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Kahler (1649—1729), dessen Neffe, der Professor Dr-
thenL Mionnd gnhfer tu Rinteln (1W9—1747) und bild schönster Freueutugende«, ijLNl Stamm der Hunnen-
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Wetteraussichten für Sinntag, 21. August: Meist wolkig, vereinzelt Gewitter oder Gewitterregen.
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dessen Sobn, der Suverintendent und Konsistorialrat Dr- tbeol. Johann Engelhard Kahler zu Rinteln (1729 bis 1804).
Und in den „Familiengeschichtlichen Blättern" treffen wir, wenn auch vereinzelt, auf die Namen Arcnlarius, Breidenfiein, Chelius, von Talwigk, Feh, Jirnhaber. Folleuius, von Fleckeubübl gen. Bürgel, Ide. Krölchel, Niebergall. Nordeck zur Rabenau, Pfcilsticker, Rii»esel zu Eisenbach, Saul, Vultebus, von Weitershansen. Das Stammbuch des Jenenser Studenten Franz Adolf Leon- bardi an? Meuaeringhansen erwähnt auch de« 1773 in Marburg verstorbenen Johann Georg Estor. Selbst im Ostfriesischen Geschlechtrrbuch erscheint bei der Farnilie Abegg in einer de Pree'schen Ahnentafel der 1631 in Marburg geborene Pfarrer Daniel Wilhelm: zu Lachen und Bacharach-
Die bürgerliche Ahnenforschung ist bcheutend jünger als die Stammbäume des Wels. Am bekanntesten sind noch die Abstammungsreiben der Herrscherhäuser. Wußte man bereits, daß der frühere deutsche Kaiser Wilhelm II. den Admiral C o l i g n h unter seine Ahnen zählte .so war doch weniger bekannt, daß er auch eine französische Ahnfrau hat. Es war Eleonore Desmiers, die Tochter des protestantischen Edelmanns Alerander Desmiers. Herrn von Olbreusr, aus Poitou. Sie folgte ihrem Vater «ach Deutschland und heiratete hier den von ihrer Schönheit und Klugheit eingenommenen Herzog do« Telle, Bruder des Kurfürsten von Hannover. Ihre Tochter vermählte sich 1682 in Leiter Ehe mit ihrem Better Georg Ludwig, dem ältesten Sohne des Kurfürsten Ernst August von Hannover, der 1714 als Georg I. den Thron Englands bestieg. Ihre Tochter Sophie Dorothea war die Gemahlin des preußischen Königs Friedrich Wilhelm!, und Mutter Friedrichs II. und des Prinzen August Wilhelm, des Vater» Friedrich Wilhelms II., von dem aus der genealogische Stammbaum bekannt ist.
Anderseits muß es befremden, daß die heilig: Elisabeth, diese durchaus deutsche Frauengestalt, dieses Vor-
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nach BittenftD. Diesem, bald zu Ansehen gelangte« stweig der Familie entstammte der Vater des Dichters, Johann Kaspar. Er heiratete Elisabeth Dorothea Kod- wrifsia, die einer in Marbach alteingesessenen Familie --ntspraffen war, nm zur höchsten Krönung des Geschlechts hier Heimat imd dem ganzen Volke einen unsterblichen Sohn zu schenken. — r.
Wer hier einmal geweilt hat, wer fiter einmal einen Sonnenanf- und Untergang erlebt hat, wer von ihm ans m-ier geliebtes, schönes Hessenland sich zu Füßen hat liegen sehen, wie es von keinem andern Dnnkt aus möglich ist, dem wird es immer wieder, sofern er Sinn für die Schönheiten der Natur hat, an dieses herrliche Fleckchen Erde zurückziehen, sei es nun zn einer Tageswanderung, fei es um hier fern vom Weltsetriebe sich längere Erholung zn gönnen und für neue Arbeit z» stärken.
