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DI« „Oberhefsifche 3eitun<" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich

55. M»

4.75 Mk., durch die Poft 5.10 Mk. Ausgabe B mit „Oberh. Soort-Ztg." 1 Ml. mehr.

1 s?Lr ausfallende Nummern infolge Streife ober elementarer Ereignisse kein Ersatz. — /»*• ItiV yetlrtg oon $)r. L.hitzeroth. — Druck der llnio.-Buchdruckerei von Ioh.Aug. Koch,

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Der Vorsitzende der sozialdemokratische« LandtagS- fraktton Haller ist an den Folgen einer Operation gestorben. Das durch den Tod Hallers frei gewordene Landtagsmandats füllt nach der Borschlagsliste an den Redakteur B ah lke. -

_____i lLornnzfrtAns tviesrrnm große Kundgebungen dop AtA-liium-unk»- Arbeitslosen gegen die Lebensmittel-

Budapest, 22. Aug. Der Minister des In­nern erließ eine Verordnung, wodurch die unga­rische republikanische Partei aufgelöst und ihr jede Tätigkeit verboten wird. Als Begründung wird angeführt, daß die die Grmrvlugmt der unga­rischen Verfassung gefährdende und die öffentliche Ordnung verletzende Organisation gesetzwidrige Ziele verfolge.

Zit LtzMkMW.

Ultimatum der Bergarbeiter.

B c r l i n, 23. Aug. Am 19. August sanden in Berlin Verhandlungen über die Lohnfrage im Bergbau statt. Die Bergarbeiter forderten eine Lohnerhöhung von mindestens 12 M je Mann und Schicht. Diese Forderung wurde von den Arbeit­gebern abgelehnt. Darauf haben die Berg­arbeiter den Unternehmern unter Aufrechterhal­tung ihrer Forderung ein Ultimatum gestellt, das am 1. September abläuft.

Bei den gestrigen Verhandlungen im Finanz­ministerium über die von den Beamtenverbänden und Gewerkschaften erhobenen Lohn- und Eehalts- forderungen wurden auf Wunsch der Organisatio­nen Unterausschüsse gebildet, in denen die einzelnen Fragen durchberaten werden sollen.

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Zlülgmml M hlWMWLköMlM

Die Katastrophe, die daZ russische Volk durch die dort herrschende Hungersnot betroffen hat, rief alle Länder zur Hilfsbereitschaft auf. Auch in Deutschland widmet üngn sich rege der Fürsorge für das russische Volk, und an dem Hilsswerk beteiligen sich auch alle diejenigen Parteien und Gruppen, die das bolschewistische Regime in Rußland nicht billigen und die der Ueberzeugung sind, baß gerade dieses Regime Ausland in das jetzige Elend stürzte. Hier aber galt es einen Akt der Nächstenliebe, and da schieden alte andeveu Rücksichten aus. Dir selbst­verständliche Gegenerwartung ging dahin, das; auch die Bolschewisten ihrerseits die Angelegenheit nicht parteiisch betrachteten. Aber den russischen BolschetvisteN kommt das furchtbare Unglück ihres Landes gerade recht, nm eine bolschewistische Agitation im Auslande urch gerade in Deutschland zu betreiben. Die Sowjetregierung hat unter dem 12. August einen Aufruf an die Arbeiter und Arbeite­rinnen aller Lander gerichtet, in dem dazu ausgeforderi wird, daß das Proletariat gegen seine Regierungen mobil gemacht würde. Insbesondere sollten dir Kommunisten in Deutschland die Truppentransporte nach Oberschlesien mit Gewalt verhindern. Daß auch nur ein derartiger Versuch uns in die allergrößten außenpolitischen Ge­fahren stürzen würde, liegt auf Ser Hand. So sabotieren die Bolschewisten das Rettungswerk, das auch die Deut­schen trotz ihrer eigenen Sorgen zu vollbringen geneigt waren.

König Alexander.

