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lichen ZwangSniaßnahmen einstimmig wie folgt Stellung genommen:

Amtliches LerLündigungsblaU des Kreis« Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberheffeft

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Marburg

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Unterzeichnung des Bertrages in Kürze.

. Berlin. 25. Aug. Wie die Blätter hören, sind die VerhsWungen über den deutsch-amerikani- sthen Friedensvertrag, die zwischen dem Minister des Aeußern Dr. Rosen und dem Geschäftsträger her Vereinigten Staaten in Berlin, Dresel, geführt worden sind, abgeschlossen. Der Vertrag wird in Kürze unterzeichnet und demnächst in Berlin und Washington veröffentlicht werden. ~ ~

Washington, 24. Aug. (Renier.) Tie erste «ntliche Bestätigung der Berliner Meldung, wonach Brrhandlungcn über einen deutsch-amerikanischen Ver- frag schweben, kam gestern aus dem Staatsdepartement. Es wurde zugegeben, daß die Verhandlungen auf Er­suchen der Vereinigten Staaten geheim geführt werden. Es wurde hinzr,gefügt, daß die Regierung der Vereinigten .Staaten nicht der Ansicht sei, daß solche Verhandlungen öffentlich in vorteilhafter Weise geführt werden können. Ferner wurde augekündigt, daß eine endgültige Verlautbarung zum Wochenende ermattet iverden könne.

Paris» 24. Aug. Nach einer HavaSmeldung aus Washinton hat die Mehrheit des Senatsausschusses für tusivörligz Angelegenheiten den Friedcnsverttag zwi­schen Deutschland und Amerika im Laufe einer Zu- 'sammeukunst mit dem Präsidenten Harding gebilligt. Ter Präsident hofft, daß die Ratifizierung des Frie- densocrtrages bald erfolgen kann.

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Sie Mmülhum des Ma KsMWM- AvülMdes.

Bert in , 24. Aug. Der Untersuchungsausschuß des preußischen Landtages genehmigte heute die vom Unterausschuß vorgcschlagcnen Richtlinien für die Be­weiserhebung über die Vorgänge bei dem Kommunisten- dufstand in Mitteldeutschland. Danach hat der Aus­schuß nur die Aufgabe, die Tatsachen klarzustellen, über keine Werturteile abzugebrn. Als Hieneralzeiigen sür das gesamte Beweisthema schlug der Unterausschuß vor: Staatsminister a. D. Severing, Oberpräsidcnt hörsiug, Staatskommissar Weißmann, Regierungsprä­sident v. Gersdorff, Oberpräsidialrat Breyer, Regie- -rungsrat Freysing und Regierungsrat Kilhorn. Der Ausl Huß schlug außerdem muh den Lntwaffnnngs- kommissar Peters und den Ministerialdirigenten Abegg vor. Am 7. September sollen die Zengenvernch- mungen beginnen.

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MMenen im Lichtenberger Rathaus.

/' Berlin, 25. Aug. Das Lichtenberger Rathaus war gestern der Schauplatz schwerer Tumulte. Etwa 400 Erwerbslose drangen in den Sitzungssaal ein und erzwangen das Wort für eine Abordnung, die u. a. die Anerkennung der gewählten Erwerbslofenräte ver­langte. Um den herbeigerusenen polizeilichen Schutz «nmcglnft zu machen, besetzten die Eindringlinge die Fe^nsprcchableilung des Rathauses. Da die Menge sich nicht ans dem Saal weisen ließ, mußte die Sitzung «m eine halbe Stunde vettagt werden. Nach Wieder­aufnahme der Sitzung wurde unter dem Truck der Erwerbslosen beschlossen, die Frage der Anerkennung der Erwerbslosenräte einer Kommissioir zu überweisen.

