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schen Union' die Lage in Sowjetbebör

Paris, 21. Aug. Wie Havas ans Warschau meldet, hat die polnische Regierung in einer öffentlichen Erkl-i- rung bekanntaeaeben, daß sie alle Anstrengungen machen tverde. um die Vertagung der Lösung der oberschlesischen Frage so kurz als möglich zu machen. Sie sei von der Notwendigkeit, vollständigste R u h e zu bewahren, über­zeugt und fordere die Bevölkerung aus, die Geduld. Kalt­blütigkeit und Geistesgegenwart zu bewahren, die sie bis­her gezeigt babe. Wie dirKaltblütigkeit" der Polen auSgeseheu hat, hat Oberschlesien zur Genüge kennen gelernt-

ZWM-stWzWschtt MWnN tn Mkin.

Berlin, 21. Aug. Am 20. August nachmittags 8.20 Uhr kam ein französisches Transportguts mit fünf französischen Soldaten und einem Dolmetscher von der Interalliierten Kommission in Memel und Mainz am Bahnhof vorgesahren. Mehrere der Fran­zosen waren anscheinend angetrunken. Das Auto hielt an der Nordseite des Bahnhofs Friedrichstraße, um dort Gepäck abzuladrn, wobei die Soldaten einen großen Lärm machten. Es entstand ein Meuschenauflauf von etwa 100 Personen. Nach einer Aufforderung des Polizeiwachtmeisters Gutreit, etwas ruhiger zu sein, trat der französische Soldat Eduard Höfer heran, sprach mehrere Worte französisch, die der Wachtmeister aber nicht verstand, und stieß den Wachtmeister vor den Leib: gleichzeitig faßte ec in die Tasche. Da der Wachtmeister vermutete, daß der Soldat seine Waffe gegen ihn anwenden wollte, sah er sich veranlaßt, um einen Angriff abzuwehren, den Soldaten am Hand­gelenk zu fassen. Er erreichte dadurch, daß dieser sich beruhigte. Der französische Soldat wurde zur Feststellung seiner Personalien auf die Bahnhofswache gebracht und sodann entlassen.

wie durch den englischen und amerikanischen Flot­tenbesuch nervös geworden sind. Es verlautet, daß 10 000 Mann sibirischer Truppen sowie Geschütze und vier Panzerzüge nach Ostkarelien transportiert worden seien.

Dke deutsche Reichsregierung ist mit dem ztveiten Teil ihrer Steuervorschläge an die Oeffentlichkeit ge­treten. Man findet eine zweite Auflage einer Samm­lung von Eiuzelsteuern, die jeden inneren Zusammen- < hang vermissen lassen. Sie beweisen, daß das Reichs­kabinett bestrebt ist, als Kabinett der Erfüllung den Forderungen der Gegner gerecht zu werden. Wenn Dc. Wirth am Sonnabend den ersten aus einer Auf- sahreihe des englischen VolkswirtschastlerS KeyneS (siehe unten) durchgelesen hat, wird ihm zum Be­wußtsein gekommen sein, daß all sein Mühen, die Forderungen wirklich restlos zu erfüllen, umsonst ist. Keynes sagt voraus, daß sich die Unmöglichkeit der Erfüllung ^des Ultimatums und der vollständige si- nanziclle Zusammenbruch Deutschlands im August nächsten Jahres Herausstellen wird. Vielleicht ge­lingt cs den Anstrengungen des Kabinetts Wirth, diesen Zeitpunkt der unausbleiblichen Katastrophe noch ein wenig bi nauszuschieben. Am Grdcrgebnis ändert das nichts.

den keine Lebensmittel mehr. Häufig

DerMatin" nahm an, der Völkerbundsrat werde nur über das Industriegebiet zu bestießen haben, nicht über g an z Oberschlesien.

Einstimmigkeit erwartet.

Paris, 21. Aug. In einem Schreiben au Briand erklärte Vicomte Jshii. seine Ueberzeugung bezüglich der Annahme Les Auftrags durch seine Kollegen, sei durch die Tatsache gekräftigt, daß der Oberste Rat die Absicht habe, sein Möglichstes zu tun. damit in Oberschlesien keine Un­ruhen entstehen, die die Beratungen des Rates behindern können. Jshii fügte hinzu, er habe aus den Besprechungen des Obersten Rates erfahren, daß die Sache ohne ^Vor­behalte oder Einschränkungen der Prüfung des Völker- bundrates überwiesen worden sei, der mithin also das .Recht habe, bk Frage so zu behandeln, wie ihm die Be­handlung am wirkungsvollsten dünke./ Jshii erklärte, gewiß zu sein daß während der Beratung sich jede an der Frage interessierte Regierung jeden Aktes enthalte, der geeignet sei, die Freiheit einzuschränkcn und der Un­parteilichkeit bei der Prüfung der Frage zu schaden. Mit­hin hoffe er, daß der Völkerbundsrat nicht nur die Ein­ladung des Obersten Rates annehmen werde, son­dern daß er binnen kurzem ein« einstimmig gefaßte Lösung der Frag« empfehlen könne.