Ersteres ist in einem Tage auszuführen, wenn man morgens 4.40 Uhr nach Frielendorf fährt, und von dort über Ropprrhausen, Kämmershagen durch und an schönen Wiesentälern entlang in ungefähr 2 Std. zum Knüllkopf wandert. Hier hat man dann Zeit bis zum Nachmittag, Rundblick und Ratu rschönheiten xn geni-ffen und wandert dann nachmittags über Seigertshaufen und von da durch das besonders schöne und liebliche Steinatal hinab nach Ziegenhain »der Tr-hs« (etwa 3 Stunden), von wo man entweder 7«< Uhr oder ll1/- Uhr wieder in Marburg sein kann. , Will man der Tour l1/» Tag widmen, so fährt man nachmittags ll/s Uhr von hier nach Neukirchen, wo MSN gegen 4 Uhr ankammt «nd wandert von da. dauernd durch den schönen Wald, dem weißen Punkt folget über Hauptschwenda zum KuMköpscheru wo man übernachtet, um dann anderen Tages nach Frie- lllidsrs hinabzuwandern, von wo man schon wieder umdVs Uhr daheim sein kann.
Wer längere Zeit ausspanneu will, sinket bei bescheidenen Ansprüchen gute Unterkunft und Verpflegung bei dem langjährigen Knülkwirt Herrn A. Liebermann, jedoch ist es zweckmäßig, sich rechtzeitig bei ihm anzumelden, auch bei einmaliger Uebernachtung empfiehlt es sich durch Fernsprecher (Amt Richberg, Kreis Ziegen- Hain) anzusragen.
Unser leider im Kriege gefallene Architekt T örr- kecker hat hier oben em Gast- und Wohnhaus her- gestellt, das in seiner praktischen Schönheit vorbildlich Wicken kann, es enthält 12 Wohnzimmer neöst ze- ränmigeu Gast- und Spciseräumen. Besonders für die herannahende Hochsommer- und Herbstzeit mit rhrrn klaren Tagen und schöner Fernsicht und wenn
Wanderung in den herrli^n pschlen.
Wer sie unternimmt, wird voll LobeH über die Schönheit heimkehren. ,
Die Herbstarbeit des Reichstags.
Berlin, 19. Aug. Wie die „Deutsche Allg. Zig." erfährt, befinden sich unter den Gesetzesvorlagen, die den Reichstag sogleich nach seinem Zusammentritt zugehen werden, auch eine Reihe von Entwürfen sozialpolitischen Zuhalts, sowie umfangreiche Vorlagen über das Wohnungs- und Siede- lungswesen, sowie über das Beamten- und Schulgesetz. Ferner dürften die großen Gesetzentwürfe über die Aenderung des Strafrechts und die neue Strafprozetzordnung dem Reichstage baldigst zu- gehen.
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fönige, wie der „Deutsche Herold" meldet, entsprossen ist. Sie war die Gemahlin des Landgrafen Ludwig IV. und eine Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn. Durch ihre Mutter aus dem Hause der Herzöge von Merom stammte fi« jedoch aus dem königlichen Hause von Franko reich und dem Hause Wettin: sie war also der Hauptfach? nach ein Abkömmling germanischer Dynastengrschlechter da auch das Haus Capet als ein ursprünglich germanisches betrachtet werden muß. Ihre Tochter Sophie, die Mutter des ersten Landgrafen von Hessen, setzte den Stamm fort, und es ist bekannt, daß besonders durch die Landgrafen von Hessen und die Kurfürsten von Sachsen und deren Nachkommen fast alle europäischen regierenden und zahl lose andere Familien von der heiligen Elisabeth abstammen.
Von der heiligen Elisabeth floß auch ein Tropstein Blut in den Wern des ersten Reichskanzlers Otto v.BiSmarck, der seit 500 Jahren der erste Staatsmann unter den Bismarcks war. Das Genie vererbt sich selten und tritt in den Geschlechterfolgen vereinzelt auf. In dem Ekternpaar Bismarcks berühren sich zwei ganz verschiedene Lebenskreise, der Beamtenstand, also das gebildete Bürgertum, und der Uradel. Auch die Eitern Goethes sind väterlicherseits aus dem Handwerkerstande hervorgeMngen, und mütterlicherseits, besonders durch die Großmutter Textor geborene Lindheimer, aus dem höheren und gebildeten Bürgerstande. Eben in der Mischung etwas so verschiedenartigen Keimgutes war die Möglichkeit einer so glücklichen Verflechtung aller Bedingungen für das Zustandekommen dieses Einzelfalles ton Genie gegeben.