B e l g r a d, 22. Aug. Der neue König der Serben, Kroaten und Slowenen hat gestern durch eine Proklamation feine Thronbesteigung verkündet.

Das Elend der hungernden Kinder.

Der Volkskommissar Lunatscharski veröffentlicht, nach einem Telegramm an „Politiken" in der „Prawdä" einen Aussatz über das furchtbare Elend unter den Kindern in den Hungersnoigebieten. An den Ufern der Wolga sieht man Scharen von obdach­losen Kindern, die von ihren Eltern verlassen sind und sich durch Stehlen und Plündern ernähren. In Sa­mara werden täglich an 50 Kinder aufyelesen, die die Ellern ausgesetzt haben und die in Kinderheimen untergebracht tverden. Die Folge hiervon ist. daß in diesen Kinderheimen die Brotrationen immer kleiner werden und zahlreiche Kinder Hungers sterben. Mehr- mals ist es vorgekommen, daß Eltern ihre Kinder in der Wolga ertränkt haben, nm sie von den furcht­baren Quälen der Hungersnot zu befreien. Die An« zabl der hungernden und von den Eltern verlassenen Kinder schätzt Lunatscharski auf 300000, Die Sowjei- behörden sind nicht in der Lage, hier Abhilfe zu schaffen.

Internationale Kredite für Rußland?

Paris, 22. Aug. Rach einer »Temps'-Meldung aus Riga erklärte Dr. Nansen dem Vertreter der »United Preß", daß er sich Anfangs der Woche nach London begeben müsse, um mit den Sowjetvertretern über die Möglichkeit sich zu besprechen, Rußland durch internationale Kredite zum Ankauf von Getreide und Sämereien zu unterstützen.

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Amerika.

Gegen ein Bündnis mit Japan.

London, 22. Aug. Reuter meldet aus Wafhing- tou, dir amerikanische Regierung sei wahrscheinlich vollkommen bereit, ein Uebereinkommen mit Groß­britannien abzuschließen, solange dies geschehen könne, ohne irgend eine Verpflichtung zu einem Bündnis zu übernehmen, gegen die das amerikanische Volk Einspruch erheben könne.

Die „Morning Post" meldet aus Washington, daß die von Lloyd George zum Ausdruck gebrachten Hoff­nungen auf ein britisch-amerikanisch-japanisches Gin« vernehmen und ein Abkommen bezüglich des pazifi­sch«, OsranS tn de» Vereinigten Staaten kühl auf-

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Kritik eines Volkswtrischaftlers.

Wir geben diese beachtenswerten Ans- fiihrungen wieder, obwohl Dr. Wirth sich jetzt gegen die hier als katastrophal kriti­sierten „Goldzwangshypotheken" erkläri hat, weil die verhängnisvollen Wirkungen dieser Maßnahmen greifbar dargelegt werden und irgend eine andere Ersasiung der „Sachwerte", aus die das Wirthsche Steuerprogramm nicht verzichten wird, ähnliche Wirkungen haben muß.

Tie Gesamtausgaben deS Reiches belaufen sich t« diesem Haushaltsjahr auf 108 Milliarden Papier- mark, denen etwa 59 Milliarden Einnahmen gegen« überstelle«. (Ungedeckt sind also fast 50 Milliarden.) Aus dem Ultimatum erwachsen dem Reiche 4,3 Milli­arden Goldmärk, d. h. 64,5 Milliarden Papiermark, dazu noch mehrere Milliarden für Beschaffung der Werte-, für Zinsen und Transporte, sodaß mau aus eine Summe von mindestens 70 Milliarden Papier­mark kommen wird. Durch den Posten „Reparationen" wird im außerordentlichen Haushalt die Summe von etiva 20 Milliarden frei. Diese 20 Milliarden müssen bei der Endabrechnung gestrichen werden. Die Ge­samtausgaben betragen also 108 4- 70 — 20 Milliarden Papioemark. Dazu kommen noch mindestens 15 Milli­arden Steuern in den Etnzelstaateu (Ländern) und 10 Milliarden in den Gemeinden, also noch 25 Milli-

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ent schein«, gnadm, iinb^et.