Scheitern der Verhandlungen?

London, 20. Aug. Man rechnet in hiesigen offiziellen Kreisen damit, daß die Tagung des Völ­kerbundsrates gleich am Anfang zu einem Schei­tern der Verhandlungen führen wird. In diesem Fall wird der Völkerbundsrat an die Dölkerbunds- versammlung appellieren, in der Eroß-Britannicn durch die Unterstützung der Dominions, die gle ch- falls vertreten sind, eine sehr starke Stellung haben wird. Allerdings ist die Frage, wie sich einige Do­minions, namentlich Australien und Kanada, zu dem Problem stellen werden, noch völlig ungeklärt.

Der Berichterstatter.

Paris, 20. Aug. Nach einer Meldung des Journal" hat sich der zum Berichterstatter für die Sitzung des Völkerbundsrates am 29. August er­nannte spanische Vertret: Quinones de Leon nach Madrid begeben» um sich vor Uebernahme des Am­tes mit seiner Regierung in Verbindung zu setzen.

Wie derTemps" jedoch mitteilt, habe die Reise

des spanischen Botschafters in Paris nach Madrid, die schon seit längerer Zeit vorgesehen war, nichts mit der Frage des Berichterstattes zu tun. Nach Mitteilung der spanischen Botschaft wird Quinones de Leon 5 bis 6 Tage abwesend bleiben.

Die Truppenverstärkungen.

ri Paris, 2L Aug. Nach einer Havasmeldung haben sich die französische, die englische und die ita- ienische Regierung über die Entsendung von je zwei Bataillonen nach Oberschlesien geeinigt. Nur für den Fall, daß die Aufrechterhaltung der Ordnung es notwendig mache, würden die französischen Ver­stärkungen vermehrt werden. Bisher sei ein Zeit­punkt für die Entsendung der Verstärkungen noch nicht f' stgesetzi

Das passive Verhalten der Franzosen.

Beuthen, 21. Aug. Der polnische Terror hält in vielen Ort«» an. Die Franzosen sehen dem Treiben der Polen tatenlos zu. Gestern konnte man eine» Hollersolbatc» in voller Uniform und Sokolmühe in Ge­sellschaft von französischen Offizieren sehen.

Der KreiS Rosenberg soll bei Deutschland bleiben.

Kattowitz, 21. Aug 1 Der deutsche Ausschuß für Oberschlesien teilt mit: Der Bevölkerung des Krei­ses Rosenberg, der bei der Abstimmung mit über 68 Prozent für Deutschland gestimmt hat, bat sich große Sorge und Erregung bemächtigt, weil nach den Zeitungsberichten über di- Verhandlungen des Obersten Rats tn Paris Lloyd George von der Mög­lichkeit gesprochen habe, den Kreis Rosenberg oder Teile des Kreises Polen zuzusprechen als eine Art AusmuschobjeN für Teile des Industriebezirls, drr nach dem englischen Standpunkt ungeteilt bei Deutsch­land bleiben solle. Der deutsche Ausschuß sür Ober­schlesien ist bet der interalliierten Kommission tn Oppeln vorDsstig geworden und ist ermächtigt worden, mitzuteilen daß niemals die Absicht bestand, und auch jetzt nicht besteht, den Kreis Rosenberg oder Teile des Kreises als Austauschobjckt Pole» zuzusprechen. Eine solche Behandlung des Kreises wäre, tote die zuständigen Vertreter der interalliierten Kommission betonen, nicht dem Abstimmungsergebnis entsprechend.

DieOberhessijche Zeitlins' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich «.75 Mk., durch die Post 5.10 Mk. Ausgabe B mitOberh. Svort-Ztg." 1 Mk. mehr, s ooer eleutentarer Ereignisse kein Ersatz.

Die amerikanische Hilfe.