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. Verschwundene Gelder,

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V Berkin, 24. Aug. Gestern kam es in der General- dersammlirug der Delegierten der Betriebsräte von Groß- Berlin, die sich mit den Geldern der UnterstüjzungSkom- mh'siou und des Roten Vollzugsrates beschäftigten, zu lärmenden Auseinandersetzungen. Ter Unabhängige Emil B a r t h gab als Vorsitzender der Kommission einen Bettcht über die Zahlungen, die von den kommunistischen Kassie­rern der Kommission und des Roten Vollzugsrates vor- genommen worden sind. In der Abrechnung der Unter» stütznugsrommission fehlten 141000 Mark, während von den Geldern des Roten VcllzugsrateS 45 000 Mark verschwunden seien. Auch zweifelte Barth die von dem Vollzugsrat angegebene Summe von 50 000 Mark en, die für die streikenden Angestellten in der Metall­industrie gesammelt worden seien. Es müßten weit -röst, re Summen zusammcngebracht worden sein. Barth schlug schließlich vor, eine Kommission zur Untersuchung der Sachlage einzufetzen. Ter Kommunist Richard Müller wandte sich darauf in längeren Ausführungen gegen karlh, konnte aber die Darlegungen Barths sachlich nicht widerlegen. Nach einer Flut gegenseitiger persön­licher Beschimpfungen wurde mit großer Mehrheit eine Entschließung angenommen, in der der Ertvariung Aus­druck gegeben wird, daß in einer der nächsten Delegierten- dcrsammlungen der Betriebsräte Rechnung über die Gel­der gelegt wird.

In BnWIttstliltn im Mnimdml.

Der Vorsitzende will den Bericht selbst vorlegen.

Paris, 24. Aug. Havas meldet aus Genf: Ta der Vertreter Spaniens im Völkerbundrat, Ouinones dr Leon, den Vorsitzenden des Vötkerbundrates Vi­comte Jshif wissen ließ, daß et zu seinem lebhaften Bedauern das ihm angetragene Mandat der Bericht- erstattung über die oberschiesische Frage nicht über­nehmen könne, hat Vicomte Jjhij beschlossen, in An­betracht der kurzen Zeitspanne, sich der Aufgabe selbst zrl unterziehen und selbst den Bericht vorznlegen.

WhkbMg bk? AMNWeMMr; |fl MWesm?

Die Z K. hält Obersthkesien für beruhigt.

Breslau, 24. Aug. DieOberschlesische Volksstimme" in Eleiwitz meldet mit Genehmigung der Zensur, daß ihr von einer der interalliierten Kommission nahestehenden Seite mitgeteilt worden ist, daß die Au f h e b u n g des Belagerungszustan­des über Oberfchlesien in den nächsten Tagen bevor­stehe. Dis letzten Wochen hätten die interalliierte Kommission in Oppeln davon überzeugt, daß die Beruhigung Oberschlesisns so weit wieder ein- getreten ist, daß die Aufrechterhaltung der Maß­nahme des Ausnahmezustandes zwecklos erscheine.

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Auflösung des Deutschen Ausschusses verlangt.

Breslau, 24. Aug. Wie dieGazetta Lu- dowa" mitteilt, hat die interalliierte Kommission in Oberfchlesien Landrat Dr. Lukaschek in Katso- witz amtlich davon benachrichtigt, daß sie diese neu- gegründete Institution nicht «nerkenne und ihre Auflösungverlangt.

Die Trrippenverstärkungen.

Paris, 24. Aug. Eine Meldung desTemps" erklärt gegenüber der Berliner Veröffentlichung, daß 2 englische und 2 italienische Bataillone und eine französische Brigade nach Oberschlefien ent­sandt werden würden, daß nur 2 französische Ba­taillone nach Oberschlefien abgehen würden, außrr- dem 2 englische und 2 italienische.

Die Kosten der Brsatzunzstruppen.

Oppeln, 24. Aug. Rach einer Mitteilung der interalliierten Kommission betragen die Kosten für die Besatzungsarmee in Oberfchlesien bis zum 1. August 9,5 Milliarden Mark

Die polnischen Ausstandsvorbereitungen.

Berlin, 24. Aug. Wie das »Deutsche Abend­blatt" aus Breslau meldet, ist ein Befehl der Kampf­leitung der Aufständischen zur Kenntnis gelangt, der den polnischen Führern cinschärst, ihre Leute über die Sammelplätze, sowie das etwaige Verhalten bei Alarmbereitschaft zu unterrichten. Die Mannscbafien seien mit Waffen und Munition genügend versehen. Als Stichtag für das Losschlagen wird der 27. August angesehen. Am 18. August waren die Führer zu einer Versammlung nach Sosnowice be­rufen.

Lublinitz, 24. Aug. Durch Vermittelung des englischen Obersten Biel wurde an Llohd George und den Völkerbund folgendes Telegramm abgesandt: ,,Säm: liche Fronen von Stadt Lublinitz bitten dafür eintreten zu wollen, daß der Kreis Lublinitz bei Deutschland ver­bleibt." Ein ähnliches Telegramm ging an den eng­lischen Vertreter in Oppcln.

Aus dem besetzten Gebiet.