M 6Wi bei 6atNw.

Konstantinopel, 22. Aug. Das halbamt­liche Blatt „Patris" hat dieMaHricht erhalten, datz die griechische Offensive am 21. August begonnen hat. Dagegen sollen nach anderen Mitteilungen aus Kleinasien die Türken die griechische Offensive bereits zum Stehen und den Griechen eine SchlavpL hergebracht Habest.

Paris. 22. Aug. Aus Konstantinopel melden englische Blätter: Die kemalistische Hauptmacht be­endet sich, wie bereits kurz gemeldet, in heitzem Kampfe mit der griechischen Armee in der Gegend von Gordium auf einer Frontlänge von 50 Kilo­metern. Die Front erstreckt sich bis nach Peniker m Süden, bis zum Salatkiflutz im Norden von Gordium Diesen Flust konnten die Griechen gestern erst nach einem erbitterten Gefechte, wobei sie schwere Verluste erlitten, überschreiten. Sie ver- «chte«, den linken Flügel vom Eros z« trennen, aber tife ihre biSHerige« Angriffe scheiterten an den starken türkischen Stellungen.

Auslösung der Nationalversammlung?

London, 22. Aug. Aus Angora wird gemeldei, daß eine der ersten Handlungen Mustafa Kemal Paschas nach feiltet Ernennung zum Oberbefehlshaber der uatwnalistischeu Sireitkräfie ein Dekret war, wo durch die Nationalversammlung aufgelöst wird. Untcrftüfnmg der Türken durch russische Kricgsschisfc.

London, 22. Aug. Einer Neutermeldung aus Konstanflnopel zufolge wird von gut nnlerrlchteter Seite gemeldet, daß die Bolschewisten zwei Torpedo- booiszerstörer nach Trapezunt gesandt haben und daß liefe Schiffe von jetzt ab unter türkischer Flagge fahren werde.

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Die Frage der Truppenverstärkungen.

Paris, 22. Aug. Wie der „Temps" mitteilt, h,t der französische Geschäftsträger in Berlin den -tzftrag erhaltW, mit dem englischen und italieni-

Markt 21,23 — Fernsprecher 55, — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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SozNemliMtk MM gegen bas neue Slttietprogwi.

Brandenburg, 22. Aug. Auf dem Bezirks­tag de» S. P. D. der Provinz Brandenburg wurde nach einem Referat von Otto Wels eine Entfchlie- stung angencmmen, in der u. a. ausgeführt wurdft

Der Bezirksparteitag der sozialdemokratischen Partei für dir Provinz Brandenburg erklärt, datz die von der Reichsregierung vorgeschlagenen Steuern in dieser Art für die sozialdemokratische Partei unannehmbar sind. Der Bezirks­parteitag wünscht im Falle des Fefthaltens der Re­gierung an der Gesamtheit dieses Steusr- pngrammes die Neuwahl des Reichstags. Um auch den im Interesse der Arbeiter liegenden Aufgaben gerecht zu werden, ist die S. P. D. bereit, Opfer zu bringen. Aber sie mutz fordern, datz zu­vor die besitzenden Klaffen in besonders einschnei­dender Weise zur Steuerleistung herangezogen wer­den. Die Steuerverpflichtungen der Besitzenden müssen der künftigen Steuerreform ihren Stempel aufdrücken.

- Marburg Dienstag, ben 21 AM Grilling.

genommen werden und als Danaer-Geschenk betrachtet werden.

Truppentransporte nach Panama.

Washington, 21. Slug. Aus englischer Quell, wird gemeldet, daß beträchtliche Ableilungen von Marineinfanterie von Philidelphia abgerückt seien, um nach Panama abbefördert zu werden.

arbeit. Demnach mülen Insgesamt 183 9»j'’*nrbn Papicrmark aufgebracht werden.