Paris, 20. Aug. Wie dieChicago Tribuns" meldet, worden in etwa 10 Tagen die ersten Schifte mit Lebensmitteln aus Hamburg, Riga und Dan­zig nach Rußland abgehen. Die russische Regierung hat zugesichert, daß alle Behörden und die Armee von der Belieferung ausgeschlossen sind, und die amerikanische Hilfe soll ausschließlich Kran­ken um d Kindern zugute kommen.

Konzessionen an deutsche, englische und amerikanische Kapitalisten?

Ti« in Berlin erscheinende ZeitungGolos Rossij" er­fährt aus angeblich zuverlässiger Quelle, daß zwischen einer Gruppe deutscher, englischer und amerikanischer Kapitalisten einerseits imb der russischen Sowjctregierung andererseits Verhandlungen über die Erteilung von Kvn> Zessionen zum Wiederaufbau von Petersburg und Odessa geführt werden. Die Konzessionen erstrecken sich auf die Erweiterung und Ausbesserung der Häfen dieser Städte, auf die Wiederherstellung der Kanalisa- satiou, der elektrischen Straßenbahnen und vor allem auf die Jnstanosttzung der Fabriken. Dir Kort-

Ist MnhMrwl Nt freit KM.

Frankreich kann die Durchführung des Gutachtens verhindern.

Paris, 20. Aug.Echo de Paris" meldet, drr Völkerbundsrat sei in seiner Arbeit unb e- s chr ä n k t mit der Annahme des Friedensvertr r- ges von Versailles als Dokument und der abgrhal- tenen Volksabstimmung. Es stehe dem Völker­bundsrat frei, wenn er es für notwendig halte, zu prüfen, ob die Volksabstimmung unter den vom Friedensvertrag vorgeschriebenen Bedingungen ror sich gegangen sei. Nach Behandlung dieser Frage könne der Rat die Ergebnisse der Abstimmung, wie es ihm passe, auslcgen. Er könne ergänzende Unter­suchungen anordnen, er könne ganz Oberschlefien oder Polen zuteilen, oder er könne das Erubrnge- biet teilen oder einer Macht ganz zuteilen. Nach Er­ledigung der Untersuchung werde der Völkerbunds­rat ein Gutachten abgeben, aber ein schiedsrichter­liches Gutachten. Frankreich habe sich moralisch ver­pflichtet, es anzunehmen. Es sei indessen selbst­verständlich, daß, wenn das Gutachten gegen die Le- bsnsinteressen des Landes verstößt, Frankreich die Möglichkeit hätte, seine Durchführung zu verhindern, indem es z. B. aus dem Völker­bund austrete, rote im vorigen Jahr die argen­tinische Republik. Es sei indessen anzuitehmen, daß das Gutachten des Rates von den Beteiligten ang nonimen würde.

Im ,ö8crkin«r Lokal,tnzeiger" wich darauf hingewtcfen, daß e3 sehr zweifelhaft erscheint, ob dir Stenern nach bett Entwürfe» bei Regiert: uz zustande kommen werden, und daß es sc fort nach dem Wicderzüsammentritt des Parla­ments voraussichtlich zu harten und erbitterten Kämpfen kommen wird.

DieDeutsche Tagc^eitung" schreibt, daß nach den» Standpunkte des Kabinetts erst einmal das ganze deutsche Wirtschaftsleben ruiniert fei» müsse, es müsse bsn Feinden erst einmal handgreiflich gezeigt werden, daß Deutschland wirtschaftlich vollkom­men ruiniert ist. Vis zu welcher Höhe der Entsagung eine deutsche Regierung fähig fein könne, hätte man bisher niemals geglaubt.

TieKreurzeitlina" hält vor allen Dingen eine schlcu- mqe amtlich« Erklärung der Ncichsregftrnng für not­wendig, ob noch andere Steuer Pläne vorlicgcn, ins­besondere, ob man noch die Absicht hat, die Ideen des Rcichswirtschastsministers (über die Erfassung der Sach­werte) irgendwie zu verwirklichen. Eh« darüber nicht Klarheit bestehe, habe es überhaupt keinen Zweck, in die materiell« Beratung dcr jetzt vorliegenden Entwürfe ein- zutreten. Tie Art der Gesctzesmacherei, toi« sie letzt vom Kabinett getrieben wirb, könne nur verderblich tmr'~- Man müsse dem eine sachliche Kritik entgegenstellen. T /: Konservativen seien jedenfalls nicht geneigt, das deutsche Bolksvermöge« und die deutsche Arbeit den Feinden a u s- i»liefern oder sie sozialistischen Experimenten zu über- lassen.

Der Vorsitzende des Reichswirtschaftsrates gegen da» Kabinett Wirth.