Wiesbaden, 24. Aug. Auch hier haben sich die Franzoseir in eine Schnlangelegrnheit eingemischt. Der Lehrer Prager, der ans Oberschlesien ausgewiesen wurde, hat hier eine neue Anstellung an einer städti­schen Schule gesunden. Bei Ermittelung seiner Per­sönlichkeit sollen dir französischen Behörden sogar weit gegangen sein, daß sie durch ihre Gendarmen die Schulkinder aussragen ließen. Sie hatten nun in Er­fahrung gebracht, daß Prager beurlaubt ist, und da die Dauer des Urlaubs ihnen verdächtig erschien, haben sie bei der vorgesetzten Behörde um Erklärung darüber ersucht.

Duisburg, 24. Aug. Auf Anordnung brr Be satzungsbehörde ist das Erscheinen der ZeitungVolks stimme" im Gebiet des Brückenkopfes Duisburg vom 23. bis 30. August verboten worden.

Landau, 24. Ang. Eine Schneiderin aus Kaiserslautern wurde, weil sie einer als Kundin er- fchienenen Frau eines französischen Obersten gegenüber, als das Gespräch auf den Krieg kam,die französische Nation beleidigende Andeutungen und Gebärden^ ge­macht haben soll, vom französischen Gkridjt zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt.

Gin ttiMtt MW kkckdittl.

41 Tote.

London, 24. Aug. Das große lenkbar« Luft­schiff Z.R. 2 ist oberhalb von Hüll explodiert. Die Trümmer sind in den Humberfluß gefallen. Kas Luftschiff kehrte von einer versuchsweisen Kreuzfahrt vor der Aeberquerung des Atlanti­schen Ozeans zurück. Das Personal des lenkbaren Luftschiffes bestand ans 47 Mann. 6 davon blieben am Leben.

Nach einer weiteren Meldung aus Hüll über­flog das Luftschiff, das demnächst den Atlantischen Ozean durchqueren sollte, heute nachmittag Uhr die Stabt, als es explodierte, in zwei Teile zerriß und in den Humber stürzte. Das Luftschiff war an die amerikanische Regierung verkauft. Als das Luftschiff abstürzte, sahen Tausende von Menschen dem Fluge zu. Eie ergriffen panikartig die Flucht, um sich vor dem Absturz der in den Fluß fallenden Trümmer zu retten. Ein Teil der Trümmer fiel auf den Viktoriastrmld. Ein Augenzeuge erzählt, daß er mindestens 4 Mann mit Hilfe des Fall­schirms,aus dem Luftschiff herabkommen sah. Drei Menschen hingen (ttt einem einzigen Fallschirm. Durch die hefttge Explosion sind alle Fensterscheiben und Schaufenster der Häuser und Geschäftshäuser, die am Flusse liegen, zerstört worden.

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Gin im» W ttt Wen.

Paris, 24. Aug. (Havas.) Eine Konstantins- nopelcr Meldung Londoner Blätter besagt, daß die Griechen einen neuen Sieg bei Anghari davongc- tragcn hätten.. Die kemakistischen Truppen sollen sich auf dem Rückzüge nach Angora befinden. Tie Griechen sollen durch Umzingelung 4000 Gefangene gemacht haben, und die griechische Vorhut soll bis 80 Kilometer (nach einer kürzlichen Meldung sollen e3 70 Kilometer fein) vor Angora gekommen fein.

Athen» 24. Aug. Wie Havas meldet, erklärte KttcgSminister Theotsfts Prefs't^rtretern über die Ziele des wieberausgeuommenen Feldzuges:Wir wollen ans Angora marschieren, nicht etwa, um uns dort sestzü- setzcn» sondern um sachliche Unterpfänderzu haben gegen den Einfall jenes Aufrührers, dec gegen die Ent­schließ!! ngen Europas angeheu lvill. Tie Griechen sind von bin Türken zn diesem Kriege gezwungen motbeit, die weder den Vertrag von Ssores noch die Bestim- mtnrgeu des Waffenstillstandes innehielten. Ein neuer Ftt-densvertrag wird also den Opfern Rechnung tragen müssen, die das griechische Volk hat auf sich nehmen müssen, um den türkischen Widerstand nickerzuzwingen. Jede Regierung muß dieser Forderung des Volksge- UnssenS Rechnung tragen." Ter Kriegsminister schätzte bu nationalistischen Streiikröfte in Anatolien auf etwa 64 00(i Mann. Er gab der Ueberzengung Ausdruck, daß bei den jetzigen Erfolgen des Vormarsches die mili­tärischen Operationen etwa in einem Monat zu Ende gefuchrt fein würden.