Was stehl diesen Ausgaben an ® e u u.; ü gegen? 1. das gesamte Einkommen aller Deut­schen (Volkseinkommen), 2. das gesamte Vermögen aller Deutschen (Volksvermögeu). Das gesamte DCUUW V o l rS r 111 l o mm en nvro emgemmvi w« den ööchstschätzenden aus 18 Milliarden Goldmärk, vo>» ■■ a Riedrigfchätzendeu auf 16 Milliarden Gold- mark. Man kann ein Mittel von 240 Milliarden Papier mark annehmen. Das ganze deuischt Volksvermögen beträgt nach Höchstschätzung noch 120 Milliarden Goldmärk, nach Mindesischätzung noch 100 Milliarden Goldmark. (Eine Umrechnung in Papiernlark ist hier kaum möglich.)

Wie kann man von 240 Milliarden Einnahmen 183 Milliarden öffentliche Lasten tragen? Nach Abzug der öffentlichen Lasten bleiben etwa 60 Milliarden Papiermark für die gesamte Bevölkerung übrig, d. h. aus den Kops 1000 Jl, d. h. nicht einmal genügend für die Mindestnahrung.

Wie denkt sich der Reichskanzler die Deckung?

1. Ersparnisse durch Venninderung der Zuschüsse an Eisenbahn, Post. Erwerbslose, für Verbilligung der Lebensmittel: Die Botfchaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. In absehbarer Zeit wird eine Er­sparnis hier nicht möglich sein.

2. Verbessentag der Technik der Steuererhwung und der Sieuerkontrolle: Das ist ein richtiger Ge- slchtspunkt. Seine Durchführung fordert aber ein Heer neuer Beamten und Tausende von De« HSrdenhäusetn, eine Mehrausgabe von Milliarden.

3. Veredelung des Reichsnotopferö und Ausbau vorhandener Besttzsteueru: Besttzsteuern sind notwen­dig. sie dürfen aber nicht in der Art erhoben worden, daß sie die Produktion verhindern oder ihre Sielge- rnng unmöglchi machen. Der Besitzer darf nicht durch die Abgaben in Schulden kommen und so verhindert werde», seinen Betrieb (Bauernhof, Werkstatt, Fabrik. Geschäft) aufrechtzuerbalte».

4. Erhöhung der Körperschaftssteuer von 10 Pro­zent auf 30 Prozent: Wird zugestanden, obwohl für manches Unternehmen "bei Erhebung dieser Steuern eine ernste Gefahr vorliegt.

5. Kapitalverkehrssteuer: ES muß abgewartet wer­den, was der Kanzler darüber noch zu sagen hat.

Insgesamt erhofft der Reichskanzler aus allen Steuern, neuen und alten, 80 Milliarden Mark zu ziehen. Wohlbemertt stammen diese 80 Milliarden Mark nicht vom Ertrage, sondern rum größten Teile vom Vermögen, das sich dadurch ständig vermindert und ertragsunfähiger wird. In einem zweiten Steuer fahr muß sich deshalb die Summe verringern. Es wird bezweifelt» daß das Reich aus neuen und alten Steuern bei Aus­schöpfen aller Quellen und bei Angreifen des Besitzes auf eine Sieuersumme von 80 Milliarden kommt.

Rach Dr. Wirths Rechnung der Einnahmen von 80 Milliarden ergibt sich ein Defizit von 78 Milli­arden, nach Dr. Helfserich von Über 100 Milliarden. Tas Defizit auf dem Wege der Anleihe aufzubringen, wird unmöglich fein.