Als der älteste Wohnsitz der Familie Friedrich v. S ck i l l e r s wich Grumbach angesehen, wo der Ahnherr Stephan Schiller zu finden ist, dessen Vater Stephan 1559 erscheint. Ter Sohn sichelte nach Neustadt über, verließ 1634 den durch den dreißigjährigen Kr-.eg verödeten Ort, und sein Sohn Kaspar ließ sich in Weidlingen als Bäcker nieder. Ein Sohn Kaspars, Georg, übernahm bas Geschäft, ein anderer, Hans Kalpar, verpflanzte cs
Marburg und Umgegend.
Marburg, 20. August (Ernting).
* ttrtis er fit 5 t. Geh.-Rat Jensen, Vertreter der semitisch m Drachen und orientalischen Geschustie an unserer Universität, vollendete kürzlich fein 60. Lebensjahr. Dem verdienten Gekehrten wurden anläßlich dieses Tages viele Ehrungen zntest. Geheimrat Jensen habilitierte seit 1888 in Marburg, wurde 1892 außerordentlicher Professor in Marburg und wirst hier seit 1895 als Ordinarius. — Wie wir hören, besteht die Absicht, besonders verdiente Männer der Sadt Marburg zu Ehrenbürgern der Nniver- fitöt zn ernennen.
* Lom ElektrizikckkswerkDler nächsten Stabt verorbneteusitznng wird ein Antrag vorfiegen, wonach 2078000 Mack für die Anschaffung von 3 Dieselmotoren gefxrtbcrt werben, durch die die Stromunterbrechung-n beseitigt werden sollen. Der Finanz- und Bctrftbscmsschuß haben sich bereits mit der Angelegenheit beschäftigt und der Anschaffung zugestimmt.
* Kirchliches. Der Konsirmandenunterricht der Konfirmanden her lutherischen Gemeinde (Pfarrkirche und Ekisabethkirchei beginnt am Montag, den 22. Awmst, Vs8 Uhr morgens in der Süd- bezw. Nordschule. Der den Konfirmandenunterricht einleitende Gottesdienst für die Konfirmanden und deren Eltern wird in der Pfarrkirche am morgigen Sonntage um ’MO Uhr, in der Eliftbekh firche jedoch erst morgen in 8 Tagen um VslO Uhr gehalten werben.
* Jungmäbchen-Lereins-Konferenz in Marburg. Für die vom 10. bis 14. September statt- endende Konferenz hat sich eine außergewöhnlich große stahl von Teilnehmern angemeldet. Die Unterbringung bereitet uns einige Verlegenheit. Wir möchten niemand zurückweifen und Bitten daher wiederholt herrlich um Anmeldung von Freiauartieren. Wo kein Bett^ zur Verfügung gestellt werden kann, tut es auch ein Sopha oder eine Chaiselongue. Diejenigen, welche nns bellen möchten und nicht in der Lage sind, die Bettwäsche zu stellen, werden trotzdem gebeten, sich freundlich zu melden.
Politische Tagesnackrichten.
Bayern und das Reich. Einer Meldung des ,Berl. -"Lebt." aus München zufolge befaßte sich der baye- rifche Mtnifrerrat mit dem abschlägigen Bescheid der Reichsrcgierung in der Fra« der Setteidekvntrolle Soweit sich übersehen läßt, wird sich Bayern in die durch die Ablehnung seines Vorschlages gegebene Sachlage fügen, umsomehr, als anch die Münchener Handelskammer von federn Versuch zu einer einseitigen Wiedereinsährnng der GetteivekoutroSe «Ortet
Teilweise Begnadigung mitteldeutscher Aus-ührer. Pon den 42 Zuchthausstrafen, welche von dem Sondergericht Naumburg gegen die Beteiligten am mitteldeutschen Aufruhr verhängt worden sind, werden der .Saalezeitung- zufolge 40 in Gefängnis irmgewandett und die Strafdaner auf die Hälfte bis ein Dritte! herabgefetzt.