Der türkische Heeresbericht.

Paris, 24. Aug. Nach - einer Havas-Melbung ans Angora meldet der türkische Heeresbericht: An der LLestfroiit nähern sich die feindlichen Abteilungen unseren Stellungen. Im Abschnitt AftunKara- Hiikar rückten nnscre Truppen, nachdem sie die dott befindlichen feindlichen Streitkräfte zurückgeworfen hatten, in Tschobanlar ein.

Frankfurt a.M., 24. Ang. Bisher ist beim Ueb-rgaug vom unbesetzten in das besetzte Gebiet nur das Reisegepäck im Eepäcüvagen der Zollkontrolle unter­worfen worden. Wie gemeldet wird, sind jetzt auch in Stationen jenseits der Zollstellen, so zwischen Yfelbstein und Mainz, Poften ausgestellt worden, bi? mtssteigende Reisende mit Gepäck oder anderem Handgepäck anhalten und wenn zollpflichtige Waren festgcstetlt werden, diese Waren beschlagnahmen.

Feststellung der deutschen Offiziere in Düsseldorf.

Düsseldorf, 24. Aug. Aus Beicht der fran­zösischen Besatzungsbehörde muß sofort eine neue Lifte aller ehemaligen deutschen Oisiziere im neubesetzten Stadt­gebiet eingereicht werden. Heute wird die Aussordernng der Polizeiverwaltung vcrösscntlicht.' und morgen schon müssen bie vorgeschriebenen Formulare aus den Polizei- bczir'en ausgeftillt werden und zwar von ehemaligen akti­ven Ossizieren, der Reserve, der Landwehr, des Land­sturms, Sanitätsossizieren, Militärleainten in Ofsiziers- rang, Feldwebelleutnants und allen sonstigen Militärper- >onen mir Ossiziersrang.

Forderung der völligen Bcsetttgung der Zwangs- matznahmcn.

Köln, 24. Aug. Der Wirtschaftsausschuß des be­setzten Gebietes hat in seiner Vollversammlung, die von Vertretern der Industrie, des Handels, der Landwirtschaft und des Handwerks vollzählig besucht war, zu der Note de? Obersten R !e4 über die Aufhebung der wirtschaft­

Der Wirtschastsausschuß fegt auf das schärfste da­gegen Verwahrung rin, daß der Oberste Rat nicht die völlige Aushebung der mit dem Friedensbertrag unvrr- einbaren Sanktionen beschlossen hat und nur dir wirt­schaftlichen Sanktionen «nd diese nur unter neuen s ch w «- rten Bedingungen ausheben will. Tas beschke Gebiet muß die Aufhebung aller, auch der drückenden militärischen Sanktionen fordern. Mit den daran ge­knüpften Bedingungen kann der Wirtschaftsausschuß s.ch unter keinen Umftänben einverstanden erklären. Die ge­forderte Kontrolle der Ein- nick Ausfuhr und dir Gut« heißung aller auf Grund der Sanktionen im besetzten Gebiet geschehenen wirtschaftlichen Maßnahmen räumt den Alliierten dauernd Einflüsse auf brr deurschc Wirt­schaftspolitik ein, die im Friedensvettrag keine Grund­lage finden und zu unerträglichen Verhältnissen führen würden. Der Wirtschaftsausschuß richtet daher an die Reichsregiernng das dringend« Ersuchen, hie geforderten Bedingungen abzn lehnen und die Verhandlungen nur im Sinn« völliger Beseitigung der Sanktionen zu führen."

