer Havasmeldung sus AngvM bcsiM eine amtliche türkische Mittei- ihmg, dst front starke feindliche Kräfte «eiter vorrückev^Dm Abschnitt Afiun-Karahissar ziehe sich der Feind infolge der türkischen Offensive zuriick^Äach einer fünftägigen Schlacht seien die ' Sriechen gezwungen worden, vor dem türkischen Widerstand zurückzuweichen. Die Schlacht habe an teil Ufern des Sakharia stattgefunden. Die Grie­chen Hütten sich in der Richtung auf Eskir-Schehir zurückgezogen und beträchtliche Verluste er­litten.

$ Konstantinopel, 26. Aug. (Savas.) Nach iden letzten Meldungen aus dem Innern des Lan- s haben die feindlichen Truppen, die am Sakaria n Angriff geschritten waren, sich unter schwersten ulten zurückzichen müssen, nach einer Schlacht, fünf Tage und fünf Nächte dauerte. Der Feind snird von unserer Kavallerie verfolgt.

i Angora, 26. Aug. (Haoas.) Amtlicher ^Kriegsbericht vom 25. 8.: Die türkischen Truppen Haben die Stellungen genommen, die die (5iie= °Hen im Abschnitt von Afium-Karahiffar inne hat-

. Die Griechen wurden gezwungen, sich au: Aslaular zurückzuzi«hsri.

Die griechischen Truppen, die den Vormarsch in r Richtung auf Angora angetreten hatten, wur- gezwungen, sich auf 120 Kilometer von dieser adt zurückzuziehon. Nachrichten aus verschieds-

Ouellen dementieren das Gerücht von der Auf- ung der Nationalversammlung in Angora.

3m Wiiittflfli Sedeiikilige ler Tannenberger S-hlchl.

Persönliche Erinnerungen aus großer Zett.

Seit dem frühen Morgen des 21. August 1914 be­fand sich die deutsche 8. Armee, zu welcher unser Trup­penteil gehörte, im vollen Rückzüge durch Ostpreußen. Wir hatten am 20. August bei GumbinnenGawaiten Goldap nicht ungünstig, zum Teil sogar mit gutem Erfolg gegen die an Zahl uns weit überlegene rus­sische Riemenarmec gekämpft. Allein zu gleicher Zeit ging die andere russtfche Armee, die iiber den Narew gekommen war, uns in den Rücken. Nur das deutsche verstärkte 20. Armeekorps stand ihr in der Gegend von Allenstein gegenüber. Beide russische Armee,t waren zusammen der deutschen 8. Armee um etwa das Dop­pelte überlegen, vorausgesetzt daß der russische Groß- fürst es verstehen würde, alle Streitkräfte zur entschet- denden Schlacht zu vereinigeik.

Unsere Truppen leisteten bei glühender Augusthitz« außerordentliche Gewaltmärsche bet Tage und Rächt. Gleichwohl war ihre Haltung unerschüttert auf dem la,tge« Rückzug, dessen Grund ivtr tn der Front nicht recht einsehen wollten. Warum ging es zurück, immer zurück? Furchtbar lastete der niederschmetternde Ein­druck auf «ns, den die fliehende ost preußische Bevölkerung machte. Leider war von den Be­hörden nichts vorgesorgt worden, nm rechtzeitige Matz- regeln zur Bergung und geordneten Abtransport der Bevölkerung zu treffen. Die Behörden hatten sich vielfach auf die Flucht begeben. Wirr und verzweifelt wälzten sich die fliehenden Bewohner mit ttirer Habe auf Landwagen dahin, mit Weib und Kind, viele auch zu Fast, dazwischen das Vieh, ost mitten Mische« unserer» Truppen, welche durch die Sperrung der Strafen und durch die trostlose» Bilder ernpfindlich gestört wurden. Ach, wie gerne wären wir sieben ge­blieben und hätten den Russen blutig heimgezablt, ivas sie an Plünderung und Brandschatzung, an Mord und Gewalttat an der ostdeutsche» Bevölterung be­gangen hatten.So bleibt doch endlich stehen und wehrt Euch", so rief Mts Akmal eilte eile Bauersfrau

Ser Wm in Men.