Die Lohnbewegung. «« Montag werden tm Reichssinan,Ministerium die ersten Verhandlungen mtt den Vertretern der Beamten und der Gewerkschaften über die Erhöhung der Gehälter und Söhne beginnen. Ob anch der Deutsche Beamtenbund «nd der Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund in ihrer Eigenschaft als Spitzenorganifationen an der KöLfe- renz teilnchmen werden, steht noch nicht fest.
Metallarvei terauSftand ix Halle. Tie Metall arbeitet haben mit großer Mehrheit beschlossen, sofort in den Ausstand zu treten.
Eine Studienreise deutscher Fouruakiften nach Oesterreich. Etwa 60 Vertreter reichsdeutscher Blätter werden in der Zett vom 6. 615 20. September eine Studienreise durch Oesterreich unternehmen, um die VerhälMifle in Oesterreich durch eigenen Augenschein kennen zu lernen.
Zum kommissarischen Laudrat des Sretses Paaeggen hn Memelgebiet wurde Gutsbesitzer Arno Schulz aus Schäferei Hausfegen ernannt
Vermählung Rah BeverivgeS. I« Kissinaen fand die Vermählung Ray Beveridges, der unerschrockenen Vertreterin der deutschen Sache, mit dem Forstmeister und Hauptmann a. D. Hugo Jäger statt. r
Eine Fnnkenstation in Warschau. Eine amerikanische Gesellschaft beabflwliat. tn «ackchan ein4 Fvnkensiation von großer Reichweite za hauen.
EnglM»»—Arzypteu drahtlos. In Seafield <Or ford) ist die erste Funkensiation für den drahtlosen Dienst des britischen Reiches eröffnet worden. Die Meldungen können auf eine Entkerinm« hon 3000 Meilen ausgefandt werden. Hierdurch ift England mit Kairo drahtlos verbunden.
Der Knüll.
Alljährlich wenn die Ferien mtb' He Erh ckungs- zeit naht, beginnt ein Nebeckegen: Wohin gehen wir in diesem Jahre? Bor dem Kriege mußte es, für die, die es sich leisten fronten, die Schweiz ober Italien fjn, sonst galt eS nichts, aber «ich heute noch, wo unsere Grenzen für solche Reifen mir noch für ganz besonders Auserwählte offen sind, schaut man wenigstens nach Oberbayern, wenn man an die Erholungsreise denkt Dabei beben ft man aber nicht, wieviel schöne Erholungsstätte« nrck Naturschönheiten mir in unserer Heimat, unserem herckichen Hessen- lanb haben. Eine her schönsten, wenn nicht zar die schönste, ist der leider noch immer auch hier wenig bekannte Knüll mit seinen lieblichen Wiesnttälern, seinen ragenden Hochwäldern ttnb dem alles Überragenden KnMkopf (632 Meter hoch).
Von Geschlechtern und Stannn- Laumen.
1 Im Juni d. Js. beging das Geschleckt derer von Han stein auf der stolzen Burgruine Hanstein die Feier seines 8Wjährigen Bestehens. Die bis auf 1121 zu rückgeführte Ahnentafel verzeichnete zuerst Theodockch. Liredominus von Apolda. Sin Nachkomme erhielt 1150 das Ditztnmamt auf dem Mainzischen Seife des Eicks- ft'ües, 1230 ein anderer ein Burglehn auf dem Main- zischen Sckloffe Hanenstene. Tie Burg wurde 1309 ne« anfgeführt, 1414 und 1519 bedeutend erweitert. Unter den auch in diesem Jahre auf der Stammburg besonders zahlreich aus ganz Deutschland zusommeugekommenen Anaebörigen be5 Geschlechts brfaick sich auch der berühmte „Encken"-Führer Kapitän v. Müller, der mit einer Tochter des Generals v. Haustein verheiratet ist.
Und in diesen Tagen (14. August) fand hn Gasthof Ritter in Marburg rin Famflieniag der aus dem Wegener 8aiü> stammenden und jetzt wett verbreiteten Family Spieß statt, die auch die „Spießffche Familienzettung" herausgibt. Das Januarheft vom Jahre 1917 brachte den Stammbaum der Familie Spieß, an besten Spitze der um 1610 geborene Hans Spieß zu Gosenbach bei Siegen steht. Der unermübliche Förderer der Familien- beziehungen ist der mehrfach vorteilhaft als Schriftsteller frrtorgdtetene Pfarrer Spieß, früher in HatzfeÜ» und Bottenhorn, jetzt am Rhein amtierenb.