Ein beschämendes Zeugnis

stellt der Verwaltungsbericht de.r Stadt Koblenz sür 1920 vielen dortigen Frauen aus, die der ausländi­schen Besatzung gegenüber die Würde einer deutschen Frau nicht zu wahren wissen. Unter .Standesamt- wird bemerkt: Während tm Jahre 1913 411 Ehen ge­schlossen wurden, stieg die Zahl Int Jahre 1920 auf 1178, von denen der größte Seit aus Eheschlietzungeil zwischen Amerikanern und dentschen Mädchen entfällt. Monatlich wurden zeitweise 60 und mehr solcher Ebeschltetznngen vollzogen. Reden diese Zlssenr schon deutlich von nationaler Würdelosig. kett, so bergen die Geburtenziffern einen überaus häßlichen Schamsleck. Die Geburten, die 1913 noch 1241 und 1919 1269 betrugen, sind 1920 aus 1815 ge­stiegen. Die Zunahme betrug also gegen das Vor ttiegslahr 574. Der Bericht bemerkt dazu: Die grob« Zahl der Geburten entfällt hauptsächlich auf die Um , ehelichen. Mau kann nur eine gerechte Vergeh tun6 darin sehen, daß Mädchen, die sich vom Ans-' länder betören ließen, aller Alimente verlustig gehen Von de» angeheirateten Amerikanerimren ist bei Ab. lösung der Besatzung ein grober Teil mit in die item Heimat gegangen, aber viele sind wieder zurückgckehrt weil sie nickt sande», was sie erwartet hatten. Trol dieser bitteren Ersahruiigen, die 1o manche betört, Jungfrau machen mußte, lassen sich immer noch deutsche Mädchen weiter blenden.

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Das politische Mnwerbot.

Zur Rechtfertigung des Verbotes des Filmes , T« schwarze Schmach" wirbvon zuständiger Stelle" mit« geteilt:

Der Film ist auf Anregung des Auswärtigen Amte! vom Reichsntmisterntm des Innern verboten worden,^ wetz er durch unrichtige, vor allem ü6irtne6ene Anschuldtgun» ant gegen die französischen farbigen Truppen bas Gegen teil der Wirkung auszuüben drohte, die die Veranstaltet beabsichtigt hatten. Der Film bchauplet, nur tatsäch« lich begangen« Verbrechen ioiederzugeüen. Dem gegen übe, muß sestgesteltt werden, daß der vorgesührte Fall, daf ein deutsche« Mädchen wider ihren Wt'len in filtern sraw Mischen Bordell festgehalten wird, und ihr Bräutigau frei einem Besreiungsvcrftich erschossen worden ist, ber Reicksregierung nicht bekannt ist. Ebenso trifft fett angeführt« Zahl von 40000 Schwarzen im besetzten @& biet nicht zu. Tatsächlich find es nur 200 und amf früher mir unbedeutend mehr gewesen. Es ist nicht fest gestellt, wieviel Sittlichkeitsverbrecken von ihnen begangc» worden sind, doch ist die angegebene Zahl von tausend aul der Lust gegriffen. Das Verbot der Film-Oberprstsstell stützt sich außerdem auf ben § 1 des Lichtspielgesetzes, bq einen Film sür unzulässig erklärt, wenn er geeignet ist bas Verhältnis DeutschlnndS zu einer auswättigcu Mach zu trüben. Außerdem ließ sich die Filin-Oberprüf stelle von der Erwägung leiten, daß ein Kamps gegen di antideutschen Hetz filme im Ausland nicht möglich ist so lange wir selbst mit ähnlichen Mittel» arbeiten."

Bon amtlicher Seile wird also dieser deutsche Film die große Masse des dentschen Volkes aus feiner ent schlicken Gleichgültigkeit gegenüber der viellcicht bren ncndften Frage unserer Zeit heraus,zubringen versuch und darüber hinaus das neutrale Ausland auf bas Elen des besetzten deutschen Gebietes und die Nichtstoürdigkei der französischen Vccnichtiingspolitik Hinweisen wollt, mit den antideutschen Hetzsilrncn ans gleiche Stuf! gestellt. Es ist selbstverständlich und liegt im Wese> des Filmes begründet, daß, um eine Wirkung zu et zielen, hier und da stark nufaefragen werden mußt, Tie Bemängelung, daß ein Verbrechen wiederaegefan Fd ba5 der Rrichsregierung nicht bekannt", also in do Akten nicht festgehalten sei, zeugt von unentwegte» Bürokratismus, wie er ja seit 1919 in besonders reichet Maße blüht. 40 000Scknoarze" hat es allerdings uf im besetzten Gebiet gegeben, wohl oberFarbige* Und cs ist ganz gleichgültig, ob die deutsche Bz völkerung von Schwarze», Braune» oder Gelben verseuck wird. Tie Schmach vtib bie Wirkung ist ganz dieselb, Tie Verfasser des Filmes halten besser getan, ihn Jj Farbigen Schmack" zn nennen, wie man auch allaemef stattschwarze Schmach" sagen sollte. Das Bedenken, df verbotene Filin werdedas Verhältnis Deutschlands | einer auswärtigen Mach' trüben", entspricht ganz d, neudeutschen auswärtigen Polftik, wenn man überhau.» von einer selchen teben oarf-