Dr. Wirth plant nun, das Reich an den „Gold­werten" zu beteiligen, Goldzwangshypotheken auf den Besitz cintragen zu lagen. Es soll bei jedem Real­wert (Haus, Land, Fabrik) der „Frtedenswert" mit 6 multipliziert werden. Bon der Gesamtsumme trägt das Reich 20 Prozent ein. Zum Beispiel: Ein Bauerngut hatte im Frieden eilten Wert von 50 000 Mark. Der jetzige Wert soll nach den Regierungs« Vorschlägen mit 50000 M X 6 = 300 000 M angenom­men werden. . Von diesen 300 000 M nimmt das Reich ein Fünftel = 60 000 M tn Anspruch und trägt die Summe an hervorragender Stelle ein. — Das Haus eines Handwerkers soll im Frieden mit 15 000 Mark eingeschätzt worden sein. Sein jetziger Wert wird von der Regierung mit 90G00 M errechnet. Die Reglerungshypotbek beträgt 18 000 M. Soll der Bauer bezw. der Handwerker Zinsen von dieser „Hypothek" zahlen, zahlt er oft mehr als bet gesamte Ertrag ausmacht.

Das Reich wirb biese „Hypothek" verpfänben Met verkaufen müssen, um das Immer größer werd«chß

W MMliWl der WWig hes Ultimatums

London, 22. Aug. Keynes beginnt in der »Suuday Times" eine Aufsatzreihe über dis wirt- schaftlichen Aussichten in Europa mit einem Aufsatz ^Kann Deuischland bezahlen?" An Hand eines Amfangceilheil Zahlenmaterials weift Keynes nach, da das letzte Abkommen Deutschland zwar eine Atemspanne bis 1922 gewährt, datz das Abkommen dann jedoch nicht länger von Bestand sein könne als die früheren Entschädsgungsbedingimgen und datz es im nächsten Jahre abgeändert werden müsse. Nach Ansicht von Keynes mutz zwischen Fe- druar und August 1922 unbedingt der Zeitpunkt eintreten, in dem Deutschland seine Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann. — Dieselben Ausfüh­rungen machte der Verfasser in der „Deutschen Allg Zeitung". _.

V. So- UNSllllzs appel-r. «ntliq, luisg.“ itglieb» lich. ita.tb.

Madrid, 22. Aug. Zn amtlichen spanisch m Preisen wird versichert, datz die von den ausländi­schen Zeitungen über die spanischen Verluste an­gegebenen Zahlen, die angeblich einem amtlichen Bericht entnommen worden sein sollen, durchaus er­funden und übertrieben seien. --—

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Budapest, 22. Ang. Das ung. Korr.-Büro meldet: Ungarische Truppen und die Vertreter ter ungarischen Behörden zogen gestern in Nen-Szcge- din ein. Die Truppen setzten ihren Marsch fort und besetzten die auf dem Wege gelegenen Gemeinden des Golietes.

. Amtliches LerÄuLigungsdilM des Kreises Dwrburg.

Anzeiger für (das früher kurheMche) Oberhessen

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Rotterdam, 22. Aug. Der Korrespondent der „Times" in Tanger sagt, datz seit einigen Tagen Erreichte austauchen, wonach sich in der Gegend von Tetuan neue Unruhen gegen die Spanier zeigen und erneute Kämpfe stattsinden werden. Alle Ver- hfndungeu zwischen Ttzttzgn und Ceuta sind unter-, ch rochen Es bcitzt, datz die spanische Garnison die kleine Zr.sel Penon de Velez geräumt habe, die an der Westküste 30 Meilen südwestlich von Ceuta liegt und seil 1865 den Spaniern gehört.

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phen Serh^et-.wegen der Mitteilung in Verbin- ^ng zu t re teil, die bezüglich des TranspLkies dec jjr ObeiWesteft vefttmntteh Verstärkungen Deuifch- lanb gemacht werden wird.

, Sitzung des ReichslabinettS.

Berlin, 23. Aug. Laut „Lokal-Anz." beschüf- 6<te sicki gestciu das Reichskabinett in einer Sitzung jSt der oberschleflschcu Frage.