Am Ende des 16. JahrunbertS tauchen zuerst die aus Wollmar bei Wetter stammenden Kahler auf, deren Name wohl auf die Herkunft aus dem nicht weit davon »elegencn Dorfe Kalbern, das mundartlich Kahlern genannt wird, weist. Der Familie entstammt eine Reihe bedeutender Männer, wie der Profestor der Theologie und kiektor der Universität Rinteln Dr. theol Johannes
tri hing befindlichen Steuergektienttoürfe wird nun- mcbr im Worttaut veröffentlicht, fo der Entwurf des Gesetzes betreffertb die ErdStzun'g einzelner V->r- vrauchssteuern, des Gesetzes über die Ervötzung von Zöllen, des Gefetzas über die Nbändernng des Ko''keu- peucrgesetzes. des Rennwettgesetzes, des Kraftfavr zeugsteuergesotzes, des BersirberuiigKfteneraefetzes de- Entwurf des Gesetzes betreffend die Abänderung des umsatzsteuergesetzes, des Gesetzes zur Aenderung des Körperschaftssteuergesetzes, des Kapitaitorkehrssteuer «esetzes, des VermSgensstenergefetzes, des VermSaens- zuwacktssteuergesetzes, des Gesetzes über die Abgabe von Vern;ögens znwa«l)s aus der Nachkriegszeit. Aus der Erhöhung der Tabaffteuer allein werden rnnd 900 Millionen erwartet. Die Mcürerträge aus Kaffee, Tee, Kakao, Gewürzen und Siidfriichten werden auf 46,6 Millionen Goldmark, die Mehrerträge aus den stbligen Zollerhöbungcil auf etwa 15 Millionen Gold
' Das „Volk".
■. Lümrruw.ki, w-xi h; Königsberg, die sich zu einer impe wüten Huldianng Dr die ehemalige deutsche Armee und Marine, für das deutsche Offizierskorps und ius- befoud-re für gnnfcenbtna und Ludendorff'änswuchs, hat, wir bereits mite 'teilt, die Presse der Linken in Hellen 2k»'r"hr versetzt. Tie ,.Stott Fahne" erklLrre kürzlich, das Vaff würde jedes mikftärifche Vorgehen gegen Polen oerhütdern, ßlkls Det'tschland etwa nm sein Rechtckmnpfen wolle. Dazu schrribt die „Kreuzzeitnng": Immer ist es das „Volk", das „Vorwärts", „Freiheit" unb „Rute Fobuss' im Munde führen. Nun, das „Volk" ist brüllend dnrch Berlins Straßen gezogen und hat Ebert und Scheidemann an die^Laterne hängen wollen, das „Volk" ist von Ebert und Scheidemann mit blauen Bohnen bedacht Warden, als es die Reichskanzlei zu stürmen drohte, und das „Volk" geht ßofort $n Prügeleien über wenn Loziast>emvfrattn, Unabhängige und Moskowiter in Ver- farnmltinge« onrinanderg-ra r. Tie Funktionäre der MehrheitsfozialdemokratiL »ijsm tzava» rin Sieb rn singen. Was die rote Presse für „Volk" ausgikt, ist in Wirklichkeit imr der verhetzte Teil ber Arbeiterschaft. Das delttsche Volk hat mit beu Sudeleien der toten Preßnrentr nichts zu schafft». Das deutsche Volk denkt
mark geschätzt. Von der Erhöhung der Koblenstener erwartet man einen Wehrertrag von 4.5 Milliarden Mark (bisher 4,7 Milliarden Mack). Der Entwurf eines Rennwetigesetzes steht auch die Besteuerung von Bnchmawerwetten vor: die MeSreinnahnre wird auf 50 Millionen Mart berechnet Die neuen.Steuersätze für Personenkraftwagen betragen beisvielsweise für eine PS 75 Jt (bisher 27 JO, für 10 PS 950 J< (bisher 80 JO, für 23 PS 2200 Jt (bisher 200 JO. fnr 30 PS 3450 Jt (bisher 450 Jt), für jede Pferd.-krast mehr einen Zuschlag von ID Jt (statt bisher 10 JO. Dow kommt eine Desreuerung der Lastkraftwagen mit Steuersätzen von 150 bis 2000 Jt.