In einet Versammlung der Deutsch nationalen Volkspartei in Breslau hielt der Vorsitzende deS Reichstoirtschaftsrates, Edler v. Braun, eine Rcd« über die geplanten Steuerergebnisse. Er führte unter anderem aus, daß die geplante Besteuerung bet Gold­werte letzten Endes aus eine VetmögenSkon- f iS totton htnauslause, die mit der Antastung deS BetriebstapttalS die wirtschaftlichen Grundlagen deS Unternehmertums zerstören würde. Es geb« teilte Möglichteit, die Verpflichtungen des Ultimatums auch nur zur Hälft« zu erfüllen, und die Polittt müsse darauf gerichtet sein, die auferlegten Verpflich­tungen zu mildern. Die Deutschnationale Volkspart et könne sich nicht um der Auffindung neuer Stenern be­teiligen, sie müsse vielmehr schon den Willen zur Er­füllung des Ultimatums als verderblich - -'-Ren und darum unter allen Umständen aus ei : l«

nel 1Swechsel dringen.

Marburg MM. teil 22. W Srntiug.

Peter der Große".

Graz, 20. Aug. Die .Tagespost" meldet aus Belgrad: In dcr heutigen Feierfttzung der National- beriammluufl widmete der Präsident dem verstorbenen König Peter einen Rachruf und gab die Thronbe- steigru-g König Aieranders bekannt. Dann wurde einstimmig beschlossen, dem verstorben:-:'. König offi­ziell den TitelPeter der Große, Befreier der Serben, Kroaten und Slovcnench zu verleihen. .

Nntichen in Algerien Nach einer Meldung aus L Drau griffen ungefähr 500 Mau» vom Stamme der Kebdnua den Posten am Wasserkap an. Läden tour» t den geplündert und Häuser angezüudei. Gruppen don Aufständischen sind bis an den Slachcldraht lanct, der den Posten umgibt.

Die SaMbarkett de; üffimotr-ni;. j

Ein englisches Urteil.

Di«Deutsche Allq. Zcitg." beginnt mit der Ver­öffentlichung einer Reihe von Anffätzen aus der Fed-i beS bekannten englischen Historiker» Kevn«S, der durch sein Buch Über die wirtschaftlichen Folgen d-S Friedensvertrages bekannt geworden ist. Er erklärt, daß Deutschland pvar die am 31. «ugust fällig« Rate der Entschädigungforderung zahlen und auch für die am 15. November und am 15. Januar fälligen Rate» genügend Deckung finden werd«, aber zwischen 15. Februar und 15. August müßte Deutschland der unvermeidlichen Zahlungsunfähigkeit er* liege». Keynes weist weiter nach, daß bft Ent­schädigungszahlung mehr als die ganzen Staats­einnahmen verschlingen würde. Keynes fragt, ob el jemals ht der Weltgeschichte möglich gewesen fei, Me H älfke des Einkommens auS einem Vokst iw der Form von Steuern heranszupresse» .

Danzigs Polontsicruns. Die Dauziser nationale Volkspartei erbebt bezüglich ^r »«» kommissar getr offenen Entscheidung betreff«»» SA UeBcr^aOe der Eisenbahnen und der P«le-»»eM M Tauziger Gebiet an Polen Prot^,

FrsnzM-WliW; Bn!wnwir!eii in DlaroSo?

? Maürid. 21. Aug. Di« Blätter verzeichnen bad fDrr.icht. daß der spanische Botschafter in Paris mit der Am wüschen Regierung Besprechungen wegen einer fron- = Wif i spanisch n Zusammenarbeit in den Grenzgebiet«» von Kra::zös:fch- und Spcnisch-Marokko eingeleitet habe.

Uu Paris, 21. Ang.' Nach einerTemps"-Mellums übjda ist cS an dec Grenze zwischen der französischen t spanische» Zone in Marokko zu einem Zwischen- - falt gekommen. Riffleute feuerte» aus erbeuteten spa- »scheu Geschütz«» Granaten ab, die i« der Nähe eines französischen Postens «inschlugcn. Es wurden sofort Maß- Nah:::.": >u einer ßkgenaftion getroffen, von der man /aber schließlich Abstand nahm, ba die Riffleute vcrsichcr- len, fit hätten ohne Absicht gehandelt, und es sei ihr Wunsch, mit Frankreich in völliger Harmonie zu leben. Tro-dem hat man cs für notwendig gehalten, be Garni­son asi-llcusa zu verstärken.

! U: Sie sn'etzW Säe«!»?.