Ursache uub Wirkung.

Seftbem die Eritcunuiig bes spanlscheu Voischas- ifig tn Paris zum Berichterstatter bes Völkerbund- MieS in der obcrfchlcsischeu Frage erfolgt ist, kann in tzer französischen Presse, die bisher die spanische Rie- brrtoge in Marokko mit «nwerkeunbar höhnischer ' Sc n u g l u n n g verfolgt hat, eine ausfällige W a n d- 11 h a seftgestcltt werden. Auf einmal Ist Sir Sagt fcft, khanicr in Marokko stark gebessert, die von ihnen ge-- troskeuen Vtaßnabmen sind ausgezeichnei, und in . eirie werde alles wieder tu Ordnung sein. Versteht

Ito- d i; der spanische Botschafter ein vortrefflicher I Mann ist mit „starken Sympathien für Frankreich". Ilflii wird in Spanien zweifellos die Absicht merken.

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Ein u»begehrter Posten. Wie bk „Deutsche Allg. ß-Arftung" mitteilt, lebnte der Generaldirektor der Ham- 8 bvrg Äiuerila-Linie, Cuno, den augebotenen Posten des RcichAftnanzmintsters ab.

Japans Haltung.

Hobos beruhigt.

f Pari-?, 22. Aug. Havas meldet aus Gens: Bicomte 'Mir, der Borsitzende des Völkerbundratrs rvird Tonners- te U! Eens ertvaetef. Bei dieser Gelegenheit toiti) be- '«rrkt. bass die Vertreter Japans im Obersten Rat soivohl |»‘e im BölkerbuudSrat sehr überrascht waren über die krt ch Weise, wie die Stellungnahme Japans zur ober« Wesischeu Frage beurteilt wurde. Sie scheinen Wert te- zu legen, dass am Vorabend der Sitzung des Völker- tuuörateS kritterlei Missverständnisse in dieser Hinsicht - teste he n und von keiner der beiden beteiligten Parteien wkt-.-ebeutel werden kann. Man bestreitet vor allein, dass ki japanische Vertreter im Obersten Rat, Baron Hajashi, Een für eine der beide« gegenülierftehenden Auffassungen Darrei ergriffen habe, man würde umsonst in den Nieder- schr-ften über den Verlauf der Sitzungen irgend eine Aus- Wrung des japanischen Vertreters siudrn, welche diese Behauptung unterstützen könnte. Tie japanische Ver­treter werde» in den Beratungen über die oberschlesische Krage vollkommeeue llrieilssreiheit haben, wie cs bis- Her auch stet? der Fall Ivar. Weder Baron Hajashi noch Wicomle Jshij sind irgendwie durch Weisung ihrer Sie« tzierung gebunden. Es steht also fest, sagt Havas zum Echluss. dass der japanische Vertreter als Mitglied und korsihender des Völkerbund rotes m volkkommeuer Unat-, -Snttmkei! uub Anparteilichkeil sich an den Beratungen in

[ Heft brteiliaru werde. — D. h. HovoS stellt «it Aujatmr» | feit, dass d-e Japaner keiner Tentschfreundlichkeit vep- V hjchtul ft!».

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V e r i i, 22. Aug. Wie die Blätter aus War t fdi-?.:- melden, sanden in Pose«, Thorn und anderen

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Danzig. 22. Aug. Seit heute früh streiken die Etf< uttt.hue - i:-, bei. ehemals preussifchen Teilgebieten ter MpudUk Polen. Der Ausstand, an dem drei Eisenbahner- berbonde WcsUiolenS beteiligt sind, ist ausgebrochen, well drc polnisthe Regierung die Forderungen der Eisenbahner eidit et füllte. Heule setzten bereits Berhändlnngen zlvi« scheu der voluischeii Regierung imd den drei Verbänden rin, nm eine schteuuigr Wiedersusitahme des Eisenbahu- btiriebe? zu erreiche«. s; . . i .