Aus dem Versicherungssteuergefetz Wird ein Mehrbetrag von 200 Millionen Mack geschätzt. Die Um- fatzsteuer wird tm allgemeinen verdoppelt. Die Speise- und Schankwirtschaften werden tn zwei Gruppen geteilt. Für Luxuswirkfchaften beträgt die Umsatzsteuer 10 Prozent, für die andern 5 Prozent. Aus der gesamten Umsatzftener erhofft man einen Betrag von 21 Milliarden, nach anderen Schätzungen sogar 25 Milliarden Mark. Hierzu wird noch der Betrag der Lurusfieuer mit einer halben Milliarde Mack treten. Tas Körperschaftssteuergefetz ,'oS die Erwerbs- flefettfebaften mit 30 Prozent, die übrigen mit 10 Prozent des steuerbaren Einkommens belegen. Die Kapital Sverkebrsst euer soll 381,4 Millionen Mack ergeben. Die Gesetze sollen bereits am 1. Oktober 1921 bezw. am 1. Januar und 1 April 1922 in Kraft treten.
Set Ausschuß des Reichswirtjchaftsratcs gegen die Tabaksteuer.
Berlin, 19. Aug. Ter ReparatiouSansschuß des vorlänsigen Reichswirtschaftsrates nahm gestern den Bericht des Nnterausschussrs über die Erhöhung einzelner Berbranchsstenern entgegen. (Ent» sprechend bet Regierungsvorlage wurde ber Leucht- mittelsteuer, der Zündwarensteuer mit ber Streichung ber §§ 48 unb 51 der Vorlage, der Biersteuer «nd der Mineralwassersteuer zugestimmt. Die Tabaksteuervorlage als ganzes würbe abge- lehnk Bezüglich der Steuersätze im einzelnen faßte der Airsschuß folgende Beschlüsse: Zigarren und Zigaretten find bereits so stack belaste^ baß eine »eitert Erhöhung ber Steuersätze nicht mehr tragbar erscheine. Mft ber Einfügung einer neuen Steuerstnfe für fringeschnittenen Tabaks mit bet Festsetzung des Steuersatzes für Pfeifentabak $. S. in bet Steuer» stufe 7 auf 8 Mack je Kilogramm und in ber Steuerstnfe 10 auf 30 Mack unb mit den von der Regierung vorgeschlagenen Sätzen für Kau- und Schnupftabak erklärte sich ber Ausschuß einverstanden. Dann hörte ber Ausschuß den Bericht des Unterausschusses Übet die Abänderung des Kohlensi^uergesetze 8 §r riUüfe ReMkunzsvllrläge grblldslitzlich seine Zustimmung. Gegen die Ermächtigung d«S Fi- nanzwinisters, die Steuersätze zu ermäßigen, fiirach man sich einmütig aus und beschloß folgende Fassung: Ter Reichsminister der Finanzen ist ermächtigt, auf gemeinsames Verlangen deS Reichskohlenrates und des Reichswirtschastsrates und «ach Anhören des Reichs- wirtichastsrates den Steuersatz zu ermäßigen oder »ach feiner Ermäßigung ttrieber auf 30 v. H. zu erhöhen.
an vergangen G-^ße, trauert um das verlorene Kaiftitum «nb hofft heißen Herzens auf Befreiung aus Schmach und Schande und Racke en den Feinden. Und weder dft Moskowiter der „Roten Fahne", noch die Bolls- männer der „Freiheit oder die des „Vorwärts" werden das d-r-rfche Volk hindern können, wenn es zu den Sternen greift, nm fein Menschenrecht zurückznerobern."
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Hochschulnachrichten.
X Der Leipziger gyuäkologlsÄe Lehrstuhl. Ter 0. Profcffor Geh. Medizinalrat Dr. Waller S t 0 e d e I in Kiel ist vom 1. Oktober ab als Nachfolger des Geheimen Rats P. Zweifel zum ordentlichen Profesior der Geburtshilfe und Gynäkologie an der Universität Leipzig und zum Direktor der Universitäls-Frauen- kltnik ernannt worden.