Ausbreitung der Bewegung. Kämpfe,

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Mrrdurg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) OLerhessen

von ihrem armseligen Wagen aus zu,bann brauchten wir nicht zu fliehen und könnten Euch Alles geben.' Ja, die Frau hatte recht. Wir empfanden selbst die Scham in der Seele, konnien aber die Lage nicht Lu­dern, denn es war nun einmal befohlen: hinter die Weichsel! " ~

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sprcchk. egea ub 142

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ivaren von vornherein dadurch bedingt, daß die amerikanische Regierung au die Frie­densentschließungen des Kongresses vmn 2. Juki ge­bunden war, die für Amerika in erster Linie alle Rechte

..... Der Soldat aber gehorcht und schweigt. Auch Friedrich der Große bat, so eczüüite

Marburg gteiinn, dm 26. MM Grntmg.

MrMsien.

Dir Truppenverstärkungen.

London, 26. Aug. (Havas.) Die englische Regierung hat dem englischen Botschafter in Berlin Lord d'Abernon Weisung erteilt, sich dem Schritt seines französischen Kollegen anzuschließen, um die deutsche Regierung zu verständigen, daß die alliier­ten Regierungen sich über die Entsendung von sechs Bataillonen als Verstärkung für ObsrfchlesiM ver­ständigt haben.

Wem» noch einmal avgestimmt wird.

Berlin, 25. Aug. Wie die ,«off. Zig." hört, traf in Berlin eine Abordnung polnischer Bürger aus dem Kreise Rosenberg mit der Absicht ein, bei den Botschaftern der Verbündeten Mächte vorzuspre­chen, um für das Verbleiben des Kreises bei Deutschland elnzutreten. Mitte August, unmittel­bar nach der Konferenz des Obersten Rates, kamen im Streife Rosenberg sowohl die deutschen wie die polnischen Bewohner überein, eine neue Abstim­mung durchzufübren. Das Ergebnis war, daß die Zahl der für Polen abgegebenen Stimmen erheblich geringer war als bei der Märzabstimmung, da­gegen war die Zahl der für Deutschland lautenden Stimmen wesentlich höher.

Neue Zusammenstöße.

Breslau, 25. Aug. In Mikultschitz kam es zu einem Zusammenstoß zwischen der polnischen Orts­wache und polnischen Aufständischen, die vor das Ge­meindehaus zogen, um von dem polnischen Gemeinde­vorsteher die Auszahlung rückständiger Kampsgelder zu erzwingen. Ein Aufständischer wurde durch Kopf­schutz schwer verwundet. Franzosen mit Maschinen­gewehren .zerstreuten die Menge.

Die Miesbadener Besprechungen.

Wiesbaden, 2^.>8o,g. Der Wiederaufbaumi- llister Louchrur ist hetrke nachmittag im'Kraftwagen in Wiisbaden-emgetwsfen. Geheimrat Guggenheim» weilt seit heute in Wiesbaden. Minister Rothe na» wird heute abend erwartet.

Paris, 25. Aug. Anläßlich der Verhandlungen in Wiesbaden zwischen Rathenau und Loucheur be­schäftigen sich die Blätter mit dem voraussichtlichen Gegenstand der Verhandlungen. Nach demExcelsior" könne von den durch Deutschland zu liefernden Holz­häusern wahrscheinlich keine Rede mehr feilt, da die französische Industrie ähnliche bauen könne unter weit günstigeren Bedingnngen als Deutschland.

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Rücktritt Dr. Guggenheimers.