/ Paris, 21. Aug. Nach einer Havasmeldung aus Hmyrna geht die griechische Offensive weiter, ohne ernsthafte Hindenrisse zu stoßen. Die Neugrup- rier . der kemaktstischrn Streitkräfte soll noch nicht fcertoet sein. Die aus den Ostprovsitzen herbeige- . xafcnen Divisionen würden erst in einigen Wochen die schwere Artillerie nicht vor Ende September jusommeugezogcn sein.

Wie derJntransigcant" meldet, besagen die aus Anc olicn eiitflcgingfitcn Nachrichten, daß das Gros kt kemalistischen Strcitkräste in der Nähr von Gordium nit d.r griechischen Armee zusammengestoßen sei, und haß eine Schlacht begouiuen hätte.

K o n stautinope 1, 19. Aug. (Halms.) Blätter «eLrügen zufolge, ist in Angora eine neue H eeres - l '^ru ppe ccb'sdet wo'.den. die den größten Teil der kan- " K-.r Truv!>cn umfaßt und in Stärke von 35090 MiS 4OCRO Mann an dir griechische Zrout gcworse» »ef. n soll.

Zessionen sollen auf 40 Jahre abgeschlossen werden. Am 25. August finde in Berlin eine Zusammenkunft der Kapitalisten mit der Sowjetrcgierung statt, bei der di« Einzelheiten endgültig besvrochcn werden sollen.

Ferner wird auS Helsingfors ^richtet, daß bei einer Vergebung der Lieferungen die Deutschen den Sieg davongetragcn haben. Stinnes habe bereits mehrere umfangreiche Kon^ssionen erhalten und Vorkehrungen sür eine Ausbeutung der russischen Bodenschätze getroffen. Den englischen Interessenten fol es nicht gelungen sein, mit ihren Vorschlägen bei der russischen Regierung Beifall zu finden, auch die ita­lienischen Versuche, Konzessionen in Rußland zu ev» halten, seien alle mißlungen.

Trnpp^ansammlung an der finnischen Grenze.

Helsingsors, 20. Aug. Der finnische Eene- ralstab bestätigt die Blättermeldung von der Kon­zentrierung bolschewistischer Truppen am karelischen Isthmus. Zn Regierungskreisev herrscht die An­sicht vor, daß die Maßnahme defensiven Charakter habe, da die Bolschewisten einen finnischen Angriff befürchten und durch di« hiesige Balten'ynferenz so-

Zie RMKUW SünKiWns im Glmge.

Einmarsch ungarischer Truppen.

Budapest, 21. Aug. Das Ungarische Korr.- ,Büio meldet aus Szegedin, daß eine Abteilung un­garischer Gendarmerie und Polizeitruppen am Sonntag 5 Uhr morgens die Demarkationslinie überschritten und um 6 Uhr in Kis-Samberg ein- rLckten. Aus Kaposoar meldet die gleiche Stelle, daß ungarische Truppen das Szegedindreieck besetzt haben. Zn Baju hat eine Abteilung ungarischer i iTruppen die dortigen Schleusen- und Kanalanlagen [übernommen. Zn dem von den Serben bisher be­setz: gehaltenen Somogyer Komitat find ungar.sche Truppen eingezogen, ebenso in Barcos und Szigct- var. Zn Fünskirchen ist gestern Abend ungarische Gendarmerie eingerückt, um dort die Verwaltungs­organe zu unterstützen, die nach dreijähriger Ab­wesenheit ihre Tätigkeit wieder ausgenommen haben.

Belgrad, 20. Aug. Die Räumung Fünskirchcus hat 6tute begonnen. Die Bevölkerung wartet in großen Massen aut die Ucbcrsicbelurig nach Südslawieu. Uebcr 11000 Personen sind bereits abgereist. Tie südsl'wuäen Beh iibc» werden das Gebiet von Fünskirchen am 22.8. Lbergeben. j.1 .

J Dmlliches DerLndignngsdUM des Kreyes Mniburg.

AnzsigÄ für (das früher kurhessische) Oberhessen

Räte-Nutzland.

Das Massensterben.

Paris, 20. Aug. Nach einer Havasmeldung derich-cn in Konstantinopel eingetroffene Flücht­linge aus Odessa» rote die Korrespondenz derRussi­

sche man Leute aus den Straßen Odessas vor Hun­ger sterben.

Nach einer weiteren Meldung der Korrespondenz sind nach bolschewistischer Feststellung vom 20. Juli bis zum 2. Ar«Lnst 22 060 Cholerasälls vorgekommen.

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