X Lehrstuhl für ausländische Landwirtschaft. Dell' ordeniliche Professor Dr. Anton Hollmann ist von seinem Lehrstuhl für landwirtschaftliche Betriebslehre an der Berliner Landwirtschatflichen Hochschule entbunden worden: gleichzeitig ist ihm die Professur für ausländische Landwirtschaft an der gleichen Hochschule übertragen worden.
X Ernennungen. Zum ord. Mitglied «nd Vorstand des chenmschen Laboratoriums der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft tn Berkin-Dahlem ist Prof. Dr. phtl. Josef H 0 n b e h, Prtvardozent für Chemie an der Universität Berlin ernannt worden. — Die Assistenten bei der Hanv-ver- suchsanstalt für Landwirtschaft an der TechniicheA Hochschule in München Joseph Wecker und Dr, F Franz Metzger sind zn eia^mäßigen Koniervaiorett bei dieser Anstalt ernannt worden.
X Die Berliner Tierärztliche Hochschule weist tm Sommersemesier 1921 einen Gesamtbesnch von 539 auf, und zwar 295 Studierende, 15 Hospitanten, 39 Prnsungskandidaten. die noch am Unterricht teil- nehmen, und 190 Studierende der landwirtschaftlich« Hochschule.
8a in diesem Fall die Belkwäs che v 0 nd e n Gä R eW mitgebracht wird. Auf Verpflegung wich in ke;
Fall gerechnet, nur, wenn möglich, um Mor-senkaffe,ft ohne Subrot gebeten. AnmeLlungen erbitten: Schwede» - Elisabeth Albert, Julienstift, unb Pfarrer Plarwet, Mar» bucherweg 10. Der Zweck ber Konftrenz ist eite U,,z, spräche unb gegenfeitige Stärkung aller christlichen Jung. 1 mäbchenvereine Deutfchkands. Ucber 300 000 junge Mab» t chen gehören bet Organisation an, bft die'größte in iljret t Art ist. Jungftauenvereine, Studienkreise, Klubs, MH, f cheubibelkreift sind in ihr vertreten, hauptsächlich die allbekannten Jungsrancnvereine, deren wir in unserer Stc>dj mehrere, z. B. im Julienstift, Elisabethhaus, Ockersbrus?« ttstv. haben. Dieser Zweig ber Jugendbewegung muß jedem Teilnahme abgewinnen, dem das Wohl unseres Volkes am Herzen liegt.
*Die Ruhrund ihreAbwchr. In der keiß«, Zeit ist ein häufigeres Auftreten von Ruhrerkrankungen ftstzustellen- Darum sei zur allgemeinen Beachtung eint gemeinverständliche Belehrung des preußischen Ministeriums des Innern über bie Ruhr, welche in leichisaß, licher Form nicht nur Ratschläge zur Verhindern«.; di-ffx Krankb-ft, sondern apch aller anderen übertragbe^u Darmkrankhriten enthält, wftderzkgeben: Die Ruhr *■, m'nnt mit heftigen Leibschmerzeu und Durchfällen, bie bald rin schleimiges Ausfthen annehmen. Meist ift dein > ! Schleim auch Blut beigemengt. Bisweilen beginnt die Krankheit mit Erbrechen und Uebelkrit. Fieber ist oft Vorhände«, kann aber auch vollständig fehle». Es em. pfftblt sich, bei Auftreten verdächtiger Kranfbeitserschti- nungen sofort einen Arzt zu Rate zn zfthen. Tie Ruhr ist eine ausgesprochene Schmutzkrankheit. Ihre Uebertraguna, kommt ausschließlich dadurch zustande, daß Trift vom Stuhlgang eines Ruhrkranken in den Mund eines Gesunden gelange«. Ter Erreger der Ruhr, ein Bazillus, wird von dem Kranken lediglich mit dem Stuhlgang rosgefchftden. Tft dünnflüssigen Tarmentleerungen beschmutzen anch bei au sich sauberen Menschen sehr leicht dft Hände, zumal Papier häufig für Flüssigkeiten unb Bakterien durchlässig ist. Durch unfaubcrr Hände werden dann