Berlin, 26. Aug. Kommerzienrat. Dr. Euggenheimer hat das im Mai übernom­mene Amt eines Reichskommiffars zur Ausführung von Aufbauarbeiten in den zerstörten Gebieten niedergelegt. Das Amt als Präsident der Reichs- rücklieferungskommission behält Dr. Euggcitheimer bis auf weiteres bei. Ebenso hält er sich zu inler- nationalen Verhandlungen weiter zur Verfügung. An seine Stelle hat der Reichspräsident den Ober- prüstdenten a. D. v. Batocki zum Reichs- lommiffar ehrenhalber ernannt

London, 25. Aug. Berichten aus dem fiidindi- jchen Aufstandsgebiet zufolge hat sich die Lage ver­schlimmert. Man schätzt, daß bereits über t a u - fezid Mann in dem von der Aufstandsbewegung i berührten Gebiet, das 2000 bis 3000 Quadratmei- fen beträgt u in s Leben gekommen sind. Männer, Frauen und Kinder sind ermordet wor­ben. Die Moplas rückten plündernd und sengend Segen Kakikut vorl Aus den Städten gehen Hilfe­rufe ein. Verteidigungsstreitkrüfte sind abgegan- i>en. Es kam bereits zu Zusammenstößen zwischm Aufständischen, die durch die Propaganda Gandhis dusgeftachelt sein sollen, und den Regierungstrup- ^en, wobei 500 bis 700 Moplas getötet worden sind.

Reuter meldet aus Lahore, daß dort in einer Raffenverfammlung unter freiem Himmel eine Entschließung gegen den Besuch des Prinzen von Males angenommen wurde, worin es heißt, das Loll von Lahore werde den Prinzell nicht will­kommen heißen, so lange die Wunden, die die Er- Mrung des Standrechts geschlagen habe, nicht ge­eilt jeii-u, solange die Versprechungen bezüglich des Kalifats nicht erfüllt seien und so lange im ganzen Laude H u » g e r herrsche.

Der Anzeigenpreis beträgt für die 8 gesp. Colonelzeiie oder deren Raum 00 Pfg. u. 10% Aufschlag, amtliche und auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum über lk Seite ein­nehmende Anzeigen find wir berechtigt, nach der Textspaltenbreite zu setzen und zu berechnen. Sogen. .Reklamen berechnen wir die Zeile mit 3.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der x Angebote 75 Pfg. Sondergebühr.

man uns, vor mehr als 150 Jahre» das ostpreutztsch« Land im siebenjährigen Kriege den Russen prelsge- geben und den 'Krieg schlietzlich doch gewonnen!

Mitte,t in die Trostlosigkeit des Rückzüge :- ging am Slbend des 24. August ein Ruck. Plötzlich drehten wir die Marschrichtung, die bedenklich nach der Weich- scl hi» zeigte, von Westen rechtwinklig nach Süden herum. Durch die müden Kolonnen ftog die dunkle Nachricht: .Ein Wechsel im Oberkommando der g. Armee ist eingetrelen. Der Kaiser hat den feit einigen Jahren im Ruhestand lebenden General v. Hinden­burg als Oberbefehlshaber im Osten berufen und den General L u d e n d o r f s, der sich soeben vor Lüttich als Brigadesührer hervorgetan hatte, zu dessen Generalstabschef berufen." Natürlich kannten wir die beiden Männer damals noch nicht recht und wutzlen nicht, was wir eigentlich aus ihnen machen sollten. Eines aber faheu wir: Es ging zum Augriff, und das genügte, um die Herzen der Truppen zur Begeiste­rung zu entfachen. Das brauchlen und wollten Wirt

Was war inzwischen geschehen? Die russische 91a- rewarmee folgte uns sehr langsam aus östlicher Rich- tuug. Sie lietz es sich in den fetten ostpreußischen Dörfern und Hofen, wie tn den sauberen Städtchen Und Schlössern wohl sein. Ihre Reiterei, allein fünf Divisionen stark, verlegte sich aufs Plüuderu, be­kümmerte sich durchaus nicht darum, ivie es bet den deutschen Truppen anssah. Man mcinie, uns gründ­lich geschlagen zu haben, so daß wir entweder in die Festung Königsberg oder hinter die Weichsel lausen würden, oder man rechnete, daß die Narewarmec kom­me» lind uns den Fang geben würde. Kurzum, die Russe» maßen uns nach beut eigene» Verhältnis und ließen die Dinge clnstwcilen kaufen, ivie sie mochten.