die Ruhckeime auf Gegenstände (Griff am Wasser- zug des Klofttts, Tücklinken^^repperigeländer «nd Ge- brairchSgegeuftändei, fern« e# Nabrungsmit'e! oder unmittelbar auf Gefunde übertragen. Der wicksawste Schutz gegen die Ruhr ist daher Sauberkeit her Häatv. Tri«, oend zn empfthken fft deshach der Gebtanck "bon gutem Kloseitpapier. Außerdem JÄerjigc aber jeder: „Nach ber Notdurft, vor dem EM» Händetvaschen nicht oer» -refftal" B-sonders muß auch beim Herrichten von Speisen (Anrichten ungekocht zu genießender Gerichte, Streichen des Butterbrots) auf Smiberkett der Hände geachtet Inerden: „Willst andere du mit Speise laben, so mußt du fankftre Hände habend sollte sich rede Hags- . fr««, jede Köchin zum Wahlspruch wählen. Auch kömiru Fliegen die Ruhr verbreiten, wenn sie Gelegenheit -»| haben, sich ans Entteernngen von Ruhrkranken und danach auf Nahrungsmittel zu setzen. Daher sind Nah- rukrsssnntftk und noch zum Gebrauch bestimmte Speisereste sonzfältig vor Fliegen zu schützen. Neberhaupt ist der ' FliegenpKaqe nach Möalichkett Einhalt zu tu», ff n - ; reifes Obst und verdorbene Nahrungsmittel verursachen an fick keine Ruhr. Sie können jedoch durch Er- j | •.engung von Magen Darmkatarrben das Haften etwa , in den Darmkanal hinringelangter RubrbazLlen und damit das Entstehen der Ruhr begünstigen. Deshalb vermeide man beides, wenn Ruht herrscht, ganz besonders.
* Strafkammer. Im Lauft des gestrige« Ber- handsungstages wurden z. D. ««r geringfügige Heber, treiuugen verhandelt. Ein Fall dürfte für bie Oeffeui- { lichkeit von Interesse fein. Vor nicht zu langer Zeit brachten wir in ,unserer Zeitung, daß in der Gegend von i ftiegenhain ein juuzes Mädchen von einem jungen Bursche« angefaklew, vergsoaltig nnd seiner Barschaft beraubt worden sei. Dieser Fall stand gestern zur Verhandlung. Es handelt sich um einen jungen Fürsorgezögling, der schon schwer vorbestraft ist. An dem fraglichen Tage begegnete er dem in Frage kommenden Mädchen auf einsamer Landstraße bei Ziegenhain unb belästigte das Mädchen. Die Angegrifftne bat den Burschen, er möchte Mtb von ihr lassen, sie wolle ihm 10 Mark geben. Diese *0 Mack nahm der Bursche m'cht, sondern belästigte dass Mädchen writtr. Durch das Sckreien der Angegriffene^ fieß der Butsche von ihr ab mit den Worten: „Das ganz-, Geld her." Das MÄxhen gab seine Barschaft, bie ii ' l0 Mack bestand, her: darauf entfernte sich der Bursche. Im Jufi wurde ber Verbrecher verhaftet. In bet l l heutigen Verharcklung, die unter Ausschluß der Oeffent- chftit geführt wurde, zeigte der Bursche gar keine Rene.
Das Gericht Einigte dem Angeklagten auch keine mildern- ü s den Umstände zu unb verurteilte ihn wegen ovllenöeter Rotzuckt zu 4 Jahren Gefängnis nnd wegen Erpressung zu 3 Monaten Gefängnis. Ter Angeklagte wäre in das : F Zuchthaus gekommen, aber seine Jugend hat ihn davor ^tewahrt.
* Pokalspiele attfbem Germania-Sportplatz. Morgen Sonntag, nachm. 2 Uhr Pokalspiele ber Ligaklasse auf dem neuen Gennania-Sportplatz. Eintrittspreise: Sitzplatz 4Mk., Stehplatz 2,50 Mk., Schüler 1,50 Mack.
* Wochenmarkt. Der heutige Wochenmarkt war - [ "ehr gut besucht. Die Eier kosteten 1,60 bis 1,70 Mack.
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