Weit gefehlt! Sie hatten ihre Rcchnuug ohne Hin­denburg und ohne Ludendorfs gemacht. Die Seelcn- und Soldatengrötze dieser beiden aufgebenden Sterne bestand in der höchsten Kunst des Feldherr», nämlich in der richtigen Rechnnng mit den Fehlern des Fein­des und mit dein Vertrauen auf die eigene Truppe, mit dem Raume unb mit der Zett. Wenn Molike, der Sieger von Köuiggrätz und Sedan, gefagt hat: »Es kommt für den Feldherr» darauf an, die tn den Nebel der Ungewißheit gehüllte Sachlage zu durch- febauen, das Gegebene richtig zu würdigen, das Un­bekannte zu erraten, einen Entschluß schnell zu fassen und bann krisslig und unbeirrt durchzufübren", so haben Hindenburg und Ludendorsf diese hohen An­sprüche mit wunderbarer Geistesgröße und mit dem Scharfblick der geborenen Feldherrn durchgesührt. Die Sage hat bereits ihre Ranken um die Tannenber­ger Schlacht gewoben. ES ist eine irrige Meinung, datz Hindenburg und Ludendorff fett langer Hand her den Schlachiplan vorucreiui hätten. Nichts von dem. Hindenburg hatte feil Jahren im Ruhestände gelebt und besaß gar leine Beziehungen zu Lndcudorss, ja dir beiden Männer lernten sich erst auf der Reife nach Ost­preußen auf dem Bahnhöfe Hannover kennen. Ebenso p h a n l a s i e v o l l Ist cs, wenn erzählt und geglaubt wurde, daß Hindenburg und Ludendorsf die Ruffen in die Sümpfe und Seen gelockt hätte», um sie dort zu ersäufen. Erstens gab cs, wie der Mitkämpfer weiß, auf dem dortigenSchlächtscldc gar leine Sümpfe, und Seen, sodann sind mir ganz wenige Ruffen in die Teiche geraten, die sich daselbst fanden. Die be­kannten Gedichte unb Bilder sind Ausschmückungen. Nein, Hindenburg und Ludeudorff nutzten die Dinge aus, wie'sie sich fanden. Tie Geistesgröße der beiden deutschen Führer liegt darin, das; sie die Schlacht ge­gen die Narewarmec wagten, obwohl die Stiemen« armer mir 30 Kilometer entfernt stand und bloß ge­

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Berlin, 25. Aug. Der Borfriedensoertrag zwischen dem Deutschen Reich und den Bereinigten Staaten von Amerika ist heute Nachmittag 5 Uhr von dem Reichsminister des Auswärtigen Dr. Rosen und dem amerikanischen Botschafter Dresel unter­zeichnet worden.

Nach der Unterzeichnung sprach der Botschafter Dresel in kurzen Worten die Ueberzeugung aus, daß sich die deutsch-amerikanischen Beziehungen erfreu­lich gestalten würden. Dr. Rosen erwiderte Wen­falls in kurzen Worten, daß Deutschland in dieser Stunden den Blick auf die Zukunft richte und gab seinerseits der Hoffnung und Ueberzeugung Aus­druck, daß die wirtschaftlichen wie allgemeine« Be­ziehungen zwischen den beiden großen Völkern sich günstig und erfreulich entwickeln werden.

Baldige Ratifikation erwünscht.

Washington, 25. Aug. (Reuter.) Präsi­dent Harding hofft, daß die Ratifikation des deutsch-amerikanischen Vertrages baldigst erfolgen wird. Er hält es für wünschenswert, daß der deutsche Reichstag mit dem amerikanischen Senat den Vertrag gleichzeitig beraten wird. Deshalb wird der Senat aufgefordert werden, '.auf feine Ferien zu verzichten.

In einer amtlichen Erklärung des Weißen Hau­ses wird betont, daß der Vertrag nur ein vorläufi­ger Friedensosrtrag sei, auf dessen Ratifikation ein Freundfchafts- und Handelsvertrag folgen werde.

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B e r l i n , 25. Aug. Der beute zwischen Deutsch­land und den Vereinigten Staaten abgeschlossene Friedensvertrag weist zuerst aus die Vereinbarung des Waffenstillstandes, auf die Unterzeichnung und das Inkrafttreten des von den Bereinigten Staaten nicht ratifizierten Vertrags von Versailles hin und gibt dann die Friedensentschließung Knsx-Portsr im Auszug wieder. Dann heißt cs, datz in dem Wunsche, die freundschaftlichen Beziehungen wie- derherzustellen, die vor Ausbruch des Krieges zwi­schen den beiden Nationen bestanden haben, die beiden Staatsoberhäupter ihre Bevollmächtigten bestellt haben, die folgendes vereinbart haben: Nun folgt der Vertrag selbst, der nur aus drei Ar­tikeln besteht. In Artikel 1 verpflichtet sich Deutsch­land, den Vereinigten Staaten alle Rechte, Privi­legien, Entschädigungen, Reparationen oder Vor­teile zu gewähren, die in der Friedensentfchlietzung bezeichnet sind. In Art'kel 2 heißt cs: Wenn die Vereinigten Staaten diese Rechte und Vorteile für sich in Anspruch nehmen, werden sie dies in einer Weise tun, die mit den Deutschland nach den Ve-

Neue Kämpfe in Marokko.

Die Aufständischrn zuriickgeschlagen.

Paris, 25. Aug. Eine Meldung desIouc- aus- Madrid besagt, daß gestern von 7 Uhr mor- Kn-s bis 7'Uhr abends heftige Kämpfe an der Me- Äkafront stattfanden. Die Aufständischen kämpften *ft wilder Erbitterung und hatten schwere Ver- blsie. Auf spanischer Seite sind 200 Mann getötet gib verwundet worden. Die Mauren wurden Wictzlich z u r ü ck g e s ch l a g e n.

j a r i 8 , 25. Aug. Nach einer Meldung aus Madrid bitt dort offiziell bckanntgegeben, d>ig an dc» gestrigen *siiil>*"en in Marokko 10 000 Mann Infanterie, 13 «atternm, zahlreiche Flugzeuge und Kavatterie-.Hilfstrup- dttr teilnahmen. Tie Feinde, die 6000 bis 8000 Mann Durk gewesen seien, hätten schwere Verluste erlitten.

L Der Erfenbahuerausstand in Polen ist beendet, ^er Güterverkehr wird erst in drei Tagen wieder F* ®an*e sein. ______

",-g M| Erkrankung Kong Konstantins.

. f Paris, 25. Aug. Nach einer Athener Mel- nt aufs» -fcgflß leidet König Konstantin feit einigen Tagen an Darmbefchwerden. Er wurde gestern wiederholt von Brechanfüllen befallen und fiel dann in eins wird. 1 Ohnmacht, die 20 Minuten andauerte. Darau , Mef der König sehr ruhig. Er hatte kein Fieber * sn Md wßlt am Morgen in guter Stimmung, doch hoben istm die Aerzte vorsichtshalber verboten, sein Bett zu verlassen. Die Regierung entsandte sofort .Pro-effor Christomanis und den Leibarzt Manuffos ««ch Eskir-Schehir.